Hi.
Welche Schirmwirkung kann man mit Haushalts-Alufolie erreichen?
Und von welcher Schirmwirkung kann man bei "Kaninchendraht",
Maschenweite ca 12-13mm ausgehen?
Bis zu welcher Frequenz erfolgt eine Abschirmung?
Bringt die gleichzeitige Verwendung der beiden etwas?
Die Alufolie bzw der Kaninchendraht wird an einer Wand befestigt, bevor
diese mit Rigips verkleidet wird.
Die abzuschirmende bzw abzuschwächende Frequenz wäre 2,4 GHz
Jegliche Korrosion und damit fehlende/schlechte Leitfähigkeiten der
einzelenen Bahnen, werden das Resultat verschlechtern bis zur
Unwirksamkeit. Alu hat von sich aus schon eine Oxidschicht an der
Oberfläche, Kaninchendraht ist auch nicht auf leitfähige Kontakte
optimiert. Und dann kommt noch der nasse Gips dazu, da hat Korrosion ein
leichtes Spiel.
Mal davon abgesehen, wird jedes Kabel, dass im Schirmbereich ist und
auch ausserhalb (z.B. Stromkabel), die Schirmwirkung ohne zusätzliche
Massnahmen immer verschlechtern.
Hütchen schrieb:> Wenn Du aus der Folie einen Hut bastelst, brauchst Du weniger> davon...
Wobei ein Hut ja je nach Bauart eine Richtantenne darstellt und die
Wellen im Kopfbereich konzentriert. Um da sicher zu gehen sollte
zumindest auch der Kinnbereich und das Gesicht mit Folie bewickelt
werden. Dann bleibt nur noch der Hals als Einfalltor für Wellen.
HF-Werkler schrieb:> Alu hat von sich aus schon eine Oxidschicht an der> Oberfläche
die durch die basische Wirkung diverser Calcium-Verbindungen im
Gips/Putz wahrscheinlich ganz schnell zerstört wird. Keine Ahnung ob da
unter dem Putz viel übrig bleibt.
Tilo schrieb:> Die abzuschirmende bzw abzuschwächende Frequenz wäre 2,4 GHz
Bau den Raum wie eine große Mikrowelle. Die hat die gleiche Frequenz
(2450MHz) und schirmt ganz gut.
Nur zur Information:
Handy und WLAN gehen dann nicht mehr, das ist schon bekannt?
Weil, im Normalfall wird dann immer herumgemeckert, dass das so ist.
Ansonsten:
Kaninchendraht sollte schon gehen, der ist ja verlötet oder geschweißt.
Blos muss die Verbindung zwischen den Bahnen muss auf der ganzen Länge
erfolgen. Schlitze durchbrechen die Schiermwirkung.
Geerdet muss das dann auch sein.
Die Türen müssen ebenfalls Metall enthalten, und ebenfalls ohne Schlitz
rundrum Kontakt haben.
Dito natürlich die Fenster.
Und Strom muss durch entsprechende Durchführungen und Filter zugeführt
werden.
Kaninchendraht dürfte bis einige GHz funktionieren.
Aber für die Esospinner würde ich einfach nur Kaninchendraht einmauern,
die glauben dann dass es wirkt, und fühlen sich besser.
Name: schrieb:> Nur zur Information:> Handy und WLAN gehen dann nicht mehr, das ist schon bekannt?> Weil, im Normalfall wird dann immer herumgemeckert, dass das so ist.>> Ansonsten:> Kaninchendraht sollte schon gehen, der ist ja verlötet oder geschweißt.> Blos muss die Verbindung zwischen den Bahnen muss auf der ganzen Länge> erfolgen. Schlitze durchbrechen die Schiermwirkung.> Geerdet muss das dann auch sein.
Warum muss der geerdet sein?
Kurt
kurt schrieb:> Warum muss der geerdet sein?
Ob es dafür eine Vorschrift gibt weiß ich nicht. HF-mässig ist es
vermutlich egal, zumindest von innen.
Aber es ist generell keine besonders gute Idee, ungeerdete große
Metallobjekte im Haus zu haben. Weil man nicht weiß, welches Potential
sie sonst annehmen.
Nachdem das nicht sicher isoliert sein wird, halte ich ein
berührungssicheres Potential für ratsam. Das wäre dann Erde.
Ich kenne ein Haus, bei dem man in den Außenputz flächendeckend
Kaninchendraht eingebettet hatte, um Rissbildung zu verhindern.
Radioempfang war dann kaum mehr möglich. Für die Stereoanlage musste
eine Antenne am Dachboden installiert werden.
Tilo schrieb:> Welche Schirmwirkung kann man mit Haushalts-Alufolie erreichen?> Und von welcher Schirmwirkung kann man bei "Kaninchendraht",> Maschenweite ca 12-13mm ausgehen?
Das kommt auf die Abmessungen und die Erdung an. Wenn das Zeugs nicht
niederimpedant geerdet ist, wird so ein Metallkonstrukt schnell selbst
zu einem abstrahlenden Gebilde und es kommt dann auf die Abmessungen und
die dielektrischen Verluste der Umgebung an, wie es schwingt.
Für die Schirmwirkung kommt es nicht nur auf die Maschenweite an. Für
eine gute Schirmwirkung muss es eine Wabenwand sein.
Name: schrieb:> kurt schrieb:>> Warum muss der geerdet sein?>> Ob es dafür eine Vorschrift gibt weiß ich nicht. HF-mässig ist es> vermutlich egal, zumindest von innen.>
Wahrscheinlich.
> Aber es ist generell keine besonders gute Idee, ungeerdete große> Metallobjekte im Haus zu haben. Weil man nicht weiß, welches Potential> sie sonst annehmen.> Nachdem das nicht sicher isoliert sein wird, halte ich ein> berührungssicheres Potential für ratsam. Das wäre dann Erde.
Oder feiner aufgesplittet: entweder Potenialausgleichsschiene oder
Blitzableiterpotential. Je nach den Umständen.
Kurt
Ich werfe da nochwas in den Raum: Rigips Climafit 10
Da ist Graphit drinnen.
Wenn man nach EMF und Bauphysik sucht, dann kommt man zu recht
interessanten Dokumenten von diversen Untersuchungen.
Ich glaube, in Bayern wurden da sogar ernstzunehmende Studien zu den
Dämpfungswerten gemacht.
Da waren auch so Dinge wie Magnetit dabei.
Habe da einige Zeit damit gespielt auch so etwas druchzuziehen...
Ist aber dann doch eine G-TEM Zelle geworden :)
IMHO ist es immer eine Frage was du bezweckst.
20-40dB sollten drinnen sein mit Hasendraht&Co wenn 1Ghz für dich i.O
ist.
Darüber hinaus kommts auf so viele dinge an...
Ein einzelner Nagel, der nicht sauber mit deinem "Käfig" Verbunden ist,
kann dir alles versauen!
Bei deinen 2.4GHz würde ich übrigens auf etwas Absorbierendes (z.B. der
Spezial-Rigips von oben) setzen und nicht (klassisch) "schirmen"!
Wenn du leitfähig schirmst, sind die Verbindungen das Problem. Hast du
etwas Absorbierendes, dann ist das im Großen und Ganzen egal.
Zusätzlich hast du im Inneren dann auch keine Reflektionen!
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Name: schrieb:> Nachdem das nicht sicher isoliert sein wird, halte ich ein> berührungssicheres Potential für ratsam. Das wäre dann Erde.
Und je nach Bodenbelag und Schuhsohlen bekommt man dann auch bei jeder
Berührung spürbar Feedback.
Percy N. schrieb:> Und je nach Bodenbelag und Schuhsohlen bekommt man dann auch bei jeder> Berührung spürbar Feedback.
Eine bei Arbeiten zufällig verbundene Phase gibt deutlich mehr Feedback.
Schon bei einfachen Netzschnüren für den Ghetto-Blaster (für den
Fortgeschrittenen) macht sich jede Investition oberhalb des Mähn-Striems
durch direkten Qualitätszugewinnn bezahlt:
Viel teuer >> viel gut, s.u., z.B.:
https://www.highend-audiokabel.de/audioplan-powercord-ultimate-netzkabel.html
Daher ist es angezeigt, zur Abschirmung nicht einfaches Küchenkrepp
vom Discounter zu nehmen, sondern "richtige", d.h. in esoterischer
Vorzugsrichtung bei der ersten Mondfinsternis nach einem 29. Februar
gewalzte Alu-Folie.
Alles andere ist suboptimal!
Spieglein an der Wand schrieb im Beitrag #6621215:
> Bei 2,4 GHz beträgt die Wellenlänge ungefähr 12,5 cm und ist damit> größer als die Maschenweite des Kaninchendrahtes. Somit ist eine> Schirmwirkung gegeben.
soweit die Theorie.
Und wieviel Schirmwirkung hat man damit?
ein Bekannter wollte WLAN ins Gertenhaus haben. Kabel rein, Adapter
dran, ging. Auf der bank davor schon nicht mehr. Des Rätsels Lösung: In
den Wänden war Wärmeisolation mit Alufolie.
(prx) A. K. schrieb:> Eine bei Arbeiten zufällig verbundene Phase gibt deutlich mehr Feedback.
Deshalb wäre es gar keine dumme Idee, zu vermeiden, den Raum mit
ausladenden metallischen Konstruktionen auf Erdpotential anzufüllen.
Sich selbst niederohmig zu erden ist selten besonders schlau.
Die richtigen Abschirmfenster sind dick, nicht nur ein Gitter, um die
Hohlleiter-Grenzfrequenz auszunutzen. Ein Hohlleiter unterhalb seiner
Grenzfrequenz betrieben dämpft exponentiell mit der Länge (evanescent
mode), in dem Fall also die Dicke.
Bei der Grenzfrequenz ist die breitere Seite der Rechteckhohlleiters
innen eine halbe Wellenlänge breit, für 2,5 GHz also etwa 6cm.
Im abgeschirmten Raum Fenster mit Drahtgitter ohne Öffnungsmöglichkeit
verwenden oder besser noch vermeiden und über Wabenkamin belüften (
https://www.emc-technik.de/Datenbl%C3%A4tter%20PDF%20Deutsch/4810%20WK-1%20u.%20-2%20Serie.pdf
).
Im nächsten Schritt Decke und Fußboden ebenfalls schirmen. Natürlich
alle Gitter miteinander gut elektrisch verbinden.
Bei höheren Anforderungen die Drahtgitter durch miteinander verlötete
Kupferbleche ersetzen. Alle Kabel über mehrstufige Filter in den Raum
führen. An der Stahlblechtür EMV-Dichtungen einsetzen (
https://www.solianiemc.com/de/cp/emi-emv-dichtungen-aus-metallgeflecht/
) und fertig ist das gemütliche HF-Labor....
Grüße von petawatt
Leck mich schrieb im Beitrag #6621695:
> Leider ist es mir wegen der offensichtlichen Zensur nicht möglich,> Beiträge zu verfassen, die länger als ein paar Sekunden stehenbleiben.>> Daß auf diese Weise eine Diskussion zerstört wird, ist bedauerlich, aber> offenbar das Resultat von gähnender Langeweile der> Erziehungsberechtigten dieses Forums.
nur für die, die die Maschenweite ausrechnen.
Allen anderen ist klar.
Mit Alufolie oder Hasendraht ist nix zu machen ausser Mehrkosten.
Tilo schrieb:> Welche Schirmwirkung kann man mit Haushalts-Alufolie erreichen?> Und von welcher Schirmwirkung kann man bei "Kaninchendraht",> Maschenweite ca 12-13mm ausgehen?
Wenn du dein Handy mit der ganzen Rolle von 60cm Breite und 100 Meter
Länge, kreuz und quer, diagonal und lokal...
einwickelst..
Dann bin ich mir sicher. Ohne es selbst ausprobiert zu haben.
Dann wird dein Handy keinerleit Empfang über WLAN, WIFI, GSM, 2G, 3G, 4G
usw haben.
Bei dem Hasendraht das Gleiche.
Maschenweite ist die Theorie.
Praktisch kommt es auf die Leistung an, wieviel dein Hasendraht dämpfen
kann.
ACDC schrieb:> Händy in einer Mikrowelle:> WLAN okay. Aber langsam.> Kein 4G.
Diesen MW-Test würde ich nicht 100% verallgemeinern. 4G hat mehr als
eine getestete Frequenz und Handys sind unterschiedlich. Mein altes S3
ging auch im Keller gut, andere Handys kaum.
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_LTE-Netzwerken
Leck mich schrieb im Beitrag #6621787:
> Frage an Dich Spezialisten: Wenn das Geflecht keinen Einfluss hat, wieso> funktioniert dann z.B. eine Antenne mit Reflektorwand, die wegen der> Windlast auch nur aus Geflecht < der Wellenlänge besteht?
Für eine Frequ eben.
Vielleicht erklärst Du mal was Du genau damit bezwecken möchtest. Geht
es um Angst vor Strahlung, oder hast Du ggf. störempfindliche Geräte
oder warum möchtest Du hier schirmen.
Du must gut erden und als Grundregel muß der Strom vor allem an den
Kanten / Stoßstellen flächig gut fließen können. Eine vernünftige
Schirmung müßte auch den Fußboden und die Decke mit einschließen. Nur an
eine Wand eine große Metallplatte hinmachen bring eigentlich gar nichts!
Hi.
Ich wollte eigentlich nur eine Wand mit einer Dämpfung versehen, um die
Reichweite des WLANs zu begrenzen. Damit sollen die Endgeräte dazu
gebracht werden, auf der jeweils anderen Seite der Wand den dort
zuständigen AP deutlich früher zu verwenden.
Tilo schrieb:> zuständigen AP deutlich früher zu verwenden.
Das könnte man auch durch einen geeigneten Standort oder besser
ausgerichtete Antennen erreichen. Die App WifiAnalyzer sollte dabei
helfen den RICHTIGEN Standort zu finden. Ein Repeater und Mesh sind auch
zu überlegen. Vorher solltest Du uns erst mal erklären was Dein Ziel
ist!