Forum: Fahrzeugelektronik Ladetechnik 48V Reihenschaltung ;einzeln; Verbindungen


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von Jonas R. (roesi007)


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Hallo zusammen,

in einem Eigenbau Elektromobil werde ich vier 12V/ 23 Ah (AGM VRLA) 
Batterien in Reihenschaltung verbauen. Die Batterien sind neu und 
identisch. Zur Verfügung habe ich das Ctek mxs 5.0 Ladegerät (12V).

Ich habe vor die Batterien immer einzeln aufzuladen. Der Zeitaufwand 
stört mich dabei nicht. Ein anderes Ladegerät oder auch eine andere 
Akkutechnologie scheidet aufgrund von Low Budget aus.

Im zahlreichen Beiträgen behaupten die einen, die 
Batterieverbindungskabel müssen unbedingt abgeklemmt werden zum laden. 
Wiederum andere sagen, die Verbindungskabel sollen nie wieder getrennt 
werden.

Den Stromkreis, also die Last ist während dem Laden definitiv getrennt.
Meine Frage lautet daher nur:
Müssen die Verbindungsleitungen zwischen den Batterien getrennt werden 
oder können diese zusammenbleiben?
Bitte auch mit einer Begründung antworten.. :D

Vielen Dank schon mal!!


Gruß

von E-Autobesitzer 🚗 (Gast)


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Jonas R. schrieb:
> Müssen die Verbindungsleitungen zwischen den Batterien getrennt werden
> oder können diese zusammenbleiben?

Du kannst die 12 Volt Akkus problemlos trennen und einzeln aus dem 
Fahrzeug heben und mit nur einem einzigen 12V Ladegerät nacheinander 
aufladen. Wenn alle Akkus voll sind, kannst du sie problemlos wieder 
miteinander in Serie verbinden. Die Reihenfolge ist dabei auch egal.

Begründung: Bei einer Serienschaltung fließen keine Ausgleichsströme!

von USP Port Killer (Gast)


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E-Autobesitzer 🚗 schrieb:

> Begründung: Bei einer Serienschaltung fließen keine Ausgleichsströme!

Ja, aber man sollte beim Basteln (z.B. flashen) des Eigenbau 
Elektromobil  aufpassen und genau schauen welche Massen denn auf PE 
liegen.

PC? Ladegerät? ..?

von oszi40 (Gast)


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Jonas R. schrieb:
> Müssen die Verbindungsleitungen zwischen den Batterien getrennt werden
> oder können diese zusammenbleiben?
> Bitte auch mit einer Begründung antworten..

O-Akku1-Akku2-Akku3-Akku4-o

Du könntest die Krokodilklemmen Deines EINEN 12V-Ladegeräts jeweils für 
>6h an Akku1, dann an Akku2 usw. schalten, ABER irgendein Depp wird 
schon losfahren wollen wenn noch nicht alle gleichmäßig geladen sind! 
Deshalb besser ausbauen, der Reihe nach laden und wenn sie ALLE voll 
sind erst einbauen. Denn eine schwächliche Zelle wird als erste verpolt 
oder überladen.

Mehrere Ladegeräte in Reihe macht die Sache wesentlich komplizierter 
oder gar Kurzschluss über Schutzkontakt.

von Jonas R. (roesi007)


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Danke schon mal für die sachlichen und höflichen antworten!

Festhalten kann ich schon mal: Batterien trennen, einzeln aufladen und 
wieder zusammenschalten ist gut machbar!!

Ist es auch möglich, die Batterien verbunden zu lassen? Also genau dass, 
was oszi40 schreibt?
Mich stört dabei die Vorstellung, dass das Minus Kabel des Ladegeräts 
auch eine Verbindung zum Plus Pol der Batterie hat, welche gar nicht 
aufgeladen wird. Ist das kein Problem?

von Udo S. (urschmitt)


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Jonas R. schrieb:
> Ist es auch möglich, die Batterien verbunden zu lassen? Also genau dass,
> was oszi40 schreibt?

Dein CTek Ladegerät hat einen galvanisch getrennten Ausgang. Das 
bedeutet die beiden Ausgangsleitungen sind potentialfrei. Du hast von 
keiner Leitung irgendeine Spannung weder zur Erde noch zu deiner 
Fahrzeugmasse. Also kannst du beide Ausgänge an eine beliebige deiner 
Batterien klemmen (richtig herum) ohne dass mehr passiert als dass diese 
eine Batterie geladen wird.

Wo soll denn da Strom fliessen?

geht also. Der Einwand von oszi40 ist allerdings berechtigt, wenn du mit 
dem Einzelladen im Fahrzeug ein Akku vergisst aufzuladen und du dann mit 
3 vollen und einem fast leeren losfährst, dann wird dieser fast leere 
völlig leer gezogen und dann sogar umgepolt, was sein Ableben bedeutet.

Du musst also sicherstellen dass wirklich alle 4 wieder voll geladen 
sind bevor du losfährst.

von Andrew T. (marsufant)


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oszi40 schrieb:
> Mehrere Ladegeräte in Reihe macht die Sache wesentlich komplizierter
> oder gar Kurzschluss über Schutzkontakt.

Du mußt schon SEHR lange suchen um 12V Ladegerät zu finden, deren 
Ausgang mit PE leitend verbunden ist.

Mir ist seit 50 Jahren keines von Bosch, Hella, Eisemann, Ctek, Friwo, 
Anjing etc. untergekommen, das eine derartige PE-Verbindung hat.

Und modernere:
Sind fast alle SK II  Geräte seit 2010 .-)
Da kommt der PE nicht mal ins Gerät.

von Wilhelm R. (Gast)


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Jonas R. schrieb:
> Ein anderes Ladegerät oder auch eine andere
> Akkutechnologie scheidet aufgrund von Low Budget aus.

Dann warte mal, bis du vergisst, einen Akku aufzuladen, dann war's das 
mit Low Budget. Was du da vor hast, macht nur einer, der ein Rad ab hat.

von Michael_Ohl (Gast)


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es ist wesentlich sinnvoller ein 48V Ladegerät zu besorgen und drei 
Batterie Balancer für 24/48 und zwei mal 12/24 zu kaufen oder einfach 
selbst zu bauen.
Über die Batterien mit 12Ah Entnehmbarer Kapazität bei Zyklischer 
Verwendung würde ich auch noch einmal nachdenken, da schafft fast jeder 
Fahrradakku mehr.

mfG
Michael

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Udo S. schrieb:
> Du musst also sicherstellen dass wirklich alle 4 wieder voll geladen
> sind bevor du losfährst.

Wenn Zeit keine Rolle spielt, dann reicht ein einfaches günstiges 
Ladegerät für 48V. Z.B. 54,4V Ladegerät 2,2A 120W MeanWell GC120A48-R7B, 
ca. 35 Euro
(https://www.elkoba.com/de/GC120A48-R7B), vorausgesetzt das liegt noch 
im Budget, oder zwei günstige 24V-Ladegeräte.

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