Forum: Platinen Ausprobiert: Platinenlayout mit Fritzing


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von Christoph B. (birki2k)


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Image:guil.png

Das Programm Fritzing zur Erstellung von Schaltbildern für Steckbretter dürfte vielen Lesern ein Begriff sein. Seit einiger Zeit lassen sich mit dem Tool auch Platinenlayouts erstellen.

Der Beitrag soll dabei keine Anleitung oder Tutorial bieten, sondern eher einen kurzen Erfahrungsbericht und ersten Eindruck vermitteln, um so bei der Abschätzung helfen, ob das Programm vielleicht für das nächste Layout geeignet ist. Da sich Fritzing vor allem an Hobbynutzer und Einsteiger richtet, liegt der Fokus bei dem Test vor allem auf der Einfachheit der Bedienung der Benutzeroberfläche. Andere Funktionen wie Coding oder der eigentliche Anwendungszweck zur Verkabelung von Steckbrettern wurden dabei außen vor gelassen.

Installation und erster Eindruck

Image:gui.png

Mittlerweile lässt sich auf der Projektseite kein Installer mehr kostenfrei beziehen. Stattdessen steht der Download erst nach einer Zahlung von 8 € zur Verfügung. Da das Projekt weiterhin quelloffen ist, können Nutzer das Programm natürlich selbst kompilieren, zahlreiche Anleitungen dazu finden sich im Netz. Bei einigen Linux-Distributionen findet man die Software zusätzlich über den Paketmanager, hier ist kein Kompilieren durch den Nutzer nötig. Dieser Schritt dürfte der Problematik vieler Open-Source-Projekte geschuldet sein, die Probleme haben, an Mittel oder Helfer zu kommen. So werden die meisten Nutzer dazu gebracht, sich entweder finanziell an dem Projekt zu beteiligen oder sich zumindest kurz mit dem Projektcode auseinanderzusetzen.

Der erste Eindruck nach der Installation überrascht dann durchaus positiv, die Oberfläche ist übersichtlich gestaltet, Änderungen an der Schaltung werden konsistent zwischen Steckplatine, Schaltplan und Leiterplatte übertragen. Die farbliche Färbung der Pins in rot oder grün gibt zudem Aufschluss darüber, ob eine Verbindung zu den Leitungen besteht. Unverbundene Pins sind ein häufiges Problem mancher Schaltplaneditoren, dies ist hier gut gelöst.

Bedienung und Funktionsumfang

Image:nets.png

Direkt nach der Installation sind bereits einige Bauteile und häufig verwendete Platinen verfügbar, die in allen drei Ansichten eingefügt und verdrahtet werden können. Dies dürfte vor allem dann entgegenkommen, wenn man eine Schaltung erst mal auf dem Steckbrett testen möchte, aber für einen späteren Zeitpunkt eine Platine plant. Die Programmbedienung ist insgesamt leicht zu erlernen, beschränkt sich aber häufig auf den absolut notwendigen Funktionsumfang. Gerade für Anfänger muss das aber kein Nachteil sein, wenn man an die doch recht steilen Lernkurven umfangreicher EDA-Software denkt. Schade ist hingegen, dass ein paar Features fehlen, die man nach Nutzung professioneller Tools gewohnt ist. So werden verbundene Netze im Layout beispielsweise nur erkannt, wenn die Leitung absolut zentral auf die Padmitte trifft. Dies kann durchaus Nerven kosten, wenn beispielsweise ein Bauteil verschoben wurde. Auch sonst sind andere Programme deutlich angenehmer zu bedienen, besonders wenn es viel zu routen gibt. Für eine einzelne Platine mit wenig Netzen geht die Bedienung in Hinblick auf die Zielgruppe aber noch voll in Ordnung.

Bauteile per Texteditor bearbeiten

Image:part.png

Bauteile sind in Fritzing als *.svg-Dateien hinterlegt und lassen sich so beispielsweise mit Inkscape anlegen oder editieren. Dies ist im Vergleich zu eigenständigen Bauteileditoren allerdings umständlicher, gerade wenn man häufiger Bauteile anlegen oder editieren möchte. Vorteilhaft an dem Format ist allerdings, dass die Dateien so menschenlesbar und per Texteditor geöffnet und bearbeitet werden können. Möchte man etwa alle Paddurchmesser einer 40-poligen Stiftleiste ändern, kann dies durch die „Suchen und Ersetzen“-Funktion eines beliebigen Texteditors erfolgen. Ebenso ist auch die Bauteilerstellung per Skript denkbar, ohne dass die Einarbeitung in ein spezielles Format notwendig wäre.

Platinenfertigung und Support

Image:pcb.jpg

Das fertige Platinenlayout kann im Gerber-Format aber auch als Vektorgrafik oder PDF exportiert werden, wobei zuvor ein DRC zur Fehlervermeidung durchgeführt werden kann. Zusätzlich zu dem Export kann das Layout auch direkt gefertigt werden. Nach dem Klick auf den entsprechenden Button landet man auf der Uploadseite von AISLER. Hier kann die Fritzing-Datei hochgeladen werden. Ein eigentlich gutes Feature ist die Preisanzeige in der Layoutansicht, wobei der angezeigte Preis zum Testzeitpunkt nicht mit der Webseite von AISLER übereinstimmte.

Bei dem für den Test erstellten Layout kam es zu einem Fehler in der Projektdatei, welcher dazu führte, dass zunächst der Dateiupload nicht möglich war und später zwei Pads auf der Platine fehlten. An der Stelle ist zu sagen, dass sowohl die Gerberdaten als auch die Webseite von AISLER die Platine nach einem Update so darstellen, wie sie am Ende auch gefertigt wird. Eine Fehlerursache, wie es zu der Abweichung in der Datei selbst kam, konnte allerdings noch nicht gefunden werden. Dafür gab es neben AISLER auch flotten Support durch Fritzing selbst. Hierzu gibt es neben dem für Anfragen empfohlenen Forum auch eine Support-Mailadresse, was man von einem Open Source Projekt nicht unbedingt erwarten kann.

Fazit

Fritzing zeigt einige interessante Ansätze und ermöglicht nicht nur bei der Verdrahtung von Steckbrettern eine intuitive Nutzung ohne viel Einarbeitung. Man erkennt dem Programm selbst und vor allem auch den verfügbaren Bibliotheken die Liebe zum Detail an. Für eine kleine Platine, bei der alle Bauteile in den Bibliotheken vorhanden sind, ist Fritzing durchaus brauchbar, um ohne viel Einarbeitung zur gefertigten Platine zu kommen. Auch für den Schritt von der Steckbrettschaltung zur ersten Platine ist Fritzing gut geeignet und bietet eine weitestgehend intuitive Bedienung mit flacher Lernkurve. Für größere Projekte oder häufige Platinenlayouts ohne die Nutzung der Steckbrettfunktionalität lohnt sich aber die Einarbeitung in andere Tools. Hier spart man auf Dauer doch einiges an Zeit durch die effizientere Bedienung.


von Johannes S. (jojos)


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um Himmels Willen, wozu? Dinge die die Welt nicht braucht oder wer hat 
soviel Zeit übrig?

von Pete K. (pete77)


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Wer hat denn den Artikel verfasst? Es steht kein Name dabei.

von Martin (Gast)


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Warum das Niveau des µCNets von Eagle, KiCad & Co. auf Fritzing 
herunterziehen?

von Schlaumaier (Gast)


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Fritzing ist ein prima Mittel um EINFACHE Schaltungen einfach 
darzustellen.

Aber damit eine Platine machen. Nö. Das mache ich es dann doch lieber 
richtig.

Versteht mich nicht falsch. Ich liebe Fritzing-Bilder in 
Dokumentationen. Es ist einfach übersichtlicher als ein Schaltplan. Und 
man muss sich weniger Symbole merken.

Allerdings bin ich wenn ich was mache, was über Steckboard herausgeht zu 
KiCad gewechselt.

Und das die mir für ein Elektronik-Mal-Prg. (das ist Fritzing in meinen 
Augen) 8 Euro abnehmen wollen, finde ich halt überteuert. Ist aber nur 
meine Meinung.

Trotzdem ein Super Beitrag von den Autor. Jetzt weiß ich wenigstens was 
ich NICHT habe, weil ich habe noch die alte Version auf den Rechner.

von Teo (Gast)


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Die "echten" Bastler sterben aus. Hier ist ja auch nicht mehr viel los.
Die "Neuen" wollen doch nur noch Erfolge und garnicht wissen wies 
wirklich funktioniere. Da muss man halt mit viel KlickiBunti, Bildchen 
und Bauklötzchen, Aufmerksamkeit erregen, wenns komplizierter wird.

"Kunden" Akquise

von René F. (therfd)


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Pete K. schrieb:
> Wer hat denn den Artikel verfasst? Es steht kein Name dabei.

Christoph B.

von Dymo Fond (Gast)


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Klar kann man das mal testen. Für mich sehe ich keinen Grund die 
Software zu benutzen. Auch nicht für kleine und einfache Platinen. Wenn 
man ein normales Layoutprogramm beherrscht gehen die damit genauso gut.

Ich brauche auch keine Fritzing-Bilder. Ich kann Schaltpläne lesen. Der 
"visual clutter" von Fritzing lenkt nur ab und nervt. Ich mag das damit 
verkaufte Pseudo-Empowerment nicht. Versteckte Komplexität bedeutet 
nicht, dass sie weg ist.

Gratulation an Aisler für den Werbedeal mit Fritzing. Ich hoffe dass sie 
den nicht bereuen. Nicht dass sich die ganzen Fritzing-Platinenlayouter 
demnächst bei Aisler beschweren wenn das Ergebnis nicht funktionieren. 
Denn das mag ich an der Bubble auch nicht. Nie ist man selber schuld 
wenn was schief geht. Die Copy&Paste-Anleitung war falsch, die Software 
hat einen Bug, die Hardware taugt nichts.

von Frank (Gast)


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Acht Euro oder kein Download?
Da fällt mir die Entscheidung nicht schwer: Kein Download.

von Jack V. (jackv)


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Teo schrieb:
> Die "Neuen" wollen doch nur noch Erfolge und garnicht wissen wies
> wirklich funktioniere.

Du meinst, bei Eagle, KiCAD oder den richtig teuren Sachen wissen die 
Leute, wie’s intern funktioniert? Ich denke ja, dass nicht, sondern dass 
es hier nur darum geht, jemanden zum drauf Herabblicken zu haben …

(ich selbst mag Fritzing nicht, aber ich werd denen, die ihren Kram 
damit zusammenbasteln, bestimmt nicht vorhalten wollen, dass sie nicht 
wissen, was sie da machen)

von berbog (Gast)


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Keine 8 Taler
https://github.com/fritzing/fritzing-app
Gruss Bernd

von Teo (Gast)


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Jack V. schrieb:
> Du meinst, bei Eagle, KiCAD oder den richtig teuren Sachen wissen die
> Leute, wie’s intern funktioniert? Ich denke ja, dass nicht, sondern dass
> es hier nur darum geht, jemanden zum drauf Herabblicken zu haben …

Das hab ich zwar nicht gemeint.... Ach lassen wirs.
Ja ich blicke durchaus verachtend, auf unser kaputte und in Auflösung 
befindliche Zivilisation.

PS:
Hier noch etwas 'Stoff' für dich: Ich finde Smartphones dumm und unnütz.

Beitrag #6707685 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Zusammengefaßt zu Fritzing im Vergleich zu anderen Projekten:

Es ist ein famoses Programm zur Verwendung unter vielen 
Betriebssystemen, wie Linux, Mac, Windows.

- Programm für elektronische Mini-Projekte, kleine Bastelschaltungen.
- Kann damit einen Schaltplan der Schaltung auf einem Steckbrett &
- ein einfaches Layout einer kleinen Platine erstellen,
- und die Platine online bestellen.

Es ist einfach genial für all die kleinen Experimentier-, Test- oder 
sonstigen kleinen Schaltungen. Alles wird so schön und wunderbar 
dargestellt, dass man es für Webseiten nutzen kann. Das macht Spaß, ist 
leicht zu erlernen, und wegen seiner schönen graphischen, manchmal fast 
fotorealistischen Darstellung auch für Anfänger oder Kinder geeignet.

Der Betrag von 8 Euro geht praktisch komplett in die Förderung des 
Projektes.

Demgegenüber gibt es ein promotetes Projekt von Seiten der SPD um 
Mädchen an Computer und Elektronik heranführen. Das war Calliope und ein 
gewerbliche Projekt des Lebenspartners von Frau Joost, welches heute 
noch durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert 
wird. Mit Calliope kann man Herzchen auf LED anzeigen. Mittlerweile 
wurde das zwar um weitere Funktionen ausgebaut, allerdings wäre man mit 
Arduino und ESP flexibler für weiterführende Projekte bis zu 
Wetterstationen, 3D-Drucker, Anzeigetafeln, Internet-of-Things und um 
unzählige andere Sachen bauen.

Die Kombination von Fritzing und Arduino/ESP halte ich daher im Rahmen 
des Heranführens vom Kindern (Mädchen und Jungs) für einen 
universelleren und zukunftsträchtigeren Ansatz.

von Frank (Gast)


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berbog schrieb:
> Keine 8 Taler
> https://github.com/fritzing/fritzing-app
> Gruss Bernd

Doch. Auf Github gibts nur die Sources. Die meisten User werden es wohl 
kaum selbst kompilieren können oder wollen.

von Mathias R. (matza)


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Teo schrieb:
> Hier ist ja auch nicht mehr viel los.

Das liegt natürlich nicht daran, dass die Kultur hier in diesem Forum 
teilweiser unter aller Kanone ist ...

Zum eigentlichen Thema: Ich finde es toll, dass es hier eine Alternative 
zu den vielen "Profi"-Werkzeugen gibt. Dass die Entwickler eine 
Aufwandsentschädigung haben wollen kann ich nachvollziehen. Dass einige 
Benutzer hier somit gleich den Untergang des Abendlandes 
heraufbeschwören ist einfach lächerlich. Seid doch froh, dass die 
Einstiegshürde zu eurem Hobby gesenkt wird und so evtl. Nachwuchs kommt. 
Nein, lieber wird hier typisch deutsch gejammert.

von Manfred (Gast)


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Dymo Fond schrieb:
> Ich brauche auch keine Fritzing-Bilder. Ich kann Schaltpläne lesen. Der
> "visual clutter" von Fritzing lenkt nur ab und nervt. Ich mag das damit
> verkaufte Pseudo-Empowerment nicht.

Im Gegenteil: Ich kann Schaltpläne und bin nicht in der Lage, diese 
dusseligen Fritzing-Bilder zu verstehen. Wenn dann Fritzing-Kiddies mal 
einen Schaltplan malen, mit diagonalen Strichen durch Bauteile, die 
Masse irgendwo anstattt unten ... schnell weg von der Webseite.

Frank schrieb:
> Acht Euro oder kein Download?

Das Kindergartenspielzeug gab es mal offen, und selbst da war die 
Downloadzeit zu schade. Ich habe da mal ein paar Tage mit gespielt, das 
braucht die Welt nicht.

Dieter D. schrieb:
> Es ist einfach genial für all die kleinen Experimentier-, Test- oder
> sonstigen kleinen Schaltungen. Alles wird so schön und wunderbar
> dargestellt, dass man es für Webseiten nutzen kann.

Für die Volldussel und Magazine wie "make", womit heise seine ehemals 
gute Reputation nun vollends verspielt hat.

von Andreas H. (ahz)


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Frank schrieb:
> Doch. Auf Github gibts nur die Sources. Die meisten User werden es wohl
> kaum selbst kompilieren können oder wollen.

Wenn Du es nicht selber bauen kannst oder willst dann gibt es aber 
Leute, die Dir das für nur €8 abnehmen. Und da sind dann schon die 
Kosten für den Support mit drin. Was ist da Dein Problem?

Beim Friseur musst Du fürs Haareschneiden ja auch bezahlen obwohl es 
Deine Haare sind^^

So wie das GitHub Repo aussieht ist es ein "normales" Qt Projekt, also 
machbar.

Es gibt aber auch eine msys2 Variante bei den MSys2 Packages auf GitHub, 
wenn Du das lieber magst.

/regards

P.S: Ich mag Open-source SW. Aber was die Community sich da teilweise 
einbildet finde ich zum (you-know-what)...

von Mani W. (e-doc)


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Ich benutze seit vielen Jahren "Sprint Layout 5.0" - ein leicht
verständliches Programm mit vielen Funktionen, das ich auch für
Schaltpläne manchmal nutze...

von 50c (Gast)


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Manfred schrieb:
> Für die Volldussel und Magazine wie "make", womit heise seine ehemals
> gute Reputation nun vollends verspielt hat.

jaja, ...und du hast damals, als du mit Elektronik angefangen hast, 
Schaltpläne sofort lesen/verstehen können...!?!?!?! Sehe die Sache doch 
mal aus dem Blickwinkel, dass man mit einfachen Dingen/Darstellungen(!), 
die heutzutage "multimedial" einfacher darstellbar sind, Leute "anfixt", 
sich in solche Themen einzuarbeiten. Als "alter Hase" oder 
"selbstdefinierter Profi" will man solche Dinge nicht (mehr) 
hören/sehen. Eigentlich schade, denn solche "selbstdefinierte" Arroganz 
behindert die Akzeptanz progressiver Herangehensweisen...

von Walta S. (walta)


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Das tool für Platinenlayout gibts bei Fritzing schon lange. Ich glaub 
schon ab der ersten Version. Da hat der Autor ein bischen geschlafen.
Die Steckbrettansicht verwende ich gar nicht - wozu auch, ich hab ja ein 
Steckbrett.
Ich nehme Fritzing für kleine schnelle Projekte zum rumschieben der 
Bauteile um sie danach auf Lötraster zu löten. Auch für die 
Dokumentation des Schaltplans.

walta

von Maxe (Gast)


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@TE, mich haette bei dem Bericht interessiert, wie sich die 
Vorgehensweise grob im Vergleich zu anderen Layoutprogrammen 
unterscheidet. Auf dem ersten Screenshot sieht man ja keinerlei 
Bedienelemente fuers Legen von Leiterbahnen usw.

von Robert K. (Firma: Zombieland) (rko)


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Dieter D. schrieb:
> Der Betrag von 8 Euro geht praktisch komplett in die Förderung des
> Projektes.
Das Problem ist, daß man die Katze im Sack kauft - das heißt erst mal 8 
Euro löhnen und dann vielleicht merken, daß die Installation unter 
Linux, Mac, etc. nicht so reibungslos läuft und man dann genötigt ist 
auf Windows umzuswitchen. Weiterhin welche Version darf ich mir denn mit 
8 Euro runterladen,
3*8 Euro für jede Version?
Wenn sie schon Geld verlangen, dann wenigstens eine lebenslange Lizenz 
wie bei pureBasic und nicht wieder beim nächsten Update wieder 
abkassieren.
Eine eingeschränkte kostenfreie Demo-Version wäre außerdem das absolute 
Minimum!

Mani W. schrieb:
> Ich benutze seit vielen Jahren "Sprint Layout 5.0" - ein leicht
> verständliches Programm mit vielen Funktionen, das ich auch für
> Schaltpläne manchmal nutze...
scheint auch gut zu sein, aber leider nur für Windows.

Frank schrieb:
> Doch. Auf Github gibts nur die Sources. Die meisten User werden es wohl
> kaum selbst kompilieren können oder wollen.
richtig erkannt, Bequemlichkeit ist eben auch ein wichtiger 
Gesichtspunkt.

Mathias R. schrieb:
> Das liegt natürlich nicht daran, dass die Kultur hier in diesem Forum
> teilweiser unter aller Kanone ist ...
das hat andere Ursachen - in erster Linie mangelnde eigene 
Kritikfähigkeit und Gruppenbildung.

von Florian (Gast)


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Fritzing für was anderes als Steckboards zu verwenden, finde ich auch 
unsinnig - aber jeder wie er will.

*Mein Tip: EasyEDA.* https://easyeda.com/editor Die haben sogar 
europäische Symbole für Masse und VCC aufgenommen, nachdem es 
vorgeschlagen wurde. Und man kann eine Platine entwerfen und die direkt 
billig produzieren und SMD-bestücken lassen. Online, kostenlos

Frank schrieb:
> berbog schrieb:
>> Keine 8 Taler
>> https://github.com/fritzing/fritzing-app
>> Gruss Bernd
>
> Doch. Auf Github gibts nur die Sources. Die meisten User werden es wohl
> kaum selbst kompilieren können oder wollen.

Das finde ich auch unmöglich.
Aber es gibt einen legalen Download, man muß nur die Ziele hinter der 
Paywall kennen: https://www.blafusel.de/phpbb/viewtopic.php?f=12&t=3354

Teo schrieb:
> Die "echten" Bastler sterben aus. Hier ist ja auch nicht mehr viel los.
> Die "Neuen" wollen doch nur noch Erfolge und garnicht wissen wies
> wirklich funktioniere. Da muss man halt mit viel KlickiBunti, Bildchen
> und Bauklötzchen, Aufmerksamkeit erregen, wenns komplizierter wird.

Und ehrlich gesagt: das ist gut so. Wenn Opa vom Krieg erzählt und wie 
er noch Germanium-Dioden selbst geschürft und Spulen gewickelt hat, dann 
ist das unnützes Wissen für einen Einsteiger. Jeder will schnell einen 
Erfolg haben. Wenn es dann fasziniert, werden die Leute schon noch mehr 
lernen wollen. Oder sie sind einfach zufrieden, mit dem was sie 
geschafft haben - und warum auch nicht. Aber sie mit unnützen Hürden zu 
vergraulen ist überholtes denken und verharren und dient vornehmlich zum 
abschotten und als Beweis der eigenen Überheblichkeit. Nur weil du/wir 
es auf die harte Tour gelernt haben, muß man das nicht ewig fortsetzen.

Manfred schrieb:
> Für die Volldussel und Magazine wie "make", womit heise seine ehemals
> gute Reputation nun vollends verspielt hat.

Zwingt dich keiner zu lesen. Ich rege mich auch nicht über rosafarbene 
Kindermagazine auf. Für jeden ist etwas dabei. Du kannst ja gerne 
weiterhin dein Wissen und deine Inspiration aus Normen und 
NASA-Schaltplänen beziehen. Andere freuen sich über Beiträge, die ihnen 
helfen ohne abzuwerten - das nennt man Weiterentwicklung. Elektor ist 
fast tot (nur noch ein Redakteur), Funkamateur öfe, elrad, elex und Elo 
sind was? Dinosaurier. Und wann war die letzte HAM-Radio? Warum wohl?

von Andreas H. (ahz)


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Florian schrieb:
> Aber es gibt einen legalen Download, man muß nur die Ziele hinter der
> Paywall kennen: https://www.blafusel.de/phpbb/viewtopic.php?f=12&t=3354

Du kannst sowas auch bei YT finden. Also nix dolles.

ABER:

Wer baut denn dann die nächste Version, kümmert sich um den Support usw. 
wenn Fritzing.org nicht mehr durch €8 finanziert wird?

Du?

Momentan wird der Support für Python 3.9 (?) für Win7 eingestellt weil 
der Maintainer fehlt. Wäre vermutlich auch nicht passiert, wenn die 
Python-User da mal was hingespendet hätten.

von Andreas H. (ahz)


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Robert K. schrieb:
> Wenn sie schon Geld verlangen, dann wenigstens eine lebenslange Lizenz

Ich steh da etwas auf dem Schlauch.

Könntest Du mir bitte mal vorrechen, wie Du für €8/Download jahrelang 
ein Tool weiterpflegen willst?

von Schlaumaier (Gast)


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Andreas H. schrieb:
> Könntest Du mir bitte mal vorrechen, wie Du für €8/Download jahrelang
> ein Tool weiterpflegen willst?

Das nicht, aber wenn dann wäre vielleicht eine 2 Jahres-Upgrade-Lizenz 
der richtige Weg.

Dann würde ich die vielleicht sogar ausgeben. Habe ich immerhin schon 
bei anderen Dingen gemacht.

Unter der Bedingung das meine Software auf den bezahlten Stand EWIG 
läuft. Bevor das ganze immer Online-Zeug kam war das übrigens Stand der 
Technik bei fast allen Anbietern.

von Joachim B. (jar)


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Florian schrieb:
> Fritzing für was anderes als Steckboards zu verwenden, finde ich auch
> unsinnig - aber jeder wie er will.

nicht unsinnig, wenn das auf dem Steckbrett läuft kann man es so 1:1 auf 
eine Platine bringen, so arbeite ich mittlerweile weil ich mich nicht 
mehr mit SMD löten beschäftigen mag.

von Schlaumaier (Gast)


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Joachim B. schrieb:
> nicht unsinnig, wenn das auf dem Steckbrett läuft kann man es so 1:1 auf
> eine Platine bringen, so arbeite ich mittlerweile weil ich mich nicht
> mehr mit SMD löten beschäftigen mag.

https://www.amazon.de/Breadboard-Doppelseitig-Leiterplatte-Lochrasterplatte-Stripboard/dp/B08F2TS7ZC

Hab ich neulich nah sehr langer Suche entdeckt.  Dafür ist dann das 
Steckboard perfekt. Man muss das nur noch Loch für Loch übertragen wenn 
es funktioniert.

Gibt es in unterschiedlichen Größen.

von Andreas H. (ahz)


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Schlaumaier schrieb:
> Andreas H. schrieb:
>> Könntest Du mir bitte mal vorrechen, wie Du für €8/Download jahrelang
>> ein Tool weiterpflegen willst?
>
> Das nicht, aber wenn dann wäre vielleicht eine 2 Jahres-Upgrade-Lizenz
> der richtige Weg.
>

Ok, dann rechne mir das bitte mal vor.

> Unter der Bedingung das meine Software auf den bezahlten Stand EWIG
> läuft. Bevor das ganze immer Online-Zeug kam war das übrigens Stand der
> Technik bei fast allen Anbietern.

Ja, solche SW habe ich auch. Kostete einmalig pro Plattform (!). Nix mit 
alle Plattformen für einen Preis. Warum? Weil die Entwicklung auch pro 
Plattform Zeit und damit Geld kostet.

Aber ich kann per Supportkontrakt die neue Versionen kostenlos kriegen. 
Der Kontrakt kostet ca. 20% vom Neupreis pro Jahr.

Da ich diese SW nicht mehr benutze (anderes Anwendungsgebiet - die SW 
ist aber immernoch Top) habe ich den Kontrakt seit >10 Jahren nicht 
mehr.
Die SW von damals läuft heute noch. Auch auf aktuellen Betriebssystemen.

DAS ist der Standardfall.

Ihr macht euch hier wegen €8 ins Höschen? Dann baut die SW eben selber 
aus den GitHubquellen.

Auch zu kompliziert? Dann bleibt noch Papier und Bleistift. Aber halt, 
stop.

Da wollen die ja auch Geld für haben. Verdammt :(

von Andreas H. (ahz)


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Schlaumaier schrieb:
> 
https://www.amazon.de/Breadboard-Doppelseitig-Leiterplatte-Lochrasterplatte-Stripboard/dp/B08F2TS7ZC
>
> Hab ich neulich nah sehr langer Suche entdeckt.

Super Tipp. Danke :)

/regards

von W.S. (Gast)


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Joachim B. schrieb:
> so arbeite ich mittlerweile weil ich mich nicht
> mehr mit SMD löten beschäftigen mag.

Das sagt alles.

W.S.

von Korax K. (korax)


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W.S. schrieb:
> Joachim B. schrieb:
>> so arbeite ich mittlerweile weil ich mich nicht
>> mehr mit SMD löten beschäftigen mag.
>
> Das sagt alles.

Leute!
Die Spannweite geht von Laie bis Profi. Von Kind bis Oppa.

Ich bin auch schon etwas älter. Und mit SMD habe ich für mein bisschen 
Gebastel auch nicht erwärmen können. Und ich verwende SprintLayout, hab 
Geld dafür bezahlt - was bin ich doch für ein Looser..

von Korax K. (korax)


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Andreas H. schrieb:
> Super Tipp. Danke :)

+1

von PaLi (Gast)


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Also auch mal mein Komentar dazugeben will.....:-)

Es ist schade das viel BlaBla den Thread lang und mühsam zum lesen 
macht.

Aber trotzdem mal grob meine Erfahrung dazugeben [ja ich habe mir die 8€ 
gegönnt = 1Pkg ()__)___)))~~ weniger GRINS ]

Ich finde die Idee und auch noch Support für 8€ schon recht gut und 
ungewöhnlich, also "Hutab" und danke an die die das machen!
Ich verwende teilweise Software die das Zigfache kosten 1 Jahr gültig 
sind und der Support eher eine Katastrophe ist. Also kurz 
zusammengefasst.
1.) Danke an den der sich die Zeit genommen hat den Artikel zu 
schreiben(auch ohne dafür Geld zu nehmen)
2.) Fritzing ist für Einsteiger Kinder (wie meine 12 Jährige Tochter) 
eine gute Sache den es hat etwas Spaßfaktor dabei ;-)
3.) nein 8€ für Fritzing nicht selber zu Kompilieren müssen + Support 
ist absolut IO (ich hab einfach selber keine Zeit und Lust mich mit 
Compiler rumzuschlagen)
4.) Für die Professionelle PCB Herstellung definitiv nicht geeignet und 
auch nicht dafür gedacht(Dazu verwende ich Altiumdesigner weil Datenbank 
und Co)
5.) Wer zertifiziert Produzieren muss, lieber auf eine KiCad oder Target 
usw. oder Kostenpflichtige Protel usw.) da eine Zertifizierbare 
Dokumentation mit Fritzing nur schwer bis gar nicht möglich ist
6.) Wer aus Hobby-gründen mal eine Schaltung realisieren will und nicht 
gerade Elektronikfreac ist und nicht unbedingt Schema lesen will oder 
kann, ist mit Fritzing gut beraten auch wenn es noch par Bugs aufweist 
und noch in der Entwicklung ist da open Source kann ja jeder der will 
Hand anlegen.
7.) Wer erwartet dass Fritzing Simulationen und Schaltungsberechnungen 
macht ist Falsch aber das ist auch nicht die Idee von Fritzing. Dafür 
gibt es bsw. Tina, Spice oder andere Tools
8.) Wer Virtuelle Schaltungen ohne zusammenzubauen ausprobieren will, 
ist mit Edison eindeutig besser beraten, den da ist schon in der 
Demoversion eine recht stimmige Simulation dabei, und Spaßfaktor mit der 
Virtuellen Bastelei ist auch gegeben.

So nun zum Schluss. Wer Schreibfehler findet, darf sie behalten! GRINS. 
DE ist nicht meine Muttersprache.
Auch danke an all die die sich die Mühe gemacht haben Hilfreiche Posts 
zwischen dem BlaBla zu Verstecken, ich habe sie gefunden :-)
Ich stelle seit 1974 Schaltungen her und kenne da so einiges was es so 
alles gegeben hat und zähle daher Fritzing zu den guten Sachen (Meine 
Meinung) und definitiv nicht zur Kategorie "Was die Welt nicht braucht" 
auch wenn ich selber nicht weiter damit arbeiten werde, weil es nicht 
für Profesionelle Herstellung geeignet ist.

von genau (Gast)


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@PaLi: sehr schöner Beitrag. Like++

von LeiderHeider (Gast)


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Alles beim alten. Giftige Ansichten zu neuen Dingen. Und unnötige 
Grundsatzdiskussionen über die Existenzberechtigung von neuen Dingen. 
Ich bin dann mal wieder weg.

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