Forum: Offtopic Diapositive digitalisieren, Erfahrungen gesucht


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von Serge W. (musikfreund)


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Schönen Abend,

es gibt so Dinge, die man immer vor sich herschiebt. Es gibt immer was 
anderes, was wichtiger ist. Aber da ich im HO bin und daher mehr 
Freizeit habe, wäre die Zeit dafür da, meine alten bis neuen Diapositive 
zu digitalisieren. Problem ist, das sind mehrere Tausend Stück (und da 
sind alle schlechten Fotos ja beim Schneiden und Rahmen schon 
aussortiert worden).

Ich übertreibe nicht, ein Beispiel: Ein Diamagazin (also die Stange, die 
man in den Projektor steckt) fasst 50 Dias. 20 davon sind schon 1000...

Gibt es da eine Möglichkeit, dies weitgehend automatisch zu 
berwerkstelligen? Bei der Menge habe ich keine Lust, jedes Dia einzeln 
zu scannen, da werd ich ja nie fertig. Daher fallen die Billigscanner 
für 40€ auch weg, die Qualitiät mal außen vor gelassen.

Es gab mal eine Seite, bei der man sich Diascanner ausleihen/mieten 
konnte, welche ganze Magazine verarbeiten ohne Aufsicht. Kaufen wäre 
viel zu teuer. Finde ich aber nicht mehr.

Sorry für OT, aber ich denke hier gibt es noch den einen oder anderen 
Hobbyfotograf, der sich auskennt. Wie habt ihr das gemacht? Und welches 
Bildformat/Auflösung? Mehr als 10MB sollte ein fertig gescannt und 
nachbearbeitetes Dia nicht haben, ich glaube roh sind es 41MB pro Dia, 
aber das ist unhandlich.

Dank und Grüße,
Serge

: Bearbeitet durch User
von Gunnar F. (gufi36)


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das schnellste und hochwertigste Verfahren, das ich bisher gefunden 
habe, ist Abfotografieren in einem Balgengerät mit gutem Makroobjektiv 
und "hinterblitzt". Ich habe einen guten Diascanner und der ist quälend 
langsam und einen billigen,  da ist die Software die Bremse. Also 
Abfotografieren oder beim Profi abliefern und bezahlen.

: Bearbeitet durch User
von Gunnar F. (gufi36)


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p.s. noch schneller ist Abfotografieren von der Leinwand. Aber so 
schlecht, dass die Scans halt nur als preview oder thumbnail zu 
gebrauchen sind.

von Gunnar F. (gufi36)


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p.p.s. Auflösung kommt auf die Qualität der Filme und der Fotografie an. 
5MP sollten reichen, ca 2MB aber das ist Geschmacks- und Ansichtssache.

von Matthias L. (limbachnet)


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Also, die anständigen Scanner, die ganze Magazine automatisch 
durchziehen, die kosten so ab 2000,-€, da ist der Kauf wirklich eine 
Sache, die gut überlegt sein will...

Serge W. schrieb:
> Es gab mal eine Seite, bei der man sich Diascanner ausleihen/mieten
> konnte, welche ganze Magazine verarbeiten ohne Aufsicht. Kaufen wäre
> viel zu teuer. Finde ich aber nicht mehr.

Hier wäre so ein Anbieter: https://www.mietscanner.de/ .Ist aber auch 
nicht geschenkt, 2 Wochen schlagen mit 200,-€ zu Buche - und da man 
während dieser 2 Wochen ja ab uns an auch mal was anderes machen 
muss/möchte, als den Scanner zu füttern, schafft man immer weniger als 
man zuerst denkt...

Zur Qualität des dort angebotenen Scanners: 
https://www.filmscanner.info/ReflectaDigitDia7000.html

Auf dieser Seite gibt's auch diverse weitere Testberichte, lesenswert! 
Die Seite sieht ein bisschen aus der Zeit gefallen aus, das macht die 
Tests aber nicht schlechter, finde ich. Ein Shop hängt auch dran. Da 
habe ich meinen Diascanner her (Reflecta ProScan 10T), der hat aber 
keinen Magazineinzug.

Abfotografieren, hm, vielleicht mit einer sehr guten DSLR oder 
Systemkamera und einem guten Makroobjektiv, Hobby-Equipment bringt hier 
aber keine dem ordentlichen Scanner adäquaten Ergebnisse - ich hab's 
probiert (http://limbachnet.de/scanner.htm).

: Bearbeitet durch User
von Roland E. (roland0815)


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Kommt auch auf die Dias an. Kodakcrome ist zB ziemlich übel zu scannen. 
Da muss dann viel Korrektur gemacht werden, weil die Scanner das 
meistens versauen.

von Egon D. (egon_d)


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Matthias L. schrieb:

> Abfotografieren, hm, vielleicht mit einer sehr
> guten DSLR oder Systemkamera und einem guten
> Makroobjektiv, Hobby-Equipment bringt hier aber
> keine dem ordentlichen Scanner adäquaten
> Ergebnisse - ich hab's probiert
> (http://limbachnet.de/scanner.htm).

Naja, mein Vater hat vor Jahrzehnten mal Dias durch
Abfotografieren kopiert, das ging recht brauchbar.
Die Kopien waren kaum vom Original zu unterscheiden,
wenn man beides im Wechsel in den Projektor gesteckt
hat.
Allerdings: Er hat ein ganz gutes Objektiv verwendet
(Zeiss Pancolar) und eine ganze Weile experimentiert,
bis er die optimale Konfiguration ausgeknobelt hatte.
Lichtquelle war übrigens ein Blitzgerät.

Trotzdem würde ich unterstellen, dass ein guter
Diascanner noch einen Tick besser ist als
abfotografieren mit Hausmitteln.

von Uli S. (uli12us)


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Es gab mal früher solche Vorsatz Oberflächenspiegel für die Kamera, wo 
man unbemerkt zur Seite knipsen konnte. Etwas ähnliches gabs auch was 
man vor den Diaprojektor setzen konnte, damit mans direkt 
abfotografieren konnte. Aber ob sowas heute noch irgendwo zu kriegen 
ist, weiss ich nicht. Sonst wär vielleicht
ein Makroobjektiv in die Kamera und statt dem Motiv der Diaprojektor 
eine Möglichkeit. Das Problem dürfte sein, dass man damit auf jeden Fall 
einen Beschnitt hat. Dann braucht man nur noch irgendwas, das 
regelmässig um eine Position weiterschaltet und die Kamera auslöst.

von Percy N. (vox_bovi)


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Serge W. schrieb:
> Bei der Menge habe ich keine Lust, jedes Dia einzeln zu scannen, da werd
> ich ja nie fertig. [...]
> Es gab mal eine Seite, bei der man sich Diascanner ausleihen/mieten
> konnte, welche ganze Magazine verarbeiten ohne Aufsicht. Kaufen wäre
> viel zu teuer. Finde ich aber nicht mehr.

Damit dürfte die Version "Abfotografieren" wohl von vornherein 
ausscheiden.

Alles andere wird auch aufwendig.

Btw: für 690 € VB wird bei ebay Kleinanzeigen gerade ein reflecta 
digitDia 5000 angeboten. Wenn Du ihn hinterher weiterverkaufst ...

: Bearbeitet durch User
von Knut _. (_knut_)


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Wir sind doch hier auf mikrocontroller.net.
Da löst man das so:
https://d.tube/#!/v/luki10000/QmPQuWDequutYTfuywaJ3aM4DaoadrSNuG4w4Z18UUrqi6

von Robert K. (Firma: Zombieland) (rko)


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Serge W. schrieb:
> Gibt es da eine Möglichkeit, dies weitgehend automatisch zu
> berwerkstelligen? Bei der Menge habe ich keine Lust, jedes Dia einzeln
> zu scannen, da werd ich ja nie fertig. Daher fallen die Billigscanner
> für 40€ auch weg, die Qualitiät mal außen vor gelassen.
> Es gab mal eine Seite, bei der man sich Diascanner ausleihen/mieten
> konnte, welche ganze Magazine verarbeiten ohne Aufsicht. Kaufen wäre
> viel zu teuer. Finde ich aber nicht mehr.
da hast Du die Lösung Deines Problems:
Ebay-Artikel Nr. 222305918032

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Robert K. schrieb:
> Serge W. schrieb:
>> Gibt es da eine Möglichkeit, dies weitgehend automatisch zu
>> berwerkstelligen? Bei der Menge habe ich keine Lust, jedes Dia einzeln
>> zu scannen, da werd ich ja nie fertig. Daher fallen die Billigscanner
>> für 40€ auch weg, die Qualitiät mal außen vor gelassen.
>> Es gab mal eine Seite, bei der man sich Diascanner ausleihen/mieten
>> konnte, welche ganze Magazine verarbeiten ohne Aufsicht. Kaufen wäre
>> viel zu teuer. Finde ich aber nicht mehr.
> da hast Du die Lösung Deines Problems:
> Ebay-Artikel Nr. 222305918032

Dann aber eher den da:

Ebay-Artikel Nr. 223461051300

Ist günstiger und der Nachfolger mit höherer Auflösung.

von Serge W. (musikfreund)


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Matthias L. schrieb:
> Abfotografieren, hm, vielleicht mit einer sehr guten DSLR oder
> Systemkamera und einem guten Makroobjektiv, Hobby-Equipment bringt hier
> aber keine dem ordentlichen Scanner adäquaten Ergebnisse - ich hab's
> probiert (http://limbachnet.de/scanner.htm).

Sehr interessant, Danke für die Tipps (auch allen anderen die 
geantwortet haben!) Auf die Idee mit einer Vollspektrumlampe bin ich 
nicht gekommen, ich war in Gedanken noch dabei, meinem Prokektor eine 
schwächere "Birne" einzusetzen. Is nix spezielles, 24V 150W GY6,35. 
Allerdings sind normale Halogenlampen kleinerer Leistung nicht geeinget, 
da der Faden nicht im Brennpunkt sitzt und -wie Du schriebst- das Licht 
doch sehr rothaltig ist.

Uli S. schrieb:
> Etwas ähnliches gabs auch was
> man vor den Diaprojektor setzen konnte, damit mans direkt
> abfotografieren konnte.

Ich weiß was Du meinst. Gab es eine Weile um Super8 mit einer 
Videokamera abzufilmen, immerhin besser als von der Leinwand.

Roland E. schrieb:
> Kommt auch auf die Dias an. Kodakcrome ist zB ziemlich übel zu scannen.
> Da muss dann viel Korrektur gemacht werden, weil die Scanner das
> meistens versauen.

Ja, den hab ich auch gerne mal verwendet. Hab sogar noch unbelichtete 
Kodachrome da, aber bringt ja nichts, wenn die keiner mehr entwickeln 
kann.

Generell habe ich meist die Filme verwendet, die gerade "da" waren bzw. 
vor Ort erhältich. Daher gibt es bei den Dias auch erhebliche 
Unterschiede in der Qualität, aber das sieht man ja erst nach dem 
Urlaub/der Entwicklung.

Tipps sind weiter willkommen, Danke euch aber schonmal. Finde es toll, 
dass dieses Forum so ein enorm breites Themengebiet abdeckt ;)

Nur die Bewertungen gehen bei mir noch nicht wieder, ich seh nur Punkte.
Also ein virtuelles +1 an euch alle!

Grüße, Serge

von Serge W. (musikfreund)


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Serge W. schrieb:
> Is nix spezielles, 24V 150W GY6,35.
> Allerdings sind normale Halogenlampen kleinerer Leistung nicht geeinget,
> da der Faden nicht im Brennpunkt sitzt und -wie Du schriebst- das Licht
> doch sehr rothaltig ist.

Ach so, das war für die Methode gedacht, bei der sich Projektor und 
Kamera direkt gegenüberstehen und man ein Blatt Pergament o.ä. 
dazwischen installiert. Dann sind die Bilder zwar spiegelverkehrt, aber 
das lässt sich ja leicht beheben.

Nur wären dafür die 150W des Projektors zu stark, will ja meine DSLR 
nicht grillen :/ Ok, man könnte mit weißen COB-LEDs experimentieren, da 
sollten 5 bis 10W reichen. Zumindest bei den billigen Video"beamern" 
funktioniert das.

von Percy N. (vox_bovi)


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Warum schreibst Du, dass Du eine unbeaufsichtigte Serienverarbeitung 
anstrebst, wenn Du letztlich doch einzelne Repros ziehen willst?

von Falk B. (falk)


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Es gibt Serviceanbieter zum Dias Scannen. Was die taugen weiß ich nicht, 
kostenlos ist es auch nicht.

von Serge W. (musikfreund)


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Percy N. schrieb:
> Warum schreibst Du, dass Du eine unbeaufsichtigte Serienverarbeitung
> anstrebst, wenn Du letztlich doch einzelne Repros ziehen willst?

Das erste wäre natürlich optimal, aber eben auch teuer. Daher ich bin 
auch Alternativen gegenüber aufgeschlossen. Abfotografieren dauert ja 
nicht lange, ich meinte mit einzeln eben nicht: Dia entnehmen, in den 
Scanner legen, 5min warten, Dia wieder zurück ins Magazin. Das ganze 
dann mal xTausend :/ Verstehst du?

Falk B. schrieb:
> Es gibt Serviceanbieter zum Dias Scannen. Was die taugen weiß ich nicht,
> kostenlos ist es auch nicht.

Ja, aber diese Dias sind Unikate der letzten 40 Jahre und das verschicke 
ich nur ungerne. Wobei ich müsste die Menge eher selbst anliefern ;)

: Bearbeitet durch User
von Serge W. (musikfreund)


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Falk B. schrieb:
> Was die taugen weiß ich nicht,
> kostenlos ist es auch nicht.

Für kurze Zeit war es möglich, bei der Entwicklung anzugeben, dass man 
die Bilder zusätzlich im Photo-CD Format haben möchte. War mal in den 
90ern so eine Aktion von Kodak und die Bilder waren erstaunlich gut.

Gibt es heute vereinzelt noch für klassische Farbnegativ-Filme. Da kann 
man Papierabzüge und CD (heute im jpg Format) bestellen. Wobei dann auch 
de Fotos drauf sind, die nichts geworden sind.

Bringt mir aber alles nichts.

Die bei Ebay erwähnten Scanner machen einen guten Eindruck. Vielleicht 
wirklich einen kaufen und wieder verkaufen. Das hab ich auch mal für 
U-matic Bänder gemacht und für den Rekorder nachher sogar mehr bekommen 
als ich bezahlt habe.

Ist eben Glückssache. Ich experimentiere jetzt ein wenig und werde 
berichten.

Grüße, Serge

von Percy N. (vox_bovi)


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Serge W. schrieb:
> Das erste wäre natürlich optimal, aber eben auch teuer. Daher ich bin
> auch Alternativen gegenüber aufgeschlossen. Abfotografieren dauert ja
> nicht lange, ich meinte mit einzeln eben nicht: Dia entnehmen, in den
> Scanner legen, 5min warten, Dia wieder zurück ins Magazin. Das ganze
> dann mal xTausend :/ Verstehst du?

Das verstehe ich sehr wohl, aber einzelne Dias reprografieren erfordert 
eben auch ständige Aufsicht und stupide rein mechanische Tätigkeit. Der 
Unterschied zum einzelnen Scannen besteht kediglich darin, dass es etwas 
schneller geht und Du virtuell mehr zu tun hast, sodass eher Stress als 
Langeweile aufkommt.
Das Ganze ist ungefähr so prickelnd wie das Formatieren mehrerer 
Schachteln Disketten, falls Du Dich erinnern magst. Und ja, ich weiß, 
wovon ich rede.

Je nachdem, was Dir Deine Zeit und Deine seelische Gelassenheit wert 
sind, magst Du vielleicht auch einen Lohnauftrag in Betracht ziehen. Bei 
dem von Dir genannten Volumen nimmt zB mediafix.de € 0.07 pro Dia. 
Berechne, was Dich das kosten würde (nota bene in angeblich excellenter 
Qualität), und vergleiche mit Deinem persönlichen Aufwand an Zeit ind 
Mühe bei einem Durchsatz von vielleicht 40 Dias pro Stunde. Ja, Du 
kannst auch alle zehn Sekunden ein Dia abfotografieren,  aber nicht 
stundenlang ...

Falls Du trotz allem mit der DSLR reprografieren möchtest, solltest Du 
auf geeignetes Equipment achten; ein Diaprojektor ist nahezu die 
schlechteste Wahl, sofern Du nicht die Mlöglichkeit hast, das Objektiv 
abzublenden.

Und eines wirst Du auch bald bemerken: Deine Dias sind so verstaubt, wie 
Du nie gedacht hättest. Es ist ein alter Irrglaube, dass Dias Staub 
anziehen; tatsächlich produzieren sie ihn und geben ihn zögerlich an die 
Umwelt ab.

: Bearbeitet durch User
von Serge W. (musikfreund)


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Percy N. schrieb:
> Je nachdem, was Dir Deine Zeit und Deine seelische Gelassenheit wert
> sind, magst Du vielleicht auch einen Lohnauftrag in Betracht ziehen. Bei
> dem von Dir genannten Volumen nimmt zB mediafix.de € 0.07 pro Dia.
> Berechne, was Dich das kosten würde (nota bene in angeblich excellenter
> Qualität), und vergleiche mit Deinem persönlichen Aufwand an Zeit ind
> Mühe bei einem Durchsatz von vielleicht 40 Dias pro Stunde. Ja, Du
> kannst auch alle zehn Sekunden ein Dia abfotografieren,  aber nicht
> stundenlang ...

Danke Dir, genau so meinte ich es. Die genannten 7ct pro Dia sind ein 
fairer Preis, wenn die Qualität stimmt. Also 70.-€ pro 1000 Stück, das 
wäre eine sehr gute Lösung, wenn man die eingesparte Lebenszeit 
vergleicht.

Werd ich mir auf jeden Fall näher ansehen.

Grüße, Serge

von Robert K. (Firma: Zombieland) (rko)


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Percy N. schrieb:
> Berechne, was Dich das kosten würde (nota bene in angeblich excellenter
> Qualität), und vergleiche mit Deinem persönlichen Aufwand an Zeit ind
> Mühe bei einem Durchsatz von vielleicht 40 Dias pro Stunde.
er will doch unbedingt die Sparlösung.

> Ja, Du
> kannst auch alle zehn Sekunden ein Dia abfotografieren,  aber nicht
> stundenlang ...
doch, Deine DSLR wird ja wohl noch einen Timer/Selbstauslöser für 
Serienfotos haben?

> Falls Du trotz allem mit der DSLR reprografieren möchtest, solltest Du
> auf geeignetes Equipment achten; ein Diaprojektor ist nahezu die
> schlechteste Wahl, sofern Du nicht die Mlöglichkeit hast, das Objektiv
> abzublenden.
falsch ein Diaprojektor ist die beste Wahl und nur so geht das 
automatisch.
Irgendwo gibt es im Netz eine Anleitung dazu, da wird das Objektiv des 
Diaprojektors entfernt und durch ein Balgengerät+DSLR ersetzt.
So kann man es natürlich machen, wenn man sich die 169 Euro für die 
Miete sparen will und viel Zeit zum Fuckeln hat - wobei es dann wegen 
Balgengerät + Projektor von den Kosten aufs Gleiche rauskommt.

von Percy N. (vox_bovi)


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Robert K. schrieb:
> falsch ein Diaprojektor ist die beste Wahl und nur so geht das
> automatisch.
Wenn die Lampe korrekt justiert ist (bei besseren Projektoren geht das 
immerhin), der Kondensor vernünftig ausgelegt ist (eher selten) und das 
Objektiv eines der besseren ist (so gut wie nie; regelmäßig irgend 
welche Flaschenböden)
> Irgendwo gibt es im Netz eine Anleitung dazu, da wird das Objektiv des
> Diaprojektors entfernt und durch ein Balgengerät+DSLR ersetzt.
Ja, prima, da hat man nur noch mit der bescheidenen Ausleuchtung und dem 
krummen Kondensor zu kämpfen.

von Robert K. (Firma: Zombieland) (rko)


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Percy N. schrieb:
> Wenn die Lampe korrekt justiert ist (bei besseren Projektoren geht das
> immerhin), der Kondensor vernünftig ausgelegt ist (eher selten) und das
> Objektiv eines der besseren ist (so gut wie nie; regelmäßig irgend
> welche Flaschenböden)
ich sagte ja, daß es eine elende Fuckellösung wird.

>> Irgendwo gibt es im Netz eine Anleitung dazu, da wird das Objektiv des
>> Diaprojektors entfernt und durch ein Balgengerät+DSLR ersetzt.
> Ja, prima, da hat man nur noch mit der bescheidenen Ausleuchtung und dem
> krummen Kondensor zu kämpfen.
Die Ausleuchtung macht die Halogenleuchte des Diaprojektors und die 
reicht aus.
Ansonsten läuft das Ganze eben nur mit Balgengerät und nicht ohne ... 
dann wird es nämlich noch komplizierter.

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Percy N. schrieb:
> Bei dem von Dir genannten Volumen nimmt zB mediafix.de € 0.07 pro Dia.
> Berechne, was Dich das kosten würde (nota bene in angeblich excellenter
> Qualität)

DAS Angebot werde ich mir näher ansehen. Habe selber noch diverse Dias.

> Und eines wirst Du auch bald bemerken: Deine Dias sind so verstaubt, wie
> Du nie gedacht hättest. Es ist ein alter Irrglaube, dass Dias Staub
> anziehen; tatsächlich produzieren sie ihn und geben ihn zögerlich an die
> Umwelt ab.

Sollte man tatsächlich vermuten, aber WIE produzieren Dias Staub?

Das nur nebenbei, ich muss also die Dias entstauben, bevor ich sie 
einschicke, oder wirft mediafix.de den ultimativen Diastaubsauger an, 
bevor die Dias gescannt werden?

von Percy N. (vox_bovi)


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Rainer Z. schrieb:
> Das nur nebenbei, ich muss also die Dias entstauben, bevor ich sie
> einschicke, oder wirft mediafix.de den ultimativen Diastaubsauger an,
> bevor die Dias gescannt werden?

Die bieten wohl auch eine Reinigung an, aber die Preise habe ich nicht 
eruiert.

von Matthias L. (limbachnet)


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Zum Thema Staub: Den MÜSSEN die Dias selbst produzieren, der 
materialisiert nämlich direkt beim Scannen aus dem Nichts direkt auf dem 
Dia - jedenfalls kommt es mir so vor. Trotz Reinigung hast du IMMER 
irgendwas im Bild, was da nicht hingehört.

Deshalb machen die besseren Diascanner auch einen zusätzlichen 
Infrarot-Scan, aus dem (ebenfalls bessere) Scansoftware sehr präzise 
Bearbeitungsmasken generiert, mit deren Hilfe die Fusselchen automatisch 
retuschiert werden. Das funktioniert in der Praxis sehr gut, kostet aber 
wieder einige zusätzliche Sekunden pro Scanvorgang. Trotzdem - ist eine 
riesengroße Hilfe! Ich habe meine paar abfotografierten Diafilme 
nachträglich manuell nachgehübscht, das ist eine üble Fleißarbeit, 
schlimmer als das Füttern des Scanners.

Ich gehe daher davon aus, dass die Profis lediglich einen Staubschleier 
auf den Dias mit irgendeinem Feuchttuch abwischen (Abblasen bringt IMHO 
nix, das Zeug hält sich fest), die Fusselfreiheit der Scans aber 
elektronisch per automatischer IR-Retusche herstellen.

Hoffentlich. Weil - wenn da Fusseln sichtbar mitgescant wurden, dann 
sind die da und dann bleiben die da, bis auf vielleicht 20 "goldene" 
Fotos, die man unbedingt manuell richtig hübsch hinbasteln möchte. Die 
manuelle Retusche ist (wie oben schon geschrieben) extrem lästig, und 
die automatisch geht ja nachträglich nicht mehr, weil man den 
Infarot-Scan nicht nachholen kann.

Deshalb bin ich auch skeptisch, was die Scan-Dienste angeht; sie 
schreiben zwar alle, dass sie supertolle Scans abliefern täten, aber was 
sie im Detail tun, das steht da nicht - jedenfalls hab ich noch nix 
gefunden...

von Percy N. (vox_bovi)


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Matthias L. schrieb:
> Ich gehe daher davon aus, dass die Profis lediglich einen Staubschleier
> auf den Dias mit irgendeinem Feuchttuch abwischen (Abblasen bringt IMHO
> nix, das Zeug hält sich fest), die Fusselfreiheit der Scans aber
> elektronisch per automatischer IR-Retusche herstellen.

Mediafix schreibt etwas von "Nassreinigung" oder so. Was das tB für Dias 
in Glasrahmen bedeuten soll, wird man wohl raten müssen.

Matthias L. schrieb:
> Deshalb bin ich auch skeptisch, was die Scan-Dienste angeht; sie
> schreiben zwar alle, dass sie supertolle Scans abliefern täten, aber was
> sie im Detail tun, das steht da nicht - jedenfalls hab ich noch nix
> gefunden...

Man könnte ja zunächst einen Versuchsballon starten, wobei es dann auch 
egal ist, dass die einzelnen Scans dann etwas teurer sind.

Immerhin bieten diese Leute auch Scans von Großformatdias mit 
professionellen Scannern von Hasselblad an (allerdings nicht für 7 ct 
...). Die werden vermutlich wissen, was sie tun. Btw: 135 ist das 
einzige wirklich wohlfeile Format, 126 ist schon vergleichsweise 
unverschämt,  ebenso 110.

: Bearbeitet durch User
von Peter D. (peda)


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Matthias L. schrieb:
> Zum Thema Staub: Den MÜSSEN die Dias selbst produzieren, der
> materialisiert nämlich direkt beim Scannen aus dem Nichts direkt auf dem
> Dia - jedenfalls kommt es mir so vor. Trotz Reinigung hast du IMMER
> irgendwas im Bild, was da nicht hingehört.

Das Problem hattest Du bei Negativen auch. Die Erstabzüge waren 
qualitativ immer die besten. Hat man Bilder nachbestellt, war da 
eigentlich immer Dreck drauf. Schnell hatte man danach auch bleibende 
Kratzer auf den Negativen.

von Serge W. (musikfreund)


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Moin zusammen,

wie immer Danke für die Antworten! Falls ihr keine positive Bewertung 
bekommen habt, ich kann nichts dafür, ich sehe die Bew. nicht. Weiterhin 
nur Punkte... :/

Habe gestern Abend mal ein paar Magazine aus verschiedenen Dekaden 
angeschaut, aber der Unterschied ist enorm von Film zu Film. Manche 
Bilder fangen schon an, sich aufzulösen (schwarze Punkte oder gar 
Löcher, zum Glück selten). Wahnsinn ist der Unterschied zwischen 
Billigfilm ausm Urlaubsort und Kodachrome! Vielleicht zeige ich die 
Bilder unbearbeitet mal hier, muss nur die Personen unkenntlich machen.

Andererseits haben die Dias viele Orte, Gebäude und Personen überlebt, 
die es lange nicht mehr gibt. Und vieles, was ich schon vergessen hatte. 
Meine Frau war mal jung, genau wie ich...

Zum Projektor nochmal, da hab ich gestern falsch geschrieben. Die Lampe 
lässt sich justieren, dafür ist ein Spezaldia dabei gewesen damals. 
Allerdings hat sie 250W, die 150W sind in "Sparschaltung", das kann man 
am Projektor umschalten ob man 150 oder 250W möchte. Bei 150W hält die 
Lampe eben länger. Auch hat der Projektor Autofokus und eine 
Kabelfernbedienung.

Aber von der Leinwand abfotografieren taugt wenig. Höchstens um hier den 
Vergleich zwischen NoName und Kodachrome zu zeigen. Das hat mich echt 
verblüfft.

Grüße, Serge

von Mohandes H. (Firma: مهندس) (mohandes)


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Serge W. schrieb:
> von der Leinwand abfotografieren taugt wenig.

Hallo Serge,

von der Leinwand abknipsen hatte ich auch schon überlegt, scheint also 
wenig zu taugen.

Ich habe auch Bilder, Negative und Dias aus x Dekaden. In 6x6 und 
Kleinbild. Die Dias sind noch gut, bei den Negativen ändern sich die 
Farben inzwischen. Wenn ich denke, was heute so mit Handykamera an 
Massen produziert wird.

Am besten sind meine s/w-Aufnahmen, alle selber entwickelt und 
vergrößert (das wollte ich schon immer mal wieder anfangen). Farbe war 
mir zu kompliziert wegen der Temperaturen der Bäder usw. Schon damals 
habe ich nur Vergrößerungen 18x24 oder größer (bis Poster) gemacht und 
dann nur die richtig guten Photos.

Das ist auch das Stichwort: Klasse statt Masse! Wer schaut sich jemals 
diesen vielen Bilder an. Ich würde von allen Bildern einen Thumbnail 
machen (früher Kontaktabzug), dann nur die allerbesten aussuchen und die 
dann sorgfältig digitalisieren.

Auf Dauer überleben auf Papier gemachte Bilder eh am längsten. Was habe 
ich für Bilder verloren weil HD defekt, Handy weg, o.ä. Meine guten 
Vergrößerungen hingegen haben Bestand.

Grüße, Mohandes

: Bearbeitet durch User
von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Mohandes H. schrieb:
> Auf Dauer überleben auf Papier gemachte Bilder eh am längsten. Was habe
> ich für Bilder verloren weil HD defekt, Handy weg, o.ä. Meine guten
> Vergrößerungen hingegen haben Bestand.

Da kannst Du Recht behalten!

Mit alten Daten, seien es Bilder, seien es Dokumente, verfahre ich seit 
fast 30 Jahren schon so, dass sie regelmäßig kopiert werden. Das 
bedeutet: Zuerst wurden Sicherungen von Dateien auf Disketten gemacht 
(wer erinnert sich noch?), dann auf CD's, heute auf SD-Karten.

Die Disketten sind längst entsorgt, viele CD's nicht mehr lesbar.

Die Daten blieben erhalten, sind wie gesagt nun auf SD-Cards. Diese 
speichern inzwischen derart viel, dass mein ganzes gespeichertes Leben 
auf eine günstige SD-Card passt. Und kopieren geht schnell.

Man muss halt mitdenken. War schon erstaunt, wie schnell eine CD 
unbrauchbar wird. Die sind alle entsorgt.

von Serge W. (musikfreund)


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Mohandes H. schrieb:
> Das ist auch das Stichwort: Klasse statt Masse! Wer schaut sich jemals
> diesen vielen Bilder an. Ich würde von allen Bildern einen Thumbnail
> machen (früher Kontaktabzug), dann nur die allerbesten aussuchen und die
> dann sorgfältig digitalisieren.

Hi, Danke für die Antwort!

Selber entwickelt habe ich nie. Stimmt, es gab auch mal SW-Diafilme, da 
hab ich ein paar wenige von Ilford. Sehr detailreich trotz grobem Korn.

Die schlechten Bilder habe ich damals schon beim Schneiden und Rahmen 
aussortiert. Sind also alle wichtig, ok Geburt und erste Schritte meiner 
Kinder oder die eigene Hochzeitsfeier sind wohl wichtiger als 
Urlaubsbilder. Ich werd wohl alle Dias digitalisieren (lassen) und dann 
nochmals ein Best-of in einem eigenen Ordner speichern. Vielleicht 
interessiert es meine Nachkommen mal, oder sie werfen es weg. Was schade 
wäre, aber ich bekomm es ja nicht mehr mit dann.

Klar die zweite Frage ist: Worauf speichern? Klar HDD/SSD, aber mit den 
Jahren muss man immer mehr umkopieren "migrieren". 18TB Festplatten gibt 
es zwar, hab gerade eine im Test, aber langfristig hab ich mir auch 
schon überlegt, die Bilder (auch gerade die neuen, digitalen) in einem 
Labor auf Papier bringen zu lassen. Die dann in ein Fotoalbum 
lichtgeschützt sollten eine Weile halten. Einen Farbdrucker habe ich 
nicht, wäre aber eh zu teuer pro Bild.

Grüße, Serge

von Cyblord -. (cyblord)


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Rainer Z. schrieb:
> it alten Daten, seien es Bilder, seien es Dokumente, verfahre ich seit
> fast 30 Jahren schon so, dass sie regelmäßig kopiert werden. Das
> bedeutet: Zuerst wurden Sicherungen von Dateien auf Disketten gemacht
> (wer erinnert sich noch?), dann auf CD's, heute auf SD-Karten.

Wichtige Daten müssen AKTIV gehalten werden. Die sind bei mir alle auf 
einem NAS mit aktuell 10 TB Speicher und gutem RAID und natürlich auch 
einem Backup.
Aber diese Werden immer mitgeführt. Auf neue Platten auf neue 
Technologie. Irgendwo nen alten Datenträger der verstaubt ist einfach 
kein Backup. SD-Karten und USB-Stick übrigens auch nicht.

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Cyblord -. schrieb:
> Wichtige Daten müssen AKTIV gehalten werden. Die sind bei mir alle auf
> einem NAS mit aktuell 10 TB Speicher und gutem RAID und natürlich auch
> einem Backup.
> Aber diese Werden immer mitgeführt. Auf neue Platten auf neue
> Technologie. Irgendwo nen alten Datenträger der verstaubt ist einfach
> kein Backup. SD-Karten und USB-Stick übrigens auch nicht.

Deine Art der Datensicherung ist echt professionell, keine Frage! Für 
meinen Privatkram wäre es oversized.

Die Schwächen von SD-Karten und USB-Sticks sind mir bekannt. Deshalb 
Mehrfachsicherungen. Wie schon mit den Disketten und CDs. Habe 
schließlich aus den defekten CDs und Disketten gelernt...

von Serge W. (musikfreund)


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Serge W. schrieb:
> 18TB Festplatten gibt
> es zwar, hab gerade eine im Test, aber langfristig hab ich mir auch
> schon überlegt, die Bilder (auch gerade die neuen, digitalen) in einem
> Labor auf Papier bringen zu lassen.

Die ist als Systemplatte drin und erstaunlich leise. Allerdings sollen 
die Platten wegen des Heliums eben täglich genutzt werden und nicht für 
Archivzwecke.

Rainer Z. schrieb:
> Habe
> schließlich aus den defekten CDs und Disketten gelernt...

Ja, ideal wäre LTO. Da denke ich schon länger drüber nach, aber mich 
stört enorm, dass die gefühlt jedes Jahr eine neue Version rausbringen 
und die älteren Bänder nicht mehr gelesen werden können. Wer denkt sich 
sowas aus? Bei einem Medium, das ausschließlich zum Archivieren gedacht 
ist?

Grüße, Serge

von Percy N. (vox_bovi)


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Rainer Z. schrieb:
> Mit alten Daten, seien es Bilder, seien es Dokumente, verfahre ich seit
> fast 30 Jahren schon so, dass sie regelmäßig kopiert werden. Das
> bedeutet: Zuerst wurden Sicherungen von Dateien auf Disketten gemacht
> (wer erinnert sich noch?), dann auf CD's, heute auf SD-Karten.
> Die Disketten sind längst entsorgt, viele CD's nicht mehr lesbar.

Mit Lochstreifen gibt es dieses Problem nicht. Dafür nehmen die recht 
viel Platz weg, und nicht für jedes Lesegerät gibt es aktuelle Treiber. 
;))

Bei den alten Dokumenten stellt sich zudem die Frage, was man damit 
will. Mit 30 Jahre alten .wks oder .doc Files sind aktuelle Programne 
regelmäßig überfordert.  Auch .tga als Bildformat ist derzeit nicht 
gerade attraktiv.

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Percy N. schrieb:
> Bei den alten Dokumenten stellt sich zudem die Frage, was man damit
> will.

DIE Frage stelle ich mir nicht mehr. Die SD-Karten haben derart viel 
Speicherplatz und doc-Dateien benötigen minimal Speicher, dass ich mir 
die Mühe des digitalen Aufräumens einfach nicht mache.

Übrigens kann mein Word (Office 2013) doc-Dateien jeder Epoche lesen. 
Mein frühestes Word war allerdings Word für Windows 1.1, dann sehr kurze 
Zeit darauf 2.0. Machen evtl. (nur) die doc-Files aus der DOS-Version 
Probleme?

von Serge W. (musikfreund)


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Percy N. schrieb:
> Bei den alten Dokumenten stellt sich zudem die Frage, was man damit
> will. Mit 30 Jahre alten .wks oder .doc Files sind aktuelle Programne
> regelmäßig überfordert.

In Nostalgie schwelgen ;)

Ich habe noch Textdateien, die ich auf einem CP/M Rechner mit "Wordstar" 
geschrieben habe. Die Formatierung des Textes ist zwar weg, aber als 
.txt kann man es noch lesen. Das war zu Zeiten, als man die Schriftart 
noch am Nadeldrucker eingestellt hat, nicht im Programm :)

von Percy N. (vox_bovi)


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Serge W. schrieb:
> ch habe noch Textdateien, die ich auf einem CP/M Rechner mit "Wordstar"
> geschrieben habe. Die Formatierung des Textes ist zwar weg, aber als
> .txt kann man es noch lesen.

Und sich beim letzten(?) Buchstaben jedes Wortes über das gesetzte MSB 
freuen ...

Schön sind auch alte  txt-Files, die komplett in "ESC-P" durchformatiert 
sind. Mit PIP auf den Epson geschoben sehen die bestimmt nett aus.

Rainer Z. schrieb:
> Übrigens kann mein Word (Office 2013) doc-Dateien jeder Epoche lesen.

Schwein gehabt; meine aktuellen Office-Suiten gehen nur bis WORD 6.0-95 
zurück; evtl WRI. WKS kannst Du vergessen.

Vielleicht sollte ich meine alte Lotus Suite nochmals installieren, 
falls das unter Win 10 überhaupt geht.

: Bearbeitet durch User
von Soul E. (souleye) Benutzerseite


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Rainer Z. schrieb:

> Die Daten blieben erhalten, sind wie gesagt nun auf SD-Cards. Diese
> speichern inzwischen derart viel, dass mein ganzes gespeichertes Leben
> auf eine günstige SD-Card passt. Und kopieren geht schnell.

Äh, nein. Nicht SD-Karten und nicht USB-Sticks aus der Grabbelkiste. 
Wenn Flash, dann SATA-SSDs von einem Hersteller, der seinen Speicher 
selber produziert. Und die hängt man einmal im Jahr an den PC und lässt 
ein Programm drüberlaufen, das alle Blöcke einmal liest. So kann der 
SSD-interne Controller seine Zellen prüfen und bei Bedarf auffrischen. 
Dann sind Deine Chancen gut, dass die Daten dort >20 Jahre erhalten 
bleiben.

Normale Festplatten eignen sich auch gut als Archivmedium. Egal ob lose 
oder im USB-Gehäuse. Auch da sollte man einmal im Jahr den Motor laufen 
lassen, ansonsten sind die pflegeleicht. Und so billig, dass man sich 
noch ein paar mehr anschaffen kann, die man dann bei der Oma, in der 
Firma und im Bankschließfach verteilt. Gerne auch mit Truecrypt 
verschlüsselt. Denn die beste Kopie bringt nichts, wenn sie zusammen mit 
dem Original im gleichen Haus abbrennt.

von Mohandes H. (Firma: مهندس) (mohandes)


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Serge W. schrieb:
> Textdateien, die ich auf einem CP/M Rechner mit "Wordstar" geschrieben

Mit CPM habe ich auch damals angefangen. Heute würde sich das keiner 
antun, damals war das HighTech. Disketten gab es noch nicht, ging über 
Cassetten. Die Wordstar-Kurzbefehle kenne ich heute noch auswendig (und 
geht schneller als mit Maus).

Textdateien sind alle verschwunden im Laufe der Zeit. Überlebt haben nur 
Ausdrucke, meistens Softwarelistings (C & Pascal). Nach dem 
Schneider-Rechner kam der 1. IBM-kompatible mit DOS. Den habe ich 
irgendwann umgebaut zum 386SX, dann DX, dann 486 ... die Festplatten 
wurden zu klein und wieder eine neue, irgendwann waren Disketten out ... 
und so sind die Daten verschwunden.

Mir fehlt vermutlich im Punkt Datensicherung die notwendige Disziplin. 
Andererseits: unser alle Lebenszeit ist begrenzt und wer soll sich all 
den 'Müll' alles irgendwann anschauen?

Deswegen versuche ich heute die besten und wichtigsten Dokumente am 
Leben zu erhalten. Ich habe 2 externe Festplatten.

Und zu den Photos: klar, ich vermisse viele alte. Umso mehr freue ich 
mich über die guten, wichtigen Bilder.

Serge W. schrieb:
> Ilford

Ilford war immer mein Material! Sehr feinkörnig. Ich sollte echt wieder 
anfangen selber zu vergrößern. Habe noch eine 6x6 Rolleiflex und andere 
Schätzchen. Schau Dir mal alte Bilder an (Ansel Adams) die auf Platten 
gemacht wurden (nicht geknipst!). So einen Kontrastumfang bekommt man 
digital nicht hin. Adams ist mit 2 Platten auf einen Berg geklettert um 
auf das richtige Licht zu warten. Dias haben auch einen unglaublichen 
Kontrastumfang.

Im Keller habe ich letztens ein Photo von unbekannten Vorfahren 
gefunden. Der Kleidung nach von etwa 1870! Wieviele digitale Bilder von 
heute wird es in 150 Jahren geben? Nur so meine Gedanken ...

von Mohandes H. (Firma: مهندس) (mohandes)


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Percy N. schrieb:
>> Sicherungen von Dateien auf Disketten gemacht
>> (wer erinnert sich noch?), dann auf CD's, heute auf SD-Karten.
>> Die Disketten sind längst entsorgt, viele CD's nicht mehr lesbar.
>
> Mit Lochstreifen gibt es dieses Problem nicht.

Zwischen Lochstreifen und Disketten gab es noch die düstere Ära wo Daten 
auf Cassetten gesichert wurden. Das war ziemlich unbequem, man mußte 
zeitgleich lauschen wo der richtige Pieps kam.

Zum Glück gab es danach 5 1/4 " Disketten. Eine Zeitlang waren 
ZIP-Laufwerke ganz modern, ich glaube die hatten so 100MB.

CDs sind keine brauchbare Datensicherung. Dann schon besser externe 
Festplatten (die man gelegentlich spiegelt).

von Percy N. (vox_bovi)


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Mohandes H. schrieb:
> Zum Glück gab es danach 5 1/4 " Disketten. Eine Zeitlang waren
> ZIP-Laufwerke ganz modern, ich glaube die hatten so 100MB.

Cassetten zur Datenspeicherung waren i.mer wine Behelfslösung, auch wenn 
IBM für diexerste PC-Generation angeboten hat.
Es zuvor auch 8"-Disketten, schön unhandlich, und es passte kaum etwas 
darauf,  aber man konnte sie schlecht unbemerkt verlieren. Die ersten 
5,25- Diskettenformate speicherten schlaffe 90 kB.

Irgendwo habe ich noch eine halbe Schublade voller QIC80-Bänder - 
sagenhafte 250 MB pro Stück!

Kennt eigentlich jemand noch die alten Diktiergeräte mit Magnetplatten?

von Serge W. (musikfreund)


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Mohandes H. schrieb:
> Zum Glück gab es danach 5 1/4 " Disketten. Eine Zeitlang waren
> ZIP-Laufwerke ganz modern, ich glaube die hatten so 100MB.
>
> CDs sind keine brauchbare Datensicherung. Dann schon besser externe
> Festplatten (die man gelegentlich spiegelt).

Moin,

Datasette hab ich nicht genutzt, bei mir waren es schon die 5,25" 
Disketten. Und Wordstar-Dateien oder Programmlistings waren ja nur 
wenige KB groß, wenn überhaupt.

Es gab für die Daten eine fiese Zwischenzeit, wo ich auch viel verloren 
habe. Anfang der 2000er, als Disketten aus der Mode kamen und externe 
Festplatten oder gar Flash-Speicher noch unwirtschaftlich waren für 
Privatanwender. Zu teuer, zu klein. Und selbst wenn, hatte man 
bestenfalls USB 1.1 was quälend langsam war.
Also hat man sein Geld in einen CD-Brenner investiert und die Rohlinge 
waren auch nicht gerade billig, aber es hat Verbreitung gefunden. Wobei 
ich CDs habe von 2001 die noch perfekt lesbar sind und andere, die 
Schrott sind.

Da bin ich heute dankbar für bezahlbar große HDDs oder auch BDXL als 
Zweitsicherung.

BTT: Bei den Dias bin ich inzwischen weiter und habe erste Ergebnisse. 
Poste später mal ein Vergleich der Methoden.

Grüße euch,
Serge

: Bearbeitet durch User
von Serge W. (musikfreund)


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Percy N. schrieb:
> Kennt eigentlich jemand noch die alten Diktiergeräte mit Magnetplatten?

Nur vom Sehen, aber selbst nie genutzt. Weißt du da näheres drüber?

Percy N. schrieb:
> Schön sind auch alte  txt-Files, die komplett in "ESC-P" durchformatiert
> sind. Mit PIP auf den Epson geschoben sehen die bestimmt nett aus.

Du Monster ;)

Nadeldrucker sind übrigens nach wie vor in Gebrauch, zumindest bei 
meinem Arzt für Rezepte und Krankmeldungen. Weil nur damit kann man 
Durchschläge drucken. Ja, die moderneren Ärzte haben Laserdrucker, 
brauchen aber die vielfache Menge an Sicherheitspapier wegen der 
Durchschläge.

von Serge W. (musikfreund)


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Hier noch ein Link zu einer DDR Reportage aus dem Jahr 1979, da geht es 
drum wie eine Zeitung entsteht. "Neuer Tag/Frankfurt-Oder" Ist 
sehenswert.

https://www.youtube.com/watch?v=ZHSymuK5xa4

Ab Minute 2:01 ist so ein Diktiergerät im Gebrauch zu sehen.

: Bearbeitet durch User
von Percy N. (vox_bovi)


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Serge W. schrieb:
> Nur vom Sehen, aber selbst nie genutzt. Weißt du da näheres drüber?

Benutzen musste ich die zum Glück nicht, aber die Platten habe ich 
gelegentlich in der Hand gehabt: Zeimlich dicke LPs aus braunem 
Kunststoff, versehen mit einer Rille wie bei Schellackplatten mit 
Tiefenschrift.
Aufgezeichnet wurde magnetisch; die Rille diente als Führung für den 
Magnetkopf. Das Ganze war gut für ein paar Minuten Aufzeichnung und 
furchtbar sperrig,  zumal die Dinger den Akten beigelegt werden mussten.
Man mag es nicht glauben, aber diese Steinzeittechnik war noch in den 
90er Jahren in deutschen Behörden und Gerichten im Einsatz.

Beispiel siehe hier:
https://picclick.de/Assmann-640-UNIVERSA-Magnetplattenspieler-Diktierger%C3%A4t-mit-Magnetplatten-202295232469.html

Serge W. schrieb:
> Nadeldrucker sind übrigens nach wie vor in Gebrauch, zumindest bei
> meinem Arzt für Rezepte und Krankmeldungen. Weil nur damit kann man
> Durchschläge drucken. Ja, die moderneren Ärzte haben Laserdrucker,
> brauchen aber die vielfache Menge an Sicherheitspapier wegen der
> Durchschläge.

Soweit ich mich erinnere, sind für Btm-Rezepte Durchschläge zwingend 
vorgeschrieben.
Als RAe Mahnbescheidsanträge noch auf Papier einreichen durften, waren 
auch die Durchschreibsätze grundsätzlich vorgeschrieben; auf einzelnen 
Blättern ging das nur mit spezieller sauteurer Spezialsoftware.

Durchschreibtechnik scheint alles andere als passee zu sein: Mein 
Kardiologe verwendet für seine Belehrungsprotokolle Blaupapier; und das 
Formular wird handschriftlich ausgefüllt. So muss er vorgehen, sagt er.

von Michael M. (Firma: Autotronic) (michael_metzer)


Angehängte Dateien:

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Dieses Dia habe ich gerade eben mit Tesafilm ans Fenster geklebt und 
gegen den bewölkten Himmel abfotografiert (helle weiße Wolken). Oder 
Butterbrotpapier dahinterklemmen, dann ist man wetterunabhängig. Das 
wäre dann eine sehr preisgünstige Lösung.

Ein Lichtkasten mit Milchglasscheibe ist natürlich schon Luxus. Den kann 
man auch schnell in unterschiedlichen Qualitäten selbst bauen, wobei 
Tageslicht besser ist, als LEDs.

Das Foto ist Ostern 1971 bei Oma entstanden, da gab es noch die 
verschnörkelten Fliehkraftaschenbecher zum Draufdrücken. Das Geräusch 
habe ich heute noch in den Ohren.

von Cyblord -. (cyblord)


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Michael M. schrieb:
> Dieses Dia habe ich gerade eben mit Tesafilm ans Fenster geklebt und
> gegen den bewölkten Himmel abfotografiert (helle weiße Wolken). Oder
> Butterbrotpapier dahinterklemmen, dann ist man wetterunabhängig. Das
> wäre dann eine sehr preisgünstige Lösung.

Aber so ein normaler DIA Digitalisierer kostet um die 50 EUR und dürfte 
in Sachen Komfort und Geschwindigkeit diese Methode um längen schlagen.
Vor allem wenn man wirklich mal eine Menge Dias digitalisieren will.

Abgesehen davon dass heute jeder Drogeriemarkt und jeder Fotoladen das 
Digitalisieren von DIAs gegen ein paar Euros anbietet.

von Percy N. (vox_bovi)


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Michael M. schrieb:
> da gab es noch die verschnörkelten Fliehkraftaschenbecher zum
> Draufdrücken. Das Geräusch habe ich heute noch in den Ohren.

Vor ein paar Jahren habe ich mir so ein Teil zugelegt, genau wegen des 
Geräusches. Ichvhabe das Ding aber bald entsorgt; die Reinigung ist viel 
zu aufwendig.

Cyblord -. schrieb:
> Abgesehen davon dass heute jeder Drogeriemarkt und jeder Fotoladen das
> Digitalisieren von DIAs gegen ein paar Euros anbietet.

Darf ich zusehen, wie Du mit zwanzig Magazinkästen unter dem Arm im 
hiesigen dm aufschlägst?

von Cyblord -. (cyblord)


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Percy N. schrieb:
> Darf ich zusehen, wie Du mit zwanzig Magazinkästen unter dem Arm im
> hiesigen dm aufschlägst?

Falls dieser dm Dia-Digitalisierung anbietet sollte das kein Problem 
sei. Falls nicht wäre es merkwürdig dort hin Dias zu bringen.

Aber du wirst zugeben müssen, es gibt genug Dienstleister die das 
anbieten. dm hin oder her.

: Bearbeitet durch User
von Percy N. (vox_bovi)


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Cyblord -. schrieb:
> Aber du wirst zugeben müssen, es gibt genug Dienstleister die das
> anbieten. dm hin oder her.

Klar doch, ich hatte das selbst in diesen Thread eingeführt. Und auch 
Preise genannt ...

von Cyblord -. (cyblord)


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Percy N. schrieb:
> Klar doch, ich hatte das selbst in diesen Thread eingeführt. Und auch
> Preise genannt ...

Aber dann stänkern. Unglaublich. Mit wäre sowas fremd.

von Percy N. (vox_bovi)


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Cyblord -. schrieb:
> Aber dann stänkern.
Ich bezweifele,  dass dm Magazinkästen entgegennehmen wird; und 
allfällige Preise magst Du selbst ermitteln. Mir ist lediglich 
erinnerlich, dass dort Dias digitalisiert werden, um Prints erste3lken 
zu können; ob das überhaupt als separate Diebtsleistung angeboten wird, 
ist mir nicht bekannt.

> Unglaublich. Mit wäre sowas fremd.

Das wissen wir alle!

von Georg A. (georga)


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Mohandes H. schrieb:
> Schau Dir mal alte Bilder an (Ansel Adams) die auf Platten
> gemacht wurden (nicht geknipst!). So einen Kontrastumfang bekommt man
> digital nicht hin.

Das ist nur eine Frage des professionellen Equipments... Fängt mit dem 
Datenformat an. Mit JPG wirds natürlich nix, TIFF taugt besser (16Bit 
linear, 96dB). EXR (Standardaustauschformat beim 
Filmprocessing/Compositing) hätte 16Bit Float und damit AFAIR 240dB. 
Sollte reichen, um die nächste Supernova sauber aufzulösen ;)

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Michael M. schrieb:
> Das Foto ist Ostern 1971 bei Oma entstanden, da gab es noch die
> verschnörkelten Fliehkraftaschenbecher zum Draufdrücken.

Mir fielen zuerst die Flasche Eierlikör auf (von Verpoorten? Den gibt's 
heute noch) und die andere Flasche. Kirschlikör??

Das waren Zeiten...

von Michael M. (Firma: Autotronic) (michael_metzer)


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Percy N. schrieb:
> Vor ein paar Jahren habe ich mir so ein Teil zugelegt, genau wegen des
> Geräusches. Ichvhabe das Ding aber bald entsorgt; die Reinigung ist viel
> zu aufwendig.

Allein wegen des Geräuschs hätte ich den Aschenbecher aufbewahrt und nur 
einmal im Jahr zu Weihnachten, nur zum Betätigen, auf den Tisch 
gestellt.

Auf dem Bild, das über Onkel Herbert hängt, ist auch der röhrende Hirsch 
drauf gewesen. Das hatte wohl in den 60ern und 70ern jeder zweite 
Haushalt im Wohnzimmer hängen.

Rainer Z. schrieb:
> Kirschlikör??

Natürlich Kirschlikör 🤪. Im Wohnzimmerschrank von Oma gab es sogar ein 
beleuchtetes und verspiegeltes Alkoholfach mit den "harten" Getränken. 
Beim Öffnen der Klappe wurde über einen Aus-Taster automatisch die 
Schrankinnenbeleuchtung eingeschaltet. Dann fingen die Alkoholflaschen 
an zu glitzern und zu funkeln.

von Roland E. (roland0815)


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Serge W. schrieb:
> ...
> Ja, den hab ich auch gerne mal verwendet. Hab sogar noch unbelichtete
> Kodachrome da, aber bringt ja nichts, wenn die keiner mehr entwickeln
> kann.
>

Kannst du noch verwenden, werden dann eben nur schwarzweiß (entwickelt).

von Matthias L. (limbachnet)


Angehängte Dateien:

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Ach herrje, Schleuder-Ascher, ja, mein alter Herr hatte auch einen. 
Sirrrr, schepp, schepp, schepp, schepp, flupp!

Michael M. schrieb:
> Dieses Dia habe ich gerade eben mit Tesafilm ans Fenster geklebt und
> gegen den bewölkten Himmel abfotografiert (helle weiße Wolken).

Nimm's mir bitte nicht übel, aaaaber - das hat mit einem Scan eines 
Dias, das man gerne aufhebenn/archivieren möchte nix zu tun. Als 
Q&D-Ergebnis ist das klasse geworden, keine Frage, aber wenn du Dias 
wirklich digital aufheben möchtest, dann bemerkst du die Unschärfe (der 
Weidenkätzchen-Strauß, die Fransen an der Tischdecke), die Artefakte vom 
Nachschärfen oder der JPG-Wandlung (schau dir mal die Kanten der 
diagonalen Weidenkätzchen-Zweige und die Halo um die Fransen rechts 
unten an!). Die Fusseln und Staubkörnchen. Der Farbstich ist eher KEIN 
Thema, den hast du beim Scanner auch. Zum Aufheben würdest du daran noch 
einiges an Nacharbeit leisten - und ein anständiger Scanner nimmt davon 
doch einiges ab. Und da bleibt trotzdem noch genug Fleißarbeit übrig...

Ich häng' zum Vergleich mal einen Scan an, den ich ähnlich stark 
verkleinert habe. Vergleiche mal das Unkraut da am linken Bildrand mit 
den Details im abfotografierten Dia... Nein, das ist kein Familienfoto, 
auch wenn ich ja manchmal auch ein bisschen brummelig bin. ;-)

Wie oben geschrieben - ich habe ja auch zuerst abfotografiert, aber das 
ist - auch bei größerem Aufwand - nur sehr schwer mit den Ergebnissen 
eines Scanners vergleichbar hinzubekommen.

von Percy N. (vox_bovi)


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Roland E. schrieb:
> Kannst du noch verwenden, werden dann eben nur schwarzweiß (entwickelt).

Ja, ärgerlich. C 41 lässt sich noch verarbeiten, wimre.

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Michael M. schrieb:
> Natürlich Kirschlikör 🤪. Im Wohnzimmerschrank von Oma gab es sogar ein
> beleuchtetes und verspiegeltes Alkoholfach mit den "harten" Getränken.
> Beim Öffnen der Klappe wurde über einen Aus-Taster automatisch die
> Schrankinnenbeleuchtung eingeschaltet. Dann fingen die Alkoholflaschen
> an zu glitzern und zu funkeln.

Jaaa! Das beleuchtete und verspiegelte Fach in der 
Spanplatten-Schrankwand im Wohnzimmer. So schön schrecklich. Bei meinem 
Vater wanderte der zum Geburtstag geschenkte Alk allerdings in den 
Keller, weil er nur auf Stonsdorfer stand, einem Kräuterschnaps (den er 
jedoch nicht übermäßig konsumierte).

Der Keller war zuletzt voll mit Kirschlikör, "Schwarzer Kater" und 
ähnlichem jahrealten Zeugs, das Substanzen an den Glaswänden der 
Flaschen ausfällte. Nach dem Tod meines Vaters haben ich und meine 
Mutter große Mengen Alk im Spülbecken entsorgt, später kam mir erst der 
Gedanke, ob davon wohl die Kläranlage der Gemeinde umgekippt ist?

Sorry, Serge, etwas Off Topic. Aber tolle Tipps in diesem Fred wegen der 
Dias, muss schon sagen.

von Serge W. (musikfreund)


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Rainer Z. schrieb:
> Sorry, Serge, etwas Off Topic. Aber tolle Tipps in diesem Fred wegen der
> Dias, muss schon sagen.

Moin,

es sei Dir gestattet :)
Solange alle sachlich bleiben und keiner Streit anfängt, ist etwas 
Offtopic im Offtopic erlaubt. Das typische, beleuchtete Schrankfach für 
den Alk kenne ich auch noch. Unten standen die Flaschen und darüber war 
eine Glasscheibe auf der die Sektschalen und Weinpokale standen. Und die 
Schnapsgläser, die wie ein Maßkrug aussehen, aber nur 0,02l fassten, wer 
es noch kennt.

Bin ich doch tatsächlich vorm Fernseher eingeschlafen. Ist sonst nicht 
meine Zeit zum Beiträge schreiben. Also bis morgen bzw. heute/später 
dann ;)

Grüße, Serge

von Serge W. (musikfreund)


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Aber schon erstaunlich, was alte Dias so an Erinnerungen mitbringen. 
Egal ob Wohnungseinrichtung oder mein Philips Goya, der damals noch als 
Hauptfernseher diente (wurde 1983 durch einen Grundig Stereo mit 
Videoeingang abgelöst) im Wohnzimmer oder auch, dass ich mal geraucht 
habe.

Stimmt, bis zur Geburt unserer ersten Tochter vor 23 Jahren. Da hab ich 
aufgehört damit.

Daher sind die Dias mehr als nur Fotos. Sind wichtige Dokumente längst 
vergangener Zeiten. Genauso wie meine WordStar Dateien, die ich noch 
unter CP/M geschrieben habe (siehe weiter oben). Die sind jetzt nicht 
wirklich wichtig, eher zur Unterhaltung. Bewerbungsschreiben oder die 
Hausaufgaben vom Deutschkurs damals (dauerte ein Jahr in Vollzeit).

Wer es nicht weiß, ich habe Deutsch als Zweitsprache erst relativ spät 
gelernt und selbst heute mache ich noch Fehler in der Grammatik. Kommt 
aber auch daher, dass es im Französischen kein Neutrum gibt.

Gute Nacht,
Serge

: Bearbeitet durch User
von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Serge W. schrieb:
> Wer es nicht weiß, ich habe Deutsch als Zweitsprache erst relativ spät
> gelernt und selbst heute mache ich noch Fehler in der Grammatik.

Guten Morgen Serge,

niemand - oder kaum jemand - schreibt in solch gutem und fehlerfreiem 
Deutsch wie Du, weder in diesem Forum noch anderswo. Respekt.

Wieder Off Topic, aber das musste gesagt (geschrieben) werden.

EDIT: korrigierter Grammatikfehler von mir, wer sagt's denn...

: Bearbeitet durch User
von Matthias L. (limbachnet)


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In der Tat - dein Deutsch ist um Welten besser als mein Französisch, 
obwohl ich das als Leistungskurs im Abi hatte und auch weit besser als 
vieles, was hier von Deutsch-Muttersprachlern hinterlassen wird. Damit 
meine ich jetzt nicht Tippfehler, die passieren jedem.

Alte Dateien, ja, deren (technische) Lesbarkeit ist das eine, die 
Formatierung ist ein zweites Thema. Ähnlich zu den oben erwähnten 
Wordstar- und ESC-P-Formatierten Dateien hab' ich meine Diplomarbeit auf 
C64-Disketten (Vizawrite) vorliegen. Die habe ich auch mal technisch auf 
den PC herübergerettet und kann sie im Emulator sogar öffnen. Nützt mir 
aber nix, weil ich das alte Schreibprogramm nicht mehr bedienen kann. 
Und selbst wenn ich das noch könnte, könnte ich den Inhalt nicht mehr zu 
Papier (oder zu PDF) bringen, weil die eingebetteten Steuersequenzen auf 
den damaligen 9-Nadel-Drucker zugeschnitten waren.

Drolligerweise ist da tatsächlich die finale Papierversion dauerhafter - 
die könnte ich problemlos einscannen und mit oder ohne OCR zu einer 
PDF-Datei machen, die sicherlich länger hält als ich selbst...

von Michael M. (Firma: Autotronic) (michael_metzer)


Angehängte Dateien:

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Serge W. schrieb:
> Das typische, beleuchtete Schrankfach für den Alk kenne ich auch noch.
> Unten standen die Flaschen und darüber war eine Glasscheibe auf der die
> Sektschalen und Weinpokale standen. Und die Schnapsgläser, die wie ein
> Maßkrug aussehen, aber nur 0,02l fassten, wer es noch kennt.

Nur die Glühbirne ist kaputt.

Das Foto von der Wohnzimmerbar ist nicht vom Dia abfotografiert. 🍷🍸🍹

von Michael M. (Firma: Autotronic) (michael_metzer)


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Matthias L. schrieb:
> Drolligerweise ist da tatsächlich die finale Papierversion dauerhafter -
> die könnte ich problemlos einscannen und mit oder ohne OCR zu einer
> PDF-Datei machen, die sicherlich länger hält als ich selbst...

Solange man lebt und genügend Platz hat, sollte man Dias, Fotos, CDs, 
Audiocassetten und die Briefmarkensammlung nicht gleich wegwerfen. Auch 
dann nicht, wenn alles fix und fertig eingescannt und in MP3 umgewandelt 
worden ist!

Ich habe es selbst erlebt, dass sich einige Fotodateien nicht mehr von 
der Festplatte öffnen lassen "Datei ist beschädigt"!

von Cyblord -. (cyblord)


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Michael M. schrieb:
> Ich habe es selbst erlebt, dass sich einige Fotodateien nicht mehr von
> der Festplatte öffnen lassen "Datei ist beschädigt"!

Ja auf einer Festplatte ohne Backup. Dann kann man es auch gleich lassen 
und die Datei löschen.
Aber alte Disketten, Kassetten oder CDs sind ebenfalls meistens Schrott. 
Es hilft nicht wenn man schrottige Datenträger mit einem schrottigen 
Digitalkonzept vergleicht.

: Bearbeitet durch User
von Richard H. (richard_h27)


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Matthias L. schrieb:
> In der Tat - dein Deutsch ist ...  auch weit besser als
> vieles, was hier von Deutsch-Muttersprachlern hinterlassen wird.

Serge W. schrieb:
> vom Deutschkurs damals (dauerte ein Jahr in Vollzeit)

In diesen Deutschkurs sollte man so manchen Landsmann schicken.

von Percy N. (vox_bovi)


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Richard H. schrieb:
> In diesen Deutschkurs sollte man so manchen Landsmann schicken.

Das ist ganz allgemein der Vorteil der Zugewanderten: Sie werden von 
Anfang an in weitgehend korrektem Deutsch beschult; Muttersprachler sind 
insoweit durch ihren sozialen Nahbereich vorgeschädigt.
Und auch das Deutsch, das hierzulande von manchen (zu vielen!) 
Grundschullehrern gesprochen wird, lässt Manchem die Haare zu Berge 
stehen.

von Cyblord -. (cyblord)


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Percy N. schrieb:
> Das ist ganz allgemein der Vorteil der Zugewanderten: Sie werden von
> Anfang an in weitgehend korrektem Deutsch beschult;

Ja klar, das hört man auf der Straße sofort:

"Gibsch du mich deine Jacke du Opfer sonst mach ich disch Messa!"

von Percy N. (vox_bovi)


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Cyblord -. schrieb:
> Ja klar, das hört man auf der Straße sofort:
> "Gibsch du mich deine Jacke du Opfer sonst mach ich disch Messa!"

Du erkennst sofort,  dass der Betreffende denjenigen Wortschatz, den er 
für sein weiteres Leben benötigt, bereits perfekt beherrscht.

Andere haben andere Ansprüche. Und sie können die auch verwirklichen, 
weil sie Zugang zum Bildungssystem haben.

: Bearbeitet durch User
von Cyblord -. (cyblord)


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Percy N. schrieb:
> Cyblord -. schrieb:
>> Ja klar, das hört man auf der Straße sofort:
>> "Gibsch du mich deine Jacke du Opfer sonst mach ich disch Messa!"
>
> Du erkennst sofort,  dass der Betreffende denjenigen Wortschatz, den er
> für sein weiteres Leben benötigt, bereits perfekt beherrscht.

Natürlich. Und auch von der Kommunikationstheorie her, ist das nahezu 
perfekt. Die Message kommt sauber rüber. Es bleibt wenig Zweifel was zu 
tun ist.

von Percy N. (vox_bovi)


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Cyblord -. schrieb:
> Die Message kommt sauber rüber. Es bleibt wenig Zweifel was zu tun ist.

Vermutlich. Mangels entsprechenden Umgangs fehlt mir insoweit die 
Erfahrung; da magst Du im Vorteil sein.

von Cyblord -. (cyblord)


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Percy N. schrieb:
> Cyblord -. schrieb:
>> Die Message kommt sauber rüber. Es bleibt wenig Zweifel was zu tun ist.
>
> Vermutlich. Mangels entsprechenden Umgangs fehlt mir insoweit die
> Erfahrung; da magst Du im Vorteil sein.

Willst du behaupten, das Opfer von Straßenräubern zu werden, hängt vom 
Umgang ab?

von Serge W. (musikfreund)


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Michael M. schrieb:
> Das Foto von der Wohnzimmerbar ist nicht vom Dia abfotografiert.

Genau das meinte ich, danke!

Und vielen Dank auch an die letzten Beiträge wegen meiner 
Deutschkenntnisse, sowas freut mich!

Mit einer Diplomarbeit kann ich leider nicht dienen, ich habe nie 
studiert. Als ich das Lycée abgeschlossen habe (etwa wie deutsches 
Gymnasium) habe ich Englisch und Albanisch als Fremdsprachen gehabt, 
aber kein Deutsch.
Spreche aber trotzdem beide relativ ok. Das ist noch so ein Relikt aus 
den 70er Jahren, als Frankreich mit Albanien diplomatische Beziehungen 
unterhielt.

Vorteil haben/hatten meine Kinder aufm deutschen Gymnasium, da ist ja 
Französisch oder Latein die zweite Fremdsprache neben Englisch. Ok, die 
älteste Tochter hatte Latein weil sie Medizin studieren wollte, 
letztlich ist es Jura geworden.

Perfekt sind wir alle nicht, aber wenn ich versuche gutes Deutsch zu 
schreiben, ist das ein Zeichen von Respekt gegenüber den anderen 
Forenteilnehmern. Die nehmen sich die Zeit, meinen Text zu lesen und mir 
zu helfen, also ist wohl das mindeste, dass ich mich verständlich 
ausdrücke.

Ach so, wir waren ja mal bei Diapositiven. Ich habe ein paar Versuche 
unternommen, aber bisher nicht zufriedenstellend.

Schöne Grüße,
Serge

von Michael M. (Firma: Autotronic) (michael_metzer)


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Mein Arbeitskollege hatte damals mit einem Baseballschläger eins auf die 
Rübe bekommen uns musste sein Geld rausrücken. Unter den Spätfolgen 
(Tinnitus) leidet er noch heute.

Cyblord -. schrieb:
> Es bleibt wenig Zweifel was zu tun ist.

Was hätte er denn machen sollen? Mit dem Handy die Polizei verständigen? 
Die Täter hätten ihm dann auch noch zusätzlich das Handy weggenommen!

von Percy N. (vox_bovi)


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Cyblord -. schrieb:
> Willst du behaupten, das Opfer von Straßenräubern zu werden, hängt vom
> Umgang ab?

Du meinst vermutlich "das Risiko, das Opfer ...".
Ja, zumindest teilweise.

von Cyblord -. (cyblord)


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Percy N. schrieb:
> Cyblord -. schrieb:
>> Willst du behaupten, das Opfer von Straßenräubern zu werden, hängt vom
>> Umgang ab?
>
> Du meinst vermutlich "das Risiko, das Opfer ...".
> Ja, zumindest teilweise.

Ist das nicht Victim Blaming?

von Percy N. (vox_bovi)


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Cyblord -. schrieb:
> Ist das nicht Victim Blaming?

Das ist auch bloß eine Ausrede dafür, zur falschen Zeit in der falschen 
Gesellschaft am falschen Ort gewesen zu sein.
Mit elf Jahren bin ich das einzige Mal abgezogen worden, danach wusste 
ich Bescheid. Und in meiner "wilden Zeit" habe ich mich vorwiegend mit 
Leuten herumgetrieben, die niemand bei klarem Verstand überfallen hätte.
Aber meine Klamotten wären für die meisten Ganoven eh uninteressant 
gewesen. Mit Konfektionsgröße 114 und Schuhgröße 48 2/3 kann kaum jemand 
etwas anfangen. Vermutlich war auch das ein Grund, das nie entsprechende 
Anfragen an mich gerichtet wurden.

von Richard H. (richard_h27)


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Cyblord -. schrieb:
> "Gibsch du mich deine Jacke du Opfer sonst mach ich disch Messa!"

Das sind die Enkel der Zugewanderten.

von Percy N. (vox_bovi)


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Richard H. schrieb:
> Das sind die Enkel der Zugewanderten.

Genauer: es sind die Enkel der Geduldeten, die wegen der deutschen 
Bildungsapartheid nicht am Bildungsystem teilhaben durften. Und eben 
diesen Großeltern werfen manche Politiker vor, dass sie seit 40 Jahren 
in Deutschland leben und immer noch nicht perfekt Deutsch sprechen.

von Serge W. (musikfreund)


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Ja, aber es gibt doch eine Schulpflicht. Sollte man da nicht Deutsch 
gelernt bekommen?

Ich sprech es ja auch nur als 4. Sprache (FR=Muttersprache, EN und 
Albanisch gut, Deutsch einigermaßen ok) aber wenn man will, kann man es 
lernen. Egal was Eltern/Großeltern sprechen.

von Percy N. (vox_bovi)


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Serge W. schrieb:
> Ja, aber es gibt doch eine Schulpflicht. Sollte man da nicht Deutsch
> gelernt bekommen?

Dort wird Deutsch gelehrt, ja.
Aber "damals" hatte man Angst, Geduldete zu integrieren; sie sollten 
möglichst bald repatriiert werden. Deshalb wurden sie nicht beschult.

Und genau aus der politischen Ecke, die diese Praxis damals mit Zähnen 
und Klauen über Jahre verteidigt hat, wird den Leuten heute vorgeworfen, 
in einer Parallelgesellschaft zu leben.
Ja, das mag zutreffen. Aber woran mag das jetzt wohl liegen?

: Bearbeitet durch User
von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Percy N. schrieb:
> Serge W. schrieb:
>> Ja, aber es gibt doch eine Schulpflicht. Sollte man da nicht Deutsch
>> gelernt bekommen?
>
> Dort wird Deutsch gelehrt, ja.
> Aber "damals" hatte man Angst, Geduldete zu integrieren; sie sollten
> möglichst bald repatriiert werden. Deshalb wurden sie nicht beschult.
>
> Und genau aus der politischen Ecke, die diese Praxis damals mit Zähnen
> und Klauen über Jahre verteidigt hat, wird den Leuten heute vorgeworfen,
> in einer Parallelgesellschaft zu leben.
> Ja, das mag zutreffen. Aber woran mag das jetzt wohl liegen?

Ganz richtig. Sogar Europäer aus Italien, Griechenland, Spanien, aus der 
Türkei wurden wörtlich als "Gastarbeiter" angeworben. Also bitte nur 
vorübergehend hierherkommen, um Deutschland am "Wirtschaftswunder" zu 
helfen.

Aber bloß nicht integrieren. Ich selber habe noch vor 30 Jahren quasi 
Ghettos von türkischen Staatsangehörigen in der Kleinstadt erlebt. Heute 
prägen und bereichern deren Kinder die Gesellschaft in der Kleinstadt - 
wohlbemerkt im positivsten Sinne.

Wo es mit der Integration nicht geklappt hat, sind die 
Parallelgesellschaften entstanden. Und die gleichen Schwachmaten, welche 
Deutschlands Wirtschaft billige Arbeitskräfte zuschachern wollten, 
beklagen sich heute über die Folgen der vernachlässigten Integration.

Bravo, CSU & Co.

von Serge W. (musikfreund)


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OK genug. Ich will ja nicht schimpfen, aber wenn es zu sehr in Politik 
abdriftet muss ich das.

Es geht nach wie vor um Dias und wie man diese am besten in die digitale 
Zeit herüber rettet.

Grüße, Serge

von Mohandes H. (Firma: مهندس) (mohandes)


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Michael M. schrieb:
> Das Foto ist Ostern 1971 bei Oma entstanden

Natürlich mit Eierlikör - meine Tanten waren verrückt danach. Der andere 
Zweig der Familie, 45 aus Schlesien geflohen, war ebenso verrückt nach 
Stonsdorfer Kräuterlikör. Die sprachen einen seltsamen Dialekt, den ich 
als Kind gut verstehen konnte. Hört man heute nicht mehr.

Serge W. schrieb:
> Nadeldrucker

Erinnere mich nicht daran. Ich hatte einen mit 9 Nadeln (willkommen im 
Pixel-Club). Zum Ausdruck meiner Diplomarbeit hatte ich mir einen 
24-Nadler ausgeliehen. Nadeldrucker werden aber als Nischenprodukt immer 
noch hergestellt, habe gerade nachgesehen.

Ich bin in technischen Dingen (z.B. Radios und generell analoge 
Elektronik und mechanische Sachen) schon nostalgisch veranlagt aber an 
diese Nadeldrucke denke ich ungerne. Ebenso wie diese alten TV-Kisten 
(aber, wie geschrieben, toll daß Du es schaffst so ein Gerät am Leben zu 
erhalten).

Michael M. schrieb:
> Das Foto ...

Kann man natürlich hier keine Details erkennen (Qualität). Ist für große 
Serien eher nicht geeignet, da geht einscannen schneller.

Mein Schwager hat sich einen ziemlich teuren Scanner für Dias und 
Negative gekauft, ich werde ihn am WE mal interviewen (zeitlicher 
Aufwand, Möglichkeiten, Qualität).

: Bearbeitet durch User
von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Mohandes H. schrieb:
> Der andere
> Zweig der Familie, 45 aus Schlesien geflohen, war ebenso verrückt nach
> Stonsdorfer Kräuterlikör.

Mit Schlesien hat das zu tun? Ach, das ist ja interessant für mich. Ich 
erzählte von meinem Vater, der - wenn schon Alk - nur Stonsdorfer 
mochte. Und er stammt aus Schlesien. Und nie habe ich einen Zusammenhang 
vermutet.

von Percy N. (vox_bovi)


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Rainer Z. schrieb:
> Und nie habe ich einen Zusammenhang vermutet.

Stonsdorf heißt heute Staniszów. Klingelt's?

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Percy N. schrieb:
> Stonsdorf heißt heute Staniszów. Klingelt's?

Was Du alles weißt... Dafür gibt's eine positive Bewertung. :)

Keine Sorge, soweit war ich nach Monhandes' Posting und habe bei 
Wikipedia Näheres gefunden. Vorher allerdings hatte ich keinen blassen 
Schimmer bzw. mir nie Gedanken über diese Vorliebe meines Vaters 
gemacht.

Interessanter Erkenntnisgewinn durch dieses Forum.

Weshalb ich beim Osterfeuer allerdings den Ouzo bevorzuge, bleibt ein 
Rätsel.

von Percy N. (vox_bovi)


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Michael M. schrieb:
> Dieses Dia habe ich gerade eben mit Tesafilm ans Fenster geklebt und
> gegen den bewölkten Himmel abfotografiert (helle weiße Wolken). Oder
Das geht wohl so einigermaßen, je nach Fenster.
> Butterbrotpapier dahinterklemmen, dann ist man wetterunabhängig. Das
> wäre dann eine sehr preisgünstige Lösung.
> Ein Lichtkasten mit Milchglasscheibe ist natürlich schon Luxus. Den kann
> man auch schnell in unterschiedlichen Qualitäten selbst bauen, wobei
> Tageslicht besser ist, als LEDs.
Das ist jeweils hübsch zum Betrachten, aber nicht zum Kopieren.
Man kann tatsächlich einrn fertigen Leuchtkasten verwenden, oder selbst 
einen konstruieren, aber das Dia sollte einigen Abstand zum Diffusor 
(Milchglas, Butterbrotpapier ...) haben, da sonst die Struktur des 
Diffusors die Helligkeit des Bildes moduliert.

Im Prinzip sollte irgend ein Tubus reichen, der an einer Seite eine 
Diahalterung und am snderen Ende einen Diffusor verpasst bekommt; die 
Belichtung kann auch mit einem Blitz erfolgen. Abblenden dürfte sinnvoll 
sein.

Für Einzelstücke dürfte das reichen; für Serge ist diese Methode wohl 
eher nicht geeignet.

von Serge W. (musikfreund)


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Percy N. schrieb:
> Für Einzelstücke dürfte das reichen; für Serge ist diese Methode wohl
> eher nicht geeignet.

Hallo ihr,

leider noch nichts Neues zum Thema. Sind Dinge dazwischen gekommen, aber 
ich bleibe dran.

von Daniel F. (df311)


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https://www.heise.de/ratgeber/Dias-scannen-mit-dem-Raspberry-Pi-4936945.html

nur so als idee? der durchschnittliche projektor hat einen einfachen 
taster zum weiter schalten, z.b. eine canon kamera kann man mit eine 
einfachen fernsteuerung (zwei kontakte überbrücken) auslösen.

mit einem optokoppler galvanisch getrennt, sonst halt mit transistor 
oder relais.

dazu bräuchte man nicht mal unbedingt einen raspi

: Bearbeitet durch User
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