Fehler bei Kleindrehbank

OP #6604541
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Meine kleine Uhrmacher-Drehbank zickt rum.
(Im wahrsten Sinne!)

Beim Einschalten: Hauptschalter 1, Taster 2, dreht sich der Motor
kurz an (zuckt), obwohl der eigentliche Motorschalter(Blau),
auf "Aus" steht.

Das ist jetzt schleichend gekommen und tritt nach längerer
Standzeit(1-3 Wochen) auf, nach längerem Betrieb ist der Fehler weg.

Wo soll ich suchen?

Den Schaltplan habe ich aus grottenschlechten Fotokopien
zusammengesetzt.

Grüße Bernd
Angehängte Dateien:
Gast #6604585
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Wie fit bist Du in Schaltplanlesen und Umgang mit elektronischen 
Schaltungen? Ist es Dir möglich, für die Eingrenzung der Fehlerquelle 
einzelne Verbindungen zwischen den Baugruppen zu trennen, oder besteht 
die Steuerung aus gesteckten Leiterplatten, die man nur als komplette 
Leiterplatte herausziehen kann?
Gast #6604606
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Dann folge mal Michaels Empfehlung: Ziehe die Baugruppe "Lastmodul" 
heraus und zeige ein Foto davon. Für die Überprüfung von C1 und Z1 müßte 
jeweils ein Anschluß dieser Bauteile vorübergehend gelöst werden; dann 
jeweils ausprobieren, ob das Zucken weg ist.
#6604616
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Das erinnert mich an eine Schleifmaschine (ABA ZB85) in unsere Firma.
Wenn das Ding warm oder kalt war, hatte das 5V-Netzteil sporadische 
Aussetzer.
Der Rechner hatte dann gesponnen und die Maschine machte alles, nur 
nicht das was sie soll.
Das Netzteil hat dann komplett die Leistungsplatine zerlegt.
Weil die H-Brücken in beiden Richtungen geschaltet haben.

Messe mal mit dem Oszi  am Netzteil (bei Kaltstart) ob da was auffällt.
Oder mal +-15V  extern einspeisen.
Gast #6604629
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Thomas,

Bernd ist Schlosser, kein Elektroniker; deshalb laß' uns mal langsam 
machen und ihn nicht mit einer schnellen und unkoordinierten Abfolge 
gutgemeinter Vorschläge überfordern. Ich nehme auch an, daß er 
vielleicht kein Oszilloskop zur Hand hat.
#6604681
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Bernd F. schrieb:
> Das Zucken passiert , wenn der Taster (Rot2) gedrückt wird

Zucken bei Triac oder Thyristorsteuerungen deutet meist auf Fehler in 
der Ansteuerung hin. Natürlich kommt auch der Snubber in Frage. Und es 
zuckt sowohl beim ersten Einschalten, als auch später bei 
Tasterbetätigung? Da würde ich zuerst die Spannungsversorgung prüfen. 
Ist natürlich mühsam bis aussichtslos, wenn der TO nicht mindestens ein 
gutes Multimeter hat. Ich würde dringend empfehlen, sich Hilfe z.B. in 
einem der Reparatur-Shops zu suchen. Auf jeden Fall wäre es schade um 
die schöne Maschine!
Wünsche viel Erfolg, Gruß Rainer
Gast #6604684
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Das Relais K2 hat eine Selbsthaltung und einen Ruhekontakt, der den 
Drehzahlregler ausschaltet. Ich würde messen, ob das Relais bei 
ausgeschalteter/ausgesteckter Maschine den Pin 6 (Inhibit) vom TCA785 
sicher mit 0V kurzschließt. Bei 30 Jahren kann der Relaiskontakt 
oxidiert sein.
#6604697
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Mikrowilli schrieb:
> Thomas,
>
> Bernd ist Schlosser, kein Elektroniker;

Entschuldigung, wenn das stimmt hast Du hast natürlich Recht.
Aber irgendwo muss man ja anfangen, am besten am Netzteil.
Zumindest habe ich das so gelernt.

Aber der Bernd hat was auf dem Kasten.
Ich schätze Ihn sehr.

Eigentlich bin ich ja auch nur Werkzeugmacher.
Elektronik ist nur Hobby.

Ok, ich halte mich erstmal raus und lese lieber

Gruß
Thomas
#6605354
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Öha!
Von den Isolationsabständen her ist das im Hinblick auf
Netzspannung schonmal extrem sportlich
(um es mal positiv auszudrücken).

Nüchtern betrachtet kommt man zum
Urteil "unzulässig kleine Kriechstrecken".

Beim Aufbau auf Lochrasterplatine wäre es für
ausreichend Isolationsabstand nötig gewesen,
mindestens eine Lochreihe auszulassen und die Lötaugen
dieser Reihe zu entfernen
Gast #6605378
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Hallo Bernd,

Thorstens Meinung zu den Isolationsabständen kann ich mich ohne 
Einschränkungen anschließen; aber immerhin scheint es so wie es ist ja 
schon seit einigen Jahrzehnten gutzugehen. Sieht aus wie ein 
Gemeinschaftsprojekt aus der Lehrwerkstatt...

Eine sporadische Unterbrechung an der von dir bezeichneten Stelle kann 
durchaus das Zucken des Antriebs verursachen. Also wie schon 
vorgeschlagen nachlöten und ausprobieren.
(Firma: Funkenflug Industries) #6605397
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Original Siemens... :D

Was ich immer mache wenn ich Schutzkleinspannung und Netzspannung auf 
einer Lochraster-Platine brauche, ich lege ein komplette Reihe 
dazwischen, die mit dem Schutzleiter verbunden ist. Wenn dann irgendwas 
überspringen sollte, geht's in den Schutzleiter und nicht in die 
Kleinspannung. Ich lege auch immer alle Kühlkörper auf der 
Netzspannungsseite auf den Schutzleiter, nur für den Fall, daß doch mal 
jemand unbedarf wissen will "wie heiß" die werden.
OP #6605564
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Die Maschine ist zwar klein, aber mechanisch hochwertig gebaut.
Die verwendeten Komponenten (Lager, Futter, usw.) sind erste
Sahne.

Laut dem damaligen Erbauer (Verkäufer) gab es Ausbaupläne:
Digitalanzeige (DRO) und sogar die Möglichkeit eine CNC
aus dem Teil zu bauen. Dazu habe ich leider nie Informationen
gefunden.

Das wäre bestimmt noch ein feines Bastelprojekt.

So, wie sie jetzt ist, ist sie für die Restaurierung von
Taschenuhren schon mal äußerst hilfreich.
(Für den groben Kram habe ich meine Voest-DA).

Viele Grüße
Bernd

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