CEE-Steckdose mit Herdanschlusskabel (5x2,5) anschliessen?

#6613913
Lesenswert?

Das ist schon ein wenig speziell, irgendwie noch ein Relikt aus der 
Hauanbauphase beim Nachbarn.
Aus dem Hauptverteiler kommt seitlich durch ein Schrägloch (verputzt und 
tapeziert) ein H05VV-5x2,5 raus, daran baumelt eine CEE-Kupplung 16A.
Angeschlossen über eigenen FI und 3xNeozed 16A. Angeblich hat das ein 
Elektriker gemacht, wahrscheinlich war es aber nur als Provisorium 
gedacht.

Hausfrau will das ganz weg haben, Hausmann fragt: kannst du da ne 
richtige (feste) Dose setzen?

Frage: Darf man das flexible Kabel da lassen? Würde die Sache 
vereinfachen, Arbeit und Dreck minimieren.
Gast #6613917
Lesenswert?

Joa, nicht schön, kann man aber machen. Die VDE lässt ja gewisse 
flexible Leitungen sogar in fester Verlegung zu. H05VV steht da aber 
sicher nicht dabei.

An deiner Stelle würde ich da aber einen 16A Neozed Lasttrennschalter 
einbauen. Damit lässt sich das ganze bei Bedarf einschalten. Somit 
dauerhaft sicher (da getrennt) bzw. während dem Betrieb unter 
Beobachtung, falls was passiert. Wüsste aber nicht, was da groß 
passieren sollte. Und schaltbare CEE-Dosen sind sowieso viel praktischer 
;)

Ich sehe da (außer der VDE) keine größeren Probleme.
Gast #6613920
Lesenswert?

1) Flexible Leitungen darfst Du UP in einem Rohr verlegen. Ohne Rohr 
nicht.

2) Eine CEE Dose gehört da auf gar keinen Fall dran.

Ich würde mal tippen, dass irgendjemand zur Bauzeit mal so richtig 
schlapmig arbeiten wollte und einfach ein CEE Kabel von der Baustelle da 
eingemauert hat.

Das ist völliger Murks. Raus damit und eine ordentliche 
Herdanschlussdose setzen.
Gast #6613927
Lesenswert?

FraGender schrieb:
> Das ist völliger Murks. Raus damit und eine ordentliche
> Herdanschlussdose setzen.

Blödsinn.

(Jeder) Gastronomieherd ist übet CEE angeschlossen.

Herdanschlussdosen sind Consumer-Billigramsch.

Und das flexible Kabel liegt nicht unter Putz, demnach miss man sich um 
die Zementverträglichkeit keine Sorgen machen.

Höchstens um ein Schutzrohr wenn es länger über die Wand führt.
Gast #6613935
Lesenswert?

MaWin schrieb:
> Blödsinn.
>
> (Jeder) Gastronomieherd ist übet CEE angeschlossen.

Und doch muss jede CEE Dose, die an der Wand hängt, aber Drehstrom 
haben.
Nicht einfach 3 x die gleiche Phase mit jeweils mit 16A abgesichert.
Ob der Verbraucher das erfordert steht auf einem anderen Blatt.

Aber aus einer Drehstromdose muss auch Drehstrom rauskommen. Und das ist 
hier sicherlich nicht der Fall.
Gast #6613939
Lesenswert?

FraGender schrieb:
> Und das ist hier sicherlich nicht der Fall.

Wenn du wenigstens einen Funken Sachverstand hättest, wüsstest du, dass 
du Unsinn erzâhlst.

Da der Elektriker die Leistung mit 3 x 16A abgesichert hat, hat er 
bestimmt nicht 3 x dieselbe Phase drauf gelegt  denn jeder 
Elektrikerlehrling weiss, dass der N-Leiter der 5 x 2.5 Leitung keine 
48A aushält.

Natürlich liegt da Drehstrom drauf.
Gast #6613958
Lesenswert?

H.Joachim S. schrieb:
> Es geht tatsächlich nur im 2-3cm in Gipsputz, dann blieben nochmal 5cm
> waagerecht und 5 cm senkrecht bis in die Dose übrig.

Dann fülle nicht unnötig die Pampers. Aderendhülsen drauf, Dose 
anklemmen und fertig - elektrisch gibt es keinen Unterschied zwischen 
der Kupplung und der selbigen mit Anschraubohren.
#6614164
Lesenswert?

Ich stelle immer wieder fest, dass solche Fragen nicht für ein/dieses 
Forum geeignet sind. Es gibt 1-2 Leute die tatsächlich einen sinnvollen 
und praktisch umsetzbaren Beitrag leisten und der Rest ist nach Schema 
"Ich hab zwar keine Ahnung und hab den Beitrag nicht richtig gelesen, 
aber....".

Das wäre ja auch soweit ok, wenn die sinnvollen Beiträge nicht einfach 
in dem Gedankenabfall der anderen untergehen würden.
#6615501
Lesenswert?

Rumpelkumpel schrieb:
> Die VDE lässt ja gewisse
> flexible Leitungen sogar in fester Verlegung zu. H05VV steht da aber
> sicher nicht dabei.

Hi,
Unterscheidung mehrdrähtig < - > feindrähtig.
Auf "unserer" Baustelle wurden für "Steige"leitungen 5 x 25 qmm 
"flexibel" verwendet. (Im Brandschutzrohr) Auch für 
Zählerverdrahtungssätze findet man jetzt häufig "flexible". In 
Wirklichkeit sind das "mehrdrähtige".
Nur beim Abkanten auf der Kabelpritsche sollte man etwas aufpassen. 
Sonst ribbelt die Hälfte der Mantel-Isolation ab. ;-)

ciao
gustav
Angehängte Dateien:
Gast #6615540
Lesenswert?

Karl B. schrieb:
> In Wirklichkeit sind das "mehrdrähtige".

Bist du dir da sicher? Das sieht doch aus wie übliches H07V-K 1x10, das 
wäre also noch feindrähtig. Natürlich deutlich gröber als ein 0,75mm².
Unter "mehrdrähtig" verstehe ich so etwas wie Erdungsdraht NYM 1 x 16 
mm2, das sieht innen aus als hätte man es aus einzelnen 1,5mm² Leitern 
zusammen gebaut.
#6616181
Lesenswert?

So, alles fein.
Verteilung blieb unverändert, als Abschaltmöglichkeit reicht der FI 
(soll man ja eh regelmässig testen. Ich weiss, macht kaum einer)
Jetzt soll erst mal ne 6kW-Induktionsplatte (Maische kochen) 
angeschlossen werden. Vielleicht läuft die aber auch nur einphasig 
400V/16A, besser wäre es ja 3phasig. Bei Gelegenheit schau ich da mal 
rein.
Egal, kann nie schaden einen ordentlichen Drehstromanschluss zu haben.
Und das erste Mal den Knipex Twistor eingesetzt, geiles Ding.
Gast #6616240
Lesenswert?

H.Joachim S. schrieb:
> kann nie schaden einen ordentlichen Drehstromanschluss zu haben.

Meine Hauptverteilung hängt im Erdgeschoss im Flur, direkt darunter eine 
rote Dose mit 3x16A. Eine weitere habe ich neben dem Garagentor und die 
der Bohrmaschine neben dem Eingang zum Anbau - weil es nie schadet, 
mehrere Drehstromanschlüsse zu haben :-)

Ich habe mich damals geärgert, dass ich mit 220V und Verlängerungskabel 
nicht ordentlich E-Schweißen konnte. Wenn es mal sein muß, kommt das 
dicke 5pol-Verlängerungskabel raus und ans Ende eine Eigenbautafel mit 
roter Dose und drei Schukodosen.

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren