Beim Discounter Tedi gibt es zum Basteln Sortimentsdosen mit Perlen für
einen Euro. Sie sind nicht einmal ein Zentimeter hoch und sehen aus, wie
die aus dieser ebay Auktion:
https://www.ebay.de/sch/i.html?_from=R40&_trksid=p2047675.m570.l1313&_nkw=391839792547&_sacat=0
Ich könnte mir vorstellen, dass die sich zur platzsparenden Aufbewahrung
von SMD-Hühnerfutter eignen. Bei einem ersten Versuch sieht das ganz gut
aus. Wenn man die Öffnung über eines der Fächer dreht kann man entnehmen
und einfüllen ohne dass man Gefahr läuft, dass etwas ins falsche Fach
gerät. Das gleiche Prinzip mit viiiiel größeren Fächern gibt es für
Aderendhülsen und in der Firma funktioniert es auch bei häufigem
Gebrauch durch ca. 30 Maschinenführer recht gut:
https://www.reichelt.de/twin-aderendhuelsen-sortiment-2x0-75-2-5mm--aeh-sortiment-4-p24733.html?&trstct=pos_8&nbc=1
Es wäre allerdings möglich, dass die Basteldosen nach längerer Zeit
ausleiern und auseinenderfallen. Ich könnte mir vorstellen, dass ich
nicht der erste mit dieser Idee war. Daher die Frage:
Hat schon mal jemand SMD Hühnerfutter längerfristig darin aufbewahrt?
Fragender schrieb:> Es wäre allerdings möglich, dass die Basteldosen nach längerer Zeit> ausleiern und auseinenderfallen.
Viel Wahrscheinlicher ist es dass sich die Dosen statisch aufladen.
Jörg R. schrieb:> Viel Wahrscheinlicher ist es dass sich die Dosen statisch aufladen.
Was für "Hühnerfutter" aka Widerstände / Kondensatoren vollkommen egal
ist.
Manfred schrieb:> Jörg R. schrieb:>> Viel Wahrscheinlicher ist es dass sich die Dosen statisch aufladen.>> Was für "Hühnerfutter" aka Widerstände / Kondensatoren vollkommen egal> ist.
Keine Ahnung was der TO darunter versteht. Vielleicht kommen auch mal
LEDs, Mosfets etc. dazu.
> etwas leitend zu machen hat nix mit ESD Schutz zu tun.
In mit Grafitspray ausgekleideten Kleinteilschubladen und Boxen ist mir
noch kein FET Transistor oder IC in einer Reparaturwerkstatt kaputt
gegangen.
Der Vorteil der Mäuseklos ist, dass man sie beliebig aneinander reihen
kann. Kann ja mal sein, dass man eine neue Diode ins Sortiment aufnimmt
und die PerlenVorDieSäueBox schon voll ist.
Gibt es auch in verschiedenen Farben: Weiß für R, gelb für C, ...
Genial, sollte sich mal einer einfallen lassen.
Fragender schrieb:>> etwas leitend zu machen hat nix mit ESD Schutz zu tun.>> In mit Grafitspray ausgekleideten Kleinteilschubladen und Boxen ist mir> noch kein FET Transistor oder IC in einer Reparaturwerkstatt kaputt> gegangen.
Ein ESD-Schaden muss sich nicht sofort bemerkbar machen.
Nick M. schrieb:> Der Vorteil der Mäuseklos ist, dass man sie beliebig aneinander reihen> kann. Kann ja mal sein, dass man eine neue Diode ins Sortiment aufnimmt> und die PerlenVorDieSäueBox schon voll ist.>> Gibt es auch in verschiedenen Farben: Weiß für R, gelb für C, ...>> Genial, sollte sich mal einer einfallen lassen.
Bei den Mäuseklos gibt es aber auch extreme Unterschiede, ich persönlich
benutze das Mira System, weil ich vor vielen Jahren mal eine große Menge
geschenkt bekommen hatte, gut inzwischen sind die SMD Container alt und
von mehreren Containern ist mir schon die filigrane Nase, welche die
Feder hält gebrochen, der Austausch eines einzelnen Containers ist
nervig, weil die Nuten sich gerne verklemmen wenn man zwei größere
Reihen voneinander trennen muss. Dafür schließen die Deckel gut wenn
intakt. Würde ich noch mal neu anfangen würde ich das System von Licefa
nutzen, die Container sind relativ robust und falls doch mal ein Deckel
bricht, lässt er sich tauschen ohne den kompletten Verbund voneinander
trennen zu müssen.
Mit den günstigen China SMD Containern habe ich leider noch keine
Erfahrungen gemacht, denke aber auch das dieses System seine Eigenheiten
hat.
Bei uns bei REWE (Discounter) gibt es in der China-Abteilung
Pillendosen.
3 x 7 Tage mit jeweils einzelnen Fächern für 1 Euro das Stück.
Die Teile sind ziemlich dicht. Und gut geschlossen. Müssen sie auch aus
Medizinischen Gründen wohl sein.
Einzige Nachteil die sind beschriftet. Juckt mich aber nicht da ich
sowieso eigenen Etiketten mache. Sonst weiß ich ja nicht mehr welches
Teil in welchen Fach ist.
Hab davon 5 Stück gekauft. Sollte reichen für den Anfang.
René F. schrieb:> Würde ich noch mal neu anfangen würde ich das System von Licefa> nutzen,
Ich hab die. Im Prinzip bin ich ein arger Schlamper, aber damit kann ich
Ordnung halten.
Gerald K. schrieb:> Am bsten, man investiert Geld in eine Widerstands und> Kondensatorsortiment mit guten Boxen, zB. SMD 0805
Wenn ich Profi wäre, würde ich das sicher machen. Als Hobby-Anwender
reichen mir 5-6 Werte zu 99% völlig aus. Und da ich Hobby-Anwender bin,
und manchmal auch geizig .... nehme ich halt ne Pillenbox. ;)
Schlaumaier schrieb:> und manchmal auch geizig .... nehme ich halt ne Pillenbox. ;)
Wie heist die Werbung: Geiz ist Geil
Ich betreibe Elekronik auch als Hobby und spare lieber bei teueren
Messgeräten. Da bin ich auch geizig.
Aber mit dem SMD Bauteilesortiment komme ich mein restliches Leben aus.
Man tut sich beim Probieren leichter und wenn ma einmal genauere Werte
braucht(z.B. bei Filter), dann kann man die Werte herausmessen und
wenn's anders nicht geht kombinieren.
Hallo,
Schlaumaier schrieb:>> Am bsten, man investiert Geld in eine Widerstands und>> Kondensatorsortiment mit guten Boxen, zB. SMD 0805>> Wenn ich Profi wäre, würde ich das sicher machen.
im professionellen Bereich würde ich kein Bauteil ohne (vernüftiges)
Datenblatt kaufen.
Mit freundlichen Grüßen
Guido
Guido C. schrieb:> im professionellen Bereich würde ich kein Bauteil ohne (vernüftiges)> Datenblatt kaufen.
Das sowieso.
Aber es gibt noch ein Argument was gegen die Sammlungen spricht. Ich
gebe aber zu ich weiß nicht ob das stimmt oder ich nur Pech hatte.
Ich hatte vor ca. 12 Jahren mal eine Sammlung Widerstände mit Draht
gekauft. Ca. 600 Stk. für 8 Euro. Die verbauten laufen bis heute
einwandfrei.
ABER. Also ich neulich da ein raus geholt habe, und wie üblich (ich
erkenne die Ringe immer noch nicht sauber g) nachgemessen habe, ließen
die sich kaum messen. Der Grund war das die Drähte "komisch" waren. Kein
Rost aber irgend was anders. Nachdem ich die 2-3 x mit 800er
Schleifpapier bearbeitet hatte waren die wieder schön. Aber von 8 Stk.
(mehr hatte ich in der Stärke nicht) waren 5 nicht mehr im Bereich den
ich erwartet habe.
Was ich damit sagen will ist. Wie lange halten so "selten benötigte"
Widerstände denn ??.
Ich jedenfalls habe die Sammlung weggeworfen. Und mir 100 Stk. je
Lieblingswert (und 500 Stk mit 330 Ohm) bestellt. Und gleich in SMD 1206
und mit Draht.
Wie gesagt. Kann ein Einzelfall sein. Aber es war halt so.
Und mein Arbeitszimmer gehört zur Wohnung ergo sauber mit geheizt etc.
Änderung der Widerstandswerte ist "normal". Frag mal die Leute vom
Radiomuseum. Oft wurden Kohlewiderstände hochohmiger.
Die Sortimentskisten mit GEMEINSAMEN Klappdeckel würde bei Hühnerfutter
möglichst vermeiden, da das spätere sortieren herumpurzender Teile
mühsam wird.
oszi40 schrieb:> Änderung der Widerstandswerte ist "normal". Frag mal die Leute vom> Radiomuseum. Oft wurden Kohlewiderstände hochohmiger.
Wusste ich nicht. Danke für die Info.
Aber die ist in meinen Augen noch ein Argument GEGEN Sortimentskästen.
Davon abgesehen. Meine Hobby-Projekte haben eine Vorlaufzeit von 2-3
Monaten. Planung und Lieferung der Teile (zu 70% aus China) dauert halt
seine Zeit.
Fragender schrieb:> Ich könnte mir vorstellen, dass die sich zur platzsparenden Aufbewahrung> von SMD-Hühnerfutter eignen.
Da gehen die Ansichten sehr auseinander. Laß SMD-Zeugs lieber in den
Blistergurten, wo sie drin geliefert wurden. Wert auf die Rückseite
schreiben und die Rolle wenn sie klein ist in eine Plastiktüte. Auf
diese Weise gehen dir die BE nicht flöten, auch wenn das ganze mal
herunterfallen würde. Bei "Mäuseklo's" ist Trauer angesagt, wenn dir mal
eines umkippt.
W.S.
Schlaumaier schrieb:> Nachdem ich die 2-3 x mit 800er> Schleifpapier bearbeitet hatte waren die wieder schön.
Seltsam. Ich hab auch noch einiges an steinalten bedrahteten
Widerständen in BR207 und BR209 und die sind mittlerweile etwa 40 Jahre
alt, sehen noch immer blank aus und lassen sich problemlos löten.
Aufgehoben hatte ich die jahrelang in Briefumschlägen aus
Recyclingpapier und vor etwa 20 Jahren dann mal umgesiedelt in kleinere
Plastiktüten und diese dann in Plastik-Sortierkästen gesteckt. Der Grund
war, daß die Briefumschläge so langsam zerfleddert waren.
W.S.
oszi40 schrieb:> Die Sortimentskisten mit GEMEINSAMEN Klappdeckel würde bei Hühnerfutter> möglichst vermeiden, da das spätere sortieren herumpurzender Teile> mühsam wird.
Die Putzfrau sortiert die nicht, wenn ich sie auf den Boden werfe. :-)
Ich werf die weg, wenn was durcheinandergekommen ist, ist mir zu blöd
einzeln nachzumessen. Höchstens so lange bis ich den einen und einzigen
benötigten gefunden hab.
Absolut ernst gemeinte Frage: Warum verarbeitet ihr SMD als Schüttgut?
Ich musste das in einem ehemaligen Job mal so machen. Offen gesagt hatte
ich bald gar keine Lust mehr zu löten. Ständig greift man die Teile
falsch herum, oder ein falscher Wert mogelt sich dazwischen, oder ...
Total umständlich!
Zuhause bewahre ich die Teile in ihrem Gurt auf, so wie der Hersteller
sie mir liefert. Wenn ich dann 10 Widerstände brauche, rolle ich mir 10
Stück ab.
Beim Bestücken kann ich die dann bequem mit der Pinzette entnehmen.
Oder wenn es sehr viele Teile sind, klebe ich mir den Gurt mit
doppelseitigem Klebeband flach auf ein Brett und nutze einen selbst
gebauten Vakuum-Greifer. Damit bekomme ich 100 Leuchtdioden 0603 in rund
10 Minuten auf die Platine.
So ein "Mäuseklo" hätte ich wahrscheinlich schon inkl. Inhalt frustriert
entsorgt, oder verstehe ich die Vorzüge nur nicht?
W.S. schrieb:> Seltsam. Ich hab auch noch einiges an steinalten bedrahteten> Widerständen in BR207 und BR209 und die sind mittlerweile etwa 40 Jahre> alt, sehen noch immer blank aus und lassen sich problemlos löten.
Hier ebenso, die Masse ist problemlos.
Aber: Ich habe leider auch vereinzelt Bauteile, deren Drähte eine
korrodierte Oberfläche haben und sich nicht mehr löten lassen.
Hängt wohl davon ab, aus welchem Metall die Beinchen sind, wie die
Oberflächengalvanik war und ob sie korrekt gelagert wurden.
Manfred schrieb:> Hängt wohl davon ab, aus welchem Metall die Beinchen sind, wie die> Oberflächengalvanik war und ob sie korrekt gelagert wurden.
Gerade die Herkunft und insb. Lagerung dürfte eine wichtige Rolle
spielen.
Man denke nur an Forist "Schlaumeier", der alles aus China bestellt und
nach seinen Worten bereits nach 10 Minuten Basteln grundsätzlich eine
Rauchmelderwarnung bekommt und daher die Rauchmelder abschaltet.
Auch versilberte Beinchen laufen an, Haben also Silberoxid an der
Oberfläche, die sich je nach Fluss- oder Lötmittel SO nicht ganz einfach
löten lässt.
Bei jahrelanger Lagerung ist völlig wurscht, wie man Bauteile in einem
bestimmten Raum lagert, wenn die BE nicht vakuumiert sind.
Das Problem an Sortimenten ist doch, daß die Zeitspanne, bis was neues
rauskommt, immer kürzer wird.
Alle blauen Blechkästen mit dem bedrahteten E12
5%-Kohleschichtsortiment, die von 1970 bis 2000 hergestellt wurden und
noch immer in Hobbykellern schlummern, kann man doch von München bis
Hamburg aneinanderreihen. Der Nachfolger mit 1% Metallfilm wurde schon
seltener verkauft, reicht nur bis Kassel. Da man die Mäuseklos in alle
Richtungen anreihen kann, nimmt man die, um das Steinhuder Meer
abzudecken. Melfs wurden komischerweise bei den Hobbyistensortimenten
übersprungen, ich nehme an, die Verbreitung war zu kurz, um
flächendeckend das brennende Verlangen nach einem Sortimentskasten
auszulösen.
Die Erfahrung lehrt, daß man bei Bedarf zwar den fast richtigen Wert in
drei Ausführungen hat, aber dafür die Belastbarkeit nicht stimmt oder
sonst ein Detail. Und so verlockend ein vollständiges
Widerstandsortiment scheint, was ist eine Schaltung voller Widerstände
am Samstag abend, bei der die anderen Bauteile fehlen?
Kennt man doch auch vom Autobasteln, selbst bei drei Nussenkästen
braucht man einen gekröpften offenen Ringschlüssel.
Ich warte jedenfalls noch händeringend auf einen Jungelektroniker in
meinem Umfeld, der kriegt dann zu seinem ersten selbtgekauften Lötkolben
so ein blaues Trum von mir geschenkt und muß dann auch noch danke sagen.