Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug Spannungsprüfer zeigt nur 2 von 3 Phasen an


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von Udo B. (freiheitsstern)


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Hallo zusammen,

Was mich heute verwirrt hat ist, dass mein berührungsloser 
Spannungsprüfer, der sonst bei spannungsführenden Drähten sicher gepiept 
hat, nur zwei Phasen am E-Herd erkannt hat.

Die dritte Phase, L1 habe ich dann zum Zähler zurück verfolgt und dort 
zeigte er selbst an der Schiene von L1 keine Spannung an.

Die Überprüfung mit dem Duspol machte mir dann klar, dass es am 
Prüfstift liegt.

Aber wie kann das sein, dass nur eine von 3 Phasen nicht erkannt wird?

Am besten ich trete das Teil sofort in den Eimer. War halt so bequem, 
sich darauf zu verlassen.

Ab heute nur noch Duspol oder Multimeter.

Gruß Udo

von Mani W. (e-doc)


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Udo B. schrieb:
> machte mir dann klar, dass es am
> Prüfstift liegt.

Heißt nicht umsonst auch "Lügenstift"! - das hast Du jetzt gelernt...

Udo B. schrieb:
> War halt so bequem,
> sich darauf zu verlassen.

In einem Sarg ist es auch bequem, wenn man nichts mehr spürt...

;-)

: Bearbeitet durch User
von Udo B. (freiheitsstern)


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Hast recht.

Dachte, es wäre schön, wenn es wenigstens eine Erklärung gäbe, die 
irgendwie logisch ist, warum L2 und L3, nicht aber L1 erkannt werden.

: Bearbeitet durch User
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Udo B. schrieb:
> Aber wie kann das sein, dass nur eine von 3 Phasen nicht erkannt wird?

Das ist schon merkwürdig. Das hat aber eine Ursache, der auf den Grund 
gegangen werden sollte. Gibt es Abweichungen, wenn mit dem DUS jeweils 
von den Phasen zum N, Schutzleiter oder Boden gemessen wird?

von Mani W. (e-doc)


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Udo B. schrieb:
> mein berührungsloser
> Spannungsprüfer

???

von michael_ (Gast)


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Du selber hast doch den "Lügenstift" im Zusammenhang gebracht.

von Mani W. (e-doc)


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michael_ schrieb:
> Du selber hast doch den "Lügenstift" im Zusammenhang gebracht.

Trotzdem hätte ich gerne gesehen, welchen Lügenstift er hat...

Denk einfach mal etwas nach, bevor Du schreibst...

von Udo B. (freiheitsstern)


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Die Spannungen von L1 zu N und PE waren unauffällig glaube 235 V gesehen 
zu haben.

Der Prüfstift, ein Billigteil ist so was ähnliches:

 Ebay-Artikel Nr. 384056041647

von Manfred (Gast)


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Mani W. schrieb:
> Heißt nicht umsonst auch "Lügenstift"!

Udo B. schrieb:
> Der Prüfstift, ein Billigteil ist so was ähnliches:
>  Ebay-Artikel Nr. 384056041647

Wie wir jetzt sehen, ist das eben kein klassisch bewährter "Lügenstift", 
sondern irgendein neumodischer Elektronikmüll.

Ich bin überzeugt, dass der klassische Phasenprüfer
https://www.pollin.de/p/spannungspruefer-500201
dort etwas angezeigt hätte.

von Mani W. (e-doc)


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Udo B. schrieb:
> Der Prüfstift, ein Billigteil ist so was ähnliches:

Ich habe einen in ähnlicher Bauweise, dessen Empfindlichkeit
lässt sich einstellen mit einem Schieberegler, da muss man schon
aufpassen mit der Einstellung - sonst Anzeige Murks, aber auf so ein
Ding darf man sich sowieso nicht verlassen!

von Matthias L. (limbachnet)


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Das neumodische Teil heißt mit hiesigem Vertrieb "Testboy". Zeigt im 
Vergleich zum klassischen Lügenstift auch durch die Isolierung hindurch 
die spannungsführende Ader an.

von Mani W. (e-doc)


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Manfred schrieb:
> Wie wir jetzt sehen, ist das eben kein klassisch bewährter "Lügenstift",
> sondern irgendein neumodischer Elektronikmüll.

Ja, das ist ein Lügenstift, der piepst - wann, weis man oft nicht 
genau...
Damit ist er relativ wertlos, macht aber mächtig Eindruck auf die 
Kunden!

Dazu noch 3 x oh, oh, oh...

von michael_ (Gast)


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Mani W. schrieb:
> michael_ schrieb:
>> Du selber hast doch den "Lügenstift" im Zusammenhang gebracht.
>
> Trotzdem hätte ich gerne gesehen, welchen Lügenstift er hat...
>
> Denk einfach mal etwas nach, bevor Du schreibst...

Jetzt reicht es aber.

Mani W. schrieb:
> Udo B. schrieb:
>> machte mir dann klar, dass es am
>> Prüfstift liegt.
>
> Heißt nicht umsonst auch "Lügenstift"! - das hast Du jetzt gelernt...

Auch der schlechteste "Lügenstift" zeigt es an. An allen drei Phasen.
Mindestens in D.
Vielleicht ist es in deiner Gebirgsrepublik anders.

Zu guter letzt kommt heraus, dass er in einem fremden Land zu Gange ist.

von Mani W. (e-doc)


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michael_ schrieb:
> Jetzt reicht es aber.

Wenn Du meinst...

von oszi40 (Gast)


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Udo B. schrieb:
> mein berührungsloser Spannungsprüfer

Also kein Lügenstift mit Glimmlampe! Dann wird wohl der eine fragliche 
Draht keine Last haben und deswegen weniger strahlen?

von Udo B. (freiheitsstern)


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Manfred schrieb:
> Ich bin überzeugt, dass der klassische Phasenprüfer
> https://www.pollin.de/p/spannungspruefer-500201
> dort etwas angezeigt hätte.

Solche Teile habe ich auch noch rum liegen. Die werde ich tatsächlich 
morgen mal probieren. Mal sehen, ob sie was zeigen.

Es waren die Anschlüsse vom E-Herd. Ehemals hing dort ein 
Nachtspeicherofen dran. Der Herd war aber aus geschaltet.

: Bearbeitet durch User
von Mani W. (e-doc)


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Berührungsfreien Messungen darf man eben nicht vertrauen!

Der heimische Bastler wird sich sicher fühlen, weil er ja schon
viele "Messungen" machte...

: Bearbeitet durch User
von Matthias L. (limbachnet)


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oszi40 schrieb:
> Dann wird wohl der eine fragliche
> Draht keine Last haben und deswegen weniger strahlen?

Nee, mein Testboy leuchtet auch an einer völlig unbelasteten Steckdose.

Bei all den Lügenstiften, seien sie nun mit oder ohne Berührung, muss 
man sich ja nur im Klaren sein, dass sie nur Q&D-Indikatoren sind. 
Leuchten sie an einer Ader, ist Spannung drauf. Ob die belastbar ist, 
das bleibt unbekannt... Um mal eben schnell nachzuschauen, ob bei einer 
Steckdose die Phase nun links oder rechts ankommt, für sowas taugen die 
Dinger. Immerhin. Mehr aber auch nicht.

von Mani W. (e-doc)


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Udo B. schrieb:
> Es waren die Anschlüsse vom E-Herd. Ehemals hing dort ein
> Nachtspeicherofen dran. Der Herd war aber aus geschaltet.

Und dann noch ein Lügenstift!

von Mani W. (e-doc)


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Matthias L. schrieb:
> Um mal eben schnell nachzuschauen, ob bei einer
> Steckdose die Phase nun links oder rechts ankommt, für sowas taugen die
> Dinger. Immerhin. Mehr aber auch nicht.

Mit einem 2-poligen ist  das schnell geklärt, außer bei meinem
Unitest 660, da löst ein 30 mA FI sicher aus - benutze ich oft zum
Testen oder zum ferngesteuerten Abschalten...

Man muss halt die Geräte richtig anwenden...

von A. S. (achs)


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Udo B. schrieb:
> dass mein berührungsloser
> Spannungsprüfer, der sonst bei spannungsführenden Drähten sicher gepiept
> hat, nur zwei Phasen am E-Herd erkannt hat.
>
> Die dritte Phase, L1 habe ich dann zum Zähler zurück verfolgt und dort
> zeigte er selbst an der Schiene von L1 keine Spannung an.

Mach vielleicht mal ein Foto davon:

Dein Stift misst anscheinend berührungslos, hat gar keinen Kontakt. Wie 
willst Du mit sowas eine Spannung feststellen, wenn die sich z.B. 
gegenseitig aufheben.

Dann sprichst Du von dritter Phase und L1. Und dass er dort an der 
Schiene keine Spannung anzeigt, aber an jeder Steckdose.


Irgendetwas stimmt also nicht. Und das ist vermutlich nicht der Stift. 
Erst wenn einer mit Glimmlampe überall dort anzeigt, wo Dein Stift 
versagt UND L1 nicht einfach räumlich in der Mitte liegt, kann ich das 
glauben.

von Dreher (Gast)


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Udo B. schrieb:
> Hallo zusammen,
>
> Was mich heute verwirrt hat ist, dass mein berührungsloser
> Spannungsprüfer, der sonst bei spannungsführenden Drähten sicher gepiept
> hat, nur zwei Phasen am E-Herd erkannt hat.
>

> Die Überprüfung mit dem Duspol machte mir dann klar, dass es am
> Prüfstift liegt.
>
> Aber wie kann das sein, dass nur eine von 3 Phasen nicht erkannt wird?
>
> Am besten ich trete das Teil sofort in den Eimer. War halt so bequem,
> sich darauf zu verlassen.
>
> Ab heute nur noch Duspol oder Multimeter.
>
> Gruß Udo

Ach Watt, nimm nen Lügenstift.

von Georg M. (g_m)


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Dieter D. schrieb:
> Das ist schon merkwürdig. Das hat aber eine Ursache, der auf den Grund
> gegangen werden sollte.

A. S. schrieb:
> Irgendetwas stimmt also nicht. Und das ist vermutlich nicht der Stift.

Genau. Eine Phase ist irgendwie anders gegenüber der Erde als die 
anderen. Etwas stimmt nicht.

von Wolfgang (Gast)


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Mani W. schrieb:
> Udo B. schrieb:
>> mein berührungsloser
>> Spannungsprüfer
>
> ???

Elektrisches Feld uns so - schon mal gehört?

von Walter (Gast)


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wie nah muss man eigentlich mit so einem Teil normalerweise an die Ader 
rangehen bis es leuchtet?

von Teo D. (teoderix)


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Walter schrieb:
> wie nah muss man eigentlich mit so einem Teil normalerweise an die Ader
> rangehen bis es leuchtet?

Kommt drauf an, wie weit Du von der "Erde" weg bist.

von Hannes J. (Firma: _⌨_) (pnuebergang)


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Walter schrieb:
> wie nah muss man eigentlich mit so einem Teil normalerweise an die Ader
> rangehen bis es leuchtet?

Das ist einer der vielen Gründe warum die Dinger grundsätzlich scheiße 
sind. Die Antwort lautet nämlich "kommt drauf an, weiß man nicht so 
genau".

Bei den Dingern helfen auch Markengeräte nicht viel. Sogar Fluke musste 
schon mal eine Serie zurück rufen weil sie statt nur normal scheiße 
richtig scheiße waren.

von Thomas (Gast)


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Was misst eigentlich ein Duspol an einer Steckdose wo auf L saft drauf 
ist aber N und PE am anderen Ende nicht angeschlossen sind?

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Georg M. schrieb:
> Genau. Eine Phase ist irgendwie anders gegenüber der Erde als die
> anderen. Etwas stimmt nicht.

Noch ein paar Messungen wollte Udo machen. Wenn er der mit dem simplen 
Phasenprüfer (Lügenstift) nachmessen sollte, wäre ein Blick auf die 
Helligkeit der Glimmlampe angeraten. Eine anderen Messung wäre mit einem 
DMM, alledings nur ein Kabel an der Phase, das andere offen in Luft 
gemessen und eine weitere Messung mit dem isolierten Kabelende um die 
Hand gewickelt.

Die Messung von L1 würde zum Beispiel versagen, wenn des E-Feld der 
Wohnung auf L1-Potential liegen sollte.

von Georg M. (g_m)


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Walter schrieb:
> wie nah muss man eigentlich mit so einem Teil normalerweise an die Ader
> rangehen bis es leuchtet?

Multimeter NCV test
https://www.youtube.com/watch?v=kxvIAD0zack

von Udo B. (freiheitsstern)


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Habe heute mit dem Lügenstift und dem Multimeter nachgemessen.

Die Spannungen aller 3 Phasen gegenüber N und PE betrugen laut 
Multimeter 235 V.

Der "Lügenstift" zeigte alle 3 Phasen sicher an.

Der Testboy wiederum nur 2 Phasen.

Übrigens hatte ich mich wie ich schon am Anfang geschrieben habe, eben 
nicht nur auf den Testboy verlassen, sondern mit dem Duspol 
nachgemessen.

Sonst hätte ich ja gar keine Ungereimtheiten bemerkt.

von Udo B. (freiheitsstern)


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Walter schrieb:
> wie nah muss man eigentlich mit so einem Teil normalerweise an die Ader
> rangehen bis es leuchtet?


beim meinem muss die Kunststoffspitze am isolierten Draht anliegen.

Aber das Ding geht in den Müll.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Udo B. schrieb:
> Aber das Ding geht in den Müll.

Nicht so schnell. Vorher bitte noch aufmachen und Fotos vom Innenleben 
posten.

von Udo B. (freiheitsstern)


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o.k. wird gemacht.

von Alopecosa (Gast)


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Wenn man die Teile, genauso wie den Lügenstift, mit dem nötigen Wissen 
im Hinterkopf warum es wann und wie leuchtet oder auch nicht, einsetzt, 
und sie dann noch als Indikator nutzt und nicht als absolute Wahrheit 
sind die Dinger praktisch.

Geht soweit das man die Spannungsführende Ader im (dicken) Kabel finden 
kann.

Aber was weiß ich schon...

von Helge (Gast)


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Versuch: gewöhnliches hochohmiges digitales Multimeter nehmen. Stückel 
Blech (oder Einkochtopf, Karnickeldraht) auf den Boden oder an die Wand, 
und die Spannung zwischen dem Blech und Schutzerde messen. Dann die 
Spannung von L1, L2, L3 und dem Blech messen.

Nur um auszuschließen, daß irgendein Leitungsfehler das Potential in der 
Wohnung in Richtung L1 zieht.

von michael_ (Gast)


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Ich könnte mir nur vorstellen, dass es eine Nullpunkverschiebung ist.
Da sollte dringends ein Elektriker ran.

von Andre (Gast)


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michael_ schrieb:
> Nullpunkverschiebung

Oder L1 und N vertauscht?
Das könnte beim Herd sogar gehen, 2 von 4 Platten sind dann halt 
deutlich flotter als der Rest...

Den Lügenstift habe ich auch immer gerne im Werkzeug. Um sich grob einen 
Überblick zu verschaffen ist das Ding genial. Besonders wenn man keinen 
N oder PE für den Duspol in der Nähe hat. Aber man muss halt wissen 
welche Einschränkungen das hat, wie eigentlich bei jedem Messgerät.

von A. S. (achs)


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Dieter D. schrieb:
> Udo B. schrieb:
>> Aber das Ding geht in den Müll.
>
> Nicht so schnell. Vorher bitte noch aufmachen und Fotos vom Innenleben
> posten.

Und ein Bild vom Messaufbau. Das ist für mich interessant.

von A. S. (achs)


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Andre schrieb:
> Oder L1 und N vertauscht?
> Das könnte beim Herd sogar gehen, 2 von 4 Platten sind dann halt
> deutlich flotter als der Rest...
>
> Den Lügenstift habe ich auch immer gerne im Werkzeug.

Achtung: Der TO verwendet den Begriff "Lügenstift" sowohl für seinen 
Lügenstift (der L1 korrekt erkennt) als auch für seinen Testboy (der L1 
nicht erkennt).

von michael_ (Gast)


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Andre schrieb:
> michael_ schrieb:
>> Nullpunkverschiebung
>
> Oder L1 und N vertauscht?

Ich glaube, das geht nicht.
Im Sicherungskasten?

von Harald W. (wilhelms)


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Mani W. schrieb:

> Ja, das ist ein Lügenstift, der piepst

Kann man damit auch lügende Menschen detektieren?

von Georg M. (g_m)


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Udo B. schrieb:
> Der "Lügenstift" zeigte alle 3 Phasen sicher an.
>
> Der Testboy wiederum nur 2 Phasen.

Dann ist alles noch mysteriöser.

Ja, das Ding ist lebensgefährlich, aber eine einfache Entsorgung wird 
nicht helfen, das Phänomen zu erklären.

von Udo B. (freiheitsstern)


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Also L1 gegen PE und N 235 V. PE gegen N = 0 V.

N und PE gegen eine alte Wasserleitung aus Eisen = 0 V.

Da jetzt der E-herd eingebaut ist, komme ich nicht mehr an die 
Anschlussdose. Dort kann ich also nicht mehr messen und muss mir eine 
gut zugängliche Verteilerdose suchen wo möglichst alle drei Phasen 
vorhanden sind.

Aus den bisherigen Einträgen habe ich mir folgende Definitonen zu eigen 
gemacht:
Das Schraubenzieherteil mit der Glimmlampe ist ein Lügenstift
Das Plastikteil, das berührungslos messen will, ist ein Testboy.

Ich hoffe, das seither nicht mehr verwechselt zu haben.

Der E-Herd funktioniert übrigens wie er soll.

Da ich demnächst einen Fi-Schutz einbauen lassen will, kommt sowieso ein 
Eli ins Haus, der soll nochmal alles checken.

Bisher war der Einbau eines FI nicht möglich, weil an der alten 
Herddose, zu der nur ein vieradriges Kabel (L1, L2, L3 und N) führte, N 
und PE in der Dose mit einem Drahtstück gebrückt waren.

Ich hoffe sehr, dass das die einzige Stelle ist, an welcher solch ein 
Frevel begangen wurde.

Das alte Kabel habe ich am Zähler abgeklemmt. Die alte Dose ist noch in 
der Wand.

Deshalb habe ich eine neue Herdanschlussdose gesetzt, die vom Kabel 
eines früher auf der anderen Wandseite stehenden Nachtspeicherofens 
versorgt wird. Dort sind alle 5 Adern vorhanden.

Das nur mal so, damit sich jemand ein Bild von der Situation machen 
kann.

Beitrag #6671089 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Udo B. (freiheitsstern)


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Fragezeichen schrieb im Beitrag #6671089:
> Der schreit Hiiiiilfeeee

Wie kommst du darauf? Alles funktioniert! Den Fi baue ich aus 
haftungsrechtlichen Gründen nicht selbst ein. Und dass ein Fachmann/frau 
einen Blick auf die Elekrik wirft, schadet meinem Selbstbewusstsein 
nicht.

Fragezeichen schrieb im Beitrag #6671089:
> Falsch

Das ist deine Meinung. Eine offizielle Definition wäre hilfreicher.

Fragezeichen schrieb im Beitrag #6671089:
> Wie kommst Du darauf?

Ich kenne die Installation im Hause mittlerweile recht gut. Der 
E-Herdanschluss stammt vermutlich aus dem Jahre 1967. In den 80er Jahren 
wurde aber die Installation größtenteils erneuert. Leider wurde dabei 
die Leitung zum E-Herd nicht erneuert.

Fragezeichen schrieb im Beitrag #6671089:
> Viel zu viel Prosa ohne Wahrheitsgehalt

Prosa ist richtig. Weshalb du den Wahrheitsgehalt absprichst, bleibt 
dein Geheimnis.

von Thomas F. (igel)


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Fragezeichen schrieb im Beitrag #6671089:
> Blödsinn

Fragezeichen ist ein Troll. Einfach ignorieren.

von ● Des I. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Manfred schrieb:
> Ich bin überzeugt, dass der klassische Phasenprüfer
> https://www.pollin.de/p/spannungspruefer-500201
> dort etwas angezeigt hätte.

Ja und der zeigt auch dort noch etwas an,
wo es nur "feinste" Einstreuungen gibt.

...so fein, dass man die Elektronen
vom Draht wegpusten zu können meint,
um den stromlos zu machen  :-]

von Udo B. (freiheitsstern)


Angehängte Dateien:

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Heute habe ich mal am Zählerkasten alle Sicherungszu- und abgänge 
gemessen und der Testboy (berührungslos) hat mal alle drei, dann auch 
wieder nur zwei oder eine Phase angezeigt. Damit dürfte die Sache 
eindeutig auf die Tesboy ungenauigkeit zurück zu führen sein.
Anbei habe ich Fotos vom Testboy eingefügt

Viele Dank für eure nette Hilfe.

von Udo B. (freiheitsstern)


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Thomas F. schrieb:
> Fragezeichen schrieb im Beitrag #6671089:
>> Blödsinn
>
> Fragezeichen ist ein Troll. Einfach ignorieren.

Danke für den Hinweis. Und ja, da ist eigentlich jede Antwort zu viel.

von Udo B. (freiheitsstern)


Angehängte Dateien:

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Noch ein Bild von der anderen Seite der Platine. Als Antenne dient hier 
scheinbar ein Bein vom Widerstand.

von Udo B. (freiheitsstern)


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● Des I. schrieb:
> Manfred schrieb:
>> Ich bin überzeugt, dass der klassische Phasenprüfer
>> https://www.pollin.de/p/spannungspruefer-500201
>> dort etwas angezeigt hätte.
>
> Ja und der zeigt auch dort noch etwas an,
> wo es nur "feinste" Einstreuungen gibt.
>
> ...so fein, dass man die Elektronen
> vom Draht wegpusten zu können meint,
> um den stromlos zu machen  :-]

Stimmt, der hat bei mir ja auch alles richtig angezeigt, wie ich oben 
schon geschrieben hatte.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Das Teil mißt über die kapazitiven Einkoppelungen. Der Netzbrumm, wenn 
man mit einem empfindlichen Verstärker zu nahe kommt, wird hier 
ausgenutzt.

von Georg M. (g_m)


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von Thomas F. (igel)


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Eigene Erfahrung:

Ich habe seit 10 Jahren einen Peaktech 1030:

https://www.reichelt.de/spannungspruefer-90-1000-v-ac-peaktech-1030-p108680.html?&nbc=1

Der funktioniert gut und hat bei mir noch nie falsch angezeigt. Ich 
möchte ihn keinesfalls missen.

Nur die Taschenlampe an der Rückseite könnte deutlich heller sein.

Beitrag #6672005 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Andre (Gast)


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Udo B. schrieb:
> Anbei habe ich Fotos vom Testboy eingefügt

Sehr interessante Schaltung! Scheint ungefähr das hier zu sein:
https://www.avrfreaks.net/forum/non-contact-voltage-detector

Könnte es da in dieser simplen Schaltung einen Grenzfall geben, wo z.B. 
durch Oberwellen der Detektor blockiert wird?
Hast du auf L1 verdächtige Geräte, z.B. Wechselrichter, Schaltnetzteile, 
LED Beleuchtung, ...?

von Harald W. (wilhelms)


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Thomas F. schrieb:

> Nur die Taschenlampe an der Rückseite könnte deutlich heller sein.

Da alte LEDs noch einen schlechten Wirkungsgrad hatten, könnte ein
Austausch der LED gegen eine modernere die Helligkeit steigern.

von Thomas F. (igel)


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Noch ein Versuch:

Habe den Peaktech 1030 gerade hinter einem Frequenzumrichter 400V 1,5kW 
getestet: Im Bereich 10Hz - 80Hz funktioniert die Spannungsanzeige. 
Weiter ist mein FU nicht konfiguriert.

von Helge (Gast)


Angehängte Dateien:

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In dem Ding ist mehr Zeugs drin als ich erwartete. Bekannter hat sich 
einen 2€ Billigtester geholt, der erstaunlich empfindlich ist: in ca 
10mm Entfernung von spannungführendem Leiter leuchtets schon etwas. Da 
war kaum was drin, 4 Transistoren, Vogelfutter, Elko, 1 AAA-Zelle. 
Schaltung rausgezeichnet. Als Koppelkapazität durch Plastik und Luft mal 
0,1pF angenommen, analysiert.

von Udo B. (freiheitsstern)


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Andre schrieb:
> Udo B. schrieb:
>> Anbei habe ich Fotos vom Testboy eingefügt
>
> Sehr interessante Schaltung! Scheint ungefähr das hier zu sein:
> https://www.avrfreaks.net/forum/non-contact-voltage-detector
>
> Könnte es da in dieser simplen Schaltung einen Grenzfall geben, wo z.B.
> durch Oberwellen der Detektor blockiert wird?
> Hast du auf L1 verdächtige Geräte, z.B. Wechselrichter, Schaltnetzteile,
> LED Beleuchtung, ...?

Bestimmt etliche LED-Lampen, Netzteile von PCs usw. Leider alles Geräte 
mit mächtig viel Störstrahlung. Wenn Sohnemann im 1. OG sein Handy ans 
Netzteil hängt, empfängt das DAB+ Radio unten in der Küche keinen Sender 
mehr.

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