Analogsignal beeinflusst durch andere Lage?

(Firma: Schweigstill IT) Persönliche Seite #6578807
Lesenswert?

Ja, einen ähnlichen Fall habe ich schon einmal erlebt. Temperaturfühler 
(NPN-Transistoren) befanden sich auf einer Hochstrombaugruppe in 
unmittelbarer Nähe der Wärmequellen. Je nachdem, durch welches Netzteil 
(Linear mit 30V/20A, Schaltnetzgerät mit 60V/350A) diese 
Hochstrombaugruppe versorgt wurde, gab es bei den Temperaturmesswerten 
einzelne Ausreißer über den gesamten Messbereich der A/D-Wandler. Wie 
sich herausstellte, lag dies tatsächlich an Übersprechen von 
Leiterbahnen auf darüber bzw. darunter bedindlichen Lagen, die durch das 
Hochstromnetzteil versorgt wurden.

Bei der nächsten Layoutrevision wurden die Leiterbahnen dann so verlegt, 
dass es kein Übersprechen mehr geben konnte. Und in den "heißen" 
Leiterplattenteilen gab es zusätzlich noch seitlichen 
Schutzleiterbahnen, um auch in horizontaler Richtung Übersprechen zu 
verhindern. Statt Sprüngen von +/-100 °C gab es dann nur noch eine 
Streuung von +/0,5 °C, was gerade mal +/-2 LSB der Wandlerauflösung 
entsprach.

Als A/D-Wandler wurden AMC7812B eingesetzt.
#6578868
Lesenswert?

Joe schrieb:
> ein Analogsignal habe und auf
> der Lage darunter ein PWM Signal.

Und wo ist die Massenanbindung? Die Störung wird besonders groß, wenn 
sich beide Signale die Masse teilen, also eine Massenanbindung für beide 
Signale verwendet wird.
Das sind ja Stromkreise und nicht nur Verbindungen von A nach B. Diese 
Stromkreise sollten sich möglichst wenig überlappen (in der Fläche 
überschneiden) und sie sollten sich möglichst wenig vom Strompfad 
teilen. Also die Massen nur an einem Punkt verbinden.

Gut wäre es, wenn du mal die Schaltung oder das Layout hochlädst.

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren