Röhrenradio Schaub-Lorenz 38050

OP #6660241
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Hallo zusammen

Ich weiss nicht, ob dies das geeignetste Forum dafür ist.

Hab heute auf dem Müll entsprechendes Radio gefunden:

https://www.radiomuseum.org/r/schaub_phonosuper_stereo_10_3805_1.html

Meine Frage an die Experten ist nun:
Ist das Müll? Oder soll ichs behalten?

Danke schonmal :)
Gast #6660254
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Wenn ich sowas finden würde, wäre ich happy.  :-)

Man muss natürlich so alte Schätzchen mögen. Wer da kein Interesse hat, 
für den  ist das nur Schrott/Sperrmüll.

Nur bitte nicht einfach einschalten. De Elkos könnten schon recht müde 
sein. Wenn die plötzlich volle Spannung sehen, geben die möglicher Weise 
Rauchzeichen und das Gerät wird zu eine Großbaustelle.

Ansonsten den Staub abwischen und wieder herrichten.

Falls Du es nicht behalten möchtest und es nicht zu weit weg ist, würde 
ich mir das teil gerne abholen.

Grüße
Hoschti
OP #6660263
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Hallo Hoschti
Danke für deine Antwort :)

Selbstverständlich ist dasfü mich kein Müll... sonst hätte ich es micht 
vor der Presse gerettet :)

Ich habe aber auch schonmal gelesen, dass gewisse Radios eigentlich 
wirklich müll sind, da es sich um Massenware gehandelt hat mit hässlich 
verleimten spanplatten etc... ohne besondere technik.  Halt wirklich 
einfach elektroschrott...

Daher die Frage, ob das Teil eher zu den besseren/besondereren Geräten 
gehört.

Ein magisches Auge hat es ja leider schonmal nicht...

Danke für den Hinweis mit den Elkos.
Wie richte ich denn so ein Gerät wieder her?

Ich nehme an es wäre schandhaft, hier Rubycon Elkos einzusetzen oder? 
Aber originale wären ja in einem gleich schlechten Zustand
Gast #6660267
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Das mit dem Herrichten kann eine langwierige Sache werden, muss aber 
nicht. Früher (TM) hat man das Gerät über eine Glühbirne (40 bis max. 
100W) und einen Stelltrafo langsam mit Spannung versorgt. Wenn die Lampe 
nicht sonderlich hell leuchtet, ist das Innenleben des Geräts nicht 
völlig hin. Wenn das so eine Zeit unter Spannung war, kann man es auch 
ohne "Glühobst" versuchen. Aber immer die Augen, Ohren und die Nase 
offen halten.

Gilt natürlich nur, wenn das Schätzchen vorher trocken gelagert war. 
Falls feucht geworden, erst mal einige Zeit in warmer trockener Umgebung 
stehen lassen. Feuchtigkeit und Strom, ... Du weißt schon.

Zu dem Thema Reparatur von Röhrengeräten gibt es schon einiges im Netz, 
auch hier im Forum. Einfach mal die Suche bemühen. Bei speziellen Fragen 
einfach wieder melden. Hier sind genug "Oldies" unterwegs, die sich 
damit auskennen.
Gast #6660295
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C. H. schrieb:
> Ich habe aber auch schonmal gelesen, dass gewisse Radios eigentlich
> wirklich müll sind, da es sich um Massenware gehandelt hat mit hässlich
> verleimten spanplatten etc... ohne besondere technik.  Halt wirklich
> einfach elektroschrott...

Ist es auch!
Was stört dich daran?
Hat es oben den Plattenspieler drin, so wie beim radiomuseum?
Vermutlich ist es nur NF-Stereo.

Die ELL80 wird defekt sein, Ersatz gibt es kaum.
#6660304
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oszi40 schrieb:
> Das ist kein 0815, sondern sogar ein Röhren-Stereo-Radio.

Wobei es "nur" einen Stereo-Verstärker hat, also keinen Stereo-Decoder 
für UKW-Empfang. Stereo wird wiedergegeben mittels eines separaten 
Zusatz-Lautsprechers (kann ein beliebiger Lautsprecher mit Impedanz von 
ca. 5 Ohm sein, das ist nicht so kritisch).

Das soll jetzt nur richtig gestellt werden, damit will ich das Radio 
keinesfalls abwerten, im Gegenteil, UKW-Stereo wurde erst im Jahre 1963 
in Deutschland eingeführt. Radios mit Stereoverstärker waren eher 
selten.

Schön, dass der TO das Radio gerettet hat, das kann ein recht schönes 
Schmuckstück werden. Wegen der Formierung der Elkos - besonders im 
Netzteil - gibt es da viele Vorschläge. Ich habe bei meinen Fundstücken 
früher die Röhren rausgezogen (unnötige Last entfernt) und dann den 
Netzstecker mit dem Sekundärausgang eines Märklin-Trafos verbunden. 
Mehrere Stunden bis einen Tag lang. Keine Ahnung, ob das eine geeignete 
geschweige denn gute Methode ist. Katastrophen habe ich nicht erlebt. 
Letztlich geht es darum, dass in den Elkos sich auf den Metallfolien 
wieder eine einwandfreie isolierende Schicht bildet.

Ach so: Wenn Du die Röhren ziehst - auch zum Putzen oder so - diese 
unbedingt markieren oder in beschriftete Schächtelchen legen. Der 
Aufdruck auf den Röhren ist meist sofort verwischt und wenn man die 
Pappenheimer nicht kennt, sind sie für Laien kaum auseinanderzuhalten.
(Firma: Hobbytheoretiker) #6660355
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Das Radiochasis gab es auch als Eckschrank mit links und rechts 
Lautsprechern, also in Stereo. Als es kaputt war, konnte ich im 
Sperrmüll noch funktionierende Ersatzröhren auftreiben. Später konnte 
ich noch den Stereodekoder wieder zum Laufen bringen. Aber um die 
Jahrtausendwende wollten diese unbedingt das Wohnzimmer neu einrichten 
und ich hatte keine Chance das irgendwo unterzubringen und haben wollte 
es damals keiner. Heute wäre das anders.
#6660658
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Dieter D. schrieb:
> Das Radiochasis gab es auch als Eckschrank mit links und rechts
> Lautsprechern, also in Stereo.

Du sprichst vermutlich von den "Musiktruhen". Diese Dinger waren wahre 
Möbelstücke, wirken nur heute leider aus der Zeit gefallen und nehmen 
dazu viel Platz in Anspruch. Obwohl bei diesen Dingern Stereo wirklich 
wahrnehmbar war.

Dagegen fügen sich beispielsweise Spitzengeräte vom Typ SABA Freiburg 
überall gut ein (deren Chassis' aber auch raumgreifend in Truhen verbaut 
wurden).
OP #6660971
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Vielen Dank für die vielen Antworten :) ich freue mich immer wieder, 
etwas über vergangene Zeiten und vorallem auch Radios zu erfahren. 
Bisher fehlten mir zwei Dinge in meiner persönlichen Sammlung.

- Ein Röhrenradio
- Ein sehr alter Computer

Eines davon kann ich nun von der Liste streichen :)

Beim durchschauen der verlinkten Threads sind mir die Styroflex 
Kondensatoren aufgefallen. Davon habe ich seit ca 20 Jahren eine kleine 
Schublade voll... nun weiss ich auch wofür :)

Ich freue mich bereits sehr auf die Restauration dieses Gerätes...

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