Der LiPo und das Ladeende

OP #6648906
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Hallo zusammen,

Am Ladeende wird es ja kniffelig, weil man sich nahe der maximalen 
Spannung bewegt, bevor der LiPo ungnädig wird und man gleichzeitig gegen 
den Innenwiderstand arbeiten muss.
-> Dadurch hat man immer das Spannungsdelta, das über dem 
Innenwiderstand abfällt.

Ich nehme an damit der LiPo ungnädig wird, ist es ihm egal, ob bei
>U_außen = U_chemie + R_innen*I_laden
I_laden = 0
oder
I_laden = 'x'
ist?
#6648930
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Da die Begriffe "ungnädig", "kniffelig", und "gegen den Innenwiderstand 
arbeiten" alle nicht im Datenblatt stehen, ist die Beantwortung deiner 
Frage einfach: 42

Und weil das ermittlen des Ladeendes, bei dem der der Lipo gerade noch 
nicht ungnädig wird, so kniffelig ist, lädt kein Mensch und auch kein 
Ladegerät bis zu dieser (nicht konstanten) Grenze, sondern einfach bis 
maximal zur im Datenblatt genannten Ladeschlußspannung - und die liegt 
auf jeden Fall unter der kniffeligen Ungnädig-Grenze.

Oliver
Gast #6648950
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Framulestigo schrieb:
> DAS hat mich schon immer gewundert. Haben die das Volt auf
> Ladeschlussspannungen geeicht, dass da so gerade Werte rauskommen oder
> ist der Lipo nicht doch erst bei 4,210642V voll?

Die Spannung ist tatsächlich nicht absolut hart festgelegt.

Mein Laptop hat Akkus für 4,4 Volt.

Die Hersteller gehen aber gerne sehr nahe an die Grenzen, um auf hohe 
Kapazitätswerte zu kommen. Und sie sagen, dass 1% mehr (als 
spezifiziert) schon sehr gefährlich sei.

Ich bevorzuge ca. 4 Volt. Beim laptop kann ich das sogar im BIOS 
einstellen. Für das Smartphone habe ich eine App, die mir Bescheid gibt 
wann ich das Netzteil abklemmen soll.
#6648974
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Stefan ⛄ F. schrieb:
> Mein Laptop hat Akkus für 4,4 Volt.

Nur mal rein interessehalber zwei Fragen:

a) Woher weisst du das?
b) Was sind das für Akkus?

> Die Hersteller gehen aber gerne sehr nahe an die Grenzen, um auf hohe
> Kapazitätswerte zu kommen. Und sie sagen, dass 1% mehr (als
> spezifiziert) schon sehr gefährlich sei.

UNd auch da interessehalber zwei Fragen:

a) Woher weisst du das?
b) Welcher Hersteller sagt das?

Oliver
#6649045
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Ich habe mich das auch schon gefragt. Ich lade meistens mit konstantem 
Strom bis z.B. 4,2V (weil das so einfach ist). Nehme ich den Ladestrom 
weg, sinkt nach einiger Zeit die Spannung auf ca. 4,1V. Reduziere ich 
den Strom, kann ich bis 4,2V mehr laden. Mit dieser Stromreduzierung bei 
konstanter Spannung sind ja wohl auch die Herstellerangaben und der 
Spannungsabfall am Innenwiderstand geht gegen Null.
Jetzt kann ich anehmen, dass ich den gleichen Ladezustand habe, wenn ich 
bis ca. 4,3V mit dem Konstanstrom lade. Denn nach der Ruhephase stellt 
sich in beiden Fällen die gleiche Spannung ein. Richtig sicher bin ich 
nicht, da die Chemie so ein Eigenleben hat.
Gast #6649070
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und was sagt der Hersteller vom Akku zu 4,3V? LiIo Akkus mögen weder 
Überladen noch Überspannung. Bei 4,3V hat man je nach Strom beides 
gleichzeitig geschafft bei einer Zelle die für 4,2V ausgelegt ist.
Darum haben schlaue Leute die sich damit auskennen auch CC-CV erfunden.
#6649101
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Jasson J. schrieb:
> Am Ladeende wird es ja kniffelig, weil man sich nahe der maximalen
> Spannung bewegt, bevor der LiPo ungnädig wird und man gleichzeitig
> gegen den Innenwiderstand arbeiten muss.

Dunkel ist der Sinn deiner Rede.

Man "arbeitet" nicht "gegen den Innnenwiderstand". Und kniffelig ist da 
auch nichts. Die (vom Hersteller genannte) Ladeschlußspannung ist die 
Klemmenspannung. Sobald die erreicht ist, geht die Ladung von der CC- in 
die CV-Phase über und der der Ladestom fällt.

Das Ladeende ist recht willkürlich definiert. Meist wenn der Ladestrom 
auf 1/10 des maximalen Ladestroms (vulgo: des Stroms der CC-Phase der 
Ladung) gefallen ist.

Das Modell mit einer "inneren Spannung" und einem "Innenwiderstand" ist 
sehr grob und geht an der Realität mehr oder weniger vorbei. 
Insbesondere darf man an den "äußeren" Klemmen nicht eine höhere 
Spannung anlegen, um mehr Ladestrom in den Akku zu zwängen. Auch dann 
nicht, wenn Ladestrom mal Innenwiderstand einen Spannungsabfall ergeben, 
bei dem die "innere Spannung" unter der Ladeschlußspannung bleiben 
würde.

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