Forum: HF, Funk und Felder In welchen Geräten wurde der TDA7000 verbaut?


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von Christian M. (likeme)


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Ich hätte da mal eine Frage, in meiner Jugend hat sich der TDA7000 und 
der TBA810 wie das Amen in der Kirche ins Hirn gebrannt. Hatte damals 
zwei Bausätze für mein ganzes Taschengeld gekauft. Alle "heiligen" 
Zeiten ;-) ploppt das Zeug wieder auf. Letztens habe ich das erste mal 
einen TBA810 im Dual P?? Plattenspieler gesehen, ich würde jetzt gern 
mal einen Radio mit dem TDA7000 in die Sammlung mit auf nehmen. Wisst 
ihr zufällig nach was für alten Geräten ich suchen könnte?

von Sven D. (sven_la)


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https://www.radiomuseum.org/tubes/tube_tda7000.html dort findest du 
Links zu Modellen in denen der IC verwendet wurde.

von MaWin (Gast)


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Christian M. schrieb:
> Wisst ihr zufällig nach was für alten Geräten ich suchen könnte?

https://www.radiomuseum.org/tubes/tube_tda7000.html listet unter 
Verwendung 4 Modelle

https://www.google.com/search?q=tda7000

findet auch sehr viele, darunter viele Selbstbauvorschläge.

von herbert (Gast)


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Christian M. schrieb:
> Wisst
> ihr zufällig nach was für alten Geräten ich suchen könnte?

Radio RIM war seinerzeit der erste Laden , welcher diesen Baustein in 
einem Bausatz verwendete. Richtige Fertigprodukte als Taschenradio zb. 
sind mir keine bekannt. Das TDA7000 ist aber auch heute noch für wenig 
erfahrene ein lohnendes Projekt für ein schnelles Erfolgserlebnis.

von MaWin (Gast)


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herbert schrieb:
> Richtige Fertigprodukte als Taschenradio zb. sind mir keine bekannt

Ohne die hätte es den Chip nie gegeben. Man baut so was nicht für 
Bastler. Nun ja, die Sonoclock ist kein Taschenradio.

von Radiomann (Gast)


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Laut diesem Artikel wurden nicht weniger als 5 Milliarden TDA7000 (und 
Varianten) verkauft:

https://spectrum.ieee.org/tech-history/silicon-revolution/chip-hall-of-fame-philips-tda7000-fm-receiver

von Christian M. (likeme)


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Ich kann mich erinnern, die Bausätze in unserem örtlichen 
Elektronikladen gingen sehr gut über den Ladentisch (80iger), vor allem 
bei Jugendlichen die gut basteln konnten. Damals war das ein Walkman 
oder MP3 Player Ersatz. Aufgebaut in einer Zigarettenschachtel o.ä. ein 
echter Hingugger auf dem Pausenhof :-) Dann kam der Walkman, dann 
MP3.... dann das Smombie :-(

: Bearbeitet durch User
von Stefan M. (derwisch)


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Christian M. schrieb:
> Ich kann mich erinnern, die Bausätze in unserem örtlichen
> Elektronikladen gingen sehr gut über den Ladentisch (80iger)

Stimmt, bei uns auch.
Der Bausatz ist mir in guter Erinnerung und er hat gut funktioniert.

Den echten (Ur)TDA7000 habe ich selbst nie in einem kommerziellen Gerät 
gesehen.
Viel später gab es dann die SMD Varianten, die in Taschenradios 
(Werbegeschenke) verbaut wurden.

von Soul E. (souleye) Benutzerseite


Angehängte Dateien:

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TDA7021T war dann wohl der Nachfolger.

Warum Valvo da keinen hauseigenen LM324N verbaut hat bleibt ein Rätsel.

: Bearbeitet durch User
von MaWin (Gast)


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Soul E. schrieb:
> TDA7021T war dann wohl der Nachfolger

Stereo ! Was ohne Stereodecoder natürlich Erlen vor Säue ist.

https://laagewitt.de/fm-stereo-radio-mit-tda7021/

Wobei diese Empfängerart seit SDR komplett überholt ist.

Und diskreter Aufbau aus der Zeit vor dem TDA natürlich 
empfangsempfindlicher und trennschärfer gebaut werden konnte.

von Georg A. (georga)


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Bei meinen TDA7000-Basteleien war ich etwas unzufrieden. Das Rauschen 
war immer viiiel lauter als das Signal der Sender. Keine Ahnung, was ich 
da falsch gemacht habe. Aber dann habe ich ein altes DDR-Tunermodul (auf 
ZF) gefunden und mit einer verbastelten ZF-Demod-Platine (TBA120, noch 
mit Spulen statt Keramikfilter) aus einem Grundig-TV kombiniert...

von Olaf (Gast)


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> Den echten (Ur)TDA7000 habe ich selbst nie in einem kommerziellen Gerät
> gesehen.

Ich auch nicht. Mich wundert das auch nicht. Weil zu der Zeit als der 
aktuell war kamen zum einen bereits die Japaner mit ihren Radios und die 
hatten eigene ICs und ausserdem wurden Geraete mit PLL modern.

Olaf

von herbert (Gast)


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Georg A. schrieb:
> Das Rauschen
> war immer viiiel lauter als das Signal der Sender.

Sollst ja auch nicht Radio hören wenn du dir gerade die Wanne voll 
laufen lässt...

von Mohandes H. (Firma: مهندس) (mohandes)


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Soul E. schrieb:
> Warum Valvo da keinen hauseigenen LM324N verbaut hat bleibt ein Rätsel.

Und ein Rätsel bleibt auch, wer diese Lötstellen verbrochen hat %-|

War das eine SMD-Übungsplatine?

von MaWin (Gast)


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Soul E. schrieb:
> Warum Valvo da keinen hauseigenen LM324N verbaut hat bleibt ein Rätsel.

Wahrscheinlich war er denen zu teuer.

von Soul E. (souleye) Benutzerseite


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Mohandes H. schrieb:

> Und ein Rätsel bleibt auch, wer diese Lötstellen verbrochen hat %-|
>
> War das eine SMD-Übungsplatine?

Die Hersteller stehen ja drauf. Die Lötanlage kam wohl von der Fa 
"Simprop Electronic". Der Name sagt mir nichts, Simprop weckt nur 
Erinnerungen an uralte Funkfernsteuerungen.

: Bearbeitet durch User
von Mohandes H. (Firma: مهندس) (mohandes)


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Soul E. schrieb:
> Die Hersteller stehen ja drauf. Die Lötanlage kam wohl von ...

Offensichtlich hat da jemand den Bereich um den 4-fach-OP LA6324 
umgebaut/umgelötet.

von Serge W. (musikfreund)


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Olaf schrieb:
>> Den echten (Ur)TDA7000 habe ich selbst nie in einem kommerziellen Gerät
>> gesehen.
>
> Ich auch nicht. Mich wundert das auch nicht. Weil zu der Zeit als der
> aktuell war kamen zum einen bereits die Japaner mit ihren Radios und die
> hatten eigene ICs und ausserdem wurden Geraete mit PLL modern.

Schließe mich dem an. Es gab dann noch Bausätze mit dem TDA7088 und 
LM386 (aber beide schon als SMD Ausführung).

Heute geht's noch einfacher: CXA1619BS

- FM Tuner
- AM Tuner
- ZF und Diskriminator / AM Demodulation
- Eingebauter Verstärker für 1W Lautsprecherbetrieb
- Single supply 3-9V

Leider schwer von (seriösen) Händlern zu bekommen, vor allem die THT 
Ausführung (oder mein Google ist kaputt dann Sorry).

Grüße, Serge

von Soul E. (souleye) Benutzerseite


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Mohandes H. schrieb:
> Soul E. schrieb:
>> Die Hersteller stehen ja drauf. Die Lötanlage kam wohl von ...
>
> Offensichtlich hat da jemand den Bereich um den 4-fach-OP LA6324
> umgebaut/umgelötet.

Das sieht eigentlich recht einheitlich aus. Für meinen Geschmack zuviel 
Paste und zuviel Flux-Reste, aber nicht von Hand nachgebessert. Unter 
dem Tantal sind ein paar Lötstellen, die sehen aus als wären sie 
nachgelötet.

Ich habe das Ding aber so wie es ist geerbt. Verglichen mit dem was so 
aus unseren Serienlinen rauskommt ist es schon gruselig.

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