Forum: Offtopic Kugelschreiber-Strich schwächer, obwohl Mine voll


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von Walter T. (nicolas)


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Guten Morgen,

damit das Schriftbild halbwegs gleich bleibt, was insbesondere beim 
Scannen meiner Notizen vorteilhaft ist, kaufe ich Kugelschreiber im 
20er-Pack.

Man sollte meinen, dass gleich alte Kugelschreiber, so lange sie voll 
sind, auch einen ähnlichen Deckungsgrad haben sollten. Falsch gedacht. 
Obwohl alle meinen "aktiven" Kugelschreiber aus der gleichen Schachtel 
kommen und auch alle, als die erstmals benutzt wurden, kräftig 
geschrieben haben, sind sie jetzt unterschiedlich.

Jetzt ist es aber auch nicht so, dass die Kugelschreiber, die am meisten 
benutzt wurden, am schwächsten sind. Im Bild ist genau das Gegenteil zu 
sehen: Der verbrauchtere Kugelschreiber liefert die bessere Linie. In 
echt ist das noch etwas besser als auf dem Foto zu sehen.

Einige Kugelschreiber schreiben trotz voller Mine fast gar nicht mehr.

Woher kommt das? Und gibt es eine Möglichkeit, volle, aber verbrauchte 
Kugelschreiber wieder aufzufrischen? (Mein erster Gedanke wäre Toluol, 
aber das habe ich nicht da.)

von Matthias S. (matthias_s)


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Spekulation, aber: der Kugelschreiber hat ja eine namensgebende Kugel, 
die von Tinte umflossen wird. Je älter, desto abgenutzt, desto mehr bzw. 
gleichmäßiger kann Tinte ausfließen?

Was "Gleichmäßigkeit" angeht, kann ich die Schneider Biosafe empfehlen. 
Leider relativ teuer.

von Percy N. (vox_bovi)


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Ich will Dir nicht zu nahe treten, aber bei der Marke "20 Stück für 1 
Euro" wird das Ergebnis eher selten einigermaßen einheitlich maßhaltig 
sein. Gute Minen kosten gutes Geld, und das nicht ohne Grund. Der Name 
Schneider wurde hier schon genannt.

Eventuell könnten für Dich auch Fineliner in Frage kommen, aber die sind 
in der Handhabung deutlich unterschieden von Ball Pens. Dafür ist die 
Strichbreite annährend so konstant wie bei einem Tuschefüller.

von Troll A. (trollator)


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Matthias S. schrieb:
> Was "Gleichmäßigkeit" angeht, kann ich die Schneider Biosafe empfehlen.
> Leider relativ teuer.

Ich bin mit der Schneider Topball 850 Mine sehr zufrieden.

von Walter T. (nicolas)


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Percy N. schrieb:
> bei der Marke "20 Stück für 1
> Euro" wird das Ergebnis eher selten einigermaßen einheitlich maßhaltig
> sein.

Die "Staples Postscript" sind nicht in dieser Preiskategorie, aber 
natürlich auch nicht in der Preiskategorie "1 Stift für 20 Euro".

Ich habe nach dem Typ lange gesucht. Mein Problem mit den meisten 
"schön" schreibenden Kugelschreibern ist es, dass die Tinte zu lange zum 
trocknen braucht. Für einen Linkshänder bedeutet das Flecken auf dem 
Papier.

Das ist auch der Teil, der gegen Fineliner spricht.

(Ich weiss, dass es mittlerweile Schreibtechniken für Linkshänder gibt, 
dass auch ein Füller gut wird. Aber das bekomme ich nicht mehr 
antrainiert. Dafür schreibt ein erwachsener Mensch nach Ende die 
Studiums einfach zu wenig lange am Stück.)

: Bearbeitet durch User
von Nils S. (wall-e)


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Hi.
Die Minen kosten bei Ali weniger als 1 cent pro Stk.
Welche Qualität oder Reproduzierbarkeit kann man da erwarten?
Genau, keine.

von Percy N. (vox_bovi)


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Soll es urkundenecht sein? Wenn nicht, könnten Druckbleistifte in Frage 
kommen. Die sind in feinen Stärken mindestens von 0,3 bis 0,7 mm 
erhältlich und immer "trocken".

Walter T. schrieb:
> Die "Staples Postscript" sind nicht in dieser Preiskategorie, aber
> natürlich auch nicht in der Preiskategorie "1 Stift für 20 Euro".

Es mag seim, dass ich ein Ressentiment gegen diese "Plastikschläuche" 
hege. Und nein, es muss durchaus nicht Waterman oder Sheaffer sein. 
Vielleicht solltest Du Dich in einem guten Schreibwarengeschäft beraten 
lassen - die Kernkompetenz von staples ist eine andere.

von Oliver S. (phetty)


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Man könnte versuchen das Tintenröhrchen von hinten mit der 
Pressluftpistole abzudrücken.

von ● Des I. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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die Spitze vorne warm machen.
dabei natürlich nicht ZU WARM werden, dass das Plastikröhrchen schmilzt.

hab so vor einigen Jahren mal einen ganzen Karton
Werbe-Kugelschreiber bearbeitet, der mir mal entgegen lief

Davon schwirren hier inner 4ma immer noch welche rum.

von Christoph Z. (christophz)


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Walter T. schrieb:
> Ich habe nach dem Typ lange gesucht. Mein Problem mit den meisten
> "schön" schreibenden Kugelschreibern ist es, dass die Tinte zu lange zum
> trocknen braucht. Für einen Linkshänder bedeutet das Flecken auf dem
> Papier.

Ich bin selber Linkshänder und habe gute Erfahrungen mit Kugelschreibern 
mit Gel Tinte gemacht. Sind für mich schnell genug trocken und haben 
kein Problem damit, dass man sie schiebt anstatt zieht. Sind 
üblicherweise Made in Japan. Z. B. Uni-Ball oder Pentel. Die gibt es 
auch in 0.5 oder 0.7 mm Strichstärke.

von ● Des I. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Christoph Z. schrieb:
> Sind für mich schnell genug trocken und haben
> kein Problem damit, dass man sie schiebt anstatt zieht.

andernfalls die Texte von hinten anfangen zu schreiben?

:-]

von Walter T. (nicolas)


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Christoph Z. schrieb:
> Z. B. Uni-Ball oder Pentel. Die gibt es
> auch in 0.5 oder 0.7 mm Strichstärke.

Danke für den Tipp!

● Des I. schrieb:
> andernfalls die Texte von hinten anfangen zu schreiben?

Lange Texte lassen sich gut in Spiegelschrift schreiben. (In der Schule 
war das leider verboten und an der Uni in Prüfungen auch nicht erlaubt.)

Das Problem bei eigenen Notizen: Diagramme und restliche Notizen passen 
nicht mehr zusammen, wenn die Notizen eingescannt und gespiegelt werden. 
Außerdem lassen sich trotz aller Übung Notizen in Normalschrift 
schneller als in Spiegelschrift lesen (auch wenn schreiben andersherum 
schneller geht). Notizen sind wie Quelltext: Man schreibt nur einmal, 
aber gelesen wird öfter.

Aber zurück zur Ursprungsfrage: Wir haben Kugelschreiber, die aus einem 
großen Tank zu einem ähnlichen Zeitpunkt mit der gleichen Tinte gefüllt 
wurden. Bei Kugel o.Ä. wird es Toleranzen geben, aber die Tinte wird vom 
gleichen Fass sein. Wenn die Kugelschreiber frisch aus der Schachtel 
genommen werden, schreiben alle gleich gut und dunkel.

Trotzdem ist nach einigen Monaten die Tinte aus einigen Kugelschreibern 
blass und bei einigen immer noch kräftig.

: Bearbeitet durch User
von Sven L. (sven_rvbg)


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Walter T. schrieb:
> Trotzdem ist nach einigen Monaten die Tinte aus einigen Kugelschreibern
> blass und bei einigen immer noch kräftig.

So ein Kugelschreiber ist halt kein h´Hightechprodukt, da gibt es 
Toleranzen, bei manchen läuft sogar die Tinte, aus, wenn man Sie 
falschrum in der Hosentasche hat und man bekommt ein blaues Bein.

Den Hinweis mit den Tintenschreibern fand ich gut, sowas gibt es auch 
von Rex, das tolle, die Tinte ist radierbar., ideal um in Schaltplänen 
rumzumalen, auch wenn man sich mal irrt.

von Serge W. (musikfreund)


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Matthias S. schrieb:
> Was "Gleichmäßigkeit" angeht, kann ich die Schneider Biosafe empfehlen.
> Leider relativ teuer.

Ich benutze die Schneider Kugelschreiber schon lange, sind zwar etwas 
teurer, aber zuverlässig. Und 100% made in Germany, ich habe das Werk in 
Schramberg-Waldmössingen selber besichtigt.

Da gebe ich gerne etwas mehr aus, dafür hält der Kuli lange und läuft 
mir auch nicht im Hemd aus ;)
Noch dazu unterstütze ich die heimische Industrie. Weil immer nur über 
Chinaschrott zu jammern, aber zu geizig für deutsche Produkte sein, 
widerspricht sich irgendwie.

PS. Ich werde nicht bezahlt von denen, aber positive Erfahrungen kann 
man teilen.

Grüße, Serge

von Korbinian G. (korbinian_g10)


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Ich bin mittlerweile auch großer Fan der hier bereits genannten 
Druckbleistifte, vor allem mit sehr weichen Minen.

von Mohandes H. (Firma: مهندس) (mohandes)


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Wie schon geschrieben: wenn Du 20 Kugelschreiber für <1€ kaufst, welche 
Qualität erwartest Du? Ich würde dann auch nur die Minen ohne 
Kugelschreiber kaufen. In China kostet so eine Mine dann nur ein paar 
Cent.

Ich schreibe viel mit der Hand aber selten mit Kulis (verwischen, 
kleckern, schlechte Schrift). Ich arbeite viel mit Bleistiften und mit 
Finelinern. Fürs Schreiben Füller.

Früher habe ich noch viel mit Stiften für technische Zeichnungen 
gearbeitet, aber kleinere als 0,25 verstopfen ständig, dann besser 
Fineliner.

Für alle gilt: wer billig kauft, kauft letzlich teuer. Ist wie bei 
Werkzeug.

von Walter T. (nicolas)


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Lassen wir's. Hier wird lieber geschrieben als gelesen.

: Bearbeitet durch User
von Vorn N. (eprofi)


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Ein Grund kann sein, dass die Schreiber mit der Spitze / Kugel nach 
unten aufprallen. Dann ist die Kugel oder die Hohlform deformiert und 
dreht nicht mehr so gut. M.E. ist das der Hauptgrund, warum es Kulis mit 
"versenkbarer" Mine gibt: Schutz der Spitze (neben dem Schutz vor 
versehentlichem Farbe-Abgeben).
Vorsicht bei Druckluft-Anwendung: oft ist die Spitze nur in das 
Kunststoffrohr eingesteckt, wenn die entweicht, hat man die ganze Farbe 
überall verteilt ("Ink-Jet").
Als Lösemittel geht auch Isopropyl / Ethanol.

: Bearbeitet durch User
von Joachim B. (jar)


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● Des I. schrieb:
> die Spitze vorne warm machen.

logo, einmal kurz in die Flamme vom Feuerzeug halten, simpel!

von Walter T. (nicolas)


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Was soll das Feuerzeug-Spiel denn bewirken? Es ist dafür da, um eine 
verklebte Kugel wieder gangbar zu machen, wenn der Kugelschreiber gar 
nicht mehr schreibt.

Hier schreiben aber alle Kugelschreiber, und in alle Richtungen gleich 
gut. Nur der "Deckungsgrad" ist zwischen den Exemplaren unterschiedlich, 
obwohl er im Neuzustand gleich war.

Die "Tricks" habe ich ausprobiert. Nicht, weil ich mir davon etwas 
erhoffte, sondern nur um sicher zu sein, nichts vergessen zu haben.

Kugelschreiberspitze mit dem Lötkolben kurz erhitzt.

Kugelschreiberspitze 1h in Isopropanol getunkt bei aufrecht stehendem 
Kugelschreiber.

Desgleichen mit Benzin.

Bei keinem dieser "Tricks" hat sich der Deckungsgrad im Vergleich zu 
vorher verbessert. Um ganz sicher zu sein, habe ich jeweils vor- und 
nachher mindestens einen Meter gekrakelt.

Die Kugel selbst muss immer noch frei beweglich sein - ansonsten wären 
Unterbrechungen im Strich.

Also entweder ist die Tintenfilmdicke auf der Kugel geringer, oder die 
Tinte selbst hat an Deckkraft verloren.

: Bearbeitet durch User
von Teo D. (teoderix)


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Walter T. schrieb:
> Was soll das Feuerzeug-Spiel denn bewirken? Es ist dafür da, um eine
> verklebte Kugel wieder gangbar zu machen, wenn der Kugelschreiber gar
> nicht mehr schreibt.

Das wird schnell zur 'Kanone'!
Die 'Guten' (Metallhülse) haben ja nen Stopfen hinten drin. Kommt nich 
so gut, wenn man im 1. Lehrjahr damit auf seinem Altgesellen Feuert.... 
:DDD

von Serge W. (musikfreund)


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Walter T. schrieb:
> Lassen wir's. Hier wird lieber geschrieben als gelesen.

Hallo Walter,

nein, es wurden genügend Tipps gegeben. Fazit: Entsorg Deine 
Billigschreiber und kaufe Markenqualität. Ob das jetzt Schneider, 
Stabilo oder Senator oder Pelikan ist, bleibt Dir überlassen.

Bei Schneider weiß ich es eben durch langjährige Erfahrung und auch die 
Werksbesichtigung (kein Tag der offenen Tür, an dem man sich extra 
rausputzt und nur Vorzeigemitarbeiter hernimmt, sondern Termin im 
normalen Arbeitsalltag. Dort werden im laufenden Prozess mehrmals 
täglich Stichproben entnommen und auf Schriftbild und Schreibleistung 
gesprüft.
Machen andere Markenhersteller sicher auch, nur da hab ich es nicht 
selbst gesehen.

Also einfach Dein billiges Zeug durch ordentliche Schreibgeräte ersetzen 
und Du hast von voller bis leerer Mine die gleiche Strichstärke. 
Allerdings nicht, wenn die Kulis jahrelang rumiegen, man sollte sie 
schon regelmäßig nutzen.

Nachteil ist, man hat keine Vorwarnung wenn die Mine bald leer ist. 
Schreibt wie am ersten Tag und dann kommt nix mehr ;)

Grüße von Linkshänder zu Linkshänder,

Serge

von Percy N. (vox_bovi)


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Wenn man erwas weniger stark geleimtes Papier nimmt, kann man auch als 
Linkshänder Fineliner verwenden. Auf Plastikfolie hingegen wird so 
ziemlich alles außer Wachsmalkreide schmieren.

Dafür muss man allerdings in der Lage sein,  Vorschläge auch umsetzen zu 
können. Wenn es um die Beschriftung von Kunstdruckpapier geht, wird 
nichts wirklich helfen.

Was zB an

https://www.bueroshop24.de/schneider-eco-725-kugelschreibermine-m-blau-203964

zu teuer sein soll, verstehe ich nicht.

: Bearbeitet durch User
von ● Des I. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Für Kreuzworträtsel wirds wohl noch reichen...

von Walter T. (nicolas)


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Es wird Zeit, das Fazit zu ziehen:

Keiner weiß eine Antwort auf die Frage, warum gleiche Kugelschreiber 
nach einigen Monaten unterschiedliche, richtungsunabhängige 
Strichstärken haben. Deswegen ist die Frage dumm. Ich soll mir 
gefälligst neue Kugelschreiber kaufen. Und diesmal nicht so billige.

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Walter T. schrieb:
> Ich soll mir
> gefälligst neue Kugelschreiber kaufen. Und diesmal nicht so billige.

So schlimm nicht. Bei mir fliegen viele Dutzende billige 
Werbe-Kugelschreiber durch die Wohnung, in jeder Ecke und Schublade 
lagern welche für Notizen, den Einkaufszettel und die meisten 
Anwendungen. Dafür reicht es. Wenn ein Kuli nicht mehr will, rotiere ich 
hochverärgert und mit Zornesröte mit der Mine im 
Waschmaschinenschleudertempo auf einem Blatt Papier. Wenn er dann noch 
immer seinen Dienst verweigert, wird er entsorgt. Vorher wegwerfen wäre 
Verschwendung.

Aber für die Glückwunschkarte zum Geburtstag an die Freundin darf es ein 
sauber schreibender Kuli sein.

P.S.: Ich habe einige Werbe-Kulis, die liegen richtig gut in der Hand. 
Für die sollten sich als Ersatz die guten Schneider-Minen lohnen, wenn 
die Original-Mine verbraucht ist.

von Jack V. (jackv)


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Walter T. schrieb:
> Keiner weiß eine Antwort auf die Frage, warum gleiche Kugelschreiber
> nach einigen Monaten unterschiedliche, richtungsunabhängige
> Strichstärken haben.

Mögliche und wahrscheinliche Ursachen wurden benannt. Wissen kann man es 
natürlich nur, wenn man die konkreten Stifte untersuchen kann. Wenn’s 
dir darum geht: leg sie doch bitte zusammen mit etwa 10k€ in ein 
Päckchen, das du mir dann schickst. Einen Teil des Geldes werde ich in 
die benötigten Messmittel stecken, mit dem Rest wird meine Zeit 
abgegolten. Als Ergebnis sage ich dir genau, worin sich beide Stifte 
unterschieden haben¹, damit es zu unterschiedlichen Strichstärken kam.


---
¹) nicht „unterscheiden“, weil die Stifte beim Prozess der Untersuchung 
leider ihre Eigenschaft, Stifte zu sein, verlieren werden.

von Walter T. (nicolas)


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Jack V. schrieb:
> Mögliche und wahrscheinliche Ursachen wurden benannt.

Es wurde eine einzige brauchbare Hypothese geliefert. Die hier:

Vorn N. schrieb:
> Ein Grund kann sein, dass die Schreiber mit der Spitze / Kugel nach
> unten aufprallen. Dann ist die Kugel oder die Hohlform deformiert und
> dreht nicht mehr so gut.

Diese Hypothese hat den angenehmen Punkt, dass sie sich leicht prüfen 
lässt. Wenn die Kugel deformiert ist, muss
 a) eine Periodizität im Strich sein und
 b) der Strich ändert sich in verschienene Schreibrichtungen.

Beides ließ sich gut prüfen und es kam heraus, dass der Strich zwar 
schwächer, aber völlig gleichförmig bleibt und auch keine 
Richtungsabhängigkeit besitzt.

Aber immerhin war die Hypothese gut, auch wenn sie sich als nicht 
zutreffend herausgestellt hat.

Jack V. schrieb:
> leg sie doch bitte zusammen mit etwa 10k€

Selbstverständlich. Alles, was nicht kommerziell untersucht wird, ist es 
nicht wert, untersucht zu werden.

: Bearbeitet durch User
von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Walter T. schrieb:
> Diese Hypothese hat den angenehmen Punkt, dass sie sich leicht prüfen
> lässt. Wenn die Kugel deformiert ist, muss
>  a) eine Periodizität im Strich sein und
>  b) der Strich ändert sich in verschienene Schreibrichtungen.
>
> Beides ließ sich gut prüfen und es kam heraus, dass der Strich zwar
> schwächer, aber völlig gleichförmig bleibt und auch keine
> Richtungsabhängigkeit besitzt.

Toll, aber was bringt der Erkenntnisgewinn bei einem 10-Cent-Artikel?

von Jack V. (jackv)


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Walter T. schrieb:
> Es wurde eine einzige brauchbare Hypothese geliefert.

Öhm. Ich zähle eindeutig mehr.

Schon die erste Antwort dürfte fast die Richtige sein: allerdings wird 
sich nicht die Kugel abnutzen (die ist ziemlich hart – was auch gegen 
die „Deformationshypothese“ spricht, btc.), sondern das Lager der Kugel 
weitet sich (das ist gerade bei billigen Stiften oft weiches Blech), und 
der Effekt tritt auf. Dürfte jeder kennen, der viel mit billigen Stiften 
schreibt – in der Regel brauchen sie eine Weile, bis sie angenehm 
schreiben. Gerade bei Tintenrollern (die mit Patrone) fällt das sehr 
auf, aber auch billige Gel-Stifte zeigen das Verhalten oft deutlich – 
wobei es da schnell dazu kommt, dass es sich der Sitz der Kugel zu sehr 
aufweitet, und dann sauen sie rum.

Aber: damit man es wissen kann, wie vom TE gefordert, muss man eben 
die konkreten Stifte untersuchen. Alles andere sind mehr oder weniger 
nachvollziehbare Spekulationen. Ist halt so.

von Percy N. (vox_bovi)


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Walter T. schrieb:
> Es wurde eine einzige brauchbare Hypothese geliefert.

Nein, Du willst nur nicht wahrhaben, dass Deine Schüttware von Staples 
schlicht und ergreifend Billigstramsch ist. Es mag ja durchaus sein, 
dass Du bei Staples einen "ordentlichen" Preis bezahlt hast und jetzt 
ordentliche Ware erwartest; das aber ist sinnlos: für Staples sind 
Kugelschreiber das, was Kaugummi und Chips für die Tankstelle sind: eine 
prima Gelegenheit, Maschinenkunden abzuziehen, die zu faul oder zu 
dämlich sind, ein Fachgeschäft aufzusuchen.

Schade, dass ich es so hart formulieren musste, aber Du scheinst 
weitgehend beratungsresistent zu sein.

von Oliver S. (phetty)


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Rainer Z. schrieb:
> Wenn er dann noch
> immer seinen Dienst verweigert, wird er entsorgt. Vorher wegwerfen wäre
> Verschwendung.

Nicht doch!
Die Federn beispielsweise kann man noch für Basteleien gebrauchen.

von Michael B. (alter_mann)


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Der zum Scannen (lt. Eingangspost) benutzte Apparat scheint von 
ähnlicher Qualität wie die Schreiber zu sein wenn schon die Strichstärke 
der Schrift zu unerwünschten Ergebnissen führt.
Ansonsten rate ich zu Gelschreibern. Aber da kostet das Kilogramm auch 
mehr als 3 €.

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Oliver S. schrieb:
> Nicht doch!
> Die Federn beispielsweise kann man noch für Basteleien gebrauchen.

Spaßvogel!

Dafür gab's von mir aber trotzdem einen 
Spaßvogel-Positiv-Bewertungspunkt. So!

von Walter T. (nicolas)


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Jack V. schrieb:
> sondern das Lager der Kugel
> weitet sich (das ist gerade bei billigen Stiften oft weiches Blech), und
> der Effekt tritt auf.

Warum sollte die Schrift schwächer werden, wenn sich das Lager weitet? 
Ein größerer Spalt sollte mehr Schmierstoff benötigen, die Schrift also 
dunkler werden. Sie wird aber heller.

Jack V. schrieb:
> Dürfte jeder kennen, der viel mit billigen Stiften
> schreibt – in der Regel brauchen sie eine Weile, bis sie angenehm
> schreiben.

Den Effekt gibt es hier nicht.

Percy N. schrieb:
> Nein, Du willst nur nicht wahrhaben, dass Deine Schüttware von Staples
> schlicht und ergreifend Billigstramsch ist.

Was macht das für einen Unterschied? "Billig" ist kein 
Verschleißmechanismus und kein Fehlerbild.

Michael B. schrieb:
> Der zum Scannen (lt. Eingangspost) benutzte Apparat scheint von
> ähnlicher Qualität wie die Schreiber zu sein wenn schon die Strichstärke
> der Schrift zu unerwünschten Ergebnissen führt.

Im Gegenteil. Ein 1-Bit-SW-Scanner würde keine Unterschiede in der 
Strichhelligkeit erkennen.

von Percy N. (vox_bovi)


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Troll

von Jack V. (jackv)


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Walter T. schrieb:
> Ein größerer Spalt sollte mehr Schmierstoff benötigen, die Schrift also
> dunkler werden. Sie wird aber heller.Walter T. schrieb:
> Jetzt ist es aber auch nicht so, dass die Kugelschreiber, die am meisten
> benutzt wurden, am schwächsten sind. Im Bild ist genau das Gegenteil zu
> sehen: Der verbrauchtere Kugelschreiber liefert die bessere Linie.

Ah ja …

Percy N. schrieb:
> Troll

Ich bin geneigt, dem zuzustimmen. Wir beide einer Meinung – dass ich das 
noch erleben darf … ;)

: Bearbeitet durch User
von Walter T. (nicolas)


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Hier werden Scheinwidersprüche konstruiert. Kein Kugelschreiber ist 
stärker als im Neuzustand geworden.

Aber der Thread ist wirklich ein Troll-Thread. Leider nicht von mir. Die 
Beiträge, die sich von der eigentlichen Fragestellung am weitesten 
entfernen, haben die höchste Bewertung.

Dafür kann man aber gut das Phänomen einer starken Meinung bei 
Ahnungslosigkeit beobachten. Insofern ist das soziologisch ganz 
interessant, wenn es mich inhaltlich auch kein bischen weiterbringt. 
Schlimm ist das aber nicht. Es geht ja nur um Kugelschreiber.

: Bearbeitet durch User
von Percy N. (vox_bovi)


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Walter T. schrieb:
> Aber der Thread ist wirklich ein Troll-Thread. Leider nicht von mir.

Dabei hast Du Dir so viel Mühe gegeben!

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Walter T. schrieb:
> Aber der Thread ist wirklich ein Troll-Thread. Leider nicht von mir.

Du solltest Dich nicht beschweren. Du kommst mit einer 
Kugelschreiberfrage in einem Elektronikforum und Dir werden viele sehr 
brauchbare Tipps gegeben, angefangen davon, die Kugelschreibermine 
wieder gangbar zu machen bis hin zu konkreten Beispielen von und 
Erfahrungen mit Qualitätsminen. Was willst Du mehr?

Ich hätte über solche Probleme keinen Gedanken verschwendet und mir wäre 
nicht eingefallen, hier zu fragen. Eher hätte ich Rat in einem 
Fachgeschäft gesucht. Aber Du siehst, selbst bei solchen Themen gibt es 
einen Erkenntnisgewinn, bei mir jedenfalls.

Die üblichen Grabenkämpfe blieben absolut im Rahmen und Bewertungen 
solltest Du nicht überbewerten.

von Walter T. (nicolas)


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Rainer Z. schrieb:
> angefangen davon, die Kugelschreibermine
> wieder gangbar zu machen

Der Trick bei einer sinnvollen Fehlersuche besteht allerdings darin, mit 
etwas anderem weiterzumachen, sobald eine Ursache ausgeschlossen wurde, 
und nicht immer wieder den gleichen Teil zu wiederholen.

Rainer Z. schrieb:
> bis hin zu konkreten Beispielen von und Erfahrungen mit Qualitätsminen.

War nicht die Frage. In Grenzen ist das OK. Aber irgendwann ist es auch 
gut.

Rainer Z. schrieb:
> Ich hätte über solche Probleme keinen Gedanken verschwendet

Wenn Dich das Thema nicht interessiert, ist das in Ordnung. Aber warum 
schreibst Du dann?

Rainer Z. schrieb:
> Du kommst mit einer
> Kugelschreiberfrage in einem Elektronikforum

Deswegen Off-Topic.

: Bearbeitet durch User
von Walter T. (nicolas)


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Matthias S. schrieb:
> Schneider Biosafe

Percy N. schrieb:
> Der Name
> Schneider

Rainer Z. schrieb:
> die guten Schneider-Minen

Ich habe mal einen Packen Schneider Biosafe K3 besorgt. Die sehen gut 
aus und schreiben auch nicht schlecht. Aber von der Strichdeckung 
schreiben sie in etwa gleichauf wie die Staples Postscript 0,6, die ich 
wegen nachgelassener Deckung ausgemustert habe.

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