Forum: Platinen Fehleranalyse mit Datenbank unterstützung


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von Joachim J. (felidae)


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Hi @ all,

ich bin Elektronikentwickler. Des öfteren kommt es vor, dass ich für den 
Service Fehleranalysen machen muss. Dabei geht es darum eine 
Beschädigung zu finden, welche die Funktion des Produktes einschränkt. 
(z.B. Kabelbruch) Danach schreibe ich einen Bericht und dieser wird 
abgeheftet. Für die Marktüberwachung wird eine Statistik erstellt und 
das war es. Leider ist die Fehleranalyse sehr aufwendig.
Einige Fehler treten auch nur sehr selten auf. Mir fehlt hier eine 
bessere Auswerte Möglichkeit.

Ich suche daher ein Datenbanksystem in dem ich nach jeder Analyse das 
Fehlerbild und den defekt dokumentieren kann. Bei der nächsten Analyse 
hätte ich dann die Möglichkeit, nach einem Fehlerbild zu suchen und 
bekäme dann alle möglichen Ursachen gelistet. Dadurch müsste ich nicht 
immer bei null anfangen und hätte mehr zeit zum entwickeln.

Kennt jemand eine Passende Software, mit der so etwas geht?

von Hans (Gast)


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Postgres

von Joachim J. (felidae)


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Hans schrieb:
> Postgres

Ich bin Elektronikentwickler kein Programmierer. Ich suche da doch eher 
ein fertiges Programm.

: Bearbeitet durch User
von Irgend W. (Firma: egal) (irgendwer)


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Joachim J. schrieb:
> Ich suche daher ein Datenbanksystem in dem ich nach jeder Analyse das
> Fehlerbild und den defekt dokumentieren kann.
Das kann eigentlich jedes Datenbanksystem. Ich glaube aber das du das 
garnicht so haben willst, sondern eher eine Anwendung suchst (die ggf. 
eine Datenbanksystem im Hintergrund verwendet) mit der du das ganze 
Menagen kannst. Oder willst du wirklich jedesmal auf SQL-Kommandoebene 
oder so in der DB rumwerkeln?

Die Frage ist ob du jeden Tag soviele Störungen bearbeitest das sowas 
unbedingt sein muss. Vielleicht langt auch eine einfach Excel-Liste für 
sowas? (auch wenn einige bei dem Begriff schon das Hirn aussetz und der 
Beissreflex durchkommt). So in der Art Produktname, Version, 
Fehlerkurzbeschreibung, Schlagwörter und vorallem einen Verweis auf das 
Dokument wo der Fehler detailiert drin beschrieben ist.

Ansonsten schau dich mal im Bereiche "Incident Management" um:
- https://de.wikipedia.org/wiki/Incident_Management

von Joachim J. (felidae)


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Irgend W. schrieb:
> Ich glaube aber das du das
> garnicht so haben willst, sondern eher eine Anwendung suchst (die ggf.
> eine Datenbanksystem im Hintergrund verwendet) mit der du das ganze
> Menagen kannst.

ja genau so habe ich das gemeint.

"Incident Management" ist Schonmal ein guter Hinnweis. Dazu werde ich 
mich mal belesen.

von Mucky F. (Gast)


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Joachim J. schrieb:
> Ich suche daher ein Datenbanksystem in dem ich nach jeder Analyse das
> Fehlerbild und den defekt dokumentieren kann

Mach ich mit einer normalen Auftragsverwaltung (AV). Die einzelnen 
Fehler sind entweder Artikeltexte, wenn der Fehler artikelbezogen ist, 
oder als Artikel für allgemeines und Ersatzteile. Preis bzw.  Aufwand 
über Menge (St. Stunden etc.).

 Lagerverwaltung ist dann incl. und Berichte kann fast jede AV 
produzieren.

von Experte (Gast)


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Joachim J. schrieb:
> Kennt jemand eine Passende Software, mit der so etwas geht?

Eigentlich willst Du keine Datenbank, sondern eine Volltextsuche.

Das kannst Du ganz einfach haben. Dazu aktuelle Software und 
Arbeitsweisen anwenden: Die Berichte einfach in Google-Docs importieren 
oder dort gleich verfassen.

von Sebastian (Gast)


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Excel / LibreOffice Calc?

Datenbank ist ja schon fast Kanone auf Spatz.

Oder Power Apps für den abenteuerlustigen No-Coder?

LG, Sebastian

von Bastler2 (Gast)


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Weiter wie bisher, nur elektronisch abheften, eine Software zur 
Dokumentenverwaltung, z.B. Alfresco.

Beim Abspeichern ein paar Stichpunkte mitgeben, aber auch eine 
Volltextsuche wäre auch möglich.

Aber irgendwie kann auch keine Software ein gutes Gedächtnis ersetzten.

von W.A. (Gast)


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Joachim J. schrieb:
> ich bin Elektronikentwickler. Des öfteren kommt es vor, dass ich für den
> Service Fehleranalysen machen muss.

> Bei der nächsten Analyse
> hätte ich dann die Möglichkeit, nach einem Fehlerbild zu suchen und
> bekäme dann alle möglichen Ursachen gelistet. Dadurch müsste ich nicht
> immer bei null anfangen und hätte mehr zeit zum entwickeln.

Statt irgendwelche Datenbanken mit Fehlerbildern zu füttern und Ablagen 
mit Berichten zu füllen, ist es für die Produktentwicklung viel 
wichtiger, die aus den Fehlern gewonnenen Erkenntnisse auf möglichst 
direktem Weg in die Produktverbesserung einfließen zu lassen, so dass 
die Fehler in Zukunft weniger auftreten. Dann gibt es auch weniger 
Berichte zu schreiben und es bleibt mehr Zeit für die Entwicklung.

von Karsten B. (kastenhq2010)


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W.A. schrieb:
> die aus den Fehlern gewonnenen Erkenntnisse auf möglichst
> direktem Weg in die Produktverbesserung einfließen zu lassen, so dass
> die Fehler in Zukunft weniger auftreten.

Grundsätzlich ja, aber um dieses Ziel zu erreichen, musst du die 
aufgetretenden Ausfälle untersuchen und zumindest grob den Fehler sowie 
die Fehlerursache notieren. Tritt ein Fehler einmal auf, ist das in der 
Regel kein Problem. Tritt ein Fehler erneut auf, besteht meist akuter 
Handlungsbedarf. Seine bisherigen Ausfälle sollte man daher so gut 
dokumentiert haben, dass der zweite Fehler seiner Art sofort auffällt.
Ich habe dafür früher eine ganz simple Exceltabelle verwendet. Da kam 
jeder Ausfall mit seinen Fertigungsdaten rein und dann gab es zig 
Spalten für verschieden Fehlerarten. Einmal für eine grobe 
Fehlerkategorie (mechanisches Fehler, Fehler in der Fertigung, Software, 
Leiterplatte, etc) und dann noch feiner aufgelöst (z.B. FET kaputt, 
Motortreiber kaputt). Letzteres wächst mit der Zeit einfach nach Bedarf. 
Passte irgendein Fehler zu dem vorliegenden Ausfall, dann einfach ein x 
in die jeweilige Spalte und fertig. Das ist beim Anlegen kein 
Zeitaufwand und lässt sich auch mit wenigen Klicks über die 
Filterfunktion auswerten.

von oszi40 (Gast)


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Es gibt da einen "kleinen" Unterschied zwischen Volltextsuche und 
Datenbank mit vordefinierten Auswahlfenstern.

1. In eine Textdatei kannst Du alle Lyrik schreiben und hoffen dass 
später das richtige Schlagwort dabei war oder auch nicht. 100x "Ging 
nicht" 1x "frischer Tomatensaft in Tastatur" ...
2. In vordefinierten Auswahlfenstern kannst Du nur auswählen oder evtl. 
etwas ergänzen. Beispiel "Motor" ist vorhanden Kolbenrückholfeder gibt 
es nicht.
3. Beim Aufbau eines neuen Systems sollte man gut aufpassen, dass es 
später keine Müllhalde wird, die man nicht pflegen kann! Viele Köche 
verderben den Brei. Bsp: A schreibt Motor defekt, B schreibt 
Antriebsproblem

von ??? (Gast)


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Zustimmung 100%

Bei uns im Konzern heißt das WissenDatenbank

Nutzen? Sehr begrenzt!

Interessanter sind die Seriennummern der Komponenten

von oszi40 (Gast)


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??? schrieb:
> heißt das WissenDatenbank

Manche Wiki funktioniert gut, manches Wissen wird aber auch aus 
verschiedenen Gründen durch Insider zurückgehalten um ihren Stuhl zu 
retten.

von ??? (Gast)


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Stimmt auffällig

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