Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug Was ist das für ein Werkzeug?


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von Bernd N. (dubbie)


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Hallo,
kann das ein Kabelschneider sein, wenn ja braucht jemand so ein Teil?

Bernd

von Achim M. (minifloat)


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Bernd N. schrieb:
> kann das ein Kabelschneider sein

Ja, das kann ein Kabelschneider sein, wenn man zu kleine Pfanne und 
falsches Messer für das Kabel einsetzt.

Wenn man die richtige Pfanne und das richtige Messer einsetzt, ist es 
ein Kabel-Abmantelwerkzeug. Funktioniert fast wie diese gelben 
Jokari-Dinger, nur eben auch für was anderes als NYM.

mfg mf

Beitrag #6597683 wurde vom Autor gelöscht.
Beitrag #6597684 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Teo (Gast)


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Durchschneiden scheint ja nicht zu gehen, aber zum abisolieren könnts 
taugen!?

von Bernd N. (dubbie)


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An ein Abisolierwerkzeug hatte ich auch mal gedacht, könnte sein, denn 
wenn die richtigen Messer und Schalen verwendet werden, bleibt eine 
Öffnung für die " Seele" übrig, wenn die Zange geschlossen ist.

Bernd

von Dieter B. (debe)


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Das ist eine Isolierrohrbiegezange. Die "Messer" drücken eine Kerbe ins 
Rohr. Mehrere Kerben dicht neben einander verformten das Rohr zu einen 
Bogen. Je enger die Anstände umso enger der Bogen. Scharfe Messer sind 
es aber nicht.
I-Rohr besteht aus dünnem Blech mit einer Falznaht und Pappeinlage und 
wurde früher zur Hausinstallation verwendet. Es wurde unterputz verlegt, 
in das dann NGA später NYA eingezogen werden. Die Leitungen konnten 
ausgetauscht oder auch ein Schutzleiter nachgezogen werden.

von Teo (Gast)


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Dieter B. schrieb:
> Das ist eine Isolierrohrbiegezange.

Hier auf Seite 14 zu sehen (billige Variante):
https://kataloge.holzwerken.de/index.html?name=becker_hermann&lfdnr=1

von Stefan M. (derwisch)


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Das wär doch was für´s Fernsehen. "Das Dings vom Dach".

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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Oh ein Katalog von 1938, Preise in Reichs-Mark. Ordentliche 
Stahlhelmfrisur, alles ab was nicht drunter passt.
Die Leitungen im Leerrohr waren sicher noch stoffisoliert.

: Bearbeitet durch User
von Bernd N. (dubbie)


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Sehr interessant, eine Biegezange, darauf wäre ich nicht gekommen. 
Deshalb sind die Einsätze auch leicht gebogen. Ja ich kenne auch noch 
die alten UP-Rohre aus Metall, hatte aber gedacht das die 90 Grad-Winkel 
schon fertig gebogen waren und dann nur auf das gerade Rohr gesteckt 
wurden, ähnlich wie die Fittinge, die allerdings geschraubt werden.
Cool, wer braucht jetzt so eine Zange? (Spaß)

Bernd

von michael_ (Gast)


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Bernd N. schrieb:
> Ja ich kenne auch noch
> die alten UP-Rohre aus Metall, hatte aber gedacht das die 90 Grad-Winkel
> schon fertig gebogen waren und dann nur auf das gerade Rohr gesteckt
> wurden, ähnlich wie die Fittinge,

Gab es auch, aus zwei Blechteilen.

von Mario M. (thelonging)


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Stefan M. schrieb:
> Das wär doch was für´s Fernsehen. "Das Dings vom Dach".

Es werden leider keine neuen Folgen mehr produziert. 😭

von Fpgakuechle K. (fpgakuechle) Benutzerseite


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Bernd N. schrieb:
> Sehr interessant, eine Biegezange, darauf wäre ich nicht gekommen.
> Deshalb sind die Einsätze auch leicht gebogen. Ja ich kenne auch noch
> die alten UP-Rohre aus Metall,

Sowas wie das Kuhlo-Rohr? ->
https://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Kuhlo#/media/Datei:1929-12-01_Dresden,_Dachboden_verlegtes_Kuhlo-Rohr.jpg

https://picclick.de/alte-Zange-Rohrbiegezange-f%C3%BCr-Kuhlo-Bergmann-Rohre-333751412867.html

>Die "Messer" drücken eine Kerbe ins
>Rohr. Mehrere Kerben dicht neben einander verformten das Rohr zu einen
>Bogen. Je enger die Anstände umso enger der Bogen. Scharfe Messer sind
>es aber nicht.
>I-Rohr besteht aus dünnem Blech mit einer Falznaht und Pappeinlage und
>wurde früher zur Hausinstallation verwendet.


als Alternative zum Bergmannrohr:

https://de.wikipedia.org/wiki/Bergmannrohr
??

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von Bernd N. (dubbie)


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OK,
danke für die Infos, da hab ich wieder etwas gelernt, nur gebrauchen 
kann ich das Wissen und die Zange nun nicht mehr. Ich habe die Zange von 
meinem Vater geerbt, keine Ahnung, wo der die her hatte, war kein 
Elektriker.
Dafür hat er alles gesammelt, was er kriegen konnte so auch die Zange.

Bernd

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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Im TV wurde mal vorgeführt, wie eine Posaune ihre 180 Grad Biegung 
bekommt. Vermutlich wurde zunächst Sand eingefüllt. Dann immer ein Stück 
weit gebogen und dann mit einem Hammer (Kugelkopf?) die Falten 
glattgeklopft.
Meint das Schwobemädle vom SDR "So e Hämmerle kennt I au brauche. Do dät 
i mir de halbe Tag im Gsichtle rumklopfe"

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von michael_ (Gast)


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Bernd N. schrieb:
> nur gebrauchen
> kann ich das Wissen und die Zange nun nicht mehr.

Evtl. kann man die für das Biegen von den neumodischen Alu 
Verbund-Wasserrohren nehmen.

von Daniel F. (foxi_the_daywalker)


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Ich kann deinen Vater verstehen :-)

Mich spricht das Werkzeug auch an. Wie schwer ist denn alles zusammen 
und was möchtest du dafür haben?

Gruß
Daniel

von Bernd N. (dubbie)


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Hallo Daniel,

es wiegt knapp ein Kg. Ich denke wenn du mir 10€ inl. Versand gibst, 
geht es die Woche noch zu dir auf den Weg.

Bernd

von Eppelein V. (eppelein)


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Bernd N. schrieb:
> Hallo Daniel,
>
> es wiegt knapp ein Kg. Ich denke wenn du mir 10€ inl. Versand gibst,
> geht es die Woche noch zu dir auf den Weg.
>
> Bernd

Mit den Zangen hatte ich noch gearbeitet.
Allerdings war für jede Rohrgröße eine separate Zange vorhanden.

Bei Handhabung war wichtig, daß man eine "Kerbe" neben der anderen 
setzte, sonst konnte man das Rohr wieder kürzen.

Rohrbearbeitung oblag meist den Altgesellen.
Bis weit in die Sechziger wurde diese Technik noch angewandt.In 
ländlichen Gegenden gab es noch zuhauf Rohrmaterial, das in Stodeln uvm. 
verbaut wurde.


MfG
Eppelein

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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>Stodel
wie Mutantenstodl?

von Eppelein V. (eppelein)


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Scheune, Bauerngehöft,....

von Marek N. (bruderm)


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Teo schrieb:
> Dieter B. schrieb:
>> Das ist eine Isolierrohrbiegezange.
>
> Hier auf Seite 14 zu sehen (billige Variante):
> https://kataloge.holzwerken.de/index.html?name=becker_hermann&lfdnr=1

Danke für den Katalog!
Jetzt weiß ich, dass unser "Glasschneider" in Wirklichkeit ein 
Sägensetzer ist. Nur immer noch nicht, was man damit macht.

von Fpgakuechle K. (fpgakuechle) Benutzerseite


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Marek N. schrieb:

> Jetzt weiß ich, dass unser "Glasschneider" in Wirklichkeit ein
> Sägensetzer ist. Nur immer noch nicht, was man damit macht.

Damit werden Sägen geschränkt, also die Zähne einer Säge abwechselnd 
nach rechts und links außen gebogen. Oder Ungeschränkt belassen.

https://www.youtube.com/watch?v=4_QkYtA_gBg

da mit Zange.

Dort mit 'Hitech':
https://www.youtube.com/watch?v=gCuNVMK7I8s

Da Wikipedia, dort heisst es Schränkeisen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Schr%C3%A4nkung_(S%C3%A4ge)

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von Henrik V. (henrik_v)


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Meine Schränkzange sieht so aus :)

Hab ich auch schon verwendet um eine Zweimann-Schrotsäge wieder flott zu 
machen. Das Schärfen hat länger gedauert als den Baum (D~30cm) zu 
fällen. :)

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von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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Und meine Schränkzange sieht so aus. Irgendwo muss noch der zweite 
Einsatz liegen. Irgendwann aus den frühen Sechzigern.

Ein Australier hat die auch verkauft, die Bilder gibts nur noch im 
Google Bildercache:
https://www.gumtree.com.au/s-ad/athelstone/collectables/vintage-optaroth-saw-set-with-original-box-germany/1159011429

Mit dem Firmennamen findet Google noch mehrere Youtube-Videos über das 
Schränken von Sägen.

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von Joachim B. (jar)


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ich hätte jetzt getippt "Wasserstrahlbiegezange"

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von michael_ (Gast)


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Christoph db1uq K. schrieb:
> Und meine Schränkzange sieht so aus.

Das ist aber ein Riesending mit 30cm für große Sägen.

Henrik V. schrieb:
> Meine Schränkzange sieht so aus :)

So eine hab ich auch geerbt.
Geht gut.

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Christoph db1uq K. schrieb:
> Meint das Schwobemädle vom SDR "So e Hämmerle kennt I au brauche. Do dät
> i mir de halbe Tag im Gsichtle rumklopfe"

Köstlich!! Mit Mundart kommt es einfach herrlich rüber...

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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um noch mehr Schwaben zu zitieren "die da, die da, die da":
https://de.wikipedia.org/wiki/Sonja_Faber-Schrecklein

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