Hallo,
ich möchte einen 3V Motor über 3 Tasten ansteuern.
Die Belegung soll wie folgt sein:
1. Taster vorwärts
2. Taster Rückwärts
3. Taster Stopp
Ich hatte an eine H-Brücke gedacht, die läuft aber nur solange der
Taster gedrückt ist. Bei mir soll das Ganze laufen bis Stopp gedrückt
wird. Auch der L293 läuft ja nur solange, wie ein High (Taster gedrückt)
anliegt
Ich habe das Forum schon durchsucht, jedoch leider nix passendes
gefunden.
Es wäre cool, wenn jemand eine Idee hat.
Hallo Frank,
danke für deine schnelle Antwort.
Ich möchte das ganze ohne Mikrocontroller betreiben.
Die Funktion ist ähnlich der Brioeisenbahn.
Knopf drücken und der Motor dreht sich bis stopp gedrückt wird. Da ist
ein Mikrocontroller aus meiner Sicht etwas too much
Eric schrieb:> ich möchte einen 3V Motor über 3 Tasten ansteuern.>> Die Belegung soll wie folgt sein:> 1. Taster vorwärts> 2. Taster Rückwärts> 3. Taster Stopp
Das geht mit zwei Umschaltrelais in Selbsthalteschaltung.
Solche Schaltungen findet man auch an Maschinen in Werkstätten.
Das kann man analog mit 2 1*um Tastern machen die gegenseitig im
Auszustand verriegelt sind. Dafür ist aber ein Dauerdruck nötig. Wenn
man den Taster jetzt gegen ein, aber 2*um relais ersetzt kann man
selbsthaltung erreichen. dann braucht man noch einen 2* NC Taster zum
ausschalten.
> 1. Taster vorwärts> 2. Taster Rückwärts> 3. Taster Stopp
Das ermöglicht einen direkten Wechsel von vorwärts nach rückwärts, davon
geht das Getriebe kaputt.
Nimm lieber einen 2xUM Schalter mit Neutralstellung in der Mitte, so wie
die Wipptaster vom Fensterheber am Auto, nur eben als Schalter statt
Taster.
Vielen Dank für die Zahlreichen Antworten.
Ich wollte bewusst auf einen µC und Relais verzichten.
Der Ansatz mit dem RS-FlipFlop klingt interessant. Das werde ich mir
noch mal anschauen.
Mit Taster T1 wird der linke Brückenteil vom L293 angesteuert
(Linkslauf) und mit T3 der Rechtslauf. T2 wäre die Stoppfunktion. Ein
CD40106 wäre für 3 Flip-Flops und 3V gerade noch geeignet.
Wenn durch einen hohen Anlaufstrom die Versorgungsspannung
zusammenbricht, kann es sein, dass die Flip-Flöppse ihre Merkfähigkeit
temporär verlieren.
Karadur schrieb:> Wie schaltest du deine LEDs wieder aus?
Durch erneutes Drücken einer anderen Taste, werden einfach die vorher
aktiven RS-Flip-Flops über die 47nF Kondensatoren zurückgesetzt.
Eric schrieb:> ich möchte einen 3V Motor über 3 Tasten ansteuern.> der L293
Woraus wird der L293 versorgt?
Wie passen min. 4,5V Vcc für den L293 zu den 3V des Motors?
Eric schrieb:> Ich wollte bewusst auf einen µC und Relais verzichten.
So bewusst scheinst du nicht zu sein, woher sollen denn die
Eric schrieb:> 3V Motor
kommen ? 2 Mignonzellen ? Die haben 3V nur im Laden, und 1.8V wenn sie
leer werden. Aus 5V runtergeregelt ? Dann sind 40% schon mal Verlust.
Ein L293 geht jedenfalls mit 3v nicht (und hätte hohe Verluste).
Zudem solltest du mal untersuchen, wie viel Strom dein 3V Motor zieht,
wenn man ihn blockiert. Das ist derselbe Strom den er auch beim Anlaufen
benötigt, und den deine Elektronik aushalten muss, sonst geht sie beim
ersten Anlaufen kaputt .
Du musst erst mal Fakten liefern, bevor es Lösungen geben kann.
Man kann auch einen 4017 benutzen. Taster an Clk, Ausgang 0 bleibt frei
für Stop, Ausgang 1 wird vorwärts, Ausgang 2 wieder frei wg. Stop und
Ausgang 3 dann rückwärts. Ausgang 4 geht auf den Reset Eingang. Ein
einfacher Sequenzer. Taster ein wenig mit R und C entprellen.
Lothar M. schrieb:> Wie passen min. 4,5V Vcc für den L293 zu den 3V des Motors?
Typisch fallen am L293 1,4+1,2=2,6V ab, d.h. für den 3V Motor brauchst
Du 5,6V Versorgung, dann paßt das wieder.
Der L293 braucht außerdem viel Ruhestrom, da schließt sich
Batteriebetrieb eh aus.
Ach Du grüne Neune schrieb:https://www.mikrocontroller.net/attachment/496163/Ampelschaltung_2.png> Mit Taster T1 wird der linke Brückenteil vom L293 angesteuert> (Linkslauf) und mit T3 der Rechtslauf. T2 wäre die Stoppfunktion. Ein> CD40106 wäre für 3 Flip-Flops und 3V gerade noch geeignet.>> Wenn durch einen hohen Anlaufstrom die Versorgungsspannung> zusammenbricht, kann es sein, dass die Flip-Flöppse ihre Merkfähigkeit> temporär verlieren.
Das jetzt noch so verrieglen, dass man nicht von vorwärts gleich auf
rückwärts schalten "darf", sondern erst Stop drücken muss.
Ach Du grüne Neune schrieb:> Karadur schrieb:>> Wie schaltest du deine LEDs wieder aus?>> Durch erneutes Drücken einer anderen Taste, werden einfach die vorher> aktiven RS-Flip-Flops über die 47nF Kondensatoren zurückgesetzt.
Also ich erkenne da keine Kopplung zwischen den einzelnen Stufen.
Die 47 nF liegen doch mit einem Anschluss an Masse, oder?
Gibt es heutzutage noch gegenseitig verriegelnde Taster/ Schalter zu
kaufen, wie sie früher u.a. in Kassettenspielern verbaut waren? Wenn der
Motor klein genug ist, könnte der direkt geschaltet werden. Damit gibts
keine Elektronik, kein Ruhestrom, keinen (kaum) Spannungsabfall und
keine Mindestspannung.
Drum eben ganz einfache Taster, wenn man den loslässt gehts auf Stop,
wenn man beide drückt ist ebenfalls Stop. Das ganze kostet keine 2€.
Wenns ohne Dauerdruck mit Verriegelung sein soll, dann halt noch 2 Stück
2*um Relais dazu und ein 2*NC Taster für Stop.
Andreas M. schrieb:> Ach Du grüne Neune schrieb:>> Karadur schrieb:>>> Wie schaltest du deine LEDs wieder aus?>>>> Durch erneutes Drücken einer anderen Taste, werden einfach die vorher>> aktiven RS-Flip-Flops über die 47nF Kondensatoren zurückgesetzt.>> Also ich erkenne da keine Kopplung zwischen den einzelnen Stufen.> Die 47 nF liegen doch mit einem Anschluss an Masse, oder?
Ich musste auch zweimal hinsehen. Masse ist nur als Symbol gezeichnet,
da hängen die taster drann. Die untere Linie ist quasi die "RESET-LINE".
Find' ich nicht schlecht ausgedacht...
K. S. schrieb:> Gibt es heutzutage noch gegenseitig verriegelnde Taster/ Schalter zu> kaufen, wie sie früher u.a. in Kassettenspielern verbaut waren?
Ich bezweifle dass es die damals so einfach zu kaufen gab. Das waren
doch eigentlich immer spezifisch für das jeweilige Endprodukt gefertigte
Tastensätze.
Aber selbst wenn man solche Tastensätze zu kaufen bekäme, ist die Frage
was für eine Salamischeibe der TO dann wieder auspackt warum so ein
Tastensatz jetzt nicht geht
;-)
Ach Du grüne Neune schrieb:> Durch erneutes Drücken einer anderen Taste, werden einfach die vorher> aktiven RS-Flip-Flops über die 47nF Kondensatoren zurückgesetzt.
Drückt man die 3 Tasten gleichzeitig, bleiben die 3 LEDs für immer an.
Es fehlt eine gegenseitige Verriegelung.
Axel R. schrieb:> Ich musste auch zweimal hinsehen. Masse ist nur als Symbol gezeichnet,> da hängen die taster drann. Die untere Linie ist quasi die "RESET-LINE".
Ja, jetzt erkenne ich es auch.
Es ist eben etwas verwirrend gezeichnet.
Peter D. schrieb:> Drückt man die 3 Tasten gleichzeitig, bleiben die 3 LEDs für immer an.> Es fehlt eine gegenseitige Verriegelung.
Drückt man anschließend nur noch eine Taste, gehen die zwei anderen LEDs
wieder aus.
Andreas M. schrieb:> Ja, jetzt erkenne ich es auch.> Es ist eben etwas verwirrend gezeichnet.
Ja, man könnte diese Leitung Reset-Line nennen.
Axel R. schrieb:> Das jetzt noch so verrieglen, dass man nicht von vorwärts gleich auf> rückwärts schalten "darf", sondern erst Stop drücken muss.
Zumindest so verriegeln, dass nicht beide Brückenhälften für den Motor
gleichzeitig aktiviert werden können. Aber ich glaube der Brückentreiber
ist schon in sich verriegelt.
Rein mechanische Lösungen gab es früher in den Radios, als sie noch
Elfenbeinzähne hatten. Zwei oder mehr rastende Drucktaster
nebeneinander, die sich gegenseitig verriegeln bzw. lösen. Aber so etwas
gibt es wohl nur noch antiquarisch.
Kassettenrecorder hatten das auch noch so.
Ahnungsloser schrieb:> Zu der "FF Lösung" Ein FF ist überflüssig.
Ja, man könnte das Stopp FF weglassen und einfach nur die Stoppfunktion
mit einem Taster und zwei ODER-Dioden realisieren.
Karadur schrieb:> Mal eine Idee
Die Taster S1 und S2 sollten nicht die Gatter überbrücken
(HF-Schwingung), sondern besser an GND gelegt werden.
Frage: Käme auch eine Lösung mit 2 Kleinleistungsthyristoren in
Betracht?
Hier meine Grundidee:
Z. B. Taster 1 schaltet Thyristor 1 = Motor vorwärts ein.
Taster 2 schaltet Thyristor 2 = Motor rückwärts ein.
Jeder Thyristor bleibt so lange eingeschaltet bis der Haltestrom bzw.
die Haltespannung unterschritten wird.
Taster 3 unterbricht die Betriebsspannung und löscht beide Thyristoren =
Motor Stop.
Gruß
M. Th.
Karadur schrieb:> Mal eine Idee
Für eine Verriegelung gegen direktes schnelles Umschalten der
Drehrichtung, müsste man jeweils vor PIN 1 und PIN 13 ein ODER-Gatter
schalten und den zweiten Eingang der jeweiligen ODER-Gatter überkreuz
mit den Ausgängen PIN 3 und PIN 11 des CD4093 (IC1) verbinden.
Karadur schrieb:> Taster "Richtung1/2" haben nur Funktion wenn die FF auf "Aus"> stehen.
Tja.
Nützt aber nichts.
Wenn man Richtung 2 drückt wird eben Richtung 1 nicht gelöscht.
Und umgekehrt.