Guten Morgen,
ich bin gerade im 5. Semster Maschinenbau an der TH Ingolstadt und plane
nach dem Master in einer Entwicklungsabteilung einzusteigen.
Welcher Master wäre hierfür am besten?
a) technische Entwicklung im Maschinenbau an meiner th
b) Uni Maschbau Master, wo?
c) Uni Mechatronik Master? Möglich? Wo?
Weiß wirklich nicht was am besten ist, bzw möglich.
Schnitt wird in Bereich 1,7 sein.
Habe zusätzlich HöMa und Mechanik Module gewählt um evtl. Einfacher an
die uni zu kommen
kontakte am institut knüpfen damit du eine promotionsstelle kriegst.
in der industrie kommt man in die forschung eigentlich nur über phd.
stelle ich mir alles sehr spaßig vor im maschinenbau ;) bezahlung ist
gerade an der uni ziemlich mies und arbeitsverträge oft befristet.
Maschinenbau Ingolstadt? Also Audi. Na, da würde ich ein Sondersemester
"Abgasbetrug" einlegen. Damit hat man dann 100% die beste Ausbildung für
deren Entwicklungsabteilung.
Ansonsten Uni. Fach scheißegal. Mechatronik ist zwar nur was für Leute
die sich nicht entscheiden können, aber was solls? Das ist eigentlich
nur für die erste Stelle nach dem Studium relevant.
Ansonsten steigt man nicht bei einem Unternehmen ein. Das ist
Idiotensprech. Es bedeutet nämlich dort einzubrechen oder Teilhaber zu
werden. Beides hast du sicherlich nicht vor.
Tecki98 schrieb:> Welcher Master wäre hierfür am besten?> a) technische Entwicklung im Maschinenbau an meiner th> b) Uni Maschbau Master, wo?> c) Uni Mechatronik Master? Möglich? Wo?
Sch... egal, such dir ein Wunschunternehmen, wo du über Praktikum echt.
Den Fuß in die Türe kriegst. Alles andere führt zur Klitsche oder
dienstleister
Du solltest programmieren können, der Rest ist mittlerweile nicht so
wichtig. Warum nicht der automotive Master an der thi?
Abschlussarbeit unbedingt im Unternehmen schreiben, sonst wir der
Einstieg schwierig.
Ich stand damals vor der selben Entscheidung nach meinem Studium an der
TH Nürnberg. Habe mich dann für den Master an der TH und gegen die Uni
entschieden.
Vorteile aus meiner Sicht waren:
- 3 vs. 4 Semester.
- Bezahlte Masterarbeit in der Industrie vs unbezahlte Tätigkeit am
Lehrstuhl.
Im Anschluss hatte ich einige Angebote von IGM Unternehmen, habe mich
dann aber für die Promotion an einer Uni entschieden. Habe jetzt nicht
das Gefühl, dass ich weniger weiß als meine Kollegen welche komplett an
der Uni studiert hatten.
Im wesentlichen kommt es darauf an, dass du dir Elementare Sachen wie
Programmieren selber aneignest und weißt wo du theoretische Konzepte
nachschlagen kannst.
Fred schrieb:> Im Anschluss hatte ich einige Angebote von IGM Unternehmen, habe mich> dann aber für die Promotion an einer Uni entschieden.Tecki98 schrieb:> Welcher Master wäre hierfür am besten?> a) technische Entwicklung im Maschinenbau an meiner th> b) Uni Maschbau Master, wo?> c) Uni Mechatronik Master? Möglich? Wo?
Hallo,
am besten wäre wohl den Master so zu wählen:
A. der forschungsorientierte / spezialisierte Bereiche abdeckt:
Materialwissenschaften (sehr breiter aber spezialisierter Bereich),
Mechatronik & KI bzw. Automation & Robotik, und evtl. siehe Buzzword
"IoT", Medizin & Technik (Medizin & Robotik), autonomes Fahren,
Batterietechnik etc.
B. TU die in solch einen Industriecluster eingebettet ist bzw.
Forschungsprojekte am laufen hat
Danach die Masterarbeit in Kooperation mit der Industrie zu absolvieren
um einen guten Einstieg in diese zu gewährleisten. Dies bietet dann
nachher noch weitere Chancen:
Darüber hinaus wäre danach auch eine PhD Arbeit in Kooperation mit
einer Firma in dem Industriecluster denkbar.
klausi
Bin in der Entwicklung bei einem OEM. Eine Promotion ist absolut kein
"Muss", hilft aber beim Einstieg (war bei mir auch so). VIEL wichtiger
ist der frühe Kontakt zum Unternehmen. Dabei gilt: Praktikum <
Abschlussarbeit < Industriepromotion. Ich habe meine Diplomarbeit und
meine Diss im Unternehmen erstellt.
Zudem wichtig: Wie steht der Schweinezyklus gerade. Im Moment haben
selbst die eigenene Doktoranden kaum eine Chance auf Übernahme.
Als Vertiefungsrichtung fällt mir auf, das hier auffällig viele Luft-
und Raumfahrer unterwegs sind.
Tecki98 schrieb:> Welcher Master wäre hierfür am besten?
Alles ausser Maschinenbau.
Vom Einstieg in eine Entwicklungsabteilung träumt der Bub - IM
MASCHINENBAU! Bruhuahahaha!
Proktologe schrieb:> Tecki98 schrieb:>> Welcher Master wäre hierfür am besten?> Alles ausser Maschinenbau.>> Vom Einstieg in eine Entwicklungsabteilung träumt der Bub - IM> MASCHINENBAU! Bruhuahahaha!
Ein junger Kerl der seine Zukunft plant und etwas aus sich machen will
verdient natürlich ausgelacht zu werden...
Genau so sollte mit der Jugend umgegangen werden
PeterGab. schrieb:> Ein junger Kerl der seine Zukunft plant und etwas aus sich machen will> verdient natürlich ausgelacht zu werden...> Genau so sollte mit der Jugend umgegangen werden
Wenn sie solche naive Vorstellungen wie der Threadstarter hat,
definitiv.
Die Realität sieht nicht immer so blumig und rosig aus wie man sich das
erträumt.
In Ingolstadt gibt es hervorragende Entwicklungsmöglichkeiten:
EI, Teamleiter, Abteilungsleiter, Bereichsleiter, Vorstand,
Vorstandsvorsitz, Stadelheim
Wenn das keine Karriereoption ist, hilft nur noch eins.
BTW:
Warum ist die Liste der Auszeichnungen des Oberaudianers nur in jüngster
Zeit so dünn? Das Fachwissen verschwindet doch nicht so schnell in der
Regel!?? Ich verstehe das nicht.
2015 Wissenschaftsorientierter Unternehmer des Jahres (Verband der
Hochschullehrer für Betriebswirtschaft)
2013 Influencer of the Year 2013 (Strategy Circle Automobilindustrie)
2012 Ehrensenator der Friedrich-Alexander-Universität
Erlangen-Nürnberg[20]
2012 Unternehmer des Jahres (Verband Deutscher Zeitschriftenverleger)
2011 CEO des Jahres (Wirtschaftswoche)
2011 Persönlichkeit des Jahres (Auto Test)
2010 Unternehmer des Jahres (Axel Springer Financial Media)
2010 Bayerischer Verdienstorden
2010 Eurostar-Preis (Automotive News Europe)
2009 Eurostar-Preis (Automotive News Europe)
Pandur S. schrieb:> Entwickelt wird ueberall. Ich empfehle nicht als Alleinentwickler> zu starten, das ist zu hart. In einem Team ist besser.
Am meisten Spass macht es, etwas allein zu entwickeln. So kann man all
seine Vorstellungen verwirklichen und kassiert dann noch die Lorbeeren
ganz alleine. Gut, kommt man gerade nicht weiter, kann man sich immer
noch mit jemandem austauschen.
klausi schrieb:> P.S. in einem Team ist fast immer ein idiot dabei oder jemand der> in Teamsinn denkt: "Toll, Ein Anderer Machts"
Dann wird der halt im Team mitgeschleppt, na und? Sehe ich kein Problem
bei.
In einem Team gibt es in der Regel mehrere Leute mit unterschiedlichen
Stärken und Schwächen, so kann jeder seine Stärken ausleben, und in der
Summe ergänzt man sich. Zusammen erreicht man einfach mehr.
klausi schrieb:> Pandur S. schrieb:>> Entwickelt wird ueberall. Ich empfehle nicht als Alleinentwickler>> zu starten, das ist zu hart. In einem Team ist besser.>> Am meisten Spass macht es, etwas allein zu entwickeln. So kann man all> seine Vorstellungen verwirklichen und kassiert dann noch die Lorbeeren> ganz alleine. Gut, kommt man gerade nicht weiter, kann man sich immer> noch mit jemandem austauschen.
DAs stimmt.
auch wenn sich das wenig "teamfähig" anhört.
Ich bin damals auch als "Alleinentwickler" in meinem ersten Job
gestartet.
Es ist schon ein Sprung ins kalte Wasser, aber so lernt man sehr viel in
kurzer Zeit.
Man lernt vor allen Dingen selbstständig zu Arbeiten.
Cyblord -. schrieb:> Maschbauer in der Entwicklung? Wo gibts denn sowas? Bei uns> zumindest mal nicht.
Vielleicht Sondermaschinenbau? Utraschallmesspruefanlagen fallen mir da
jetzt ein.
Maschinenbau ist bei weitem nicht nur Autos und Motore. Natuerlich
schafft man's in die Entwicklungsabteilung von Maschinenbau. Vielleicht
nicht grad als Absolvent.
Was bedeutet Entwicklungsabteilung Maschinenbau ? Ohne selbst aus dieser
Richtung zu sein..
- stark in Simulation,.. dabei geht es nicht nur um die Bedienung
von Software. Sondern ein gutes Verstaendnis von der Realitaet.
Und der unterliegenden Mathematik. Denn eine Simulation ist
hoechstens so gut wie ihr Ziel.
- Anwendungsbezug. Heisse Themen sind zur Zeit, ohne Vollstaendigkeit,
- Fluiddynamik, gemische Systeme, also, fluessig, fest, gasfoermig,
in Form vom Wasser, Sand, Bubbles
- Digital Twins, fuer eine Gesammtsimulation eines Systems
muessen Subsysteme digitalisiert sein
- Interdisziplinaritaet. Man muss mit projektbezogen
zusammengehoerigen Fachleuten kommunizieren koennen. Die haben
teilweise sehr andere Konzepte, und man redet gerne aneinander
vorbei
- Materialien. Die Materialien sind heute derart vielfaeltig, dass
man erst ein breites spektrum, anwendungsbezogen, kennen muss.
Wenn man die Materialien nicht kennt, kann man sie auch nicht
in einer Simulation verwenden. Heutzutage ist das heisse Thema :
komposite Materialien. zB Kunsstoff mit Festkoerpern, Metalle
und Fasern,.. die haben dann jeweils stark anisotropes Verhalten.
Allenfalls waere ein Einsatz an der Front erst mal besser, um sich mit
den Tuecken der Anwendungen vertraut zu machen. Und eher nicht in einem
Konzern.
Purzel H. schrieb:> Was bedeutet Entwicklungsabteilung Maschinenbau ? Ohne selbst aus dieser> Richtung zu sein..
Ja.. deine Punkte sind größtenteils richtig, hast aber wahrscheinlich
auch meinen Beitrag vorher nicht gelesen. Somit zitiere ich mich
nochmals selbst:
klausi schrieb:> am besten wäre wohl den Master so zu wählen:> A. der forschungsorientierte / spezialisierte Bereiche abdeckt:> Materialwissenschaften (sehr breiter aber spezialisierter Bereich),> Mechatronik & KI bzw. Automation & Robotik, und evtl. siehe Buzzword> "IoT", Medizin & Technik (Medizin & Robotik), autonomes Fahren,> Batterietechnik etc.> B. TU die in solch einen Industriecluster eingebettet ist bzw.> Forschungsprojekte am laufen hat
Somit hat der Fragesteller nun genug Antworten und Möglichkeiten, den
Thread kann man schließen.
Ich würde dir Regelungstechnik empfehlen.
Gibt es viele tolle Videos drüber, und am Ende weiß man vielleicht sogar
wie man seine Mechanik besser macht. Denn die meisten Mechaniken werden
immer irgendwie geregelt.
Typischerweise muss der Elektroniker am Ende mit Controller und Firmware
korrigieren, was der Mechaniker nicht bedacht hat. Ist ja billiger als
eine neue Mechanik anzufertigen. Stichwort "EDA-Kosten".