Dreht sich der Wellenrührer oder dreht er sich nicht?

Gast #6687876
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Hallo,

habe eben eine ältere Mikrowelle auf dem Tisch, bei der ich prüfen 
möchte, ob sich der "Wellenrührer" (Wobbler, Sirrer) dreht. Dieser 
"Wellenrührer" hat Ähnlichkeit mit einem Lüfterrad und wird demzufolge 
durch den Luftstrom des Gebläses angetrieben. Von oben (Bild 1) könne 
man evtl. durch 3 winzige Löchlein spicken, dummerweise ist der 
Luftstrom unterbrochen, wenn der Gehäusedeckel wie im Bild entfernt ist.

Bleibt noch die Decke des Garraums (Bild 2). Hier ist eine Platte aus 
Glimmer eingezogen, die sehr empfindlich sein soll. Vorne wird selbige 
durch Kunststoffnieten gehalten.

Jemand eine Idee, wie ich hier weiter komme?

Christoph
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#6687884
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Eigentlich super simpel!
Ein schwarzer Punkt (Farbe nach eigenem Gusto) auf einen Flügel und 
anschließend die Position kontrollieren. Der Herr Edding kann dabei 
helfen.
Außer wenn Väterchen Zufall bei Dir Untermieter ist, sollte sich der 
Punk anschließend an einer anderen Stelle befinden.
Gast #6688087
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Sebastian S. schrieb:
> Eigentlich super simpel!
> Ein schwarzer Punkt (Farbe nach eigenem Gusto) auf einen Flügel ...

Das Problem ist, dass ich nicht an den Flügel rankomme und ihn auch 
nicht sehe. Oben ist das Blechgehäuse und unten ist diese Platte aus 
Glimmer eingenietet. Dazwischen ist dieser Wellenrührer.
Gast #6688226
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Der Nachfräger schrieb:
> Gegenfrage: Warum vermutest du, dass er sich nicht mehr dreht?

Weil sich mit der Zeit überall Fettsiff ablagert. Darauf dann Staub und 
dann verharzt der Dreck. Den verharzten Dreck hat man irgendwann auch in 
der Lagerung.

> Ansonsten kurz Druckluft rein

Es hat keinen Praxisbezug, wenn ich da irgendwo mit 8 bar reinblase. 
Real weht da nur ein laues Lüfter-Lüftchen, in der Größenordnung von 
paar mbar. Und bei genau dem Lüfter-Lüftchen soll sich der 
"Wellenrührer" drehen.
Gast #6688362
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Oder eine (ausgepackte) Tafel Schokolade in der Mikrowelle erwärmen.
Wenn der Stirrer nicht läuft wird diese nur im Abstand der halben 
Wellenlänge schmelzen weil sich stehende Wellen ausbilden. Wenn sie 
gleichmäßig schmilzt funktioniert der Stirrer.
Gast #6688748
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Jens M. schrieb:
> Wetten, das die Plastiknieten Spreizdübel sind?

1:0 für dich :-)

Mit zwei feinen Klingen konnte ich die Köpfe der Dübel etwas abheben und 
dann mit einem modifizierten IC-Ausziehwerkzeug rausziehen. Das 
Glimmerzeugs ist aber mehr als hochempfindlich und bricht/bröselt 
sofort.

Bin aber nur einen halben Schritt weiter. Der Wellenrührer ist wider 
Erwarten sehr sauber und zudem sehr leichtgängig gelagert (im Bild steht 
die Mikrowelle auf dem Kopf). Die Abdeckung aus Glimmer scheint aber 
zusätzlich als Luftleitblech zu dienen, denn hinten befindet sich eine 
Reihe großer Löcher. Also ohne den Deckel aus Glimmer dreht sich der 
Wellenrührer NICHT.

Die Frischluft aus dem Gebläse strömt zur Hälfte über den Trafo und die 
Elektronik und zur anderen Hälfte durch das Magnetron. Aus dem Magnetron 
dann in den Bereich, wo sich der Wellenrührer befindet, über die großen 
Löcher der Glimmerplatte dann in den Garraum und von dort nach draußen. 
Die Abwärme der Elektronik wird am Garraum vorbei geführt, 
wahrscheinlich möchte man vermeiden, dass das Futter nach Elektronik 
stinkt.
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Gast #6688790
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wendelsberg schrieb:
> Sowas reinstecken von aussen und geeignet beleuchten?

Gute Idee! Ich überlege tatsächlich, von hinten ein Loch zu bohren und 
reinzuschauen. Im Garraum ist bereits ein Licht und das müssten die 
Flügel des Wellenrührers eigentlich reflektieren.

Aber die Löcher dürfen wegen der Abschirmung eine bestimmte Größe nicht 
überschreiten. M.W. sind das 2mm. Für einen Lichtleiter würde sogar 1mm 
reichen.
Gast #6688802
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Christoph D. schrieb:
> Jemand eine Idee, wie ich hier weiter komme?

Ja, nur das reparieren was kaputt ist.
Wenn der sich nicht mehr drehen würde, würdest Du das sehr schnell 
merken.

Christoph D. schrieb:
> hinten ein Loch zu bohren und
> reinzuschauen.

Geile Idee.
Schön das Auge draupressen und die MW laufen lassen.
Wenns läuft wird das Bild langsam milchig ...
In dem Maße wie sich Deine Linse eintrübt :-)))

Dir ist aber klar, das Du die Mikrowellabdichtug damit durchlöcherst?

Ist Dir langweilig?
Reparier Dein Fahrad oder geh mit dem Hund, aber lass doch die arme MW 
in Ruhe.
#6688805
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Kombiniere die jetzt sichtbare Propellerkiste mit einem temporär 
haftenden Glimmerscheibenhalter und der Idee mit dem Markierstift:
- Punkt auf Propeller machen
- Glimmer mit Tesa anpappen
- Tür zu
- 3 Sekunden laufen lassen
- Tür auf
- Tesa entfernen
- Propellerposition prüfen

Das sollte hinreichend sicher ergeben ob der Püster den Mixer anschieben 
kann. Spätestens wenn man das zwei- oder dreimal macht.
#6688900
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Habe ich die Stelle überlesen an der TE ausführt warum er allgemein 
glaubt irgendwas an dieser Mikrowelle wäre defekt und warum es im 
speziellen der Wellenrührer wäre?

Wäre das für einen normal denken Menschen nicht die Mindestvoraussetzung 
BEVOR man Plastikdübel abhebt und über das Bohren von Löchern nachdenkt?
Ich meine, wenn das Ding versifft ist, schön und gut. Dann sollte man es 
halt putzen. Aber sonst.
Gast #6688921
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mkn schrieb:
> Dir ist aber klar, das Du die Mikrowellabdichtug damit durchlöcherst?

Dir ist klar, dass 2.4GHz-Wellen allergrößte Problem haben, durch ein 
2mm Loch zu kriechen? Ein paar mm hinter dem Loch ist Ende.

Christoph D. schrieb:
> Ich überlege tatsächlich, von hinten ein Loch zu bohren und reinzuschauen.

Überlass das einem Laserpointer. Klebe eine Mattscheibe 
(Transparentpapier) über ein Loch und leuchte durch ein anderes mit 
einem Laserpointer auf den Flügel. Bei drehendem Flügel ändert sich das 
Lichtfeld drinnen und du siehst die Schwankungen auf dem 
Transparentfenster.
Gast #6689351
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W.A. schrieb:
> Überlass das einem Laserpointer.

Habe ich sowas? Nicht dass ich wüsste ...

Aber dein Lösungsansatz hat mich auf eine ähnliche Idee gebracht:
Hinten ein 2mm Loch gebohrt, dann den Raum abgedunkelt und die 
Mikrowelle eingeschaltet. Das eingebaute Licht wird an den Flügeln 
reflektiert. Allerdings dreht sich dieser Wellenrührer sehr langsam, so 
ca. 1 Umdrehung pro Sekunde.

mkn schrieb:
> Schön das Auge draupressen und die MW laufen lassen.

Die Mikrowelle lässt das Gebläse laufen (und dreht den Wellenrührer), 
ohne dass das Magnetron aktiv ist. Du solltest deine Glaskugel mal 
wieder zur Wartung geben.

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