Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug Kantentaster? Gibt es etwas besseres?


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von Michael (Gast)


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Ist ein Kantentaster zum Einrichten der Werkstücke auf einer kleinen 
Fräse das Mittel der Wahl(siehe unten)? Oder gibt etwas besseres, 
einfaches?

Ebay-Artikel Nr. 353455265564

von Richard B. (r71)


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Michael schrieb:
> Oder gibt etwas besseres, einfaches?

Ja, digital -> 2D oder 3D.
Kostet aber mehr als 50 EUR.

Michael schrieb:
> einer kleinen Fräse das Mittel der Wahl(siehe unten)?

Was für eine Fräse?

von Arno (Gast)


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Kommt drauf an...

...wenn es schneller und einfacher (und in gewisser Weise sicherer, weil 
weniger Handbetrieb bei drehender Spindel) sein darf, dann lieber einen 
3D-Messtaster und die richtigen Messzyklen dazu. Wie Richard richtig 
schreibt, ist das aber deutlich teurer.

...wenn ein-zwei Zehntel Genauigkeit reicht und der Winkel korrekt 
ausgerichtet ist oder das Teil komplett in einer Aufspannung gefertigt 
wird, reicht auch Ankratzen mit dem Fräser.

Ansonsten ist so ein Kantentaster für 2,5D schon ganz nettes Werkzeug.

MfG, Arno

von Florian R. (Firma: TU Wien) (frist)


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Hi,
bei diesen mechanischen Kantentastern ist nur zu beachten, dass die 
Drehzahl so bei 500 upm liegen sollte. Viele Spindeln, die man auf 
kleinen Fräsen findet könne nicht so langsam laufen.

Grüße
Flo

von Uli S. (uli12us)


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Bei einem leitfähigen Werkstück könnte man einen elektrischen Taster 
nehmen.
Das ist im Prinzip nur ne Kugel die den Kontakt herstellt und Led, 
Piepser, die anzeigt, ob Strom von der Spindel zum Werkstück fliesst.
Das funktioniert auch mit Spindeln, die erst mit 5.000 Umdrehungen 
anfangen.

von Florian R. (Firma: TU Wien) (frist)


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Hi,
sonst gibts noch diese billigen elektronischen:

Z.B. Ebay-Artikel Nr: 303671498474

Der 16mm Schaft könnte ein Problem sein, die gibts auch mit 12mm aber 
nicht mehr so billig. Und 12 ist für viele Spindeln (die beliebe Kress 
Spindel z.B.) immer noch zu viel, da ist bei 8 mm Schluss.

Ich auch keine Erfahrung wie gut oder schlecht die funktionieren, ich 
hab bisher nur entweder klassische Kantentaster oder gleich einen 
Renishaw 3D Taster (fürs Hobby unbezahlbar).

Grüße
Flo

von Experte (Gast)


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Florian R. schrieb:
> sonst gibts noch diese billigen elektronischen:
>
> Z.B. Ebay-Artikel Nr: 303671498474

Davon rate ich ab. Diese sind prinzipbedingt ungenauer, als de Eingangs 
erwähnte mechanische (Wobbler) Kantentaster.

Den mechanischen kann man einmal gegen ein Endmaß vermessen, und damit 
alle Fehler, egal ob Durchmesser oder Exzentrizität raus kalibrieren.

Diese elektronischen, naja, der Mechanismus selbst ist ungenau, und den 
müsste man nach jedem Neu-einspannen in alle Richtungen neu kalibrieren, 
und zwar mit Verdrehen der Spindel. Das ist impraktikabel.

Und Kunststoff oder eloxiertes Alu kann man damit auch nicht vermessen.

von Florian R. (Firma: TU Wien) (frist)


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Hi

>> Z.B. Ebay-Artikel Nr: 303671498474
>
> Davon rate ich ab. Diese sind prinzipbedingt ungenauer,
> als de Eingangs erwähnte mechanische (Wobbler) Kantentaster.

Das kann ich mir gut vorstellen.

> Und Kunststoff oder eloxiertes Alu kann man damit auch
> nicht vermessen.

Ich dachte die reagieren auf das verschieben der Kugel unten und wären 
damit unabhängig vom Material. Aber du hast recht, es muss ein 
Stromkreis über das Werkstück zum Schaft geschlossen werden.

Grüße
Flo

: Bearbeitet durch User
von Schwanzlurch (Gast)


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Du kannst ganz einfach z. B. einen Paßstift nehmen und in die Spindel 
einspannen. Selbige dann in Umdrehung versetzen und den raus stehenden 
Teil z. B. mit Edding einfärben. Mit dem farbigen Teil vorsichtig die 
Werkstückkante anfahren. Wenn Farbe abgekratzt wird dann bist du den 
halben Stiftdurchmesser von der Spindelachse zur Werkstückkante 
entfernt. Mit einer CNC Käsefräse wird das gefühlvolle Anfahren u. U. 
schwierig.

In Z-Richtung kannst du ein kleines Stück Papier auf die zu bearbeitende 
Fläche legen und mit einer Hand festhalten. Papier hat meist die Dicke 
von 0,1. Mit dem Fräser auf dem Papier ankratzen.

von Uli S. (uli12us)


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Das kommt aufs Papier an, bei 80Gr/m2 Schreibpapier trifft das zu. 
Luftpost- bzw Durchschreibpapier hat halb soviel. Zeitungen, Magazine 
liegen irgendwo dazwischen.

von Matthias L. (limbachnet)


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Zigarettenpapier wird auch gerne genommen.

An meiner konventionellen Tischfräse komme ich für die x-/y-Richtung mit 
dem mechanischen Kantentaster am besten klar. Ich musste mein 
preisgünstiges Exemplar am Anfang mal vorsichtig durchbewegen, damit er 
nirgendwo mehr "hakt" und mit ein bisschen Öl auf den Gleitflächen 
versehen, aber jetzt habe ich laut meinen Anbau-Messchiebern eine 
Wiederholgenauigkeit von 2 Hundertsteln - wenn ich den Messchiebern 
soviel Genauigkeit zutrauen mag. Und der Kantentaster verzeiht 
versehentliches Überfahren der Zielposition besser als das Werkstück 
beim Ankratzen...

Ich bin mit der Drehzahl noch etwas niedriger dabei, meist so irgendwo 
zwischen 300 und 400 U/Min.

Für Oberfräsen- und CNC-Schnellauf-Spindeln typische Drehzahlen 
taugliche mechanische Kantentaster habe ich allerdings noch nicht 
gesehen.

von Schwanzlurch (Gast)


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Ein Mikrometer beseitigt Unklarheiten dies bzgl. Das kostet nicht all zu 
viel. Ein analoges tut es.

Uli S. schrieb:
> Das kommt aufs Papier an, bei 80Gr/m2 Schreibpapier trifft das zu.
> Luftpost- bzw Durchschreibpapier hat halb soviel. Zeitungen, Magazine
> liegen irgendwo dazwischen.

von Sven B. (scummos)


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Die Kantentaster sind nicht schlecht, insb. wenn du dich noch nicht so 
auskennst kauf einfach einen und benutze ihn. Du kannst dir in einem 
Jahr immer noch ueberlegen, ob du eine andere Loesung brauchst.

von sepp222 (Gast)


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Den mechanischen Kantentaster habe ich auch 10mm in die Spannzange unten 
habe
ich 10 + 4mm Durchmesser.Aber meist benutze ich einen mit Messuhr,lohnt 
sich
an einer käsefräse nicht.
                Gruß  Hans

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