USB-CAN Analyzer Linux

Gast #6595694
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Ich suche einen billigen USB-CAN Adapter, der auch unter Linux brauchbar 
funktioniert. Nicht isoliert, krumme Baudraten usw., also nur "standard" 
zum Spielen. Also nicht nur eine API zum Selbermachen, sondern möglichst 
out-of-the-box. So ziemlich der Günstigste scheint der von seedstudio zu 
sein 
https://www.digikey.de/product-detail/en/114991193/1597-1514-ND/7387418/?itemSeq=355301222.
Hat da jemand unter Ubuntu positive Erfahrungen gemacht?
Gast #6595759
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Es kommt vor allem darauf an, was und wie du mit dem Ding unter Linux 
spielen willst. Dort ist eigentlich socketcan am gängigsten. Dafür muss 
dein CAN-Adapter aber die nötige Unterstützung in Ubuntu haben, was 
denke ich nicht der Fall sein wird. Die fahren ein eigenes Protokoll auf 
der UART Schiene die nichts mit mir bekannten zu tun hat.

Bei raspi werden meistens MCP2515 Module verwendet die über SPI und ein 
Kernelmodul direkt socketcan sprechen. Die Adapter der gängigen größeren 
Firmen werden über USB eingebunden und bringen Treiber dafür mit. Es 
gibt aber auch ein Standardprotokoll über USB-UART: LAWICEL bzw. SLCAN. 
Da braucht man dann keinen extra Treiber und die Umsetzung 
slcan/socketcan ist unter Linux in den cantools vorhanden.
Passende Adapter sind:

https://www.fischl.de/usbtin/
https://canable.io/
https://www.electrodragon.com/product/can-usb-debugger-board/

Damit sollten unter Linux die gängigen Tools funktionieren.
Unter W10 und OSX geht das natürlich auch ohne extra Treiber.
Gast #6596731
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Der von Electrodragon scheint ja preislich sehr interessant. Aber ohne 
Firmware ist das wohl ziemlich wertlos. Und ob man da wirklich "Linux 
CAN utilities etc." benutzen kann, habe ich jetzt auf die Schnelle auch 
nirgends gefunden.
Gast #6596809
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Lutz schrieb:
> Der von Electrodragon scheint ja preislich sehr interessant. Aber ohne
> Firmware ist das wohl ziemlich wertlos.

da ist eine default Firmware drauf die slcan spricht.
"For default firmware, when board connected to PCB, USB will be 
reorganized as a serial port, can send commands or data via this port."

Lutz schrieb:
> Nachtrag: Der STM32F042 scheint grundsätzlich nicht so sonderlich
> geeignet, da er USB und CAN wieder auf den selben Pins hat...

Wie kommst du auf dieses schmale Brett? Die Bauform des STM32F042 ist 
LQFP48 und da ist USB an PA11/PA12 und CAN wahlweise an PA11/PA12 oder! 
PA8/PA9.
Gast #6596924
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temp schrieb:
> Lutz schrieb:
>> Nachtrag: Der STM32F042 scheint grundsätzlich nicht so sonderlich
>> geeignet, da er USB und CAN wieder auf den selben Pins hat...
>
> Wie kommst du auf dieses schmale Brett? Die Bauform des STM32F042 ist
> LQFP48 und da ist USB an PA11/PA12 und CAN wahlweise an PA11/PA12 oder!
> PA8/PA9.

Bin ich wohl spontan einer Ente 
aufgesessen:https://github.com/majbthrd/CANsniffer
Aber es ist PB8/PB9 und nicht PA8/PA9.
Gast #6596966
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MikeMan schrieb:
> Hab diesen: https://www.amazon.de/gp/product/B00U42KYOG
>
> Dafür gibt es eine einfache open source GUI und für Spielereien mit
> unserer Buderus Wärmepumpe war auch schnell ein eigenes Programm
> gestrickt.

Das ist der oben schon erwähnte UsbTin von Fischl. Aufbauend darauf habe 
ich mir vor Jahren mal einige Boards gebaut mit ISO1050 zur Isolation. 
Allerdings spricht heute schon einiges für eine Variante mit einem 
STM32. Und wenn es nur die größeren Buffer sind.

Mein Favorit bei der Software ist immer noch das steinalte 
CanHackerV2.00.02.
Geht auch gut unter Linux und Wine.
Ist allerdings im Moment schwer im Netz zu finden. Falls einer Bedarf 
hat, bitte melden.
Gast #6644925
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arduinohasse schrieb:
> https://www.electrodragon.com/product/can-usb-debugger-board/

Also das Ding ist der letzte Schund! Ich hatte mir 2 Stück bestellt. 
Keiner ging. Einer wurde gar nicht erkannt, der Andere lieferte nur bei 
einem von 3 USB-Kabeln (dmesg -w) ein Lebenszeichen. Also eigentlich 
beide tot. Unter dem Mikroskop dann wohl der Grund: Vieles war gar nicht 
richtig verlötet. Beine verschiedenster Komponenten "standen" in der 
Luft. Die USB-Buchse gehörte auch bei beiden dazu. Ein vorsichtiger 
Nachlötversuch bei 320 Grad hat gleich Leiterbahnen und Vias abgelöst 
usw.
Elektroschrott!
#6645925
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Ich habe mit PEAK gute Erfahrung seit Jahren:

https://www.peak-system.com/PCAN-USB.199.0.html

https://www.peak-system.com/fileadmin/media/linux/index.htm

Debian stable erkennt das Modul ohne weitere Installationen (ich hatte 
es auf diesem Rechner noch nie genutzt, nur auf einem anderen 
Laborrechner):
1
grep PEAK_ /boot/config-`uname -r`
2
CONFIG_CAN_PEAK_PCIEFD=m
3
CONFIG_CAN_PEAK_PCI=m
4
CONFIG_CAN_PEAK_PCIEC=y
5
CONFIG_CAN_PEAK_PCMCIA=m
6
CONFIG_CAN_PEAK_USB=m
7

8
lsmod | grep ^peak
9
peak_usb               49152  0
Gast #6654110
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Ach ja: Wenn man übrigens nur passiv am CAN-Bus lauschen will, kann man 
auch den "guten billigen" Logic Analyzer (8 Kanal, 24 MHz, keine 10 €, 
Salae-Clon) nehmen und einen Kanal an CAN_L hängen (und Ground 
natürlich). Mit Pulseview/Sigrok als freier Software geht das echt mit 
wenigen Klicks und ist super komfortabel.

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