Hallo zusammen,
mein Anliegen ist es, eine Schaltung zu bauen um zwei Pulsgeneratoren
zusammen auf eine Leitung zu bringen, um eine Laserdiode damit zu
versorgen.
Der eine Pulsgenerator soll einen ca 100µs-langen Puls mit 300mA liefern
und der andere Pulsgenerator einen 50ns-Puls (0-400mA) darüber setzen.
Mein Problem ist, dass ich nicht weiß, wie ich diese zwei Pulse
überlagern kann, ohne dass die Pulsform großartig verändert wird.
Mein erster Gedanke war ein Bias-Tee, welches aber nur eine
Konstantquelle mit einer Pulsquelle kombinieren kann.
Die Schwierigkeit in meinen Augen liegt darin, dass der eine Pulser vom
anderen Pulser "nichts sieht", also dass kein Strom vom einen Pulser
durch den anderen fließt.
Würde mich freuen, wenn mir da jemand helfen oder ein paar Tipps geben
könnte.
Vg Sven
könnte eine einzelne spannungsgesteuerte Stromquelle funktionieren?
die Pulsgeneratoren würden dann Spannungspulse liefern, die man zunächst
addieren müsste, um das Ergebnis dann als Steuersignal für die
Stromquelle zu nutzen.
Sven schrieb:> Die Schwierigkeit in meinen Augen liegt darin, dass der eine Pulser vom> anderen Pulser "nichts sieht", also dass kein Strom vom einen Pulser> durch den anderen fließt.
Nee, genau darin liegt die Einfachheit der Sache. Man kann die Ströme in
einem Knoten einfach überlagern.
Man nimmt je eine Emitterschaltung, die eingangsseitig vom jeweiligen
Pulsgenerator angesteuert wird, verbindet die Kollektoren und legt die
LD in die gemeinsame Kollektorleitung. Fertig.
Elliot schrieb:> Man nimmt je eine Emitterschaltung, die eingangsseitig vom jeweiligen> Pulsgenerator angesteuert wird, verbindet die Kollektoren und legt die> LD in die gemeinsame Kollektorleitung. Fertig.
Hier noch ein Bildchen dazu. Gezeigt ist der Gesamtstrom, die
Pulsspannungen sind jeweils 0/5V, die Einzelströme sind jeweils die
Plateaus, also 300mA und 400mA.
Sven schrieb:> Aber dann lässt sich nicht steuern, wie viel Strom die Laserdiode> abbekommt oder?
Du hast überhaupt keine Ahnung, richtig?
Natürlich lässt sich die Pulshöhe steuern, und zwar durch die Höhe der
Steuerspannung. Wie sonst?
Elliot schrieb:
> Natürlich lässt sich die Pulshöhe steuern, und zwar durch die Höhe der> Steuerspannung. Wie sonst?
Das ist mir natürlich bewusst, aber der längere Basispuls soll dabei
konstant bei 300mA bleiben und der drauf gesetzte Puls soll variabel
sein.
Sowohl zeitlich als auch von der Höhe des Pulses.
Sven schrieb:> aber der längere Basispuls soll dabei> konstant bei 300mA bleiben und der drauf gesetzte Puls soll variabel> sein.> Sowohl zeitlich als auch von der Höhe des Pulses.
Oh man ja doch, genau das leistet die gezeigte Schaltung.
Beide Teilströme sind vollkommen unabhängig, zeitlich und in der
Amplitude, und die werden im Kollektorknoten rückwirkungsfrei addiert.
Ist das wirklich so schwer zu verstehen?
Elliot schrieb:
> Beide Teilströme sind vollkommen unabhängig, zeitlich und in der> Amplitude, und die werden im Kollektorknoten rückwirkungsfrei addiert.> Ist das wirklich so schwer zu verstehen?
Ahhh Entschuldigung, da hatte ich jetzt einen kurzen Denkfehler.. Danke
für deine Hilfe und Geduld!
Aber sind Transistoren in den Zeiten nicht etwas kritisch?
Also sind die Ein- & Ausschaltzeiten klein genug, damit das in der
Praxis realisierbar ist?
Sven schrieb:> Aber sind Transistoren in den Zeiten nicht etwas kritisch?> Also sind die Ein- & Ausschaltzeiten klein genug, damit das in der> Praxis realisierbar ist?
Die Transistoren arbeiten praktisch als Emitterfolger, (also schneller
als ungesättigte Schalter in Emitterschaltung), da ist die Grenzfrequenz
nahe ft. Schaltzeiten im ns-Bereich sollten zu schaffen sein (z.B. mit
PZT2222A).
Die Schaltzeiten im Datenblatt gelten für übersteuerte Emitterschaltung,
aber nicht für die von mir gezeigte Schaltung. Darin sind die zig-fach
schneller!
Elliot schrieb:
>> Die Transistoren arbeiten praktisch als Emitterfolger, (also schneller> als ungesättigte Schalter in Emitterschaltung), da ist die Grenzfrequenz> nahe ft. Schaltzeiten im ns-Bereich sollten zu schaffen sein (z.B. mit> PZT2222A).
Vielen Dank für deine Hilfe!
Elliot schrieb:> Die Transistoren arbeiten praktisch als Emitterfolger, (also schneller> als ungesättigte Schalter in Emitterschaltung), da ist die Grenzfrequenz> nahe ft. Schaltzeiten im ns-Bereich sollten zu schaffen sein (z.B. mit> PZT2222A).
Sieht doch gut aus, oder?
> Elliot schrieb:>> Die Transistoren arbeiten praktisch als Emitterfolger, (also schneller>> als ungesättigte Schalter in Emitterschaltung), da ist die Grenzfrequenz>> nahe ft. Schaltzeiten im ns-Bereich sollten zu schaffen sein (z.B. mit>> PZT2222A).>> Sieht doch gut aus, oder?
Ja das sieht tatsächlich sehr vielversprechend aus!
Danke nochmal für deine Hilfe!
> Elliot schrieb:>> Die Transistoren arbeiten praktisch als Emitterfolger, (also schneller>> als ungesättigte Schalter in Emitterschaltung), da ist die Grenzfrequenz>> nahe ft. Schaltzeiten im ns-Bereich sollten zu schaffen sein (z.B. mit>> PZT2222A).>> Sieht doch gut aus, oder?
Noch eine kurze Nachfrage, mit welchem Programm hast du hier simuliert?
Weil in LTSpice finde ich diesen Transistor nicht.
Sven schrieb:> Ja das sieht tatsächlich sehr vielversprechend aus!
Die erreichbare Flankensteilheit hängt übrigens auch sehr vom Layout ab.
Denn wenn du da an einer ungeschickten Stelle 20mm zu viel Leitung hast,
dann hast du an einer ungeschickten Stelle eine Spule mit 20nH drin. Und
die 50ns sind in weiter Ferne.
Sven schrieb:> Weil in LTSpice finde ich diesen Transistor nicht.
Nimm einen anderen mit einer Transitfrequenz um 300MHz.