Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik STM32L-Typen: Irgendwelche Besonderheiten?


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von Pepe (Gast)


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Hallo.
Auf Grund der aktuellen Versorgungslage bin ich am Überlegen in einigen 
Schaltungen STM32L4xx-Typen zu verwenden.
Derzeit setzen wir meistens F4xx oder F3xx ein.
Gibt es irgendetwas Besonderes an den L-Typen? (Außer dem 
offensichtlichen "Low-Power")
Z.B. besonders störanfällig wegen des Low-Powers?

Vielen Dank.
Pepe.

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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Pepe schrieb:
> Auf Grund der aktuellen Versorgungslage bin ich am Überlegen in einigen
> Schaltungen STM32L4xx-Typen zu verwenden.

Hast du sie denn vorrätig? Die sind nämlich auch bald alle ausverkauft 
und dann erst in einigen Monaten wieder lieferbar. Teilweise sogar erst 
in einem Jahr.

: Bearbeitet durch User
von Pepe (Gast)


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Hab ich vorrätig. Warum? Brauchst Du welche?

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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Pepe schrieb:
> Warum?

Habe ich im selben Absatz geschrieben.

Nein, ich brauche keine. Für meinen Bedarf habe ich genug F303 vorrätig.

: Bearbeitet durch User
von Pepe (Gast)


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Wenn es so weiter geht, befürchte ich, dass es nicht genügend sind, die 
ich auf Lager habe ;-)

von Bauform B. (bauformb)


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AN4616, "Migrating from STM32F401/411 lines to STM32L4 Series"
beantwortet viele Fragen, wobei "L4 Series" übertrieben ist. Die 
diversen L4-Typen unterscheiden sich genau wie diversen F4-Typen. Die F3 
sind etwas besonderes, vor allem vom Analogteil her, und den Cortex-M3 
gibt es in "L" eigentlich nicht. L3 gibt es garnicht und die L1-Typen 
finde ich veraltet und ungepflegt.

Pepe schrieb:
> Gibt es irgendetwas Besonderes an den L-Typen? (Außer dem
> offensichtlichen "Low-Power")

So offensichtlich ist das garnicht. Bei den kleineren ist die 
Stromaufnahme im normalen Betrieb nicht soo unterschiedlich. Bei hohen 
Temperaturen sind die L allerdings mindestens eine Klasse besser. 
Hauptsächlich wird durch flexiblere Konfiguration Strom gespart, z.B. 
gibt es ein halbes Dutzend Stop-Betriebsarten.

Die interne Takterzeugung und -Verteilung ist zum Ausgleich viel 
komplexer, z.B. kann ein RC-Oszillator (MSI) einen externen 32kHz-Takt 
als Referenz benutzen. Die HSI sind viel stabiler geworden, bei den 
besseren Chips reicht es für UART über den vollen Temperaturbereich.

Mit vielen neuen Möglichkeiten gibt es natürlich viele neue Bits zu 
programmieren. Das wäre ja ok, aber immer wieder trifft man Bits oder 
Register, die einfach umbenannt wurden. Das LPUART z.B. ist für den 
Benutzer ein ganz normales UART wie die alten, aber stellenweise doch 
wieder völlig anders.

> Z.B. besonders störanfällig wegen des Low-Powers?

Tja, das muss man wohl befürchten. In den Datenblättern gibt es unter 
Operating conditions -> EMC characteristics ein paar Zahlen. Danach sind 
die L4 allerdings eher robuster bei Bursts und ESD. Also tendenziell, 
gute F4-Typen sind nicht schlechter als schlechte L4. Bei den erzeugten 
Störungen ist die Tendenz viel deutlicher, halbe Taktfrequenz weniger 
Strom machen doch einen Unterschied. Zu diesen Tabellen gibt's die
AN1709, "EMC characterization of microcontrollers"

von Pepe (Gast)


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@bauformb:
Erstmal VIELEN DANK für die ausführliche Info. Die AN4616 hatte ich 
schon durchgesehen. Und für meinen Anwendungsfall keine Hürde gefunden.

Die Anwendung ist eher was Triviales. Werde den Prozessor wohl nicht zum 
Schwitzen bringen. Bisher läuft diese Anwendung in einem ATMega mit 
14MHz. Wir stellen aber schrittweise alle unsere Produkte um und jetzt 
kommen langsam auch die kleineren Themen dran.

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