Hey ihr,
ich habe eine Solarzelle und ein Ventil und würde gerne mithilfe eines
Microcontrollers jeden Tag drei Stunden nach Sonnenaufgang das Ventil
öffnen und wenn die Sonne untergegangen ist, es wieder schließen. Also
irgendwie wenn die Solarzelle eine Spannung erzeugt eine Zeitschaltuhr
laufen lassen, die dann nach drei Stunden über ein Mosfet das Ventil
öffnet und wenn die Sonne untergegangen ist, es wieder schließt. Ich
habe bis jetzt wenig Erfahrung mit Mikrocontrollern, aber ich würde
gerne ein bisschen basteln.
Habt ihr Ideen, wie man so etwas umsetzen kann oder was für Bauteile man
dafür braucht?
Freu mich über jede Antwort!
du nimmst am Besten einen Attiny + RTC + MOSFET und Freilaufdiode.
In den Attiny programmierst du einfach eine Tabelle mit
Sonnenaufgangszeiten ein (In Abhängigkeit vom Datum). Dann einfach 3
Stunden nach dem jeweiligen Eintrag einen I/O aktiv schalten und den
daran angeschlossenen MOSFET lässt du dann dein Ventil schalten.
Ganz simpel. Die Schaltung passt auf eine kleine Lochrasterplatine und
du brauchst keinerlei Sensor oder Solarzelle.
Grüße
diggi schrieb:> ich würde gerne mithilfe eines> Microcontrollers jeden Tag drei Stunden nach Sonnenaufgang das Ventil> öffnen und wenn die Sonne untergegangen ist, es wieder schließen. Also> irgendwie wenn die Solarzelle eine Spannung erzeugt...
Und wann soll das Ventil öffnen, wenn man die Sonne wegen starker
Bewölkung den ganzen Tag nicht sieht?
Nachtrag: als MOSFET könntest du einen beliebigen Logic-Level Typ
nutzen, den du direkt an deinen I/O anschließen kannst und der sicher
durchschaltet. Vergiss die Freilaufdiode parallel zu deinem Ventil
nicht.
zum Beispiel den IRL3803 (der ist zwar überdimensioniert, aber den gibts
bei Reichelt)
Schau dir mal diese Seite an, da steht wie du so etwas mit einem Arduino
Board machen kannst:
https://www.rahner-edu.de/robotik/boe-shield-bot-arduino/fototransistor/
Ich empfehle dazu ein Arduino Nano Board und ein handelsübliches MOSFET
(oder Relais) Modul.
Wie hast du dir die Stromversorgung vorgestellt?
Wenn es besonders sparsam werden soll (wegen Batteriebetrieb) empfiehlt
es sich, das fertige Programm auf einen "Nackten" ATmega328
Mikrocontroller zu übertragen. Den Arduino kannst du dabei als
Programmieradapter (Arduino as ISP) verwenden.
Wenn die Zeit nicht sehr genau sein muss, kannst du sogar den Quarz weg
lassen. So etwa 1% maximale Abweichung schafft der auch ohne.
diggi schrieb:> Habt ihr Ideen, wie man so etwas umsetzen kann oder was für Bauteile man> dafür braucht?
Suchbegriff: Zeitschaltuhr, Astroprogramm oder Astrofunktion
Stefan Frings schrieb:
> Wenn die Zeit nicht sehr genau sein muss, kannst du> sogar den Quarz weg lassen. So etwa 1% maximale> Abweichung schafft der auch ohne.
?
Angenommen, es würde eine Genauigkeit von einer halben Stunde verlangt,
dann müsste die Controller-Zeit alle zwei Tage korrigiert werden.
Entweder Eltako S2U12DDX-UC Zeitschaltuhr mit Astrofunktion. Oder ne
Siemens Logo(50€ gebraucht+Demo Version der Software) ab ner gewissen
Versionen haben die auch ne Astrouhr.
S. Landolt schrieb:> Angenommen, es würde eine Genauigkeit von einer halben Stunde verlangt,> dann müsste die Controller-Zeit alle zwei Tage korrigiert werden.
Ich hatte mit dabei gedacht, dass er zuerst auf Sonnenaufgang wartet und
dann drei Stunden messen soll. 1% von drei Stunden wären dann maximal 2
Minuten Abweichung.
Ich sehe da keinen Bedarf für eine Uhr die langzeit-stabil laufen muss.
Man kann es auch kompliziert machen.
Arduino, Fotozelle, Relais, und wenn gewünscht eine Batterie mit
Ladeelektronik für die Solarzelle damit sie den Arduino versorgen kann.
Wenn man den Arduino mit einiger "Schlaftechnik" programmiert sollte das
Sauber reichen. Ist aber ne Frage wie gut die Solarzelle ist.
Fotozelle kalibrieren, damit sie den "Sonnenaufgang" erkennt, selbst
wenn keine Sonne da ist. Es gibt auch Tage wo ein sehr hell ist, die
Sonne aber versteckt ist.
Sobald die Helligkeit einmal erreicht ist, läuft ein Timer los, nach 3
Std. zieht das Relais an und nach weitern X Stunden oder wenn man will
wenn die Helligkeit ein gewissen Wert erreicht hat, fällt das Relais
wieder ab.
Fertig.
Da ich VERMUTE das es sich bei der Spielerei um eine
Bewässerungsanlage handelt, wäre vielleicht noch ein Sensor für Regen
abzufragen. ;)
an Stefan Frings:
Okay, dann hatte ich Sie falsch verstanden. Ich dachte, Sie wollten ohne
den optischen Sensor arbeiten, wie hier bereits von einigen
vorgeschlagen wurde.
Andererseits hätte ich mir ja aber auch denken können, dass einem so
alten Hasen kein solcher Fehlgriff passiert, also Entschuldigung.
diggi schrieb:> nach drei Stunden über ein Mosfet das Ventil öffnet und wenn die Sonne> untergegangen ist, es wieder schließt
Für das Offenhalten eines Ventils reicht die Energie nicht? Dann wird
ein bistabiles Ventil benötigt. Die brauchen aber eine gewisse Energie
zum Öffnen und eine meist gegenpolige Energie zum Schliessen, z.B.
Gardena 1251. Da reicht ein einzelner FET oder ein Relais nicht, sondern
du brauchst eine H-Brücke, z.B. DRV8833.
LG, Sebastian
diggi schrieb:> drei Stunden nach Sonnenaufgang das Ventil öffnen und wenn die Sonne> untergegangen ist, es wieder schließen.
Dazu tut es eine Zeitschaltuhr, eine astronomische Uezitschaltuhr passt
sogar die Zeiten an, so musst du nicht wöchentlich nachjustieren.
Eine Solarzelle sagt zwar, wann die Sonne scheint, aber reagiert auch
auf jeden Schatten, jede Wolke, und wird zeitlich nicht genau schalten,
ggf. mehrmals am Tag.
Wenn du gar nicht wissen willst, wann die Sonne auf geht, sondern z.B.
wann es sich lohnt die Solaranlage zur Schwimmbadheizung laufen zu
lassen, nutze Temperatursensoren.