Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Superkondensator Laden Konstantstrom


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von Ma S. (emims)


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Hallo zusammen,

habe hier einen Superkondensator mit einer Spannung von 24 VDC und einer 
Kapazität von ca. 3,88 F. Um diesen Cap zu laden würde ich gerne einen 
LED Treiber verwenden der konstant 700mA treibt.
Auf der „Primärseite“ habe ich ca. 20 W bei max. 26 V zur Verfügung.
Mit folgendem LED Treiber habe schon einige Versuche durchgeführt:
https://www.reichelt.de/led-trafo-2-35-v-700-ma-step-down-rcd-24-070-p159190.html?CCOUNTRY=445&LANGUAGE=de

Mit diesem lässt sich der Kondensator wunderbar laden. Keinerlei 
Probleme, auch nach hunderten Ladezyklen funktioniert der Aufbau noch 
ohne erkennbare Fehler.

Im Datenblatt des Treibers steht die Angabe „Maximum Capacitive Load = 
100µF“, womit ich ja mit meinen 3,88 F deutlich darüber liege. Kann mir 
jemand erläutern woher die 100µF kommen? Im Prinzip betreibe ich den 
Wandler im Kurzschluss, wodurch dieser ja den Strom auf seine 700mA 
begrenzt. Kann es hier zu Problemen kommen?

Ein Laden über einen Widerstand kommt nicht in Frage, da dies zu viel 
Zeit in Anspruch nehmen würde und ich die 20 W die ich zur Verfügung 
habe möglichst verlustfrei in den Kondensator stecken will. Eine weitere 
Möglichkeit wäre ein Schaltregler mit Strombegrenzung, was natürlich 
wieder deutlich mehr Aufwand wäre, als den schon fertigen LED Treiber zu 
benutzen.

Vielen Dank im Voraus für euere Hilfe.

von Lothar M. (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Ma S. schrieb:
> Kapazität von ca. 3,88 F.
Das "ca." trifft es angesichts der Spannungsabhängigkeit der Kapazität 
dieser Kondensatoren recht gut.

Siehe z.B. dort in der Mitte: 
https://en.wikipedia.org/wiki/Supercapacitor

Also kann man dann ruhig großzügig runden, sich das "ca." sparen und 
"Kapazität von 4 F" schreiben.

> Im Datenblatt des Treibers steht die Angabe „Maximum Capacitive Load =
> 100µF“
Für diese Bedingung gelten dann auch die restlichen Messwerte und 
Angaben zur Regelgeschwindigkeit und -genauigkeit im Datenblatt.

> womit ich ja mit meinen 3,88 F deutlich darüber liege.
Damit bekommst du dann halt auch einen "Konstantstrom", der vom 
garantierten Wert abweichen könnte. Wenn du damit leben kannst, dann 
passt es ja...

von Falk B. (falk)


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Ma S. schrieb:
> Im Datenblatt des Treibers steht die Angabe „Maximum Capacitive Load =
> 100µF“, womit ich ja mit meinen 3,88 F deutlich darüber liege. Kann mir
> jemand erläutern woher die 100µF kommen? Im Prinzip betreibe ich den
> Wandler im Kurzschluss, wodurch dieser ja den Strom auf seine 700mA
> begrenzt. Kann es hier zu Problemen kommen?

Das größte Problem könnte sein, daß der Wandler instabil wird. Wird er 
das nicht, ist alles in Butter.

> Möglichkeit wäre ein Schaltregler mit Strombegrenzung, was natürlich
> wieder deutlich mehr Aufwand wäre, als den schon fertigen LED Treiber zu
> benutzen.

Ein LED-Treiber IST ein Schaltregler mit Stromreglung ;-)

von Lada (Gast)


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Bau dir doch eben schnell selbst aus 2 Transistoren eine 700mA 
Konstantstromquelle. Dann weiß man wenigstens, was man hat!

von regler (Gast)


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Ein so großer Kondensator macht deinen Regler nicht mehr instabil, da 
dieser zu wenig Strom dazu liefert. Der Regler sieht eine sich langsam 
ändernde Last und dieser kann er ohne Probleme folgen. Richtig müsste es 
heißen instabil zwischen xxµF und yyµF, nicht instabil größer xxµF.
Ein einfacher Widerstand als Last ist >>theoretisch<< nichts anderes als 
ein unendlich großer Kondensator.

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