Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Fächerkombination so sinnvoll?


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von Johannes H. (jojoh)


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Guten Abend.

Kurz zur Erklärung. In meinem Studiengang hat man 2 Semester 
Grundstudium und wählt ab dem 3. Semester eine Fachrichtung. Von 
Flugzeugentwicklung, Wing, über Maschinenbau ist fast alles technische 
möglich. Man schränkt sich nach dem Abi nur nicht ein,  studiert sogar 
je nach Fachrichtung dann fast den original Studiengang, man hat also 
keinen Nachteil. Nur falls dazu fragen aufkommen.

Ich hab mich nun für die Richtung Digital Engineering entschieden. Im 
Bild seht ihr links die möglichen Module, rechts diejenigen die ich 
streichen werde. 7 MUSS man streichen.

Als wie sinnvoll betrachtet ihr die Wahl? Ich habe fast alle klassischen 
Maschinenbaumodule weg und dafür viele Module aus der Fakultät E Technik 
gewählt. Ziel ist definitiv ein Master in dieser Richtung.

Gibts irgendwelche heftige Schwachstellen in meinem Plan? Irgendwelche 
Fächer zu unrecht weg, bzw welche fälschlicherweise nicht gestrichen?

von Karatona (Gast)


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Das sieht nach nichts halbem noch ganzen aus...
Wenn du etechniker sein willst, studier etechnik und kein maschinenbau?

von Ppst Benedikt (Gast)


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Johannes H. schrieb:
> Gibts irgendwelche heftige Schwachstellen in meinem Plan? Irgendwelche
> Fächer zu unrecht weg, bzw welche fälschlicherweise nicht gestrichen?

Ich sage nein. Denn wenn ich sage, dann bist du. Ahmen.

von Johannes H. (jojoh)


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Geht das aus meinem Text nicht klar hervor?
Ich war mir nach dem Abi eben nicht zu 100% sicher ob Maschinenbau oder 
Etechnik oder whatever. Und mit meinem jetzigen Studiengang habe ich so 
viele Möglichkeiten dass es keinen so großen Unterschied macht.

Und wenn ich einen Master in z.b. Mechatronik mache ist es doch komplett 
egal ob ich jetzt Etechnik oder eben Digital Engineering im Bachelor 
hatte.

Oder glaubst du dass der Studiengang so dermaßen schlecht ist dass ich 
mir damit alles verbaue?

von A. S. (rava)


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Die Schmerzen kommen dann, wenn du herausfindest, dass bestimmte 
Vorlesungen doch nicht so cool sind, wie der Name klingt.

Da kann dir hier leider niemand helfen. Was du tun müsstest: sieh dir 
die Dozenten an und überlege, bei wem du ein Semester lang sitzen 
möchtest, und von wem du etwas lernen könntest.

Zugegebenermaßen, was ich vorschlage ist eher der Weg der Exoten. Der 
Durschnittstudent wählt, was cool klingt, und beißt sich dann durch, 
egal wie schlimm das Fach ist.

von Gustl B. (gustl_b)


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Man kann jederzeit den Studiengang wechseln, ein Zweitstudium anfangen 
wenn man das Erste abgeschlossen hat oder auch später was Anderes 
arbeiten wie man studiert hat.
Wenn du flexibel sein willst studiere Mathe oder Physik. Kannst sogar 
Beides gleichzeitig machen bei Lehramt.

Was aber am Ende zählt ist nicht was du mal studiert hast, sondern was 
du wirklich kannst. Das überschneidet sich oft, ist aber ebenfalls oft 
nicht deckungsgleich.
Wenn dich eine Thematik interessiert, dann kannst du das in wenigen 
Jahren recht gut selber erlernen bis zu einem hohen Niveau. Manches geht 
selber nicht weil man da die Praxis nicht machen kann, aber bei vielen 
Bereichen, gerade Etechnik und Informatik kann man alleine recht weit 
kommen wenn man bereit und motiviert ist viel Zeit darin zu versenken.

Beitrag #6665495 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Abrissbirne (Gast)


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Johannes H. schrieb:
> Als wie sinnvoll betrachtet ihr die Wahl?

na hast du schon nach Passenden Jobs gesucht? das ist doch wichtiger als 
Meinung von Wildfremden -  ich hoffe du triffst nicht alle 
Entscheidungen im Leben genau so -.-

Beitrag #6665960 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Fpgakuechle K. (fpgakuechle) Benutzerseite


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Johannes H. schrieb:
> Geht das aus meinem Text nicht klar hervor?
> Ich war mir nach dem Abi eben nicht zu 100% sicher ob Maschinenbau oder
> Etechnik oder whatever. Und mit meinem jetzigen Studiengang habe ich so
> viele Möglichkeiten dass es keinen so großen Unterschied macht.

Eigentlich nicht, ich sehe da kaum 'richtige' ET-Themen auf deiner 
Liste.
Bei mir fand sich u.a.:
Computeror. Numerische Mathematik (120h)
Informations- und Kodierungstheorie (30h)
Fehlerreduktionssystem  (30h)
Mikrorechentechnik  (45h)
Schaltkreisentwurf  (60h)
Automatisierungstechnik (45h)
Analoge u. Digitale schaltungstechnik (210h)
Nachrichtentechnik (105h)
Feldtheorie  (60h)
Hoch+Höchstfrequenztechnik (105h)
Datennetze  (30h)
Nichtlineare Schaltungen  (30h)
Systementwicklung/Hardwarebeschreibung(45h)
Stochastische Signale und Systeme  (30h)
Messtechnik            (60h)
...

grad mal bei Automatisierungstechnik, was heutzutage eher ein Thema der 
Technischen Informatik ist, gibt es Überschneidungen.

> Das sieht nach nichts halbem noch ganzen aus...
> Wenn du etechniker sein willst, studier etechnik und kein maschinenbau?

+1

Du könntest aber versuchen dir mit einem ET-werksstudentenjob das an der 
HS nicht gelehrte Fachwissen "auf die Harte Tour" anzueignen. Oder eben 
als Autodidakt.

: Bearbeitet durch User
Beitrag #6666627 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Jetzt weg mit dem Troll (Gast)


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Was soll die Hinneigung zu ET ? Mechanik ist doch auch  gut. Und 
unbedingt Simulationen, Stroemungsmechanik und Finite elemente nehmen.

von Dieter H. (kyblord)


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Jetzt weg mit dem Troll schrieb:
> Was soll die Hinneigung zu ET ? Mechanik ist doch auch  gut. Und
> unbedingt Simulationen, Stroemungsmechanik und Finite elemente nehmen.

Der Verbrenner stirbt gerade aus.

von Fpgakuechle K. (fpgakuechle) Benutzerseite


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Dieter H. schrieb:
> Jetzt weg mit dem Troll schrieb:
>> Was soll die Hinneigung zu ET ? Mechanik ist doch auch  gut. Und
>> unbedingt Simulationen, Stroemungsmechanik und Finite elemente nehmen.
>
> Der Verbrenner stirbt gerade aus.

Nein, der stagniert auf hohem Niveau. Und in vielen Bereichen 
(Luftfahrt) bleibt er sicherheitstechnisch alternativlos.

Und auch elektrische Antriebe werden überwiegend von Maschinenbauern 
konstruiert. Und gab es bereits Jahrzehnte vor dem 
Digitalisierungsgedöhns und Programmierung. Grad Automobil, das 
funktioniert auch heute noch mit Elektromechanik/Elektronik aus dem 
vorigen Jahrhundert, das Smartphone, multimedia Gedöhns stört da eher.

Strömungsmechanik, Festigkeitslehre etc. pp. ist auch für regenerative 
Energien wie Windkraftanlagen essentiell. Auch bei den anderen 
Energieerzeugern wie Wasserkraft, Kernreaktoren.

von Realist (Gast)


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Fpgakuechle K. schrieb:
> Nein, der stagniert auf hohem Niveau.

1. Die Verkaufszahlen ja, aber die Entwicklung wird wesentlich früher 
abgekündigt. Mehrere OEMs haben schon gesagt, dass die aktuell in 
Entwicklung befindlichen Verbrennungsmotoren ihre letzte Generation sein 
werden.

2. Es gibt schon jetzt wesentlich mehr Maschinenbauer als nötig sind, 
weshalb sie auch weniger verdienen. Angebot und Nachfrage. Maschinenbau 
ist das BWL der Ingenieurwissenschaften. Das wird nicht besser, wenn die 
Automobilindustrie keine Verbrenner mehr entwickelt.

Fpgakuechle K. schrieb:
> Und auch elektrische Antriebe werden überwiegend von Maschinenbauern
> konstruiert.

Elektroantriebe haben aber nur rund 10% der Teile eines Verbrenners.

von Fpgakuechle K. (fpgakuechle) Benutzerseite


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Realist schrieb:

> Fpgakuechle K. schrieb:
>> Und auch elektrische Antriebe werden überwiegend von Maschinenbauern
>> konstruiert.
>
> Elektroantriebe haben aber nur rund 10% der Teile eines Verbrenners.

Nein, ein Elektroauto hat mehr als nur ein Zehntel der Teile eines 
Dieselautos. Ich würde mal auf 90% bis 100% tippen. Statt einem Tank 
gibt es viele Kammern für die Speicherzellen, es muss steinschlagfeste 
Kabelführungen konstruiert werden,  die Karosserie und die Problematik 
der Windströmung bleibt.
Crashtests und schutzmassnahmen werden umfangreicher, insbesonders der 
schutz gegen abbrennende Batterien ...

Dazu kommt die Fertigungsanlagen (Taktstrassen) für die Herstellung, 
also Fertigungs- und Verfahrenstechnik -> alles Themen für den 
Maschinenbau.

>2. Es gibt schon jetzt wesentlich mehr Maschinenbauer als nötig sind,
>weshalb sie auch weniger verdienen. Angebot und Nachfrage.

Ach? Und die Pflegekräfte im Krankenhaus verdienen deshalb noch weniger 
als die 'überzahligen' Maschinenbauer, weil von denen noch mehr 
zahlenmäßig überzählig sind??? Ich glaub, eher nicht.

Und das Maschinenbauer eher wenig verdienen, ist auch so ein 
Ammenmärchen:
https://www.absolventa.de/karriereguide/arbeitsentgelt/einstiegsgehalt

von Purzel H. (hacky)


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Was hat ein Mechanik Studium mit Verbrennern zu tun ? Mechanik ist 
irgendwas Angewandtes mit Werkstoffen, Umweltanforderungen, Kraeften, 
vielleicht eine Maschine, aber nicht nur. Der Sprung zu Verbrennern ist 
etwas weit hergeholt.

von Q.B.-Qwertzberater (Gast)


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Fpgakuechle K. schrieb:
> Dieter H. schrieb:
>> Jetzt weg mit dem Troll schrieb:
>>> Was soll die Hinneigung zu ET ? Mechanik ist doch auch  gut. Und
>>> unbedingt Simulationen, Stroemungsmechanik und Finite elemente nehmen.
>>
>> Der Verbrenner stirbt gerade aus.
>
> Nein, der stagniert auf hohem Niveau. Und in vielen Bereichen
> (Luftfahrt) bleibt er sicherheitstechnisch alternativlos.
>
> Und auch elektrische Antriebe werden überwiegend von Maschinenbauern
> konstruiert. Und gab es bereits Jahrzehnte vor dem
> Digitalisierungsgedöhns und Programmierung. Grad Automobil, das
> funktioniert auch heute noch mit Elektromechanik/Elektronik aus dem
> vorigen Jahrhundert, das Smartphone, multimedia Gedöhns stört da eher.
>
> Strömungsmechanik, Festigkeitslehre etc. pp. ist auch für regenerative
> Energien wie Windkraftanlagen essentiell. Auch bei den anderen
> Energieerzeugern wie Wasserkraft, Kernreaktoren.

Der Verbrenner wird aber mit großer Wahrscheinlichkeit in den nächsten 
Jahren aussterben.
Guck mal auf die Wahlprognosen für die Bundestagswahl, es wird ziemlich 
grün werden.
Diese fordern keine neuen Verbrennungsmotoren ab 2030.

Sicher werden viele Maschinenbauer benötigt.
Allerdings muss man zwei Sachen bedenken:
1. Die Nachfrage wird sinken. Der Verbrennungsmotor wird auf kurz oder 
lang verschwinden. Sei es 2030 oder 2040, auf jedenfall vor der Rente 
des TOs.
Dementsprechend werden weniger Maschbauer benötigt. Es geht ja nicht nur 
um den Motor als solchen, aber ohne Motor kein aufwändiges Getriebe, 
keine aufwändigen Turbolader, keine aufwändigen Einspritzanlagen und 
Auspuffsysteme etc. Dementsprechend werden stellen abgebaut.

2. Guck dir mal die Absolventenzahlen an. Es gibt sehr sehr viele 
Maschbau Studenten. Maschbau scheint das neue BWL zu werden, oder 
bereits zu sein.

Also fassen wir mal zusammen: Jobs werden abgebaut und es rücken umso 
mehr Leute nach. Angebot und Nachfrage, den Rest kann man sich denken.

Mach E-Technik oder Informatik. Da gibts (in meinen Augen) einen 
steigenden Bedarf an Fachkräften. Und es ist interessanter. :)

von Realist (Gast)


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Fpgakuechle K. schrieb:
> Nein, ein Elektroauto

Ich schrieb "Elektroantriebe", nicht Elektroautos.

von Realist (Gast)


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Fpgakuechle K. schrieb:
> Ach? Und die Pflegekräfte im Krankenhaus

Pflegekräfte ungleich Ingenieure.

von Fpgakuechle K. (fpgakuechle) Benutzerseite


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Q.B.-Qwertzberater schrieb:
> Fpgakuechle K. schrieb:
>> Dieter H. schrieb:
>>> Jetzt weg mit dem Troll schrieb:
>>>> Was soll die Hinneigung zu ET ? Mechanik ist doch auch  gut. Und
>>>> unbedingt Simulationen, Stroemungsmechanik und Finite elemente nehmen.
>>>
>>> Der Verbrenner stirbt gerade aus.
>>
>> Nein, der stagniert auf hohem Niveau. Und in vielen Bereichen
>> (Luftfahrt) bleibt er sicherheitstechnisch alternativlos.
>>
>> Und auch elektrische Antriebe werden überwiegend von Maschinenbauern
>> konstruiert. Und gab es bereits Jahrzehnte vor dem
>> Digitalisierungsgedöhns und Programmierung. Grad Automobil, das
>> funktioniert auch heute noch mit Elektromechanik/Elektronik aus dem
>> vorigen Jahrhundert, das Smartphone, multimedia Gedöhns stört da eher.
>>
>> Strömungsmechanik, Festigkeitslehre etc. pp. ist auch für regenerative
>> Energien wie Windkraftanlagen essentiell. Auch bei den anderen
>> Energieerzeugern wie Wasserkraft, Kernreaktoren.
>
> Der Verbrenner wird aber mit großer Wahrscheinlichkeit in den nächsten
> Jahren aussterben.
> Guck mal auf die Wahlprognosen für die Bundestagswahl, es wird ziemlich
> grün werden.
> Diese fordern keine neuen Verbrennungsmotoren ab 2030.
>
> Sicher werden viele Maschinenbauer benötigt.
> Allerdings muss man zwei Sachen bedenken:
> 1. Die Nachfrage wird sinken. Der Verbrennungsmotor wird auf kurz oder
> lang verschwinden. Sei es 2030 oder 2040, auf jedenfall vor der Rente
> des TOs.
> Dementsprechend werden weniger Maschbauer benötigt.
Nein, nein, nein. Die Konstruktion von Verbrennungsmotoren ist nur ein 
sehr kleiner Teil des Berufsfeldes von Maschbauern. Und auch beim 
E-Motor macht immer noch der Maschienenbauer einen grossen Teil der 
Arbeit (Lagerauslegung, Trägergerüst, Transmissionsauslegung,...) Man 
kann auch ketzerisch sagen, das was der Maschbauer für den E-Motor an 
ET-Wissen braucht das kennt er aus der schule (Elektrische Leistung, 
Drahtstärke versus Stromstärke,...)

Und wenn ich beispielsweise die elektrifizierung der Bahn anschaue, 
waren darn wohl hauptsächlich Maschienbauer und Bauingenieure beteiligt 
(Trassen und Anlagenbau).



> 2. Guck dir mal die Absolventenzahlen an. Es gibt sehr sehr viele
> Maschbau Studenten. Maschbau scheint das neue BWL zu werden, oder
> bereits zu sein.

Guck die die ET/INF-Absolventen zahlken a, auch da ghibt es 
hunderttausende Absolventen. Der Vergleich von Maschbau mit BWL ist so 
dämlich, darauf geh ich erst garnicht weiter ein.

> Jobs werden abgebaut und es rücken umso
> mehr Leute nach. Angebot und Nachfrage, den Rest kann man sich denken.
>
> Mach E-Technik oder Informatik. Da gibts (in meinen Augen) einen
> steigenden Bedarf an Fachkräften.

Den Bedarf an gut ausgebildeten, die die neuen Themenbereiche kennen, 
gibt es überall. Maschienbau ist wie elektrotechnik eher bodenständig, 
das kann man zuhaus wie in der Hi-tech einsetzen, Informatik dagegen 
ist, wenn es hart auf hart kommt, verzichtbar.
Zum Kaffeekochen braucht es keine Comouter und bspw. die 
Bahnelektrifizierung aka Abschied von Dampf und Verbrennerlok) begann 
bereits in den 1920ern und war lange vor der Massencomputerisierung der 
'Treiber' im Bahnbau 
https://de.wikipedia.org/wiki/Chronik_der_Elektrifizierung_von_Eisenbahnstrecken_in_Deutschland

von Fpgakuechle K. (fpgakuechle) Benutzerseite


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Realist schrieb:
> Fpgakuechle K. schrieb:
>> Nein, ein Elektroauto
>
> Ich schrieb "Elektroantriebe", nicht Elektroautos.

Und ich schrieb Elektro-auto aka Endprodukt und nicht Antrieb aka 
(allein nutzloses) Halbzeug.

Anhand der betrachtung der Einzelteile einer einzelnen Komponente 
Überlegungen zu Absolventenanzahl anzustellen ist genauso 'Gaga' wie ne 
argumentation ein Heutiges Handy hat weniger Einzelteile als ein 
IBM-Grossrechner aus den Acxhtzigern, also brauchen wir weniger 
Informatiker.

von Das grüne Schreckgespenst (Gast)


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Sozialingenieur ist das Fach mit Zukunft.

von Fpgakuechle K. (fpgakuechle) Benutzerseite


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Realist schrieb:
> Fpgakuechle K. schrieb:
>> Ach? Und die Pflegekräfte im Krankenhaus
>
> Pflegekräfte ungleich Ingenieure.

Also "Angebot und Nachfrage" darf nur als Begründung für die 
Lohnforderungen der Ings. herangezogen werden, aber nicht für den Rest 
der Werktätigen?!

von Fpgakuechle K. (fpgakuechle) Benutzerseite


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Das grüne Schreckgespenst schrieb:
> Sozialingenieur ist das Fach mit Zukunft.

Ja Roboterpsychologe wie bei Asimow, 1950 ;-)

https://www.youtube.com/watch?v=CMqFyIuSRdA

von Realist (Gast)


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Fpgakuechle K. schrieb:
> Also "Angebot und Nachfrage" darf nur als Begründung für die
> Lohnforderungen der Ings. herangezogen werden, aber nicht für den Rest
> der Werktätigen?!

Kennst du Maschinenbauer aus Indien, die in Deutschland arbeiten? Ich 
nicht, dafür viele Informatiker und Elektrotechniker. Bei Pflegekräften 
wird auch kräftig aus Osteuropa importiert, mittlerweile auch aus 
Vietnam. Darum steigen die Löhne nur moderat, weil man im Ausland noch 
genug Leute findet.

von Realist (Gast)


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Q.B.-Qwertzberater schrieb:
> Die Nachfrage wird sinken. Der Verbrennungsmotor wird auf kurz oder lang
> verschwinden. Sei es 2030 oder 2040, auf jedenfall vor der Rente des
> TOs.
> Dementsprechend werden weniger Maschbauer benötigt. Es geht ja nicht nur
> um den Motor als solchen, aber ohne Motor kein aufwändiges Getriebe,
> keine aufwändigen Turbolader, keine aufwändigen Einspritzanlagen und
> Auspuffsysteme etc. Dementsprechend werden stellen abgebaut.
>
> Guck dir mal die Absolventenzahlen an. Es gibt sehr sehr viele Maschbau
> Studenten. Maschbau scheint das neue BWL zu werden, oder bereits zu
> sein.
>
> Also fassen wir mal zusammen: Jobs werden abgebaut und es rücken umso
> mehr Leute nach. Angebot und Nachfrage, den Rest kann man sich denken.

Richtig. Das ist der Punkt. Selbstverständlich braucht man weiterhin 
Maschinenbauer, aber eben weniger als bisher.

von Fpgakuechle K. (fpgakuechle) Benutzerseite


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Realist schrieb:
> Q.B.-Qwertzberater schrieb:
>> Die Nachfrage wird sinken. Der Verbrennungsmotor wird auf kurz oder lang
>> verschwinden. Sei es 2030 oder 2040, auf jedenfall vor der Rente des
>> TOs.
>> Dementsprechend werden weniger Maschbauer benötigt. Es geht ja nicht nur
>> um den Motor als solchen, aber ohne Motor kein aufwändiges Getriebe,
>> keine aufwändigen Turbolader, keine aufwändigen Einspritzanlagen und
>> Auspuffsysteme etc. Dementsprechend werden stellen abgebaut.

>
> Richtig. Das ist der Punkt. Selbstverständlich braucht man weiterhin
> Maschinenbauer, aber eben weniger als bisher.

Nope, die Anzahl der Ing.-stellen die an der Getriebeentwicklung etc. 
hänge, dürfte kaum in den vierstelligen Bereich gehen. Und da die 
babyboomer demnächst in Rente gehen, müssen die Stellen garnicht 
abgebaut werden sondern 'entschwinden' so.

Und dann mal umschauen, wo so Maschinenbauer tätig sind. Bahn, 
Stadt-Infrastruktur (Kläranlagen, versorgungstechnik), 
Sondermaschinenbau (Mining, Hebetechnik, Tunnelbohrmaschinen,), 
Schiffsbau, Flugzeugbau, Anlagenbau (Pipelines, Industrieanlagen), 
Energieerzeugung, -verteilung ...

Da sind die größten Maschinenbauer Deutschlands: 
https://www.technik-einkauf.de/technik/das-sind-die-top-20-des-maschinen-und-anlagenbaus-2016-175.html

Interessanterweise zählt auch Siemens dazu.

von Realist (Gast)


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Fpgakuechle K. schrieb:
> Nope, die Anzahl der Ing.-stellen die an der Getriebeentwicklung etc.
> hänge, dürfte kaum in den vierstelligen Bereich gehen.

Die Anzahl der Stellen die bei den OEMs und grossen Zulieferern von 
Maschinenbauern besetzt sind, die was mit Verbrennungsmotoren (inklusive 
Getriebe, Turbo und Abgasanlage) machen, geht locker ins fünfstellige. 
Denk dir aber ruhig weiter Sachen aus, die auf deine Meinung passen. 
Vielleicht ist das Aus vom Verbrennungsmotor womöglich sogar gut für die 
Maschinenbauer? XD

von Fpgakuechle K. (fpgakuechle) Benutzerseite


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Realist schrieb:

> Vielleicht ist das Aus vom Verbrennungsmotor womöglich sogar gut für die
> Maschinenbauer? XD

Warum Nicht? Bist du etwa der Meinung, das Aus der Röhre in den 60/70 
wäre schlecht für die Elektronikindustrie gewesen?! Oder das Aus des 
analogen Telefons hätte die Telekommunikationsindustrie gekillt?!

Hat das Aus der Dampflok den Maschinenbau gekillt? Flugzeugindustrie 
wäre durch die Einführung des Strahltriebwerkes zusammengebrochen?
Maschinenbau ist wie Bauingenieurwesen gerade eine Branche bei der es 
wesensbedingt immer viel zu tun gibt hinsichtlich der Erneuerung.
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/3777/umfrage/umsatz-im-deutschen-maschinenbau-seit-1991/
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/e/e9/Automobilproduktion_1900_bis_2015_logarithmisch_%28small_size%29.png

> Denk dir aber ruhig weiter Sachen aus, die auf deine Meinung passen.

Ja, darin bist DU ein großes Vorbild, trotz oder gerade wegen des 
selbstgefälligen Nicknames.

von Weltverschlimmbesserer (Gast)


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Nein!!!

von Mechatronics (Gast)


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> Nein, nein, nein. Die Konstruktion von Verbrennungsmotoren ist nur ein
> sehr kleiner Teil des Berufsfeldes von Maschbauern. Und auch beim
> E-Motor macht immer noch der Maschienenbauer einen grossen Teil der
> Arbeit (Lagerauslegung, Trägergerüst, Transmissionsauslegung,...) Man
> kann auch ketzerisch sagen, das was der Maschbauer für den E-Motor an
> ET-Wissen braucht das kennt er aus der schule (Elektrische Leistung,
> Drahtstärke versus Stromstärke,...)

Dass die Konstuktion von Verbrennungsmotoren ist nur ein sehr kleiner 
Teil des Berufsfeldes ist, mag ja sein. Allerdings gibt es in De sehr 
viele Autobauer und die bau(t)en sehr viele verschiedene Motoren. 
Elektromotoren sind halt deutlich simpler aufgebaut. Außerdem ist das 
Getriebe in E-Autos viel simpler. Wenn die Verbrenner jetzt nicht mehr 
gebaut werden, dann werden nunmal auch deutlich weniger Maschbauer 
gebraucht. Hier sagt ja keiner, dass gar keine mehr gebraucht werden.
Der nächste Punkt der wegfällt, sind zB die Kohle- und Atomkraftwerke. 
Ein Windrad ist um ein vielfaches einfacher zu entwickeln. Zumal Siemens 
ja schon getriebelose Windkraftanlagen baut.
Zudem hat der VDI ja auch ordentlich Werbung für die 
Ingenieursausbildung gemacht. Aktuell ist es glaube ich nicht dir beste 
Zeit für Maschinenbauer

von Fpgakuechle K. (fpgakuechle) Benutzerseite


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Mechatronics schrieb:
>> Nein, nein, nein. Die Konstruktion von Verbrennungsmotoren ist nur ein
>> sehr kleiner Teil des Berufsfeldes von Maschbauern.

> Hier sagt ja keiner, dass gar keine mehr gebraucht werden.
> Der nächste Punkt der wegfällt, sind zB die Kohle- und Atomkraftwerke.
> Ein Windrad ist um ein vielfaches einfacher zu entwickeln.

> Aktuell ist es glaube ich nicht dir beste
> Zeit für Maschinenbauer

Ich glaube, die Zeiten für Maschinenbauer sind heute nicht viel anders 
als die Jahrhunderte davor, inklusive der 'üblichen' Schweinezyklen.

Auch im Maschinenbau gab und gibt es ständig Neuerungen die 
Althergebrachtes ersetzen. Das ist mglw. schlecht für die älteren 
(Klassischen) Maschinenbauer und gut für neue, frisch ausgebildete 
(?Mechatroniker?). Einige Komponenten werden ersetzt, abgelöst, obsolet 
Wasserstoff/Erdgasmotor übernimmt Anteile vom klassischen Diesel/Otto. 
(Groß-)Maschinen werden individueller, also häufiger neukonstruiert, es 
dominieren nicht mehr Quasistandards wie die Reichsbahnlokomotive. 
Maschinenbau lebt auch gut von der Wartung/Revision bestehender Anlagen 
wie Kraftwerke. Ob Atomkraft weltweit am 'Aus' ist, ist ausserhalb 
Deutschlands noch lange nicht entschieden. China hat 17 AKW im Bau: 
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/boerse/renaissance-kernkraft-101.html
Ausbau der Infrastruktur (Stromtrassen, Netz von E-tankstellen, Umbau 
Schienennetz, Hafenanlage (vollautomatisierter Güterumschlag)) ist auch 
eine große Spielweise für Maschinenbau.

Windkraftanlagen (wie viele andern Grossanlagen) sehe ich noch nicht "zu 
Ende entwickelt" an, schaut man auf die extremen Anforderungen wie 
"Wartungsfreiheit". Bei einem 'begehbaren' Kraftwerk mit ständig 
anwesender Wartungsmannschaft kann schnell was ausgetauscht/gewartet 
werden, bei Offshore Windparks und Windkrafttürmen ist das nicht so 
einfach. Da muss auch die Feuerwahr tatenlos warten bis ein Brand von 
selber ausgeht: 
https://www.mz.de/panorama/lebensgefahr-durch-brennende-windrader-wenn-die-feuerwehr-nur-zuschauen-kann-1530492
Da muss wohl der Maschinenbauer aufs Neue schauen wie er 'Leicht' 
(kohlefaserverbund) und 'Haltbar' ("aus dem ganzen gefeilt ;-)" baut.

Aber unabhängig davon, welcher Branche es nach welchen Schweinezyklus 
wann gerade gut oder weniger gut geht - IMHO ist es besser, sich 
entweder in Maschinenbau oder Elektrotechnik (oder Informatik, oder ...) 
voll ausbilden zu lassen und nicht halb und halb. Eine Meinung wie sie 
auch von anderen hier verteten wird: 
Beitrag "Re: Fächerkombination so sinnvoll?"

Es spricht aber nichts dagegen, sich als Vollblut-Maschinenbauer der 
Randgebieten (Automatisierung etc.) wegen auch in ET und Inf 
nebenberuflich weiterzubilden. Oder sich als Vollblut-ET/INF sich in die 
Problemkreise des Maschinenbaus (Materialprüfung, Anlagenbau, Gerätebau, 
Maschinenrichtlinie, Verfahrenstechnik, Technologieorganisation) 
einzuarbeiten und anzulesen.

: Bearbeitet durch User
von Elektrofan (Gast)


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> Fächerkombination so sinnvoll?

Unabdingbar, insbesondere für FachGender/Innen/iXXe ..., ist die
Belegung von leider meist noch in der Konkretisierungsphase
befindlichen Wahlpflichtfächern à la:

- BWL für Unbefangene/Innen/iXXe;
- Sozialarbeit für Neu-Fachkräfte/Innen/iXXe;
- Vereinfachte Betrachtung von Naturgesetzen als notwendige
  Einstellungsvoraussetzung für zukünftige Führer/Innen/iXXe

von Realist (Gast)


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von Langzeitstudent (Gast)


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Ein Dynamik Modul muss drin bleiben!

von Maxe (Gast)


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@TE,
ich würde mich auf Grundlagenfächer konzentrieren, d.h. Dynamik, 
Maschinendynamik gehören mit rein. Ansonsten wähle was dich 
interessiert, die Fächer sind nicht so wichtig, entscheidender ist, 
worin du deine Abschlussarbeit machst. Insgesamt schaut das eher nach 
einer Maschinenbau/Informatikmischung aus und nicht nach E-Technik. 
Deswegen würde ich empfehlen, die Maschinenbaurichtung einzuschlagen, 
sonst landest du noch in der Software...

Beitrag #6682369 wurde von einem Moderator gelöscht.

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