Merkwürdiger Geruch in der Luft [Endet: 12.2.]

OP (Firma: Spezialeinheit) #6581841
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Also bei uns in der Gegend kommt es seit ein paar Monaten zu einer 
Geruchsbelästigung. Es ist nicht wirklich schlimm und nur leicht 
wahrnehmbar. Aber ich empfinde den Geruch als unangenehm. Daher hätte 
ich gerne herausbekommen was die Ursache dafür ist.
Ein Geruch lässt sich natürlich schwer beschreiben, aber er kam mir 
bekannt vor, unangenehm bekannt.
Nach langen Grübeln konnte ich mich auch daran erinnern, wieso mir der 
Geruch bekannt war.
Er entspricht dem Geruch den eine frisch durchgebrannte 5mm LED 
absondert. Irgendwie süßlich, eklig, nicht elektrisch.
Daher frage ich mal hier, was riecht so? Welche Quellen kämen dafür in 
Frage?

Felder sind in einigen km Abstand vorhanden, aber jetzt liegt 1/2m 
Schnee. Also keine Düngung oder Gülle.
Auf dem Gelände einer alten Lacke- und Farben Fabrik wird der Boden 
dekontaminiert, wenn es da ab und an leckt riecht es aber nach 
Verdünnung.
Biogasanlagen gibt es auch in einigen km Entfernung, können die so 
riechen?

Was käme dafür sonst noch in Frage?
OP (Firma: Spezialeinheit) #6581865
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Ne, es betrifft schon einen größeren Umkreis. Schon einige km ich kann 
es auch auf Arbeit riechen wenn ich das Gebäude verlasse. Nach einigen 
Minuten gewöhnt man sich daran und nimmt es nicht mehr war. Süßlich und 
eklig ist auch nur was mir an Worten dazu einfällt. Ein Geruch ist 
wirklich schwierig mit Worten zu beschreiben, aber der Vergleich mit der 
LED passt ganz gut. Ich bin doch sicher nicht der einzige mal 
versehentlich eine LED gegrillt hat.
#6581887
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Frank D. schrieb:
> Felder sind in einigen km Abstand vorhanden, aber jetzt liegt 1/2m
> Schnee. Also keine Düngung oder Gülle.

Könnte aber sein, dass ein gewerblicher Hühnerstall mit tausenden
Junghennen ausgemistet wurde und dieser Dreck mit Sägespänen als
Unterstreu dann auf Felder ausgebracht wurde, bevor der Schnee darauf
fiel...

Das stinkt penetrant süß-widerlich über Wochen...

Dagegen ist Gülle und Schweine/Kuhmist ein Labsal...
OP (Firma: Spezialeinheit) #6581901
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Es ist in Sachsen Anhalt, wie gesagt, den Geruch gibt es hier ab und an 
mal. Aber ausgerechnet jetzt riecht es hier auch so. Momentan sind 
zweistellige Minusgrade und alles ist eingeschneit.
Es gibt ja wirklich typische elektrische Gerüche für sterbende Bauteile, 
ein Selengleichrichter riecht nach Merrettich. Elkos; Chipgehäuse, 
Widerstände und Leiterplatten, alles hat einen typischen Geruch. Dieser 
Geruch entspricht einer sterbenden 5mm Led.
Zumindest kenne ich das so, eine grüne LED ohne Vorwiderstand leuchtet 
erst leicht gelb, braucht immer mehr Strom, bekommt einen Knacks im 
Gehäuse und riecht nach????
Kennt ihr den Geruch? Könnt ihr ihn irgendetwas zuordnen?
OP (Firma: Spezialeinheit) #6581927
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Hühnerzucht gibt es auch, aber etliche km entfernt. Ich kann nicht mal 
genau sagen wann das anfing. Vielleicht ende Sommer. Biogas könnte ich 
mir auch vorstellen, die gibt es ja inzwischen überall. Evtl. nicht so 
auf süsslich und eklig versteifen, wie gesagt ein Geruch mit Worten zu 
beschreiben ist nicht leicht. Der Vergleich mit der durchgebrannten LED 
passt ganz gut.

Lässt so eine Biogasanlage im Betrieb eigentlich Stoffe frei, also ich 
meine nicht normales Abgas sonder so was wie Tankentlüftung?...keine 
Ahnung von den Dingern
#6581958
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Frank D. schrieb:
> Lässt so eine Biogasanlage im Betrieb
Anlieferhalle und alles andere betreibt man un Unterdruck. Die Leckluft 
führt man dem Gasmotor zu.

> meine nicht normales Abgas
Was bitte ist normales Abgas? Sowas wie das eas aus dem VW EA189 kommt?

> sonder so was wie Tankentlüftung?
Eine was? Willst du das mühevoll gewonnene Methan mit einem GWP von 84 
wegwehen lassen?


> ...keine
> Ahnung von den Dingern
Dann räucher LED.
Beitrag #6581963 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast #6582255
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Frank D. schrieb:
> Kennt ihr den Geruch? Könnt ihr ihn irgendetwas zuordnen?
Ja, kenne ich. Von einer roten LED, die auch gelb leuchtete, bevor mit 
einem lauten Knall die Vorderseite mit der Wölbung abgesprengt wurde. 
Ein wirklich ekliger Geruch.
Reines, schmelzendes bzw. lokal verdampfendes Silizium riecht nicht so, 
deshalb tippe ich auf das Gehäusematerial, das angeschmolzen und 
verdampft wurde (und damit auch den Druck im Innern für die 'Sprengung' 
erzeugte).

Es könnte also sein, daß es kokelndes Plastik ist. Vielleicht auch eine 
Müllverbrennungsanlage, die derzeit spezifisch beschickt wird.
OP (Firma: Spezialeinheit) #6582339
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Biogas, Zuckerfabrik, Müllverbrennung, Industriegebiet, Krematorium gibt 
es alles im entferntem Umkreis.
Irgendwie finde ich den Geruch aber nicht wirklich passig. Jürgen S hat 
ja auch geschrieben er kennt den Geruch. Es ist sicher von dem 
Kunststoff der LED, aber es riecht halt auch nicht nach bekannten 
Kunststoffsorten.
Beitrag #6582508 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6582600 wurde von einem Moderator gelöscht.
OP (Firma: Spezialeinheit) #6673165
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Beitrag "Merkwürdiger Geruch in der Luft [Endet: 12.2.]"

Ich finde es eigentlich immer ganz nett, wenn ein Problem gelöst wird 
und die Auflösung auch hier erscheint. Vielleicht stolpert ja mal wer 
anderes darüber und kann von der Lösung profitieren. Daher gibt es jetzt 
einen kleinen Nachtrag.:
In der Lokalzeitung wurde darüber berichtet, der Geruch stammt von einer 
Kompostierungsanlage für Bioabfälle. An gewissen Tagen wird der Stapel 
umgeschichtet und die ausgelaufene Brühe wird wieder darüber gegossen. 
Der Geruch ist von geruchsempfindsamen Personen über mehrere Stadteile 
wahrnehmbar. Interessant ist dabei, dass es tatsächlich nicht wie die 
Biotonne riecht, dadurch war die Quelle auch schwierig zu orten.
Beitrag #6677076 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6677119 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast #6677139
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Immer wenn ich an der hiesigen Strafvollzugsanstalt vorbeifuhr roch es 
so streng - ich dachte immer die gehen dann alle gleichzeitig aufs Klo. 
Später stellte ich fest dass es in Wirklichkeit das Klärwerk das nicht 
weit weg stand war.
Beitrag #6677144 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6677235 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast #6677514
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Sven schrieb:
> Das ist ja widerlich. Ich wohne ländlich und ab und an Riecht es nach
> Gülle, Mist oder Spritzmittel und manchmal aber auch nach Blumen und
> Heu.

Und früher gab es hier 20 Bauern mit 20 Misthaufen.
Dazu noch 50 Kleinmisthaufen von Karnickel, Ziegen, Schafe-Haltern.
Dann noch Ausbringung von Mist und Gülle, die Wochenlang auf den Feldern
rochen.
Miriaden von Insekten haben da ein Schlaraffenland gehabt.
Jetzt wird über zu wenig Insekten gejammert.
Durch Gesetze, damit empfindliche Stadtnasen nicht belästigt werden.
Gast #6677550
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michael_ schrieb:
> Durch Gesetze, damit empfindliche Stadtnasen nicht belästigt werden.

Das stimmt so nicht. Wer aufs Land zieht, muss per Gesetz die Landluft 
tolerieren. Auch hier im Westen. Es gibt sogar Urteile, dass jemand den 
Kot von Kühen und Pferden auf der Strasse tolerieren muss. Er hatte 
geklagt, dass der Dreck von seinen eigenen Breitreifen in den Cabrio 
reingeschleudert wurde und er immer Punkte auf den Ledersitzen hatte :-)

Es gibt allerdings Unterscheidungen in den Bebauungsgebieten: Wenn es in 
einer Strasse einen Bauernhof gibt oder gab, gelten anderen Regeln. Bei 
uns ist z.B. im einen Haus noch die generelle Nutztierhaltung gestattet, 
weil es Ortsrandlage ist und dort noch ein Bauernhof war. Direkt 
gegenüber hatte es noch vor 20 Jahren eine einzelne Wiese mit Schafen, 
wie wir beim Einzug erfuhren. Die ist später von so einem neureichen 
Schnösel aus Frankfurt/Main aufgekauft worden, der seinen Bungalow 
draufgeknallt hat. Ein typischer arroganter Besserwessi, der aber die 
Gemeindeordnung nicht kannte: Unser Nachbar hatte noch lange Hühner und 
die musste er tolerieren. Inklusie Gockel! :-) Wir dürfen sogar noch 
Ziegen und Schafe im Garten halten, machen wir aber aus praktischen 
Gründen nicht. Ich bin aber so weit, dass ich Kanickel anschaffe und 
einen Ventilator, der es ihm über die Strasse hinpustet, damit er seinen 
Sportwagen nicht mehr bei uns parkt.

Im Osten ist das gar kein Thema. Da kannst du fast überall noch Tiere 
haben. Die Satzungen sind wohl im Westen auf die schwindende 
Landwirtschaft angepasst worden: In unserem anderen Haus, in dem meine 
Eltern wohnen, gab es früher eine Schweinezucht. Die ist aber seit den 
1970ern weg und das gesamte Areal ist - da Stadtnah - zu einem reinen 
Wohngebiet mit Kinderspielplatz erklärt worden. Der einzige Bauer, der 
hier noch existiert, ist einen Kilometer weg und so gibt es hier seit 
der Bebauung in den 1980er Jahren wohl nur noch Wohnhäuser. Hier darf 
man maximal einen Hund haben. Schon Hühner wären ein Problem.

In meiner Heimat in Thüringen haben wir auch ländlich gewohnt. Dort gibt 
es noch 3 Bauern in einem 1000-Seelen-Dorf. Da ist es gar kein Thema, 
irgendetwas landwirtschaftliches anzulegen oder Tiere anzuschaffen. Im 
Gegenteil: Es wird sogar gefördert.

Passt mal auf: Das kommt im Westen auch bald, wenn das Bienensterben 
weiter zunimmt, weil es nur noch Steingärten gibt.
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