Schwarzpegel

Gast #6616536
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Heinz schrieb:
> Ich meine Schwarzpegel, Synchronpegel,
Dort geht es um ein Fernseh-Signal, z.B. PAL
Was meiner Meinung nach etwas irritiert, auf der Schablone ist weiß 
unten und die Austastung oben.
Normalerweise ist das andersrum (0%-Austastung, 100%-Weißpegel).
Lies dir mal den Artikel durch, dort wird das ganz ordentlich erläutert:
https://de.wikipedia.org/wiki/Fernsehsignal
(Firma: matzetronics) #6616542
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Erwin D. schrieb:
> Was meiner Meinung nach etwas irritiert, auf der Schablone ist weiß
> unten und die Austastung oben.

Das kommt daher, das analoges Fernsehen in AM mit maximalem 
Synchronpegel ausgestrahlt wurde, also sozusagen invertiert. Das Signal 
auf der Schablone konnte man so am Ausgang des Demodulators messen.
Das Argument war einerseits, das dann die Fernseher besser 
synchronisieren bei schwachem Signal und andererseits Störungen als 
schwarze Kleckse statt weisser Kleckse im Bild waren, was angeblich 
weniger gestört hat.
Gast #6616555
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Erwin D. schrieb:
> Was meiner Meinung nach etwas irritiert, auf der Schablone ist weiß
> unten und die Austastung oben.

Das ist doch eine Schablone, keiner hindert Dich daran, die Schablone 
beim Durchmalen, mehrmals neuanzusetzen und so die Einzelnen Abschnitte 
nach belieben zu spiegeln resp anders anzuordnen.

So wie mit einer Buchstabenshablone, die gibt es auch nicht für jedes 
denkbare Wort einzeln.
Gast #6616565
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hinz schrieb:
> Erwin D. schrieb:
>> Normalerweise ist das andersrum (0%-Austastung, 100%-Weißpegel).
>
> Im HF-Pegel bei AM stimmts aber.

Danke hinz und Matthias S.
Ich bin vom eigentlichen Videopegel ausgegangen und nicht vom 
modulierten HF-Signal. Daher meine Bemerkung...
Gast #6617013
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Teo D. schrieb:
> Schablonist schrieb:
>> Das ist doch eine Schablone
>
> Ohh... Der Kaffee war Koffein frei! :/

Klar, weil mit Koffein hätte wohl der vermehrte Blutstrom zum Hirn die 
Schul-Erinnerung an die Gebrauchsmöglichkeiten einer Schablone wach 
gerüttelt ...

Oder falls vorhanden, die an die Definition das BAS-Signals.
Angehängte Dateien:
Gast #6617031
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Erwin D. schrieb:

> Was meiner Meinung nach etwas irritiert, auf der Schablone ist weiß
> unten und die Austastung oben.
> Normalerweise ist das andersrum (0%-Austastung, 100%-Weißpegel).

Kommt drauf an, wo man misst. Wenn's über den Äther geht (also auf einen 
Träger moduliert wird), dann ist wirklich der Synchronpegel der 
"lauteste" und Weiss das "leiseste". Das hat mit der Störfestigkeit zu 
tun.

Das Schild stammt wohl aus einer Zeit, als es noch üblich war, solche 
Signale auf Träger zu modulieren und sonstige Anwendungen eher unbekannt 
waren...
Beitrag #6617085 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6617093 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast #6617105
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Matthias S. schrieb:
> Erwin D. schrieb:
>> Was meiner Meinung nach etwas irritiert, auf der Schablone ist weiß
>> unten und die Austastung oben.
>
> Das kommt daher, das analoges Fernsehen in AM mit maximalem
> Synchronpegel ausgestrahlt wurde, also sozusagen invertiert.

Die Angabe des Pegels in % kann auch irritieren, da hätte man eher 
'Relativpegel' (in %) oder V für Absolutpegel erwartet. Bei Modulation 
kämme auch noch der Modulationsindex in betrachtet mit 100% 
Vollmodulation und 0% unmodulierter Träger.
Beitrag #6617106 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6617128 wurde von einem Moderator gelöscht.
(Firma: matzetronics) #6617141
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Karl B. schrieb:
> Weiß nur noch: Pegel am Antenneneingang zu hoch - > Bildschirm wird
> schwarz.

Da wäre aber die Regelung defekt. Die hat ja die ehrenvolle Aufgabe, aus 
dem Synchronsignal eine Regelspannung zu erzeugen, die den Tuner hoch- 
oder runterregelt, damit der Videopegel einigermassen konstant bleibt.

Wie man vom BAS Signal auf Streamingdienste kommt, ist mir allerdings 
rätselhaft.
Gast #6617294
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Hp M. schrieb:
> Weshalb die in einer Schablone von 1975 fehlen,

Die Schablone ist von 1976, nicht 1975 - aber egal. Die Frage ist, ob in 
der DIN40700 die eigentlich für Schaltzeichen gedacht ist, überhaupt das 
BAS-Signal vorkommt. Vielleicht soll es nur zeigen, wie Pegeldiagramme 
nach der DIN zu beschriften/zeichnen sind.

Ne DIN für Fernsehen will mir auch nicht einfallen, wenn genormt dann 
durch CCIR. (FCC für AMI-land grad mal ausgelassen,OIRT für die Commies 
ebenfalls)

https://cdn.rohde-schwarz.com/pws/dl_downloads/dl_common_library/dl_brochures_and_datasheets/pdf_1/fernseh-standards_0756-6981-11.pdf
#6618370
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Wenn man sich den schönen Schaltplan eines alten Röhrenfernsehers 
anschaut, findet man die Pegelsymbole sowie Spannungen und Ströme 
(gemessen mit Röhrenvoltmeter!, war schon Luxus).
Die Schaltpläne wurden von technischen Zeichnern (Ausbildungsberuf) auf 
DIN-A0-Zeichenmaschinen innerhalb einiger Tage auf Transparentpapier mit 
Tusche aufgezeichnet. Auf Transparentpapier konnte man nämlich die 
Tusche bei Fehlern mit dem Messer wieder abschaben und dann neu 
beschriften.
Die Zeicher waren froh mit allen Schablonen, das sparte Zeit. Nur alte 
erfahrene Hasen schafften die DIN-Schrift auch freihändig.
Transparentpapier war zur Vervielfältigung geeignet, ergab die 
Blaupausen.
Mit Reprokameras wurden die Pläne verkleinert, gedruckt und 
zusammengefaltet im Fernseher verstaut.
Weil alles in der Fertigung Handarbeit war, ist es kein Wunder, daß die 
Glotzkisten einige Monatslöhne kosteten.

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