Forum: Digitale Signalverarbeitung / DSP / Machine Learning MAX78000 - neue Wakewordengine, Ökosystem im Überblick


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von Tam H. (Firma: Tamoggemon Holding k.s.) (tamhanna)


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Maxim kooperiert im Bereich der Wake Word-Erkennung für den AI-Beschleuniger MAX78000 ab sofort mit Aizip – Grund, einen Blick auf die Programmiermöglichkeiten zu werfen.

von Tam Hanna

Der MAX78000 ist in vielerlei Hinsicht eine europäische Variante des Kendryte K210: ein mehrkerniger Mikrocontroller ist mit einer als CNN bezeichneten Hardwareengine kombiniert, die manche neuronale Netzwerk-Aufgaben sehr schnell abarbeitet.

Wichtigstes Verkaufsargument pro MAX78000 ist der sehr geringe Energieverbrauch, was die Pressemeldung nach folgendem Schema an mehrerlei Stelle betont:

1
using Aizips Visual Wake Words (VWW) model at just 0.7 millijoules (mJ) of energy per inference. This is 100 times lower than conventional software solutions, and the most economical and efficient IoT person-detection solution available.

Gegen den MAX78000 spricht der vergleichsweise hohe Preis – interessanterweise spricht Maxim in der Pressemeldung von einem 1k-Preis von 8.5USD, der laut einer Preisanalyse mit OEMSecrets allerdings nur als realitätsfern zu bezeichnen ist (siehe Bild).

Andererseits ist der K210 insbesondere in Stückzahlen auch nicht einfach zu bekommen: Wer nicht physikalisch in Shenzhen sitzt, hat beim MAX78000 mit Sicherheit die besseren Chancen.

Welche Hardware gibt es?

Für erste Experimente mit dem MAX78000-Ökosystem bietet Dallas Maxim zwei unterschiedliche Hardwareplattformen an – einerseits das kleine Evaluationsboard MAX78000FTHR (rund 25EUR), das auf dem Adafruit Feather-Format basiert und mit einem seperat zu kaufenden Display auszustatten ist. Kandidat Nummero zwei ist die Vollversion MAX78000EVKIT# (rund 170EUR), die neben einem großen Haupt-Display auch den in der Abbildung gezeigten Energie-Statusmonitor hat. Zudem erlaubt nur sie das Debugging des RISC-V-Koprozessorkerns.

Gegen das große Entwicklungskit – sein Umfang ist unter https://www.youtube.com/watch?v=eRCht0zcFoc im Detail beschrieben – spricht vor allem, dass das physikalisch umfangreiche Kit auf der Platine selbst keinen Debugger mitbringt. Zum Debuggen ihres Codes müssen sie unbedingt einen der beiden (!!!) beigelegten Debugger mitführen, was sich beim Herumreisen als lästig erweist. Achten Sie zudem unbedingt darauf, vor der ersten Ausführung die Kameraabdeckung zu entfernen.

Wie entwickeln?

Die Entwicklung von AI-Systemen für den MAX78000 erfolgt in einem janusköpfigen Ökosystem – der hier nicht weiter zu besprechende Data Scientist arbeitet mit einer pythonbasierten Toolchain, die idealerweise auf einer mit einer NVIDIA-Grafikkarte ausgestatteten Workstation unter Linux arbeitet. Der Embedded-Experte arbeitet unter Windows 10 mit dem unter https://www.maximintegrated.com/en/design/software-description.html/swpart=SFW0010820A bereitstehenden Maxim Micros SDK.

Das Maxim Micros SDK wird mit einer ganzen Gruppe von Codebeispiel ausgestattet, die sich in aktuellen Versionen der IDE unter der Rubrik File → New → Project → C/C++ → Maxim Microcontrollers finden lassen. Beachten Sie, dass die für das neuronale Netzwerk vorgesehenen Einstellungen prinzipiell mit dem Präfix CNN Slash gekennzeichnet werden - das in älteren Versionen des Produkts erforderliche „manuelle Laden“ ist hier nicht mehr notwendig. Lohn der Mühen ist jedenfalls der in der Abbildung gezeigte Einstellungs-Assistent, indem Sie sich für das gewünschte Ziel-Board und den gewünschten Ziel-Mikrocontroller entscheiden müssen - Maxim Micros SDK ist ja nicht nur für den MAX78000 vorgesehen, sondern unterstützt auch andere Controller.

Im Moment gibt es im Projektgenerator einen kleinen Bug - das Makefile, das unter anderem nach folgendem Schema für die korrekte Deklaration des Ziel-Boards sorgt, ist immer für die „große“ Version des Boards konfiguriert:

1
# Specify the board used
2
ifeq "$(BOARD)" ""
3
BOARD=EvKit_V1
4
#BOARD=FTHR_RevA
5
endif

Das Anpassen des Kommentars behebt dieses Problem - der nächste interessante Abschnitt findet sich in der Datei cnn.c. Das File ist für das Bereitstellen der diversen Kernel- und sonstigen Informationen verantwortlich, die das „Inferenzmodell“ der KI-Applikation bereitstellen. Die Erzeugung dieser numerischen Parameter erfolgt über die weiter oben angesprochene AI-Tool Chain; die Rolle der einzelnen Zahlen ist - im Allgemeinen - nicht wirklich begründbar, wenn man nicht Data Scientist ist ist. Interessanterweise weist Maxim darauf auch explizit in einem Kommentar im Beginn der Datei hin:

1
// kws20_v3
2
// Created using ./ai8xize.py --verbose --log --test-dir sdk/Examples/MAX78000/CNN --prefix kws20_v3 --checkpoint-file trained/ai85-kws20_v3-qat8-q.pth.tar --config-file networks/kws20-v3-hwc.yaml --softmax --device MAX78000 --compact-data --mexpress --timer 0 –display-checkpoint

Sonst ist die Programmierung der CNN-Beschleuniger-Engine mit dem vergleichbar, was der geneigte Entwickler schon von anderen Systemen kennt. Im Rahmen des Programmstarts muss man durch einen Methoden-Dreikampf dafür sorgen, dass „grundlegende“ Koeffizienten in den Arbeitsspeicher der Beschleuniger-Engine wandern:

1
    cnn_init();
2
    cnn_load_weights();
3
    cnn_configure();

Die eigentliche Bereitstellung der AI-Informationen erfolgt dann in einer Endlosschleife, die die Informationen in den Beschleuniger lädt, diesen startet und den Fertigstellungs-Interrupt abwartet. Wer mit einem anderen Beschleuniger wie dem in der Einleitung genannten Kendrute K210 schon Erfahrungen hat, findet an dieser Stelle keine Raketenphysik:

1
if (!cnn_load_data(pAI85Buffer)) {
2
    printf("ERROR: Loading data to CNN! \n");
3
    fail();
4
}
5
if (!cnn_start()) {
6
    printf("ERROR: Starting CNN! \n");
7
    fail();
8
}
9
while (cnn_time == 0) {
10
    __WFI();
11
}
12
cnn_unload((uint32_t*)ml_data);

Lohnt es sich?

Der MAX78000 kann seine Stärken immer dann ausspielen, wenn „extrem geringer“ Energieverbrauch von Bedeutung ist - der Kendryte K210 mag (so man ihn beschaffen kann) leistungsfähiger sein, braucht aber auch viel mehr Energie. Zudem ist es für „Nicht-Chinesen“ wesentlich leichter, einen Dallas Maxim-Applikationsingenieur zu bekommen, der im Fall technischer Probleme kompetent weiterhilft. Der Autor ist übrigens - bei Bedarf - gerne bei der Suche eines Applikationsingenieurs behilflich.

  • (Bildquelle: 1 Maxim, 2 / 5 Screenshot Ing. Tam HANNA / BSc, 3 / 4 Foto Ing. Tam HANNA / BSc) *

: Bearbeitet durch NewsPoster
von Bernd (Gast)


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Vielleicht lebe ich ja hinter dem Mond, aber ich kenne weder den 
"MAX78000" (gut, der ist ja auch neu) noch den "Kendryte K210".
Mir fehlt im dem ersten Abschnitt ganz klar die Information, was der 
Chip macht und wofür ich ihn ggf. verwenden kann.

Stromsparen wird erwähnt. Schön. Noch mehr Strom spare ich ohne Chip. 
Irgendwas mit KI und CNN.

Wenn Deine Artikel die Zukunft des Informationsjournalismus sein sollen, 
dann will ich auf diese Zukunft verzichten.

von John Doe (Gast)


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Bernd schrieb:
> Wenn Deine Artikel die Zukunft des Informationsjournalismus sein sollen,
> dann will ich auf diese Zukunft verzichten.

Full Ack (auch aus vielen anderen Gründen...).

von Alopecosa (Gast)


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Bernd schrieb:
> Vielleicht lebe ich ja hinter dem Mond, aber ich kenne weder den
> "MAX78000" (gut, der ist ja auch neu) noch den "Kendryte K210".
> Mir fehlt im dem ersten Abschnitt ganz klar die Information, was der
> Chip macht und wofür ich ihn ggf. verwenden kann.
> Stromsparen wird erwähnt. Schön. Noch mehr Strom spare ich ohne Chip.
> Irgendwas mit KI und CNN.
> Wenn Deine Artikel die Zukunft des Informationsjournalismus sein sollen,
> dann will ich auf diese Zukunft verzichten.

Ja, die Artikel haben Schwächen. Aber, macht es doch einfach besser?!
Achso dazu seid ihr nicht in der Lage... ja doof..

von Messdiener (Gast)


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Vielleicht erfordert der Artikel etwas Hintergrundwissen....
Ich finde ihn gut geschrieben.

von Messdiener (Gast)


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von Java Coder (Gast)


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ja ja, die Qualität der Berichterstattung leidet egal wo, ...
Ob in der Tageszeitung: Seite 1: Inzidenz jetzt bei 185, .... Seite 7 
(lokalteil) grafik der landkreise, nur da is der Inzidenz wert von vor 2 
tag drauf, ... Sorry da fühl ich mich verarscht, ...

Fachmagazinen z.B. Java Magazin: Artikel über JavaFX (dachte endlich mal 
wieder) und was muss ich lesen, jede menge falsch aussagen. von wegen 
JavaFX hat keine Alert Meldungen, ... Die sind mit Java 1.8U60 
nachgereicht worden. Schlussfolgerung: Aufgewärmter artikel der zum 
stand des drucks schon 2 jahre oder älter war. und das in einer Fach 
zeitschrift, ...

von Ntldr -. (ntldr)


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Tam H. schrieb:
> Kandidat Nummero zwei ist die Vollversion MAX78000EVKIT# (rund 170EUR),
> die neben einem großen Haupt-Display auch den in der Abbildung gezeigten
> Energie-Statusmonitor hat. Zudem erlaubt nur sie das Debugging des
> RISC-V-Koprozessorkerns.

Auch beim Feather Board kann der RISC-V Koprozessor ganz einfach an 
einen Debugger angeschlossen werden, der wird nur nicht mitgeliefert. 
Debuggen geht aber trotzdem.

von Dergute W. (derguteweka)


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Moin,

Das taugt nix, hat ja nichmal Blockchain eingebaut. Und wie disruptiv 
soll so ein Chip dann noch sein?

SCNR,
WK

von Ole D. (oledre)


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ich finde den Artikel nicht schlecht geschrieben - im Gegenteil. Aber 
meckern kann man natürlich immer. Und wenn jemand fragt, wozu ein uC mit 
CNN Beschleuniger gut ist, dann braucht er ihn sicherlich auch nicht.

Just my 2 cents

PS: Es handelt sich um einen Zwitter-Bautein, der einen Ultra-Low-Power 
ARM-CM4F und vor allem einen Covolutional Neuronal Netzwerk 
Beschleuniger enthält. Anwendungen sind hier hauptsächlich 1D- und 
2D-Mustererkennung wie z.B. Mustererkennung in Bildern, 
Key-Word-Spotting oder Analyse von EKG-Daten etc.

von Tam H. (Firma: Tamoggemon Holding k.s.) (tamhanna)


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Messdiener schrieb:
> Vielleicht erfordert der Artikel etwas Hintergrundwissen....
> Ich finde ihn gut geschrieben.

Danke dir. Ich werde ab sofort schauen, dass ich immer einen 
Einführungsblock platziere. Weiss nur nicht ob ganz oben oder ganz 
unten...

Jetzt nicht so sehr weil mich das Gefurze stört, sondern weil doch immer 
wieder Elektroniker aus der Pension zurückkommen, und ich schon 
irgendwie verstehe...

lg
th

von Bernd (Gast)


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Ole D. schrieb:
> Anwendungen sind hier hauptsächlich 1D- und
> 2D-Mustererkennung wie z.B. Mustererkennung in Bildern,
> Key-Word-Spotting oder Analyse von EKG-Daten etc.
Danke. Darunter kann ich mir was vorstellen.

Tam H. schrieb:
> Ich werde ab sofort schauen, dass ich immer einen
> Einführungsblock platziere.
Das wäre gut.

> Weiss nur nicht ob ganz oben oder ganz
> unten...
Ähm. Wenn du einen Vortrag zu einem Thema hältst, kommt die Einführung 
auch nicht in den Anhang...

von Peter M. (r2d3)


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[...
Andererseits ist der K210 insbesondere in Stückzahlen auch nicht einfach 
zu bekommen: Wer nicht physikalisch in Shenzhen sitzt, hat beim MAX78000 
mit Sicherheit die besseren Chancen.
...]

Soll das nicht genau umgekehrt gemeint sein?
Dass nur Shenzhen-Ansässige einen Vorteil haben?

von Dr. MCU (Gast)


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Da Tam Hanna ja offensichtlich lernresistent ist und jeder seiner 
Artikel hier das gleiche unterirdische Niveau hat, will ich mal 
exemplarisch darstellen, was an diesem Artikel hier alles nicht stimmt.
Aus praktischen Gründen erstmal der Reihe nach:

>Maxim kooperiert im Bereich der Wake Word-Erkennung für den AI-Beschleuniger 
MAX78000 ab sofort mit Aizip

Das ist schonmal falsch. Es geht hier nicht um "Wake Word-Erkennung" - 
denn das schliesst auch Audio mit ein - sondern nur um Aizip’s Visual 
Wake Words Modell, also die Erkennung von Personen in einem Bild.


>Der MAX78000 ist in vielerlei Hinsicht eine europäische Variante des Kendryte 
K210: ein mehrkerniger Mikrocontroller ist mit einer als CNN bezeichneten 
Hardwareengine kombiniert, die manche neuronale Netzwerk-Aufgaben sehr schnell 
abarbeitet.

Maxim Integrated ist ein US-amerikanisches Unternehmen. Was soll da der 
Schwachsinn mit der "europäischen Variante"?
Und auch sonst ist Vergleich ziemlich daneben, da die Prozessoren 
einfach zu unterschiedlich sind:
Der Max78000 ist de facto ein 100MHz Single-Core Cortex M4 Prozessor mit 
einem Ultra-Low-Power 60MHz 32bit RISC-V Koprozessor und hat neben der 
CNN-Engine "nur" Standardperipherie eines Microcontrollers.
Er hat 512KB Flash und 128KB SRAM plus 512KB SRAM für die CNN-Engine.

Der Kendryte K210 dagegen ist ein echter 64Bit-RISC-V Dual-Core 
Prozessor, dessen beide FPUs im Gegensatz zur einzelnen des Max78000 
auch Double Precision beherrschen. Neben der CNN-Engine hat er noch eine 
APU (Audio-Beschleuniger, Audio-Prozessing für bis zu 8 Audio-Kanäle, 
also FFT, etc.), sowie noch einen FFT-Beschleuniger.
Flash muss extern angebunden werden und der SRAM hat 8MB, davon 2MB für 
den CNN-Beschleuniger.

Und was bitteschön soll "manche neuronale Netzwerk-Aufgaben" bedeuten? 
Unprofessioneller geht es nicht.


>Wichtigstes Verkaufsargument pro MAX78000 ist der sehr geringe Energieverbrauch, 
was die Pressemeldung nach folgendem Schema an mehrerlei Stelle betont:

Hier wird einfach ein Wert aus der Pressemitteilung (0.7mJ) 
hingeschmissen, ohne das in einen vernünftigen Kontext zu setzen. 
Darunter kann sich keiner etwas vorstellen.
Auch wenn das schwierig ist (da keine weiteren Daten wie z.B. Dauer der 
Inference angegeben sind), hätte ein vergleichbares Beispiel da 
zumindest etwas Licht ins Dunkel gebracht.
Ein GAP8 (ein 2018 vorgestellter 9-Kern RISC-V Controller) z.B. braucht 
für eine Inference nach Googles VWW 6.05mJ/frame bei einer 
Ausführungszeit von 193ms oder 7.29mJ bei einer Ausführungszeit von 
92ms.


>Gegen den MAX78000 spricht der vergleichsweise hohe Preis – interessanterweise 
spricht Maxim in der Pressemeldung von einem 1k-Preis von 8.5USD, der laut einer 
Preisanalyse mit OEMSecrets allerdings nur als realitätsfern zu bezeichnen ist 
(siehe Bild).

Auch das ist Blödsinn. Wenn man den Controller direkt bei Maxim bezieht, 
erhält man ihn für $8,50, wie ein kurzer Blick auf die Homepage verrät 
(1729 in Stock...).
Ist das denn so schwierig???


>Für erste Experimente mit dem MAX78000-Ökosystem bietet Dallas Maxim zwei 
unterschiedliche Hardwareplattformen an – einerseits das kleine Evaluationsboard 
MAX78000FTHR (rund 25EUR), das auf dem Adafruit Feather-Format basiert und mit 
einem seperat zu kaufenden Display auszustatten ist.

Wieso ist das FTHR mit einem Display auszustatten? Das ist Unsinn, dafür 
ist nicht einmal ein passender Header vorgesehen.

>Kandidat Nummero zwei ist die Vollversion MAX78000EVKIT# (rund 170EUR), die neben 
einem großen Haupt-Display auch den in der Abbildung gezeigten 
Energie-Statusmonitor hat. Zudem erlaubt nur sie das Debugging des 
RISC-V-Koprozessorkerns.

Und schon wieder Unsinn: Natürlich bietet auch das FTHR die Möglichkeit, 
den RISC-V Koprozessor zu debuggen, schliesslich ist exakt dafür ein 
"10-Pin Cortex Debug Header for RISC-VCoprocessor" vorgesehen.


>Der Embedded-Experte arbeitet unter Windows 10 mit dem unter 
https://www.maximintegrated.com/en/design/software-description.html/swpart=SFW0010820A 
bereitstehenden Maxim Micros SDK.

Auch wieder Unsinn. Wie ein schneller Blick ins github zeigt, ist auch 
eine Entwicklung unter Linux möglich. Siehe github->"Installing the 
Developer Tools (Linux)".


>Das Anpassen des Kommentars behebt dieses Problem - der nächste interessante 
Abschnitt findet sich in der Datei cnn.c. Das File ist für das Bereitstellen der 
diversen Kernel- und sonstigen Informationen verantwortlich, die das 
„Inferenzmodell“ der KI-Applikation bereitstellen. Die Erzeugung dieser 
numerischen Parameter erfolgt über die weiter oben angesprochene AI-Tool Chain; 
die Rolle der einzelnen Zahlen ist - im Allgemeinen - nicht wirklich begründbar, 
wenn man nicht Data Scientist ist ist. Interessanterweise weist Maxim darauf auch 
explizit in einem Kommentar im Beginn der Datei hin:

Der Artikel dreht sich um das VWW Modell von AIZIP. Dass Tam Hanna 
jetzt ausgerechnet ein Audio-Beispiel anstelle der vorhandenen 
Bilderkennungsbeispiele aus dem github genommen hat, ist irritierend.
Zudem ist es Unsinn, dass die Rolle der einzelnen Zahlen nicht wirklich 
begründbar ist - es sei denn, man macht sich erst gar nicht die Mühe, 
sich das auch nur eine Sekunde anzusehen.
Denn ebenfalls im github ist eine ausführliche (und zugegebenermassen 
sehr lange) Dokumentation dazu vorhanden.


Jetzt noch etwas Grundsätzliches. Dass der Autor Deutsch nicht als 
Muttersprache hat, ist offensichtlich. Daher sei ihm der ein oder andere 
Fehler verziehen. Aber er sollte es vermeiden, mangelnde 
Deutsch-Kenntnisse durch unangebracht flapsige Bemerkungen zu 
überspielen. Dadurch wirken die Artikel unprofessionell.
Auch grundsätzlich ist die Zielsetzung der Artikel nicht klar. In diesem 
hier wird eine Pressemeldung von Maxim zur Zusammenarbeit mit AIZip im 
Bereich VWW als Aufhänger genutzt.
Es erfolgt aber weder eine kurze Erklärung, was ein VWW ist und wo es 
herkommt, noch wird weiter auf AIZip eingegangen. Wenigstens ein Link 
auf das Video von AIZip zum Thema wäre angebracht gewesen.
Dazu kommt, dass Tam Hanna sich offensichtlich nicht entscheiden kann, 
ob das nun ein Fachartikel oder ein Tutorial sein soll. In ersterem Fall 
ist es absolut uninteressant, ob nun Version 2.3.1.2.3.4.5 einen Bug hat 
oder nicht. Auch irgendwelche Screenshots zur Chipauswahl in der IDE 
sind völlig fehl am Platz.

Was dem Ganzen die Krone aufsetzt, ist der Screenshot von der Kamera des 
Devboards mit dem Hinweis, den Schutz vor Benutzung zu entfernen. Hält 
Tam Hanna uns alle für blöd?


Müsste ich den Artikel nach Schulnoten bewerten, täte ich mich allein 
schon wegen der vielen Fehler schwer damit, ihm noch eine 5- zu geben. 
Das ist einfach nur fehlerhafter Mist, der zudem noch schwer zu lesen 
ist.
Tam Hanna täte gut daran, sich zuerst einmal eine Zielgruppe seiner 
Artikel zu definieren und dann zu überlegen, woran diese interessiert 
ist. Vielleicht wäre hier auch eine Umfrage im Forum angebracht.
Ganz besonders aber sollte er ein bisschen Gründlichkeit beim Verfassen 
seiner Artikel an den Tag legen. Die vielen sachlichen Fehler sind schon 
mehr als nur erschreckend.
Einer Webseite wie mikrocontroller.net mit seinen doch teils 
hochqualifizierten Experten im Forum ist das nicht angemessen und 
entwertet die Seite auch irgendwie.

Tip an Tam Hanna: Schau Dir mal Webseiten an, die hochwertige Artikel 
(und auch Pressemeldungs-Zusammenfassungen bzw. -Kommentare) 
veröffentlichen. Den Unterschied zu Deinen bisherigen Artikeln wirst Du 
schnell erkennen.
Beispiele sind:

https://www.cnx-software.com/

https://hackaday.com/

aber auch

https://www.heise.de/

von Tam H. (Firma: Tamoggemon Holding k.s.) (tamhanna)


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Peter M. schrieb:
> [...
> Andererseits ist der K210 insbesondere in Stückzahlen auch nicht einfach
> zu bekommen: Wer nicht physikalisch in Shenzhen sitzt, hat beim MAX78000
> mit Sicherheit die besseren Chancen.
> ...]
>
> Soll das nicht genau umgekehrt gemeint sein?
> Dass nur Shenzhen-Ansässige einen Vorteil haben?

Nein. ich habe versucht, K210 für einen lokalen Kunden in HU zu ordern. 
NICHTS bekommen.

von Tam H. (Firma: Tamoggemon Holding k.s.) (tamhanna)


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Dr. MCU schrieb:
> Da Tam Hanna ja offensichtlich lernresistent ist und jeder seiner
> Artikel hier das gleiche unterirdische Niveau hat, will ich mal
> exemplarisch darstellen, was an diesem Artikel hier alles nicht stimmt.
> Aus praktischen Gründen erstmal der Reihe nach:
>

Ich werde die genaue Zerfleischung dieses Artikels meinem Bekannten bei 
Maxim überlassen, so er daran Interesse hat.
Aber, gleich voran - anonym furzt es sich leicht.

>>Der MAX78000 ist in vielerlei Hinsicht eine europäische Variante des Kendryte
> K210: ein mehrkerniger Mikrocontroller ist mit einer als CNN bezeichneten
> Hardwareengine kombiniert, die manche neuronale Netzwerk-Aufgaben sehr schnell
> abarbeitet.
>
> Maxim Integrated ist ein US-amerikanisches Unternehmen. Was soll da der
> Schwachsinn mit der "europäischen Variante"?
> Und auch sonst ist Vergleich ziemlich daneben, da die Prozessoren
> einfach zu unterschiedlich sind:
> Der Max78000 ist de facto ein 100MHz Single-Core Cortex M4 Prozessor mit
> einem Ultra-Low-Power 60MHz 32bit RISC-V Koprozessor und hat neben der
> CNN-Engine "nur" Standardperipherie eines Microcontrollers.
> Er hat 512KB Flash und 128KB SRAM plus 512KB SRAM für die CNN-Engine.
>
> Der Kendryte K210 dagegen ist ein echter 64Bit-RISC-V Dual-Core
> Prozessor, dessen beide FPUs im Gegensatz zur einzelnen des Max78000
> auch Double Precision beherrschen. Neben der CNN-Engine hat er noch eine
> APU (Audio-Beschleuniger, Audio-Prozessing für bis zu 8 Audio-Kanäle,
> also FFT, etc.), sowie noch einen FFT-Beschleuniger.
> Flash muss extern angebunden werden und der SRAM hat 8MB, davon 2MB für
> den CNN-Beschleuniger.

Die beiden Systeme haben aber ähnliche Einsatzzwecke. Bilderkennung, etc

>>Wichtigstes Verkaufsargument pro MAX78000 ist der sehr geringe Energieverbrauch,
> was die Pressemeldung nach folgendem Schema an mehrerlei Stelle betont:
>
> Hier wird einfach ein Wert aus der Pressemitteilung (0.7mJ)
> hingeschmissen, ohne das in einen vernünftigen Kontext zu setzen.
> Darunter kann sich keiner etwas vorstellen.
> Auch wenn das schwierig ist (da keine weiteren Daten wie z.B. Dauer der
> Inference angegeben sind), hätte ein vergleichbares Beispiel da
> zumindest etwas Licht ins Dunkel gebracht.
> Ein GAP8 (ein 2018 vorgestellter 9-Kern RISC-V Controller) z.B. braucht
> für eine Inference nach Googles VWW 6.05mJ/frame bei einer
> Ausführungszeit von 193ms oder 7.29mJ bei einer Ausführungszeit von
> 92ms.

Es bringt nichts, hier 50 000 unterschiedliche Zahlen auszuspeien - ich 
setze hier gewisse Grundkenntnisse voraus.

>
>
>>Gegen den MAX78000 spricht der vergleichsweise hohe Preis – interessanterweise
> spricht Maxim in der Pressemeldung von einem 1k-Preis von 8.5USD, der laut einer
> Preisanalyse mit OEMSecrets allerdings nur als realitätsfern zu bezeichnen ist
> (siehe Bild).
>
> Auch das ist Blödsinn. Wenn man den Controller direkt bei Maxim bezieht,
> erhält man ihn für $8,50, wie ein kurzer Blick auf die Homepage verrät
> (1729 in Stock...).
> Ist das denn so schwierig???

Touché. Dass Hersteller ihre eigenen Verkaufskanäle pushen, ist an mir 
bisher (bis auf TI) eher vorbeigezogen. Aber - ich habe mehrere Leute 
von Maxim drübergehen lassen und keiner hat geschrien...also vielleicht 
ist doch nicht alles so, wie es scheint.

>
>
>>Für erste Experimente mit dem MAX78000-Ökosystem bietet Dallas Maxim zwei
> unterschiedliche Hardwareplattformen an – einerseits das kleine Evaluationsboard
> MAX78000FTHR (rund 25EUR), das auf dem Adafruit Feather-Format basiert und mit
> einem seperat zu kaufenden Display auszustatten ist.
>
> Wieso ist das FTHR mit einem Display auszustatten? Das ist Unsinn, dafür
> ist nicht einmal ein passender Header vorgesehen.

Besskram. Sorry, aber da diskutiere ich nicht weiter. Mehrere Verweise 
dazu im Wiki von Maxim.

>
>>Kandidat Nummero zwei ist die Vollversion MAX78000EVKIT# (rund 170EUR), die 
neben
> einem großen Haupt-Display auch den in der Abbildung gezeigten
> Energie-Statusmonitor hat. Zudem erlaubt nur sie das Debugging des
> RISC-V-Koprozessorkerns.
>
> Und schon wieder Unsinn: Natürlich bietet auch das FTHR die Möglichkeit,
> den RISC-V Koprozessor zu debuggen, schliesslich ist exakt dafür ein
> "10-Pin Cortex Debug Header for RISC-VCoprocessor" vorgesehen.

Touché.

>
>>Der Embedded-Experte arbeitet unter Windows 10 mit dem unter
> 
https://www.maximintegrated.com/en/design/software-description.html/swpart=SFW0010820A
> bereitstehenden Maxim Micros SDK.
>
> Auch wieder Unsinn. Wie ein schneller Blick ins github zeigt, ist auch
> eine Entwicklung unter Linux möglich. Siehe github->"Installing the
> Developer Tools (Linux)".

Gibt es unter Windows eine IDE? Nein. Schade, was

> . . .
> Was dem Ganzen die Krone aufsetzt, ist der Screenshot von der Kamera des
> Devboards mit dem Hinweis, den Schutz vor Benutzung zu entfernen. Hält
> Tam Hanna uns alle für blöd?

Nein, aber den Hinweis bekommt man von den Applikationsingenieuren immer 
wieder. Ich sehe, dass hier jemand wohl nicht mit Maxim in Kontakt ist.


> Tip an Tam Hanna: Schau Dir mal Webseiten an, die hochwertige Artikel
> (und auch Pressemeldungs-Zusammenfassungen bzw. -Kommentare)
> veröffentlichen. Den Unterschied zu Deinen bisherigen Artikeln wirst Du
> schnell erkennen.
> Beispiele sind:
>
> https://www.cnx-software.com/
>
> https://hackaday.com/
>
> aber auch
>
> https://www.heise.de/

Ich schreibe regelmäßig bei Heise.

lg aus BUD

von Tam H. (Firma: Tamoggemon Holding k.s.) (tamhanna)


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Bernd schrieb:
>
>> Weiss nur nicht ob ganz oben oder ganz
>> unten...
> Ähm. Wenn du einen Vortrag zu einem Thema hältst, kommt die Einführung
> auch nicht in den Anhang...

Bernd, danke dir. Ist ab Sofort dabei - ich habe im neuen Artikel einen, 
bitte gib mir Feedback ob es dir gefällt.

von Roland E. (roland0815)


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MAXim kommt mir nicht mehr in die Tüte. Mit Mustern können die protzen, 
aber wehe es werden Stückzahlen für eine Serie bestellt...

von 123 (Gast)


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Ahh, ... der verlängerte Arm der Industrie, ...

Also Informationen und Vergleichszahlen vom Hersteller selber, ... 
korrekturgelesen vom Hersteller, ...
Sorry, dann kann ich mir die Informationen auch aus den Zeitschriften 
des Fachmedienverlages (die die hinter der Embedded World stehen) 
ziehen, die bekommt man ja killoweise kostenlos hinterher geschickt. Da 
sind die Artikel wenigstens als solche vom Hersteller gekennzeichnet 
(erkennbar als Eigenwerbung). Und ich kann mir dann selber überlegen in 
wie weit ich denen jetzt vertraue.

Das Hersteller im Prokuktmarketing nur Zahlen/Vergleiche/... 
verwenden/verwendet haben möchten, die Ihr Produkt besser dahstehen 
lassen, das sollte eigentlich klar sein.

Wie hat mein Statistik Prof so schön gesagt: "Traue keiner Statistik die 
du nicht selber gefälscht hast."

von chris_ (Gast)


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von 123 (Gast)
>Ahh, ... der verlängerte Arm der Industrie, ...

Hast du für das Lesen dieses Artikels etwas bezahlen müssen? Nein?
Wovon glaubst du leben Journalisten? Von Luft und Liebe?

von Tam H. (Firma: Tamoggemon Holding k.s.) (tamhanna)


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123 schrieb:
> Ahh, ... der verlängerte Arm der Industrie, ...
>
> Also Informationen und Vergleichszahlen vom Hersteller selber, ...
> korrekturgelesen vom Hersteller, ...
> Sorry, dann kann ich mir die Informationen auch aus den Zeitschriften
> des Fachmedienverlages (die die hinter der Embedded World stehen)
> ziehen, die bekommt man ja killoweise kostenlos hinterher geschickt. Da
> sind die Artikel wenigstens als solche vom Hersteller gekennzeichnet
> (erkennbar als Eigenwerbung). Und ich kann mir dann selber überlegen in
> wie weit ich denen jetzt vertraue.
>
> Das Hersteller im Prokuktmarketing nur Zahlen/Vergleiche/...
> verwenden/verwendet haben möchten, die Ihr Produkt besser dahstehen
> lassen, das sollte eigentlich klar sein.
>
> Wie hat mein Statistik Prof so schön gesagt: "Traue keiner Statistik die
> du nicht selber gefälscht hast."

Das komische ist: die Kritiken, die man hier anbringt, lassen das 
Produkt in schlechterem Licht dastehen und Maxim haben es nicht moniert.

Wenn ich ein Knecht Maxims wäre, würde mein Job doch sein, den Crap 
möglichst GUT dastehen zu lassen. Die hier monierten Unpässlichkeiten 
lassen das Zeug eher SCHLECHT dastehen.

zB das mit den Distris: wäre es nicht Maxims Ziel, a la TI, die Leute 
alle in den eigenen Shop zu jagen?

lg
th

von F. F. (foldi)


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Tam H. schrieb:
> Ich werde ab sofort schauen, dass ich immer einen Einführungsblock
> platziere.

Ich lese deine Artikel auch gerne. Bin zwar noch nicht in Rente, aber 
ist auch nicht mein Job.
Habe zwar mit Elektronik im Job zu tun, bin aber kein Entwickler.
Daher muss ich die Kritik (aber sachlich) schon unterstützen.
Eine kurze Erklärung was der Chip überhaupt tun soll, wäre hilfreich 
gewesen. Dabei finde ich diese Fachbegriffe noch nicht einmal so 
erklärenswert, denn wenn das dann richtig interessant für mich ist, muss 
ich mich sowieso richtig damit auseinander setzen und da kommen die 
Begrifflichkeiten dann zwangsläufig auf mich zu.
Solch ein Artikel soll ja nur einen Überblick geben und das tun sie für 
gewöhnlich.

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