Forum: Haus & Smart Home Rj45 UP Dose Abstand zu 230V


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von Walter K. (walter_k488)


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Hallo,

mal eine Frage an die Experten, bzw. an die, die VDE Blätter nicht nur 
abheften;-)

Wie ist heute der Stand der Dinge, wenn neben 3er oder 4er UP-Steckdosen 
noch ein CAT.7 auf eine RJ45 Dose aufgelegt werden soll?
Wird die dann Integriert - also 4fach Rahmen auf 3 Steckdose + 1 RJ45 
... oder wird die RJ45 dann auf zB auf 5cm daneben als Single gesetzt?
Die Kaiser-Bohrlehre hat für solche Fälle ja einen extra Abstand 
eingebaut, so dass die IT Dose dann daneben als 1er sitzt.

Was sagt aber die Norm - bzw. wie ist es fachlich richtig?

Grüße und schonmal Danke für Eure Mühe

von Onkel Hotte (Gast)


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Walter K. schrieb:
> Wie ist heute der Stand der Dinge, wenn neben 3er oder 4er UP-Steckdosen
> noch ein CAT.7 auf eine RJ45 Dose aufgelegt werden soll?

Abstand halten ist angesagt.

> Die Kaiser-Bohrlehre hat für solche Fälle ja einen extra Abstand
> eingebaut, so dass die IT Dose dann daneben als 1er sitzt.

Eben deswegen.

von Reinhard S. (rezz)


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Onkel Hotte schrieb:
> Walter K. schrieb:
>> Wie ist heute der Stand der Dinge, wenn neben 3er oder 4er UP-Steckdosen
>> noch ein CAT.7 auf eine RJ45 Dose aufgelegt werden soll?
>
> Abstand halten ist angesagt.

Die Trennung durch Steg oder UP-Dose sollte doch reichen? Auf 
Kabeltrassen oder in Kanälen tuts die doch auch.

von H. H. (hhinz)


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Reinhard S. schrieb:
> Die Trennung durch Steg oder UP-Dose sollte doch reichen?

Natürlich.


> Auf Kabeltrassen oder in Kanälen tuts die doch auch.

Eben.

von Walter K. (walter_k488)


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Das sind aber jetzt schon komplett gegensätzliche Aussagen;-)

Dass in der Praxis oftmals nicht getrennt wird, sieht man ja immer
wieder.
Koaxkabel-Dosen werden auch nicht auf Abstand gesetzt.
Es hätte ja sein können, dass es hierzu eine Norm oder zumindest 
Empfehlung gibt...

von H. H. (hhinz)


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Walter K. schrieb:
> Es hätte ja sein können, dass es hierzu eine Norm oder zumindest
> Empfehlung gibt...

Gibt es, und dort steht nichts von 100m Abstand...

von Matthias L. (limbachnet)


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Mein Elektriker meint dazu kürzlich, dass mehr Abstand zwar immer gut 
ist, es aber völlig ausreichen würde, wenn man die Verbindungstunnel 
zwischen Elektro- und anderer Dose verschlossen belässt. Da muss man 
sich halt zurückhalten, um die nicht aus Gewohnheit aufzuknacken...

von Walter K. (walter_k488)


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Alles gut! Dann lassen wir das mal so stehen und beenden das Thema auch.

Ich dachte auch weniger an den Sicherheitsaspekt wegen der daneben 
liegenden 230V - und darauf laufen so Vorgaben wie Steg stehen lassen ja 
hinaus - sondern dachte eher, dass die möglichen 600MHz auf dem CAT.7 
ungeschirmt in der Dose etwas Respektabstand von den 50Hz des 230V 
Netzes bräuchten;-)

Vielen Dank nochmal Allen und schönen Sonntagabend

von Fragezeichen (Gast)


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Reinhard S. schrieb:

>>
>> Abstand halten ist angesagt.
>
> Die Trennung durch Steg oder UP-Dose sollte doch reichen? Auf
> Kabeltrassen oder in Kanälen tuts die doch auch.

Wie kommst Du auf diesen Blödsinn? Beleg?

von HSc (Gast)


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Ich habe keine Richtlinie oder Norm gefunden, aber wenn man sucht, gibt 
es die Antwort, das beides zusammen in einem Rahmen erlaubt ist, wenn 
die Steckdose ohne Abdeckung noch berührungssicher ist

von Reinhard S. (rezz)


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Fragezeichen schrieb:

>> Die Trennung durch Steg oder UP-Dose sollte doch reichen? Auf
>> Kabeltrassen oder in Kanälen tuts die doch auch.
>
> Wie kommst Du auf diesen Blödsinn? Beleg?

Praxis? Jeder größere Kabelkanal oder Pritsche hat dafür einen Steg, wie 
man auch bei den Herstellern sieht.

Und woher hast du deine Meinung? Laut VDE könnte VDE 0100-520 Abschnitt 
528.2 passend sein, findet man natürlich nicht im Internet.

von Jens H. (jens_h342)


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Reinhard S. schrieb:
>>> Die Trennung durch Steg oder UP-Dose sollte doch reichen? Auf
>>> Kabeltrassen oder in Kanälen tuts die doch auch.

Ja wenn du Dosen mit Plastikrahmen hast.
ansonsten :

https://www.elektropraktiker.de/ep-2000-11-943-943.pdf?eID=tx_nawsecuredl&falId=5326&hash=1c628ba03e57fdae83d499aaae8695ae

von Chris K. (kathe)


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> Nur unter der  Bedingung,  dass  nach  dem  Entfernender Abdeckung >mindestens 
noch der Stark-stromteil   auch   weiterhin   gegen   direktes >Berühren geschützt 
bleibt, ist die Verwen-dung  eines  gemeinsamen  >Abdeckrahmenszulässig.
>Bleibt  der  Starkstromteil  auch  nach  Ent-fernung  der  Abdeckung  >weiterhin 
gegendirektes  Berühren  geschützt,  erlaubt  auch sie  die  >Verwendung  einer 
gemeinsamen Abdeckung

Frage an Jens. Ist dieser Steckdoseneinsatz gegen direktes berühren 
geschützt?
https://eibhandel.de/bilder/produkte/gross/Jung-1520EINS-SCHUKO-Steckdoseneinsatz.jpg

Folgender Absatzt ergibt sich automatisch:
>Bei  der  Verwendung  zweier  ge-trennter Abdeckrahmen muss der Abstandvon 
>Dosenmitte zu Dosenmitte mindestens80  mm  betragen

Viel blah blah oft fern der realen Praxis.

Oft setzt man maximal 3er Rahmen aufrund des exorbitanten Preises für 
Rahmen >3. z.b. 3+2 ist billiger als ein 5er Rahmen

>Da früher keine berührungssicheren Instal-lationsgeräte  zur  Verfügung 
>standen,  trat die  Ausnahmeregelung  praktisch  nicht  in Kraft.
>Bei den neueren Starkstromsteck-dosen   und   Schaltern,   kann   durch
>die schraubenlose Anschlusstechnik diese For-derung erfüllt werden.

: Bearbeitet durch User
von Thomas F. (igel)


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Walter K. schrieb:
> sondern dachte eher, dass die möglichen 600MHz auf dem CAT.7
> ungeschirmt in der Dose etwas Respektabstand von den 50Hz des 230V
> Netzes bräuchten;-)

Von Kaiser gibt es extra geschirmte UP-Gerätedosen: Kaiser 1555-88
Ist aber nicht ganz billig.

von H. H. (hhinz)


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Thomas F. schrieb:
> Walter K. schrieb:
>> sondern dachte eher, dass die möglichen 600MHz auf dem CAT.7
>> ungeschirmt in der Dose etwas Respektabstand von den 50Hz des 230V
>> Netzes bräuchten;-)
>
> Von Kaiser gibt es extra geschirmte UP-Gerätedosen: Kaiser 1555-88
> Ist aber nicht ganz billig.

Und hier völlig unnötig. Wenn da keine ISDN Dosen als Netzwerkdosen 
missbraucht werden, dann gibts keine ungeschirmten 600MHz.

von H. H. (hhinz)


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Chris K. schrieb:
> Ist dieser Steckdoseneinsatz gegen direktes berühren
> geschützt?
> 
https://eibhandel.de/bilder/produkte/gross/Jung-1520EINS-SCHUKO-Steckdoseneinsatz.jpg

Ja.

von Walter K. (walter_k488)


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H. H. schrieb:
> Und hier völlig unnötig. Wenn da keine ISDN Dosen als Netzwerkdosen
> missbraucht werden, dann gibts keine ungeschirmten 600MHz.

Was aber die handwerkliche Praxis regelmäßig widerlegt!

von H. H. (hhinz)


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Walter K. schrieb:
> H. H. schrieb:
>> Und hier völlig unnötig. Wenn da keine ISDN Dosen als Netzwerkdosen
>> missbraucht werden, dann gibts keine ungeschirmten 600MHz.
>
> Was aber die handwerkliche Praxis regelmäßig widerlegt!

Dann gibts kein Geld.

von Christian W. (orikson)


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Walter K. schrieb:
> Was aber die handwerkliche Praxis regelmäßig widerlegt!

Ist das ein Fall von "Jeden Tag steht ein Depp auf", also der Handwerker 
der so etwas macht? Oder ist das eher ein Fall von "#Neuland", weil der 
Handwerker die letzten 20 Jahre hinterm Mond gewohnt hat? Eine selbst 
geschirmte RJ45 Dose oder Keystone Modul ist jetzt wirklich nichts neues 
oder besonderes und auch nicht schwer zu installieren...

von Reinhard S. (rezz)


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H. H. schrieb:
> Walter K. schrieb:
>> H. H. schrieb:
>>> Und hier völlig unnötig. Wenn da keine ISDN Dosen als Netzwerkdosen
>>> missbraucht werden, dann gibts keine ungeschirmten 600MHz.
>>
>> Was aber die handwerkliche Praxis regelmäßig widerlegt!
>
> Dann gibts kein Geld.

Cat6a UTP verlegen mit ungeschirmten Keystones ist durchaus reguläre 
Arbeit. Kabelverlegung dann natürlich mitten auf den 110% belegten 
Kabeltrassen :)

von Walter K. (walter_k488)


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Reinhard S. schrieb:
> Cat6a UTP verlegen mit ungeschirmten Keystones ist durchaus reguläre
> Arbeit. Kabelverlegung dann natürlich mitten auf den 110% belegten
> Kabeltrassen :)

Aber wenn man die Kabel auf Trassen wirft - warum nimmt man dann 
Unshielded-Twisted-Pair?
Das ist doch grober Unfug!
Der Preis kann der Grund ja nicht wirklich sein, wenn man mal zwischen 
UTP, FTP, STP oder S/FTP vergleicht

von Reinhard S. (rezz)


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Walter K. schrieb:
> Reinhard S. schrieb:
>> Cat6a UTP verlegen mit ungeschirmten Keystones ist durchaus reguläre
>> Arbeit. Kabelverlegung dann natürlich mitten auf den 110% belegten
>> Kabeltrassen :)
>
> Aber wenn man die Kabel auf Trassen wirft - warum nimmt man dann
> Unshielded-Twisted-Pair?

Kann ich dir nicht sagen, ich hab nur (mit anderen, neben meinen 
LWL-Geschichten) ausgeführt. Und ist auch schon paar Jährchen her, aber 
Cat7 gabs schon.

> Das ist doch grober Unfug!
> Der Preis kann der Grund ja nicht wirklich sein, wenn man mal zwischen
> UTP, FTP, STP oder S/FTP vergleicht

Man muss allerdings zugeben, das die Montage sehr einfach war. Kein 
Probleme mit der Schirmung, flexibles Kabel (im Vergleich zu Cat7). 
Vielleicht hat man da dann das Geld gespart.

von Walter K. (walter_k488)


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Reinhard S. schrieb:
> Man muss allerdings zugeben, das die Montage sehr einfach war. Kein
> Probleme mit der Schirmung, flexibles Kabel (im Vergleich zu Cat7).
> Vielleicht hat man da dann das Geld gespart.

Klar ... aber wenn dann in der Nähe ein paar Kabel von (alten) 
frequenzgeregelten Drehstrommaschinen liegen ... kann es lustig werden

von Reinhard S. (rezz)


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Walter K. schrieb:
> Reinhard S. schrieb:
>> Man muss allerdings zugeben, das die Montage sehr einfach war. Kein
>> Probleme mit der Schirmung, flexibles Kabel (im Vergleich zu Cat7).
>> Vielleicht hat man da dann das Geld gespart.
>
> Klar ... aber wenn dann in der Nähe ein paar Kabel von (alten)
> frequenzgeregelten Drehstrommaschinen liegen ... kann es lustig werden

Das ging durch diverse, neu eingerichtete Werkhallen durch. Ob da 
irgendwo was frequenzgeregeltes rumsteht kann ich dir aber nicht sagen.

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