Gast
#6614224
Guten Morgen geehrte Fachschaft und Interessierte, ich würde gerne ein Gedankenspiel erläutern und eure Meinung dazu hören. Wir haben hier einen Stromrichter der vollkommen diskret aufgebaut ist und der aus 3-Phasen-Wechselspannung eine veränderliche DC-Spannung an seiem Ausgang macht worüber eine Gleichstrom-Maschine angetrieben wird mit etwa 75kW. Die meisten Stromrichter haben in der Elektronik eine Schutzbeschaltung für Unterspannung. Das heißt bei fehlen ein oder mehrerer Phasen werden die IGBTs abgeschaltet. Nun zum Gedankenspiel: Mal angenommen, ein sehr kurzer Stromausfall ereignet sich. Nicht mal für eine halbe Sekunde. Die Unterspannungs-Auslösung bemerkt jedoch dies und schaltet ab. Was wäre nun, wenn die Schutzbeschaltung dahingehend verändert werden sollte, dass die Unterspannung erst wirksam wird, wenn die Unterspannung mehr als eine halbe Sekunde anhält? Die Soll-Drehzahl-Vorgabe würde sich nicht ändern. Und der Antrieb würde wegen seiner Massenträgheit nicht komplett wieder von 0 an hochfahren müssen sondern seine Drehzahl einfach wieder auf die Soll-Drehzahl anpassen. Meiner Meinung nach würde die diskret aufgebaute Schaltung die IGBTs wieder bei Verfügbersein der Netzspannung synchron ansteuern. So als wäre nichts passiert. Was sagt ihr dazu? LG Thomas F.