Hallo zusammen,
ich habe hier ein Entwicklerboard mit einer Power ON/OFF logic Schaltung
(siehe Anhang) Ich verstehe die Funktionsweise, aber was ich nicht
verstehe ->
Bei einem Power OFF wird der Kondensator C280 über D31 + U50 (NAND oben)
schnell entladen (kurzgeschlossen) -> hier grün (POWER OFF) die
Spezifikation sagt in t < 10µs. ABER wie lange hält das der
NAND-Baustein (U50) aus? Es ist ja wie ein Kurschluss über U50 ???
(Annahme: Ströme > 500mA)???
Grüße :-)
RESET schrieb:> ABER wie lange hält das der> NAND-Baustein (U50) aus?
Was sagt das Datenblatt? In dem Plan kann ich der Typ nicht entziffern.
Welcher ist das denn?
RESET schrieb:> Bei einem Power OFF wird der Kondensator C280 über D31 + U50 (NAND oben)> schnell entladen (kurzgeschlossen) -> hier grün (POWER OFF) die> Spezifikation sagt in t < 10µs. ABER wie lange hält das der> NAND-Baustein (U50) aus? Es ist ja wie ein Kurschluss über U50 ???
Ja, und auch über die Diode, aber nur sehr kurzzeitig und zudem selten.
Auch wird es der Ausgang nicht schaffen, Ströme in der Annahme deiner
Größenordnung fließen zu lassen. Die FETs in der Ausgangsstufe haben
quasi eine natürliche Strombegrenzung eingebaut. Deshalb wird er es
lange aushalten.
Aber es könnte durchaus sein, dass zu Beginn die 50mA aus den Grenzdaten
überschritten werden. Das muss nicht zwangsweise zum Tod führen, aber
sinnvoller wäre trotzdem, z.B. einen 100Ω-Widerstand in Reihe zum C zu
legen.
Vielen Dank! Das habe ich mir auch gedacht, lieber z.B. 100 Ohm in
Reihe, aber dann kommt man sicher mit t < 10µs (RESET) laut
Spezifikation nicht mehr hin? Kann man nicht einfach D31 + R377 und C280
weglassen?
HildeK schrieb:> RESET schrieb:>> Bei einem Power OFF wird der Kondensator C280 über D31 + U50 (NAND oben)>> schnell entladen (kurzgeschlossen) -> hier grün (POWER OFF) die>> Spezifikation sagt in t < 10µs. ABER wie lange hält das der>> NAND-Baustein (U50) aus? Es ist ja wie ein Kurschluss über U50 ???>> Ja, und auch über die Diode, aber nur sehr kurzzeitig und zudem selten.> Auch wird es der Ausgang nicht schaffen, Ströme in der Annahme deiner> Größenordnung fließen zu lassen. Die FETs in der Ausgangsstufe haben> quasi eine natürliche Strombegrenzung eingebaut. Deshalb wird er es> lange aushalten.> Aber es könnte durchaus sein, dass zu Beginn die 50mA aus den Grenzdaten> überschritten werden. Das muss nicht zwangsweise zum Tod führen, aber> sinnvoller wäre trotzdem, z.B. einen 100Ω-Widerstand in Reihe zum C zu> legen.
Bei LTspice kommen ca. 600mA raus (siehe Anhang)???
HildeK schrieb:> Aber es könnte durchaus sein, dass zu Beginn die 50mA aus den Grenzdaten> überschritten werden. Das muss nicht zwangsweise zum Tod führen,
Diese 50mA sind ohne Zeitbegrenzung spezifiziert. Dummenweise ist keine
Pulsbelastung angegeben, die aber üblicherweise deutlich höher ist. Ich
kann mir durchaus vorstellen, dass die Schaltung noch seriös ist, auch
wenn der Hersteller da nichts garantiert.
RESET schrieb:> Das habe ich mir auch gedacht, lieber z.B. 100 Ohm in> Reihe,
eher unnötig!
Schonmal von differentiellen/dynamischer Riderstand (d31) gehört?
RESET schrieb:> Bei LTspice kommen ca. 600mA raus (siehe Anhang)???
Mit LTSpice simulierst du bei weitem keinen realen digitalen Ausgang,
bestenfalls die Logikfunktion. Die 600mA sind also Fahrkarten.
Aber die Schaltung ist auch an anderer Stelle seltsam: Der
Ausgangsbuffer 1G125 ist direkt mit dem OC-Ausgang des 7SZ38 verbunden
(über 0Ω).
RESET schrieb:> aber dann kommt man sicher mit t < 10µs (RESET) laut> Spezifikation nicht mehr hin?
Wahrscheinlich nicht.
> Kann man nicht einfach D31 + R377 und C280> weglassen?
Die beiden sollen ja dafür sorgen, dass nur ein Puls entsteht, kein
Dauersignal für Reset. Dass das Entladen (<10µs) schnell gehen soll,
liegt daran, dass während der Zeit U50 und U55 gegeneinander treiben.
R06 sollte deshalb auch mindestens 100-200Ω haben.
Aber ich muss zugeben, so ganz habe ich die Funktion der Schaltung nicht
durchschaut, vor allem weil mir die Infos über die beiden
Eingangssignale fehlen und auch die Intention, was sie machen soll. Und
warum, außer dem genannten Grund, das C in <10µs entladen sein soll.
kannAllesBesser! schrieb:> RESET schrieb:>> Das habe ich mir auch gedacht, lieber z.B. 100 Ohm in>> Reihe,>> eher unnötig!> Schonmal von differentiellen/dynamischer Riderstand (d31) gehört?
Eher sinnvoll direkt am Ausgang von U50.
HildeK schrieb:> Aber die Schaltung ist auch an anderer Stelle seltsam: Der> Ausgangsbuffer 1G125 ist direkt mit dem OC-Ausgang des 7SZ38 verbunden> (über 0Ω).
Nein, der ist ja nicht bestückt (NO STUFF) steht klein darunter...
HildeK schrieb:> , vor allem weil mir die Infos über die beiden Eingangssignale fehlen> und auch die Intention, was sie machen soll.
Ok, POWER-EN (rot) steht für die PMIC-Freigabe der Spannungsversorgung
durch RESET (soll die Freigabe z.B. durch over-temperature vom PMIC
dauerhaft auf 0 gezogen werden innerhalb t<10uS
Reset schrieb:> Nein, der ist ja nicht bestückt (NO STUFF) steht klein darunter...
Hab ich übersehen. Dein Plan ist auch etwas schwer lesbar.
Die 10µs sind also wichtig.
Wenn du Angst um den U50 hast bzw. das Ganze sauber lösen willst, dann
spendiere einen kleinen nMOS parallel zum C280, der dann mit U51
angesteuert wird. Da gibt es welche, denen kannst auch 5A zumuten und
sie sind trotzdem im SOT-23 recht klein. Und du sparst dafür die D31
ein, also nicht mal mehr Platzbedarf, evtl. nur einzelne Cent
Mehrkosten. Und du kommst vermutlich deutlich unter die 10µs.
Mein persönlicher Favorit wäre hier der irlml6344pbf. Pulsed Drain
Current: 25A!
RESET schrieb:> 4. nMOS parallel zum C280
Und D31 entfallen lassen.
Ladezeitkonstante R377 / C280
Schnellste Entladung über den niedrigen RDS_on vom nMOS.