Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Werkmeisterschule


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von Gamer19 (Gast)


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Hallo alle miteinander ;-)

Ich habe die Überlegung, vielleicht nebenbei ab Herbst die 
Werkmeisterschule für Maschinenbau & Automatisierungstechnik zu 
beginnen. Was denkt ihr so, über diese Fortbildung? Vielleicht hat es ja 
schon jemand gemacht und kann mir dementsprechend, seine Meinung dazu 
sagen. Was wären denn die Vor und Nachteile eurer Meinung nach? Also 
mein Ziel ist es jetzt nicht, dass ich dann Lehrlinge ausbilden oder 
selbstständig sein möchte. Mir geht es darum, dass ich in Zukunft mal 
eine Führungsposition übernehmen kann. Jedoch wie es dann, mit einem 
Werkmeister Abschluss bzgl. d. Lohn aussieht weiß ich nicht. Ich habe 
mal gehört, dass angeblich in der Metallbranche als Einstiegsgehalt die 
Lohngruppe F (aktuell 3091€ Brutto) mind. zu bezahlen wäre? Jedoch kommt 
es immer auf die Firma und auf den Tätigkeitsbereich an. Wobei ich mir 
nicht vorstellen kann, dass man mit LEHRE + WERKMEISTER so einen Lohn 
bekommt, ohne einen UNI oder FH Abschluss zu haben. Ich glaube das die 
Zeiten, wo die Berufspraxis und Erfahrung vieeeel Geld gebracht hat, nun 
schon vorbei ist. Die Personaler wollen nur mehr UNI / FH Absolventen 
haben. Wenn einer mit 15 Jahre Berufspraxis und einer Weiterbildung sich 
bewirbt, kostet / will dieser wahrscheinlich mehr Geld, als ein junger 
frisch aus der Uni (da er so schnell wie möglich einen Job möchte und 
auch etwas weniger Lohn annimmt, um Berufserfahrung zu sammeln)

Liebe Grüße :)

von Qwerty (Gast)


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Gamer19 schrieb:
> Hallo alle miteinander ;-)
>
> Ich habe die Überlegung, vielleicht nebenbei ab Herbst die
> Werkmeisterschule für Maschinenbau & Automatisierungstechnik zu
> beginnen. Was denkt ihr so, über diese Fortbildung? Vielleicht hat es ja
> schon jemand gemacht und kann mir dementsprechend, seine Meinung dazu
> sagen. Was wären denn die Vor und Nachteile eurer Meinung nach? Also
> mein Ziel ist es jetzt nicht, dass ich dann Lehrlinge ausbilden oder
> selbstständig sein möchte. Mir geht es darum, dass ich in Zukunft mal
> eine Führungsposition übernehmen kann. Jedoch wie es dann, mit einem
> Werkmeister Abschluss bzgl. d. Lohn aussieht weiß ich nicht. Ich habe
> mal gehört, dass angeblich in der Metallbranche als Einstiegsgehalt die
> Lohngruppe F (aktuell 3091€ Brutto) mind. zu bezahlen wäre? Jedoch kommt
> es immer auf die Firma und auf den Tätigkeitsbereich an. Wobei ich mir
> nicht vorstellen kann, dass man mit LEHRE + WERKMEISTER so einen Lohn
> bekommt, ohne einen UNI oder FH Abschluss zu haben. Ich glaube das die
> Zeiten, wo die Berufspraxis und Erfahrung vieeeel Geld gebracht hat, nun
> schon vorbei ist. Die Personaler wollen nur mehr UNI / FH Absolventen
> haben. Wenn einer mit 15 Jahre Berufspraxis und einer Weiterbildung sich
> bewirbt, kostet / will dieser wahrscheinlich mehr Geld, als ein junger
> frisch aus der Uni (da er so schnell wie möglich einen Job möchte und
> auch etwas weniger Lohn annimmt, um Berufserfahrung zu sammeln)
>
> Liebe Grüße :)

wenn dann frage deinen Arbeitgeber.
Fortbildung lohnen sich nur, wenn dein Arbeiter das brauch, oder der 
neue Arbeitgeber dich dann brauch.

Das ist wie beim Poker, wenn Dein Blatt ( Deine Papiere CV, Zeugnisse 
...) zu klein sind, dann war es das und wenn Du gut dich verkaufen 
kannst, bluffen, dann bekommst Du den Job.

Zeugnisse bringen nur einen Teil, heute ist es viel wichtiger im 
richtigen Verein/ Partei zu sein einige Kontakte auf Xing Linkin zu 
haben.
Dein Know-How haben viele, aber Kontakte muss man selbst aufbauen.

So etwas lernt man normalerweise im 2. Lehrjahr.
Ruf die möglichen Arbeitgeber an und frage die, ob die Dir einen Job 
oder Praktikum geben, wenn Du dein Werkmeisterzeugnis hast.

BE ist immer wertvoll, aber sicherlich nicht, wenn Du 15 Jahre am 
Fließband gepennt hast...

von Dymo Fond (Gast)


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Gamer19 schrieb:
> Ich habe die Überlegung, vielleicht nebenbei ab Herbst die
> Werkmeisterschule für Maschinenbau & Automatisierungstechnik zu
> beginnen. Was denkt ihr so, über diese Fortbildung?

Kann nicht schaden. Ob es dir was nützt musst du selber beurteilen. 
Nebenbei, wir reden hier von Österreich, oder?

> Also
> mein Ziel ist es jetzt nicht, dass ich dann Lehrlinge ausbilden

Warum nicht? In Deutschland, keine Ahnung wie das in Österreich ist, ist 
das einer der Vorteile des Meisters gegenüber den Akademikern. Meister 
dürfen ausbilden. Akademiker müssen erst einen Extra-Schein machen.

> Ich habe
> mal gehört, dass angeblich in der Metallbranche als Einstiegsgehalt die
> Lohngruppe F (aktuell 3091€ Brutto) mind. zu bezahlen wäre?

Was sagt Googel?

von Uli S. (uli12us)


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Meister brauchen auch nen extra Schein dafür, der ist halt ein Teil der 
Meisterprüfung.

von MaWin (Gast)


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Gamer19 schrieb:
> Werkmeisterschule

Ich muss erst mal gucken, was das ist.

Aha, Österreich.

Also Industriemeister.
.
Gamer19 schrieb:
> man mit LEHRE

Demnach bist du schon Geselle.

Der Meister ist der logische nächste Karriereschritt.

Wenn in deiner Firma dann ein Posten zu vergeben ist für den man den 
Meistertitel haben sollte, kommen all die nicht in Frage, die ihn halt 
nicht haben.

Früher bedeutete Meister auch fachlich meisterlich zu sein. Das ist in 
der Industrie nicht so, da machen ja die Maschinen die Produkte. Da sind 
es eher Tätigkeiten in Arbeitssicherheit und Ausbildung. Damit kann es 
natürlich sein, dass du dich von dem handwerklichen wegbewegst, das du 
(vielleicht) machen willst.

Aber ohne Weiterbildung gibt's nicht mehr Geld.

von René F. (therfd)


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Theoretisch muss man zum ausbilden weder Meister noch Akademiker sein, 
eine abgeschlossene Berufsausbildung und der AdA-Schein reichen, kenne 
mehrere die so zu Ausbildern wurden in Kleinbetrieben, als diese auf die 
Idee kamen sie wollen auch ausbilden (was meistens ein Schuss in den 
Ofen war, weil die Azubis durch Vitamin B die Ausbildungsstelle bekommen 
haben und auf den echten Markt mangels Eignung keine Ausbildungsstelle 
bekommen haben, diese Lehrlinge haben zwar irgendwie die Prüfungen 
bestanden, gut war aber keiner davon und das lag nicht an der Ausbildung 
sondern der Motivation und Lernfähigkeit der Azubis)

von Manfred (Gast)


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René F. schrieb:
> Theoretisch muss man zum ausbilden weder Meister noch Akademiker sein,

Was ist so schwer an der Ursprungsfrage:
Gamer19 schrieb:
> mein Ziel ist es jetzt nicht , dass ich dann Lehrlinge ausbilden oder
> selbstständig sein möchte.

Es ist befriedigend, wenn die Lehrlinge endlich einen Aufbau 
selbstständig zur Funktion bekommen, aber nicht jeder hat die 
notwendigen Nerven, die Geduld oder ist sonstwie dafür geeignet.

Gamer19 sagt, er will es nicht - dann wird er als Industriemeister eher 
zum Papierverwalter als Leiter einer Fertigungsabteilung.

Wenn ich mich an meine Berufserfahrung denke, da ist innerhalb des 
Betriebes praktisch niemand aufgestiegen, weil er Techiker oder Meister 
abgeschlossen hat. Die, die gut waren, haben allesamt nach einer Weile 
die Firma gewechselt.

von Qwerty (Gast)


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Manfred schrieb:
> Wenn ich mich an meine Berufserfahrung denke, da ist innerhalb des
> Betriebes praktisch niemand aufgestiegen, weil er Techiker oder Meister
> abgeschlossen hat. Die, die gut waren, haben allesamt nach einer Weile
> die Firma gewechselt.

So ist es nun mal, die eigene echten Fähigkeiten sollte man niemals 
unterschätzen.
Diese ganzen Bildungswege können Möglichkeiten öffnen aber müssen es 
nicht.
Auch als Facharbeiter gibt es Möglichkeiten ohne höhere Bildung, nämlich 
mit Fachfortbildung aufzusteigen.

Hab Leute kennen gelernt, die machen den gleichen Job in der 
Entwicklung, wie ein Akademiker aber sind Facharbeiter mit den nötigen 
Fortbildungen.

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