Könnte man die Geschwindigkeit des abgebildeten einphasigen
Asynchronmotors (Kondenstatormotor aus Luftreiniger/Ventilator)
reduzieren, z.B. mit Phasenanschnitt? So wie er ist hat er wohl 3 fest
durch die Wicklung vorgegebene Geschwindigkeitsstufen, die am Stedcker
mit L, M und H bezeichnet sind. Ich würde gerne einen Zeitplan
realisieren, d.h. nachts langsamer laufen lassen.
Franky schrieb:> So wie er ist hat er wohl 3 fest durch die Wicklung vorgegebene> Geschwindigkeitsstufen, die am Stedcker mit L, M und H bezeichnet sind.
Und da ist keine passende Geschwindigkeit dabei?
So, wie ich das vermute, ist white an L anzulegen, black an N.
Wenn man mit N von B auf Y vorrückt, bekommt die Hauptwicklung
"zusätzliche" Windungen und die über C gespeiste Hilfswicklung dann
"weniger" Windungen.
L auf W, N auf black also "volle Pulle"
Y dann weniger, Blue dann noch weniger.
Diese Art Umschaltung erspart einen Vorwiderstand, der ziemlich viele W
verbraten müsste.
Leider ist das Ganze nur eine Vermutung, ich würde das Umschalten nur in
Begleitung eines Strommessgeräts und einer 100W-Glühlampe als
Strombegrenzer ausprobieren.
Umso kürzer die "Hauptwicklung", desto mehr Bumms. Also ist Schwarz
Vollgas, Gelb ist die mittlere und blau die langsamste Stufe.
Frequenzumrichter könnte man auch machen, führt nachts aber
wahrscheinlich zu störendem Fiepen... lieber mit den schaltbaren Stufen
begnügen.
Phasenanschnitt bei Asynchronmotoren?
Ich selbst habs nie ausprobiert und auch noch nie gesehen dass man es
macht.
Da kann z.B. der Nulldurchgang des Stroms dadurch verzögert werden, dass
der noch drehende Motor als Generator arbeitet und das triac garnicht
mehr erlischt, also der Motor ständig läuft.
Und wenn der Phasenanschnitt möglich wäre, die Oberwellen der
Schaltflanken toben sich im Läufer als Kurzschlussströme mit
entsprechender Aufheizung aus.
Peter R. schrieb:> Phasenanschnitt bei Asynchronmotoren?>> Ich selbst habs nie ausprobiert und auch noch nie gesehen dass man es> macht.
Geht schon, über die Spannung, und damit den Schlupf. Allerdings gibts
ein nerviges Brummen.
> Da kann z.B. der Nulldurchgang des Stroms dadurch verzögert werden, dass> der noch drehende Motor als Generator arbeitet und das triac garnicht> mehr erlischt, also der Motor ständig läuft.
Dagegen gibts den Snubber am Triac.
> Und wenn der Phasenanschnitt möglich wäre, die Oberwellen der> Schaltflanken toben sich im Läufer als Kurzschlussströme mit> entsprechender Aufheizung aus.
Halb so wild.
Solche kleinen Lüftermotoren vertragen das meistens, auch wenn sie zur
Drehzahlreduzierung mit Unterspannung und demzufolge hohem Schlupf
betrieben werden.
Bei leistungsstärkeren Motoren geht das nicht, die überhitzen und
bringen auch nicht das angestrebte/eingestellte Drehmoment. Wenns nicht
so wäre, würde niemand Frequenzumrichter bauen.
Bei Kurzschlussläufermotoren gilt sogar der Grundsatz: Der Wirkungsgrad
kann nie besser sein als der Schlupffaktor. Bei halber Drehzahl kann der
Wirkungsgrad eta nie besser sein als 0,5.
Beispiel: Das Drehfeld rotiert mit 3000 und der Läufer mit 1500.
Die beiden verbindet da ein gemeinsames Drehmoment. Und wenn das
Drehfeld den Läufer mit 1Nm antreibt, gibt der dieses 1 Nm an der Welle
ab. Aber nur mit 1500/min. anstatt mit den 3000/min. des Drehfelds.
Die dem Drehzahlunterschied entsprechende Leistung wird im Läufer
verbraten.
Ben B. schrieb:> die überhitzen und> bringen auch nicht das angestrebte/eingestellte Drehmoment. Wenns nicht> so wäre, würde niemand Frequenzumrichter bauen.
Du vergisst das so ein Lüfter einre ganz andere Lastkennlienie hat als
zum beispiel ein Forderband. Bei einem Lüfter geht das Drehmoment
näherungsweise mit n^2 d.h. wenn er mit 1/4 der Drehzahl läuft braucht
er nur 1/16 des Drehmoment. Bei einem Förderband das ein Schüttgut
bergauf befördert ist das Drehmoment ab n=0 hoch. Da braucht man
zwingend einen FU!
Und noch was zur Ergänzung: Ich steuere solche Lüftermotoren tatsächlich
mit einem FU, aber nicht über die Frequenz, sondern über die
einstellbare Ausgangsspannung des Mitsubishi FU. Dabei zeigt sich, das
mein Ventilator sich bei 150V am schönsten einstellen lässt, dann wieder
über die 3 Stufenschalter. Piepsen tut hier nichts, die PWM Frequenz
steht auf 14 kHz.
> Ich steuere solche Lüftermotoren tatsächlich mit einem FU, aber> nicht über die Frequenz, sondern über die einstellbare> Ausgangsspannung des Mitsubishi FU.
Wahrscheinlich würdest Du einen ICE auch als Straßenbahn fahren lassen.
> Piepsen tut hier nichts, die PWM Frequenz steht auf 14 kHz.
Man hast Du schlechte Ohren.
Ben B. schrieb:>> Ich steuere solche Lüftermotoren tatsächlich mit einem FU, aber>> nicht über die Frequenz, sondern über die einstellbare>> Ausgangsspannung des Mitsubishi FU.> Wahrscheinlich würdest Du einen ICE auch als Straßenbahn fahren lassen.
Wenn man einen Mitsubishi FU geschenkt bekommt, bei dem ein
Phasenausgang defekt ist, dann hat er so wenigstens noch eine Anwendung.
Ben B. schrieb:> Man hast Du schlechte Ohren.
Nö. Ich höre 14kHz, aber der Lüftermotor bringt die nicht rüber.
Hi,
mein Lüfter hat 100W (bzw. VA)
Das Geheimnis:
https://www.mikrocontroller.net/attachment/303783/Ventilator_Dimmer.png
Hat nur den Nachteil, man sollte einen Ausschalter vorsehen, da
Minimaldrehzahl von Netzspannungsschwankungen abhängig ist.
Dann steht der Motor, Schaltung zieht noch Strom.
Folge-> Widerstände in der Diac-Beschaltung und Diac abgebrannt.
Die Drehzahl ist nicht exakt einstellbar. Die Einstellung erfolgt bei
dieser Art von Motoren über den "Schlupf".
https://www.wissen.de/lexikon/schlupf-elektrotechnik
Bei den Ventilatoren für den Hausgebrauch spielt das eine untergeordnete
Rolle. Anders wäre das vielleicht bei Ventis für Industrie.
ciao
gustav