Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Casio Uhr el backlight deaktivieren bzw. mit Led ersetzen


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von Der G. (Firma: schlechthin) (gastgeber)


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Gelöst! Nachtrag zu Beginn: Ich hab jetzt mal die Stromzufuhr zum 10 
Beiner gekappt, einfach mit ner Nähnadel die Bahn durchgekratzt die 
unter den Baustein verläuft (die dünne obere) und sieheda, kein Licht 
mehr, und der Verbraucht steigt nur auf 20uA wenn Licht ausgelöst wird. 
Ziel erreicht. Warum war das so schlimm? Wenn man vorne eine Taste 
länger drückt dann schaltet sich automatisches Licht ein und dann 
leuchtet das Teil ständig und das ist einfach eine Fehlkonstruktion. Ist 
eine ACL-100 von 96.

Ursprünglicher Beitrag:
Diese Casio Uhr hat eine elektrulumineszenz Folie zur 
Hintergrundbeleuchtung, die hat eine sehr schlechte Effizienz, dann 
schaltet sie sich auch noch automatisch ein per Bewegungssensor und dann 
ist die Batterie schnell leer. Deswegen will ich das Teil entweder 
deaktivieren oder per Led ersetzen.

Bild 2 zeigt die Kontakte die den Strom per Springfeder an die Folie 
liefern, die könnte man einfach weglassen oder aber wenn man bei dem 
unteren Kontakt dem Loch folgt kommt man bei Bild 1 rechts oben bei dem 
3 Beiner und links oben am 10 Beiner raus. Da könnte man den 3 Beiner 
ablöten oder den Kontakt vom 10 Beiner. Was wäre das beste? Und wenn man 
eine rote Led anschließen wollte, welche Kontakte würden sich dafür am 
besten eignen?

Mich würde auch interessieren was das alles für Bauteile sind, man 
braucht nen hohe Spannung und Frequenz für den Piezo Summer und eine 
hohe Spannung für die EL Folie. Welche Bauteile sind dafür 
verantwortlich und was macht der Poti? Der hängt direkt am Quarz, sollte 
man die Zeit regulieren können. Es ist auch kein Poti sondern ein 
Trimmkondensator. 
https://de.wikipedia.org/wiki/Quarzuhr#Ganggenauigkeit

Nachgemessen: Die Uhr zieht bei normalem Betrieb 2 uA und mit Backlight 
10mA!! Das ist das 5000 fache! Hab mal die Kontakte zur Folie abgeklebt 
aber es sind immer noch 10mA :-( Da bleibt mir nur noch die verdächtigen 
Bauteile auslöten und nachmessen. Zur Folie kommen übrigens 60V. Auch 
die Uhr hat in normalem Betrieb teilweise 4V auf der Platine obwohl die 
Batterie nur 2,8V hat, also wird auch noch gewandelt und trotzdem nur 
2uA! 5 Jahre hält dann eine 90mA CR2016 Batterie, was auch gut hinkommt, 
wenn man das Backlight nutzt sind es 3 Jahre, wenn man sie oft trägt und 
sich das blöde Autobacklight einschaltet noch weniger.

Andre Uhr Modell F91 Equivalent:
Hab schon von einem Modul 593 die klägliche grüne Led (1,8V 
Spannungsabfall bei Betrieb gemessen) gegen eine superhelle rote 
ausgewechselt, ein Unterschied wie Tag und Nacht. Kann es sein dass die 
selben veralteten Bauteile wie von 1991 verbaut werden als sie auf dem 
Markt kam? Dabei ist diese günstige Uhr das beste was ich je hatte. 
Effiziente Led Hintergrundbeleuchtung, Batterie hatte nach 15 Jahren 
noch 2,8V CR2016 und war noch voll brauchbar, kaum Nachstellen nötig, 
leicht, unkompliziert. Ich schätze mal die verbraucht so etwas unter 
1uA.

: Verschoben durch Admin
von Andi B. (andi_b2)


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Der G. schrieb:
> Ursprünglicher Beitrag:
> Diese Casio Uhr hat eine elektrulumineszenz Folie zur
> Hintergrundbeleuchtung, die hat eine sehr schlechte Effizienz, dann
> schaltet sie sich auch noch automatisch ein per Bewegungssensor und dann
> ist die Batterie schnell leer. Deswegen will ich das Teil entweder
> deaktivieren oder per Led ersetzen.

Den Gag mit dem automatischen Einschalten, kann und konnte man aber bei 
allen meinen Casio Uhren abstellen. Schon mal die Bedienungsanleitung 
durchgelesen?

von Georg A. (georga)


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Der G. schrieb:
> Mich würde auch interessieren was das alles für Bauteile sind, man
> braucht nen hohe Spannung und Frequenz für den Piezo Summer und eine
> hohe Spannung für die EL Folie. Welche Bauteile sind dafür
> verantwortlich und was macht der Poti? Der hängt direkt am Quarz, sollte
> man die Zeit regulieren können. Es ist auch kein Poti sondern ein
> Trimmkondensator.

Sowohl für das EL als auch den Piezo gibts die beiden Spulen, die runden 
zwei-Pinner, einmal unten neben dem Quarz, einmal oben. Da ist wegen der 
relativ hohen Ströme auch immer ein Extra-Transistor (3-Beiner) als 
Treiber dabei.

Der Trimmkondensator ist zur Feinjustage der Quarzfrequenz. Billige 
Uhren haben den nicht und sind dementsprechend etwas ungenauer.

von Der G. (Firma: schlechthin) (gastgeber)


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Andi, der Knopf ist vorne und immer wenn man mal die Arme verschränkt 
und ausversehen 2s drückt schaltet sich die Autobeleuchtung ein und 
wieder aus. Kann man nix machen.

Genau, super erklärt, die ganze Steuerung steckt in dem gegossenen IC 
bzw. im 10 Beiner für die Leuchtfolie. Ganz unten das A markierte 
Bauteil könnte ein Spannungswandler sein, der die Spannung auf 4V 
anhebt, damit bestimmte Teile funktionieren. An dem Trimmkondensator 
spiele ich schon rum, 5 Tage bringen ursprünglich 6Sek Abweichung, bei 
der günstigen Model593 sind es nur 3. Mit dem Poti könnte man die 
vielleicht sogar noch genauer einstellen.

Das Model593 ist ne Wucht, die Batterien halten locker 10 Jahre, man 
kann die Hintergrundbeleuchtung per Led tunen, sie ist sehr genau klein 
und leicht. Sogar Mr. Obama hatte das gute Stück im Einsatz. Einfach die 
perfekte Uhr.

von Olaf (Gast)


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> Das Model593 ist ne Wucht, die Batterien halten locker 10 Jahre, man
> kann die Hintergrundbeleuchtung per Led tunen, sie ist sehr genau klein

Meine PRG-80 sogar >20Jahre weil die ihren Akku mit dem kleinen 
Solarzellenring aufladen kann. Gerade als Hardwareentwickler finde ich 
das schwer beeindruckend weil die ja nur wirklich sehr wenig 
Solarzellenflaeche haben. Trotzdem betreiben sie damit die Uhr, die 
ganzen Sensoren und die aufwendige Beleuchtung. Von diesen Faehigkeiten 
sind die Entwickler heutiger Smartwatches ungefaehr ein Lichtjahr 
entfernt.

Bei mir schaltet sich die Automatische Beleuchtung nur so alle 2-3Jahre 
mal von selbst ein. Dann muss ich wieder das Handbuch rauskramen um zu 
lernen wie man das abstellt. Vermutlich meditiere ich seltener mit 
ueberkreuzten Armen. :-D

Wie machen die eigentlich die Bewegungsmessung? Die koennen doch nicht 
mehrmals pro Sekunde einen Sensor abfragen?

Olaf

von Robert K. (Firma: Zombieland) (rko)


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Der G. schrieb:
> Andre Uhr Modell F91 Equivalent:
> Hab schon von einem Modul 593 die klägliche grüne Led (1,8V
> Spannungsabfall bei Betrieb gemessen) gegen eine superhelle rote
> ausgewechselt, ein Unterschied wie Tag und Nacht. Kann es sein dass die
> selben veralteten Bauteile wie von 1991 verbaut werden als sie auf dem
> Markt kam? Dabei ist diese günstige Uhr das beste was ich je hatte.
gute Idee, sollte ich bei meiner Piratron vielleicht auch mal machen :-)
Welche Led nimmst Du denn genau?

von Der G. (Firma: schlechthin) (gastgeber)


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Olaf, das A markierte Bauteil könnte auch ein Bewegungsschalter oder 
Sensor sein, der die Automatikbeleuchtung einschaltet wenn man den Arm 
nach oben neigt. 2uA sind ja fast nix, das liefert dann so eine 
Solarzelle. Die heutigen Sensoren sind meistens schon im IC selbst 
eingebaut, das ist wirklich unglaublich. Früher hätte man ein Hochhaus 
mit Technik füllen müssen mit dem was heute in eine Armbanduhr passt.

Robert, ich hab einfach eine Led von einem kaputten LM2596 Board 
runtergelötet, da hab ich im Betrieb sehen können das die sehr schön 
hell war. Aber jede andre 0805 (das sind die Abmasse bzw. die 
Bezeichnung) Led mit genug Helligkeit in Rot (bester Kontrast von allen 
möglichen Lichtfarben) sollte es auch tun. Suchwort "Rot 0805 SMD Chip 
LED"

: Bearbeitet durch User
von Olaf (Gast)


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> nach oben neigt. 2uA sind ja fast nix, das liefert dann so eine
> Solarzelle.

Solche kleinen Solarzellen liefern auch fast nichts, erst recht
Nachts oder im Winter wenn es fast nie hell wird. Ich finde das schon 
erstaunlich.

Der kleine Ring um das Display duerfte....
https://de.casiowatchparts.com/anleitungen/prg-80/
...deutlich weniger Flaeche haben als bei den Solartaschenrechnern.

Bei aktivierten Sensor erkennt die Uhr ja wirklich halbwegs zuverlaessig
wenn man den Arm anhebt und die Uhr vors Auge haelt. Auch wenn man den
Arm dazu ein bisschen zackig bundeswehrmaessig anheben muss. :-D

Und es duerfte Lithiumbatterien geben die eine hoehere Selbstentladung 
haben als das was diese Solarzelle liefern kann.

Da steckt jedenfalls eine Menge Entwicklung drin. Dagegen finde ich es 
immer erstaunlich was fuer ein Bohei manche Menschen um primitive 
Zahnraduhren machen die ihre Zeit nur ueber zwei unterschiedlich 
schnelle Winkelanzeiger erratbar machen.

Olaf

von mh (Gast)


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Olaf schrieb:
>> nach oben neigt. 2uA sind ja fast nix, das liefert dann so eine
>> Solarzelle.
>
> Solche kleinen Solarzellen liefern auch fast nichts, erst recht
> Nachts oder im Winter wenn es fast nie hell wird. Ich finde das schon
> erstaunlich.

Du hast vergessen, dass die Uhr häufig unter einem Ärmel versteckt ist.

von Andi B. (andi_b2)


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Leider gibt's diese Wunderwerke von Casio heute nicht mehr. Nur ein paar 
abgespeckte Versionen der Classic Line. Mit eingeschränktem Speicher, 
weniger Funktionen und billiger Ausführung. Eine EDB-600 welche aber den 
Kontrast einer DBC-32 hat, mit besseren Tasten wo die Bedruckung nicht 
so schnell abgeht (z.B. Tasten der DBC-1500) wäre noch immer meine 
Traumuhr. Naja, heute ev. noch mit einem Kabel um die Daten auch am 
Computer zu bearbeiten.

Die VDB-1000 war auch so ein Wunder zu ihrer Zeit mit Touchbedienung und 
Vollgraphik-Display. Heute würden die das sicher auch guten Kontrast 
zusammenbringen.

Die R-16 aus den Anfängen der Digitaluhrenzeit (ca. 1975) funktioniert 
auch noch. Allerdings ist da das Glas hin und das Einstellen der Uhrzeit 
ist da doch sehr bescheuert.

Sorry OT, aber die Casio Entwickler hatten damals wirklich was drauf.

von Der G. (Firma: schlechthin) (gastgeber)


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Die Solaruhren haben glaub ich gar keinen Akkuschutz drin, die muss man 
immer wieder mal in die Sonne legen damit sie sich aufladen, sonst geht 
der Akku kaputt. Und die Scheiben z.B. von der R16 kann man austauschen, 
es gibt bei aliexpress oder amason Ersatzscheiben, kann man einfach 
reinkleben. Die Kunststoffscheiben kann man einfach mit feinem 
Sandpapier, dann Elsterglanz oder Autopolitur wieder glatt polieren. 
Sone Taschenrechnersolarzelle liefert ca. 40uA, das ist mehr als genug 
um den Minniakku zu laden. Diese Datenbanken sind doch schon längst 
durch Smartphones überholt.

: Bearbeitet durch User
von Olaf (Gast)


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> Die Solaruhren haben glaub ich gar keinen Akkuschutz drin, die muss man
> immer wieder mal in die Sonne legen damit sie sich aufladen, sonst geht
> der Akku kaputt.

Falsch. Meine Uhr hat eine 3-stufige Fuellstandsanzeige. Sollte die zu 
leer werden schaltet sie irgendwann die Lichtfunktion, Kompass und das 
Barometer ab. Dann geht also nur noch Uhrzeit. Das ist aber schon lange 
nicht mehr vorgekommen.
Das ist ja auch kein Problem. Ich glaube in den Uhren ist ein 
maskenprogrammierter 4-bit Microcontroller drin.

Olaf

von Andi B. (andi_b2)


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Der G. schrieb:
> Diese Datenbanken sind doch schon längst
> durch Smartphones überholt.

Nur zum Teil. Nicht jeder hat und will ein Smartphone dauernd dabei 
haben. Nicht jeder will sich dauernd tracken und mit Werbung zumüllen 
lassen. Nicht jeder will sich immer und überall ausspionieren 
lassen..... Also nicht von sich auf alle anderen schließen. Wir sind 
nicht nur lauter Lemminge.

von Klaus R. (klaus2)


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Ich trage auch die 593 und finde EL cool, da spendiere ich gerne 
Batterien. Zudem reicht das Licht wenn man in unbekannter Umgebung 
nachts mal...ich würd eher die F91W auf neuzeitl.  Led umrüsten, denn 
das ist ne wahre Funzel...ja, Respekt vor den Casio Jungs (was aber auch 
diese & andere Taschenrechner der älteren Zeit betrifft).

Klaus.

von Harald W. (wilhelms)


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Olaf schrieb:

> Meine PRG-80 sogar >20Jahre weil die ihren Akku mit dem kleinen
> Solarzellenring aufladen kann.

...und der Akku hält auch >20 Jahre? Das konnten m.W. nur
Nickeleisenakkus.

von Der G. (Firma: schlechthin) (gastgeber)


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Einfach ein Galaxy S2 gebraucht kaufen, Android 10 flashen und so oft es 
geht in den Flugmodus schalten, dann hast du keine Probleme mit Werbung 
oder Tracking. APKs von Fdroid beziehen.

https://atomuhr-genaue-uhrzeit.de/ Hier kann man seine Uhr genau 
stellen, mit Trimmkondensator justieren klappt super.

Die Taschenrechner von Casio und Texas Instruments sind Marktführer. Die 
Grafik Cas Rechner sind bei beiden in etwa gleich gut.

von Andi B. (andi_b2)


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Der G. schrieb:
> Einfach ein Galaxy S2 gebraucht kaufen,

Sieht sicher lustig aus, wenn man sich sowas ans Handgelenk schnallt ;-) 
Und dazu ev. noch einen Autoakku am Rücken damit man nicht täglich laden 
muss....

: Bearbeitet durch User
von Axel R. (axlr)


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Meine WVA-M150 läuft und läuft.
Lieder hat diese kein EL-Backlight. Hatte ich vorher. Leider hat die 
Dame beim Uhrmacher/schmuckladen damals bei der anderen Casio zwar die 
Uhr "eingeschickt", um die Batterie zu wechseln; danach war sie aber 
nicht mehr wasserdicht, was ich hätte angeben müssen. Dann war ich 
nochmals da
(nachdem die Uhr an der Ostsee tatsächlich voll Wasser lief) und beim 
erneuten Öffnen der Uhr haben die mir dann im Ladengeschäft die 
DCF-Antenne abgerissen.
Ich habe dann meinen kompletten Kaufpreis erstattet bekommen, obwohl ich 
die Uhr schon über 5 Jahre hatte und hab mir dann damals die Wave-Ceptor 
150 geholt. Das Licht ist echt grottenschlecht und die Tasten sind 
mittlerweile alle schwergängig bis unbrauchbar. Aber sie läuft immernoch 
mit dem ersten Akku.

von Toxic (Gast)


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Axel R. schrieb:
> Aber sie läuft immernoch
> mit dem ersten Akku.

Hier wird immer wieder von Akku gesprochen:Haben die da wirklich sowas 
verbaut? Kann ich mir nicht vorstellen.Meine "Casio Wave Ceptor" benutzt 
eine normale Lithium Knopfzelle,die ich nun innerhalb 17 Jahren 2 mal 
erneuern musste - ist ne Sache von 2 Minuten.
Die Uhr verfuegt ueber EL-Backlight: Bei Tastendruck wird das Licht fuer 
ca 3s aktiviert und schaltet dann wieder ab.
Die Technik der Uhr ist faszinierend.Kann verschiedene Zeitsignale 
empfangen.Ob DCF oder amerikanische,japanische etc  Signale - sie 
schaltet automatisch um.
Ich befinde mich ca. 2000km vom DCF-Sender in Deutschland entfernt und 
dieses "verdammte" Ding funktioniert - aktualisiert brav jedesmal um 2 
Uhr morgens die Zeit.Wie die Casiotechies diese schwachen Signale mit 
der kleinen Antenne noch decodieren koennen ist mir ein Raetsel.Top 
Technik....
Auch das Backlight ist gut abgestimmt.Reicht vollkommen aus um bei Nacht 
die Anzeige zu erkennen.Basteln ist bei mir nicht erforderlich.

von Olaf (Gast)


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> ...und der Akku hält auch >20 Jahre? Das konnten m.W. nur
> Nickeleisenakkus.

Ich hab meinen erst vor kurzen ersetzt, also ja er hielt 20Jahre, wobei 
ich mich jetzt nicht genau auf 20 festlegen will, es koennen auch 2 mehr 
oder weniger sein.

Es gibt aber unterschiedliches Lithiumakkus. Diese Zellen in den Uhren
einen deutlich kleinere Ladeschlusspannung und einen viel hoeheren 
Innenwiderstand. Das ist eine andere Chemie.

Olaf

von Axel R. (axlr)


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Toxic schrieb:
> Die Uhr verfuegt ueber EL-Backlight:

Tja, meine leider nicht. Der Vorgänger  (ne eher einfache Casio-funkuhr) 
hatte das noch. Die Wave-ceptor hat eine kleine Lampe an der sekundären 
Digitalanzeige. Kein Ablesen möglich. Kein Vergleich zum 
hinterleuchteten Ziffernblatt.
Wie die das mit dem "Akku" machen und mit dem Empfang, möchte ich auch 
gern wissen.
Nach drei Tagen im dunklen Bad zeigt sie H1 an ... dann mach ich sie um 
und sie lädt sich wieder auf.

von Der G. (Firma: schlechthin) (gastgeber)


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"voll Wasser lief" "Tasten schwergängig"
Lösung: aufschrauben und von beiden Seiten die Knöpfe mit nem Tropfen 
Silikonöl aus sonem Spray schmieren. Die Dichtungen mit Sikokonfett 
behandeln. Vorher evtl. im Ultraschallbad reinigen. Und nicht mehr mit 
ins Wasser nehmen und wenn doch Wasser reingekommen ist, aufschrauben, 
mit destilliertem Wasser spülen wenn es Salzwasser war und möglichst 
schnell trocknen lassen, z.B. auf der Heizung.

"Wave Ceptor" "zelle innerhalb 17 Jahren 2 mal"
Die Wave Ceptor sind mit einer Batterielebensdauer von 2 oder 3 Jahren 
angegeben, warum sollte Casio da so untertreiben?

"Casiotechies"
Beim Aldi gabs ne Funkuhr, da sind die Zeiger per Schrittmotor auf die 
richtige Zeit nach Funk gehuscht. Da fällt einem erst mal die Kinnlade 
runter.

Hier ist ne genaue Zeit, stimmt mit meinen Funkuhren auf die 
Millisekunde überein, aber muss man nachladen, sonst ist sie manchmal 
verzögert.
https://atomuhr-genaue-uhrzeit.de

: Bearbeitet durch User
von Der G. (Firma: schlechthin) (gastgeber)


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Der Trimmpoti ist relativ ungenau, da muss man schon versuchen das Teil 
so wenig wie möglich zu drehen, damit ich bekomm die Genauigkeit der 
Modul 593 hin. Rausdrehen verlangsamt die Zeit.

von Andi B. (andi_b2)


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Leider gibt's den Trimm-C schon seit ca. 10 Jahren nicht mehr. Hab 
damals extra den Casio Support gefragt, wie ich den nun die Uhr 
"richtig" einstellen soll so wie ich es die Jahrzehnte davor mit 
diversen Modellen gemacht habe. Erfreulicherweise kam zwar eine Antwort, 
aber im Endeffekt hätte ich die Uhr einsenden sollen ohne Garantie oder 
Erklärung, ob und wie die das ohne Trimm-C verbessern könnten. 
Standardantwort halt. Theoretisch wäre das natürlich auch in SW einfach 
realisierbar.

von Der G. (Firma: schlechthin) (gastgeber)


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Hab die alte Casio mit dem Trimmpoti aber auf 1s/mon genau einstellen 
können. Das ist schon sehr sehr gut, die andre ist wesentlich ungenauer, 
vielleicht 4 oder 6 Sekunden. Vielleicht kann man aus ner alten Uhr nen 
Trimmpoti in eine neuere Uhr reinlöten. Parallel zum Quarz.

von Olaf (Gast)


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> Hab die alte Casio mit dem Trimmpoti aber auf 1s/mon genau einstellen
> können.

Das ist schon hart an der Grenze von, "kann ich kaum glauben". :)
Einfach deshalb weil sich die Temperatur der Uhr ofter mal aendert,
selbst wenn du sie meistens umhast.

Aber vielleicht sollte ich das auch mal machen. Meine alte PRG-80T liegt 
so bei 15-30s im Monat.

> Vielleicht kann man aus ner alten Uhr nen
> Trimmpoti in eine neuere Uhr reinlöten. Parallel zum Quarz.

Wenn du den Platz dafuer findest sicher machbar. Problem ist allerdings 
das Flussmittel in deinem Lot. Du kannst nicht von der Uhr erwarten das 
sie mit einstelligen Mikroamperes laeuft wenn du die Platine verdreckst. 
Reinigen ist aber wieder bloed wegen den Gummikontakten zum LCD. Alles 
nicht unmoeglich, aber aufwendig.

Da scheint mir zweimal im Jahr stellen wenn man sowieso Sommerzeit ab/an 
stellen muss einfacher zu sein. Ansonsten hat Casio ja auch noch ein 
paar Uhren die alle Funksender empfangen koennen die es so gibt.

Aber jetzt ueberlegen wir mal. Frueher hatten die Uhren ein Trimmpoti. 
Da sass dann ein nette Japanerin am Fliessband und hat die Teile immer 
abgeglichen. Vermutlich kaum unter 10-20s pro Uhrwerk machbar. Also 
eigentlich zu teuer.

Heute wuerde ich erwarten das die Uhr automatisch gemessen wird, die 
Abweichung wird der Uhr mitgeteilt und die korrigiert dann in Software. 
Einmal um Mitternach eine einstellige Anzahl von Sekunden 
substrahieren/addieren.
Wo merkt sich die Uhr diesen Wert?

Flash? Vermutlich nicht weil Maskenprogrammiert.
Eeprom? Vermutlich nicht weil aufwendiger Prozess und ich denke
        das der Hersteller da auch wegen der Stromaufnahme beschraenkt
        ist.

Externer Speicher? Im Leben nicht, zu teuer, kein Platz.

Wahrscheinlich: Internes Register im Ram. Bleibt solange erhalten bis
die Batterie gewechselt wird. Vielleicht sogar etwas laenger wenn man
schnell wechselt. Merkt der Kunde fruehestens nach 5Jahren, also lange 
nach der Garantie.
Extremkunden koennen ja die Uhr zum wechseln nach Casio einschicken.

So wuerde ich das in etwa erwarten...

Olaf

von Andi B. (andi_b2)


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> Wo merkt sich die Uhr diesen Wert?

Ich hab eine Menge Casio Databank Uhren. Die können sich 'ne Menge 
Telefonnummern und Terminen merken. Die meisten davon behalten diese 
Daten auch beim Batteriewechsel, min. eine wurde sogar damit beworben 
und hält die Daten auch beim Reset (AC). Also das wäre für Casio das 
kleinste Problem gewesen.

Und nein, da ist sicher keine Japanerin gesessen und hat am Trimmko 
rumgedreht. Das hat dort (oder in der Fabrik in Taiwan, ...) sicher 
schon seit zig Jahren ein Roboter gemacht.

Kleiner ein paar Sekunden/Monat hatte ich auch bei den Uhren wo es 
einstellbar war. Die aktuellen sind da eher im Bereich von 15s und mehr. 
Das Problem bei der Werkskalibrierung sind ja die ungewissen 
Temperaturprofile des Benutzers, nicht jeder trägt die Uhr täglich und 
nimmt sie über Nacht runter und lebt in kühler oder heißer Gegend und 
...., aber auch die Alterung des Quarzes. Die werden im Laufe der Jahre 
auch generell etwas langsamer (?). Wenn man es wirklich genau haben 
will, dann muss das schon der Benutzer fein tunen.

von Der G. (Firma: schlechthin) (gastgeber)


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Genaueres zur Justage heute steht hier: 
https://de.wikipedia.org/wiki/Quarzuhr#Ganggenauigkeit

Ob der Quarz mit dem Poti dann kompatibel wäre müsste man halt mal 
ausprobieren, einfach die Kontakte vorzerzinnen, mit Flussmittel 
behandeln und dann einlöten, mit Bremsenreiniger abtupfen fertig.

Im normalen Temperaturbereich sollten keine Abweichungen feststellbar 
sein: 
https://rn-wissen.de/wiki/index.php?title=Schwingquarz#Temperaturabh.C3.A4ngigkeit
Ich muss mal die Genauigkeit notieren und mit dem Kühlschrank 
vergleichen.

von Andi B. (andi_b2)


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Naja, einfach dazulöten ist nicht so toll. Trimmkondenstatoren (kein 
Poti) haben einen Kapazitätsbereich von z.B. 5-22pF. Also eine 
Mindestkapazität haben die immer. So ein Quarz hat üblicherweise ein 
Lastkapazität von einigen 10pF. Also mit 5pF dazu wird der schon um 
einiges langsamer. Kann man probieren, da die Casios eh generell zu 
schnell laufen. Aber den Trimm-Ko vorher vermessen und markieren, 
schadet sicher nicht.

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