ATMEL MEGA 644 auslesen und programmieren

#6631621
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Hallo,
will noch einen Versuch starten.Ich möchte gerne einen ATMEGA 644PA,der 
sich auf ein BMS meines Fahrradakkus befindet entsperren lassen oder es 
selbst versuchen. Habe aber von dieser Materie nich viel Ahnung. Könnte 
mich in diesem Forum ein netter Mensch weiter helfen ?
Angehängte Dateien:
#6631630
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Da wird es schneller sein, du arbeitest dich in das Thema BMS ein, 
lernst Programmieren und löten, und tauschst den Mega gegen einen nicht 
gelockten mit deinem eigenen Programm aus.

Prinzipiell gibt es wohl Anbieter in der großen weiten Welt, die die 
Lockbits löschen können. Das dürfte aber den Neupreis von Akku und 
Fahrrad übersteigen.

Oliver
#6631634
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Hallo Olli,
den Chip auslöten werde ich hin bekommen.Einen neuen Atmel MEGA kann ich 
auch bestellen, aber das programmieren-davor habe ich etwas Angst-kann 
man den alten Chip vorher noch auslesen,was er für Solldaten hat? Das 
ist echt für mich aus dem Kfz-Bereich Neuland. Aber ich will ja mein 
Fahrrad wieder flott machen.Könntst Du mir dabei etwas helfen?
Gast #6631636
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Klaus R. schrieb:
> kann
> man den alten Chip vorher noch auslesen,was er für Solldaten hat?

Nein kann man nicht da er aller Wahrscheinlickeit nach geschützt
vor dem Auslesen ist. Daher sprach mein Vorredner schon:

Oliver S. schrieb:
> Prinzipiell gibt es wohl Anbieter in der großen weiten Welt, die die
> Lockbits löschen können. Das dürfte aber den Neupreis von Akku und
> Fahrrad übersteigen.
(Firma: Spezialeinheit) #6632803
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Klaus R. schrieb:
> Ja und wie soll ich eine Lösung für das Problem finden, wenn ich nicht
> viel Ahnung von der Materie Elektronik habe? Ich habe angenommen, das
> mir hier im Forum weiter geholfen wird.

Nie mit Fakten und Informationen geizen: welches BMS, welcher 
Hersteller....

Verstehen, dass dein Problem vermutlich nicht einfach zu lösen ist, 
selbst für Profis ist das oft nicht möglich.
#6633062
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Klaus R. schrieb:
> Ich möchte gerne einen ATMEGA 644PA,der
> sich auf ein BMS meines Fahrradakkus befindet entsperren lassen

Die bei Microchip (vormals Atmel) sind bestimmt nicht dumm. Die werden 
die Lockfunktion nach bestem Wissen und Gewissen so implementiert haben, 
daß sie mit einfachen Mitteln nicht zu überlisten ist. Ansonsten kriegen 
sie nämlich von ihren Kunden eins auf den Deckel.

Da hilft wohl nur, Gehäuse abschleifen und mit einem Elektronenmikroskop 
die Ladung der einzelnen Flashzellen abtasten.
Dann hast Du aber auch nur eine Binärdatei, die man durch nen 
Disassembler jagen kann. Das ist aber noch lange kein verstehbarer 
Quelltext.
(Firma: Spezialeinheit) #6636450
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Falls der Beitrag ernst gemeint war noch ein Hinweis, der Einwand von 
Peter ist schon korrekt, aber da hier ein ATmega verbaut ist besteht 
vieleicht doch eine Möglichkeit.

Mal zur Erklärung, bei einem extra dafür gefertigten BMS Controller wird 
im Fehlerfall ein Bit gesetzt, welches ein Neustart verhindert.
Der Mega ist nicht extra dafür gefertigt, also KANN es hier anders 
gelöst sein.

Oftmals sind auf solchen Platinen Jumper (gelötet) welche bei der 
Herstellung des Akkus geschlossen werden nachdem die Zellen 
angeschlossen sind. Dadurch wird das BMS erst aktiviert wenn alle 
elektrischen Verbindungen vorhanden sind.

Es kommt halt drauf an wie es in der Software gelöst ist, es wird 
mindestens zwei Schleifen geben. In der einen spielt er zyklisch sein 
"BMS-Programm" ab, in die andere rutscht er im Fehlerfall und dort 
bleibt er. Die Frage ist ob es eine Neustartmöglichkeit gibt in der er 
nicht in der zweiten Schleife landet. Setzt der Controler im Fehlerfall 
ein Bit im Eeprom welches für den gesperrten Zustand steht sieht es 
schlecht aus. Dann landet er gleich nach dem Reset wieder im gesperrten 
Zustand. SOLLTE er aber einen Pin abfragen (Jumper) KÖNNTE er wieder in 
der anderen Schleife landen.
Gast #6636579
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Peter D. schrieb:
> so implementiert haben, daß sie mit einfachen Mitteln nicht zu überlisten

... nämlich indem beim "Erase" zuerst Flash+EEPROM gelöscht werden, 
bevor erst danach schließlich die Lockbits gelöscht werden.


Frank D. schrieb:
> Ist es eigentlich sicher, dass das BMS gesperrt ist?

... oder genauer @klaus_r825: Was kommt heraus, wenn Du die Lockbits mit 
Deinem Programmiergerät (z.B. AVRDUDE oder sonstwas) aus dem vorhandenen 
Chip ausliest?

Von diesem Ergebnis hängt ab, ob man überhaupt irgendeine Chance hat, da 
etwas hineinzuschreiben, ohne einen kompletten Chip-Erase durchführen zu 
müssen.

Default wäre 0xff (Datenblatt) bzw 0x3f (Wirklichkeit).

Dann hättest Du freie Bahn und dann macht es erst Sinn, zu 
recherchieren, welches Byte an welche Stelle ins EEPROM zu schreiben ist 
(Ich befürchte allerdings, dass ist eher Wunschdenken).


Frank D. schrieb:
> SOLLTE er aber einen Pin abfragen (Jumper) KÖNNTE er wieder in
> der anderen Schleife landen.

Der erste ins Auge springende Verdächtige auf dem Photo wäre ja Pin-43 
(PB3), auch wenn das eher wie in unbestücktes Lötpad als wie ein 
Lötjumper aussieht. War auf jeden Fall aber schon was drangelötet. Steht 
im Manual des Gerätes etwas darüber, wozu der (Jumper?) gut ist?

Das würde die Sache radikal abkürzen.


my2ct;
(re)
Gast #6636654
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Klaus R. schrieb:
> Ja und wie soll ich eine Lösung für das Problem finden, wenn ich nicht
> viel Ahnung von der Materie Elektronik habe?

Gar nicht. Du musst das lernen. Und zwar nicht nur Elektronik, sondern 
auch Programmierung und Hacken. Niemand wird dir hier bei Hacken helfen, 
weil das nämlich eine strafbare Handlung wäre.

Das Hacken wird selbst für erfahrene Leute so zeitaufwändig sein, dass 
du dir dafür ein neues Fahrrad kaufen kannst. Selbst wenn du den hacker 
nur mit Essen und Trinken bezahlst.

> natürlich muß mir jemand etwas unter die Arme greifen...
> aber das sollte ja kein Problem sein.

Was Elektronik und Programmierung angeht stimme ich dir da zu. Aber wer 
wird dir kostenlos mehrere Jahre lang unter Arme greifen? So etwas lernt 
man nicht mal eben schnell an drei Wochenenden! Elektronik Entwicklung 
ist nicht ohne Grund ein Job für Doktoren und Ingenieure. Programmierung 
ebenfalls, also zwei Doktoren oder zwei Ingenieure.

Klar erreichen viele Leute auch erstaunliches als Hobby, aber das 
braucht seine Zeit. Nimm dir die Zeit, es zu lernen, oder verwerfe das 
Vorhaben.

Hier schlug mal jemand binnen 3 jahren immer wieder auf, weil er seinen 
vermutlich geklauten Elektroroller tunen wollte. Innerhalb dieser Zeit 
hat er es geschafft, den nicht gelockten Chip auszulesen und das 
Programm wieder hinein zu laden.

Aber es ist ihm nicht gelungen, das Programm zu analysieren und so zu 
ändern, dass der Roller schneller fuhr. In den drei Jahren hat er nicht 
einmal die ca. 130 Assembler Befehle gelernt, was hierzu die 
Mindest-Voraussetzung gewesen wäre. Das Programm hatte einige zig 
tausend dieser Befehle, deren Sinn er hätte herausfinden müssen.

In deinem Fall wird nicht einfacher sein.
Gast #6642862
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Klaus R. schrieb:
> kann man den alten Chip vorher noch auslesen,was er für Solldaten hat?

Auf jeden Fall kann man schonmal den Zustand der Lockbits auslesen. Je 
nach dem auch mehr oder eben auch nicht, hängt von den Lockbits ab.

re schrieb:
> Was kommt heraus, wenn Du die Lockbits aus dem vorhandenen Chip ausliest?


Klaus R. schrieb:
> Ich habe eigendlich > angenommen, das mir hier im Forum helfen könnte.

Sicher. Dazu ist allerdings eine gewisse Mitwirkung bei Rückfragen 
verbunden.


Die dabei zutagetretenden Informationskrümel helfen mit etwas Glück auch 
vielen anderen Suchenden auf die eine oder andere Weise. Nehmen und 
Geben. Nur so funktioniert ein unbezahltes Forum.


HTH
(re)

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