Forum: Haus & Smart Home Phase an Phase beim mobilen Wechselrichter


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von Cansin S. (jokercasosa)


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Hallo miteinander,
für eine mobile Solaranlage, soll der Wechselrichter in manchen Fällen 
ans Netz angeschlossen werden. Hierzu steht in der Gebrauchsanleitung, 
dass die Phase des Netzes unbedingt an den Phasenanschluss vom 
Wechselrichter anzuschließen ist. Gibt es Elektronische Bauelemte auf 
dem Markt, die überprüfen, ob die Phase an dem richtigen Anschluss 
anliegt und nicht der Neutralleiter? Super wäre es wenn auch der 
Stromkreis gesperrt wird, wenn die 230V nicht an dem richtigen Ende 
anliegen. Bitte keine Steckdosenprüfer vorschlagen.

von Joachim B. (jar)


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Cansin S. schrieb:
> mobile Solaranlage, soll der Wechselrichter

Cansin S. schrieb:
> dass die Phase des Netzes unbedingt an den Phasenanschluss vom
> Wechselrichter anzuschließen ist

angenommen das wäre ein 1-Phasenwechselrichter, welcher der 2 Pole soll 
denn Phase sein?

Ist genauso komisch wie ein 9V Block
https://www.online-batterien.de/shop/Varta-Industrial-Pro-9V-Block-Batterie-4022-lose
wo ist da GND?

es gibt + & - aber kein GND
Hinterm Trenntrafo gibt es auch keine Phase und kein N genau wie bei 
einer mobilen Solaranlage mit Wechselrichter.
Wenn allerdings der Hersteller einen Pol auf das Gehäuse gelegt hat...
dann müsste das gekennzeichnet sein!

von Andre (Gast)


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Cansin S. schrieb:
> Gibt es Elektronische Bauelemte auf dem Markt, die überprüfen, ob die
> Phase an dem richtigen Anschluss anliegt

Das ist ein gängiges Problem bei der Landstrom Versorgung von Schiffen, 
dafür gibt es Lösungen.
Du wirst wahrscheinlich einen kleinen Schaltkasten aufbauen müssen, der 
1-2 Überwachungs-Relais und ein Schütz für den Wechselrichter enthält.
Wenn du am Netz hängst hat N Bezug zur Erde und spätestens jetzt 
solltest du auch über RCD nachdenken.

von Glasfasernetzwerker (Gast)


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Cansin S. schrieb:
> Bitte keine Steckdosenprüfer vorschlagen.

Warum denn nicht einen solchen benutzen? Wenn er dir die Phase vom Netz 
benennt kannst du statt der Led ein Relais ansteuern das eben genau dann 
beide Leitungen umpolt wenn sie falsch reinkommen und sonst nicht. 
Hinter dem Relais ist dann immer klar was Nulleiter und was Phase ist...

Nicht einfach genug?

Zusätzlich konnte man dahinter noch eine einschaltverzögerung setzen, 
damit sicher erst Strom weitergegeben wird wenn die Schaltung Phase 
erkannt und wenn nötig die umpolung vorgenommen hat.

von Lediglich nur ein Benutzer (Gast)


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Cansin S. schrieb:
> Hallo miteinander,
> für eine mobile Solaranlage, soll der Wechselrichter in manchen Fällen
> ans Netz angeschlossen werden. Hierzu steht in der Gebrauchsanleitung,
> dass die Phase des Netzes unbedingt an den Phasenanschluss vom
> Wechselrichter anzuschließen ist. Gibt es Elektronische Bauelemte auf
> dem Markt, die überprüfen, ob die Phase an dem richtigen Anschluss
> anliegt und nicht der Neutralleiter? Super wäre es wenn auch der
> Stromkreis gesperrt wird, wenn die 230V nicht an dem richtigen Ende
> anliegen. Bitte keine Steckdosenprüfer vorschlagen.

Welche Solar Anlage?

Welcher Wechsel Richter?

Lügen Stift?

von Joachim B. (jar)


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Andre schrieb:
> Du wirst wahrscheinlich einen kleinen Schaltkasten aufbauen müssen, der
> 1-2 Überwachungs-Relais und ein Schütz für den Wechselrichter enthält.

sowas nennt man wohl  und das gab es auch: automatischer Polwender.

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Öhm, lass das doch bitte jemanden machen, der sich damit auskennt.

> Bitte keine Steckdosenprüfer vorschlagen.
Nö, damit könntest Du sowieso nichts anfangen.

Und nimm für "mobile" Anwendungen bitte einen Wechselrichter, der intern 
eine galvanische Trennung zwischen Netz und Solarspannung besitzt. 
Eigentlich ist das sowieso eine Grauzone, sowas in eine Steckdose 
einzustöpseln, normalerweise müsste sowas fest angeschlossen werden.

Naja mal sehen wie lange es noch dauert bis das wegen solchen Honks "aus 
Sicherheitsgründen" verboten wird.

von Phasenschieber S. (phasenschieber)


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Ben B. schrieb:
> Naja mal sehen wie lange es noch dauert bis das wegen solchen Honks "aus
> Sicherheitsgründen" verboten wird.

Nö, das haben se gerade erst freigegeben.
In Holland sind solche Steckdosenwechselrichter weit verbreitet und weil 
gerade im Grenzgebiet solche Anlagen massenhaft nach Deutschland 
verbracht wurden, hat sich die Politik gebeugt und auch hier frei 
gegeben, zwar nur bis zu einer Leistung von 600W, aber immerhin.

Fazit: Wenn genug Leute etwas illegales tun, dann wird es legalisiert.

Diese Steckdosenwechselrichter besitzen am Ausgang keine Polarität, die 
findet der WR automatisch. Einfach Stecker in die Dose, fertich.

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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> Wenn genug Leute etwas illegales tun, dann wird es legalisiert.
Soso, 420 Jahre?

> Diese Steckdosenwechselrichter besitzen am Ausgang keine Polarität,
> die findet der WR automatisch. Einfach Stecker in die Dose, fertich.
Wenn das so ist, ist das prima. Kommt aber drauf an, wie man sie baut. 
Bei vielen Geräten zur Netzeinspeisung gibt es keine galvanische 
Trennung zwischen Netz und Solarspannung. Dadurch kann man sich einen 
echten Transformator und die für dessen Betrieb nötigen Teile sparen, 
sämtliche Induktivitäten in der MPPT-Stufe und am Ausgang des 
PWM-Wechselrichters sind nur Drosseln.

Also ich finde man sollte wirklich ein geeignetes Gerät mit kleiner 
Leistung nicht über 1kW nehmen (die haben viel öfter eine galvanische 
Netztrennung als welche mit hoher Leistung), am besten eines was nicht 
explizit Phase-Null angeschlossen werden muß.

600W sind übrigens gar nicht so wenig. Damit man die erreicht, braucht 
man schon einen recht großen Balkon und sollte bei der Modulgröße auch 
an die Windlast denken, die bei Gewitter-Fallböen auf die Fläche wirkt. 
Da ist so ein Balkon-Gitter - an welches solche Dinge meist sowieso 
nicht montiert werden dürfen - schnell mal abgerissen und dann entstehen 
Kosten, welche die Rentabilität so einer Anlage schwer in Frage stellen 
könnten.

Dazu muß man auch bedenken, wenn man in einen Steckdosen-Stromkreis 
einspeist, addiert sich dieser Strom zu den 16A, die der 
Leitungsschutzschalter erlaubt. Sprich angenommen ich würde an Steckdose 
A 10A einspeisen, könnte ich an Steckdose B bis zu 26A entnehmen, ohne 
daß der Leitungsschutz auslöst. Daß sowas schnell ziemlich heiß werden 
kann und demzufolge unzulässig ist, sollte klar sein. Viele 
BWL-billig-Steckdosen/Stecker halten heute ja nicht mal mehr 10A 
Dauerstrom aus ohne sich merklich zu erwärmen.

von Joachim B. (jar)


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Phasenschieber S. schrieb:
> Fazit: Wenn genug Leute etwas illegales tun, dann wird es legalisiert.

ja scheint so, Hausbesetzungen oder wie hier
https://youtu.be/mRJAAd7LUmI

von Uwe B. (uwebre)


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Cansin S. schrieb:
> Hallo miteinander,
> für eine mobile Solaranlage, soll der Wechselrichter in manchen Fällen
> ans Netz angeschlossen werden.

Es geht um eine Inselstromanlage, Camper, Boot o.Ä.?
Du kannst den Ausgang eines Inselwechselrichters nicht direkt an das 
öffentliche Netz klemmen da Phasenlage, Spannung und Frequenz niemals 
übereinstimmen. Das gibt höchstwahrscheinlich viel von dem magischen 
Rauch. (Aus deinem Wechselrichter, nicht aus dem nächstgelegenen AKW)

Es gibt zu dem Zweck Wechselrichter mit Batterieadefunktion, die haben 
eine Netzumschaltung an Bord. Ob es auch Wechselrichter mit Umschaltung 
ohne Ladefunktion zu kaufen gibt ist mir nicht bekannt.

Natürlich kann man sich eine Umschaltbox auch selber stricken. Wie eine 
Offline-USV. Einfach mit einem Relais umschalten wird nicht gut 
funktionieren, den Wechselricher mit kleiner Verzögerung (nach 
Netzausfall) aufschalten empfielt sich.

> Hierzu steht in der Gebrauchsanleitung,
> dass die Phase des Netzes unbedingt an den Phasenanschluss vom
> Wechselrichter anzuschließen ist.

China?

Uwe

von Phasenschieber S. (phasenschieber)


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Uwe B. schrieb:
> Du kannst den Ausgang eines Inselwechselrichters nicht direkt an das
> öffentliche Netz klemmen da Phasenlage, Spannung und Frequenz niemals
> übereinstimmen

Du kennst diese sogen. Balkonanlagen scheinbar nicht und nichtnur diese 
Balkonanlagen.

Selbige werden über einen Schukostecker einfach ans Hausnetz 
angestöpselt, fertich.
Ja, ja, da ist ein Stecker am Wechselrichter den du einfach nur in die 
nächste Steckdose stöpselt und ab geht die Post....und übrigens, ein 
Wechselrichter zur Einspeisung, prüft erstmal, ob überhaupt Wechselstrom 
vorhanden ist und wenn ja, dann synchronisiert er zuerst bevor er 
überhaupt etwas einspeist und wenn nein, dann tut er nichts, garnichts, 
nothing.

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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> Aus deinem Wechselrichter, nicht aus dem nächstgelegenen AKW
Au, wenn man das im Zweifelsfall nicht beweisen kann,
hat man ein echtes Problem!

> Selbige werden über einen Schukostecker einfach ans Hausnetz
> angestöpselt, fertich.
Das ist dann aber kein Inselwechselrichter denn sonst
brennt der Teppig.

von ACDC (Gast)


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Phasenschieber S. schrieb:
> Selbige werden über einen Schukostecker einfach ans Hausnetz
> angestöpselt, fertich.

Für Deutschland gilt das natürlich NICHT ;)

Da muss es ein, nicht ohne Werkzeug entriegelbarer, Stecker sein, wo N,L 
und PE eindeutig festgelegt sind.

von Uwe B. (uwebre)


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Phasenschieber S. schrieb:

> Du kennst diese sogen. Balkonanlagen scheinbar nicht und nichtnur diese
> Balkonanlagen.
>

Zitat des TO:
>> für eine mobile Solaranlage, soll der Wechselrichter in manchen Fällen
>> ans Netz angeschlossen werden

Wie passt das zu deiner fixen Idee mit der Balkonanlage?

Uwe

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