Forum: Haus & Smart Home Topologie DLan Netzwerk


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von Neo R. (neoneo)


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Hallo zusammen,

ich wollte mir für zu Hause Adapter für die Steckdose holen, um darüber 
Netzwerkdaten zu übertragen.
Sowas hier z.B: 
https://www.tp-link.com/de/home-networking/powerline/tl-pa4010p-kit/
Dabei habe ich mich gefragt: Wie sieht eigentlich die Netzwerktopologie 
zwischen den Geräten aus? Ist das wie ein Hub? (Alle kriegen alle 
Pakete)

von Reinhard S. (rezz)


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Damit machst du dir hier Freunde...

Es hängen ja alle Geräte am Stromnetz, also empfangen alle alles. Ob 
dann auch alles am Netzwerkanschluss ausgespuckt wird oder irgendein 
Filter aktiv ist kann ich dir aber nicht sagen.

Beitrag #6646657 wurde vom Autor gelöscht.
von Neo R. (neoneo)


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Hallo Reinhard,

danke für deine schnelle Antwort!

> Damit machst du dir hier Freunde...
Wie meinst du das?

> Es hängen ja alle Geräte am Stromnetz, also empfangen alle alles. Ob
> dann auch alles am Netzwerkanschluss ausgespuckt wird oder irgendein
> Filter aktiv ist kann ich dir aber nicht sagen.
Ja, in die Richtung ging meine Frage, ob die quasi "Lernen" welche 
Geräte an Ihnen hängen und dementsprechend die Pakete Filtern.

von Thomas W. (dbstw)


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Moin, -

Neo R. schrieb:

> ich wollte mir für zu Hause Adapter für die Steckdose holen, um darüber
> Netzwerkdaten zu übertragen.

Lass es. PLC ist mehr ein Problem als eine Loesung: Wir hatten zwei 
AVM-Geraete um eine Verbindung ueber einen sehr langen Flur zu ziehen. 
Du musst die richtige Phase erwischen, Du darfst nicht zu viele Stoerer 
(z.B. Schaltnetzteile) haben, Dein Stromnetz ist ein riesiger Sender.

Stabil war es auch nie so richtig, ab und zu musste man die Adapter 
restarten.

Zwei Jahre spaeter habe ich eine Rolle CAT5-Kabel gekauft und jetzt habe 
ich ein freundliches Gigabit-Netzwerk das richtig stabil funktioniert.

> Dabei habe ich mich gefragt: Wie sieht eigentlich die Netzwerktopologie
> zwischen den Geräten aus? Ist das wie ein Hub? (Alle kriegen alle
> Pakete)

Du kannst Bridge (Layer 2) oder Routing (layer 3) machen.

Gruesse

Th.

Edit: Tuppfehler

: Bearbeitet durch User
von Neo R. (neoneo)


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Hallo Thomas,

alles klar, dank dir.
Ich krieg die Teile sehr günstig von nem Kumpel gebraucht und werds 
einfach mal ausprobieren. Falls das nicht so gut funktioniert, ist ja 
schon mal gut zu wissen, dass es auch einfach an der Technologie selber 
liegen kann.

Viele Grüße
Neo

von Thomas W. (dbstw)


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Moin, -

warum will Dein Kumpel Dir die Sachen verkaufen? Die Adapter wurden auch 
immer schlechter (ich nehme an, billige Kondensatoren in den Filtern) 
und irgendwann (natuerlich Freitag abend) war einer der Adapter ganz 
tot.

Es haengt auch empfindlich ab, ob Du die Phasen koppeln kannst/musst.

Am meisten hat mich das Restarten der Adapter gestoert und manchmal die 
nicht konstante Datenrate.

Gruesse

Th.

von oszi40 (Gast)


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Neo R. schrieb:
> um darüber Netzwerkdaten zu übertragen.

Kauf Dir ein 10 m Patchkabel für ca. 10 €. Dann hast Du eine schnellere, 
zuverlässige Verbindung, die nicht von jedem Staubsauger gestört wird.

von Maxe (Gast)


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Ich bin hier gard über dlan im Netz, die Adapter sind über 10 Jahre alt, 
eher 15. Von Anfang bis heute nie Probleme damit gehabt, nicht die 
kleinsten Aussetzer. (Im Gegensatz zum WLAN). Allerdings hab ich nur 
zwei Adapter, also eine reine Punkt-zu-Punkt Verbindung. Und außerdem 
ist hier das DSL eher träge, kann sein dass man mit schnellem Internet 
weniger glücklich wird, k.A.

von Selberbastler (Gast)


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Bei anderen läuft es schon so lange einwandfrei in der ganzen Wohnung 
dass sie davon abgekommen sind sich die Mühe zu machen die geplanten 
Cat7 Kabel zu ziehen.

Und jetzt stell ich mich in die Ecke und schäm mich für die Monstrosität 
die ich da mache, weil ich es doch besser wissen sollte, denn eigentlich 
mache ich beruflich Infrastruktur - also LWL und Kupfer für Netzwerk...

von Sven L. (sven_rvbg)


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Neo R. schrieb:
> Wie meinst du das?
Er meint es eher ironisch, da Powerline wohl bestimmte von 
Amateurfunkern genutzte Frequenzbereiche stört.


Ich kann den Unmut durchaus verstehen, obwohl ich momentan selbst noch 
eine Powerlineverbindung in meine Garage nutze, was bis dato leider die 
einzige sinnvoll Lösung im Bezug auf Kosten und Nutzen war!

Was die Stabilität angeht, kann ich mich nicht beschweren, ich kenne 
aber Fälle da haben dann irgendwelche Schaltnetzteile das 
Powerlinesignal gekillt, da ging dann garnichts mehr zu übertragen.

Ich kenne Installationen da hat man die Reichweite vom Powerline über 
Phasenkoppler auch über mehrere RCD-Kreise hinweg verbessern können.

Auch hier muss man fairerweise sagen, das als die Gebäude gebaut / 
umgebaut wurden, noch niemand so richtig an strukturierte Verkabelung in 
jedem Stock gedacht hat. Und leider ist WLAN eben auch nicht immer die 
Lösung für alles!

Wie schon gesagt, ich versthe da beide Seiten!

von Reinhard S. (rezz)


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Sven L. schrieb:
> Neo R. schrieb:
>> Wie meinst du das?
> Er meint es eher ironisch, da Powerline wohl bestimmte von
> Amateurfunkern genutzte Frequenzbereiche stört.

Erstens das und zweitens störts gerne auch mal bei DSL-Anschlüssen.

Ich nutz es nicht und kann praktisch dazu deshalb auch nix sagen.

von oszi40 (Gast)


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Reinhard S. schrieb:
> Erstens das und zweitens störts gerne auch mal bei DSL-Anschlüssen.

Wenn es heute noch geht, garantiert es nicht, daß schon morgen der 
Nachbar ähnliche Sachen betreibt und nun stört (schon erlebt). Außerdem 
sollte man überlegen welche Geräte 24h*365Tage Strom brauchen. Ein 
LAN-Kabel liegt nur passiv herum. Diese Adapter brauchen ständig Strom.

von Kilo S. (kilo_s)


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Neo R. schrieb:
> ich wollte mir für zu Hause Adapter für die Steckdose holen, um darüber
> Netzwerkdaten zu übertragen.

KOTZ

Bitte lass es!

Zum einen sind das Störsender, das Stromnetz als datenleitungen zu 
nutzen funktioniert nur zuverlässig im Labor an einer Netznachbildung.

Zum anderen sind die dinger im Standby Stromfresser die du nicht 
brauchst.

Wenn du einen Amateurfunker in der Nähe hast schickt er dir im 
schlimmsten fall die Bundesnetzagentur und die wird dich erst mal 
freundlich bitten die Teile außer Betrieb zu nehmen. Unterlässt du das 
kannst du wegen des gebrauchtkauf keinen Hersteller in Regress nehmen. 
Dann wirds im schlimmsten fall teuer weil du eine Sendeanlage in Betrieb 
hast die du nicht betreiben darfst!

Die dinger sind der letzte mist!

Installieren dir doch lieber einen Wlan Repeater oder leg dir ein Kabel.

Es wird dir mehr Freude bereiten!

Sofern du nicht mein Nachbar bist kann es mir eigentlich herzlich egal 
sein, ist es mir aber nicht.
Du bist am Ende dafür verantwortlich und musst blechen wenn es übel 
läuft. Davor möchte ich dich warnen.

D-LAN/Powerlan ist die beschissenste Erfindung die ich kenne!

Die dinger strahlen durch das Stromnetz ab, das dürfen sie aber nicht! 
Wenn sie das tun und die grenzwerte nicht einhalten bist du der 
gef***te.

Und besonders bei älteren Modellen wäre ich vorsichtig. Selbst ein CB 
funker dessen Kanäle 1-40 (EU Norm) gestört sind kann dich melden und du 
MUSST das abstellen. Denn die EN 50561-1 sagt das diese PLC geräte 
bestimmte Frequenzbereiche "Ausnotchen" müssen. Also die eigene 
Sendeleistung so niedrig halten oder gar nicht erst benutzen dürfen wenn 
die Grenzwerte nicht eingehalten werden können.


Das ist in den seltensten Fällen möglich, vor allem nicht bei einem 
"Langen Flur"bei dem die Leitungen prima Antennen abgeben.

von Matthias L. (limbachnet)


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Kilo S. schrieb:
> Unterlässt du das
> kannst du wegen des gebrauchtkauf keinen Hersteller in Regress nehmen.

Wieso das denn? Ob man nun gebrauchte Ware oder Neu vom Händler kauft - 
der Hersteller ist doch immer derselbe?!

von Ich (Gast)


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Zur Topologie kann ich nichts sagen, aber mich der breiten Meinung hier 
anschließen.
Nach meinem Umzug und als das Netzwerk noch nicht fertig war, hatte ich 
solche Geräte zur Überbrückung genutzt. Es hat mehr oder weniger gut 
funktioniert (Etwa gleichwertig zu WLan).
An der Stelle des TO würde ich versuchen ein LAN Kabel zu verlegen. 
Sofern es keine Verlegeleitung, sondern z.B. ein normales Cat5e Kabel 
ist, lässt sich das auch prima in Sockelleisten verstecken.

von Kilo S. (kilo_s)


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Matthias L. schrieb:
> Wieso das denn? Ob man nun gebrauchte Ware oder Neu vom Händler kauft -
> der Hersteller ist doch immer derselbe?!

Wenn der Kumpel die dinger schon 2 oder mehr Jahre hat gibts keine 
Garantie mehr.

Die Quittung vom Laden wo er die gekauft hat existiert meist auch nicht 
mehr und manche Produkte sind beim Hersteller auch schon End of Life.

Und je älter der Kram istnum so eher ist das der Fall.

von Matthias L. (limbachnet)


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Hat mit "Regress" nur gar nix zu tun - aber jetzt ist klar, was du 
eigentlich gemeint hast, danke. Das stimmt schon, Garantie ist dann 
futsch.

von Maxe (Gast)


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Kilo S. schrieb:
> Dann wirds im schlimmsten fall teuer weil du eine Sendeanlage in Betrieb
> hast die du nicht betreiben darfst!
> ...
> Du bist am Ende dafür verantwortlich und musst blechen wenn es übel
> läuft. Davor möchte ich dich warnen.

So ein Blödsinn. Die Dinger sind zugelassen, und von Verbrauchern ohne 
Weiteres einsetzbar. Falls der unwahrscheinliche Fall eintritt, dass sie 
tatsächlich außerhalb der Spezifikationen senden und die 
Bundesnetzagentur aufkreuzt, dann legt man sie halt still und fertig. 
Ist ja nicht schwierig, sind nur gesteckt. Als argloser Verbraucher hat 
man da mit keinen Strafen o.ä. zu rechnen.

Ich kann ja verstehen, dass dir als Funker die Technik ein Dorn im Auge 
ist. Aber deshalb Horrorszenarien zu verbreiten, ist... naja.

von Kilo S. (kilo_s)


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Maxe schrieb:
> Die Dinger sind zugelassen, und von Verbrauchern ohne Weiteres
> einsetzbar.

Unter prüfbedingungen halten die ja auch ihre Spezifikation ein.

Nur im Realen Umfeld eben nicht mehr! Und in genau dem moment wird aus 
der ganzen Geschichte eine Sendeanlage.
Wenn auch völlig unbeabsichtigt.

Wieso sonst würde die Bundesnetzagentur da anrücken?!

von Jan H. (j_hansen)


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Kilo S. schrieb:
> Wieso sonst würde die Bundesnetzagentur da anrücken?!

Na weil die Amateurfunker Stress machen - auch ihrer Sicht u.U. durchaus 
zurecht. Trotzdem - wie Maxe schon schrieb, steckt man die - im 
<<1%-Fall, dass wirklich die Behörde aufkreuzt - einfach ab und fertig. 
Kein Grund Schauermärchen zu verbreiten, nur weil man selbst bei den 
Dingern kotzt (sic!).

von Kilo S. (kilo_s)


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Jan H. schrieb:
> Na weil die Amateurfunker Stress machen - auch ihrer Sicht u.U. durchaus
> zurecht.

Eben, durchaus zurecht.

Jan H. schrieb:
> Kein Grund Schauermärchen zu verbreiten, nur weil man selbst bei den
> Dingern kotzt (sic!).

Das ist kein schauermärchen!

In dem moment wo diese eigentlich drahtgebundene übertragungsart anfängt 
abzustrahlen ist es eine Sendeanlage.

Auch wenn das absolut unbeabsichtigt ist.

Da kommen dan mehrere Aspekte zum tragen. Die Bundesnetzagentur wird 
beim ersten mal nur freundlich auf den Umstand hinweisen das die Geräte 
stören und der Betrieb einzustellen ist.

Wen man das unterlässt weil man so Ignorant ist und genau das denkt was 
hier schon angesprochen wurde:

Maxe schrieb:
> Die Dinger sind zugelassen, und von Verbrauchern ohne Weiteres
> einsetzbar.

Wird man dafür bestraft!

Und das ebenso zurecht!

Jan H. schrieb:
> Trotzdem - wie Maxe schon schrieb, steckt man die - im <<1%-Fall, dass
> wirklich die Behörde aufkreuzt - einfach ab und fertig.

Genau, am besten steckt man die teile erst überhaupt nicht ein und hat 
sich den ganzen Stress erspart.

Google mal nach "Verkaufsverbot D-Lan"....

Da ging es schon 2013 los das es von Seiten der Bundesnetzagentur 
verbote gab!

An und für sich eine gute Idee, nur leider nicht praktikabel die ganze 
D-Lan/Powerlan Geschichte.

von Frank E. (Firma: Q3) (qualidat)


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Das Stromnetz ansich ist bei Powerline ein "shared medium". Allerdings 
kann man die Kommunikation der Adapter untereiander logisch steuern - 
zumindest bei Geräten von Devolo.

Mein Favorit: Das "DLan AVPro DIN Rail", ein Hutschienenadapter, der in 
die zentrale Verteilung bzw. den "Sicherungskasten" kommt und mit allen 
3 Phasen verbunden wird. Für die einzelnen Verbrauchsstellen werden dann 
die normalen Steckdosenadapter verwendet, von denen es welche mit 1,2 
und 3 LAN-Buchsen und wahlweise auch WLAN gibt. Es gibt auch Adapter, 
die zusätzlich PoE beherrschen und so z.B. eine Kamera oder ein 
IP-Telefon gleich mitversorgen können.

Vom Hersteller gibt es neben dem "Devolo Cockpit" fürs einfache Volk 
auch die kostenlose Software "DLan AVPro Manager", mit dem man die 
Adapter wahlweise nach dem Prinzip "Master-Slave" oder "Peer-to-Peer" 
verbinden kann. Auch gibt es zahlreiche erweiterte Einstellungen z.B. 
bezüglich VLan, dem verwendeten Frequenzspektrum u.v.a. ... einfach mal 
ansehen.

: Bearbeitet durch User
von Neo R. (neoneo)


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Hey,

danke für die vielen Antworten - mir war nicht klar, dass ich damit ein 
Reizthema trigger - die Problematik mit der Frequenzstörung war mir 
nicht bewusst.
Habe, davon angeregt, mal selber recherchiert und ist wohl so - wie 
bereits oben erwähnt, dass man bei innerhalb der EU und insbesondere in 
Dtl verkauften Geräten als Verbraucher darauf vertrauen kann, dass die 
Geräte entsprechende Spezifikationen erfüllen. Der Rest ist Aufgabe der 
Marktaufsicht der Bundesnetzagentur (die sind zuständig für die 
Überprüfung der Einhaltung der EMV Richtlinie bei solchen in der EU 
angebotenen Geräten).
Wenn man die Geräte dann entsprechend den Vorgaben der 
Bedienungsanleitung verwendet passt das erstmal. Sollte es zu 
Frequenzstörungen kommen (und jemand fühlt sich gestört und ruft bei der 
Netzagentur an) dann kommen die halt und messen. Falls dabei die Geräte 
als Quelle der Störung identifiziert werden, kann man die halt nicht 
mehr nutzen und fertig. (Wenn man sich da dann bewusst drüber Hinweg 
setzt, ist nen anderes Thema, aber das ist ja iwie auch klar)

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Neo R. schrieb:
> dass man bei innerhalb der EU und insbesondere in Dtl verkauften Geräten
> als Verbraucher darauf vertrauen kann, dass die Geräte entsprechende
> Spezifikationen erfüllen

Dafür ist der CE-"Kuckuck" da, der mit einer Konformitätserklärung 
hinterlegt sein muss.

Es ist erstmal richtig, wenn du damit Funkstörungen verursachst (was 
sehr wahrscheinlich ist – das Energieverteilnetz ist halt nicht nach 
Gesichtspunkten für eine Datenkommunikatiion im MHz-Bereich aufgebaut) 
und sich jemand dadurch gestört fühlt und die BNetzA ruft (deutlich 
weniger wahrscheinlich), dann wird man dir die Auflage erteilen, diese 
Störungen abzustellen – entweder durch Änderung von Betriebsparametern 
oder durch Außerbetriebnahme der Anlage. Weitere Konsequenzen hast du 
selbst nicht groß zu befürchten, außer dass natürlich dein investiertes 
Geld futsch ist (du müsstest es dir auf dem Weg einer Zivilklage beim 
Hersteller zurück holen) und dass dein Problem dann nach wie vor 
ungelöst ist.

Daher ja auch die Empfehlung, es lieber gleich richtig zu machen und ein 
ordentliches Kabel zu legen … Glasfaserkabel sind auch noch 'ne 
Variante, die haben insbesondere bei etwas längeren Entfernungen zu 
abgesetzten Gebäuden den Vorteil, dass sie auch bei einem Blitzschlag in 
unmittelbarer Nähe die angeschlossenen Geräte nicht gefährden. Außerdem 
sind sie vergleichsweise dünn und lassen sich dadurch u.U. auch da noch 
fädeln, wo man ein Cat6+ Kabel nicht mehr gezogen bekommt. Entsprechende 
Medienwandler am Ende der Glasfaser sollte es geben. Die Faser selbst 
erlaubt dann auch Gigabit oder mehr.

von Bänz (Gast)


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Neo R. schrieb:
> Der Rest ist Aufgabe der
> Marktaufsicht der Bundesnetzagentur

Die meisten Betroffenen werden gar nicht wissen dass sie von PLC gestört 
werden, und entsprechend auch nicht die BnetzA aufsuchen.
Es erfordert etwas Sachkenntnis, um Störungen (z.B. von Rundfunk auf 
Kurzwelle) zu identifizieren. Wenn es da knistert und knattert, werden 
viele erst mal nicht an PLC denken. Störungen haben sie trotzdem.
Der PLC-Mist sollte nur als allerletzte Möglichkeit zum Einsatz kommen.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Bänz schrieb:
> Es erfordert etwas Sachkenntnis, um Störungen (z.B. von Rundfunk auf
> Kurzwelle) zu identifizieren.

Deutliches Anzeichen: ein "Rauschteppich", der beim Drüberdrehen über 
die Kurzwelle im Bereich der Amateurfunkbänder deutlich (20 dB oder so) 
zurück geht. Diesen Teil blenden die PLC-Hersteller bewusst aus, weil 
ihnen irgendwann klar geworden ist, dass aus der Ecke ansonsten 
wahrscheinlich die meisten Störungsmeldungen gekommen wären, die ihnen 
u.U. auch ein Verbot durch die Marktaufsicht eingebrockt hätten. Sie 
haben nämlich zuvor in den entsprechenden Normungsgremien die Situation 
schön geredet und sich daher Grenzwerte aushandeln lassen, bei denen es 
eigentlich sicher ist, dass vom Betrieb der Anlagen in einem realen 
Energieverteilnetz Funkstörungen ausgehen. Das hängt u.a. auch damit 
zusammen, dass diese Netze halt so massiv viel abstrahlen; damit die 
Technologie überhaupt funktioniert, muss man vergleichsweise viel 
Energie am Anfang der Leitung einspeisen, um am Ende überhaupt noch was 
decodieren zu können.

Die paar Kurzwellen-Rundfunk-Hörer haben am Ende noch weniger Lobby als 
die Funkamateure. Die bleiben schlicht gestört durch derartige Technik. 
Sie hätten zwar durchaus Anspruch auf störungsfreien Rundfunkempfang 
(Rundfunk hat höhere Entstörungspriorität als Amateurfunk), aber wie du 
schon schreibst, sie werden die Ursache des Problems in den meisten 
Fällen nicht erkennen können.

von Sven L. (sven_rvbg)


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Hallo Jörg,
ich weiß das man in DD mal über die DrewAG internet via Powerline 
bekommen konnte. Gibt es das eigentlich noch?

Weiterhin weiß ich das gewisse VNB bzw. grundzuständige MSB planen, ihre 
SMGW via Powerline auszulesen, dabei würde der Übergang Powerline auf 
irgend ein anderes Medium in den Umspannstationen sitzen.

Das Ganze also in Verbindung mit modernen Messweinrichtgen bzw. 
intelligenten Messsystemen.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Sven L. schrieb:

> ich weiß das man in DD mal über die DrewAG internet via Powerline
> bekommen konnte. Gibt es das eigentlich noch?

Ich glaube, mehr als ein Versuch war das (zum Glück) nie. Irgendwie 
mussten die Energieversorger dann wohl begreifen, dass sie die Physik 
nicht überlisten können, und parallel hatte sich DSL so rasant 
entwickelt, dass schnell klar war, dass ein "Internet aus der Steckdose" 
so nicht (konkurrenzfähig) funktionieren kann.

> Weiterhin weiß ich das gewisse VNB bzw. grundzuständige MSB planen, ihre
> SMGW via Powerline auszulesen, dabei würde der Übergang Powerline auf
> irgend ein anderes Medium in den Umspannstationen sitzen.

Ein paar Byte pro Sekunde kleckern wahrscheinlich irgendwo bei einigen 
100 kHz dahin, das ist 'ne ganz andere Hausnummer, als wenn man 
versucht, mit 100 Mbit/s und mehr Konkurrenz zu WLANs zu machen.

von Sven L. (sven_rvbg)


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Jörg W. schrieb:
> Sven L. schrieb:
> Ich glaube, mehr als ein Versuch war das (zum Glück) nie. Irgendwie
> mussten die Energieversorger dann wohl begreifen, dass sie die Physik
> nicht überlisten können, und parallel hatte sich DSL so rasant
> entwickelt, dass schnell klar war, dass ein "Internet aus der Steckdose"
> so nicht (konkurrenzfähig) funktionieren kann.
Naja das muss so um 2006 / 2008 gewesen sein, als es in Striesen noch 
sehr schwierig war einen DSL-Anschluss zu bekommen.

Dresden, bzw. Teile davon müssen nach '90 wohl Telekomtestgebiet für 
OPAL gewesen sein.

> Ein paar Byte pro Sekunde kleckern wahrscheinlich irgendwo bei einigen
> 100 kHz dahin, das ist 'ne ganz andere Hausnummer, als wenn man
> versucht, mit 100 Mbit/s und mehr Konkurrenz zu WLANs zu machen.
Ich weiß leider nicht, mit welchen Datenraten da gearbeitet wird.

: Bearbeitet durch User
von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Sven L. schrieb:
> Dresden, bzw. Teile davon müssen nach '90 wohl Telekomtestgebiet für
> OPAL gewesen sein.

Ja, ich wohne am Rand des OPAL-Gebiets. Die damalige DSL-Lösung (die 
dann gleich VDSL war, OPAL gab ja stolze 1.5 Gbit/s duplex her) war nach 
mehrjährigem Testbetrieb dann kurz vor unserem Einzug hier in den 
Regelbetrieb übernommen worden.

Hat aber nicht sonderlich lange gehalten: die Telekom will OPAL 
loswerden und hat sich alle Mühe gegeben, die Leute zwangsweise auf FTTH 
umzustellen. Größtes Problem war halt, das Glas vom Keller in die 
Wohnung zu legen. Kupfer wollen sie nicht mehr.

von Matthias L. (limbachnet)


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Jörg W. schrieb:
> OPAL gab ja stolze 1.5 Gbit/s duplex her

Echt? Immerhin...

Ich hatte im Hinterkopf, dass bei OPAL eigentlich nur Akustische Modems 
verwendbar waren und für Datenverkehr noch mit Kupfer überbaut werden 
musste; bin ich da gedanklich irgendwo falsch abgebogen?

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Matthias L. schrieb:
> Jörg W. schrieb:
>> OPAL gab ja stolze 1.5 Gbit/s duplex her
>
> Echt? Immerhin...

Ja, hatte ich mal gelesen dazumals.

Also nicht, dass da jetzt solch eine Faser für jeden Teilnehmer verlegt 
worden wäre, sondern eher eine für ein Mietshaus. Aber auch damit war es 
ihnen problemlos möglich, jeden Teilnehmer (der es wollte) dann mit je 
100 Mbit/s zu versorgen. Blöd war nur, dass das mit viel Energieaufwand 
(extra Niederspannungsanschluss) im Keller erst in VDSL umgewandelt 
worden ist, um es dann auf einem Cat3-Kabel nach oben in die Wohnung zu 
bringen, wo man mit viel Energieaufwand wieder Ethernet draus gemacht 
hat.

> Ich hatte im Hinterkopf, dass bei OPAL eigentlich nur Akustische Modems
> verwendbar waren und für Datenverkehr noch mit Kupfer überbaut werden
> musste; bin ich da gedanklich irgendwo falsch abgebogen?

Völlig falsch. Das war vor allem auch für ISDN gedacht, und ISDN war 
erstens eh schon mal digital, zweitens in Form von PRI bereits für 2 
Mbit/s pro Teilnehmer konzipiert. (Das war dann aber halt so teuer, dass 
das privat keiner gemacht hat.)

von Sven L. (sven_rvbg)


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Jörg W. schrieb:
> Hat aber nicht sonderlich lange gehalten: die Telekom will OPAL
> loswerden und hat sich alle Mühe gegeben, die Leute zwangsweise auf FTTH
> umzustellen. Größtes Problem war halt, das Glas vom Keller in die
> Wohnung zu legen. Kupfer wollen sie nicht mehr.

Kann mir schlimmeres vorstellen als FTTH. Mir wäre es als Mieter auch 
Egal, wenn das LWL-Modem im Keller hängen würde und es dann per CU 
weiter in die Wohnung ginge. In Vielen Altbauen hätte man da schon was 
machen können, teilweise über stillgelegte Kamine etc.

Und in den DDR-Altneubauten mit Zählern auf den Etagen hätte man sicher 
auch Wege gefunden, wenn man es gewollt hätte.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Sven L. schrieb:
> In Vielen Altbauen hätte man da schon was machen können, teilweise über
> stillgelegte Kamine etc.

Genau das war am Ende auch der gewählte Weg. Brauchte aber einen 
Telekommunisten, der das auch mitgemacht hat, nach Zusicherung, dass der 
Kamin wirklich tot ist und dass der Hauseigentümer keinen Einwand hat.

Am alten Kabel ziehen hat (trotz ordentlicher Verrohrung) nur im EG und 
bei einer weiteren Mietpartei funktioniert. Die Kabel liegen halt um 
ausreichend viele Ecken, da hilft auch das Rohr nichts. Leider war das 
im Rohr liegende Cu hinreichend einfach, um nicht direkt für Ethernet 
tauglich zu sein (außerdem braucht der Glasfaserabschluss wieder Strom, 
aber dafür hätte sich gewiss eine Lösung finden lassen können).

von Matthias L. (limbachnet)


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Jörg W. schrieb:
> Völlig falsch. Das war vor allem auch für ISDN gedacht,

Aaaah, richtig, ISDN, nicht analog! Danke.

Und die Kupfer-Überbauung war dann für ADSL, ja, jetzt passt' wieder.

: Bearbeitet durch User
von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Matthias L. schrieb:
> Und die Kupfer-Überbauung war dann für ADSL, ja, jetzt passt' wieder.

Wobei sie das hier nicht gemacht haben, schnelles Internet über Kabel 
gab's hier erst, als die Telekom diese OPAL/[VA]DSL-Wandlung tatsächlich 
betrieben hat. Davor nur WiMAX und sowas.

von Matthias L. (limbachnet)


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Oje.

Aber auch hier am Berliner Stadtrand hab' ich noch einige Jahre mit 
ISDN-Internet auskommen müssen, bis es dann endlich DSL gab - und das 
hatte 1200kBit/s, mehr ging wegen der langen Leitung wieder nicht. Erst 
mit den Outdoor-DSLAM wurde es dann (deutlich) besser.

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