Forum: HF, Funk und Felder Radioempfang heute


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von JWerning (Gast)


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Hallo,

vor kurzem kaufte ich für die Küche eine Micro-Hifi-Anlage von Panasonic 
(SC-PM254EG), die für den Empfang von DAB+ und UKW eine Wurfantenne 
benutzt.
Problem: Wir wohnen 40 km von Hannover entfernt - also weder Weltstadt 
noch Pampa-, aber das lokale Bürgerradio ist nahezu der einzige Sender, 
den ich problemlos damit empfange.
Wieso??? Vor 30 Jahren habe ich simple Radios auf Basis des TDA7000 
gebaut, als Antenne diente ein langes Stück Draht und das funktionierte 
einwandfrei.

Und jetzt 30 Jahre später kriegen die Hersteller einen halbwegs 
akzeptablen Empfang nicht hin? Oder bin ich zu doof, ein Radio zu 
bedienen?

von ● Des I. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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ich bezweifle, dass heute die Sender die Leistung
von vor 30 Jahren fahren.

gepaart mit "Sparschaltungen"
in neuen Geräten ergibt sich Dein Problem...

von TT. (Gast)


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Der nächste "Früher war alles besser" - Kummerkasten.

von Radiofreund (Gast)


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Hallo

Erstmal:
Standort? Hat der sich geändert.
UKW ist nun mal deutlich Standortabhängig.

Dann:
Lokale Störungen?
Wo du -ich nehme doch an Analog?- keine Sender hören kannst ist es am da 
Rauschen, gibt es Störgeräusche oder "gar nichts"?

Wenn nicht das erste zutrifft hast du irgendein Schaltnetzteil (kann 
auch in einer LED Lampe sein) bzw. direkt mehrere davon die heftig 
stören - herausfinden und ersetzen, bzw. Entstörmaßnahmen durchführen.


Und nein:
Die Sendeleistungen der ARD Anstalten (die zumindest je Programme 
anbieten das an als richtiges radio bezeichnen kann) sind nicht 
reduziert worden.

Nebenbei:
wenn es nicht Internetradio zuhaus spricht nichts dagegen) sein soll - 
schau mal wie DAB bei dir funktioniert.
Das Programmangebot ist deutlich größer als was man typischer weise 
Analog empfängt. Die Programme des DLF (da können auch die meisten ARD 
Landessender inhaltlich nicht mithalten) sind immer mit dabei.

Eventuell (unwahrscheinlich) liegt es am Empfänger - aber schlechter als 
früher sind die auch nicht geworden (und jetzt komm mir keine mit den 
wenigen extremen Sahnestückchen der 80er Jahre - die wahren auch schon 
damals eine teure Ausnahme und was für leute mit einer richtigen Antenne 
und interesse am Fernempfang bzw. an einen ganz bestimmten Sender der so 
eben noch zu empfangen war - hier im tiefen Westen von NRW war das z.B. 
der HR).

Radiofreund

von Archibald van der Drahtschlinge (Gast)


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TT. schrieb:
> Der nächste "Früher war alles besser" - Kummerkasten.

Der eigentlich ein "Zu blöd das passende Radio auszuwählen weil Geiz ist 
Geil" Thread sein sollte. Dann wäre er wenigstens konstruktiv.

>Oder bin ich zu doof, ein Radio zu bedienen?

Räusper: Wer die Antenne nicht ehrt, ist das Radio nicht wert."
Oder es sind zuviele Störer  (LED-Lampen etc. pp., Home-Wetterstationen) 
in der Nähe. Einfach mal ne Richtantenne basteln (oder kaufen).

von Radiofreund (Gast)


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Radiofreund schrieb:
> wenn es nicht Internetradio zuhaus spricht nichts dagegen) sein soll -

Wenn es nicht Internetradio sein soll (zuhause spricht nichts dagegen) 
dann schau mal wie...

So sollte es verständlicher sein ;-)

von JWerning (Gast)


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Archibald van der Drahtschlinge schrieb:
> Der eigentlich ein "Zu blöd das passende Radio auszuwählen weil Geiz ist
> Geil" Thread sein sollte. Dann wäre er wenigstens konstruktiv.

Naja, wieviel mehr als 140 Euro willst du für ein besseres Küchenradio 
ausgeben?


Radiofreund schrieb:
> Standort? Hat der sich geändert.
> UKW ist nun mal deutlich Standortabhängig.

Ja, früher mit Selbstbau-Radio oder simplen Kassettenrekorder 40 km 
nördlich von Bremen, heute wie geschildert 40 km westlich von Hannover.


TT. schrieb:
> Der nächste "Früher war alles besser" - Kummerkasten.

Daß ich früher mit einem einfachen Radiorekorder ein halbes Dutzend 
Kanäle (eher mehr) in Stereo störungsfrei empfing und jetzt nicht mehr, 
ist für mich ein Fakt.


Radiofreund schrieb:
> Dann:
> Lokale Störungen?
> Wo du -ich nehme doch an Analog?- keine Sender hören kannst ist es am da
> Rauschen, gibt es Störgeräusche oder "gar nichts"?

Störungen würde ich ausschließen, im vor der Küche draußen stehenden 
Auto habe ich einwandfreien Empfang mehrerer Sender.
Ich fürchte, es liegt einfach an der billigen Wurfantenne - das Stück 
Draht - und ich muß eine hochwertigere Antenne kaufen.
Daher ja meine Frage, wieso vor 30 Jahren 40 cm versilberter Kupferdraht 
reichten? Soviel schlechter als ein Stück Draht kann doch selbst die 
simpleste Wurfantenne gar nicht sein?

von Karl B. (gustav)


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Hi,
wegen zu viel Sonne die Markise runtergefahren:
Ab einer bestimmten Stelle ist Zimmerantennen-UKW verrauscht und 
schließlich ganz weg.
Fahre ich Markise wieder hoch, ist UKW wieder da.
OK. Die Konstruktion erinnert mehr an ein Element der alten 
Steinkimmensenderantenne auf VHF Band I  Kanal 2.
Wirkt also wie eine Antenne. Aber der falsche Abstand. Statt Gewinn 
Dämpfung.
Fazit:
Standortwechsel -> mal Nähe Fenster oder so.

ciao
gustav

von Stefan M. (derwisch)


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Ich kenne den Ausbaustatus (Senderdichte) von DAB aktuell nicht, aber 
ist es nicht noch immer so, dass DAB nur halbwegs vernünfig in 
Großstädten und unmittelbarer Umbebung halbwegs funktioniert?

Das ist der große Nachteil von dem digitalen Unsinn, der uns 
aufgezwungen wird.
DAB ist ein reines Lobby Projekt, bei dem sich ein paar wenige die 
Taschen vollstecken wollen.
Ob es technisch sinnvoll ist, wird nicht hinterfragt.

So ähnlich ist das auch mit der Pflicht(!) für Reifendrucksensoren 
(braucht kein Mensch, kostet aber Geld) bei Neuwagen gelaufen.
Die Bürger bekommen es aufgezwungen, weil ein paar geschäftstüchtige 
Kumpels aus Wirtschaft und Politik wieder etwas gemauschelt haben.

Sollte irgendwann der analoge Hörfunk abgeschaltet werden, bin ich auf 
jeden Fall raus.
Dann spiele ich mir lieber selbst was auf der Blockflöte vor... .

: Bearbeitet durch User
von Steffen W. (derwarze)


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Tja, die Segnungen des Digitalrundfunks führen dazu das die überall gut 
und einfach zu empfangenden Sender immer weniger werden.
DLF ist z.B. hier im Lindauer Raum nur mit grausliger Qualität zu 
empfangen. Dagegen kommt der ORF auch noch rein wenn ich 50 km und 
weiter von der Grenze weg bin. Im schon etwas älteren Autoradio kommt 
der auch noch in Ulm rein, wenn auch verrauscht. Irgendwas machen die 
Ösis da besser. Ist hier übrigens auch so das das terrestrisch TV aus Ö 
und Schweiz, zumindest solange das analog empfangbar war, hier besser 
reinkam als die deutschen Sender. Und auch beim Handy-Empfang ist das 
so, mann muss immer Aufpassen das das Teil sich nicht in der Schweiz 
reinloggt, auch noch 15km weg vom Bodensee kommt das vor. Toller 
Netzausbau hier, da wird von G5 gefaselt und noch nicht mal G4 klappt 
hier. Frage mich was die Schweizer da für Sendeleistungen haben, 
schließlich liegt ja noch der Bodensee dazwischen.
DAB hab ich von längerer Zeit mal probiert aber schnell wider gelassen. 
Einerseits liefen da nur Dudelradiosender die ich nicht mag und wenn mal 
die Feldstärke schwach war war dann immer "Stotterradio" zu hören. Bin 
froh noch ordentlich alte Tuner zu haben, damit ist der UKW Empfang um 
Längen besser als mit den ach so tollen Teilen neuer Produktion. Wobei 
das ging schon vor über 15 Jahren los das deutliche Einbußen beim 
Empfang spürbar waren.

Übrigens* ... "Früher war nicht alles besser, aber vieles war gut und 
wäre es noch wenn man nicht dran rumgefummelt hätte." wusste schon 
Jochen Malmsheimer.

*Zitat muss nicht exakt Wortgemäß sein.

von pnp (Gast)


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Radiofreund schrieb:
> schau mal wie DAB bei dir funktioniert.

JWerning schrieb:
> für den Empfang von DAB+ und UKW

;-)

von Archibald van der Drahtschlinge (Gast)


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JWerning schrieb:
> Archibald van der Drahtschlinge schrieb:
>> Der eigentlich ein "Zu blöd das passende Radio auszuwählen weil Geiz ist
>> Geil" Thread sein sollte. Dann wäre er wenigstens konstruktiv.
>
> Naja, wieviel mehr als 140 Euro willst du für ein besseres Küchenradio
> ausgeben?

Ja was denn nun, HiFi-Anlage wie im Thread eins oder Küchenradio wie 
grad eben?! Für Küchenradio sollte mal allerdings eher in Richtung 
Internetradio schauen, das sollte störungsfrei laufen.

>Daher ja meine Frage, wieso vor 30 Jahren 40 cm versilberter Kupferdraht
>reichten? Soviel schlechter als ein Stück Draht kann doch selbst die
>simpleste Wurfantenne gar nicht sein?

Weil bei Antennen eben weniger das Material als die 'Form', Anpassung 
und Ausrichtung entscheidend sind ...

von Steffen W. (derwarze)


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Archibald van der Drahtschlinge schrieb:
> TT. schrieb:
>
> Räusper: Wer die Antenne nicht ehrt, ist das Radio nicht wert."
> Einfach mal ne Richtantenne basteln (oder kaufen).

 Da ist was dran. "Früher"TM zu Ostzonenzeiten in Leipzig hab nicht nur 
ich mit einer ordentlichen Yagi auf dem Dach NDR in recht guter Qualität 
empfangen können. Damals gab es, glaub ich, auch noch extra starke 
Sender in Grenznähe als Service für den Osten.

von Radiofreund (Gast)


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Hallo

Wenn ein eventuell störendes Schaltnetzteil das Auto welches draußen vor 
der Küche steht stören würde dann hättest du mit sicherheit schon lange 
Besuch von der besatzung eines "Funkmesswagen" erfahren.
Denn um ein bereitbandiges und starkes UKW Signal stören braucht es 
schon einiges an Störpegel - das würden auch andere mitbekommen.

Zum Standort:
Der hat mit der Entfernung zum Sender wenig zu tun - es geht um wie frei 
die Sicht ist, wieviel "Abschirmung" (wobei Abschirmung ein kräftig 
übertriebener Begriff ist) durch Gebäude usw. lokal vorhanden ist und 
wie hoch und frei die Antenne gegenüber der Umgebung ist.

An meinen alten Wohort konnte ich weit über 20 Amateurfunkrelais auf 
70cm vom Balkon auf der 3ten Etage (Sackgasse und mitten drin im 
Mieterbunker)und fast ebenso viele vom Auto im Wendehammer dieser 
"schönen" Ecke aus nutzen - und das war kein Besonders guter Standort.

Gleicht Stadt und weniger als 10km Luftlinie Unterschied:
Vom Auto aus gingen nur noch zwei oder 3 lokale Realis - und nein nicht 
aus der Tiefgerage und nicht aus einer Talsenke ("Berge" aber auch Täler 
gibt es in dieser Stadt garnicht...).
Andererseits:
Kleiner Abraumberg so 100m über die Umgebung erhöht - mit 500mW und 
"Gummiwurst" (das ist eine ganz schlechte Antenne) guter Kontakt mit 
einer Station unter ähnlichen Bedingungen über mehr als 80km enternung.

Daher sagt die Entfernung auf UKW nur wenig aus.

Radiofreund

von ● Des I. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Radiofreund schrieb:
> Und nein:
> Die Sendeleistungen der ARD Anstalten (die zumindest je Programme
> anbieten das an als richtiges Radio bezeichnen kann) sind nicht
> reduziert worden.

ach dann waren das doch nur die Inhalte...

von Radioaktiv (Gast)


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Stiftung Warentest 01/2021, Panasonic SC-PM254EG-S, silber,
Testergebnis "befriedigend" Platz15 von 15 getesteten Geräten. :-) 
WTF???

Ferndiagnose: Das Problem sitzt vor den Lautsprechern.

https://www.testbericht.com/de/vergleich/stiftung-warentest-5090.html

von michael_ (Gast)


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JWerning schrieb:
> Und jetzt 30 Jahre später kriegen die Hersteller einen halbwegs
> akzeptablen Empfang nicht hin? Oder bin ich zu doof, ein Radio zu
> bedienen?

Vielleicht.
Der einzige vernünftige Test ist doch, wenn du dein TDA7000 Radio 
auskramst und an der selben Stelle spielen lässt.

Woher sollen wir denn wissen, ob in deinen Wänden sehr viel Eisen 
verbaut ist.
Oder deine Super-Edelstahl-Kochtöpfe im Fach darüber alles abschirmen.

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Steffen W. schrieb:
> Damals gab es, glaub ich, auch noch extra starke
> Sender in Grenznähe als Service für den Osten.

Ja, gab es. Auch in Berlin, die Sendeleistung war nicht etwa nur für das 
Stadtgebiet dimensioniert. Damit konnte ein großer Teil der DDR versorgt 
werden, ausgenommen die Region um Dresden ("Tal der Ahnungslosen").

Interessant ist, dass von den granznahen Sendern ein Vormittagsprogramm 
mit Wiederholungen des Vorabends ausgestrahlt wurde. Im übrigen Land 
gab's am Vormittag Testbilder. So wurde in der Tat viel getan, um die 
DDR mit Westfernsehen zu erreichen.

Das DDR-Regime war da recht hilflos, vereinzelt sollen FDJ-er 
losgeschickt worden sein, um nach Westen bzw. Berlin ausgerichtete 
Antennen auszuspähen.

Ein anderes wirkungsloses Mittel war Sudel-Ede mit dem "schwarzen 
Kanal", der Westfernsehen (und generell Westdeutschland) diskreditieren 
sollte.

von michael_ (Gast)


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Rainer Z. schrieb:
> Das DDR-Regime war da recht hilflos, vereinzelt sollen FDJ-er
> losgeschickt worden sein, um nach Westen bzw. Berlin ausgerichtete
> Antennen auszuspähen.

Wenn du da mitgemacht hast, mußt du jetzt 80 sein.
Ansonsten weiß das doch jeder, außer den Wessis.
Die werden dir dankbar sein.

von Archibald van der Drahtschlinge (Gast)


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JWerning schrieb:
> Wieso??? Vor 30 Jahren habe ich simple Radios auf Basis des TDA7000
> gebaut,

Der TDA7000 wird seit knapp 20 Jahren nicht mehr produziert und die 
billigen China-Clones bringen halt nicht die Leistung, respektive die 
Entwickler dort wissen nicht wie man ein anständiges Radio mit diesen 
China-Geschiß baut.

von MinTel (Gast)


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JWerning schrieb:
> Vor 30 Jahren habe ich simple Radios auf Basis des TDA7000
> gebaut, als Antenne diente ein langes Stück Draht und das funktionierte
> einwandfrei.

Wäre interessant wie Gut ein Radio mit einem SI4732 oder vergleichbaren 
ist.
Anscheinend werden nur noch wenige Radios als Spuerhet Empfänger gebaut.

Der Andere Punkt ist, die UKW Sender haben die Sendeleistung teilweise 
reduziert, Grund dafür, die Stromkosten und Klimawandel.
Na wenn das so stimmt, Ein Nachbar von mir hat deshalb mal beim BR 
nachgefragt, die Antwort, wenn sie mit UKW Probleme haben, dann wechseln 
Sie bitte zu DAB+.
Vielleicht der Anfang vom Ende der UKW Sender?
 Also UKW so lange verschlechtern, bis es keiner mehr haben möchte.
Die Schweizer sind hier konsequenter, die schalten UKW ab und Gut ist 
es.

von Archibald van der Drahtschlinge (Gast)


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MinTel schrieb:
> Vielleicht der Anfang vom Ende der UKW Sender?

Der ist doch schon längst gewesen oder schon die Diskussion von 2009 
vergessen das (analoges) UKW von 2010 bis 2014 komplett abgeschaltet 
werden sollte:

https://www.bpb.de/73957/sachsen-schaltet-2010-ukw-ab

Manchmal glaubt man, in mikrocontroller.net tummeln nur noch 
Grünschnäbel, die sich nicht mehr an die Zeiten vor dem iphone 4 
erinnern können.

von Abdul K. (ehydra) Benutzerseite


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Was soll auf den dann freiwerdenden 100MHz Frequenzen dann uns 
vorgesetzt werden?

von Archibald van der Drahtschlinge (Gast)


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Abdul K. schrieb:
> Was soll auf den dann freiwerdenden 100MHz Frequenzen dann uns
> vorgesetzt werden?

Da sie noch nicht frei sind, sind sie auch noch nicht vergeben.

Vielleicht Amateurfunk, dann hätte man endlich vernüftige Bandbreite für 
Video-Calls. Oder der Flugfunk wird endlich mal erweitert um die 
Satelliten zu entlasten und direkte aircraft2aircraft adhoc Vernetzung 
zu erlauben. Wenn man dergleichen jetzt schon hätte, wäre MH370 nicht so 
einfach entschwunden.

von MinTel (Gast)


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Archibald van der Drahtschlinge schrieb:
> Der ist doch schon längst gewesen oder schon die Diskussion von 2009
> vergessen das (analoges) UKW von 2010 bis 2014 komplett abgeschaltet
> werden sollte:

Eben nicht, dieser Vorgang ist auf halber Strecke liegen geblieben.
Auch hat sich in NRW eine Fraktion im Landtag gegen DAB+ ausgesprochen.
Und Dein Argument von 2014, das ist Wertlos, was ist den daraus 
geworden?
Wo ist den die UKW Abschaltung in Sachsen?

Nur das die UKW Abschaltung auch in DE kommt ist außer Frage, eine 
Parallel Verbreitung UKW und DAB+ kann es auf Dauer schon wegen der 
Kosten nicht für längere Zeit geben.
Vermutlich wird uns UKW noch ca. 3 - 5 Jahre erhalten bleiben.

von Manfred (Gast)


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JWerning schrieb:
> die für den Empfang von DAB+ und UKW eine Wurfantenne
> benutzt.
> Problem: Wir wohnen 40 km von Hannover entfernt

Willkommen in Niedersachsen, dem Land mit dem schlechten DAB-Ausbau!

Stefan M. schrieb:
> Das ist der große Nachteil von dem digitalen Unsinn, der uns
> aufgezwungen wird.
> DAB ist ein reines Lobby Projekt, bei dem sich ein paar wenige die
> Taschen vollstecken wollen.
> Ob es technisch sinnvoll ist, wird nicht hinterfragt.

Genau so scheint es zu sein.

> So ähnlich ist das auch mit der Pflicht(!) für Reifendrucksensoren
> (braucht kein Mensch, kostet aber Geld) bei Neuwagen gelaufen.

Hat bei meinem vorletzten PKW 205 Euro Aufpreis gekostet und einmal 
bewiesen, dass es Sinn macht.

Steffen W. schrieb:
> "Früher"TM zu Ostzonenzeiten in Leipzig hab nicht nur
> ich mit einer ordentlichen Yagi auf dem Dach NDR in recht guter Qualität
> empfangen können.

Und heute im Westen, etwa 30km südlich von Brocken und Torfhaus, 
empfange ich auf DAB+ alle OstSender (MDR-SA) sauber, aber meinen 
Regionalsender NDR nur mit massiven Aussetzern.

von MinTel (Gast)


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Abdul K. schrieb:
> Was soll auf den dann freiwerdenden 100MHz Frequenzen dann uns
> vorgesetzt werden?

Also für Mobilfunk ist der 100MHz Bereich uninteressant.
Es gibt dafür keine Pläne.
Das kennt man doch von Anderen Frequenzen auch, so z.B. das ehemalige 
6Meter Band 47 - 68 MHz, wo früher die TV Kanäle 2 - 4 drauf waren.
Oder das 4 Meter BOS Band, das braucht auch keiner  Wirklich, weil es 
dafür nichts gibt was sich dafür eignet.

Zumindest hat man auf dem 6 Meter Band als Amateurfunker keine Probleme 
mehr mit TV Sendern.
Es gibt Länder wo das 4 Meter Band für Amateurfunk zugelassen ist, 
vielleicht kommt da noch was in DE.
Oder das Netz C wo früher die Auto Telefone drauf waren, 440 - 470 MHz.
Bereich stimmt wohl nicht ganz! Das braucht auch keiner, obwohl das für 
Mobilfunk schon geeignet wäre.

von Bänz (Gast)


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MinTel schrieb:
> Die Schweizer sind hier konsequenter, die schalten UKW ab und Gut ist
> es.

Nunja, das rückgängig-machen der geplanten Abschaltung wird in Erwägung 
gezogen, sogar von den ursprünglichen Initiatoren der Abschaltung.

Jedenfalls soll so oder so in Notsituationen weiterhin Aussendungen in 
dem Spektrum getätigt werden. Daher bezweifle ich, dass das Spektrum 
verwertet wird.


Aber zum Thema:

JWerning schrieb:
> Störungen würde ich ausschließen, im vor der Küche draußen stehenden
> Auto habe ich einwandfreien Empfang mehrerer Sender.

Das könnte schon eine Störquelle in der Küche sein. Stell den Empfänger 
mal in einen anderen Raum. Die Dämpfung durch handelsübliche Mauern ist 
bei der Frequenz vernachlässigbar.

von Manfred (Gast)


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MinTel schrieb:
> Oder das Netz C wo früher die Auto Telefone drauf waren, 440 - 470 MHz.

Schaue Dir bei der BNetzA den Frequenzplan an, in dem Bereich sind 
Frequenzzuteilungen vorhanden, und nicht alle offen.

Bänz schrieb:
> Die Dämpfung durch handelsübliche Mauern ist bei der Frequenz vernachlässigbar.

DAB+ müsste bis etwa 230 MHz reichen, da ist die Dämpfung auf jeden Fall 
höher als bei den 92 MHz vom NDR-UKW.

Für UKW hat man 88..108 MHz, kann also die Antenne +-10MHz relativ gut 
anpassen. Nun kommt DAB+ mit ins selbe Radio rein, da soll die Antenne / 
der Wurfdraht 88..230 MHz abdecken - ob das wohl anständig klappt?

Aus meiner Sicht gibt es nur eine saubere Lösung: Weg mit dem Scheiß, 
DAB beerdigen, bevor noch mehr Geld verbrannt wird. Aber wir kennen 
Berlin und die EU, was die A***cher einmal beschlossen haben, wird 
niemals wieder korrigiert.

von Tubetown (Gast)


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Manfred schrieb:
> Aus meiner Sicht

Gott sei Dank geht's nicht nur nach deiner Sicht!

von HabNix (Gast)


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Wird die Wurfantenne durch einen gestreckten Dipol ersetzt, wird i.d.R. 
die Empfangsleistung deutlich verbessert. Wurde im Forum doch schon 
mehrfach diskutiert und mit Erfolg praktiziert.

MfG

von Karl B. (gustav)


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Manfred schrieb:
> Weg mit dem Scheiß,
> DAB beerdigen, bevor noch mehr Geld verbrannt wird.

Hi,
und DRM schon vergessen? Ähhm... DRM was ist das? Digital Rights 
Management
nein Digital Radio Mondiale "Stereo auf Kurzwelle in UKW Qualität".

ciao
gustav

von Mario X. (grinderfx)


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Man sollte sich eher fragen, wieso man immer noch auf dieses grottige 
Format setzt mit noch grottigerem Sendeinhalt.
Wir sind so das letzte Land auf diesem Planeten, wo sich einige noch an 
sowas klammern. Das mögen hier die Dinosaurier im Forum nicht hören 
wollen aber Radio dieser Art hätte man schon vor 10 Jahren abschalten 
sollen.
Andere Länder nutzen diese Frequenzen für deutlich sinnvolleres!

von Karl B. (gustav)


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von ● Des I. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Mario X. schrieb:
> Andere Länder nutzen diese Frequenzen für deutlich sinnvolleres!

mit Geräten, die neu sind (sein müssen)
und somit nur ein paar Monate halten.

Hier sind Radios im Betrieb, die 30 Jahre alt und älter sind.
-nein, keine Heizgeräte mit Röhren!

Mit diesen Radios höre ich auch gleich sofort,
dass wir Überreichweiten haben und der lokale Sender schwindet.
-Moderne  Radios sind dann irgendwann einfach nur stumm.

Ich kann ohne etwas zu verstellen regelmässig Flugfunk hören.

Und:
Das Radio ist noch in der selben Sekunde an,
wenn es vorher komplett stromlos war.
Das macht es primärseitig schaltbar,
ohne dass es die (unnötige) Uhrzeit vergisst

oder am besten noch einprogrammierte Sender verliert.

Wer hier von graubärtigen Grantlern oder Dinosauriern schwallert,
hat nie wirklich anständiges Radio geniessen dürfen.

BTW:
was bedarf es heute mit modernen Gerätschaften,
eine Tonaufnahme (Kassettenrecorder)
mittels eines einfachen Schalters zu starten?

von ??? (Gast)


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JWerning schrieb:
> Hallo,
>
> vor kurzem kaufte ich für die Küche eine Micro-Hifi-Anlage von Panasonic
> (SC-PM254EG), die für den Empfang von DAB+ und UKW eine Wurfantenne
> benutzt.
> Problem: Wir wohnen 40 km von Hannover entfernt - also weder Weltstadt
> noch Pampa-, aber das lokale Bürgerradio ist nahezu der einzige Sender,
> den ich problemlos damit empfange.
> Wieso??? Vor 30 Jahren habe ich simple Radios auf Basis des TDA7000
> gebaut, als Antenne diente ein langes Stück Draht und das funktionierte
> einwandfrei.
>

Laut Kohl und Mutti so gewollt

Denke! Du sollst nur hören was wir dir sagen wollen. Denken ist in der 
Republik nicht mehr erwünscht und wird bestraft.

> Und jetzt 30 Jahre später kriegen die Hersteller einen halbwegs
> akzeptablen Empfang nicht hin? Oder bin ich zu doof, ein Radio zu
> bedienen?

Das nicht

von Helge (Gast)


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Ist viel Beton, Isolierung (mit alufolie kaschiert), Stahl im Haus 
verbaut? Sieht man ja nicht. Würde, wenns geht, einen draht aus dem 
Fenster raushängen.

von Jens G. (jensig)


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Stefan M. schrieb:
> So ähnlich ist das auch mit der Pflicht(!) für Reifendrucksensoren
> (braucht kein Mensch, kostet aber Geld) bei Neuwagen gelaufen.
> Die Bürger bekommen es aufgezwungen, weil ein paar geschäftstüchtige
> Kumpels aus Wirtschaft und Politik wieder etwas gemauschelt haben.

Es gibt keine Pflicht für Reifendrucksensoren, sondern höchstens für 
eine Reifendrucküberwachung. Und da gibt's aktiv und passiv. Und die 
Technik für die passive ist praktisch in jedem Auto schon seit 
Jahrzehnten drin, nämlich Drehzahlsensoren an allen vier Rädern für ABS, 
ESP, ASR, Beschleunigungs und Giersensoren, ... da fehlt es nur noch an 
ein bißchen Software, um die passive Druckkontrolle hinzubekommen.
Soviel mal zu Deiner Verschwörungstheorie namens Mauschelei ...


Steffen W. schrieb:
> Da ist was dran. "Früher"TM zu Ostzonenzeiten in Leipzig hab nicht nur
> ich mit einer ordentlichen Yagi auf dem Dach NDR in recht guter Qualität
> empfangen können. Damals gab es, glaub ich, auch noch extra starke
> Sender in Grenznähe als Service für den Osten.

Da ist nichts dran, wenn es um die Frage geht, warum der TO jetzt nach 
30 Jahren mit einer Wurfantenne plötzlich nicht mehr klarkommt, während 
das damals offensichtlich noch ging.
Die starken Sender gibt's übrigens auch heute noch weitgehend in analog 
mit 100kW.
Es sind halt nur viele kleine Sender dazugekommen, meist für die 
privaten. Wer sich diese anhört, hat nun mal das Nachsehen wegen kurzer 
Reichweite.


Archibald van der Drahtschlinge schrieb:
> JWerning schrieb:
>> Wieso??? Vor 30 Jahren habe ich simple Radios auf Basis des TDA7000
>> gebaut,
>
> Der TDA7000 wird seit knapp 20 Jahren nicht mehr produziert und die
> billigen China-Clones bringen halt nicht die Leistung, respektive die
> Entwickler dort wissen nicht wie man ein anständiges Radio mit diesen
> China-Geschiß baut.

Er will aber wissen, warum es mit seinem Panasonic nicht mehr geht, und 
das ist vermutlich kein China-Clone.


Mario X. schrieb:
> Man sollte sich eher fragen, wieso man immer noch auf dieses grottige
> Format setzt mit noch grottigerem Sendeinhalt.

Und Du glaubst, Du hast einen nicht grottigen Geschmack?

> Wir sind so das letzte Land auf diesem Planeten, wo sich einige noch an
> sowas klammern. Das mögen hier die Dinosaurier im Forum nicht hören
> wollen aber Radio dieser Art hätte man schon vor 10 Jahren abschalten
> sollen.
> Andere Länder nutzen diese Frequenzen für deutlich sinnvolleres!

Witzbold ...

MinTel schrieb:
> Die Schweizer sind hier konsequenter, die schalten UKW ab und Gut ist
> es.

Ach? Und warum senden die immer noch auf UKW?

: Bearbeitet durch User
von Nichtverzweifelter (Gast)


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Jener Mario trieft vor politischem Sendungsbewusstsein. Der Fragesteller 
hingegen will einfach nur in Erfahrung bringen, warum sein 
Panasonic-Gerät weder Dab+ noch klassisches UKW empfängt. Der 
Fragesteller ist weder rückständig, noch geizig. Er hat sich ein 
"teures", neues Markengerät gekauft.

So , Mario, Du kannst ihm jetzt sicher weiterhelfen, nicht wahr?

von Elektrofan (Gast)


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MinTel (Gast) schrieb:
> Die Schweizer sind hier konsequenter, die schalten UKW ab und
> Gut ist es.

Fragt sich nur, "gut" für wen?
Hat die Umwelt etwas davon, wenn auf diese Tour jede Menge
nutzlos gewordene Alt-Radios in Helvetias Vorder- und Hinterrhein 
'entsorgt' wurden/werden? -
Unsere, inzwischen auch erfolgreich zu Elektronikschrott
umfunktionierten DVBT-1-Empfänger
("Mutti", s.u., hatte offenbar auch in diesem Fall nix dagegen)
kommen ja erst ab dem Oberrhein dazu, und ergo können auch
nur die eine ganz andere Öko-Bilanz versauen,
nämlich die der EU:
https://www.europarl.europa.eu/factsheets/de/sheet/71/umweltpolitik-allgemeine-grundsatze-und-grundlegender-rahmen 
...


> Laut Kohl und Mutti so gewollt

Nanana!
'Birne' ist doch längst tot;
XX-Chromosom-BesitzerINNEN halten da VIEL länger.

> Denke! Du sollst nur hören was wir dir sagen wollen. Denken ist in der
> Republik nicht mehr erwünscht und wird bestraft.

Nanana-2!
Zur Zeit gibt es wenigstens in DEN Fällen (noch) Bewährung,
bei denen das Ergebnis des als "falsch" definierten Denkens
nicht öffentlich ausposaunt wird.   ;-)

von Kilo S. (kilo_s)


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MinTel schrieb:
> Es gibt Länder wo das 4 Meter Band für Amateurfunk zugelassen ist,
> vielleicht kommt da noch was in DE.

https://70mhz.org/germany-back-on-4-m/

von TT. (Gast)


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TT. schrieb:
> Der nächste "Früher war alles besser" - Kummerkasten.

Jetzt auch Digital(DAB+) vs. Analog(UKW) und Alter Sack vs. Generation 
Internet ...

Als wenn diese Entwicklung nicht vorauszusehen war!

von Karl (Gast)


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● Des I. schrieb:
> Wer hier von graubärtigen Grantlern oder Dinosauriern schwallert,
> hat nie wirklich anständiges Radio geniessen dürfen.

Das von Flugfunk unterbrochen wird? Und wo ist jetzt dein Argument, das 
du kein stehengebliebenen Grandler bist? Und was nutzt einem UKW, wenn 
es nur 3 Sender gibt und die alle den gleichen Mist spielen? 
Deutschlandfunk ist z.B. DAB+ jetzt überall in der Fläche verfügbar, bei 
UKW war das nur sehr eingeschränkt zu empfangen.

von ● Des I. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Karl schrieb im Beitrag #6734647 nur Blödsinn
mit völligen Übertreibungen und hat zudem gezeigt,
dass es meinen Beitrag gar nicht verstanden hat

von Poldi 009 (Gast)


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JWerning schrieb:
> Vor 30 Jahren habe ich simple Radios auf Basis des TDA7000
> gebaut,

JA JA vor 30 Jahren, jetzt erwartest Du, das es mindestens nochmal 30 
Jahre so weiter geht. Jedenfalls den TDA 7000 bekommt man noch.

Aber mal eine Frage die mehr in die Zeit passt.
Mit dem TDA7000 war der komplette UKW Empfänger in einem IC 
untergebracht.
Es waren nur noch wenige Bauteile erforderlich, + einem NF Verstärker.
Damals meist ein LM386, den gibt es auch noch.

Jetzt zur Eigentlichen Frage, gibt es sowas wie den TDA7000 auch für 
DAB+
Also den kompletten Empfänger in einem Chip.
Was ich bisher gefunden habe, bei Silicon Lab gibt es Chips wo der DAB+ 
Empfänger drin ist. Was dazu kommt ein Microcontroller, Display und 
natürlich der NF Verstärker.

von Karl (Gast)


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O.k., jetzt verstehe ich das Argument. Dein geistiges Niveau liegt auf 
dem eines trotzigen Kindes, deshalb kein Grandler.

von TT. (Gast)


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Poldi 009 schrieb:
> Jetzt zur Eigentlichen Frage, gibt es sowas wie den TDA7000 auch für
> DAB+
> Also den kompletten Empfänger in einem Chip.

Na klar.

> Was ich bisher gefunden habe, bei Silicon Lab gibt es Chips wo der DAB+
> Empfänger drin ist.

q.e.d.

> Was dazu kommt ein Microcontroller

Nicht in allen Fällen!

>, Display

Wäre ja im TDA7000-Fall dann eine Mechanik mit Skalenzeiger

> natürlich der NF Verstärker.

Ohne den ein TDA7000 auch nicht auf Lautstärke kommt.

Kannst also auch heute ein DAB+/UKW Radio basteln so wie damals mit dem 
TDA7000.

von Bernhard S. (gmb)


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TT. schrieb:
> Kannst also auch heute ein DAB+/UKW Radio basteln so wie damals mit dem
> TDA7000.

Ein UKW Radio bekommt man vollkommen ohne ICs aus Transistoren hin. Mit 
DAB+ geht das nicht mehr - das ist eine Sache die ich schade finden 
würde, sollte FM-UKW eines Tages abgeschaltet werden.

von Karl (Gast)


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Bernhard S. schrieb:
> das ist eine Sache die ich schade finden
> würde, sollte FM-UKW eines Tages abgeschaltet werden.

Hier eine Dose Mitleid.
Es verbietet dir übrigens keiner Weiterhin deine Radios zu bauen, kannst 
sie ja mit einem Transmitter betreiben.
Eine Trabbi konnte man übrigens auch nur mit (Steck-)Schlüssel, 
Schraubenziehern, Hammer und Zange reparieren, ganz ohne IC. Findest du 
es auch schade, dass die Menschheit mit so modernen Fahrzeugmisst 
belästigt wird? Zurück in die Zukunft!

von Nichtverzweifelter (Gast)


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Ob der TO wohl schon irgendeine Empfangsverbesserung erzielt hat? "Sein" 
Radio kann ja beides, Dab+ und UKW, im Moment aber weder-noch!

von Bernhard S. (gmb)


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Karl schrieb:
> Findest du
> es auch schade, dass die Menschheit mit so modernen Fahrzeugmisst
> belästigt wird?

Ein Kumpel von mir legte seinen Fahrersitz nach hinten, weil er ein paar 
Stunden Zeit hatte bis es auf die Autofähre ging.

Als er den Sitz wieder aufrichten wollte, ging das nicht! Irgendwas war 
mit dem Schalter kaputt. Den Rest der Urkaubs-Rückfahrt legte er mit 
vielen Jacken und Decken im Rücken zurück.

Das wäre mit mechanischer Sitzverstellung nicht passiert.

Sagen wir, neue Technik hat nicht ausschließlich Vorteile.

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Es sterben offenbar schon die Antennenanlagen aus. In meinem Haus habe 
ich sie vor dem Einzug vor 20 Jahren auf einen 8-fach-Verteiler 
aufgemotzt und mit einem UKW-Kreuz-Dipol erweitert. Kolossale 
Senderdichte! An eine Leitung in die Küche habe ich nicht gedacht... 
Dort reicht der Empfang für den Grundig-Radiorecorder aber selbst mit 
Stabantenne.

In diesem Fred wird Antennenanlage gar nicht mehr erwähnt. :(

von Big Block (Gast)


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Karl schrieb:
> Eine Trabbi konnte man übrigens auch nur mit (Steck-)Schlüssel,
> Schraubenziehern, Hammer und Zange reparieren

Was kein Chip Tunning beim Trabbi, so was brauche ich nicht.
Und einen Fehlerspeicher gab es auch nicht?

von ● Des I. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Rainer Z. schrieb:

> In diesem Fred wird Antennenanlage gar nicht mehr erwähnt. :(

Die Anlagen waren nur echt mit der Kugel auf der LMK-Peitsche  ;-)

Bei Radios mit ordentlicher Empfangsstufe ist eine Antennenanlage
auch garnicht wirklich nötig.
Ausser man wohnt in einer echten Wallapampa.

: Bearbeitet durch User
von HF-Bastler (Gast)


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OT

> Dein geistiges Niveau liegt auf
> dem eines trotzigen Kindes, deshalb kein Grandler.

Das Trotzalter durchläuft nahezu jedes Kind, ganz unabhängig
von seiner Intelligenz.

Btw  "Opa, warum schreibst du Grantler mit 'd'? Bist du dumm?"

von Karl (Gast)


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Big Block schrieb:
> so was brauche ich nicht.

q.e.d.

Soll sogar Leute geben, die brauchen weder Auto noch Fahrrad noch Pferd. 
Alles neumodischer Scheiß. Es wäre echt schön, wenn die ganzen früher 
war Alles besser Heinis nicht so viel im Internet spielen würden. Geht 
auf eine Parkbank enten füttern, anstatt das Forum zuzumüllen. Das 
Internet braucht ihr nicht, nehmt ein UKW-Radio mit und habt Freude 
dran. Und wenn so ein Jogger mit iPhone vorbei läuft bewerft ihn mit 
Brot.

von Schwarzer H. (Gast)


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JWerning schrieb:
> Und jetzt 30 Jahre später kriegen die Hersteller einen halbwegs
> akzeptablen Empfang nicht hin? Oder bin ich zu doof, ein Radio zu
> bedienen?

Keine Ahnung. Du hast bestellt was Du intendiertest und wenns nicht OK 
ist, hast Du gar nicht zu begründetes Rückgaberecht. Wo fehlts an der 
Rückgabe?

IQ nur zweistellig?

Nennt sich Retoure.

Kommt Zeit, kommt Antwort. Ich verkaufte vor sechs Wochen einen 
Technics-Receiver aus den 70-ern (Silver edition) für lau 30€ + VK nach 
Österreich.

Es gibt noch Menschen, die auch noch gebrauchte guterhaltene Hi-Tech 
Klassiker schätzen und ich bin froh darum-

Gestern brachte ich eine PL36 NOS Röhre zur Post. Ich bin glücklich!

von Schwarzer H. (Gast)


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HF-Bastler schrieb:
> Das Trotzalter durchläuft nahezu jedes Kind, ganz unabhängig
> von seiner Intelligenz.

Falsch. Hast Du echte Beweise oder ists nur Deine persönliche Meinung?

von Serge W. (musikfreund)


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Karl schrieb:
> Deutschlandfunk ist z.B. DAB+ jetzt überall in der Fläche verfügbar, bei
> UKW war das nur sehr eingeschränkt zu empfangen.

War er bis Ende 2015 auch. Über Mittelwelle.

Es gab damals vor der Abschaltung ein paar Sondersendungen mit 
Hörerfragen zum Thema und ich war erstaunt, wie viele Menschen 
ebenfalls noch die Mittelwelle genutzt haben. Dachte immer, die senden 
nur noch für mich auf MW ;)

Ich bin kein "Früher war alles besser" Typ, ich bin durchaus dankbar wie 
sich Internet und Computer entwickelt haben, dass die Medizin Narkose 
kennt, oder auch die Mobiltelefonie, da vermisse ich das C-Netz nicht 
wirklich. Aber das waren alles Verbesserungen.

Nur DAB+ ist etwas, wovon man die Leute erst überzeugen muss, dass sie 
es brauchen. Wird ja kräftig für Werbung gemacht. Wirkliche Vorteile hat 
es nur für die Sendeanstalten, für den Normalbürger eher nicht. 
Ausnahmen mag es geben.

Grüße, Serge
(der trotz allem DAB+ empfängt, sogar sehr gut, aber nur weil der DLF 
hier keine UKW Frequenz hat). Ist eben einer der wenigen Sender, die man 
sich noch antun kann.

: Bearbeitet durch User
von Thomas W. (twust)


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Bernhard S. schrieb:
> TT. schrieb:
>> Kannst also auch heute ein DAB+/UKW Radio basteln so wie damals mit dem
>> TDA7000.
>
> Ein UKW Radio bekommt man vollkommen ohne ICs aus Transistoren hin. Mit
> DAB+ geht das nicht mehr - das ist eine Sache die ich schade finden
> würde, sollte FM-UKW eines Tages abgeschaltet werden.

Vielleicht solltest Du den Computer, mit dem Du diese Zeilen gepostet 
hast, auch mal ohne ICs und ganz diskret mit einzelnen Transistoren 
nachbauen! Dann hast Du was zu tun und musst nicht traurig sein.

: Bearbeitet durch User
von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Serge W. schrieb:
> Ich bin kein "Früher war alles besser" Typ

Hallo Serge,

das bin ich auch nicht. Meine Motive sind da eher egoistisch, ich will 
nämlich meine alten Saba Freiburgs so lange wie möglich betreiben 
können.

Die Abschaffung der CCIR-Norm habe ich wegen der Röhrenfernseher 
bedauert, aber ich muss die Qualität von DVB-T2 neidlos anerkennen. Da 
mag ich auch nicht mehr zurück zu 625 Zeilen.

Wie betreibst Du Deinen alten Philips eigentlich?

von Serge W. (musikfreund)


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Rainer Z. schrieb:
> Wie betreibst Du Deinen alten Philips eigentlich?

Du erinnerst Dich? Danke der Nachfrage! ;)

Ganz pragmatisch über den Modulator/ UHF-Ausgang eines Videorekorders. 
Ok, ist noch eine Antennenweiche dazwischen weil der Philips noch die 
alten 240/300 Ohm Flachbandstecker hat, je für VHF und UHF getrennt.

TV Signal kommt vom SAT Receiver, der hat keinen Modulator mehr, nur 
noch HDMI und Scart. Meist auch vom Videorekorder direkt, der 
funktioniert ja noch. Oder wieder, ich hatte ja mal im Marktplatz nach 
einem Betamax Rekorder gefragt und dann bei Ebay ein paar defekte Geräte 
ersteigert. Aus zwei mach eins ;)

Schöne Grüße, Serge

und viel Spaß mit den "Freiburgs". Solide Technik, nur der 
Sendersuchlauf ist recht fehleranfällig das weiß ich noch. Mit viel 
Glück ist nur die ECL80 verbraucht, wenn's blöd läuft musst den Motor 
neu wickeln (4 Spulen, das macht Spaß :/ ;)

von Elektrofan (Gast)


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>> Deutschlandfunk ist z.B. DAB+ jetzt überall in der Fläche verfügbar, bei
>> UKW war das nur sehr eingeschränkt zu empfangen.

> War er bis Ende 2015 auch. Über Mittelwelle.

Bis 2014 gab's noch 2 Langwellen, 153 kHz und 207 kHz.

https://de.wikipedia.org/wiki/Deutschlandfunk#Langwelle

Womöglich hatte er bis dahin, über AM, sogar mehr Hörer, als derzeit
über das penetrant als "mehr Radio" beworbene DAB ++++     ;-)

von Georg A. (georga)


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Elektrofan schrieb:
> Womöglich hatte er bis dahin, über AM, sogar mehr Hörer, als derzeit
> über das penetrant als "mehr Radio" beworbene DAB ++++     ;-)

Das glaube ich nicht, Tim.

https://www.dabplus.de/2020/07/15/ma-2020-audio-ii-neue-rekordwerte-fuer-deutschlandfunk-und-deutschlandfunk-nova/

DLF        2.2Mio Hörer/Tag
DLF Kultur 0.51Mio Hörer/Tag
DLF Nova   0.13Mio Hörer/Tag

Nova gibts nur auf DAB.

von Martin L. (makersting)


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Karl schrieb:
> Deutschlandfunk ist z.B. DAB+ jetzt überall in der Fläche verfügbar,

Stimmt nicht. Von meinem Wohnsitz aus ein paar Kilometer auf der BAB 
gefahren, darf man sich auf rd. 60km DAB-Funkloch an DAB-Funkloch 
freuen. Mit UKW waren ca. 10km Strecke arg verrauscht, aber 
verständlich, MW bot durchgängig Empfang. Ein Brief an den DLF mit der 
Bitte auf MW weiter zu senden, brachte nur den Hinweis ein auf DAB 
umzusteigen. Gesagt getan. Kohle weg, Empfang auch. Aber DLF-Hörer bin 
ich inzwischen auch nur noch sporadisch bis mich aufsteigender 
Mageninhalt antreibt auf NED1 umzuschalten.

von Schwarzer H. (Gast)


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Steffen W. schrieb:
> Tja, die Segnungen des Digitalrundfunks führen dazu das die überall gut
> und einfach zu empfangenden Sender immer weniger werden.
> DLF ist z.B. hier im Lindauer Raum nur mit grausliger Qualität zu
> empfangen.

Meinste Analogsendungen, bei DLF im UKW- aka VHFII-Band um +/. 100 MHz.

Hier in Tölz optimal weil UKW-Sender ca. einen Berg weiter.

Besorg Dir doch bei der Abmontage bei dem Nachbarn Deiner Wahl eine 
ausgediente VHF TV-YAGI Die wurden für den Bereich VHF I bis VHF III 
kombiniert. Vorteil: Geld verdient + ausgezeichneter Empfang, da VHF II 
= UKW  Rundfunkband ;)

von Schwarzer H. (Gast)


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JWerning schrieb:
> Und jetzt 30 Jahre später kriegen die Hersteller einen halbwegs
> akzeptablen Empfang nicht hin?

Der Hersteller Deines gewählten Händlers kann das wohl nicht.

Aber das ist ein anderes Thema.

Als Funkamateur und Astronomiefan kann ich Dir bestätigen, daß der 
Radioempfang bestens sogar auch noch intergalaktisch funktioniert.

von 900ss D. (900ss)


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TT. schrieb:
>> Was ich bisher gefunden habe, bei Silicon Lab gibt es Chips wo der DAB+
>> Empfänger drin ist.
>
> q.e.d.

 Ich nutze hier auf 2 unterschiedlich designten Platinen den SI4688. Auf 
DAB+ wie auch FM nur mit einem Stück Draht in der SMA-Buchse guter 
Empfang. Ich bin wirklich positiv überrascht von diesem Chip.

Allerdings ist es so hier im Bremer Raum, dass ich nur mit dem 
originalen FM-Radio in meinem Auto aus 2008 noch WDR5 empfangen kann. 
Ich hab noch kein anderes Radio gefunden, das solch eine Empfindlichkeit 
hat. Ok, ein Röhrengerät hab ich nicht probiert ;)

Edit: gerade nochmal probiert mit WDR5. Die Bedingungen scheinen gerade 
gut zu sein für FM. Das hier im Forum schon erwähnte Sony XDR-V20D (im 
DAB-Thread) hat doch oben im Haus rauschfreien Empfang mit Stabantenne. 
Unten je nach Position mehr rauschen bis rauschfrei. Ein Geneva Touring 
L (kein Billiggerät) schafft es oben nur stark verrauscht.

: Bearbeitet durch User
von ● Des I. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Schwarzer H. schrieb:
> Als Funkamateur und Astronomiefan kann ich Dir bestätigen, daß der
> Radioempfang bestens sogar auch noch intergalaktisch funktioniert.

was gibts aus M31 zu hören?

von Mohandes H. (Firma: مهندس) (mohandes)


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Deinen Panasonic SC-PM254EG kenne ich jetzt nicht. Aber generell kann 
ich sagen, daß alte Radios einen besseren Empfang haben. Zumindest was 
Empfindlichkeit und Trennschärfe betrifft.

Heute wird da eines der üblichen ICs eingebaut während Empfänger aus den 
50ern bis in die 70er aufwendig konstruierte und vor allem sorgfältig 
abgeglichene Schaltungen hatten.

Ich habe hier diverse Empfänger, von 1955 bis heute, an denen ich auch 
rumbastele (an den älteren), und gelegentlich vergleiche ich sie. Die 
neueren empfangen die üblichen Sender auf UKW, bei den älteren erlebt 
man oft Überraschungen. Erst recht auf anderen Wellenbereichen.

Was soll das UKW-Bashing (vs DAB+) eigentlich? Laßt doch die Leute ihr 
UKW hören und erfreut euch selber am DAB+ oder am Internetradio. Stören 
euch die UKW-Hörer?

Ich finde, gerade die Vielfalt macht es. Und hoffe, das analoge Radio 
bleibt uns erhalten! Davon gehe ich aber stark aus, nicht weil 
totgesagte länger leben, sondern weil der Rundfunk einfach immer noch 
sehr populär ist, warum sollte sich das ändern?

: Bearbeitet durch User
von Mohandes H. (Firma: مهندس) (mohandes)


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P.S. Wurde ja schon erwähnt: die Antenne! Bei Wellenlängen um 3m kann 
schon eine Änderung von ein paar dm einen großen Unterschied machen.

Wenn bei mir vor dem Haus ein Bus hält, etwa 10m entfernt, dann ist mein 
lokaler Sender kurz fast weg. Vermutlich Reflexionen oder 
Überlagerungseffekte.

Momentan haben wir außerdem wetterbedingt starke Über- und 
Unterreichweiten auf UKW.

von TT. (Gast)


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Mohandes H. schrieb:
> Was soll das UKW-Bashing (vs DAB+) eigentlich? Laßt doch die Leute ihr
> UKW hören und erfreut euch selber am DAB+ oder am Internetradio. Stören
> euch die UKW-Hörer?

Ich glaube der Ton ist in vielen Foren eher anders herum. Wenn da einer 
von seinen guten DAB+ Erfahrungen spricht, geht das Bashing los. In 
vielen (UKW)-Köpfen darf halt nicht sein, was nicht sein darf. Sonst 
fällt die eigene Weltanschauung zusammen.

Aber in der Tat sind viele moderne Radios hinsichtlich der Selektion 
absoluter Murks. Ich habe einige Geräte gesehen, da ist gar keine 
Selektion und Großsignalfestigkeit gegeben und wenn die ADCs im HF-Teil 
mit 8 Bit samplen ist schnell Schluß mit guten Empfang (auf UKW und 
DAB+)! Da gehts indoor nichtmal mit dem Ortssender gut. Versuchsweise 
habe ich solchen Kisten dann umschaltbare Bandfilter gegönnt und siehe 
da, trotz Einfügedämpfung und ohne zusätzlichen Verstärker waren das 
auch Radios mit denen man etwas empfangen konnte. Stück Draht dran und 
die Multiplexe, sogar aus den Nachbarbundesländern, kamen störungsfrei 
rein.  Aber solch grottigen Empfänger konnte und hat man auch in reinen 
Analogzeiten verbrochen. Fällt heute nur bei Band 3 Empfang viel 
leichter auf wenn gepfuscht wird, hat aber erstmal mit DAB+ nichts zu 
tun. Schrottschaltungen hat die Industrie für jedem Rundfunkbereich 
hergestellt.

von Manfred (Gast)


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TT. schrieb:
> Wenn da einer
> von seinen guten DAB+ Erfahrungen spricht, geht das Bashing los. In
> vielen (UKW)-Köpfen darf halt nicht sein, was nicht sein darf. Sonst
> fällt die eigene Weltanschauung zusammen.

Was soll dieser grob unsachliche Beitrag in einem Technikforum?

Ich habe als Einstieg Radio- und Fernsehtechniker gelernt, zu einer 
Zeit, als Wohnblöcke noch terrestrisch analog mit 
Gemeinschaftsantennenanlagen versorgt wurden. Aus dieser Zeit kenne ich 
die Senderstandorte der Region und habe ein Gefühl, wo sie mit welchem 
Aufwand empfangbar sind.

Weil das so toll ist, habe ich mir einen DVB-Receiver und später ein 
DAB+ Taschenradio gekauft, seit knapp 3 Jahren kann auch mein Auto DAB+. 
Nutze ich nicht weil taugt nicht, ständige Aussetzer.

Da ich Internet habe, kann ich dort Senderstandorte und Leistungen 
rechechieren ... ob es Dir nun passt oder nicht: Die Funkabdeckung 
außerhalb der Vorzeigestadt taugt nichts.

Das ist kein Bashing gemäß Weltanschauung, das sind technisch belegbare 
Fakten - hau ab mit Deiner Stänkerei!

von TT. (Gast)


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Manfred schrieb:
> Was soll dieser grob unsachliche Beitrag in einem Technikforum?

Das war eine Antwort auf Mohandes H. sein Beitrag! Deine Reaktion 
bestätigt aber die empfindliche Reaktion von "Digitalgeschädigten" in 
Beiträgen und somit eine Form des Bashings.

Manfred schrieb:
> Da ich Internet habe, kann ich dort Senderstandorte und Leistungen
> rechechieren ... ob es Dir nun passt oder nicht: Die Funkabdeckung
> außerhalb der Vorzeigestadt taugt nichts.
>

Und die Leute in den "Vorzeigestädten" dürfen nicht über Ihre gute 
Erfahren berichten ohne das so ein Rindvieh wie Du gleich beleidigt ist?

q.e.d.

>  - hau ab mit Deiner Stänkerei!

Und gerade ist offensichtlich dein Weltbild zusammengefallen, weil es 
eben doch Leute gibt die in den "Vorzeigestädten" gut mit DAB+ 
auskommen. Nur wenn Sie es hier darüber schreiben, dann tauschen solche 
Rindviecher wie Du auf und werden ausfällig!

q.e.d.

von Mohandes H. (Firma: مهندس) (mohandes)


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TT. schrieb:
> Das war eine Antwort auf Mohandes H. sein Beitrag! Deine Reaktion
> bestätigt aber die empfindliche Reaktion von "Digitalgeschädigten" in
> Beiträgen und somit eine Form des Bashings.

Verwechselt Du mich? Das Wort bashing habe ich nur angeführt, um zu 
gegenseitiger Toleranz aufzurufen: wer DAB+ oder sonstiges digitales 
Radio hören mag, der soll es hören. Wer UKW oder sonstiges analoges 
Radio hören mag, der soll es hören.

Ich höre überwiegend analoges Radio aber wenn mich Sender interessieren 
die ich nicht empfangen kann, dann suche ich sie im Netz. DAB+ habe ich 
nicht.

von TT. (Gast)


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Mohandes H. schrieb:
> Verwechselt Du mich?

Nö, siehe dein Beitrag 23.06.2021 09:53, darauf habe ich durch Zitat 
reagiert.

von Elektrofan (Gast)


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> Besorg Dir doch bei der Abmontage bei dem Nachbarn Deiner Wahl eine
> ausgediente VHF TV-YAGI Die wurden für den Bereich VHF I bis VHF III
> kombiniert.

Wirklich?
VHF I -Antennen mit Originalmass sind 3 m breit.
(Und besonders viele TV-Kanäle 2...4 hat es wohl nicht gegeben.)

Klar, diese Stäbe (falls nicht ohnehin längst heruntergefallen), kann 
man ja notfalls abknipsen ...

von ??? (Gast)


Angehängte Dateien:

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Der Empfang ist ausreichend, aber die Klangqualität ist Mies!

Warum?

von Nichtverzweifelter (Gast)


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Elektrofan schrieb:
> Klar, diese Stäbe (falls nicht ohnehin längst heruntergefallen), kann
> man ja notfalls abknipsen

Aber nicht so einfach den Schleifendipol, die Abstände Dipol-Reflektor 
und Dipol-Direktor stimmen dann auch nicht.

von Archibald van der Drahtschlinge (Gast)


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Elektrofan schrieb:

> Wirklich?
> VHF I -Antennen mit Originalmass sind 3 m breit.
>
> Klar, diese Stäbe (falls nicht ohnehin längst heruntergefallen), kann
> man ja notfalls abknipsen ...

Hirnloses Gelaber am Thema vorbei.

Es gibt kein Originalmaß bei Antennen, es gibt λ\4 Regel und etliche 
Möglichkeiten eine Antenne elektrisch zu verkürzen, dass Sie zu den 
Räumlichkeiten passt.
Plus die Möglichkeit eines (aktiven) Antennenverstärkers.

Einfach mal schauen, was der UKW/FM/Radio-Markt so bietet.

https://www.antennenland.net/UKW-FM

Und Zimmerantennen gibt es auch noch, Rundstrahler sollte man wegen 
Störquellen meiden.

von Michael U. (amiga)


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Hallo,

Archibald van der Drahtschlinge schrieb:
> Hirnloses Gelaber am Thema vorbei.

Du hast das falsche Satzteichen benutzt, da gehört ein : hin...

Früher(tm) hat man noch Antennen gebaut, die was empfangen sollten.
Das waren im Band 1 eben große Teile, Schleifendipol + Direktor(ren) und 
Reflektor.
Bei UKW waren das eben knapp 1,5m Länge der Elemente.

Empfangsverhältnisse sind in dem Bereich gerade in Innenräumen ziemlich 
unberechenbar, auch hier in Berlin. Wenn nötig eine passende Antenne 
anzuschließen UND an einem brauchbaren Standort zu montieren, ist aus 
der Mode gekommen. Ich bezweifle auch stark, daß ein TDA7000 an genau 
dem jetzigen Standort beim TO da was ändern würde.

Gruß aus Berlin
Michael

von Archibald van der Drahtschlinge (Gast)


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Michael U. schrieb:
> Früher(tm) hat man noch Antennen gebaut, die was empfangen sollten.
> Das waren im Band 1 eben große Teile, Schleifendipol + Direktor(ren) und
> Reflektor.

Heute auch noch, aber nicht von Jedem. Manche sind lediglich am endlosen 
Meckern interessiert, das der Mobilfunk zu stark und die Radiostationen 
zu schwach strahlen und das nur noch Schrott verkauft würde :-(

Antennen kann man auch heute noch berechnen (Lassen):
https://www.changpuak.ch/electronics/yagi_uda_antenna_DL6WU.php

Wobei das nur die klassische Yagi ist, auch einen Dipol kann man 
verkürzen: http://www.df7sx.de/verkuerzter-dipol-rechner/

Im ähnlichen Frequenz-Bereich 2m überbrücken Amateurfunker die paar 
Kilometer zum Relais, das mit lächerlichen 10W arbeitet locker mit paar 
Zentimeter Gummiwurst.

von ● Des I. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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??? schrieb:
> Der Empfang ist ausreichend, aber die Klangqualität ist Mies!
>
> Warum?

geht doch schon damit los, dass das Ding nur Mono kann

von Archibald van der Drahtschlinge (Gast)


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● Des I. schrieb:
> ??? schrieb:
>> Der Empfang ist ausreichend, aber die Klangqualität ist Mies!


Was willste auch für 22 Ocken erwarten:
https://www.experten-beraten.de/test/am-fm-kuechenradio-fa-1907-von-tzs-first-austria/

von cyplort (Gast)


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JWerning schrieb:
> vor kurzem kaufte ich für die Küche eine Micro-Hifi-Anlage von Panasonic
> (SC-PM254EG), die für den Empfang von DAB+ und UKW eine Wurfantenne
> benutzt.
> Problem: Wir wohnen 40 km von Hannover entfernt - also weder Weltstadt
> noch Pampa-, aber das lokale Bürgerradio ist nahezu der einzige Sender,
> den ich problemlos damit empfange.
> Wieso??? Vor 30 Jahren habe ich simple Radios auf Basis des TDA7000
> gebaut, als Antenne diente ein langes Stück Draht und das funktionierte
> einwandfrei.
>
> Und jetzt 30 Jahre später kriegen die Hersteller einen halbwegs
> akzeptablen Empfang nicht hin? Oder bin ich zu doof, ein Radio zu
> bedienen?

Okay Boomer

von michael_ (Gast)


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● Des I. schrieb:
> ??? schrieb:
>> Der Empfang ist ausreichend, aber die Klangqualität ist Mies!
>>
>> Warum?
>
> geht doch schon damit los, dass das Ding nur Mono kann

Wenn sie nur einen Lautsprecher haben, ist das doch normal. Oder?
Am Kopfhörerausgang geht auch Stereo.

von Michael U. (amiga)


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Hallo,

Archibald van der Drahtschlinge schrieb:
> Im ähnlichen Frequenz-Bereich 2m überbrücken Amateurfunker die paar
> Kilometer zum Relais, das mit lächerlichen 10W arbeitet locker mit paar
> Zentimeter Gummiwurst.

In bebautem Gebiet aus geschlossenen Räumen aber auch eher mit Glück und 
unzuverlässig. SSB oder NFM ist da auch wesentlich bescheidener.

Sein Küchenradio wird man kaumständig umplazieren wollen und stabil soll 
der Empang auch noch sein.

Gruß aus Berlin
Michael

von Archibald van der Drahtschlinge (Gast)


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michael_ schrieb:

> Wenn sie nur einen Lautsprecher haben, ist das doch normal. Oder?
> Am Kopfhörerausgang geht auch Stereo.

lt. Manual hat es aber keinen Ausgang.
https://www.manualslib.com/manual/1699634/Tzs-First-Austria-Fa-1907.html?page=3#manual

Dazu wird dieses 'Brüllkasterl' als 'Retro' aka 'technisch veraltet' 
vermarktet.

Vielleicht ist ja noch künstliches Rauschen und gelegentliche 
Überreichweiten von Radio Moskau eingebaut - damit es so schön retro 
klingt ... stereo würde den ästhetischen Gesamteindruck nur zerstören 
;-)

von MeierKurt (Gast)


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Mohandes H. schrieb:
> Was soll das UKW-Bashing (vs DAB+) eigentlich? Laßt doch die Leute ihr
> UKW hören und erfreut euch selber am DAB+ oder am Internetradio.

Das verstehe ich auch nicht.
Soviele Wege wie heutzutage, Radiosender zu empfangen, hatten wir noch 
nie, und die Leute reden sich die Köpfe um den besten Empfangsweg und 
dass früher alles besser gewesen sein sollte. Ich bezweifle insgeheim 
letzteres - denn ich kann mich noch durchaus an "früher" erinnern.

UKW? Mit seinen Multiplexverfahren? Ist toll - wenn man den Sender "in 
Sichtweite" hat.

Ich für meinen Teil habe in der Wohnung ausreichend guten DAB+ Empfang, 
tonqualitätsmäßig kommt an DAB+ nichts ran.
Wenn man einmal von DAB+ auf den entsprechenden (rauscharm empfangenen, 
starken) UKW-Sender umschaltet ist das unüberhörbar. Man schaltet 
zurück... und nie wieder auf UKW. Es gibt dafür keinen Grund, mal vom 
Spezialfall Regionalradio abgesehen.
Und nein: Wenn die Tonqualität von der Quelle schon verhunzt wird durch 
Kompressoren etc. - holt es DAB+ auch nicht zurück. Kein Problem, 
Formatradio (nettest möglicher Ausdruck für "dauernerviges heavy 
rotation Gedudel mit enthirnten ModeratorInnen") höre ich eh nicht.

Dafür ist das Digitale empfangsmäßig anspruchsvoller - wenn man auf UKW 
noch irgendwas im Rauschen hört (stereo ist da schon lange raus) ist im 
Digitalen schon lange Stille. Das kann auch schon passieren, wenn man 
bspw. in zwei Metern Entfernung das 1,99€-Schinaschrott-Ladegerät 
anwirft...

Im Auto hab ich DAB+ noch nicht getestet - Autoradio läuft auf UKW und 
mein DAB+ Taschenradio ist sowieso etwas zickig. Ich erwarte dort aber 
eher eine Enttäuschung wg. Empfangsproblemen.
Aber jetzt mal im Ernst: Radio ist eigentlich nicht mehr so weit vorn, 
wenn man Spotify oder einen anderen beliebigen Streaminganbieter zum 
Berieseln hat - jedenfalls wenn der eine solide Stream-Qualität hat und 
nicht wie MP3 mit 32k klingt. Denn mal unter uns: Brauchen wir wirklich 
zu jeder vollen Stunde Nachrichten, die sich übern Tag eh kaum ändern? 
Oder Wetterbericht... Ich frag dazu einfach alexa... einmal. Und genau 
dann, wenn ich es wissen will. Alles Wichtige (für den einen Börse, für 
den anderen Sport) kommt eh über Apps.

von Karl B. (gustav)


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MeierKurt schrieb:
> Alles Wichtige (für den einen Börse, für
> den anderen Sport) kommt eh über Apps.

Hi,
und wenn "die Russen kommen", kriegt das keiner sofort mit.
Haben wir ja am Probealarmtag gesehen, wie die Apps dann "nicht" 
funktionieren.

ciao
gustav

: Bearbeitet durch User
von MeierKurt (Gast)


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Archibald van der Drahtschlinge schrieb:
> Im ähnlichen Frequenz-Bereich 2m überbrücken Amateurfunker die paar
> Kilometer zum Relais, das mit lächerlichen 10W arbeitet locker mit paar
> Zentimeter Gummiwurst.

Schatzi, es geht nicht um den Frequenzbereich, es geht um die 
Bandbreite. Und da biste bei NFM mit weniger als 10kHz dabei. Das 
reduziert auf Empfängerseite die notwendige Feldstärke, um das Signal 
noch irgendwie lesen zu können.

Beim UKW-Empfang ist das ein klein wenig anders: der Empfänger braucht 
so um die 100kHz Bandbreite, um das Signal nicht phasenmäßig an den 
Rändern zu versauen - das braucht entscheidend mehr Input, schon allein 
um das kränkliche Pilotsignal sauber zu bekommen (ohne das kein Stereo, 
bzw. das Kanal-Übersprechen erhöht sich - bis zur Zwangsumschaltung auf 
Mono).

Denn mit dem Nutzsignal kommt im gleichen Frequenzbereich auch eine 
Menge Dreck - je größer die Bandbreite desto mehr Dreck - also muss das 
Nutzsignal für einwandfreien Empfang entsprechend stark sein.

Komm, das alles weiß man doch eigentlich, wenn man sich mal bisschen mit 
der Funktechnik beschäftigt hat.

von MeierKurt (Gast)


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Karl B. schrieb:
> Hi,
> und wenn "die Russen kommen", kriegt das keiner sofort mit.

Selbstverständlich bekommt man das mit, denn dann geht zuallererst das 
Internet nicht mehr.
Oder meinst du, die Russen kommen ohne Vorbereitung?

von Heinrich (Gast)


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Karl B. schrieb:
> und wenn "die Russen kommen", kriegt das keiner sofort mit.

Selbst wenn es die Lang- und Mittelwellensender noch gäbe, bekäme es 
auch keiner mit. Weil fast niemand mehr Lang- und Mittelwelle empfängt 
und hört.

von MeierKurt (Gast)


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Karl B. schrieb:
> Haben wir ja am Probealarmtag gesehen, wie die Apps dann "nicht"
> funktionieren.

Dafür haben wir eine solide Sirene mitten im Dorf. Die funktioniert nach 
wie vor.
Ich habe auch schon gehört, dass es da Apps geben soll, ja, tatsächlich.
Die habe ich aber nicht gemeint.
Und wenn ich sage, man hört eh kein lineares Radio mehr (außer 
vielleicht im Auto, notgedrungen) - dann heißt das ja nicht, dass man 
gar kein Radio mehr hätte. Man benutzt es halt nur nicht mehr.

von Gerhard O. (gerhard_)


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Alles O.T. hier - Nicht lesen;-)

Als Kind der fünziger stimmt mich das Entweder/Oder, wenn es um DAB+ und 
UKW geht, ein bisschen wehmütig und traurig weil man mit der digitalen 
Übertragung einfach nicht mehr das Erlebnis "Radiowellen" hat. Es liegt 
in der Natur der digitalen Übertragung von dem Mechanismus Sender, 
Ausbreitung, Empfang, nicht mehr direkt teilhaben zu können.

Man wird sich vielfach daran gewöhnen müssen, daß der Antennenqualität 
und Aufstellung bei DAB+ mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden muß. Die 
einfachen Drahtantennen sind wahrscheinlich nur für nahegelegene Sender 
und gut versorgte Gebiete ausreichend.

Da ist DAB+ auch nicht viel anders wie Streaming oder Internet Radio. 
Auch wenn z.B. bei Euch DAB+ immer perfekter und flächendeckender wird, 
es bleibt naturmässig nur ein drahtloses Multikanalsystem, daß einem 
nicht das Gefühl gibt, noch irgendetwas mit dem Erlebnis Radio etwas zu 
tun hat. Es ist ähnlich wie der TV-Kanalwähler bei modernen 
Vorsatzgeräten.

Das Problem für eine gewisse Gruppe der Hörerschaft, zu der auch ich 
zugebe, dazugehören, ist, daß man den gewohnten, direkten Empfang und 
Verbindung zu Analog Radio nicht mehr hat. Klar, UKW hatte auch seine 
Probleme, aber so hat DAB+, wie man klar von verschiedenen Seiten hört. 
Aber gerade das ist der Reiz von Analogfunk.

Meiner Meinung nach ist es schade, daß die Einführung des digitalen 
Rundfunk ein Opfer forderte anstatt als eine (technische) Bereicherung 
zu dienen. Es scheint allgemein die Philosophie des modernen 
Architekturdesigns zu sein, Kompatibilitätsfragen zu existierender 
Technik zu ignorieren und bei Einführung ganze Infrastrukturen zugunsten 
der neuen Technik aufzugeben. Die modernen, jungen Architekten legen 
scheinbar keinen Wert und Rücksichtnahme auf existierende, bewährte 
funktionierende Systeme zu legen. Um, daß dabei hohe Werte vernichtet 
werden und man sich neue Abhängigkeiten schafft, scheint man sich nicht 
mehr weitblickend kümmern zu wollen da man dem alles seligmachenden 
Paradigma "Digital" als "Mädchen für Alles",  vollkommen verfallen ist.

In Kanada hat man sich dazu entschlossen, schon von vornherein digitales 
Radio über Satellit zu übertragen und das funktioniert flächendeckend 
Von Ost zu West in sehr guter Qualität. UKW und MW dient hauptsächlich 
zur regionalen Versorgung. Man hat mit DAB in den 90ern experimentiert 
und aufgegeben. So gesehen haben wir das Beste beider Welten. Die 
meisten neuen Autos haben Satelittenradio schon eingebaut. Für $10 im 
Monat hat man hunderte Kanäle in bester Qualität.
In Edmonton kann ich mit guter Feldstärke 22 UKW Stationen empfangen.

Auch in in Eu und D hätte man gut getan sich UKW als "Backbone" und zur 
regionalen Versorgung permanent zu erhalten. Es ist wirklich schade, daß 
alles so gekommen ist.

Da haben die Planer und Ingenieure die vorher kamen, besser gehandelt 
als aus UKW-Mono UKW-Stereo wurde, RDS integriert wurde, oder SW-TV und 
Farbfernsehen, TV-Stereo. Man hat immer darauf geachtet den Fortschritt 
nicht direkt zerstörerisch zu lenken. Das hat sich grundlegend geändert. 
Kaltschnäuzig gibt man Nun regelmässig Millionenwerte auf. Wenn man 
bedenkt wie viele wirklich hochwertige Geräte es seit langer Zeit gibt, 
ist diese Entwicklung schade.

Immer mehr verliert das Land die Kontrolle über wichtige technische 
Einrichtungen und geht in internationale Hände über. Vielfach haben 
globale Firmen das Zepter in der Hand. Ob das gut ist, ist debattierbar.

Wie man verschiedenseitig hört bedarf die neue Gerätegeneration noch 
viel Arbeit um das Man-Machine Interface in den Griff zu bekommen. Zur 
Zeit scheint die Bedienung vieler Geräte noch etwas holprig zu sein.

Technisch gesehen, insofern alle Voraussetzung eines einwandfreien 
Funktionieren gegeben sind, ist gegen "Digital" nichts einzuwenden und 
wird seine Aufgaben erfüllen. Nur hat "Digital" wenig Störtoleranz und 
bricht dann oft in irritierender Weise.

So oft hört man, daß DAB+ Sender weniger Leistung verbrauchen. 
Andrerseits verbrauchen DAB+ Empfänger oft mehr Leistung. Beim guten 
alten Telefon ist es genauso. Vorher wurde nur bei Gesprächen per 
Teilnehmer Amtstrom gezogen. Mit den digitalen Telefonen werden nun 
unzählige Fritzboxen und was weich ich sonst noch rund um die Uhr 
betrieben und verbrauchen unnötigen Strom. Angeblich beansprucht IT 
schon über 20% der globalen Stromerzeugung. Dazu kommen die Auswüchse 
der digitalen Währungen wie Bitcoin. Isoliert betrachtet funktioniert 
"Digital" oft gut wie man es erwartet, ignoriert aber das größere Bild.

Ein großer Nachteil von DAB+ ist, daß es zumindest am Anfang nie darauf 
ausgelegt war, Regionalfunk zu unterstützen. Ob sich das jetzt geändert 
hat, weiß ich nicht. Bei UKW ist Regionalfunk kein Thema.

Naja, man wird sich daran gewöhnen müssen. Es liegt an der Natur dieser 
Entwicklung in Felsen gemeisselt zu werden. Man kann nur hoffen, daß man 
mit der Zeit wahre Quellen der Irritation mit DAB+ Sorgfältig beheben 
kann. Ich bin mir nicht sicher ob bei der Architektur von DAB+ neben 
technischen Voraussetzungen und Standards auch soziale Gesichtspunkte 
und Folgen berücksichtigt wurden.

Sicher, man gewöhnt sich an alles; auch an Digitalrundfunk. Ist es aber 
hinsichtlich der gewöhnlichen Vorurteile und Präferenzen genauso 
befriedigend? Hier gehen wahrscheinlich die Meinungen weit auseinander. 
Letztlich zählt für mich nur die Qualität des Programmangebots. Wenn das 
nicht mehr befriedigt ist zumindest für mich das Thema Radio, ganz 
gleich ob Digital oder Analog, geschlossen.

Auch wenn DAB+ eines Tages wirklich funktionell zufriedenstellend 
arbeiten wird, eines aber kann diese Übertragungsart und Datenmanagement 
niemals: das Erlebnis Radiowellen zu geben. DAB+ wird genauso wie alle 
anderen digitalen Transportsysteme nur eine technisch steriles Medium 
wie sein können. Auch wiedergabemässige Perfektion kann das nicht 
ändern. Abgesehen davon wird nicht immer verlustfreie Kompression 
verwendet.

Aggravierend kommt dazu, daß man seitens der Betreiber nicht willig und 
imstande ist, vernünftige Betriebsparameter festzulegen. Ich wage zu 
vehaupten, daß viele DAB+ Programmkanäle mit unbefriedigenden Bitraten 
versehen sind. Man will vielerseits so viel wie möglich unterbringen und 
das geht auf Kosten der Wiedergabequalität. Kompression und noch andere 
kommerzielle Gesichtspunkte tragen dazu bei, oft, hauptsächlich bei 
kommerziellen Betreibern, ein grottenschlechtes Hörbild zu liefern.

Die wirkliche Gefahr für "Radio", ganz gleich ob Analog oder Digital, 
droht nicht von der Technik , sondern ob Rundfunk in unserem Zeitalter 
überhaupt noch eine Relevanz hat, denn darum geht es nämlich wirklich. 
Vielfach wird heute von der jüngeren Generation mehr und mehr aus 
anderen Quellen übers Internet und Cellphones oder eigene Konserven 
geschöpft.

Die jüngere Generation hat wenig Lust, sich noch lange nicht relevantes, 
kommerzielles Geschwurbel anhören zu müssen - und sie haben 
Alternativen. Das wird auf lange Sicht die Existenz von Radio bedrängen 
und es wird am Ende in D und anderen Ländern dann nur noch Staatlicher 
Rundfunk überleben weil der finanziell unterstützt wird. Die 
kommerziellen Betreiber werden das wahrscheinlich nicht leicht 
überstehen. So gesehen, ist das Problem Rundfunk kein technisches, 
sondern ein soziales Phänomen. Auch wird die Aufgabe des regionalen 
Funks viel Mißstimmung verursachen.

von HF-Bastler (Gast)


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Beitrag #6737226 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Mohandes H. (Firma: مهندس) (mohandes)


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Gerhard O. schrieb:
> Alles O.T. hier - Nicht lesen;-)

Hallo Gerhard, das ist weitgehend auch meine Meinung, ich hätte es nicht 
so schön ausdrücken können wie Du.

Aber ein Punkt: noch ist der ULW-Rundfunk in Deutschland präsent. Ich 
empfange hier im Ruhrpott etwa 15 Sender, darunter mehrere WDR, DLF und 
diverse Dudelsender mit unterschiedlich guter Musik, manchmal sogar 
einen Holländer.

Daß die UKW-Sender aussterben ist nicht gesagt. Auch nicht die kleinen 
oder kommerziellen. Gerade lokale Radiostationen sind sehr beliebt. Und 
die Technik ist ja simpel, wenn der Staat es zuläßt, könnte es noch mehr 
der lokalen Sender geben.

Gibt's natürlich auch alles als stream. Hat aber nicht, wie Du 
geschrieben hast, den Charme, das Erlebnis des echten Rundfunks.

P.S. Vinyl war auch schon tot gesagt, jetzt kommen die (wenigen) 
Presswerke nicht mehr hinter her (bei überwiegend jugendlichen Käufern).

von Elektrofan (Gast)


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Und die Technik ist ja simpel,
wenn der Staat es zuläßt,
*************************

könnte es noch mehr
der lokalen Sender geben.

Genau, WENN ...

von Thomas S. (thom45)


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TT. schrieb:
> Der nächste "Früher war alles besser" - Kummerkasten.


<SPASS>

JAWOLL!!! So ist es. Früher war alles MEGAVIEL-besser. :-) :-) :-)

Da gab es z.B. noch RIAS-BERLIN. Mit der mächtigen Sendeleistung von 
1000 oder sogar 2000 kW sendete er auf der langen Welle. In Basel (CH) 
konnte ich diesen Sender auch tagsüber bestens emfangen.

Sobald die Nachrichten begonnen haben, störte der sowjetische 
Störsender, aber deutlich schwächer.

Tönte etwa so: rauraurarau-düüüüüt-ü-ü-ü-rauraurarau-düüüüüt....

So konnte man noch immer die Nachrichten (deutsch) gut hören.

</SPASS>

2MW-LW-Sender gibt es glaub noch in Saudiarabien. :-)))

Gruss
Thomas

von Thomas S. (thom45)


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Jens G. schrieb:
> Stefan M. schrieb:

> Ach? Und warum senden die immer noch auf UKW?

Weil u.a. der Schawinsky opponiert. Recht so!

DeeeAaaBeee-Plus zu hören in den vier Wänden ist sehr oft sehr mies.

Gruss
Thomas

von Wellenbrecher (Gast)


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Thomas S. schrieb:
> Da gab es z.B. noch RIAS-BERLIN. Mit der mächtigen Sendeleistung von
> 1000 oder sogar 2000 kW sendete er auf der langen Welle.

Der RIAS hat nie einen Langwellensender betrieben, nur 
Mittelwellensender. Das RIAS Programm wurde allerdings stundenweise über 
den 1000 kW- Sender München- Erching der Voice of America auf Langwelle 
173 kHz ausgesendet. Wahrscheinlich hast du diesen Sener in Basel damals 
gut gehört. War ja auch nur um die Ecke.

Thomas S. schrieb:
> 2MW-LW-Sender gibt es glaub noch in Saudiarabien. :-)))

Zwar nicht in Saudi-Arabien, aber es gibt einen Sender der auf arabisch 
und französisch sendet: Radio Meli 1
Der private 2MW Langwellensender auf 171 kHz steht bei Nador in Marokko.

Der Langwellensender Tipaza mit 1,5MW Leistung sendet auf 252kHz in 
französischer Sprache aus Algerien. Er überträgt das Programm von Chaine 
3 Radio.

von Thomas S. (thom45)


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Hallo Wellenbrecher,

Wellenbrecher schrieb:
> Thomas S. schrieb:
>> Da gab es z.B. noch RIAS-BERLIN. Mit der mächtigen Sendeleistung von
>> 1000 oder sogar 2000 kW sendete er auf der langen Welle.
>
> Der RIAS hat nie einen Langwellensender betrieben, nur
> Mittelwellensender. Das RIAS Programm wurde allerdings stundenweise über
> den 1000 kW- Sender München- Erching der Voice of America auf Langwelle
> 173 kHz ausgesendet. Wahrscheinlich hast du diesen Sener in Basel damals
> gut gehört.

Ja, dieser war es. Ich erinnere mich an diese Frequenz.

> War ja auch nur um die Ecke.

Aber klar doch. :-)

> Thomas S. schrieb:
>> 2MW-LW-Sender gibt es glaub noch in Saudiarabien. :-)))
>
> Zwar nicht in Saudi-Arabien, aber es gibt einen Sender der auf arabisch
> und französisch sendet: Radio Meli 1
> Der private 2MW Langwellensender auf 171 kHz steht bei Nador in Marokko.

Okay, da verwechsle ich etwas. Ich erinnere mich, dass die Saudis damals 
einen solchen Sender bei einer CH-Firma bestellen wollten. Offenbar 
klappte das nicht.

> Der Langwellensender Tipaza mit 1,5MW Leistung sendet auf 252kHz in
> französischer Sprache aus Algerien. Er überträgt das Programm von Chaine
> 3 Radio.

Aha, da gab es noch einen MW-Sender, der auf 531 kHz sendete und so des 
Nachts den CH-Landessender Beromünster störte und Beromünster gezwungen 
war die Sendeleistung schubweise zu erhöhen. :-)

Gruss
Thomas

von ??? (Gast)


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> Und einen Fehlerspeicher gab es auch nicht?

Was will man denn damit? So ein Dreckszeug!

Richtig geholfen haben die nie. Früher mußte man mitdenken, teuer ist 
das natürlich, billiger mußte es also sein. Man braucht nicht denken, 
sagten die Manager. Das, was zu tun ist teilt der  Fehlerspeicher mit.

Super. :(

von Abdul K. (ehydra) Benutzerseite


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Wellenbrecher schrieb:
> Der private 2MW Langwellensender auf 171 kHz steht bei Nador in Marokko.
> Der Langwellensender Tipaza mit 1,5MW

Marokko und Algerien haben wohl mehr Geld als DE, tja.

von dfIas (Gast)


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Es ist ja Wochenende ...

Abdul K. schrieb:
> Wellenbrecher schrieb:
>> Der private 2MW Langwellensender auf 171 kHz steht bei Nador in Marokko.
>> Der Langwellensender Tipaza mit 1,5MW
>
> Marokko und Algerien haben wohl mehr Geld als DE, tja.

Mohammed VI. schrieb:
> Denn das ist alles nur geklaut,
> das ist alles gar nicht meine,
> das ist alles nur geklaut,
> doch das weiß ich nur ganz alleine
> ...

von Manfred (Gast)


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Abdul K. schrieb:
>> Der Langwellensender Tipaza mit 1,5MW
>
> Marokko und Algerien haben wohl mehr Geld als DE, tja.

Natürlich, weil sie es von DE geschenkt bekommen.

von JWerning (Gast)


Angehängte Dateien:

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Zwischenzeitlich habe ich eine Stabantenne gekauft und den Wurfdraht 
ersetzt.
(https://www.amazon.de/-/en/Ancable-Radio-Antennas-Fm/dp/B07Q39YJ77/)
Leider hat sich nicht viel geändert: Anstatt 1 UKW-Sender kann ich jetzt 
3 Sender empfangen :-(
Auf DAB+ empfange ich 13 Sender, egal mit welcher der beiden Antenne 
(mit der Stabantenne hätte ich eigentlich einen schlechteren Empfang auf 
DAB+ erwartet).

von Radiofreund (Gast)


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Hallo

JWerning schrieb:
> Auf DAB+ empfange ich 13 Sender, egal mit welcher der beiden Antenne


Tja das "böse" DAB+ "nur" 13 Sender, soviel unterschiedliche Programme 
bekommt man außerhalb von absoluten Ballungsräumen auch mit guten 
Empfängern und Standorten selten braubar empfangen.
Und die -was ich als Radio bezeichne- guten des DLF Paket sind immer 
dabei des weiteren auch meist all die der zuständigen ARD Anstalten.
Tja den überwiegenden Rest... bezeichne zumindest ich nicht als Radio 
sondern als seichtes Hintergrundgedudel (gut beim Arbeiten - wenn da 
nicht immer wieder die Werbung "aufpopen" würde)  oder als 24h 
Märchenstunde bzw. Religionsgeschwafel.
Wer es braucht: Das jeweilige lokale private "Regionale" oder Stadtradio 
kommt so gut wie immer stark auf UKW Analog an - wobei der Lokalanteil 
sowieso sehr überschaubar ist und das Netz viel mehr und ohne 
Zeitvorgaben bietet (Werbung lässt sich auch einfacher Blocken)

Radiofreund

von Elektrofan (Gast)


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Mit so' nem Ding
https://www.radiomuseum.org/r/sony_captain_55_icf_5500micf55.html
hört man hier -norddeutsches Flachland-
RTL vom Brocken (Ostzonen-Harz),
natürlich nur in Mono, bei 170 km Entfernung.
Den zwei 70 cm-Stäben (im Parterre!) ist lediglich ein kleiner
rauscharmer Antennenverstärker nachgeschaltet.

von JWerning (Gast)


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Radiofreund schrieb:
> Tja das "böse" DAB+ "nur" 13 Sender

Tja, von den 13 Sendern belegen DLF und seine Ableger fast die Hälfte, 
daneben empfange ich noch mir bis dato unbekannte Spartensender.
Von den öffentl.-rechtlichen oder den großen privaten wie FFN, Antenne 
empfange ich auf DAB+ gar nichts. Insofern ist DAB+ für mich recht 
uninteressant.

von michael_ (Gast)


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JWerning schrieb:
> Ich fürchte, es liegt einfach an der billigen Wurfantenne - das Stück
> Draht - und ich muß eine hochwertigere Antenne kaufen.

Tja, war zu erwarten.
Hochwertig ist nur der Chrom, welcher dir die Augen verblitzt.

Trage das Gerät mal nach draußen, und es wird ein Wunder geschehen.

von Tom (Gast)


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Deine neue Antenne ist auch kein Dipol. Da hast du nichts gewonnen im 
Vergleich zum früheren Draht

von Tom (Gast)


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und ich muß eine hochwertigere Antenne kaufen

Das schreibst du sogar selbst und kaufst dann so einen Schrott bei 
Amazon? Der zusätzliche Adapter bringt auch Verluste. Vermutlich war der 
Draht besser

von JWerning (Gast)


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Tom schrieb:
> Deine neue Antenne ist auch kein Dipol. Da hast du nichts gewonnen im
> Vergleich zum früheren Draht

Warum einen Dipol? Geräteseitig ist eine F-Buchse verbaut, da wird doch 
kein Dipol angeschlossen?
Wenn überhaupt hätte ich einen Dipol mit eingebautem Symmetrierglied 
gekauft.

von TT. (Gast)


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JWerning schrieb:
> Radiofreund schrieb:
>> Tja das "böse" DAB+ "nur" 13 Sender
>
> Tja, von den 13 Sendern belegen DLF und seine Ableger fast die Hälfte,

Deutschlandradio, DLF Kultur, Nova, DokDeb -> 4 Sender
Wo bitte ist das die Hälfte von 13?

von Willi (Gast)


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JWerning schrieb:
> Geräteseitig ist eine F-Buchse verbaut, da wird doch
> kein Dipol angeschlossen?

Genau da läßt sich doch bestens ein gestreckter Lambda/2-Dipol 
anschließen, der hat einen Fußpunktwiderstand von etwa 75 Ohm. Das 
Einzige, was man nicht vergessen sollte, ist eine Mantelwellensperre für 
das Koaxkabel.

von Tom (Gast)


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Warum willst du eine Mantelwellensperre anschließen beim Empfang?

von Joe (Gast)


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Für DAB empfiehlt sich eine Doppelquad-Antenne in gestockter Bauweise.

Auch dabei muss natürlich auch die Polarisation geachtet werden, sonst 
geht nichts!

von JWerning (Gast)


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Willi schrieb:
> JWerning schrieb:
>> Geräteseitig ist eine F-Buchse verbaut, da wird doch
>> kein Dipol angeschlossen?
>
> Genau da läßt sich doch bestens ein gestreckter Lambda/2-Dipol
> anschließen, der hat einen Fußpunktwiderstand von etwa 75 Ohm.

Aber die F-Buchse ist doch unsymmetrisch, der Dipol symmetrisch.
Deshalb würde ich da immer eine Monopol- bzw. Stabantenne anschließen.

von Michael U. (amiga)


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Hallo,

JWerning schrieb:
> Aber die F-Buchse ist doch unsymmetrisch, der Dipol symmetrisch.
> Deshalb würde ich da immer eine Monopol- bzw. Stabantenne anschließen.

Das spielt doch unter praktischen Bedingungen garkeine Rolle.
UKW im Zimmer ist erstmal völlig unklare Feldstärkeverhältnisse, 
Reflektionen und Interferenzen.
Ein Flachbanddipol aus dem Zubehör einer alten Anlage mit Koax-Stecker 
am Ende ohne Symmetrierung oder Anpassung brachte mit 2m Koaxkabel 
dazwischen auf eine Schrankwand plaziert guten Empfang. Das Problem, daß 
man sich an bestimmten Punkten im Zimmer nicht aufhalten durfte, blieb 
aber.
An der Kreuzung im Auto angehalten und der UKW-Sender im Autoradio ist 
gestört, 30cm vorgefahren und es geht, wer kennt das nicht im 
Stadgebiet?
Das Kofferdadio hat man fürher eben etwas anders hingestellt und an der 
Antenne gedreht und geschoben, bei der Anlage eben irgendeine 
(Außen-)Antenne benutzt, wenn es eben anders nicht ging, damals hat noch 
aufgenommen und wer kennt da nicht die "Freude", wenn mitten im endlich 
gefundenen Titel jemand die Zimmertür aufmachte und die Aufnahme im 
Rauscheinbrauch versank?

Ich würde wohl erstmal ein paar Meter Koaxkabel als Verlängerung an die 
Antennenbuchse und die Stabantenne oder den Wurfraht oder einen 
Kabeldipol usw. ranmachen und einen nutzbaren Platz für Antenne suchen 
gehen, wo der Empfang gut und stabil ist.

Gruß aus Berlin
Michael

von Uwe B. (uwebre)


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HF-Bastler schrieb:

> Das "Retro" bezieht sich wohl eher auf das Design. Es existieren aber
> auch Modelle mit nahezu identischem Äusseren, die jedoch technisch
> weitaus hochwertiger sind und entsprechend kosten – so um 180€:

Das Tivoli-Radio (One) sieht nett aus, klingt gut für die Größe, innen 
mutet es beinahe wie ein 70er Jahre Taschenradio an. Die 
Empfangseigenschaften (UKW) sind eher bescheiden.
Das erste Tivoli in der Küche meiner Mutter fing noch in der 
Garantiezeit an nervig zu rauschen, das Ersatzgerät wurde später wegen 
der schlechten Empfangseigenschaften gegen ein Bose ausgetauscht.

Schade um die eigentlich gute Idee.

Innenansichten:
https://khronscave.blogspot.com/2019/09/46-tivoli-henry-kloss-model-one.html?m=0#more


Uwe

von Serge W. (musikfreund)


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Kommt wohl auf den Standort an. Ich empfange mit einem günstigen 70.- 
DAB Radio mit Stabantenne im Erdgeschoss und weit abgelegen immerhin 
zwei Multiplexe:

- 5C, da ist das Deutschlandradio mit seinen Programmen
- 8D, da ist der SWR, also SWR1 bis SWR4 + SWR Info

Wohlgemerkt, innen, ohne Außenantenne.

Vorher konnt ich den DLF nur über Mittelwelle hören, eine UKW Frequenz 
gibt es hier nicht.

Grüße, Serge

von M.M.M (Gast)


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Uwe B. schrieb:
> Das Tivoli-Radio (One) sieht nett aus, klingt gut für die Größe, innen
> mutet es beinahe wie ein 70er Jahre Taschenradio an. Die
> Empfangseigenschaften (UKW) sind eher bescheiden.

Ja, so ist es. Da bezahlt man wohl hauptsächlich für's Design. Hab mal 
eines repariert: Viel Plastik und die Platine sah schon sehr "retro" 
aus. Lustig ist auch die Aufschrift auf der Rückseite im verlinkten 
Foto: "Developed and manufactured by Tivoli Audio, LLC" und darunter die 
Adresse in Massachusetts USA und dann unten eingeprägt: Made in China

Serge W. schrieb:
> Vorher konnt ich den DLF nur über Mittelwelle hören, eine UKW Frequenz
> gibt es hier nicht.

DLF höre ich gefühlt schon ewig über Sat. Die Schüssel hängt ja eh an 
der Hütte. Und da meine bevorzugten Sender eh im Ausland sind, läuft 
meist Radio via Internet.

von Serge W. (musikfreund)


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M.M.M schrieb:
> DLF höre ich gefühlt schon ewig über Sat. Die Schüssel hängt ja eh an
> der Hütte.

Ja, ich auch. Der war immerhin schon seit 1990 auf dem DSR Paket mit 
drauf.
Für das Wohnzimmer gut, aber als Küchenradio hat mir die Mittelwelle bis 
2015 gereicht. Gleiches gilt für's Auto.

Da ersetzt jetzt DAB die Mittelwelle (Küche/Auto) und im Wohnzimmer 
DVB-S2 für Radio. Dazwischen gab's noch ADR als Übergangslösung.

Aber Danke für den Tipp!

Grüße, Serge

: Bearbeitet durch User
von W.S. (Gast)


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TT. schrieb:
> Ich glaube der Ton ist in vielen Foren eher anders herum. Wenn da einer
> von seinen guten DAB+ Erfahrungen spricht, geht das Bashing los. In
> vielen (UKW)-Köpfen darf halt nicht sein, was nicht sein darf. Sonst
> fällt die eigene Weltanschauung zusammen.

Nein, das ist es nicht.
Der offizielle Ton geht etwa so: "DAB+ ist die Zukunft, UKW wird 
möglichst bald abgeschaltet".  Dabei hatten wir in den letzten Jahren 
schon zweimal den teuren Reinfall: Digitalradio per Satellit und die 
erste Version von DAB, beim Fernsehen kommt noch DVB-T hinzu. Sowas ist 
jedes Mal mit dem Wertloswerden von Geräten verbunden, weil alles 
zueinander inkompatibel ist. Und der angekündigte bessere Klang macht 
das auch nicht wett, solange die ausgesendete Bitraten nicht ausreichend 
sind.

Es ist also keine Weltanschauung, sondern das Resultat aus jahrelangen 
schlechten Erfahrungen.

So herum.

W.S.

von TT. (Gast)


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W.S. schrieb:
> "DAB+ ist die Zukunft, UKW wird
> möglichst bald abgeschaltet".

Die geplante UKW-Abschaltung ist doch vom Tisch. Ich vermute 
UKW-Rundfunk wird länger eine Frequenzzuteilung haben als DAB+, denn was 
will man bei 100 MHz +/- denn sonst anbieten? Wobei, meinetwegen können 
Sie es auch abschalten, denn im Prinzip habe ich hier bei uns alle 300 
kHz ein Déjàvu! Nur blödelnde, beklatschte Moderatoren mit achso tollen 
Gewinnspielen und Witzen. Dazu Musik zum kotzen. UKW-technisch wäre 
schon erhaltenswert, die Senderlandschaft die darauf vertreten ist eher 
weniger. Nach 15 Minuten UKW muss ich zwangsläufig auf DAB+ mit seinen 
Spartenkanälen oder gleich aufs Internetradio schalten, sonst bekomme 
ich Hass.

von Realist (Gast)


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Hallo

W.S. schrieb:
> Es ist also keine Weltanschauung, sondern das Resultat aus jahrelangen
> schlechten Erfahrungen.


na ja - nicht schön, aber bleib mal realistisch:

All diese Geräte wurden zwar nicht verschenkt, haben aber Spaß gemacht 
(absolut Notwendig waren diese ja nie - analog UKW war "schon" immer und 
überall ausreichend stark vertreten) und waren letztendlich auch nicht 
wirklich teuer.
Da hat wohl jeder für irgendwas (Kurzzeithobby, Modischen Kram, 
eigentlich unnötiges Essen außerhalb, Haustiere...) "sinnloses" viel 
mehr Geld versenkt.

Aber dafür ist Geld - und somit die erworben Gegenstände und 
Dienstleistungen  nun mal gut=>
Spaß, Lebensfreude, Annehmlichkeiten usw. - wer dafür zu geizig ist und 
allen (eben nicht - sondern genau das sind dich wichtigsten) 
Geldausgaben nachweint bzw. einen auf "Resourcenheld" macht hat 
grundsätzlich etwas falsch gemacht bzw. ist tatsächlich ein armer und 
heftig unterbezahlter Zeitgenosse.

Das versteht "man" (die meisten) aber erst wenn man die ersten 
Einschläge einstecken musste und einen richtig bewusst wird das man 
nicht ewig Lebt und so manches einfach nicht wiederholbar ist bzw. wenn 
man es nicht früh genug gemacht hat es später nicht machen kann (Egal 
wieviel Geld und zeit dann zur verfügung steht...).

Auch ich hatte schon  früh mit den ersten Versionen des digitalen 
Satellitenradio angefangen welche nun auch schon seid weit über 20 
Jahren obsolet sind habe DAB und DVBT genutzt (obwohl die UKW 
Empfangssituation eigentlich immer mehr als ausreichend bis sogar gut 
war) und teilweise sogar ein Kabelschluss vorhanden war.
Der ganze Kram hat zusammen auf die Kaufkraft von heute deutlich unter 
1000Euro gekostet - na und?!
"Watt fott is, is fott".
Wenn jene Geräte (und Systeme) nicht produziert wurden wären, wäre es 
eben was anderes gewesen und andere Resourcen genutzt( und eben nicht 
verschwendet und auch nur teilweise "verbraucht") worden.
Wobei viele Bestandteile sowieso sicherlich schon mehrfach 
"wiederauferstanden" sind.

Realist

von Michael U. (amiga)


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Hallo,

Realist schrieb:
> Auch ich hatte schon  früh mit den ersten Versionen des digitalen
> Satellitenradio angefangen welche nun auch schon seid weit über 20
> Jahren obsolet sind habe DAB und DVBT genutzt (obwohl die UKW
> Empfangssituation eigentlich immer mehr als ausreichend bis sogar gut
> war) und teilweise sogar ein Kabelschluss vorhanden war.

ich habe nur diesen Abschnitt rausgegriffen weil einiges a7uch auf mich 
zutrifft.
Jetzt aber meine "aber": als man im Radio Stereo eigeführt hat, wurde 
recht viel Aufwand getrieben um kompatibel zu existierenden Mono-Geräten 
zu bleiben. Als RDS angebaut wurde, auch so, daß es die alten Geräte 
nicht störte. NTSC/PAL und Secam wurden so entwickelt daß man es 
möglichst ohne Störungen auf s/w Geräten empfnagen konnte. Videotext 
wurde so eingebaut daß es nicht störte.
Es wurde für die neuen Möglichkeiten geworben, "in Stereo" und "in 
Farbe" als Einblendung, damit es die Nutzer auch mitbekamen, daß es Sinn 
machen könnte, auf ein neueres Gerät umzusteigen.
UKW wurde irgendwann mal oben von 100MHz auf 108MHz erweitert.
Mit DAB hätte man auch die UKW-Sender wieder bis 100MHZ sortieren können 
und darüber einen DAB-Mux packen. Dazu Werbung, daß eben Programm xy 
jetzt da zu finden ist. Außer in Ballungsgebieten ist die UKW-Belegung 
real doch ohnehin nicht wirklich voll.
Als bei Tv/Video 3D in Mode kam hätte man auch 3D-Versionen von 
Sendungen auf den 3. verteilen können. Man hätte TVs größtenteils per 
Firmwareupdate überreden können, bei 3D in Side-by-side auf nicht 
3D-Geräten eben ein Halbbild durch den Scaler zu jagen und als Vollbild 
darzustellen. Die nötige Hardware war in den Digital-TVs sowieso schon 
drin.
Nichts davon wurde auch nur angedacht im Gegensatz zu früher...

Gruß aus Berlin
Michael

von TT. (Gast)


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Michael U. schrieb:
> UKW wurde irgendwann mal oben von 100MHz auf 108MHz erweitert.
> Mit DAB hätte man auch die UKW-Sender wieder bis 100MHZ sortieren können
> und darüber einen DAB-Mux packen.

Tja, wenn es so einfach mit der Neusortierung wäre, hätte man statt DAB+ 
auch HD-Radio nehmen können (https://en.wikipedia.org/wiki/HD_Radio) und 
wäre zu Altgeräten immer noch kompatibel. Aber ja, hätte hätte ... Ihr 
kennt den Spruch!

Privat habe ich auch ein HD-Radio aus Amiland ersteigert und versorge es 
testweise schon mal mit einem Analog+Digial Multiplex per GNURadio. Hat 
schon was dieses System.

von TT. (Gast)


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TT. schrieb:
> Hat
> schon was dieses System.

Aber wir wissen ja, das Gras des Anderen ist immer grüner und schöner!

von Michael M. (Firma: DO7TLA) (do7tla)


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Joe schrieb:
> Für DAB empfiehlt sich eine Doppelquad-Antenne in gestockter Bauweise.
>
> Auch dabei muss natürlich auch die Polarisation geachtet werden, sonst
> geht nichts!

Wenn man es richtig aufziehen will dann nimmt man eine alte VHF III 
Antenne die mal für TV vorgesehen war.
Damit erreicht man deutlich mehr.
Da es sich um eine Richtantenne handelt sollte man zusätzlich einen 
Rotor verwenden.
So kann man deutlich mehrere Muxe Empfangen.

Ich selber hab hier im Nordwesten mit einer einfachen Scannerantenne 8 
Muxe 4 aus D und 4 aus NL.
Ich hab alle DAB Radios, die ich hier habe eine Antennenbuchse 
nachgerüstet.

von Michael U. (amiga)


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Hallo,

Michael M. schrieb:
> Wenn man es richtig aufziehen will dann nimmt man eine alte VHF III
> Antenne die mal für TV vorgesehen war.
> Damit erreicht man deutlich mehr.
Natürlich geht das alles, ging ja auch früher schon. Das ist aber nicht 
die breite Masse. Ich hatte damals einen handgebogenen Schleifendipol 
für UKW auf dem Dach (Berlin, Altbau, 4 Etagen). Nur, weil ich eben was 
Aufnahmen wollte und weder Rauschen noch Störungen haben wollte. 
Aufnahmen war aber schon Ausnahme, wurde erst mit Aufkommen der Kassette 
allgemeiner genutzt.

Ich habe mir jetzt zum Spaß mal bei Pollin 2 DAB-Spielzeuge bestellt.
Ein billiges "Weckradio" mit verblüffend guten Kritiken was 
Empfindlichkeit angeht. Ein billiges Taschenradio, mehr um zu schauen, 
wie es hier real so ausschaut. Beim Taschenradio stört mich eigentlich 
schon, daß es einen eingebauten Akku hat. Sowas will ich bei Bedarf aus 
der Ecke kramen können oder irgendwohin mitnehmen, da kann ich notfalls 
schnell neue Batterien reinmachen. Den leeren Akku erst irgendwo laden 
zu müssen, ist dagegen fast sinnlos.

Gruß aus Berlin
Michael

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