Forum: Fahrzeugelektronik Aixam E-Mega Truck 2007 Electric: Was für ein Brushed-DC Motor ist das?


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von Das R. (Firma: das Roland) (verlierer)



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Hab mir vorgestern einen 2003er Aixam Mega Truck Electric ohne Batterien 
für 2000€ gekauft. Vielleicht mag mir jemand helfen wie der Motor 
anzuschließen ist. Zwei fette Kabel gehen an die Kohlen, und die zwei 
dünneren Kabel sind wohl für die Stator-Wicklung (=keine Magnete). 
Allerdings ist nur ein Kabel angeschlossen, das zweite Kabel baumelt rum 
und ich seh auch nicht wo ich es anschrauben könnte. Das angeschlossene 
Kabel hat auch keinen niedrigen Widerstand zur Rahmen-Masse.
Hab kurzes Video hochgeladen: https://youtu.be/2IKazEykZxc

Eigentlich sind es vier Kohlen. Denke aber des zwei Paare sind. Muss ich 
morgen nochmal messen.

Diese Ersatzteilliste hilft mir schon ein wenig: 
https://hafog.dk/file_handler/file?id=193

Auf Seite 3 ist in der Explosionszeichnung des Motors eine (8) MOTOR 
WINDINGS KIT dargestellt. Muss morgen mal unter das Auto rutschen und 
schauen ob ich nicht doch noch den zweiten Anschluss finde. Da das lose 
Kabel aber ziemlich kurz ist, bleibt dafür kauf Spielraum.

das Roland

Ideen immer zu mir :-)

Ausreden woanders hin :-(

: Verschoben durch Admin
von hinz (Gast)


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4-poliger Stator, also auch 4-poliger Kommutator. Gegenüberliegende 
Bürsten werden miteinander verbunden.
Und wenn die Statorstrippen viel dünner sind, dann ist es ein 
Nebenschlussmotor.

von Das R. (Firma: das Roland) (verlierer)


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Naja die dünneren Kabel haben so 6 qmm, die dicken so 10-16 qmm.
Mit solchen brushed Motoren kenn ich mich eher wenig aus. Drum wären mir 
direkte Tips lieber, was ich an dem Motor testen soll.

von hinz (Gast)


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Was fehlt denn noch, außer den Akkus?

von Das R. (Firma: das Roland) (verlierer)


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Laut Verkäufer fehlt nichts weiter.
Da aber überall ein paar Kabel oder Stecker frei rumhängen, trau ich der 
Aussage nur bedingt.

Das alte Modell hat halt nur ein rotes "!", Gehe davon aus dass es keine 
Fehler-Bus gibt den ich auslesen könnte.

So simple Technik hat aber eben aus gutes.

Ich sollte den Motor auch mit der kleinen 12V Motorradbatterie zum 
Drehen bekommen.

Danach kann ich den ESC verstehen.
Das Gaspedal scheint auch nur ein Potentiometer zu sein.

Wenn ich den ESC nicht ansteuern kann, könnte ich imme noch mit ein paar 
Mosfet selbst einen löten..

Wäre es möglich, dass die frei hängende Statorstrippe =? Erregerleitung 
an den Pol der einen Kohleleitung kommt ?
Von der Entfernung würde das passen.
Allerdings messe ich keinen Widerstand von diesem Kohlepol zu dem einen 
Statorpol.

Der Explosionszeichnung nach müsste es ja zwei Statorpole geben = (8) 
:-/

Wie gesagt, ich brauche Tips was ich testen kann.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Der ESC sieht aus wie ein alter Curtis. Geh mal zu
https://www.curtisinstruments.com/products/legacy/

und such dir die Anleitung für deinen. Da findest du auch einen 
Anschlussplan.

Diese Motoren werden ab und zu auch als 'Compound' Motoren bezeichnet. 
Ist in meinem Auto auch drin.

von Das R. (Firma: das Roland) (verlierer)


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Hm, einzig das Model 1244 hat auch vier Anschlüsse für den Motor: 
https://cdn.curtisinstruments.com/products/manuals/1244_manual_en.pdf

Die werden auf Seite 13 als motor field (F1
and F2) bezeichnet und F1 und F2 taucht auch auf meinem Motor 
Typenschild auf :-)

Was mir aber immer noch nicht erklärt wo ich mein loses Fx Kabel 
anschließen soll.

Muss morgen nochmal unter den 45 kmh Mopedlaster rutschen.

von Klaus R. (klaus2)


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...hat der ne stvo zulassung? Was läuft der? Cooles ding & viel erfolg!

Klaus.

von Das R. (Firma: das Roland) (verlierer)


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Matthias S. schrieb:
> Diese Motoren werden ab und zu auch als 'Compound' Motoren bezeichnet.
> Ist in meinem Auto auch drin.

Nein, das ist keine
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Gleichstrommaschine#Verbundmaschine
, sondern eine
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Gleichstrommaschine#Fremderregte_Maschine

P.s. diese älteren Axiam Trucks brauchen nur Moped Kennzeichen. Kein 
TÜV. Die 45 kmh reichen mir. Nutzlast so 300 kg. Gibt sogar ne 
Anhängerkupplung für das Teil, dann hätte ich 500kg Nutzlast.
Wobei ich noch gar nicht einschätzen kann wie tief das stufenlose 
Mopedgetriebe bergauf untersetzen kann.

P p.s.
Problem ist auch noch das bms Kabel. Siehe mein YouTube Video

von Irgend W. (Firma: egal) (irgendwer)


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Schau mal dort nach, da gibt es einen Link zu einem "Plan électrique". 
Das könnte dir eventuell weiterhelfen obwohl es nicht genau dein Modell 
ist:

https://www.speakev.com/threads/aixam-mega-city-electric-2007-dc-sepex-service-manual-wanted.128674/

von Das R. (Firma: das Roland) (verlierer)


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Irgend W. schrieb:
> Schau mal dort nach,

Ja danke, die erste PDF
https://www.speakev.com/attachments/plan-%C3%A9lectrique-worker-pdf.125095/
zeigt, dass auch das 2007er Modell noch so einen fremderregten dc motor 
mit f1 und F2 hat, da Brauch ich also nicht traurig sein
Und der ESC hat keinen Bus sondern nur digitale und analoge Eingänge :-)

Der zweiten PDF
http://www.mediafire.com/file/2et6bq9w4gc286e/Aixam_Mega_Van_electrical_stuff.zip/file
nach ist der ESC sogar genau der oben erwähnten
https://cdn.curtisinstruments.com/products/manuals/1244_manual_en.pdf
In dem ZIP file finden sich auch Led Error codes.

Nur hab ich ja einen anderen ESC (electronic speed controller). Werde 
morgen trotzdem Mal schauen ob an dem auch eine Led blinkt.

von Tippgeber (Gast)


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Informiere Dich genau, bevor Du etwas unüberlegt machst.
Sonst raucht es nämlich. Die guten Curtis kosten richtig Geld.
Auf keinen Fall die 2 dünneren Leitungen zusammenklemmen.
Der Motor hat 4 Anschlüsse, dahin gehören auch die 4 Leitungen.
Schaue in die Pläne:
F+, F-, M- direkt an den Controller, M+ an B+ des Controllers.
Weil so der Motor leichter die Richtung wechseln kann, indem nur das 
Feld umgepolt wird (dafür sind nur wenige Transistoren notwendig).
Der Läuferstrom fließt immer in die selbe Richtung und wird mit PWM 
geregelt.
Vermutlich ist der zweite Feldanschluss unten oder hinten.
Außerdem ist das Kamera-Gewackle eine Zumutung.
Mache lieber ein paar gute Fotos aus verschiedenen Blickwinkeln.
Spart auch Datentransfer.
Tippe die genauen Bezeichnungen aller Teile ab.
Keine Wischiwaschi-Angaben.
Es wird sicher einen Grund gegeben haben, dass der Vorbesitzer daran 
rumgeschraubt hat. Die Frage ist, wie viel Ahnung der hatte.

Ansonsten: Glückwunsch zum schönen Gefährt.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Jetzt muss ich doch nochmal fragen: Welchen ESC hast du denn nun? Den 
Curtis aus der Materialliste oder was anderes? Wenns was anders ist, 
mach bitte mal Fotos. Ein alter Curtis fährt nämlich nicht ohne weiteres 
in beide Richtungen, da gibt es normalerweise Polwendeschalter 
(Golfcart) oder -Relais (wie bei meinem Kewet).
Der Polwender polt die M+ und M- zum Motor um, wie es im Curtis Manual 
auch steht.

Wenn dein Gefährt zulassungsfähig ist, dann muss es auch noch einen 
Not-Aus bzw. Hauptschalter geben.
Der 'Mega Electric Calculator' braucht Verbindungen zu allen Batterien 
und das dürfte einige der losen Kabel erklären, es geht eine Messleitung 
zwischen die Zellen. Bei 48V sinds also 3 Anzapfungen und eine für die 
Endspannung.

von Das R. (Firma: das Roland) (verlierer)


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Ja im kurzen YouTube Video oben zeige ich ja die 5 balancer Kabel. Wenn 
Elektrik an ist liegen auf allen Adern blau, schwarz,braun,organge,rot 
so 3,7 Volt an. Da wird wohl jede Spannung einzeln gemessen. Drum denke 
ich es ist eher ungefährlich da einfach Mal einen Spannungsteiler mit 
vier 1 kOhm Widerständen anzuschließen. Ich teste ja mit meinen zwei 700 
Wh 7s10p 25,6 Volt Liion Akkus..

Warum sollte das Ding nicht zulassungsfähig sein. Sobald es fahren kann 
schicke ich die grüne "allgemeine Betriebserlaubnis" mit der L6e 
Kategorie an eine Versicherung und bekomme ein Mopedkennzeichen.

Nein das ist nicht der 1422 Curtis ESC. Das ist ein silberner Kasten, 
siehe Video. Sorry bei mir wackelt immer und alles, auch die Schrauben 
und Tassen im Kopf :-)

: Bearbeitet durch User
von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Das R. schrieb:
> Nein das ist nicht der 1422 Curtis ESC. Das ist ein silberner Kasten,
> siehe Video.

Dein Controller ist ein relativ exotischer Controller von General 
Electric. Wenn du die Catalog Nummer ('IC3645...') im Internet 
recherierst, stösst du evtl. auf ein Manual. Es gibt leider einige 
verschiedene Modelle.

Das R. schrieb:
> Sobald es fahren kann
> schicke ich die grüne "allgemeine Betriebserlaubnis"

Dann ist ja gut. Wenn es die ABE hat, sollte das klappen. Solltest dich 
dann aber mal um den Rost am Chassis kümmern.

: Bearbeitet durch User
von Das R. (Firma: das Roland) (verlierer)


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Matthias S. schrieb:
> Solltest dich dann aber mal um den Rost am Chassis kümmern.

Ah das schöne an dem Leicht-Kfz ist ja, das der gesamte Rahmen aus 
Aluminium ist.

So hab F2 dort gefunden wo er laut Explosionszeichnung sein müsste: 
unter der Mittelkonsole.
Da alle vier Kabel locker waren weiss ich nun nicht ob ich F1 und F2 
verkehrt herum angeschraubt habe. Aber laut dem Typenschild wird das nur 
zu einem verkehrten drehen führen: ccw = counter clockwise, cw = 
clockwise.
Schaut Euch bitte das Typenschild im Anhang an.

Ich werde das Auto jetzt hochgebockt wieder unter 12 und 48 Volt setzen.

Wenn dann immer noch rotes "!", dann kann ich die bms Kabel an 4* 1kOhm 
Spannungsteiler anschließen. Lieber wäre mir ein anderer Besitzer der 
mir seine Reihenfolge der fünf Farben verrät.

Dann kann ich noch mit den zwei weissen Adern am bms Verteiler 
experimentieren und ein 10k oder 100k Widerstand als Temperatursensor 
Ersatz.

Außerdem tritt das Gaspedal ins leere. Muss noch checken ob der 
Bowdenzug am Speed-Poti hängt.

Wie funktioniert eigentlich der Zündschlüssel ? Ich kann damit die 
Boardelektrik einschalten. Würde der Motor dann bei Gaspedaltritt schon 
drehen ?
Wenn ich zuletzt noch weitergedreht hab (so wie beim Benziner dann 
gezündet wird) ging die Elektrik aus :-/

Hab das Gefühl dass der Motor vom Vorbesitzer getauscht wurde. Das würde 
auch den komischen Dreieckstecker erklären der nun ohne Gegenstück 
rumhängt. Alle Anschlüsse sind locker und der eine Kohle pol ist mit 
einer 8x1,25 Standard Mutter und Gewalt angeschraubt.
Der Typ wusste dann wohl einfach nicht was er mit dem F2 Kabel machen 
soll weil der F2 pol unter der Mittelkonsole versteckt war.
Für den fehlt mir übrigens auch die passende schraube. Da eine 
europäische 8x1,25 zwei Windungen drauf passt, hab ich zum Testen jetzt 
6 unterlegscheiben dazwischen gepackt.

Der Motor kommt ja aus Mexiko. Auf 10mm sind es 7 Windungen! Das wäre 
8x1,42 = irgend was zölliges.

: Bearbeitet durch User
von Das R. (Firma: das Roland) (verlierer)


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Ach ja, zwischen F1 und F2 liegt 1 Ohm :-)
Ebenso zwischen M1 und M2.
Die Kohlen oben und unten hängen an M1, die seitliche zwei Kohlen an M2.
Der Motor scheint also noch okay zu sein.

von Das R. (Firma: das Roland) (verlierer)



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Nein das rote "!" ist immer noch da.
Ja der Gaszug ist gerissen. Ersatzweise hat jemand ein dünnes rotes 
Stromkabel am Sensor befestigt und unter dem Fahrersitz herausgeführt. 
Da konnte also Mal jemand mit der linken Hand Gas geben und mit der 
rechten Hand lenken. Den Fehler zu beheben ist nicht schwer. Ich schätze 
die zwei weissen Plastikteile im angehängten Foto sind gerissen.

Anbei auch Fotos vom Cockpit mit dem roten "!", Dem Zündschloss (bei 
letzter Stellung zündet nichts sondern geht alles aus.) und eine Anzeige 
von Curtis dort wo sonst das Autoradio verbaut ist. Die LCD Anzeige 
könnten die verfahrenen kWh sein ? Die gelbe balken-led ganz rechts 
blinkt.

Jetzt werde ich die fünf balancer Kabel mit vier 1 kOhm Widerständen 
simulieren..

Ideen immer zu mir.

: Bearbeitet durch User
von Dieter W. (dds5)


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Das R. schrieb:
> Der Motor kommt ja aus Mexiko. Auf 10mm sind es 7 Windungen! Das wäre
> 8x1,42 = irgend was zölliges.

Das Gewinde ist dann offenbar 5/16-18 UNC oder 7,94 x 1,41mm.

: Bearbeitet durch User
von Friedrich P. (f_p)


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Das R. schrieb:
> eine Anzeige von Curtis dort wo sonst das Autoradio verbaut ist. Die LCD
> Anzeige könnten die verfahrenen kWh sein ? Die gelbe balken-led ganz
> rechts blinkt.

Die LCD Anzeige ist wohl ein Betriebsstundenzähler.

von Das R. (Firma: das Roland) (verlierer)


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So die balancer Kabel haben die Reihenfolge:

0V Schwarz
12 Blau
24 Braun
36 Orange
48 Rot

Und nur in dieser Kombination bleibt das rote "!" aus :-)

Allerdings geht die Elektrik immer noch aus wenn man den Zündschlüssel 
ganz nach rechts dreht. Weder die kleine 12V Batterie noch meine 14s 
Liion Batterie bricht in der Spannung ein.

Es zieht übrigens ein dickes Relais irgendwo unter den Sitzen an wenn 
man die Boardelektrik einschaltet. Das geht natürlich auch aus wenn man 
den Zündschlüssel weiter dreht.
Ich glaube das dicke Relais kam hinzu als ich das F2 Kabel angeschlossen 
hatte. Mit den Balancer Kabeln hat es nicht zu tun.

Ein 8,2 kOhm oder 82 kOhm Widerstand als Temperatursensor hat keinen 
Effekt.

Tja nun sehr ich nichts mehr was ich anschließen könnte. Bis auf diesen 
ominösen Dreieckstecker am Motor.

Jetzt werde ich mal für meinen ESC nach dieser Catalog Nummer 
('IC3645...') suchen. Wenn der auch ohne Bus nur mit digitalen und 
analogen Eingängen funktioniert sollte ich den "von Hand" aktivieren 
können.

Das Roland
Ideen immer zu mir.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Der dreieckige Stecker wird für die bei dir nicht genutzte elektrische 
Drehzahlmessung sein, die bei meinem Auto als Tacho genutzt wird. Das 
scheint bei dir aber konventionell über Tachowelle zu laufen.
Der Motor ist vermutlich auch von General Electric - sehr beliebter 
Gabelstaplermotor bei den E-Auto Freaks in den USA.
https://www.diyelectriccar.com/threads/general-electric-the-meaning-of-motor-model-name.88411/

von Das R. (Firma: das Roland) (verlierer)


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Das rote "!" Ist wieder da. Allerdings erlischt die orange Led in der 
Batterieanzeige nicht wenn ich eins der Balancerkabel abziehe :-)

angehängtes Foto gehört noch zum vorigen Post als alle Warnungen aus 
waren.

Ich hab am automatischen Getriebe noch einen Bowdenzug gefunden der 
nicht angeschlossen ist. Laut spare parts ist der für die Speedo 
Corrector Box.
Der Bowdenzug geht hoch hinter das Lenkrad, wo sonst die 
Instrumententafel ist.
Vielleicht hat er ja was mit dem Zündschlüssel zu tun. Jedenfalls nicht 
mir der Bremse oder dem Gaspedal.

Der abgeschraubte Bowdenzug spricht dafür dass der ganze 
Motor-Getriebe-Block getauscht wurde, aber nur halb angeschlossen worden 
ist.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Ach, noch zu dem Curtis Instrument. Das kann, wenn man die Kontakte 
benutzt, auch eine Unterspannungsabschaltung bedienen. Ansonsten stimmts 
- Füllstandsanzeige und Betriebsspannungszähler. Daten sollte es bei 
Curtis geben, wenn auch in der Legacy Abteilung.
Wenn es eine 'Speedo Correctorbox' gibt, kann das für die Feldschwächung 
bei hohen Drehzahlen sein. Dadurch werden die Bürsten geschont, weil 
dann nicht mehr so die Funken fliegen.
Allerdings wüsste ich im Moment nicht, wo bei dir die Drehzahl gemessen 
werden sollte, es sei denn, da gibt es noch irgendwo einen Sensor. Die 
ganze Nummer ist bei deinem kleinen Motor auch noch nicht so wichtig.

: Bearbeitet durch User
von Das R. (Firma: das Roland) (verlierer)


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Ja es ist kein Bowdenzug sondern die Tachowelle die hoch an den Tacho 
geht. Wenn ich es nicht schaffe die ans Getriebe anzuschließen hab ich 
Mal wieder ein Auto ohne Tacho. Wär dumm wenn dann die Feldabschwächung 
ausfällt. Dann erreicht der Wagen die 45 kmh vielleicht nicht.
Soll aber jetzt erstmal nicht mein Problem sein und ich lass die 
Tachowelle baumeln.

Ich mach Schluss mit Werken für heute und Google nachher den ESC.
Anbei noch Fotos von dessen Rückseite. Wird schwierig werden, die 
Stecker abzuziehen und manuell zu beschalten. Viel zu eng da unter dem 
Beifahrersitz.
Wäre toll wenn man die ganze (6) Plate herunterschrauben könnte.. Dafür 
sind aber wohl mindestens die Motorkabel zu kurz :-/

Das Roland

von Das R. (Firma: das Roland) (verlierer)


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Matthias S. schrieb:
> Ach, noch zu dem Curtis Instrument. Das kann, wenn man die Kontakte
> benutzt, auch eine Unterspannungsabschaltung bedienen. Ansonsten stimmts
> - Füllstandsanzeige und Betriebsspannungszähler.

Wieso blinkt dann nur der ganz rechte Balken grün (nicht gelb) ? Heißt 
das BatterieVoll oder Batteriestörung?
Vielleicht sorgt ja diese Unterspannungsabschaltung dafür dass alles 
ausgeht wenn gezündet wird.

von Armin H. (min)


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>>Vielleicht sorgt ja diese Unterspannungsabschaltung dafür dass alles
>>ausgeht wenn gezündet wird.

Bei einem Elektroauto wird nix "gezündet".

von Das R. (Firma: das Roland) (verlierer)


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Matthias S. schrieb:
> Dein Controller ist ein relativ exotischer Controller von General
> Electric. Wenn du die Catalog Nummer ('IC3645...') im Internet
> recherierst, stösst du evtl. auf ein Manual. Es gibt leider einige
> verschiedene Modelle.

google: IC3645SR4R353AG1

ich finde das Ding nur für so $450 zu kaufen: 
https://www.truparforkliftparts.com/GENERAL-ELECTRIC-IC3645SR4R353AG1-R-48V-330A-30A-R-p/geic3645sr4r353ag1-r.htm

"GENERAL ELECTRIC IC3645SR4R353AG1-R 48V 330A/30A REGEN SX CONTROL"

Wobei ich kein "-R" hab. Also wohl nichts mit rekuperation ?

Als Manual finde ich nur die kleineren 200A Dinger: 
https://www.manualslib.com/manual/1606911/Ge-Sx-Series.html#manual

Wobei mein Teil ja zur SX Serie gehören könnte und die 
Kommunikation/Steuerung ähnlich sein kann.

Sieht nicht wirklich gut für mich aus.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Das Curtis Instrument scheint ein 803 zu sein:
https://www.curtisinstruments.com/products/battery-state-of-charge-instruments/
Da solltest du das Manual finden und Antwort auf die Fragen.
Leider ist der Aixam anscheinend so exotisch, das man nicht mal im Elweb 
was dazu findet. Und ich dachte schon, mein Auto ist selten.

: Bearbeitet durch User
von Das R. (Firma: das Roland) (verlierer)


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Matthias S. schrieb:
> Das Curtis Instrument scheint ein 803 zu sein:

Das blinken der rechten grünen Led signalisiert vielleicht Überspannung 
und darum schaltet die Elektrik bei Zündung ab.
Meine zwei 7s10p Akkus sind randvoll..

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Das R. schrieb:
> Meine zwei 7s10p Akkus sind randvoll..

Dann wird das Curtis wg. Überspannung meckern. Das ist ja eigentlich für 
Bleikakkus eingestellt und misst jetzt irgendwas um die 29,4V statt 
28.8V pro Block (Also 58,8V über die gesamte Batterie).

von Das R. (Firma: das Roland) (verlierer)


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Matthias S. schrieb:
> Dann wird das Curtis wg. Überspannung meckern. Das ist ja eigentlich für
> Bleikakkus eingestellt und misst jetzt irgendwas um die 29,4V statt
> 28.8V pro Block (Also 58,8V über die gesamte Batterie).

Ja ich werde das Instrument Mal abschrauben und sehe ob das ein 
Abschaltkontakt abgeht.

Nochmal die Frage: Muss man den Zündschlüssel auf "Zünden" weiterdrehen 
um loszufahren oder reicht schon das einschalten der Bordelektrik ??

Vielleicht ist es ja normal dass die Elektrik wieder ausgeht wenn man 
den Zündschlüssel weiter bis ganz nach rechts dreht.

Anbei meine EU Typenzulassung, das ist alles was ich neben dem passenden 
Typenschild am Rahmen habe.

: Bearbeitet durch User
von Das R. (Firma: das Roland) (verlierer)


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Matthias S. schrieb:
> Der dreieckige Stecker wird für die bei dir nicht genutzte elektrische
> Drehzahlmessung sein, die bei meinem Auto als Tacho genutzt wird. Das
> scheint bei dir aber konventionell über Tachowelle zu laufen.
> Der Motor ist vermutlich auch von General Electric - sehr beliebter
> Gabelstaplermotor bei den E-Auto Freaks in den USA.
> 
https://www.diyelectriccar.com/threads/general-electric-the-meaning-of-motor-model-name.88411/

Danke. Ja die Tachowelle hab inzwischen ja auch als nicht angeschlossen 
gefunden. Mit meinem automatischen Mopedgetriebe nützt die Motordrehzahl 
halt nichts.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Das R. schrieb:
> Nochmal die Frage: Muss man den Zündschlüssel auf "Zünden" weiterdrehen
> um loszufahren oder reicht schon das einschalten der Bordelektrik ??

Tja, gute Frage. Normalerweise sollte alles klappen, wenn man das 
Hauptrelais hat klacken hören und an der Motorelektronik Spannung steht. 
Es kann sein, das es eine Stellung am Zündschloss gibt, um die 
Unterspannungsabschaltung zu überbrücken, damit man mit leeren Batterien 
noch nach Hause kommt - Notbetrieb sozusagen. Aber was die anderen 
Symbole bedeuten, kann ich dir nicht sagen, habe ich noch nie gesehen. 
Evtl. ist eine Stellung fürs Rückwärtsfahren, wenn es keinen extra 
Schalter für Vor und Rück gibt.

Bei vielen alten E-Autos ist übrigens am Gaspedal noch ein Schalter, der 
geschlossen wird, sobald das Pedal ein wenig betätigt wird. Erst dann 
wird die Elektronik freigeschaltet (bei meinem El-Jet zieht erst dann 
das Polwenderelais an). Die Elektronik wird auch erst dann 
freigeschaltet, wenn das Ladegerät meldet, das es inaktiv ist, damit man 
nicht mit Netzkabel am Auto losfährt.
Die Elektronik sperrt übrigens auch, wenn man das Gaspedal beim 
Einschalten schon gedrückt hat, als Sicherheitsfeature. Es muss auf Null 
stehen beim Einschalten.

Edit: Ach mir fällt noch ein, mach doch mal ein Foto des gesamten 
Armaturenbrettes. So ein Auto muss eine Entfrostung für die 
Windschutzscheibe haben und es sollte auch noch ein paar Schalter für 
Licht usw. geben. Evtl. liegt auf dem Zündschloss eine dieser 
Funktionen.
Die Firma Aixam hast du ja sicher schon wg. einer Bedienungsanleitung 
kontaktiert:
https://aixam.de/fahrzeuge/aixam-pro/e-truck-van/

: Bearbeitet durch User
von Das R. (Firma: das Roland) (verlierer)



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Die Curtis Batterieanzeige ist nur mit plus und minus angeschlossen, die 
kann also nichts unterbrechen.

Vorwärts Rückwärts sind zwei Microschalter, siehe Fotos.

Ja der Gaszug schaltet zuerst einen Microschalter. Aber ich drehe den 
Zündschlüssel (und schalte die Elektrik damit ein) meist erst nachdem 
ich diesen Microschalter ausgelöst habe. Der Gaszug ist ja gerissen, so 
dass dieser Schalter sonst nicht ausgelöst hat.

Ja es kommt Warnpieper wenn 48v Batterie und 240V angeschlossen sind.

Nein, ich hab bei Aixam noch nicht um eine Betriebsanleitung gebettelt.
Denke nicht dass die diese alten Modelle noch auf der Straße sehen 
wollen :-/

Doof, heute zieht das Schütz nicht mehr an :-(
Gestern Abend war zwar das rote "!" wieder da aber das schwere Relais 
macht noch Klick wenn der Zündschlüssel gedreht wurde.

Wenigstens erlischt Dank meines bms Simulator noch die orange Led rechts 
oben in der originalen Instrumentenanzeige.

Die ganze Motorelektrik ist auf dem rostigen Batteriegitter montiert. 
Werde dies heute Mittag losschrauben, dann könnte alles nach unten auf 
den Boden :-)

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Das R. schrieb:
> Aber ich drehe den
> Zündschlüssel (und schalte die Elektrik damit ein) meist erst nachdem
> ich diesen Microschalter ausgelöst habe.

Du drückst also sozusagen erst ein bisschen das Gas und schaltest dann 
ein? Das wäre die falsche Reihenfolge. Der Mikroschalter im Gaspedal 
darf erst dann betätigt werden, wenn die Elektronik schon Strom hat, 
sonst sperrt die Kiste.
Wo ist denn der Schalter fürs Licht und die Blinker? Hast du da 
Lenkradschalter?

von Das R. (Firma: das Roland) (verlierer)



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Ja Lenkradschalter.
Nein der Gaszug zum Gaspedal ist gerissen, das Gaspoti durch Feder auf 
Null gezogen und der Schalter ist ausgelöst.
Also ziehe ich soweit an dem Ersatzseil bis es Klick macht und hoffe 
dass das die Nullgas Stellung vom Gaspedal simuliert.

Ich muss jetzt erstmal das Hauptschütz wieder zum klicken bringen :-/
Leider ist mir gestern nicht aufgefallen durch welche meiner Tätigkeiten 
es aktiv wurde :-(

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Das R. schrieb:
> Nein der Gaszug zum Gaspedal ist gerissen, das Gaspoti durch Feder auf
> Null gezogen und der Schalter ist ausgelöst.

Gut, das wäre die Stellung, in der du die Elektronik aktivieren kannst. 
Erst dann darfst du Gas geben. Aber da du den Gaszug ohnehin reparieren 
musst, wird sich das dann von alleine erledigen. Man muss nur wissen, 
das die Elektronik sperrt, wenn schon Gas gegeben wird, bevor man 
einschaltet.

: Bearbeitet durch User
von Das R. (Firma: das Roland) (verlierer)


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Heureka er fährt er fährt.
Erstmal nur 10 cm aber die grüne Lkw bereit Anzeige geht und mit etwas 
Gas bewegt sich der Motor.

Der liebe  multimegatrucker von YouTube war mein RETTER :-)
https://youtu.be/J7Q1vIN5D_g

Es gibt eigentlich keine Neutralstellung. Einrasten tut nur Vorwärts und 
Rückwärts. Aber wenn man Hebel dazwischen stellt und den Gaszug ganz 
locker lässt, dann erlischt beim Einschalten das rote "!" und wenn man 
danach auf Vorwärts stellt erscheint die grüne Lkw bereit Anzeige.

Oh wie schön.
Hab von der Spedition gegenüber zwei alte 157 Ah Batterien bekommen die 
noch bei 12 Volt waren und zwei 170 Ah die schon runter auf 9Volt waren. 
Diese zwei lade ich gerade in Reihen mit meinem 400 Watt Ladegerät. 
Immerhin sind schon 700 Wh reingegangen.

Holla die Waldfee, ich trau mich jetzt gar nicht richtig Gas zu geben, 
der Moment Grad ist zu schön.

Für zweites Video nochmal einen halben Meter gekrochen dann haben meine 
Liion Akkus abgeschaltet. Toll dass ich morgen die fetten AGM Akkus 
testen kann :-)

Jetzt schon Danke an Euch alle hier !

von Das R. (Firma: das Roland) (verlierer)


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https://youtu.be/9KFQPfyNj2s

Nachdem sich meine zwei älteren LiIon-Akkus erhohlt hatten, konnte ich 
wieder ein paar Zentimeter die so 1% Steigung fahren.

In die beiden 170 Ah AGM Batterien konnte ich bis jetzt 1,5 kWh pumpen. 
Sieht also gut aus ?

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Das R. schrieb:
> Sieht also gut aus ?

Naja, wenn die nur noch auf 9V waren, wird da wohl mindestens eine Zelle 
drin defekt sein. Aber macht erstmal ja nichts, zum Probieren sind 
kostenfreie Batterien ja da :-P
War also noch eine Sicherheitsschaltung, worauf das "!" wohl hinweisen 
wollte. Frag den multimegatrucker auch noch nach den Positionen des 
Zündschlüssels. Würde mich jedenfalls interessieren.
Da du schon soviel Geld für den Truck bezahlt hast, wird es für LiIon 
wohl erstmal nicht reichen. Aber mit 4 Bleibatterien fährt es sich ja 
erstmal auch gut.

von Das R. (Firma: das Roland) (verlierer)


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Ich finde 2000€ für einen noch funktionierenden Aixam Mega Truck 
günstig. Hab sogar noch 400€ für Lieferung von  360km Entfernung 
bezahlt.

Für die 210 kg Bleibatterien hab ich 150% des aktuellen Schrottpreises 
versprochen, falls ich sie behalte. Das wären 210 x 0,45 x 1,5 = 140 
Euro.

Würde sie durchaus gerne gegen das LiIon Gebastel in meinem Bahnhof 
tauschen, damit der nicht irgendwann abbrennt.

Leider sind die 18650 Preise bei nkon.nl in den letzten Monaten von 
160€/kWh auf über 200€/kWh gestiegen.

Lifepo4 gibt es dort für 260€/kWh: 
https://www.nkon.nl/de/jgne-26650-3600mah-10-2a-lifepo4.html

Hier LiIon für 175€ : 
https://www.nkon.nl/de/lg-inr21700-m50-4850mah-7-3a-no.html

oder
166€: https://www.nkon.nl/de/samsung-inr21700-33j-3270mah-3-2a.html

Diese Lifepo4 für 198€ gefallen mir: 
Ebay-Artikel Nr. 154337020249

Gibt aber bestimmt noch etwas günstiger Quellen in der EU?

So 1200€ hätte ich sicher noch für 100+ km Reichweite.

Inzwischen sind 2500 Wh in die zwei zusammen 4080 Wh Lkw Batterien 
geflossen. Jetzt 14,1 Volt. Lade die zwei in Reihe mit 15A und 410 Watt.

Bei LiIon kam man ja durchaus 95÷% wieder anrufen. Wie ist das denn bei 
Blei ?

von Klaus R. (klaus2)


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...schön dass er läuft! Ich pers würds erstmal mit den Pbs versuchen und 
Erfahrung sammeln, 140€ sind ja nicht viel.

Klaus.

von Das R. (Firma: das Roland) (verlierer)


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Hab heute die zwei 154 Ah und die zwei 170 Ah AGM Batterien eingebaut, 
siehe Foto.
Aber seufz, der Wagen fährt immer noch nur zirka 1 km/h Schneckentempo.
Spannung an den Akkus fällt dabei nur von 48V auf 45V ab.
An den Kohlen geht die Spannung bei Vollgas aber nur auf so 4V.
Trotzdem wird es an den Anschlüssen und am Anker heiß, fängt schnell an 
zu riechen und wenn ich die Hand drüber halte kommt warme Luft aus dem 
Motor empor gestiegen.
Die Spannung an den Statorfeld geht bis auf so 20 V, bzw. -20V bei 
Rückwärtsgang.

Vieleicht liegt es einfach nur daran dass die 12V Batterie noch nicht 
voll ist und wegen der Funktion des Bremskraftverstärkers nur 1 km/h 
erlaubt sind. Kann ich mir aber nicht wirklich vorstellen. 3-6 km/h 
wären auch noch sicher.

Jetzt hab ich natürlich wieder Angst dass der Motor doch kaputt ist.
Hab ja zwischen den Kohle-Anschlüssen 1 Ohm gemessen und an dem 
Statorfeld ebenfalls 1 Ohm.

Bei 4 Volt an den Kohlen wären dass aber nur maximal 4 A und 16 Watt, 
das würde nicht so heiß werden.

Mein Pocket Osczilloskop muss erst aufgeladen werden.
Hab im Video neben DC auch AC Spannung gemessen, aus dem Unterschied 
kann man auf den Duty Cycle einese PWM Signals schließen.

Wer sich mit solch einem Fremderregnten Brushed Motor auskennt mag mir 
vielleicht sagen, ob da doch was durchgebrannt ist, bzw. was ich noch 
messen soll.

Könnte ich die vier Kabel vom ESC abschrauben, F2 mit M2 verbinden, An 
F1 und M2 +12V einer Batterie und dann F2+M2 an Masse der Batterie ?

Mit vier Kohlen soll das ja ein 4-Pol Motor sein. Dann müsste es im 
Rotor zwei Spulen geben ? Dann sollte ich den Widerstand mal messen, 
während ich den Motor langsam drehe. Was einfach über das Drehen des 
rechten Vorderrades geht (Vorderachse hochgebockt).

Hier die 5 Minuten youtube: https://youtu.be/GAanfdYeg_M

Ideen immer zu mir :-)

Ausreden woanders hin :-(

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Das R. schrieb:
> Könnte ich die vier Kabel vom ESC abschrauben, F2 mit M2 verbinden, An
> F1 und M2 +12V einer Batterie und dann F2+M2 an Masse der Batterie ?

Wenn du dir das Manual eines beliebigen alten Curtis Controllers mal 
geladen hast, dann ist der Anschluss leicht nachzuverfolgen, hier mal 
der alte 1204/1205.
 S1 und S2 der Feldwicklung gehen an den Polwender, die sind im 
Schaltplan wie Kondensatoren gezeichnet, sind aber Relaiskontakte, die 
PWM wird hier mit Lowside an M- gemacht. Das zweite Bild ist der Blick 
in die Endstufe des Curtis 1221 Controllers, damit du siehst, wie man da 
beschalten sollte.
Ich würde vermutlich erstmal eine 12V Batterie an die Feldwicklung 
anklemmen und dann mit einer 2ten die Bürsten bestromen, während man den 
Strom misst (Zangenamperemeter ist da praktisch).

: Bearbeitet durch User
von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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> Ich würde vermutlich erstmal eine 12V Batterie
> an die Feldwicklung anklemmen
Nachdem ich mir den Schaltplan so anschaue würde ich das nur machen, 
wenn ich den Motor mal so richtig abrauchen sehen möchte.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Das ist ein 48V Motor. Da geht bei 12V an der Feldwicklung nichts hops.

von Das R. (Firma: das Roland) (verlierer)


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Mein ESC hat doch getrennte Ansteuerung des Statorfeldes mit F1 und F2.
Da ich am Motor zwischen F1 und F2 auch 1 Ohm gemessen habe werden das 
12 x 12 = 144 Watt fließen. Drum möchte ich nur gleichzeitig auch M1 und 
M2 unter Strom setzen.
Desswegen also F2 und M2 verbinden, F1 und M2 and Plus und mit F2/M2 an 
Masse müsste der Motor doch laufen. Sofern er ganz ist.

Dann kann es nur noch am ESC oder dessen Ansteuern liegen.

Hab kein Zangenamperemeter hier und die 10A vom Multimeter riskieren ich 
nicht :-/

An roter 12V Batteriewarnung lag es nicht.
Aber nach dem ersten Schneckenanlauf leuchtet die organge 
Batteriewarn-led und auch wieder das rote "!".

Fahren (besser Kriechen) kann man dann zwar noch aber die Elektrik hat 
wohl einen bms Fehler erkannt. Werde morgen wieder mit den 5 bms Kabel 
spielen.
Vielleicht signalisiert mein 82 kOhm Thermowiderstand- Ersatz auch eine 
falsche Batterietemperatur, sofern die zwei weissen Kabel vom 
BMS-Stecker überhaupt für einen Temperatursensor sind.

Wie kann ich feststellen ob die 1 kmh vom ESC so vorgeben werden oder 
vom dann defekten Motor erzeugt werden ?

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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> Das ist ein 48V Motor. Da geht bei 12V
> an der Feldwicklung nichts hops.
Na dann leg doch mal 12V aus einer Autobatterie an die Feldwicklung 
eines Waschmaschinenmotors an. Der hat deutlich dünnere Drähte, weniger 
Leistung und läuft an der 5fachen Spannung.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Das R. schrieb:
> Wie kann ich feststellen ob die 1 kmh vom ESC so vorgeben werden oder
> vom dann defekten Motor erzeugt werden ?

Mit dem Zangenamperemeter, das du leider nicht hast :-P
Aber du kannst ja mal über dem Shunt wenigstens die Spannung messen und 
so feststellen, ob der ESC abregelt, weil der Motor zu viel Strom zieht 
oder ob so gut wie kein Strom fliesst, weil es Kontaktprobleme oder 
falsche Belegung des Motors gibt. Wenn alle Stricke reissen, kann ich 
mal in meinen El-Jet gucken. Den entsprechenden Ausschnitt aus meinem 
Schaltplan hänge ich dir mal an.
Wie man sieht, liegt auch hier die F-Wicklung direkt auf den 60V. Der 
Shuntdriver regelt sie dann bei hoher Drehzahl ab. Allerdings hat die 
Kiste eben eine feste Übersetzung und fährt etwa 80 Sachen, da dreht der 
Motor dann recht schnell.

: Bearbeitet durch User
von Das R. (Firma: das Roland) (verlierer)


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Mitte der Woche sollte ich diesen 200A Monitor haben: 
Ebay-Artikel Nr. 184769915609

Ich denke, Deine Schaltpläne helfen mir wenig. Wie schon gesagt, meine 
Statorwicklung wird über F1 und F2 von meinem alten General Electric ESC 
direkt und getrennt angesteuert, incl verpolung bei Rückwärtsgang.

Hab eben Oszi an M1 und M2 gehängt. Da messe ich so 20V pwm.
Bei 100 Mikrosekunden sieht man die Pulse, 1  Millisekunde pro Raster 
sieht es nach einer weiteren Modulation aus. Das kann aber auch daran 
liegen, dass das Nano DSO V2 die einzelnen Pulse nicht mehr auflöst.

Warum nur max 20 Volt und kein 48 V ?
Vielleicht doch Kurzschluss im Rotor und der ESC bricht die Pulse wegen 
Überstrom ab.

Wieviel kW und Spannung hat denn Dein Motor ? Vielleicht kannst Du Mal 
den Widerstand M2-M1 messen. Allerdings werd ich aus Deinem Schaltplan 
nicht schlau.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Das R. schrieb:
> Wieviel kW und Spannung hat denn Dein Motor ? Vielleicht kannst Du Mal
> den Widerstand M2-M1 messen. Allerdings werd ich aus Deinem Schaltplan
> nicht schlau.

Wie schon gesagt, der Motor hat 10kW und wird mit 60V betrieben. Es ist 
eine 'Long Shunt' Compound Maschine:
https://electricityshock.com/dc-compound-motor/

Der ESC ist hier der Klassiker Curtis und der betreibt die 
Serienschaltung aus Feld- und Ankerwicklung, die letztere wird mit den 
Polwenderelais, die unter dem Motor angedeutet sind, umgepolt - der 
Curtis Controller selber kann nicht umpolen. Die Shuntwicklung liegt auf 
den 60V und wird bei hohen Drehzahlen mit dem Shuntregler rechts daneben 
abgeregelt, um das Bürstenfeuer zu verkleinern.
 Das Management des Wagens macht ein sogen. 'Carcontroller' aus dem 
schönen Dänemark, der BMS, Hodometer, Tacho, Shuntreglung usw. 
übernimmt.

Das R. schrieb:
> Vielleicht kannst Du Mal
> den Widerstand M2-M1 messen.

Die Anschlüsse gibt es bei meinem Motor nicht, ich vermute, du meinst 
den Anker? Das kann man aber ausrechnen. Inklusive Feldwicklung komme 
ich dann  auf U²/P = 3600/10000 = 0,36 Ohm. Dabei habe ich die 
Shuntwicklung mal ignoriert, macht aber nicht so viel. Die abgegebene 
Leistung ist um den Wirkungsgrad geringer und hier nicht wichtig.

Das sollte bei deinem Motor ähnlich sein. Wenn das eine 4kW/48V Maschine 
ist, haben wir etwa 2300/4000 = 0,57 Ohm. Das ist aber der 
Gesamtwiderstand der sich je nach Schaltung parallel oder seriell am 
Motor ergibt.
Wie dein ESC da reinspielt, weiss ich nicht. Der ist deutlich 
aufwendiger als der Curtis und bleibt ohne Daten ein Geheimnis.
Nimm doch mal Kontakt zu Aixam auf und frage sie lieb nach Manual und 
Reparaturtipps.

Mein Glück ist, das ich den El-Jet von einem Freund gekauft habe, der 
die Dinger als Vertragswerkstatt repariert hat. Ich habe damals viel mit 
ihm zusammen an den Kisten geschraubt und nach seinem Tod, den ich sehr 
bedauerte, den Wagen für 200 Euro gekauft und alle Serviceunterlagen 
dazu bekommen. Allerdings ohne Batterien, wie du deinen. Reifen müssen 
bei mir aber neue rauf, der Wagen hat etwa 8 Jahre stillgestanden.
Mehr zum El-Jet hier:
http://www.kewet.de/

: Bearbeitet durch User
von Das R. (Firma: das Roland) (verlierer)


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So hier 7:24 Video (deutsch) bei dem ich den Rotorwiderstand (M1-M2) 
messe während ich langsam drehe. Diesmal messe ich 0,6 Ohm. In praktisch 
jeder Position:

https://youtu.be/FsH_Nxf-8oE

Kann ich die ESC-Kabel dran lassen während ich mit 12 Volt Batterie 
teste ?
Die Feldwicklung wird vom ESC ja sowohl positiv als auch negativ 
beschaltet, da sollte es egal sein, wie ich F1 und F2 and die Batterie 
hänge.
Für die Rotorwicklung kann ich ja vorher messen, was mit dem ESC plus 
und minus ist.

In der zweiten Hälfte vom Video mach ich mir schon Gedanken, den Motor 
durch 128 x 3,2 = 410 Volt LiFepo Hochvoltbatterie + 6 kW 
Frequenzumrichter + 3,5-7,2 kW Asynchron-Drehstrommotor (Copeland 
Wärmepumpenkompressor) zu ersetzen.

Die Untersetzung vom Motor zum Rad ist 4,2 : 1 und entstpricht mit dem 
automatischen Mopedgetriebe wohl 45 km/h.
Raddurchmesser ist 43 cm, da komme ich auf 1860 rpm.

Mit dem Schlupf eines 2-Pol Asynchronmotors erreicht dieser bei 50 Hz 
2700 rpm, das passt ziemlich gut da ich ja am Berg Leistungsresrven 
brauche.

Das wird aber eigener Thread wenn wir gemeinsam den jetzigen Motor für 
tot erklärt haben!

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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So ein Umbau allerdings lässt natürlich die ABE erlöschen - ausserdem 
begibst du dich in die gesetzlich völlig andere Lage der Hochvolt 
Mobilität.

Aber m.E. ist zumindest der Motor nicht defekt, sondern entweder noch 
falsch angeschlossen oder der ESC ist einfach kaputt.
Am besten wäre es vermutlich, den Motor mal rauszunehmen und auf dem 
Arbeitstisch zu checken. Da kann man mit Feld- und Ankerwicklung 
experimentieren, die Lager fetten und die Kohlen prüfen. Ok, das ist 
sicher ein wenig Arbeit, aber immer noch einfacher, als das ganze Auto 
auf Drehstrom umzubauen.

von Das R. (Firma: das Roland) (verlierer)


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Die Kohlen sehen noch gut aus. Und da ich bei drehen überall diese 0,6 
Ohm gemessen habe, funktionieren sie doch wohl auch.

Lieber löse ich die Batteriehalterung und lasse   damit die Bordelektrik 
20cm tiefer. Dann komm ich an die Rückseite des ESC un könnte die 
analogen und digitalen Eingänge überprüfen.

Ich denke ich werde morgen mit 12 Batterie testen.
Darf ich die vier Kabel dran lassen ?

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Das R. schrieb:
> Darf ich die vier Kabel dran lassen ?

Besser nicht. Evtl. ist der ESC ja schon kaputt, aber provozieren würde 
ich es nicht. Da sind jedenfalls fette Dioden drin und die würde ich 
lieber nicht mit Batteriestrom beaufschlagen.

von Das R. (Firma: das Roland) (verlierer)


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Danke. Darf ich F2 und M2 dran lassen ?
F1 und M1 hab ich schnell runter, für die anderen zwei muss ich mich 
wieder unter das niedrige Auto quetschen.
Die 12 V Batterie wird natürlich keinen anderweitigen Kontakt zum ESC 
haben.

von Das R. (Firma: das Roland) (verlierer)


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Tja der Rotor hat doch Kurzschluss :-(
Nachdem ich sauber 1,5 qmm Kupferkabel an alle vier Anschlüsse neu 
geschraubt hatte habe ich dann doch 0,0 Ohm zwischen M1 und M2 
gemessenen.

Und nicht verwunderlich sind diese extra dünnen Kabel dann schnell so 
heiß geworden daß die Isolierung wegschmorte.
Die 12V Batterie knickte auf 9 Volt ein  (mit dicken Überbrückungskabel 
angeschlossen).

Spannung wischen M1 und 50 cm 1,5 qmm Kabel an M2 lag bei so 6-7 V.

F1 und F2 waren parallel. Motor drehte sich wie gewohnt mit so 1 kmh.

Bei einer Reihenschluss Schaltung M1-M2-F2-F1 drehte sich nichts und 
floss auch wenig Strom. Der Stator scheint mit seinen 1-2 Ohm wohl noch 
intakt.

Die gute Nachricht: Bis auf den Rotor könnte der Aixam noch intakt sein, 
und den Rotor kann ich neu wickeln ?

Werde versuchen, den Motor heute gleich auszubauen.

Zum Glück ist das Wetter immer noch so mies daß ich eh nicht neues Dach 
bauen mag: https://youtu.be/-_OnasPOrrE

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Du merkst allerdings, wie schnell sich die angeblich günstigen 2000,- 
Mäuse relativieren. Sie haben dich reingelegt...
Aber nun steht ja dem Umbau auf Drehstrom nichts mehr im Wege.

von Das R. (Firma: das Roland) (verlierer)


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Dass ich möglicherweise noch einiges an dem Wagen machen muss war mir 
beim Kauf schon klar. Die Verkäufer hatten keine Ahnung von der Technik. 
Ich hätte Glück haben können oder Pech. Wenn ich nur den Rotor neu 
wickeln muss und dass auch kann, dann würde ich dass noch nicht als Pech 
bezeichnen.

Und zeig mir mal einen fahrbereiten Aixam Mega Truck mit L6E = 
Mopedzulassung für max 4000€.

Mist, Motor zwar locker aber kein Platz um ihn vom Getriebe Abzuziehen.
Wär schön wenn ich nicht auch noch die Achswellen vom Getriebe lösen 
muss um alles komplett auszubauen..

Was macht Ihr den schöneres heute an diesem Sonntag ?

Wie man die Welt retten kann hab ich ja schon erklärt aber interessiert 
ja keinen:

www.robo4future.de
"Welt retten geht NUR mit Freude :-)"

von Das R. (Firma: das Roland) (verlierer)



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Das ist Rechteck Draht, den werde ich wohl nicht finden und wickeln.
Allerdings kann ich mir auch schlecht vorstellen dass der mit Nachbarn 
kurzgeschlossen hat.

Könnte es gar sein, dass nur der Kupferabrieb durch die Kohlen die 
Zwischenräume im Schleifring zugesetzt hat und so den Kurzschluss 
bewirkt ?
Mit 100-300 Ampere kurzschlusstrom sind die vielleicht sogar 
verschmolzen.

Dann würde kaum noch Strom durch die Spulen fließen, was die 1 kmh 
erklären würde.
Und auch die Hitze die aus der Öffnung über dem Schleifring kam.

Hab in dem Einen Foto den Zwischenraum zwischen zwei Schleifkontakten 
ein wenig angeritzt, dort wo das Kupfer glänzt.

Es sind übrigens 47 Schleifkontakte, das ist eine Primzahl! Wie geht 
denn das ?

Erlaubnis die Zwischenräume freizukratzten ?

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Das R. schrieb:
> Erlaubnis die Zwischenräume freizukratzten ?

Ja, auf jeden Fall. Es schadet auch nicht, den Kommutator etwas zu 
schleifen und erst dann zu kratzen. Besorge oder baue dir am besten ein 
Milliohmmeter.

von hinz (Gast)


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Das R. schrieb:
> Wenn ich nur den Rotor neu
> wickeln muss und dass auch kann,

Kannst du ihn danach auch auswuchten?

von hinz (Gast)


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Das R. schrieb:
> Es sind übrigens 47 Schleifkontakte, das ist eine Primzahl! Wie geht
> denn das ?

Primzahlen sind da nicht verboten.

von hinz (Gast)


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Ist das überhaupt der Originalmotor? Der hat ja nur 2,2kW!

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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hinz schrieb:
> Ist das überhaupt der Originalmotor?

Mir kommt das auch merkwürdig vor. Im obigen Ersatzteilschema gibts ja 
auch einen Curtis Controller und keinen von GE.
Die aktuelleren Modelle haben anscheinend 10PS:
https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anzeige/aixam-mega-e-truck-pritsche-kipper-45km-h-elektro/1656935855-216-1200
3390 Mäuse ohne Batterien, aber mit Kipper. Gar nicht so schlecht...

: Bearbeitet durch User
Beitrag #6661411 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Das R. (Firma: das Roland) (verlierer)


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Matthias S. schrieb:
> Das R. schrieb:
>. Besorge oder baue dir am besten ein
> Milliohmmeter.

Ja kannst Du mir das bitte erklären :-)
Ich messe nämlich nach ausritzen immer noch nur 0,0 Ohm egal welche 
Kontakte ich nehme.

Zum Eisenkern besteht kein Kurzschluss.

Ihr meint HP 3 würde 3 PS bedeuten ?
Der Motor ist Teil des Getriebegehäuse! da müsste auch das Getriebe 
gewechselt worden sein und das passt genau mit den drei schrauben zur 
Halterung.
Da hat Aixam eher die 4 kW als Eingangsleistung verschwiegen.

Ich ritze jetzt noch weiter und Schleife danach.
Aber wie kann ich die Reinheit meiner Ritzen ohne milliohm Meter testen.

Und wieso sind da überhaupt nur milliohm egal welche Kontakte ich wähle 
?

Wer mir die 47 erklären kann, kann das vermutlich.

Ideen immer zu mir.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Das R. schrieb:
> Ja kannst Du mir das bitte erklären :-)

Hier wird ein kleines Instrument beschrieben:
https://www.youtube.com/watch?v=ReHFli7gAq4
Das ist sicher nicht die Spitze der Technik in Genauigkeit, hilft aber 
bei der Beurteilung der Wicklungen weiter. Die Bauteile hast du vllt. 
sogar noch vorrätig.

Zwischen benachbarten Lamellen misst du den geringsten Widerstand. 
Deswegen sind die Kohlen ja auch im Viertelkreis angeordnet. Ob das nun 
47 oder 48 Lamellen sind, ist dabei nicht so wichtig. Etwa 12 Lamellen 
sind also zwischen den bestromten, deswegen ist auch das der Widerstand, 
der für dich zählt.
Ungradzahlig evtl. dewegen, damit der Motor besser anläuft, aber 
genaueres weiss ich nicht, ist aber wurscht, denn ändern möchtest du das 
nicht.

von Das R. (Firma: das Roland) (verlierer)


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Matthias S. schrieb:
> Zwischen benachbarten Lamellen misst du den geringsten Widerstand.
> Deswegen sind die Kohlen ja auch im Viertelkreis angeordnet.

Versteh ich nicht.
Ich hätte gedacht das eine Spule Kontakte im 90° Abstand verbindet.
Benachbarte Lamellen müssten also gar keine Verbindung haben.
Die Kohlen sind doch auch so breit dass sie drei benachbarte Lamellen 
kurz schließen!

Ich könnte einen Ina219 als 0-75mV Voltmeter einsetzen?

Ich mach Schluss für heute.
Die radial abgehenden Stromwege sind leicht verdreht.
Vielleicht wurde der Motor zu heiß und die Isolierung würde dort 
verdreht und kurzgeschlossen ?

von Anonymer Gast (Gast)


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Moin,
wenn Du noch nach Informationen zur Fahrsteuerung suchst:
https://shop.fsip.biz/de/page/176/ge-controllers-technical-documents-fsip

Schau da mal nach. WICHTIG! Die R4R353 hab ich da nicht gesehen, 
Leistungsverkabelung sollte gleich ein, Steuerstrom würde ich mal mit 
den anderen R4R unterlagen vergleichen. Denke schon das einer dazu 
passt, aber ist natürlich nicht sicher. Für den Rest muß man leider 
etwas Fantasie und Improvisation mitbringen. GE verdreht auf 
Kundenwunsch auch gern mal den Regelbreich der Fahrgeberspannung von 
3,5v -> 0v auf 0v -> 3,5v. Laut der Bezeichnung ist das eine 
Custom-Version. Steht auch in den Handbüchern .... (AG1)
Anonyme Grüße

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Das R. schrieb:
> Benachbarte Lamellen müssten also gar keine Verbindung haben.
> Die Kohlen sind doch auch so breit dass sie drei benachbarte Lamellen
> kurz schließen!

Aber wie soll das fertigungstechnisch gehen? Das gäbe ein riesen 
Kuddelmuddel. Also hat die Wicklung nach ein paar Windungen eine 
Anzapfung per Lamelle und dann kommen die nächsten paar Windungen und 
die nächste Lamelle. Deswegen ist es auch unkritisch, wenn die Kohlen 
über mehrere Lammellen kontaktieren, denn es geht nur wenig in eine 
kurzgeschlossene Wicklung, die hat ja nur wenige Windungen. Da ist es 
wichtiger, das der Strom von der Kohle gut auf die Lamellen (und mehrere 
davon) kommt.

von Das R. (Firma: das Roland) (verlierer)


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Ja danke, mein ESC hat wohl auch so einen dreireihigen 23 pol Steckern. 
Wenn dessen Belegung über all Baureihen gleich bzw. ähnlich sind, dann 
hilft mir das auch schon weiter

Wobei ich jetzt natürlich noch träume dass ich den Motor wieder einbaue 
und losfahren kann.

von Das R. (Firma: das Roland) (verlierer)


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Hier wird der Motor hat nur mit 2,2 kW spezifiziert: 
https://www.kelvin.it/en/prodotti-kelvin/motori/KLMT03281-A

Danke an den Parallel Thread: 
https://lepori.de/forum/viewtopic.php?f=4&t=9229&p=91490#p91490
(Hatte dort zuerst gepostet, aber als es um den Motor ging hab ich auch 
hier gepostet)

Die 2700 RPM eines Asynchron Motors würden also prima die 3650 RPM 
ersetzen.

Mir fehlen immer noch Tips, wie ich meinen selbst überholten Anker 
testen kann. Ich muss ihn nämlich komplett wieder einbauen bevor ich 
testen kann.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Das R. schrieb:
> Mir fehlen immer noch Tips, wie ich meinen selbst überholten Anker
> testen kann.

Matthias S. schrieb:
> Besorge oder baue dir am besten ein
> Milliohmmeter.

von Das R. (Firma: das Roland) (verlierer)


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Aus anderen Thread:
""
> Die Wicklung besteht aus einen einzigen Drad der von Kontackt 1 bis zum Kontakt 
1 geht . Ein mal herrum .

Danke, der Ansatz gefällt mir. Da es vier Kohlen sind fließt Strom von 
den zwei Pluspolen in je zwei Richtungen zu den beiden Minuspolen.
Macht zweimal 90° "positives" Magnetfeld und zweimal 90 Grad " 
negatives" Magnetfeld.

Im Stator sitzen dafür ja auch vier Spulen im 90° Abstand :-)
""
Den größten Widerstand messe ich also an gegenüberliegenden Kontakten.

Statt milliohm könnte ich auch das Magnetfeld der Spule benachbarter 
Kontakte detektieren. Ist noch ein Kurzschluss zwischen den Lamellen 
Kontakten dann nichts Magnetfeld.

Das Roland
der kleine Physiker :-)

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Das R. schrieb:
> Ist noch ein Kurzschluss zwischen den Lamellen
> Kontakten dann nichts Magnetfeld.

Und es darf vor allem keine Verbindung der Wicklung zum Metall des 
Rotors geben.

: Bearbeitet durch User
von Das R. (Firma: das Roland) (verlierer)


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Nein das Eisen vom Rotor ist noch isoliert :-)
Die 47 versteh ich immer noch nicht.
Hab wirklich dreimal nachgezählt.

Update:
Okay klar, eine Lamelle muss natürlich Start einer Wicklung sowie Ende 
der vorigen Wicklung sein. Von Aussen sieht man halt nur einen Draht 
abgehen. Aber darunter endet ganz sicherlich auch ein Draht.

: Bearbeitet durch User
von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Was ich da oben geschrieben habe, mit der Windung zwischen zwei 
benachbarten Lamellen, muss übrigens nicht ganz richtig sein. Schau mal 
hier:
https://www.researchgate.net/figure/Global-circuit-representation-of-a-4-wound-field-poles-and-4-brushes-DC-motor-relevant_fig1_295602494

Der hat z.B. 19 Lamellen, 4 Bürsten und eine Wicklung hat er 
eingezeichnet. Ich lese mir das Paper nicht durch, aber mögl. ist es für 
dich interessant.

von Das R. (Firma: das Roland) (verlierer)


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Wenn eine Wicklung 50 cm lang ist und die rechteckige Ader 4 X 1 mm hat, 
dann währen das 2 mOhm.

Mein kleines Labornetzteil kann 3 A eingestellten Strom und den Ina226 
mit +- 86 mV max Shunt Voltage und 0,0025 mV Auflösung hab ich schnell 
programmiert.

3A x 2 mOhm = 6 mV :-)

von hinz (Gast)


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Das R. schrieb:
> Ihr meint HP 3 würde 3 PS bedeuten ?

Genau das bedeutet es.

von Das R. (Firma: das Roland) (verlierer)


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So, wer miterleben möchte, wie die Geschichte vorerst ausgegangen ist:

https://youtu.be/KHfXe0_w_2w

Möchte gerne morgen ein Mopedkennzeichen bestellen und am besten per 
Post erhalten. Vielleicht könnt Ihr mir einen günstige Versicherung 
empfehlen :-)

das Roland
aka Robo Durden:
"Die ersten beiden Regeln lauten: Sprich immer ja :-)"

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Da hast du auf jeden Fall einen Spitzenjob hingelegt! Erstmal 
Gratulation und willkommen im Kreis der vollelektrischen Fahrer :-)

Wenn ich das richtig verstehe, hast du einen Kompasschip an den Anker 
gepappt und schickst dann Strom vom Netzteil in die Lamellen? Das ist 
sehr kreativ und wirklich eine gute Idee.

Zur Trennung der Kupferbrücken fällt mir noch ein kleiner Dremel ein 
oder so eine Art Zahnarztbohrer mit feiner Spitze. Aber so, wie er jetzt 
ist, sieht der Kommutator ja schon ziemlich gut aus.
Hab dich bei youtube schon mal mit 'Daumen hoch' bewertet und war der 
erste. Komisch, das das noch niemand sonst gemacht hatte.

Ich bin mir sicher, das mit frischen Batterien und einem komplett 
funktionierenden Kommutator die 45km/h drin sind.
Übrigens hat sich die Frage mit den 47 Lamellen ja ganz zwanglos 
erklärt. Es muss ja nach einen Vollkreis mit 12 Lamellen Abstand die 
nächte Runde dran kommen.
Ich habe auf jeden Fall was gelernt, vielen Dank dafür!

: Bearbeitet durch User
von Hans Maulwurf (Gast)


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Cooler Bericht!

Zu dem Kommutator am Motor: Sollten die Zwischenräume zwischen den 
Leitern nicht mit Epoxidharz o.ä. ausgegossen sein damit genau das nicht 
passiert? Jetzt mit den freigeräumten Schlitzen sammelt sich da doch mit 
der Zeit wieder der Kupferabrieb und macht neue Kurzschlüsse.

von Das R. (Firma: das Roland) (verlierer)


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Ich hab irgendwo gelesen, dass die Rillen extra so 1mm tiefer sein 
müssen und deswegen die Kanten abgeschrägt werden damit sie die Kohlen 
nicht abraspeln.

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