Tausch GAL22V10 gegen ATF22V10 - der wird warm?

Gast #6607234
Hallo,

wir haben seit Jahren einen GAL22V10  auf einer Schaltung im Einsatz.
Num gibts den ja leider nicht mehr. Es ist nur eine einfache Adresslogik 
drin.
Nun habe ich den ATMEL ATF22V10 eingesetzt.
Mit der gleichen jed. File programmiert.
An der Schaltung, Software etc. absolut nichts verändert.

Leider wird der ATF22V10 relativ warm - macht aber seine Arbeit und die 
Schaltung funktioniert offensichtlich.

Jemand eine Idee was das sein könnte? Irgend eine Option noch zu 
Programmieren. (ALL-11  Programmiergerät)

mfg
Jupp
Gast
GAL und PAL waren noch nie sparsam mit dem Strom, aber es gibt dennoch 
Unterschiede. Welchen genauen Typ hast du eingesetzt? Die mit Suffix Q 
sind etwas sparsamer.
(Firma: L-E-A)
Jupp schrieb:

> Leider wird der ATF22V10 relativ warm - macht aber seine Arbeit und die
> Schaltung funktioniert offensichtlich.
>
> Jemand eine Idee was das sein könnte?

Sind unbeschaltete Eingänge vorhanden, also ohne Signal mit gültigem 
Pegel und ohne Pullup- bzw. Pulldown-Widerstand?

Grüßle
Volker
Gast
Jupp schrieb:
> Der Lattice ist ein GAL22V10D-IL

D ist glaube ich die höchste Stromsparstufe, aber das schaue ich jetzt 
nicht nach, es ist ja alles wie es sein soll. Auch die heissesten 
PALs/GALs funktionieren lange Zeit zuverlässig, wenn du unbedingt 
sparsamer sein willst musst du dir eine entsprechende Ausführung 
beschaffen, wenn du sowas noch findest.

Georg
Gast
Jupp schrieb:
> Hier ein Bild den Lattice Bausteins

Nachtrag: die Bauteile waren gestaffelt nach normal, halber Strom und 
viertel Strom, das hat natürlich erhebliche Wirkung auf die Temperatur 
(und auf die Schaltzeit).

Georg
Gast
Wenn Du eine Platine verbasteln darfst, dann miss die Stromaufnahme. 
Damit kannst Du die Verlustleistung direkt vergleichen.

Aber aufpassen -- nicht die VDD im Betrieb unterbrechen (zum Bereich 
umschalten etc). Latchup mögen GALs überhaupt nicht. Da ist sofort der 
Inhalt futsch, und oft auch der Baustein selber.
Gast
Soul E. schrieb:
> Das Tool von Atmel heisst WinCUPL.

Das user manual ist von 1996. Aber wenn man es noch zum Laufen 
bekommt...

Hatte ich glaube ich auch mal, ich habe aber normalerweise PALASM 
benutzt. Das ist auch nicht jünger, läuft aber in DosBox.

Georg
Jupp schrieb:
> Hallo,
> gemessen:   dT  ca. 19-20Grad
> Also bei Raumtemp. 20Grad wird er ca. 39-40Grad warm

Unkritisch.

> Beim Lattice eigentlich nichts messbar!

Es gab von Lattice sehr sparsame GALs in einer besonderen 
CMOS-Technologie. Kann sein, daß du so einen hast. Die meisten GALs sind 
in Bipolartechnologie sowie halb analog. Darum brauchen die viel Strom 
und werden warm.

Ergo. Alles normal.

Don't fix what aint broken!
Gast
Falk B. schrieb:
> hinz schrieb:
>> Er hat doch ein Foto gepostet. Es ist offensichtlich nichts besonderes.
>
> Und was ist deine Erklärung für die fehlende Erwärmung? IC defekt und
> zieht gar keinen Strom? Pin in der Fassung verbogen?

Keine Erklärung.
Öööööm.....

http://www.latticesemi.com/view_document?document_id=200

GAL22V10D-15LR

"HIGH PERFORMANCE E2CMOS® TECHNOLOGY
— 10 ns Maximum Propagation Delay
— Fmax = 166 MHz
— 7ns Maximum from Clock Input to Data Output
— TTL Compatible 12 mA Outputs
— UltraMOS® Advanced CMOS Technology
• ACTIVE PULL-UPS ON ALL PINS
• COMPATIBLE WITH STANDARD 22V10 DEVICES
— Fully Function/Fuse-Map/Parametric Compatible
with Bipolar and UVCMOS 22V10 Devices
• 50% REDUCTION IN POWER VERSUS BIPOLAR"

"CMOS circuitry allows the GAL22V10 to consume
much less power when compared to bipolar 22V10 devices."

Das IST einer der verbesserten GALs auf CMOS-Basis!

Und da der Adressdekoder dort drin wahrscheinlich nicht allzuviel zu tun 
hat und die Pegel nur wenig wechseln, zieht das Ding praktisch kaum 
Strom. Ist vermutlich eine ähnliche Technologie wie die Coolrunner von 
Xilinx. Die brauchen bei f=0Hz auch praktisch Null Strom, wie alle 
anderen CMOS-ICs auch. Im Gegensatz dazu ziehen die klassischen, 
bipolaren GALs auch bei f=0Hz schon nennenswert Strom und erzeugen 
dementsprechend Wärme.
Gast
Falk B. schrieb:
> Und da der Adressdekoder dort drin wahrscheinlich nicht allzuviel zu tun
> hat und die Pegel nur wenig wechseln, zieht das Ding praktisch kaum
> Strom.

Die Abhängigkeit des Strombedarfs von der Taktfrequenz steht im 
Datenblatt. Und die ist anders als du vermutest.

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