Programmiersprache für medizinische Geräte [Endet 03.05.]

#6674841
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Welche Programmiersprachen sollten grundsätzlich für medizinischen 
Geräte gewählt werden, insbesondere wenn es um disruptive Technologien 
und revolutionäres Medizin geht?

Ich denke da an so ein Bioprinter-Roboterarm mit 
Multiphotonen-Endomikroskop, welcher die schwersten Verletzungen mit 
Knochentrümmern und Missbildungen drumherum plus Krebsgeschwüre heilen 
kann. Zwei an dem Armkopf mikrofluidisch gesteuerte Kanülen, eine für 
das Absaugen kranker Zellen und die andere Kanüle zum platzieren 
gesunder Zellen durch Tissue Engineering.

C++ ist ja eine fehleranfällige Sprache, kann also nicht die richtige 
Sprache sein, wenn der Roboterarm plötzlich zuckt und rumspinnt, seine 
Kanülen die Innereien rumkratzt und Osteoplasten aus dem Labor ins 
Nirvana schickt.

C# soll das Problem mit dem Pointer auf undefiniert oder Division durch 
Null beheben?

Oder Python?
Beitrag #6674848 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6674860 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast #6674866
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Kybernetiker X. schrieb:
> Welche Programmiersprachen sollten grundsätzlich für medizinischen
> Geräte gewählt werden, insbesondere wenn es um disruptive Technologien
> und revolutionäres Medizin geht?

Vergiss das mit der Programmiersprache, wichtiger ist eine 
Systemarchitektur die den Qualitätsanforderungen der medizintechnik 
(kein Single point of failure, safe failback state, ständige redundante 
Überprüfung Soll/Ist) garantiert.

Aber selbst der exateste Robotor baut Ausschuß:
https://de.wikipedia.org/wiki/ROBODOC#Nachteile_und_Kritikpunkte_der_Operation_mit_ROBODOC

das führt dazu, das Roboter aus dem OP-Bereich verschwinden, wenn sich 
nicht besser als der mensch sind:
http://www.maja-langsdorff.de/medrobot.htm
#6674900
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Single Point of Failure ist ein guter Begriff. Wird übernommen.

IQ130+ schrieb:
> das führt dazu, das Roboter aus dem OP-Bereich verschwinden, wenn sich
> nicht besser als der mensch sind:

Das ist aber sehr merkwürdig. Normalerweise können die Roboter präziser 
bewegen und sind überhaupt nicht grobmotorisch. Ich denke, das liegt an 
den metallischen Rumpf dieser Greifarme, die Eingeweide unempfindlich 
herumwischen und keine Roboterhaut besitzen. Ist diese aber 
implementiert, müsste das revolutionär sein.
(Firma: Torrox.de) #6674925
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Kybernetiker X. schrieb:
> C++ ist ja eine fehleranfällige Sprache, kann also nicht die richtige
> Sprache sein,

> C# soll das Problem mit dem Pointer auf undefiniert oder Division durch
> Null beheben?

Es kommt viel mehr auf die Prozesse an. Wenn Du belegen kannst, dass Du 
mit C++ mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit Software erstellen kannst, die 
die Anforderungen erfüllt, dann wirst Du eine Zulassung für Dein Produkt 
bekommen.

Wenn Du belegen kannst, dass ein von Dir geschriebene Software in einer 
von Dir nicht einsehbaren, virtuellen Maschine, alle Anforderungen 
erfüllen wird, dann bekommst Du sogar noch einen Nobelpreis in 
Informatik oben drauf! ;-)
Gast #6674936
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Kybernetiker X. schrieb:
> Ist diese aber
> implementiert, müsste das revolutionär sein.

Wenn etwas revolutionär ist, heisst es nicht, das es auch gut ist.

Das problem der Robo-schlitzer ist, das sie nach dem prinzip des 
MP3-Players werkeln (müßen). Da wird vom Arzt ein OP-Plan wie eine 
Playlist zusammengestellt und der Cyber-Schlächter rattert das Programm 
ab und prüft nicht, ob die Schnitte in diese Reihenfolge noch günstig 
sind, sondern gleich lediglich "soll ich so fräsen" mit "hab ich 
gefräst" ab.

Ein Arzt 'tastet' sich da noch behutsam an das Ziel heran.
Gast #6674950
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Joe G. schrieb:
> Software als Medizinprodukt unterliegt der Qualitätssicherung nach
> -EN ISO 13485. Die Gebrauchstauglichkeit unterliegt der
> -IEC 62366 und der ...
 > -EN IEC 62304 erfüllen. ...

Mir fehlt da noch die 60601, in der Anforderungen an die Sicherheit und 
Ergonomie gemacht werden:
https://de.wikipedia.org/wiki/EN_60601

OK, ist eher hardwarelastig und interessiert den Softwerker eher kaum

https://www.machinedesign.com/markets/medical/article/21832021/how-to-design-safe-medical-products#:~:text=For%20electrical%20medical%20devices%2C%20the,should%20not%20cause%20a%20hazard.
Gast #6674981
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IQ130+ schrieb:
> Ein Arzt 'tastet' sich da noch behutsam an das Ziel heran.

Somit wären gerade mal Testmodelle mittels KI interessant.
Wenn das alles so einfach wäre hätte der Stefan Raab auch direkt nach 
der Lehre Dich operieren können.

Manchmal ist es erschreckend wie einfach und simple die Menschen denken, 
das beweißt diese Forum immer schonungslos.
Hoffentlich werde ich von keinem hier mal operiert ? X/

Nur mal so als Vergleichsmodell, früher gab es Menschen, die sprachen 
davon die Erde sei eine Scheibe. Bei wirkt diese Ansicht so, als ob die 
Erde ein Dörfchen sei.

Ich verstehe nicht, wie sich so viele geistig unterbegrabte Menschen in 
diesem Forum verirren können, mir sei das bis heute immer noch ein 
ungelöstes Rätsel.
Gast #6674992
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politbüro5041 schrieb:
> Ich verstehe nicht, wie sich so viele geistig unterbegrabte Menschen in
> diesem Forum verirren können, mir sei das bis heute immer noch ein
> ungelöstes Rätsel.

Nun sprich einfach und frei die Gründe aus, warum Du hier enthirnt 
rumlaberst (Langeweile,Gefühl von völliger Wertlosigkeit, 
selbstbetrügerische Illusion irgendwas zu sagen zu haben, das irgendwer 
anders interessant finden könnte, defektes Fernsehgerät,...) und du hast 
das Rätsel für Dich gelöst.
#6675028
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Huhu schrieb:
> Der ist geil:
>
> https://www.youtube.com/watch?v=ttnrP29X5v0

Die Existenz dieser Roboter wusste ich bereits. Aber jetzt mal ehrlich: 
Wie und mit was wurde der programmiert?

Ich will ein paar Schritte weiterdenken: KI-gesteuerter 
Bioprinter-Roboterarm mit Multiphotonen-Endomikroskop und Mikrofluidik 
für Zellfabriken. Diese Technologien gibt es alles schon, man muss die 
nur noch verbinden.
#6675066
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Hans-Georg L. schrieb:
>
> Das gab es schon einmal ... und der Fehler lag nicht an der
> Programmiersprache.
>
> https://de.wikipedia.org/wiki/Therac-25

Wikipedia:

>> Bestrahlung mit 10 MeV Elektronen beklagte die Patientin, sie sei verbrannt 
worden

>> Die Patientin gab an, ein unangenehmes Gefühl wie bei einem Stromfluss gespürt 
zu haben. In der Folge entwickelte sich eine massive Schwellung an der bestrahlten 
Stelle sowie ein brennender Schmerz.

>> Patient Ray Cox empfand ein schmerzhaftes, elektroschockartiges Gefühl bei 
einer Bestrahlung des Rückens. Er stand auf, was unbemerkt blieb, da die Audio- 
und Videoüberwachung des Bestrahlungsraums nicht aktiv war. Das Gerät zeigte 
Unterdosis an, die Bestrahlung wurde wiederholt, während der Patient schon 
aufgestanden war, und traf ihn an der Hand.

>> Bei einer Gesichtsbestrahlung wegen Hautkrebs schrie der Patient auf und gab 
später an, einen hellen Blitz gesehen zu haben.  Die Verbrennung durch die 
Strahleneinwirkung war so stark, dass sie geruchlich wahrnehmbar war.

lol das passt gut in Zeichentrickfilmen.



Mir geht es darum, dass der Programmierer eine Sprache wählt, mit der 
man nicht so schnell fehlerhafte Codes schreiben kann. Wie zum Beispiel 
"Pointer auf Undefiniert" oder "out of memory"
Gast #6675473
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Kybernetiker X. schrieb:
> Ich will ein paar Schritte weiterdenken: KI-gesteuerter
> Bioprinter-Roboterarm mit Multiphotonen-Endomikroskop und Mikrofluidik
> für Zellfabriken. Diese Technologien gibt es alles schon, man muss die
> nur noch verbinden.

Du kommst zu spät.
Kam im TV, eine Fa. aus Sa. entwickelt übergreifende Programmierung für 
Roboter.
Hat 200 Leute in Lohn und Brot.
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