Hallo,
gibt es kaufbare Sensoren, die ähnlich wie ein Mausrad, die Länge eines
Filamentes (zum Beispiel 3D-Druck Filament) ausgeben? Vielleicht kann
mir dahingehend jemand einen Tipp geben, ich würde es gerne über einen
Arduino/ ESP32 ansprechen.
Vielen Dank.
Welche Länge möchtest du denn wissen? Die bereits gedruckte oder der
Rest auf der Rolle?
Die verdruckte Länge sollte doch über die Umdrehungen des
Extruder-Motors berechenbar sein? Oder brauchst du es genauer?
Eventuell geht für sowas auch der Sensor aus einer optischen Maus, der
kann dir den zurückgelegten Weg ausgeben.
Im Projekt handelt es sich um einen Filamentspulenhalter, der die
abgespulten Meter mitzeichnet und speichert, also ist das System
entkoppelt vom Extrudermotor. Gibt es solche Mausradsensoren auch
einzeln zu kaufen, oder muss ich dahin eine Maus zerlegen?
Sucher schrieb:> Gibt es solche Mausradsensoren auch> einzeln zu kaufen, oder muss ich dahin eine Maus zerlegen?
Sowas nennt sich "Inkrementalgeber". Die gibt es auch mit einem Rad
dran.
Sucher schrieb:> gibt es kaufbare Sensoren, die ähnlich wie ein Mausrad, die Länge eines> Filamentes (zum Beispiel 3D-Druck Filament) ausgeben?
Für Kabel gibt es Längenzähler. Das sollte auch für Filament
funktionieren. Du musst das Filament nur irgendwo so längs führen, dass
das Reibrad vernünftig drauf laufen kann.
Wäre nicht das Gewicht einfacher zu messen? Einfach die volle Rolle
wiegen und dann aus dem spez. Gewicht, dem Durchmesser und dem
Restgewicht den Verbrauch ausrechnen. In der Zeitschrift "MAKE" war
sowas vor einiger Zeit beschrieben. Hab ich hier auch und geht gut.
Da wär aber wichtig, dass die Spulen immer recht genau dasselbe Gewicht
haben.
Sonst scheint mir das die zuverlässigste Methode, weil komplett
unabhängig von Arbeitspausen, Stromausfällen bzw Abstürzen. Auch ein
Rollenwechsel wirkt sich nicht aufs Ergebnis aus.
Uli S. schrieb:> Da wär aber wichtig, dass die Spulen immer recht genau dasselbe Gewicht> haben.
Nee, man wiegt die neue, unverbrauchte Spule und schreibt das Gewicht
drauf. Dann kann man die gekaufte Menge abziehen. So bekommt man das
Gewicht der Spule incl. eventueller Zugabe des Herstellers. Und dann
kann die fröhliche Rechnerei losgehen!
Stimmt auch weider, da hab ich zu einfach gedacht, dass man praktisch
direkt
das Spulengewicht als Tara abzieht. Auf deine Methode muss mans halt
hinterher abziehen.
Sucher schrieb:> Gibt es solche Mausradsensoren auch> einzeln zu kaufen, oder muss ich dahin eine Maus zerlegen?
Die meisten Mausrad-Sensoren sind einfache Lichtschranken. So was das
Bauteil auf der Platine. Das Mausrad läuft da durch und die
Unterbrechungen der Lichtschranke werden gezählt. Der Rest ist
einfachste Mathematik.
Das Bauteil bekommst du für Cent-Beträge auch einzeln bei den üblichen
Verdächtigen. Ich weiß nur aktuell nicht mehr wonach du suchen musst.
Die Frage ist wie genau soll die Angabe sein. Wenn du die Dicken Rolle
selbst misst, z.b. mit einer Lochschablone, wird das ein ungenauer Wert
weil die Rolle sich schneller dreht je weniger Zeug auf ihr ist.
Wenn du ein genauen Wert haben willst, hast du Widerstand auf der
Filament was einige 3D-Drucker ein sehr übel nehmen.
so eine Lichtschranke kann aber nicht die Richtung erkennen, beim
Retract muss also verhindert werden das Filament zurückgeschoben wird.
Beim Wiegen gibt es auch keine Fehler durch das Aufsummieren der kleinen
Integrale.
Hi
>Beim Wiegen gibt es auch keine Fehler durch das Aufsummieren der kleinen>Integrale.
Wenn man weiss, das z.B. PLA bis zu 50% Wasser aufnehmen kann,ist das
Wiegeverfahren eher eine grobe Schätzaktion.
MfG Spess
PLA 50%? kann ich nicht glauben, Nylon z.B. nimmt viel auf und sollte
vorher getrocknet werden. Aber das PLA müsste dann schon im Wasserbad
gelagert werden, was ich eigentlich nicht mache :)
da gibts eine gute Diskussion darüber:
https://drucktipps3d.de/forum/topic/nimmt-pla-wirklich-wasser-auf/?part=1
Gewichtsmässig tut sich da aber eher wenig, das Filament kann nur
brüchig werden bei höherer Feuchtigkeit.
Uli S. schrieb:> Sicher kann die Lichtschranke des Mausrads das
klar, das bezog sich ja auch auf die LS die Schlaumeier als eBay Artikel
verlinkt hat.
Trotzdem wird das hochfrequente Retract Geruckel eine genaue
Längenmessung erschweren.
Johannes S. schrieb:> klar, das bezog sich ja auch auf die LS die Schlaumeier als eBay Artikel> verlinkt hat.
Wenn ich wissen will ob sich das Rad rückwärts dreht, nehme ich einfach
2 von den Teilen oder ein einfachen Drahtschalter.
Davon abgesehen, dürfte das nicht wirklich die Menge sein, denn wenn er
zu weit zurück zieht muss ich ja neu einfädeln.
Und die Teile aus einer Maus, sind sehr klein. Das wird ein Spass die
zuständige Lochmaske zu erstellen. Und das wird eh nur bei einer alten
KUGEL-Maus funktionieren. Und da ist die Schranke viel zu klein.
Spess53 schrieb:> Wenn man weiss, das z.B. PLA bis zu 50% Wasser aufnehmen kann,ist das> Wiegeverfahren eher eine grobe Schätzaktion.
Wenn du schon mal PLA mit 50% Wasser gedruckt haben solltest, glaube ich
dir das. Ansonsten ist das Bullshit. Den Wasserdampf würde dir das
Hotend (sic!) bei 200°C mitsamt dem geschmolzenen Plastik rausfur...
0.5% kommt eher hin. Aber man sollte sowieso jede Filamentrolle im
verschlossenen Eimer mit einem Beutel Silicagel lagern.
Hi
>Wenn du schon mal PLA mit 50% Wasser gedruckt haben solltest,...
Das ist mir klar.
>0.5% kommt eher hin.
Deine Schätzung oder gibt es dazu einigermaßen verläßliche Messungen?
MfG Spess