Ansteuerung eines Gleichstrommotors

#6614943
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Sehr geehrte Community,

im Rahmen eins Schulprojektes möchte ich folgenden Motor mit Hilfe eines 
Arduinos ein- und ausschalten können:

https://www.conrad.at/de/p/modelcraft-tuning-automodell-brushed-elektromotor-18924-u-min-windungen-turns-23-236263.html?gclid=Cj0KCQiA1pyCBhCtARIsAHaY_5cPZR9QA3igPkjYFiey61qxbSavxYbQTHaq3nWcUXlTI-gzu62tUv0aAtqUEALw_wcB&ef_id=Cj0KCQiA1pyCBhCtARIsAHaY_5cPZR9QA3igPkjYFiey61qxbSavxYbQTHaq3nWcUXlTI-gzu62tUv0aAtqUEALw_wcB:G:s

Ich habe dies bereits mit einem Arduino Relais und auch mit einer 
H-Brücke versucht (nur für den Fall; Motor muss sich nur in eine 
Richtung drehen können). Jedoch ist bei beiden Anwendungen der selbe 
Fall eingetreten: Bei Ansteuern des Arduino Relais hat es ganz kurz 
funktioniert beim erneuten Versuch hat es sich nicht mehr ausschalten 
lassen, weshalb ich jetzt davon ausgehe, dass es durchgeschmorrt ist.
Bei der H-Brücke L298N ähnlich: Der Motor kann nicht anlaufen aber das 
Kühlergehäuse wird sehr heiß.

Jetzt meine Frage: Gibt es einen einfachen geeigneten Weg den Motor mit 
Hilfe des Arduinos ein- und auszuschalten?

Vielen Dank bereits im Voraus

MfG
Matthias
#6615000
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Martin V. schrieb:
> Hab mir den Motor Grad Mal angesehen, Stromaufnahme Mal so Pi Mal Daumen
> rd. 8A. Das ist schon was

Elektrofurz schrieb:
> Für
> 7A und nur eine Drehrichtung reicht der doch.

50W machanisch Abgabeleistung bei 7,2V und 60% Wirkungsgrad und einen 
mindestens 5 mal höheren Blockier oder Anlaufstrom.
Eure "Schätzung" ist also um mindestens Faktor 10 zu niedrig. Setzen 6!

Der IRF3708 könnte im normalen Betrieb funktionieren, ob er aber einen 
Blockierfall an einem potenten Akku überlebt ist die Frage.
Ein IRL 3803 wäre da etwas besser.

@Matthias:
Schau dir die Artikel hier aus dem Forum an:
https://www.mikrocontroller.net/articles/Motoransteuerung_mit_PWM
https://www.mikrocontroller.net/articles/MOSFET-%C3%9Cbersicht
#6615078
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Also hier kurz der Schaltungsaufbau mittels der L298N, die sehr heiß 
wird. Das Problem dabei ist auch, das der Motor sich dann nicht von 
selbst zu drehen beginnt, sondern einen kleinen Ansprung benötigt.


Das Problem mit den hohen Strömen ist mir bewusst. Das ist auch 
vermutlich der Grund, weshalb mein Arduino Relais (ausgelegt für 10A) 
durchgebrannt ist. Deshalb frage ich mich, ob der MOSFET diese Ströme 
aushält, oder nicht einfach der gleiche Fall eintritt.
Angehängte Dateien:
#6615340
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hi
Udo S. schrieb:
> Eure "Schätzung" ist also um mindestens Faktor 10 zu niedrig. Setzen 6!

Ja, Herr Oberstudienrat. Aber die Benotung ist mir ziemlich schnuppe, da 
kein wissenschaftlicher Beitrag über Gleichstrommaschinen beabsichtigt 
war. Sollte es jedoch mal erforderlich sein, kann ich durchaus etwas 
weiter ausholen, nur das paßt dann nicht in 2 Sätze.
Bleibt gesund.
Gruß oldmax
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #6615343
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Matthias P. schrieb:
> Also hier kurz der Schaltungsaufbau mittels der L298N, die sehr heiß
> wird.
Wundert mich nicht. Ich würde auch ins Schwitzen kommen, wenn ich einen 
Güterwaggon ziehen müsste.

> der L298N, die sehr heiß wird.
> Das Problem dabei ist auch, das der Motor sich dann nicht von
> selbst zu drehen beginnt, sondern einen kleinen Ansprung benötigt.
Und das schon im Leerlauf, ganz ohne Last, oder wie?

Matthias P. schrieb:
> Deshalb frage ich mich, ob der MOSFET diese Ströme aushält
Wenn man den richtigen nimmt und ihn richtig beschaltet, ihn richtig 
ansteuert und richtig kühlt, dann sicher.

Du wirst bei diesem Projekt auf jeden Fall noch einiges lernen.

Udo S. schrieb:
> 50W machanisch Abgabeleistung bei 7,2V und 60% Wirkungsgrad und einen
> mindestens 5 mal höheren Blockier oder Anlaufstrom.
> Eure "Schätzung" ist also um mindestens Faktor 10 zu niedrig. Setzen 6!
Die 8A werden für den nackten Motor schon mal reichen. Und für den L298 
trotzdem zu viel sein.
#6615380
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Martin V. schrieb:
> Ja, Herr Oberstudienrat.
Bin ich nicht

Martin V. schrieb:
> Da
> kein wissenschaftlicher Beitrag über Gleichstrommaschinen beabsichtigt
> war.
Es geht um Grundrechenarten ind das grobe Abschätzen von Größenordungen. 
Das sollte jeder der sich mit (Leistungs)elektronik beschäftigt 
wenigstens ein bischen können. Vor allem wenn er anderen Tipps geben 
will.

Lothar M. schrieb:
> Die 8A werden für den nackten Motor schon mal reichen. Und für den L298
> trotzdem zu viel sein.

Die 8A werden beim haten Einschalten auf jeden Fall in den ersten 100 ms 
überschritten. Ob das ein Halbleiter der 8A kann aushält müsste man im 
Einzelnen klären.
Das sein 10A Relais verklebt zeigt das ja.

Und ich habe nirgends gelesen, dass der Motor ohne irgendwas laufen 
soll, deine Glaskogel ist anscheinend besser :-)
"Schulprojekt" würde ich deuten, dass da auch noch was mit dem Motor 
mechanisch gemacht werden soll.

Eine sinnvolle Lösung für den TO könnte so aussehen, das er einen 
passenden Modellbau-Controller für den Motor kauft und über den Arduino 
die passenden PPM Fernsteuersignale für den Controller erzeugt. Dann 
hätte er eine funktionssichere Lösung, einen deutlich größeren 
Lerneffekt und als Beigabe gleich eine proportionale Steuerung.
Gast #6615381
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Matthias P. schrieb:
> folgenden Motor

Ziemlicher Spielzeugramsch, auf maximale Stromaufnahme bei minimalem 
Wirkungsgrad für aberwitzige Leistungsdaten getrimmter Akkuleersauger, 
überlebt nur wenn die ganze Antriebsleistung genutzt wird um per 
Propeller Luft durch den Motor zu blasen. Kein Datenblatt. Bewertungen 
bei Conrad sagen, der Müll geht schnell kaputt, klar, ohne 
zwangsbeatmete Kühlung stirbt der sofort.

50W Wellenleistung bei 60% Wirkungsgrad an 7.2V sind 11A.

Der Anlaufstrom=Blockierstrom wird ähnlich zu diesem sein

https://hobbyking.com/de_de/1-10-540-carbon-brushed-motor-55t.html

also 55A (obwohl es natürlich besser wäre, ein echtes Datenblatt zu 
finden bzw. den Ramsch nicht zu kaufen und stattdessen einen 
ordentlichen Motor mit mehr Windungen, weniger Strom, besserem 
Wirkungsgrad und weniger Kühlbedarf). Das muss deine Elektronik 
aushalten. Daher ging das Relais kaputt. Da du scheinbar nur in 1 
Richtung drehen lassen musst, reicht 1 (MOSFET) Transistor mit 
(langsamer, 100Hz reichen schon) PWM gesteuert.

Vergiss nicht die Freilaufdiode und Entstörung, sonst läuft dein Arduino 
Amok.

https://asset.conrad.com/media10/add/160267/c1/-/gl/002144960IN00/information-2144960-reely-model-aircraft-brushed-motor-18924-rpm-turns-23.pdf
#6615782
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Also noch mal zur Klarstellung (Verzeihung dass ich das vorher nicht 
angemerkt habe):
Der Motor dient dazu, eine Art Kreissägenblatt anzutreiben. Dazu wird 
ein Zahnrad auf dem Motor platziert und das Sägeblatt mit einem Zahnrad 
mit Zähnezahl Faktor 10 verbunden. Der Grund ist, dass ich auch etwas 
damit scheiden können sollte und der Motor alleine einfach zu wenig 
Moment hat.

Wenn ihr aber einen besseren Motor für diese Anwendung habt (in etwa 
gleiche Baugröße, ca. 1000U/Minute) der mit 6-12V betrieben werden kann, 
ist das auch eine passende alternative für mich, da viele von euch 
gemeint haben, dass der Motor nicht das gelbe vom Ei sei.

Mein Lehrer meinte, dass für diesen Motor der Anfahrstrom sehr hoch sei, 
weshalb das Relais bzw die H-Brücke kaputt gegangen sind.
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #6615815
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Matthias P. schrieb:
> azu wird ein Zahnrad auf dem Motor platziert und das Sägeblatt mit einem
> Zahnrad mit Zähnezahl Faktor 10 verbunden.
Der Faktor ist in welche Richtung? Hat diese "Art Kreissägenblatt" eine 
10x höhere Drehzahl oder eine 10x niedrigere?

> für diese Anwendung
Welche denn?
Wie groß ist diese "Art Kreissägenblatt"

> Der Grund ist, dass ich auch etwas damit scheiden können sollte
Was denn?

> und der Motor alleine einfach zu wenig Moment hat.
Wieviel Moment brauchst du denn? Und welche Drehzahl am Blatt?
Warum hat meine Kreissäge einen Motor mit 5kW? Und deine nur 1/100 
davon? Welche Leitungsaufnahme haben Kreissägen, die das sägen könnten, 
was du auch sägen willst?

Warum diese Salamitaktik? Beschreib einfach mal nicht deine "Lösung" 
oder das "Problem", das du daraus gemacht hast, sondern die eigentliche 
Aufgabe.

Und verlier noch ein wort zur Versorgung des ganzen Klimbims.
#6616011
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Es gibt ja auch Akkukreischsägen, die Dinger rennen aber mit wenigstens 
20V häufig auch doppelt soviel mit ordentlich Ampere, da kanns gut sein, 
dass die im Anlauf und bei Vollast schon mal 20-60 Ampere haben wollen.
Generell bringt es wenig, erst eine riesige Drehzahl zu erzeugen und die 
mit Getriebe wieder langsamer zu machen. Besser gleich nen Motor 
auswählen, der direkt die Geschwindigkeit macht.
Gast #6616034
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Matthias P. schrieb:
> Mein Lehrer meinte, dass für diesen Motor der Anfahrstrom sehr hoch sei,

Da  hat er recht.

Warum sagt er dir nicht, dass ein 50Wotor für eine Kreissäge ein Witz 
ist

Selbst die schwache Proxxon KS230 verwendet einen Nähmaschinenmotor mit 
ich glaube 95W.
Und das Sägen macht mit der keinen Spass, weder Alu noch Platinen, 
nichtmal Plexi oder Sperrholz, maximal Balsaholz.
#6616365
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Man könnte ja vorne ein kleines Bohrfutter so wie bei der Proxxon 
draufbauen,
da drin ne kleine Flexscheibe von ebenjener Maschine, dann kann man 
zumindest
ein paar kleine Holz oder Metallteile durchschneiden. Spass macht das 
nie, aber es ist zumindest ne Möglichkeit irgendeine sinnvolle? Arbeit 
damit zu machen.
Ist aber wegen der brüchigen Scheiben auch mit Vorsicht zu geniessen.
#6616590
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Also es geht darum Kunststoff zu schneiden (PLA). Die Kreissäge besitzt 
dann 1/10 der Drehzahl des Motors (ca. 1300).

Bei unserem Schulprojekt handelt es sich um eine Art Battlebots, das 
heißt es treten immer 2 Gruppen gegeneinander an. Die Panzerung ist 
dabei beschränkt auf einfache Materialien (wie bereits erwähnt PLA).
Der Durchmesser des Kreissägenblattes ist dabei 90cm.
Da wir eine beschränkte Baugröße haben, kann ich keinen wirklich 
stärkeren Motor wählen, da diese entsprechend größer sind.

Deshalb suche ich zurzeit entweder einen Weg meinen vorhandenen Motor 
fernzusteuern oder einen anderen Motor, der sich fenrsteuern lässt.
#6616668
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Christian K. schrieb:
> und überlegt ob es euch
> das Teil nicht einfach zerreißt?

Ich glaube, darum geht es gerade.
Lief ja auch im TV irgendwann mal. Allerdings haben die bei den 
Hintergrundberichten zum Test so'n Robot auch mal auf ne Waschmaschine 
losgejagt und der hat die komplett zerlegt. Da wog der Robot selbst 
allerdings auch mehr als 80Kg und Toshiba hatte seinerzeit die dicken 
MOSFET-Module gesponsort. Ich weiss ja nicht, wie hier die 
Gewichtsverhältnisse aussehen und ich fürchte fast, das die Jungs und 
Mädels noch ganz am Anfang mit ihren Basteleien stehen.
Daher hatte ich ja um ein paar Fotos vom Aufbau gebeten.
Den gestellten Fragen nach zu urteilen scheint es hier vorerst eher um 
ne theoretische Betrachtung zu gehen.
Und: auch wenn das alles so einfach dargestellt wird. Ist es nicht!
https://www.instructables.com/How-to-design-and-build-a-combat-robot/
Seite 26:
https://citeseerx.ist.psu.edu/viewdoc/download?doi=10.1.1.609.118&rep=rep1&type=pdf

edit:
> und überlegt ob es euch
> das Teil nicht einfach zerreißt?
wenns den eigenen Bot zerlegt, wär's schon doof, irgendwie ;)
edit2:
https://www.youtube.com/watch?v=C2GZjUujF5k

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