Forum: Offtopic Riesige Sauerei


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von HAL9000 (Gast)


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Hallo Leute !

Ich verwende seit einigen Jahren Gerätefüße von einem bekannten
Katalogversender. Diese Füße pappen an diversen Selbstbaugeräten
und Demoboards. Heute habe ich mal wieder so ein Board in die Hand
genommen, danach hatte ich eine grau klebrige Masse an den Fingern.
Diese läßt sich auch nur sehr schwer entfernen. Außerdem hatte
das Board auch diverse andere Dinge kontaminiert. Bei diversen anderen
Geräten ist es auch zu solchen Auflösungserscheinungen gekommen.
Die Auflösung fängt so ca. nach 5-6 Jahren an. Die intakten Füße
auf den Bildern sind ca. 3 Jahre alt, aber auch schon pappig.
Man kann also nur vor dem Einsatz dieses Produktes warnen.

: Verschoben durch Moderator
von Jack V. (jackv)


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HAL9000 schrieb:
> Man kann also nur vor dem Einsatz dieses Produktes warnen.

Sinnvollerweise benennt man das Produkt dann aber auch präzise, vor 
dessen Einsatz man warnen möchte. Sonst kann man’s sich auch sparen – 
soviele ähnlich aussehende Gerätefüße, wie es gibt …

von HAL9000 (Gast)


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OK !

Feher von mir RND 455-00524. Da läuft beim Hersteller gerade
ein Abverkauf wegen Produkteinstellung. Das Teil gibt es auch
noch in Transparent und Schwarz. Ob die besser sind kann ich
nicht sagen.

von Andras H. (kyrk)


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Erstmal dachte ich, ich sehe da Lötpaste was nicht geschmolzen wäre....

von Nano (Gast)


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HAL9000 schrieb:
> Das Teil gibt es auch
> noch in Transparent und Schwarz. Ob die besser sind kann ich
> nicht sagen.

Das könnte schon sein, denn meistens sind es dann auch andere 
Materialien.

Es gibt bspw. von IKEA diesen Papiermülleimer der Serie FNISS. Hin und 
wieder ändern sich bei dem die Farben.
Einmal gab es eine schwarze und eine transparente Ausführung.

Die schwarze hat nach Gummi gestunken, die transparente Ausführung roch 
gar nicht.

von Trostspender (Gast)


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Die Dinger haben nur Corona.

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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Die haben sich verpuppt, da kriecht demnächst ein Schmetterling raus.

Ich hatte auch schon ähnliche Materialien. Vor allem rote Gummiringe 
tendieren zu solchen Auflösungserscheinungen.
Ein Kugelkopfschraubstock (Conrad?) hatte eine übel stinkende 
Balgenverkleidung aus schwarzem Gummi. Der Gestank ließ sich durch 
Überzug mit Plastikspray eindämmen.
("Balgen = ausziehbares Verbindungsteil zwischen Objektiv und Gehäuse 
beim Fotoapparat")

von Schmiere (Gast)


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Ich hatte mal ein Bluetooth-GPS-Modul mit einem Gummiüberzug. Nach ein 
paar Jahren war das Teil eine einzige schleimige Masse. Konnte man nicht 
mehr anfassen.

Ich frage mich Folgendes: Sollte die Kunststoff-Chemie mittlerweile 
nicht ausgereift sein? Warum kommt es immer wieder zu solchen 
Kunststoff-Exzessen?

von hinz (Gast)


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Schmiere schrieb:
> Warum kommt es immer wieder zu solchen
> Kunststoff-Exzessen?

Wegen Geiz ist geil.

von Gerald B. (gerald_b)


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PU (Polyurethan) zeigt ebenfalls derartige Auflösungserscheinungen. Ich 
habe mal ein nagelneues Paar S3 Schuhe mit PU-Sohle nach 15 min Tragen 
entsorgt. Die Schuhe waren 15 Jahre gut abgelagert, im dunklen u. kühlen 
Keller. Als sich sie dann zum Renovieren angezogen habe und auf der 
Leiter stand, dachte ich, ich bin in irgendwas reingetreten. Fühlte sich 
in etwa, wie ein Hundehaufen an. Als ich von der Leiter runter war, sah 
ich dann, das sich die Sohle, bis zur Stahleinlage abgeschält hatte.

von Andras H. (kyrk)


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Vermutlich hat man bestimmte Krebserregende Materialien verboten....

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Habe hier ein uraltes Gehäuse von einem "Micom" tituliertem Gerät. 
Vermutlich war da mal ein Modem drin, Baujahr irgendwann wohl in den 
1970/80ern.

Da habe ich ca. 1990 mein Floppylaufwerk vom CP/M-Computer reingebaut. 
Der stand nun lange nur zur Anschauung auf dem Schrank, und als ich 
irgendwann letztes Jahr das Teil angefasst habe, hatten sich die 
Gummifüße des Geräts mit einer ähnlichen Sauerei in schwarzen Sirup 
aufgelöst … das scheint also durchaus eine gar nicht so unübliche Macke 
zu sein, nicht nur herstellerspezifisch.

von Markus M. (mmvisual)


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hinz schrieb:
> Schmiere schrieb:
>> Warum kommt es immer wieder zu solchen
>> Kunststoff-Exzessen?
>
> Wegen Geiz ist geil.

Das passiert auch bei renomierten Herstellern.

Ich nutze immer einen Trackball von Logitech. Nach einigen Jahren löst 
sich bei der "M570" das Mausrad auch auf und wird klebrig.
Früher gab es keinen besseren Trackball zu kaufen (abgesehen davon dass 
die Tasten mit der Zeit bei der M570 auch kaputt gehen).

Seit es die "MX ERGO" gibt kaufe ich nur noch die, hoffentlich halten 
die nun länger. Es geht ganz schön ins Geld wenn man mehrere 
Arbeitsplätze mit ordentlichen Mäusen zu versorgen hat.

von Nick M. (Gast)


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Das sieht ja toll aus!
Also ich sagt das nur, weil es nicht meines ist. Deinen Ärger verstehe 
ich voll und ganz!

Vor wenigen Jahren wollte ich ein dickes Stück PU hernehmen, um damit 
Blech zu schneiden*), das war aber komplett verspröded.
Andererseit hab ich PU-Leisten zum Blech biegen die mindestens 10 Jahre 
alt sind und nach wie vor so sind wie am ersten Tag.

*) Man kann auf Gummikissen dünne Bleche schneiden, dazu braucht man nur 
einen scharfkantigen Stempel und viel Druck.

von Al. K. (alterknacker)


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Könnte dies nicht eine geplante Selbstauflösung
von Kunststoffen sein?

von Jens M. (schuchkleisser)


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Die Bundespost hat schon vor 60 Jahren in die Anleitungen geschrieben, 
das Gerätefüße durchaus auch auf Oberflächenmaterialien reagieren und 
sich auflösen, verkleben oder sogar dauerhafte Schäden verursachen 
können.
Interessanterweise habe ich Telefone aus den 80ern, die immer noch 
gummiartige Füße haben, auch wenn man merkt das der äußerste 0,1mm des 
Materials brüchig ist ist der Rest noch elastisch.

Gute 3M-Füße (sind klein, quadratisch, schwarz) tun es auch etliche 
Jahre, so einen Schnotz wie im OP hab ich noch nicht gehabt.
Aber RND... Das ist doch so eine Art Pollin, nur als "Hersteller".
Da bekommt man doch alle 5 Minuten was anderes...

von Nick M. (Gast)


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Jens M. schrieb:
> Aber RND...

Ich lese das immer als die Kurzform von "random". Bezieht sich wohl auf 
die Qualität.

von Oliver S. (phetty)


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Vor Jahren hatte ich ein Zeichenbrett eines namhaften deutschen 
Herstellers. Die Füßchen da drunter haben sich im Laufe der Zeit auch 
verdaut.
Was habe ich damals in meiner jugendlichen Naivität gemacht? Das Ding 
zum Hersteller eingeschickt mit einer Fehlerbeschreibung.
Was habe ich zurückbekommen? NICHTS, gar nichts! Überhaupt GAR nichts.
KEINE EINZIGE REAKTION. Ob da nach 20 Jahren noch was kommt? 
Unwahrscheinlich.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Gerald B. schrieb:
> Ich
> habe mal ein nagelneues Paar S3 Schuhe mit PU-Sohle nach 15 min Tragen
> entsorgt.

Kenne ich. Da leistet man sich schöne teure Winterstiefel von Ecco und 
nach eine Jahr fängt die Sohle an, klebrig zu werden und dann zu 
brechen. Schönen Dank für nichts an die Herrschaften.

von Oliver S. (phetty)


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Matthias S. schrieb:
> Winterstiefel von Ecco

Ha, so beschissene Latschen hatte ich auch von genau dem Hersteller. 
Ecco. "Fantastische" Firma!
Denen sollten doch beim Händewaschen die Ärmel runterrutschen!

von Dietmar S. (didi2)


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Ich kenne das von Samsung Klapphandys. Bei zwei Handys haben sich die 
schwarzen Noppen unterhalb der Tastatur aufgelöst. Das schwarze Zeug 
hatte ich plötzlich überall an mir. Es ging übrigens nicht mehr aus der 
Kleidung. Unglaublich wie großflächig sich so ein 2mm kleiner 
Gummienoppen verteilen kann.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Al. K. schrieb:
> Könnte dies nicht eine geplante Selbstauflösung
> von Kunststoffen sein?

Trostspender schrieb:
> Die Dinger haben nur Corona.

Das sind Viren. Die können das nicht. Aber Bakterien können das. Es gibt 
mittlerweile schon Plastiksorten, die lösen sich deshalb nach einigen 
Jahren auf.

Kennt Ihr den Science Fiction-Film Andromeda? Die Szene, in der dem 
Piloten des Kampfflugzeuges die Atemmaske zerbröselt, weil die fremden 
Mikroben Kunststoff fressen?

Wissenschaftler haben angeblich auf einer japanischen Mülldeponie 2016 
ein Bakterium gefunden, das sich von bestimmten Plastiksorten ernährt.

Stellt Euch vor wegen der Umweltverschmutzung mit Mikroplastik helfe 
sich die Natur selbst und kämen solche Bakterien auf, die alles Plastik 
fressen. Alles aus Plaste zerfällt in kurzer Zeit. Die Computer fallen 
auseinander, die Autos auch. Die ganze Elektrik und Energieversorgung 
fällt aus, weil die Isolierungen aufgefressen werden. Die 
Plastikchirurgie bei den Frauen löst sich auf.

... to be continued ...

von Dietmar S. (didi2)


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Dieter D. schrieb:
> Kennt Ihr den Science Fiction-Film Andromeda? Die Szene, in der dem
> Piloten des Kampfflugzeuges die Atemmaske zerbröselt, weil die fremden
> Mikroben Kunststoff fressen?

Eine Lebensform auf Kristallbasis. Höchste Zeit dass der Film mal wieder 
im Fernsehen kommt :)

von Percy N. (vox_bovi)


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Dietmar S. schrieb:
> Eine Lebensform auf Kristallbasis. Höchste Zeit dass der Film mal wieder
> im Fernsehen kommt :)

Der lief zB am 23.10.2011 im ZDF, allerdings mitten in der Nacht.
Besonders nett die unverhohlen autoritären Maßnahmen.

: Bearbeitet durch User
von Dietmar S. (didi2)


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Percy N. schrieb:
> Dietmar S. schrieb:
>> Eine Lebensform auf Kristallbasis. Höchste Zeit dass der Film mal wieder
>> im Fernsehen kommt :)
>
> Der lief zB am 23.10.2011 im ZDF, allerdings mitten in der Nacht.
> Besonders nett die unverhohlen autoritären Maßnahmen.

Wie ich gerade sehe, auch 2016 und 2017. Ist mir wohl entgangen. Leider 
nicht zu vergleichen mit den 1990ern, man schaue mal z. B. an 
irgendeinem Tag im Jahre 1994 in die TV-Zeitschrift. Man musste den 
Fernseher einfach nur einschalten, auf irgendeinem Programm begann immer 
irgendein guter Film. Seit es die Bezahlsender gibt, läuft auch im 
privaten Free-TV kaum noch was. Doch seit der Corona-Pandemie kommen 
tatsächlich öfter mal wieder ältere Filme im TV. Nicht viele, aber 
besser als nichts. (Sorry für's Offtopic).

: Bearbeitet durch User
von Cyblord -. (cyblord)


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Dietmar S. schrieb:
> Ist mir wohl entgangen. Leider
> nicht zu vergleichen mit den 1990ern, man schaue mal z. B. an
> irgendeinem Tag im Jahre 1994 in die TV-Zeitschrift. Man musste den
> Fernseher einfach nur einschalten, auf irgendeinem Programm begann immer
> irgendein guter Film.

Das halte ich jetzt mal für eine starke Verklärung der Vergangenheit.

> Seit es die Bezahlsender gibt, läuft auch im
> privaten Free-TV kaum noch was. Doch seit der Corona-Pandemie kommen
> tatsächlich öfter mal wieder ältere Filme im TV. Nicht viele, aber
> besser als nichts. (Sorry für's Offtopic).

Die Privaten haben sich schon lange aus dem Zeigen von Filmen 
verabschiedet. Spätestens als wirklich Werbung WÄHREND eines Film 
eingeblendet wurde, war klar dass Filme gucken auf den Privaten nicht 
mehr gewollt ist.
Die meisten Film- und Serienliebhaber sind schon ne ganze Weile auf 
Netflix und Co. TV schauen eigentlich nur noch Senioren und Assis. 
Abgesehen von ein paar Ausnahmen wie Tagesschau oder Tatort. Ist leider 
so. Und das befeuert natürlich eine Abwärtsspirale.

von ● Des I. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Gummi wird zu Honig und Hartplastik zerbröselt wie Dracula in der 
Sonne...

Interessant, dass gerade letzteres in Steckdosenleisten
ganz besonders oft vorkommt.

Muttern hat mal IN solch eine Steckdosenleiste gegriffen.
wie durch ein Wunder dabei keine geballert bekommen,
die Messingstreifen darin lagen danach alle frei.

von Dietmar S. (didi2)


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Cyblord -. schrieb:
> TV schauen eigentlich nur noch Senioren und Assis.

Deine Antipathie gegenüber der älteren Generation ist mir bereits 
aufgefallen, genau wie deine abfällige Ausdrucksweise. Deine Ansicht ist 
genau so ein falsches Klischee, wie das von Leuten die sich vorstellen, 
dass die Jugend nur mit der Chipstüte bei Netflix abgammelt. Natürlich 
spielt bei meiner Sichtweise über das Fernsehen in den 1990ern auch mein 
persönliches Empfinden eine Rolle. Da du offenbar noch ziemlich jung 
bist, kannst Du aber gar nicht beurteilen, wie Fernsehen zu dieser Zeit 
war. Die aktuell gedrehten Filme und Serien, die Du vielleicht 
bevorzugst, können natürlich nicht damals im TV gekommen sein.

von ● Des I. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Dietmar S. schrieb:
> Natürlich
> spielt bei meiner Sichtweise über das Fernsehen in den 1990ern auch mein
> persönliches Empfinden eine Rolle.

damals gabs genau soviel Schrott

von Cyblord -. (cyblord)


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Dietmar S. schrieb:
> Cyblord -. schrieb:
>> TV schauen eigentlich nur noch Senioren und Assis.
>
> Deine Antipathie gegenüber der älteren Generation ist mir bereits
> aufgefallen, genau wie deine abfällige Ausdrucksweise.

Deine Lesekompetenz lässt du wünschen übrig. Wo siehst du hier eine 
abfällige Bemerkung über Ältere?

> Deine Ansicht ist
> genau so ein falsches Klischee, wie das von Leuten die sich vorstellen,
> dass die Jugend nur mit der Chipstüte bei Netflix abgammelt.

Ist es natürlich nicht. Junge Leute schauen kaum noch lineares TV, viele 
haben gar kein Gerät mehr sondern schauen nur noch auf dem Tablet. Beim 
Rest dient der TV als Anzeigerät für Netflix und Co.

> Natürlich
> spielt bei meiner Sichtweise über das Fernsehen in den 1990ern auch mein
> persönliches Empfinden eine Rolle. Da du offenbar noch ziemlich jung
> bist, kannst Du aber gar nicht beurteilen, wie Fernsehen zu dieser Zeit
> war. Die aktuell gedrehten Filme und Serien, die Du vielleicht
> bevorzugst, können natürlich nicht damals im TV gekommen sein.

Also so jung bin ich nicht und ich habe in den 90er auch TV geschaut. 
Als ob da nur gute Filme zu jeder Tageszeit gekommen wären. Abgesehen 
davon dass 1994 noch lange nicht jeder Kabel oder Sat hatte, sondern 
viele trotzdem nur 3+X Programme, auch weil die TVs gar keinen 
Kabeltuner hatten.
Wir hatten damals gerade so Kabel weil an einem TV ein neuer VHS 
Recorder hing und der hatte einen Kabeltuner. Der TV im Wohnzimmer hatte 
aber keinen und da konnte man kein Kabel gucken nur Antenne.

Also erzähl mir nix.
Auch wenn du dich mit deinem angeblichen Spezialwissen von 1994 so toll 
fühlst, wirkst du etwas abgehängt. Selbst deine "Bezahlsender" gibt es 
ja so gar nicht mehr. Das ist alles Schnee von gestern. Sky (also 
Premiere Nachfolger) ist inzwischen ja auch nur ein weiterer VOD Dienst. 
Auch wenn die noch lustig ins Kabel- und Satnetz einspeisen. Wer bezahlt 
denn heute dafür trotzdem noch linear gucken zu müssen? Richtig. Rentner 
und Assis.

: Bearbeitet durch User
von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Was haben eigentlich Chipstüten und Fernsehserien noch mit sich 
auflösenden Gummifüßen gemein?

Könntet ihr vielleicht einen eigenen Thread für die Fernsehserien 
aufmachen?

Danke.

von Cyblord -. (cyblord)


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Jörg W. schrieb:
> Was haben eigentlich Chipstüten und Fernsehserien noch mit sich
> auflösenden Gummifüßen gemein?

Na früher war alles besser. Das trifft auf Gummifüße und das 
Fernsehprogramm zu. Man muss nur die Altchen dafür befragen.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Cyblord -. schrieb:
> Na früher war alles besser.

Siehe mein Beispiel von der alten "Micom"-Kiste oben: war es auch bloß 
nicht …

von Udo S. (urschmitt)


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Jörg W. schrieb:
> Könntet ihr vielleicht einen eigenen Thread für die Fernsehserien
> aufmachen?

Jepp, dann kann man den Sermon auf einmal löschen :-)

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Jörg W. schrieb:
> Was haben eigentlich Chipstüten und Fernsehserien noch mit sich
> auflösenden Gummifüßen gemein?

Denke es wäre besser mich wenigstens ein bißchen schuldig zu bekennen, 
die zweite Vorlage für den Exkurs geliefert zu haben.

An einem Elektrogerät in der Küche hat sich auch schon ein Fuß 
aufgelöst. War nur etwas unpraktisch, weil dieser auf der Spülenablage 
sich allzugut mit dem Metall verbunden hatte. Die teuren Metallkleber 
sind im Vergleich dazu schrottig. Aber im Karton sind mittlerweile 
Bakterien, die machen die Ringgummis kaputt. Das ist mir schon zweimal 
aufgefallen, als ich einen Gummiring irgendwo auf einen Karton für ein 
paar Wochen liegengelassen hatte.

von Percy N. (vox_bovi)


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Jörg W. schrieb:
> Was haben eigentlich Chipstüten und Fernsehserien noch mit sich
> auflösenden Gummifüßen gemein?

Als die Gummifüße noch gehalten haben, waren die Chips auch besser. Und 
statt Sitcoms gab es Fernsehspiele ...

Aber so schlimm ist es gar nicht: Anfang. letzten Jahres gab es auf 3sat 
eine wundervolle Zauberflöte; Hauptattraktion: ein des Singens 
vollständig unkundiger Papageno. Welch ein Spaß für den, der Musik nicht 
mag!

von Jörn P. (jonnyp)


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Lt. einem Chemiker kommen die Auflösungserscheinungen dieser Materialien 
durch die sogenannten "Weichmacher".

von (prx) A. K. (prx)


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Dieter D. schrieb:
> Kennt Ihr den Science Fiction-Film Andromeda? Die Szene, in der dem
> Piloten des Kampfflugzeuges die Atemmaske zerbröselt, weil die fremden
> Mikroben Kunststoff fressen?

Die zivilisatorisch verschärfte Fassung hat Rainer Erler verfilmt:
https://de.wikipedia.org/wiki/Zucker_–_Eine_wirklich_süße_Katastrophe

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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https://de.wikipedia.org/wiki/Andromeda_%E2%80%93_T%C3%B6dlicher_Staub_aus_dem_All_(1971)
ich habe den Film auch schon zweimal gesehen.
"...nachdem sich alle Polycronteile (ein fiktiver Kunststoff mit 
gummiähnlichen Eigenschaften) an Bord aufgelöst haben..."

Es gibt noch ein Remake von 2008
https://de.wikipedia.org/wiki/Andromeda_%E2%80%93_T%C3%B6dlicher_Staub_aus_dem_All_(2008)

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Dieter D. schrieb:
> Das sind Viren. Die können das nicht. Aber Bakterien können das.

Mist oder einfach nur Glück gehabt? Bisher hat es noch keiner gemerkt, 
aber die hier gemachte Aussage kann ich nicht mehr aufrecht erhalten. 
Bin da Biolog*innnen und Ärzt*innen sozusagen ins offen Messer gelaufen. 
Muss daher die Aussage zu Viren revidieren.

Es gibt auch Viren, die Bakterien befallen und diesen außer für die 
eigene Reproduktion notwendige auch noch zusätzliche Fähigkeiten 
verleihen können.
Daher wäre es möglich, das Viren bestimmte Bakterien befallen und die 
Fähigkeit übertragen sich durch das Schlaraffenland aus Kunststoffmüll 
zu fressen. Die Wahrscheinlichkeit eines solchen Weges ist zwar viel 
geringer aber nicht ganz unmöglich. Das eröffnet natürlich noch weitere 
Perspektiven.

von Percy N. (vox_bovi)


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Dieter D. schrieb:
> Dieter D. schrieb:
>
>> Das sind Viren. Die können das nicht. Aber Bakterien können das.
>
> Mist oder einfach nur Glück gehabt? Bisher hat es noch keiner gemerkt,
> aber die hier gemachte Aussage kann ich nicht mehr aufrecht erhalten.
> Bin da Biologinnnen und Ärztinnen sozusagen ins offen Messer gelaufen.
> Muss daher die Aussage zu Viren revidieren.

Lies mal was Interessantes:
http://doi.org/10.13140/RG.2.2.31754.80323

von Martin L. (makersting)


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Dass es die Weichmacher sind, die Elastomere nach Jahren sich 
verflüssigen lassen, glaube ich eher nicht. Wieso auch immer werden 
einige Bindungen der Quervernetzungen aufgebrochen und/oder die linearen 
Makromolekülketten selbst.

Möglicherweise ist es tatsächlich die Spätfolge von Kontakt mit 
Reinigungsmitteln. Bremsenreiniger sogar?

Mich würde schon interessieren, was das für Kunststoffe sind, die zur 
Verflüssigung neigen. Bei PU habe ich diese Verflüssigung auch schon 
erlebt, aber erst bei >20 Jahren nach Herstellung.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Martin L. schrieb:
> Möglicherweise ist es tatsächlich die Spätfolge von Kontakt mit
> Reinigungsmitteln.

In meinem Falle nicht. Das Zeug stand in normaler Wohnraumathmospäre auf 
einem Metallgehäuse herum. Der Kram ist irgendwann innerhalb der letzten 
10 Jahre (also vielleicht 35 Jahre nach Herstellung) von sich aus 
"zermatscht".

Wenn irgendwo was ausgedünstet ist, dann höchstens aus dem Gehäuse, an 
dem die Füße klebten. Das dürfte Polystyrol sein.

: Bearbeitet durch Moderator
von Dietmar S. (didi2)


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Ich habe hier vor allem ein Problem mit Vergilben von Kunststoffen. 
Graue Kunststoffe werden in meinem Hobbyraum in kurzer Zeit (< 1 Jahr) 
gelb. Bei manchen Geräten, die schon länger da stehen, ist das so 
gleichmäßig extrem, dass man meinen könnte die waren immer so, wenn man 
sie vorher nicht kannte.

Erst dachte ich es liegt an der Sonneneinstrahlung. Aber mittlerweile 
habe ich den Verdacht, dass irgend ein Stoff der aus den Möbeln 
entweicht. Regale und Schränke sind alle vom selben Hersteller.

Die Front des Millivoltmeters war mal wie der Deckel. Beim Freqenzzähler 
umgekehrt. Selbst das HP 34401A fängt bereits an leicht gelb zu werden, 
wie ich eben feststellen musste. Das habe ich vor einem Jahr gebraucht 
gekauft, da war es noch o.k., obwohl es von 2001 ist. Den 
Belinea-Monitor hätte ich noch fotografieren sollen. Der war mal 
reinstes hellgrau und ist jetzt ungelogen ockergelb.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Dietmar S. schrieb:
> Aber mittlerweile habe ich den Verdacht, dass irgend ein Stoff der aus
> den Möbeln entweicht.

Formaldehyd vielleicht? War früher in den Klebern von Pressspanplatten 
drin.

von Dietmar S. (didi2)


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Hab ich auch schon dran gedacht. Ich weiß nicht wie lange das in 
größeren Mengen entweichen kann. Die Möbel habe ich vor ungefär 20 
Jahren gekauft.

Allerdings hatte ich hier bis vor kurzem auch Unmengen an Elkos 
gelagert. Gut konnte das auch nicht sein. Manche waren in geschlossenen 
Behältern, wenn ich die aufmachte, kam eine Duftwolke raus, die gar 
nicht gesund roch. Deswegen mussten die auch weg. Die ganzen Kabel hatte 
ich schon vor längere Zeit ausgelagert.

Da lobe ich mir doch das immerwährende hellblau der Weller Lötstation ;)

: Bearbeitet durch User
von Kara B. (Firma: ...) (karabenemsi)


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Jörg W. schrieb:
> Formaldehyd vielleicht? War früher in den Klebern von Pressspanplatten
> drin.

Nicht nur früher sondern auch jetzt in Form von Melaminharzen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Melaminharz#Verwendung

von Dietmar S. (didi2)


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Ach ja, den Laminatboden hatte ich noch unterschlagen. Insgesamt eine 
ungesunde Umgebung.

Zum eigentlichen Thema: Gute Erfahrung habe ich mit 3M™ Bumpon™ gemacht. 
Da hat sich noch keiner aufgelöst und die kleben auch ordentlich.

: Bearbeitet durch User
von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Hier gestern Spass mit Sony Digital Betacam Rekorder. Ein DVW-500P, der 
damals 45000 Euro(!) gekostet hat. Nach 20 Jahren Betrieb lösen sich im 
Frontpaneel die Lichtschächte der LED auf und verbreiten auf der Platine 
ätzende braune Rückstände, die die Leiterbahnen angreifen.
Das Ergebnis sind ausfallende Segmente auf dem LED Display. Besonders 
schön - Die beschädigten Durchkontaktierungen lassen sich nicht 
nachlöten und müssen aussenrum gefädelt werden.
Hier gibts einen Teardown des Monsterrecorders. Nettogewicht etwa 40kg 
und mein Arbeitstisch ist gefüllt :-P
https://www.youtube.com/watch?v=EM8yKAVDoZo

: Bearbeitet durch User
von (prx) A. K. (prx)


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Matthias S. schrieb:
> Nach 20 Jahren Betrieb

Hast du vor 20 Jahren damit gerechnet, dass du es heute noch nutzt? Ich 
würde das eher unter Qualität eintüten, als unter geplante Obsoleszenz.

: Bearbeitet durch User
von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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(prx) A. K. schrieb:
> Ich
> würde das eher unter Qualität eintüten, als unter geplante Obsoleszenz.

Natürlich ist das keine geplante Obsoleszenz, denn das hätte Sony nicht 
in ein Gerät eingebaut, das professionell genutzt wird (wie man am Rest 
des Aufbaues sieht). Aber es kommt eben doch mal anders, als sie sich 
das gedacht hatten.
In der heutigen Zeit wurde der Recorder benutzt, um das riesige Archiv 
an Digibeta Cassetten der Filmfirma zu digitalisieren und dabei trat der 
Fehler auf. Keine grosse Sache, aber es passt in die Sparte 
'Kunststoffe, die Elektronik zerstören'.
Ach, die LEDs in diesen Lichtschächten hatten natürlich durchgefaulte 
Anschlüsse, mussten also auch ersetzt werden.

von Robert K. (Firma: Zombieland) (rko)


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HAL9000 schrieb:
> Ich verwende seit einigen Jahren Gerätefüße von einem bekannten
> Katalogversender. Diese Füße pappen an diversen Selbstbaugeräten
> und Demoboards.
offenbar gibt es da doch Unterschiede, bei meinen Altgeräten habe ich 
diesen Effekt nicht immer automatisch nach >20 Jahren. Bei manchen 
Geräten allerdings schon, das stimmt schon.

Jörn P. schrieb:
> Lt. einem Chemiker kommen die Auflösungserscheinungen dieser Materialien
> durch die sogenannten "Weichmacher".
das vermute ich auch sehr stark - Frage ist, woran kann man vorab 
erkennen kann, ob da Weichmacher drin ist oder nicht?
Irgendwelche Ideen?

HAL9000 schrieb:
> Die intakten Füße
> auf den Bildern sind ca. 3 Jahre alt, aber auch schon pappig.
> Man kann also nur vor dem Einsatz dieses Produktes warnen.
dann unbedingt entfernen sonst wird es schlimmer.
Vielen Dank für den Warnhinweis.
Welche Konsequenzen ziehst Du jetzt für Dich daraus?

: Bearbeitet durch User
von Nick M. (Gast)


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Ich hab letztes Jahr das Gehäuse meines Trennstelltrafos neu lackiert 
mit Acryl-Lack von MIPA. Paar Woche danach musste ich feststellen, dass 
der gummiummantelte Tragegriff festgeklebt war. Der Lack hat aber einige 
Tage getrocknet.
Da ist überall irgend ein Zeug drin, das sich mit was Anderem wo auch, 
aber anderes, Zeug drinnen ist nicht verträgt. :-))

von Maik .. (basteling)


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Diesen Effekt kenne ich von Gummi-Antriebsriemen in älteren 
Unterhaltungselektronikgeräten.
Am extremsten war das mal in einem alten Videorecorder mit offenen 
Spulen (so wie ein Tonbandgerät) von Phillips aus den frühen 70gern. 
Dort hatten sich alle Riemen bereits im Jahr 1999 in so eine schleimige 
Pampe zersetzt. Das klebte dann alles auf dem Geräteboden.

Kennt von Euch vielleicht jemand die (chemischen / Materialauswahl) - 
Ursachen - vielleicht wurden die Fehler ja wieder gemacht.

Ähnliches Verhalten gab es doch in Form der Zinkpest, die über 
Jahrzehnte hier abgestellt war. Da waren es AFAIK Verunreinigungen - die 
man hier dann im Griff hatte - und dann nach Produktionsverlagerungen 
nach Asien dort die Lernkurve neu ausgelöst hatten.

vg

von Peter D. (peda)


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Bei der Entwicklung von Kunststoffen weiß man immer erst hinterher, wie 
es mit der Haltbarkeit aussieht. Auch Metalle sind dafür bekannt, daß 
sie Kunststoffe zersetzen.

von ● Des I. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Maik .. schrieb:
> Dort hatten sich alle Riemen bereits im Jahr 1999 in so eine schleimige
> Pampe zersetzt. Das klebte dann alles auf dem Geräteboden.

Und das Zeugs färbt mindestens so effektiv wie Druckerschwärze.
Wahrscheinlich ist das in dem Zustand auch recht ähnlich 
zusammengesetzt.

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