Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug HSS-Fräser in DIN-Bohrbuchse?


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von jaja (Gast)


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Kann man einen HSS-Fräser in einer DIN-Bohrbuchse nutzen?

von MaWin (Gast)


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Nein, die üblichen Bohrbuchsen sind gehärtet, die kannst du nur 
schleifen. Theoretisch (von der Härte her) kannst du sie mit VHM Fräsern 
bearbeiten, aber ohne perfekte Ausstattung (Einspannung und 
Werkzeugführung absolut spielfrei und ratterfrei) gibt das nur Bruch.

von jaja (Gast)


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Missverständnis: ich hatte überlegt, einen Fräser mit der Bohrbuchse zu 
führen, um von Hand ein Sackloch ohne "Grund" zu bohren/fräsen.

Deiner Aussage entnehme ich, dass die gehärtete Buchse härter ist als 
der Fräser - wenn das stimmt, müsste es ja gehen, und du hast meine 
Annahme bestätigt. Danke.

von Georg (Gast)


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jaja schrieb:
> wenn das stimmt, müsste es ja gehen

Soweit schon, aber zur Aufnahme seitlicher Kräfte zum Fräsen sind 
Bohrbuchsen völlig ungeeignet. Da hilft nur eine Antriebsachse, die 
stabil genug ist zum Fräsen. Deshalb gibt es auch einen Unterschied 
zwischen einer Ständerbohrmaschine und einer Fräsmaschine.

Wenn man das nur einmal braucht - Öl hilft.

Georg

von MaWin (Gast)


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Na ja  während man einen Bohrer noch in einer Hülse führen könnte - sie 
ruiniert halt die Seitenschneiden - weil er sich von selbst durch seine 
Schneidengeometrie im Loch zentriert, also eher kaum Kräfte auf die 
Wandung ausüben wenn er erstmal im Material gegriffen hat, geht das beim 
Fräser nicht. Der zentriert sich nicht sondern muss auf hunderstel 
Millimeter genau geführt und gehalten werden. Er zentriert sich nicht 
sondern bricht aus. Nicht ohne Grund soll die Pinole einer Bohrmaschine 
schlackern damit der Bohrer sein Loch findet, die einer Fräsmaschine 
hingegen möglichst nicht mal 0.005mm Rundlauffehler aufweisen.
Ein Fräser trennt pro Umdrehung 1/100 bis 1/10mm Material ab, wenn da 
die Führung 1/100 Spiel hat, wird das mal gar kein Span und mal 2/100, 
es rattert, der Fräser bricht. Und deine Bohrbuchse kann den Fräser 
nicht auf 1/100 genau fuhren, selbst 1/10 wird schwer.

Was auch immer du vor hast: vergiss es, es klingt nicht nach einer 
Lösung

von jaja (Gast)


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Ja, ich hätte schon gerne eine Fräse :-)
Habe ich aber nicht :-(

Danke für die Hinweise!

von Georg (Gast)


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MaWin schrieb:
> Na ja  während man einen Bohrer noch in einer Hülse führen könnte

Der Post ist so sachlich und frei von jeder Beleidigung, das muss einer 
der alternativen MaWins sein.

Georg

von Experte (Gast)


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MaWin schrieb:
> Nicht ohne Grund soll die Pinole einer Bohrmaschine
> schlackern damit der Bohrer sein Loch findet

Bullshit.

von Sascha S. (dec)


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Hallo,

Ja das geht. Habe ich auch schon gemacht um unterwegs Sacklöcher in 
Aluprofile einzubohren.

Grüße
Sascha

von MaWin (Gast)


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Experte schrieb:
> Bullshit.

Mal wieder ein Beitrag vom Trottel vor dem Herren.

Der von Abwesenheit von Fachwissen nur so glänzt.

von Zeno (Gast)


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jaja schrieb:
> Missverständnis: ich hatte überlegt, einen Fräser mit der Bohrbuchse zu
> führen, um von Hand ein Sackloch ohne "Grund" zu bohren/fräsen.

Dann bohr doch mit einem normalen Spiralboher der den Durchmesser des 
Fräsers hat vor. Reicht ja wenn du den vollen Bohrkegel hast. Damit hast 
Du eine Anfangsführung für den Fräser. Mit dem machst Du dann praktisch 
nur noch den Bohrkegel weg. Man muß halt alles gut festspannen und nach 
dem Bohren idealerweise die Werkstückposition nicht mehr verändern.
Im Prinzip kannst Du mit dem Spiralbohrer soweit bohren bis die 
Bohrerspitze die gewünschte Tiefe hat.

von Zeno (Gast)


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MaWin schrieb:
> Nicht ohne Grund soll die Pinole einer Bohrmaschine
> schlackern damit der Bohrer sein Loch findet
Wie kann man nur so viel Gülle erzählen. Eine Bohrspindel soll überhaupt 
nicht schlackern, da man dann keine exakten Löcher mehr bohren kann, 
weil sich durch das Schlackern der Durchmesser aufweitet.
Selten soviel Unsinn gehört.

von MaWin (Gast)


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Zeno schrieb:
> Eine Bohrspindel soll überhaupt nicht schlackern, da man dann keine
> exakten Löcher mehr bohren kann, weil sich durch das Schlackern der
> Durchmesser aufweitet.

Es ist genau andersrum.

Ein (üblicher) Bohrer zentriert sich selbst, daher körnert man die 
gewünschte Position von Bohrlöchern an.

Das kann er nicht mehr, wenn er spielfrei geführt werden würde.

Die üblichen Bohrer "rollgewalzt" sind zudem nicht perfekt gerade und so 
lang, dass sie sich auf ihre Länge verbiegen (versuche mal mit denen ein 
Loch halb überlappend neben ein schon vorhandenes zu bohren.

Ein nicht perfekt gerader Bohrer der spielfrei eingespannt wäre, bohrt 
ein GRÖSSERES Loch als vorgesehen, weil die eine am weitesten aussen 
rumeiernde Schneide alleine schneidet. Ist der Bohrer auf 1/100mm krumm, 
wird das Loch 2/100 grösser.

Ein sich verbiegender selbst zentrierender Bohrer rutscht auf dem 
Werkstück in die Delle die man angekörnert hat, auch wenn die ausserhalb 
der Rotationsachse liegt und bohrt sich zunächst mal dort rein. Je 
tiefer man bohrt, um so weniger biegsam bleibt das Reststück des Bohrers 
und er weitet das Loch in Richtung der Bohrmaschinenachse auf, wenn die 
spielfrei wäre und es dem Bohrer nicht erlauben würde in die 
angekörnerte Stelle zu rutschen.

Nicht ankörnern ist auch keine Lösung, der übliche Bohrer hat vorne in 
der Mitte eine flache Stelle auf der Schneide und je nach dem welche 
Stelle von ihr zuerst mit dem Werkstück in Berührung kommt (was auf 
Grund ihrer eigenen Schiefheit und der Oberflächenrauhigkeit des 
Werkstücks kaum genau die Mitte sein wird) wird dort das Loch entstehen, 
auch aussermittig, denn der biegsame Bohrer folgt dem zunächst mal.

Nur auf Bohrwerken nutzt man möglichst spielfreie Pinolen, dort nutzt 
man auch NC-Kurzbohrer die sich kaum biegen oder gleich Vollharmetall 
was sich quasi nicht biegt und körnet - wenn überhaupt - nur mit CNC 
Anbohrern mit derselben Maschine auf derselben Position an. Nichts was 
der gewöhnliche Hobbyist bei Bosch kauft  Deren PBS etc. schlackern 
absichtlich.

Noch deutlicher wird das beim Gewindeschneiden, Gewindeschneidfutter 
bringen noch mal absichtlich Spiel hinein damit der Gewindeschneider dem 
Kernloch folgt und nicht 1/100mm zu gross bohrt.

> Selten soviel Unsinn gehört

Du entblösst nur deine Dummheit.

von MaWin (Gast)


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MaWin schrieb:
> Das kann er nicht mehr, wenn er spielfrei geführt werden würde.

Unfug.
Einfach nur Unfug.

Dass ein Bohrer größer bohrt als nominell angegeben, liegt immer an 
unsymmetrischem Anschliff.
Die Seiten"schneiden" an einem Bohrer schneiden nicht. Sie führen nur.

Wenn deine Bohrspinden schlackert, dann viel Spaß beim Kegelsenken. 
Genieße deine Rattermarken.

von Walter T. (nicolas)


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Ohje. Eine neute Folge von "Foren-Spartakus" steht an und ich habe keine 
Chips da.

von MaWin 2 (Gast)


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Zeno schrieb:
> Eine Bohrspindel soll überhaupt nicht schlackern, da man dann keine
> exakten Löcher mehr bohren kann, weil sich durch das Schlackern der
> Durchmesser aufweitet.

Ja, das hat der echte MaWin doch auch genauso gesagt!

von MaWin (Gast)


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MaWin 2 schrieb:
> Ja, das hat der echte MaWin doch auch genauso gesagt!

Nein, hat er nicht:

>Ein nicht perfekt gerader Bohrer der spielfrei eingespannt wäre, bohrt
>ein GRÖSSERES Loch als vorgesehen,

Das ist Unsinn. Bei einem Fräser würde das passieren. Aber ein Bohrer 
zentriert sich immer selbst und fräst sich nicht seitlich frei. Selbst 
wenn das bedeutet, dass er sich ständig walken muss, weil er nicht 100% 
senkrecht eingespannt ist oder sonst irgendwie eiert.

von Zeno (Gast)


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Walter T. schrieb:
> Ohje. Eine neute Folge von "Foren-Spartakus" steht an und ich habe keine
> Chips da.
Kannst die Chips ruhig wieder wegpacken, mit so einem Schlauberger 
diskutiere ich nicht ist einfach vertane Zeit. Ich arbeite in einer 
Firma wo Feinmechanik den größten Anteil im Produkt ausmacht und bei uns 
schlackert da nichts und wenn's schlacker wird es repariert. Sollte das 
nicht möglich sein wird es verschrottet oder an solche Leute verkauft 
für die das ein Qualitätsmerkmal einer guten Bohrschine ist.

von MaWin 2 (Gast)


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Zeno schrieb:
> Dann bohr doch mit einem normalen Spiralboher der den Durchmesser des
> Fräsers hat vor. Reicht ja wenn du den vollen Bohrkegel hast. Damit hast
> Du eine Anfangsführung für den Fräser.

Statt des Fräsers kann er auch einen Blechbohrer nehmen, um die Spitze 
wegzubohren. Der hat eine nicht ganz so lange Spitze wie ein 
Forstnerbohrer.

von Experte (Gast)


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MaWin schrieb:
> Dass ein Bohrer größer bohrt als nominell angegeben, liegt immer an
> unsymmetrischem Anschliff.

Exakt, genau so ist es.

MaWin schrieb:
> Die Seiten"schneiden" an einem Bohrer schneiden nicht. Sie führen nur.

Richtig. Es sind nämlich gar keine Schneiden. Es gibt sogar Bohrer, da 
sind die Führungskanten "abgesetzt", so dass die Reibung an der Bohrwand 
reduziert wird.

Und dieser Unterschied zwischen Bohrer und Fräser ist auch der Grund, 
warum ein Fräser in einer Bohrbuchse nicht funktionieren wird. Der 
Fräser hat "Seitenschneiden", die bei Querkräften die Bohrbuchse fräsen 
werden.

Und warum verwendet man übrigens Bohrbuchsen? Um den Bohrer strenger zu 
führen und somit präzisere Bohrungen herzustellen bzw. MaWin-#1 
schlackernde Spindel zu stabilisieren...

So, und ich ruf jetzt bei Flott und Alzmetall an, die mögen mir doch 
eine dicke Standbohrmaschine anbieten, mit einer schlackernden Pinole...

von Walter T. (nicolas)


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Zeno schrieb:
> Kannst die Chips ruhig wieder wegpacken

Soweit zum Thema Leseverständnis. Ich habe doch explizit geschrieben, 
keine Chips da zu haben. Kein Wunder, wenn ihr ständig aneinander 
vorbeidiskutiert. Als Grundschüler dachte ich, lesen sei einfach, 
schreiben schwer. Heute weiß ich: Es ist umgekehrt.

von Experte (Gast)


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Beide, Flott und Alzmetall haben keine schlackernde Spindeln im Angebot. 
Die wussten das einfach nicht, dass das besser ist. Die haben seit 
vielen Jahrzehnten einfach nur Mist ausgeliefert. Und sie haben sich 
gewundert, warum immer mehr chinesische Schlackerspindel-Maschinen 
gekauft wurden.

Aber jetzt wollen sie gegensteuern: Sie reduzieren die Materialstärke 
ihre Spindel deutlich, nehmen ungenauere Werkzeuge, nehmen die 
billigsten Wälzlager die sie finden können, und wollen auch 
schlacker-Mist ausliefern.

Puh, da haben diese beiden Nichts-Blicker-Firmen nochmal Glück gehabt, 
dass sie auf Mawin-#1 gehört haben...

von MaWin (Gast)


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Experte schrieb:
> Und dieser Unterschied zwischen Bohrer und Fräser ist auch der Grund,
> warum ein Fräser in einer Bohrbuchse nicht funktionieren wird. Der
> Fräser hat "Seitenschneiden", die bei Querkräften die Bohrbuchse fräsen
> werden.

Ja, genau. In erster Linie wird das aber auch den Fräser zerstören. Die 
Schneiden werde sofort ausbrechen.

Experte schrieb:
> Beide, Flott und Alzmetall haben keine schlackernde Spindeln im Angebot.
> Die wussten das einfach nicht, dass das besser ist. Die haben seit
> vielen Jahrzehnten einfach nur Mist ausgeliefert.

Gut, dass der Psychopath-Mawin das endlich mal aufgeklärt hat. :)

Zum Glück ist Psychopath-Mawin, der seinen Namen nicht Kennt und einfach 
MaWin ins Namensfeld schreibt, sehr einfach an seinen fachlich 
unterirdischen Aussagen zu entlarven.

von MaWin (Gast)


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> von MaWin (Gast)12.06.2021 12:38

Ein Psychopath, der meint, der thread wird übersichtlicher, wenn er 
denselben Namen im Gastnamenfeld einträgt, den ich schon verwende.

Ein kranker Geist mit kranken Aussagen:

von MaWin (Gast)


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Experte schrieb:
> MaWin schrieb:
>
>> Dass ein Bohrer größer bohrt als nominell angegeben, liegt immer an
>> unsymmetrischem Anschliff.
>
> Exakt, genau so ist es.

Erneut Unsinn vom fachunkundigen "Experten".

Wie sollte denn ein gerader Bohrer, nicht biegsam, fest in spielfreier 
Pinole geführt, also das was einige hier als gegeben voraussetzen, ein 
Loch bohren können, dass grösser ist als er selbst ?

Er kommt da dar nicht hin, egal ob nur 1 Schneide zerspant oder beide 
greifen.

Er müsste sich entweder verbiegen oder eiern.

Also: du weisst nichtmal was du selber für einen Unsinn schreibst.

von MaWin (Gast)


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MaWin schrieb:

Mal wieder ein Beitrag des Psychopaths.

> Wie sollte denn ein gerader Bohrer, nicht biegsam,

Es gibt keine nicht biegsamen Bohrer, lieber Fake-MaWin.

> fest in spielfreier
> Pinole geführt, also das was einige hier als gegeben voraussetzen, ein
> Loch bohren können, dass grösser ist als er selbst ?

Indem er unsymmetrisch angeschliffen ist und somit die Querschneide 
nicht in der Mitte sitzt.

von MaWin 2 (Gast)


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MaWin schrieb:
> Ein Psychopath, der meint, der thread wird übersichtlicher, wenn er
> denselben Namen im Gastnamenfeld einträgt, den ich schon verwende.

Nee nee, ich denke es ist genau umgekehrt. Der 12:38 Uhr MaWin ist der 
echte MaWin und DU bist der falsche MaWin! Da hast du wohl was 
verwechselt.

Ich kann doch wohl noch den echten MaWin vom falschen MaWin 
unterscheiden!

von MaWin (Gast)


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MaWin 2 schrieb:
> ich denke

Ich befürchte, die Fähigkeit hast du nicht.

von MaWin 2 (Gast)


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MaWin schrieb:
> Ich befürchte, die Fähigkeit hast du nicht.

Fürchte dich nicht, ich habe plötzlich schon wieder diese Fähigkeit. 😄

von jaja (Gast)


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Zeno schrieb:
> Dann bohr doch mit einem normalen Spiralboher der den Durchmesser des
> Fräsers hat vor.

Das dürfte ein guter Kompromiss sein, um den Verschleiss zu reduzieren.

Blechbohrer ist auch ein guter Tipp.

von W.S. (Gast)


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MaWin schrieb:
>>Ein nicht perfekt gerader Bohrer der spielfrei eingespannt wäre, bohrt
>>ein GRÖSSERES Loch als vorgesehen,
>
> Das ist Unsinn.

Dann spanne so einen Bohrer mal ins Futter auf dem Reitstock der 
Drehmaschine. Ich kenne das zur Genüge, weswegen ich die rollgewalzten 
Bohrer komplett aus der Werkstatt verbannt habe und auf der Drehe nur 
noch geschliffene HSSE Bohrer und (soweit bezahlbar - siehe 
Perschmann-Katalog) nur noch Kurzbohrer benutze. Auch wenn man die 
Bohrstelle mit einem Zentrierbohrer vorzentriert, bohrt ein 
rollgewalzter (krummer) Bohrer ein größeres Loch als sein 
Nominal-Durchmesser. Mit so etwa 2..3 Zehnteln muß man da rechnen und 
schlimmer geht immer.

Das Ankörnen von Bohrstellen dient nicht zum Zentrieren des Bohrers, 
sondern zum Zentrieren des Werkstücks auf der Bohrmaschine oder dazu, 
daß man bei handgeführten Maschinen (wo man dort auch die rollgewalzten 
Bohrer benutzt) die Bohrstelle trifft, ohne daß einem der Bohrer 
wegläuft. Dennoch sollte die Achse der Handbohrmaschine nicht 
schlackern.

W.S.

von MaWin (Gast)


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W.S. schrieb:
> Dann spanne so einen Bohrer mal ins Futter auf dem Reitstock der
> Drehmaschine.

Das ist aber etwas völlig anderes.
Auf der Drehmaschine dreht sich das Werkstück und nicht der Bohrer.
Und nein, das ist nicht dasselbe, in dem Fall, wo die Drehmitte 
außermittig im Vergleich zur Querschneide des Bohrers wird.
Je nachdem wie herum der Boher im Futter steckt, wird eine Schneide des 
Bohrers dann zu einer (weichen) Bohrstange.
Je weiter zu den Bohrer dann außermittig in das Werkstück hineinquälst, 
desto größer werden die Seitenkräfte und es kommt auch noch massive 
Reibung auf die Seitenführung hinzu.
Auf einer Bohrmaschine hingegen läuft die Drehmitte prinzipbedingt immer 
in Flucht mit der Querschneide, weil die Maschine genau am Bohrer dreht. 
Wenn (!) die Querschneide richtig angeschliffen ist und in der Mitte 
sitzt.
Sollte der Bohrer minimal krumm sein, wird das einfach durch seine 
Flexibilität ausgeglichen.

Denn auch auf der Drehmaschine wird ein Loch nicht 0.02 größer wenn der 
Bohrer 0.01 außermittig ist. Das ist einfach nur Unfug. Bei 
geringfügigem Versatz wird sich auch auf der Drehmaschine der Bohrer 
zentrieren.

(Mal davon abgesehen, dass die Angabe "der bohrt 0.02 größer" alleine 
schon beweist, dass diese Person noch niemals ein Loch gebohrt hat. 
Solche Größenordnungen spielen bei einem Spiralbohrer keinerlei Rolle).

von michael_ (Gast)


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Und du als neuernannter Mechanik-MaWin kannst ein Zehntel nicht von 
einem Hundertstel unterscheiden.

von Klaus W. (mfgkw)


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MaWin schrieb:
> (Mal davon abgesehen, dass die Angabe "der bohrt 0.02 größer" alleine
> schon beweist, dass diese Person noch niemals ein Loch gebohrt hat.
> Solche Größenordnungen spielen bei einem Spiralbohrer keinerlei Rolle).

Sicher?

Mit Spiralbohrern erreicht man Toleranzen in der Gegend 7 bis 9 oder 10.
0.02 mm (2/100 mm) liegt zwischen H7 und H8 bei bspw. 10mm Nennmaß, wenn 
ich mich jetzt nicht vertan habe.

Soo falsch ist die Größenordnung nicht.

Aber eigentlich egal, weil auch dieesr Thread wieder von arbeitslosen 
Narzissten gekapert ist.

: Bearbeitet durch User
von Michael W. (Gast)


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MaWin schrieb:
> Na ja  während man einen Bohrer noch in einer Hülse

Endlich mal zur Abwechslung wieder einmal ein Beitrag von jemandem, der 
Ahnung hat. Leider scheint das Wissen über Mechanik unter Ingenieure 
nicht so ausgeprägt.

Gewindebohrer und Gewinderschneider kann man in eigens dafür verfügbaren 
Buchsen führen, weil die Schnittkantenbreite enger ist, als der Schaft. 
Mit üblichem Lagerspiel (->Passung) ist das sehr vorteilhaft, wenn man 
kurze Löcher bohren will und kurze Gewinde benötigt.

Fräser sind aber von Schnittdurchmesser breiter, weil man sie sonst 
nicht senken könnte. Man müsste also eine eigene Führungskonstruktion 
bauen und sie VOR Montage des Fräsers aufstecken. Macht aber kein 
Mensch.

Der Fräser ist daher nicht in einer Buchse zu führen, gleich welcher 
Art, weil er sonst sofort anfängt, zu schneiden oder (falls die Buchse 
hart genug ist) stumpf wird.

von Michael W. (Gast)


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W.S. schrieb:
> bohrt ein
> rollgewalzter (krummer) Bohrer ein größeres Loch als sein
> Nominal-Durchmesser. Mit so etwa 2..3 Zehnteln muß man da rechnen und
> schlimmer geht immer.
Die marginale Vergrößerung des Bohrlochs lässt sich aber mit 
einkalkulieren und den Rest machen Fräser oder Kernlochbohrer. Einen 
krummen würde ich zum Vorbohren eines Fräsloches nicht verwenden, und / 
oder mich mal fragen, durch welche falsche Handhabung der krumm geworden 
ist.

von MaWin (Gast)


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MaWin schrieb:
> Ein Psychopath, der meint, der thread wird übersichtlicher, wenn er
> denselben Namen im Gastnamenfeld einträgt, den ich schon verwende.

Sind wir nicht alle ein wenig MaWin?

von Ryven (Gast)


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Naja selbst Vhm Fräser sind super biegsam.
Der HSS Fräser wird halt seitlich stumpf aber es gibt auch welche mit 
langem Schaft und kürzer Schneide. Die kannst schon mit der Hülse 
führen.

Wenn der Anschliff nicht passt ist es egal ob sich der Bohrer oder das 
Werkstück dreht. So meine Erfahrung.

So Einschneiden ala Kanonenbohrer brauchen hat eine Führung, das sollte 
auf der Bohrmaschine gehen.

von MaWin (Gast)


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michael_ schrieb:
> Und du als neuernannter Mechanik-MaWin kannst ein Zehntel nicht von
> einem Hundertstel unterscheiden.

Ach wirklich?
Dann lass mich doch zitieren:

MaWin schrieb:
> Ist der Bohrer auf 1/100mm krumm,
> wird das Loch 2/100 grösser.

Tipp: Es war der Psychopath.

von MaWin (Gast)


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MaWin schrieb:
> Tipp: Es war der Psychopath.

Ich hab das nicht geschrieben!!!

von KeWin (Gast)


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Hallo ich bims, der KeWin und find Schlackerspindeln voll geil!!!
Wo bekomm ich eine gute Bohrmaschine mit Schlackerspindel?

von michael_ (Gast)


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MaWin schrieb:
> michael_ schrieb:
>> Und du als neuernannter Mechanik-MaWin kannst ein Zehntel nicht von
>> einem Hundertstel unterscheiden.
>
> Ach wirklich?
> Dann lass mich doch zitieren:

Und du kannst nicht richtig lesen. Neue Brille kaufen.

MaWin schrieb:
> (Mal davon abgesehen, dass die Angabe "der bohrt 0.02 größer" alleine
> schon beweist,

und

W.S. schrieb:
> Bohrer ein größeres Loch als sein
> Nominal-Durchmesser. Mit so etwa 2..3 Zehnteln

Merkst du den Unterschied?

von Michael B. (laberkopp)


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KeWin schrieb:
> Hallo ich bims, der KeWin und find Schlackerspindeln voll geil!!!
> Wo bekomm ich eine gute Bohrmaschine mit Schlackerspindel?

In jedem gut sortierten Baumarkt.

von MaWin (Gast)


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michael_ schrieb:
> Merkst du den Unterschied?

Arbeite bitte an deinem Leseverständnis.

von michael_ (Gast)


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Tja, wenn man Mitglied der Herde MaWin ist, muß man auch für die Anderen 
büßen.

von Michael W. (Gast)


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Ryven schrieb:
> Naja selbst Vhm Fräser sind super biegsam.

Das ist aber nur insoweit gut, als dass sie Schwingungen, die beim 
Fräsen und Spanen entstehen, abfangen. Jegliches Nachgeben geht 
letztlich auf die Genauigkeit und ist nur innerhalb der Toleranz 
akzeptabel. Der normale weg ist der, dass der Fräser vom Loch geführt 
wird und zwar von dem, dass der Vorfräser gezogen hat und auch der 
braucht ein genau positioniertes Kernloch.

von MaWin (Gast)


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Markus W. schrieb:
> Der normale weg ist der, dass der Fräser vom Loch geführt
> wird und zwar von dem, dass der Vorfräser gezogen hat und auch der
> braucht ein genau positioniertes Kernloch.

Ein Fräser wird überhaupt nicht vom "Vorfräser" oder "Kernloch" geführt. 
Er kann es nicht, weil die Seitenschneiden scharf sind und sich 
freischneiden.
Ein Fräser wird einzig und alleine von der Steifigkeit der Maschine 
geführt.

von Tany (Gast)


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jaja schrieb:
> Zeno schrieb:
>> Dann bohr doch mit einem normalen Spiralboher der den Durchmesser des
>> Fräsers hat vor.
>
> Das dürfte ein guter Kompromiss sein, um den Verschleiss zu reduzieren.

Fachlich gesehen ist es einzige Möglichkeit, dein Sackloch mit 
Bohrmaschine (ohne Schlackerspindel) vernünftig zu bekommen.

> Blechbohrer ist auch ein guter Tipp.
Es kommt drauf an, wie groß das Loch ist und wie man den Bohrer 
anfertigt.

von jaja (Gast)


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Die Löcher sind längst gebohrt, bzw. gefräst.
Zu bedenken ist, dass der Schaftdurchmesser und der Fräsdurchmesser 
wahrscheinlich abweichen. Entsprechend muss ein ausreichend langer (€€€) 
Fräser genutzt werden.

Anstelle der Bohrbuchsen könnte man auch Kugellager nehmen:
- u.U. billiger
- Verschleiß reduziert
- erreichbare Genauigkeit ist abzuwägen

von Egon D. (Gast)


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MaWin schrieb:
> Nicht ohne Grund soll die Pinole einer Bohrmaschine
> schlackern damit der Bohrer sein Loch findet ...

Boah, was für ein Bullshit, 6 - setzen!
War das der echte MaWin, oder der nachgemachte?

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