Forum: Platinen Hochspannung in Platine einleiten mit 5-Poliger Verbindung


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von Vince C. (vica)


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Guten Tag Community!
Ich bin über meine MA in eine Thema reingerutscht, mit dem ich mich 
vorher noch nie beschäftigt habe und jetzt einfach ungünstig ist um sich 
sauber einzuarbeiten.
Ich habe ein ruhendes Projekt übernommen mit ein paar fertigen Bauteilen 
(immer schlecht) die auch so verwendet werden sollen (noch schlechter)

Unter anderem auch sehr viele Platinen. Die sollen alle mit Hochspannung 
bis 5 kV versorgt werden, mindestens aber 2. Der einzige Anschluss der 
vorliegt, ist auf dem Bild zu erkennen. Das Rastermaß sind genau 3mm der 
Durchmesser der Löcher 0,9mm (den könnte man aber etwas aufbohren). 
Anscheinend ist das Rastermaß von 3mm schon recht ungewöhnlich und alles 
was ich dazu gefunden habe waren Stecker die nur bis 500V gehen. Was hat 
sich mein Vorgänger dabei gedacht? Das Projekt ist schon 8 Jahre alt, 
ich kann ihn nicht mehr kontaktieren. Ist es überhaupt möglich? Viel 
Strom muss nicht fließen, es soll eher statisch funktionieren.

Vielleicht hat jemand hier eine Idee? Von Frikellösung bis "geld spielt 
keine Rolle" bin ich für alles offen.
Grüße ViCa

von Maik F. (Firma: ibfeew) (mf_hro)


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Wenn ich das auf dem Bild richtig sehe dann sind alle 5 Kontakte 
miteinander verbunden, d.h. über den 5poligen Stecker wird nur 1 Seite 
der Hochspannung kontaktiert. Außerdem scheint rund um den Stecker viel 
Platz (==Luft==Isolierung) zu sein. Wenn jetzt auch noch festgelegt 
wird, daß der Stecker im Betrieb nicht angefaßt wird, dann spielt die 
Spannungsfestigkeit des Steckers an sich keine Rolle mehr.

von Georg (Gast)


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Vince C. schrieb:
> Der einzige Anschluss der
> vorliegt, ist auf dem Bild zu erkennen

Das ist nicht entscheidend, es geht um die Mindestabstände für diese 
Spannungen auf der Leiterplatte.

Vince C. schrieb:
> alles
> was ich dazu gefunden habe waren Stecker die nur bis 500V gehen

Das hat seine Gründe, bei Steckern für LP können die nötigen Abstände 
auf der LP nicht eingehalten werden, oder die Stacker sind unhandlich 
gross. Selbst die klobigen Schuko-Stecker sind nicht für mehrere kV 
geeignet.

Georg

von Vince C. (vica)


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Hallo Maik F und Georg
vielen Dank erstmal für eure Antworten
Genau, alle 5 Punkte sind miteinander verbunden. Ich lege hier nur eine 
Ladung der Hochspannung an. Die andere kommt auf den identischen 
Anschluss mit ca 10 cm Abstand dazwischen. Ansonsten ist auf der Platine 
nicht viel los, nur ein Kunststoffnupsi als Halterung. Angefasst wird da 
auch nichts, alles Eingehaust.
Also sagt mit mein Voltage rating im Datenblatt nicht, wann das Ding 
kaputt geht sondern wann die Isolierung schlapp macht und es zum 
Übersprung kommt?

von Gebhard R. (geb)


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Also 5kV sind jetzt nicht viel. Die Durchschlagspannung bei PVC und 
Epoxi ist etwa 30kV/mm. Damit würden schon 0,2mm Isolierstärke reichen.

von Cyblord -. (cyblord)


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Vince C. schrieb:
> Ich bin über meine MA in eine Thema reingerutscht, mit dem ich mich
> vorher noch nie beschäftigt habe und jetzt einfach ungünstig ist um sich
> sauber einzuarbeiten.

Ein Maschbauer redet über sein Erstes Mal!?

von Marek N. (bruderm)


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Molex MicroFit hat doch 3 mm Pitch: 
https://www.molex.com/molex/products/family/microfit_30

: Bearbeitet durch User
von Georg (Gast)


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Vince C. schrieb:
> Ich lege hier nur eine
> Ladung der Hochspannung an. Die andere kommt auf den identischen
> Anschluss mit ca 10 cm Abstand dazwischen. Ansonsten ist auf der Platine
> nicht viel los, nur ein Kunststoffnupsi als Halterung

Und was soll dann das ganze? Wo soll die Hochspannung weiter hin - wenn 
die Antwort "nirgends" heisst ist die Leiterplatte doch überflüssig.

Aber welbst wenn das korrekt und auch sinnvoll ist, hast du noch lange 
keinen Stecker für deine Leiterplatte. Den gibt es sicher nicht, er 
müsste ja 10 cm gross sein. Üblich ist einen HV-Stecker (Koax) zu 
verwenden, der z.B. in der Gehäusewand verschraubt wird, und von da mit 
Kabeln auf die LP zu verdrahten, natürlich mit geeignetem HV-Kabel und 
nicht mit Klingeldraht oder Telefonlitze. Was du fotografiert hast ist 
wahrscheinlich eine Kupferinsel zum Drauflöten des Kabels.

Georg

von Maik F. (Firma: ibfeew) (mf_hro)


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>Also sagt mit mein Voltage rating im Datenblatt nicht,
>wann das Ding kaputt geht sondern wann die Isolierung
>schlapp macht und es zum Übersprung kommt?
Nun ja, im Normalfall ist "Isolierung macht schlapp" == Überschlag == 
kaputt.
Wenn in deinem Fall der andere Pol der Hochspannung aber gar nicht in 
der Nähe ist (10cm Abstand sind schonmal gut), dann kann es halt keinen 
Überschlag geben und damit der Stecker nicht kaputt gehen. Der Stecker 
sieht in deinem Anwendungsfall also gar keine Spannungsbelastung.

Ich vermute, daß der Mitarbeiter vor 8 Jahren sich dachte: "anlöten der 
Kabel an die LP -> macht beim experimentieren viel arbeit." Daher hat er 
für jeden Pol einen eigenen Stecker vorgesehen. Molex Microfit (siehe 
Marek), TE Mate-N-lok oder Würth WE-MPC3 fallen mir bei 3mm Rastermaß 
ein.

von Vince C. (vica)


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Marek N. schrieb:
> Molex MicroFit hat doch 3 mm Pitch:
Dann schaue ich da mal nach! Danke dir!

Genau, es ist experimentell. Die Eingänge sind, als kurze Erklärung 
voneinander getrennt, weil ich dazwischen es Elektrostatisches Feld 
aufbauen möchte. Ich kann einzelne Kabel ansteuern und die negativ bzw 
positiv Laden.

Aber das hilft mir auf jeden Fall weiter, dass diese Stecker im Bezug 
darauf spannungstechnisch limitiert sind. Dann kann ich ein bisschen 
freier suchen. Vielen Dank! ggf wende ich mich nochmal an euch!
ViCa

von Daniel F. (foxi_the_daywalker)


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Hi,

noch ein Tipp:
Es gibt Silikonschläuche / Isolierschläuche die du über die Leitungen 
ziehen kannst. Am Ende kannst du Schrumpfschlauch über deinen Stecker 
und weit genug über den Silikonschlauch machen und das Risiko eines 
Überschlags zwischen Kabel und den Dingen der Umgebung sind minimiert.

Viel Erfolg!
Daniel

Edit: Muss nicht Silikon sein, kann auch so etwas wie 
"PVC-Elektro-lsolierschlauch" sein. 1mm Manteldicke -> 30kV 
Durchschlagsfestigkeit.

: Bearbeitet durch User
von Helmut L. (helmi1)


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Bei Lemo gibt es Hochspannungsstecker:
https://www.lemo.com/de/produkte/hochspannung/y-stecker

von Daniel F. (foxi_the_daywalker)


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Helmut L. schrieb:
> Bei Lemo gibt es Hochspannungsstecker:
> https://www.lemo.com/de/produkte/hochspannung/y-stecker

Der passt aber definitiv nicht zu den Bohrungen auf seiner Platine, die 
er ja zu verwenden hat.

Ich gehe davon aus, dass er am anderen Ende der Zuleitungen ein 
entsprechendes Hochspannungsnetzteil hat. Da muss er eh die zugehörigen 
Stecker verwenden.

Gruß
Daniel

von Helmut L. (helmi1)


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Daniel F. schrieb:
> Der passt aber definitiv nicht zu den Bohrungen auf seiner Platine, die
> er ja zu verwenden hat.

Man kann sich vieles Wuenschen ob man es aber auch bekommt?
3mm Abstand bei 5kV?  Da gibt es Ueberschlaege.

von Selbsternannter Weltverbesserer (Gast)


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Hallo Helmut,

Helmut L. schrieb:
> 3mm Abstand bei 5kV?

Thread gelesen?

Vince C. schrieb:
> Genau, alle 5 Punkte sind miteinander verbunden. Ich lege hier nur eine
> Ladung der Hochspannung an. Die andere kommt auf den identischen
> Anschluss mit ca 10 cm Abstand dazwischen.

Zwischen den Bohrungen im 3 mm Abstand besteht keine wesentliche 
Potentialdifferenz.

Mit freundlichen Grüßen
Selbsternannter Weltverbesserer

von Hp M. (nachtmix)


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Gebhard R. schrieb:
> Also 5kV sind jetzt nicht viel. Die Durchschlagspannung bei PVC und
> Epoxi ist etwa 30kV/mm. Damit würden schon 0,2mm Isolierstärke reichen.

...damit das Teil nach einem halben Jahr kaputt geht.

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