Gast
#6687888
Hallo, ich habe ein Verhalten, aus dem ich nicht schlau werde. Es wird ein 11 kW Motor angesteuert. Den kann man links- und rechtsherum laufen lassen. Die Anlaufzeit im Stern ist ca. 15s, weshalb der Motorschutzschalter vor dem Netzschütz eingebaut ist. Den Strom L1 kann man über ein Amperemeter ablesen. Schaltplan im Anhang. Nun habe ich folgende Situation, die sporadisch auftritt: Motor wird eingeschaltet. Anlauf im Stern, Stromstärke geht ca. 1s auf 50A und fällt dann (normales Verhalten). Dann wird nach 15s in Dreieck umgeschaltet. Die Stromstärke steigt wieder auf 50A und bleibt dort. Allerdings, der Motorschutzschalter löst nicht aus. Nach kurzer Zeit brennt dann die Vorsicherung (D, 35A) in der Hauptverteilung durch. Und zwar fast immer L1 und ganz selten L2. Der Kontakt des Haupt- und Notschalter des Schaltschranks ist angekockelt. Das taucht aber nur sporadisch auf, in anderen Fällen läuft der Motor normal. Die Leitung vom Schaltschrank zum Motor sind ca. 30m. Es liegen 2 Leitungen, jeweils 4x6qmm. Alles auf der Wand oder frei in der Luft. Der Motor hat ein Thermoschalter, der relativ feinfühlig ist. Der löst auch nicht aus. _Was ich bis jetzt gemacht habe:_ - Getestet, ob bei K2 oder K2.1 Kontakte festgebrannt sind -> nicht der Fall - Isolationsmessung der Zuleitung zum Motor -> alles in Ordnung - Motor abgeklemmt, Problem bleibt Mich wundert das der Motroschutzschalter nicht fliegt (zumindest bei drücken der Testtaste löst er aber aus). Aber offensichtlich fließt ja wirklich ein hoher Strom, sonst wäre der Hauptschalter ja nicht verkockelt. Hat jemand eine Erklärung?
