Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Suche passende Diode o.ä.


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von Max P. (max1de)


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Guten Tag liebe Gemeinde,

wie in der Überschrift beschrieben, bin ich auf der Suche nach einer 
passenden Diode ...oder evtl. was ähnliches.

Folgendes: Ich möchte mit einem "Labornetzteil" aus Übersee meine 16 
Stück Lifepo4 Batterien laden. Nun möchte ich nicht, dass in dem 
Netzteil eine Rückspannung von der Batterie fließen kann. (ob es sinnig 
ist sollte hier kein Thema sein)

Daten:
Batteriespannung: 3,2V*16Sück macht 51,2V Batteriespannung
Ladespannung: 16*3,65V 58,4V max 17A

Zur Sicherheit habe ich ein SBX2050 (50V 20A) zwischen Batterie und 
Labornetzteil eingebaut. Leider merke ich den Temperaturtest an meinem 
Finger immer noch :-(

Bin ich zu feinfühlig oder oder ist es nicht gut, die Diode mit 60V zu 
betreiben? Falls nein, welche Diode könnt ihr mir empfehlen? Oder gibt 
es bessere, geeignetere Möglichkeiten.

(Grundlagen in Elektronik beruflich vorhanden...mehr leider nicht :-(


Danke für eure Antworten
MAX

: Verschoben durch Moderator
von Sebastian R. (sebastian_r569)


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Max P. schrieb:
> Bin ich zu feinfühlig oder oder ist es nicht gut, die Diode mit 60V zu
> betreiben?

Die Spannung ist nicht das Problem.
An der Diode fallen ~0.5V ab. Bei 17A sind das 8.5W an Wärme, die die 
arme Diode verheizen muss.

Für den Fall wäre evtl. eine "ideale Diode" aus einem MOSFET mit ein 
bisschen drumherum eine Idee. Deutlich geringe Vorwärtsspannung und 
damit weniger Wärme.
Ob's da was für 60V gibt, weiß ich gerade gar nicht

von Max P. (max1de)


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Hi Sebastian,
danke für deine schnelle Antwort.

Kennt jemand ein Bausatz oder hat einen Schaltplan passend für mich? 
Nachbauen würde ich mir wohl noch zutrauen. Selber tüfteln... da habe 
ich in Mircroelektronik nicht genug aufgepasst ;-(

LG
Max

von H. H. (hhinz)


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Max P. schrieb:
> SBX2050 (50V 20A)

Für 20A braucht die zwei Kühlkörper, an jedem Anschlussdraht einen 
anlöten.

Nimm besser eine in TO-3P/TO-247/o.ä., und schraub sie auf einen 
Kühlkörper.

von Jens G. (jensig)


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Max P. schrieb:
> Bin ich zu feinfühlig oder oder ist es nicht gut, die Diode mit 60V zu
> betreiben?

Klar ist es nicht gut, eine 50V-Diode an möglichen 60V Reversespannung 
zu betreiben. Das hat aber nichts mit der produzierten Temperatur der 
Diode zu tun, sondern damit, daß diese bei ausgeschaltetem Netzteil und 
voller Akkuspannung nicht mehr unbedingt sicher sperrt, so daß dann eben 
doch einiges an Strom rückwärts ins NT rückgespeist wird, bzw. dessen 
Ausgangsspannung trotzdem hoch hält. Und das wolltest Du doch vermeiden 
...

von MaWin (Gast)


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Max P. schrieb:
> Grundlagen in Elektronik beruflich vorhanden.

Ähm  nein

Max P. schrieb:
> Ladespannung: 163,65V 58,4V max 17A
> Zur Sicherheit habe ich ein SBX2050 (50V 20A)

Wie soll eine 50V Diode eine Dpannung von 58.4V sperren ? Ok, geht meist 
gut weil es nicht so viel drüber liegt. Die Sperrspannung ist für die 
Wärmeentwicklung unrelevant, nur die Flussspannung von ca. 0.7V.

Max P. schrieb:
> SBX2050

Die schafft die 17A nicht ohne Kühlung. Leider ist keine Kühlung dran. 
Nimm eine Diode im TO220 Gehäuse wie MBR30100 und schraube sie auf einen 
Kühlkörper.

Dass der Akku nicht ganz bis auf 58.4V aufgeladen wird, ist dir 
hoffentlich klar, und auch dass eine starke Schottky Diode rückwärts 
erheblich mehr Strom durchlässt als eine normale Siliziumdiode, so im 
Bereich 1mA statt 1uA.

von Max P. (max1de)


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Hallo MaWin,

die Diode muss in Sperrichtung "nur" die Batteriespannung von ca. 51,2V 
sperren. Soll ja nicht von der Batterie in den LR fließen. Nur 
andersherum

von Max P. (max1de)


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@ an die Gemeinde!
Was haltet ihr von dieser idealen Diode?

von Christian S. (roehrenvorheizer)


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Da braucht nur eine elektrostatische Aufladung vorbei zu kommen und 
schon ist die ideale Diode nicht mehr ideal. Also besser die altmodische 
robuste Diode mit Kühlkörper verwenden, die macht wenigstens auch 
optisch etwas her. In TO220 dürfte es doch genügend Tpen geben.

mfG

von Lothar M. (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Christian S. schrieb:
> Da braucht nur eine elektrostatische Aufladung vorbei zu kommen
Ich kenne den "idealen Brückengleichrichter" LT4320. Der ist auf jeden 
Fall so robust, dass er samt den von ihm angesteuerten Mosfets 
reproduzierbar das Anschließen von 230Vac statt 18Vac überlebt und nur 
die vorgeschalteten Sicherungen auslöst...  ;-)

Wenn LT die Controller für die "ideale Diode" auch so gut hinbekommen 
hat, dann braucht es da schon mehr als nur eine statische Aufladung.

von H. H. (hhinz)


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Lothar M. schrieb:
> Wenn LT die Controller für die "ideale Diode" auch so gut hinbekommen
> hat, dann braucht es da schon mehr als nur eine statische Aufladung.

In dem vom TE gezeigten Teil hängt aber einer von Joulwatt drin.

von Joachim B. (jar)


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Max P. schrieb:
> da habe
> ich in Mircroelektronik nicht genug aufgepasst ;-(

ein guter Zeitpunkt um nachzulernen

von Bernd K. (bmk)


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Lothar M. schrieb:
> Ich kenne den "idealen Brückengleichrichter" LT4320.

Zur Information die passende Doku zu dem Teil:
http://www.linear.com/docs/43273

Sehr wichtig ist die passende Wahl der 4 MOSFETs.
Siehe letzte Seite der Doku - Punkt "Typical Application"

: Bearbeitet durch User
von Jens G. (jensig)


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H. H. schrieb:
> Lothar M. schrieb:
>> Wenn LT die Controller für die "ideale Diode" auch so gut hinbekommen
>> hat, dann braucht es da schon mehr als nur eine statische Aufladung.
>
> In dem vom TE gezeigten Teil hängt aber einer von Joulwatt drin.

Muß man das jetzt als gut oder schlecht betrachten?

von H. H. (hhinz)


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Jens G. schrieb:
> H. H. schrieb:
>> Lothar M. schrieb:
>>> Wenn LT die Controller für die "ideale Diode" auch so gut hinbekommen
>>> hat, dann braucht es da schon mehr als nur eine statische Aufladung.
>>
>> In dem vom TE gezeigten Teil hängt aber einer von Joulwatt drin.
>
> Muß man das jetzt als gut oder schlecht betrachten?

Schlecht.

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