Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Birulki, Digitalelektronik – neue Mikrocontroller, neue ICs und Windows 11


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von Tam H. (Firma: Tamoggemon Holding k.s.) (tamhanna)


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Die Welt der digitalen Elektronik steht nicht still. Hier eine Liste neuer Produkte, die dem Autor in den letzten Wochen positiv aufgefallen sind.

von Tam HANNA

Worum geht es hier

Hier eine Gruppe Ankündigungen aus dem Bereich digitale Elektronik, die interessant sein könnten.

Crowd Supply ITACA: Arduino als DIP16-IS

Wer betagte Messtechnik im Haus hat, sucht immer nach Möglichkeiten zum Ersatz nicht mehr erhältlicher IS. Sofern Ihr IS mit dem in der Abbildung gezeigten Pinout realisierbar ist, kann der ITACA eine attraktive Alternative zum Graumarkt sein. Die unter dem Namen CS-USVC-KIT-04 bei Distributoren gelistete Platine kostet pro Stück rund 16 EUR.

Die aus technischer Sicht mit dem Arduino Zero kommunale Plattform passt in DIP16-Sockel. Kritisch ist daran nur, dass das Anlegen von 5V – anders als die Angaben diverser Distributoren – nicht erlaubt ist. In der offiziellen Dokumentation findet sich hierzu folgende Passage:

1
Q: Are the IOs pins 5V-tolerant on uChip?
2
A: No, any voltage exceeding 3.3V+10% (3.6V) could irreversibly damage uChip. Please use adequate 5V
3
to 3.3V conversion circuitry to interface uChip to a 5V system

K210 AI Accelerator – AI-Erweiterung für Raspberry Pi mit K210 Kendryte

Der Kendryte K210 ist ein vergleichsweise leistungsfähiges SoC, das neben einem RISC-V-Prozessor (nicht von GigaDevice) auch einen AI-Beschleuniger und eine Hardware-FFT-Einheit mitbringt. Das in Abbildung zwei gezeigte System verbindet einen K210 per SPI mit dem Raspberry Pi, was das Offloading von AI-Aufgaben erlaubt.

Zum Vergleich mit anderen Beschleunigern sei Abbildung drei empfohlen, die mehr Informationen zum unter https://www.crowdsupply.com/xalogic/k210-ai-accelerator bereitstehenden Produkt anbietet.

VORAGO: (teurer) ARM Cortex M0-MCU bei 200 Grad Celsius

Mikrocontroller mögen es nicht warm. Da man (sowohl im metrologischen als auch im militärischen Bereich) manchmal “mehr” braucht, schickt VORAGO mit dem VA10800 einen mit 50 MHz getakteten Chip ins Rennen, der 200 °C Umgebungstemperatur aushält und mit radioaktiver Strahlung zurechtkommt. Der in einem 128 Pin umfassenden LQFP-Gehäuse angebotene Chip hat 32KB TAM und 128KB Programmspeicher, insgesamt 56 GPIO-Pins sowie je zwei UARTs, I2C-Transciever und SPI-Ports kommunizieren mit Peripherie. Unter der Stückzahl VA10800-CQ12803ECA findet OEMsecrers derzeit insgesamt drei Stück (!!!) in den Lagern der Arrow-Gruppe, ein Stück kostet sportliche 1000 USD.

DATENBLATT ohne Login => https://hu.mouser.com/pdfDocs/VA10800_DS_1.pdf

STM32G – Value-Mikrocontroller mit neuen Funktionen

STMicroelectronics bietet mit der STM32G-Serie eine Reihe von preiswerten Mikrocontrollern auf STM32-Basis an, einige davon haben ein nur acht Pin (!!!) hohes Gehäuse. Neu gibt es einerseits Varianten mit 512KB Flashspeicher, andererseits CAN FD- und USB-C Full Speed Dual Role-Peripherievarianten.

Im Bereich der 10k-Preise ruft STM folgendes auf:

1
Die Preise beginnen bei -,47 US-Dollar für den STM32G050F6P6 Value Line im TSSOP20-Gehäuse mit 32 KByte Flash-Speicher. Die Produktlinie STM32G0B beginnt bei 1,21 US-Dollar für den STM32G0B0KET6 im LQFP32-Gehäuse mit 512 KByte Flash

Maxim DeepCover – Kryptobeschleuniger

Kryptographische Operationen sind rechenleistungstechnisch teuer. Mit dem in einem 10 Pins aufweisenden TDFN -Gehäuse vorliegenden MAXQ1065 schickt Maxim nun einen per SPI ansprechbaren Coprozessor ins Rennen, der neben einem Hardware-Zufallsgenerator Unterstützung für eine Gruppe von Kryptoalgorithmen mitbringt.

VL53L5 – 8x8-Tiefenscanner mit 400cm Reichweite

ST bietet in der FlightSense-Produktfamilie seit längerer Zeit auf dem Laserscanning-Prinzip basierende Bausteine, die Entfernungen der physikalischen Welt messen. Mit dem per I2C oder per SPI ansprechbaren VL53L5 erweitert SGS die Produktfamilie insofern, als die Sensoren nun ein Blickfeld von 60 Grad aufweisen und entweder 4x4 oder 8x8 Pixel Auflösung bieten und dank eines integrierten STM32-Controllers finalisierte Ergebnisse bereitstellen. Als Anwendungsfälle sieht ST die Verwendung als Laser-Autofokussystem an: ob zur Festlegung der Stärke des Blitzes, oder ob der Arbeitsgeschwindigkeit von 60Hz zur Anpassung von Videos.

Windows 11 mit Android-Emulation und TPM 2.0-Verpflichtung

Zu guter Letzt – Birulki zu Digitalelektronik wären ohne dieses Hölzchen unvollständig – sei noch darauf hingewiesen, dass Microsoft Windows 11 angekündigt bzw. vorgestellt hat. Für uns Elektroniker sind zweierlei Faktoren wichtig: Einerseits läuft das Betriebssystem nach derzeitiger Planung nur auf Systemen, die ein TPM 2.0 mitbringen. Neuerung Nummer zwei ist, dass das Betriebssystem eine auf dem Amazon App Store basierende Emulationsschicht für Android-Applikationen mitbringt. Wieso Microsoft diese an BB10 erinnernde Strategie fährt, ist dem Autor nur leidlich klar – normalerweise fanden sich solche Emulatoren eher bei “in der Entwicklergunst unterlegenen” Plattformen wie BB10 oder Jolla.


:
von Markus M. (adrock)


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Jetzt müssten die STM32Gxx Controller nur noch verfügbar sein...

Der STM32G03xJ6 im SON-8 Gehäuse ist ein ATtiny-Killer, einziger 
Nachteil sind die 3,3V Versorgungsspannung die oft einen LDO notwendig 
machen, und das zusätzlich von den 2 Pins für die Versorgung noch 3 (!) 
wegfallen wenn man debuggen möchte:

- Pin 4 (NRST) kann für nichts anderes verwendet werden
- Pin 7/8 Debugging

Da bleiben dann noch 3 Pins übrig für Funktionen. Beim ATtiny dürften 2 
Pins mehr übrig sein (nur 1 Pin für debug/reset).

von Gerhard O. (gerhard_)


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Das könnte diejenigen von Euch interessieren deren CPU für TPM 2.0 nicht 
qualifiziert ist:

https://winaero.com/how-to-install-windows-11-without-tpm-2-0/

Eine neue Lawine von unnötigem Computermüll wird in den nächsten Jahren 
vom Stapel laufen wenn Millionen PCs deren CPU nicht TPM 2.0 kompatibel 
ist, mit W11 nicht mehr lauffähig sein werden. Spätestens wenn W10 ende 
2025 nicht mehr mit Updates versorgt werden wird, wird dieses Problem in 
ein akutes Stadium treten. Mit dieser Situation stehen wir wieder einmal 
am Kreuzweg der PC Entwicklung.

Man fragt sich: Muß das wirklich sein? Geht es offiziell wirklich nicht 
anders? Man kann nur hoffen, daß TPM2.0 die Hoffnung erfüllt die man in 
es setzt und diese Entscheidung nicht leichtfertig getroffen hat. Die 
Notwendigkeit mag ja tatsächlich vorhanden sein.

Aber betrifft es den jeden? Ich erwarte vom PC kein Lebenstil Objekt, 
sondern ein Werkzeug, daß mich meine wichtige SW betreiben läßt. Ich 
könnte auch noch gut mit W7 klarkommen.

Alternative BS sind für mich nicht nützlich weil ich wichtige SW brauche 
die nicht anderswo lauffähig ist. Ich habe spezielle HW Legacy 
Abhängigkeiten die einen Neubau eines PCs erschweren.

OK. Ich bin nur ein mittelmässiger PC User. Die Gründe für diesen 
Schritt erschliessen sich mir noch nicht. Bis jetzt wußte ich überhaupt 
nichts über die Existenz dieses Konzepts weil ich keinerlei Grund hatte 
meinen PC zu erneuern. Geht es aber wirklich nicht anders? Mir erscheint 
im Augenblick der Preis zu hoch und sträube mich eventuell mitmachen zu 
müssen um aktuelle PC Nutzungsfähigkeit zu erhalten.

Es ist wirklich bezeichnend für den Größenwahn der Industrie sich so 
etwas auszudenken. Die Gründe sind möglicherweise sicherlich gut. Die 
Frage ist nur, rechtfertigt der funktionelle Gewinn den materiellen und 
finanziellen Schaden den unzählige User und die Umwelt durch dies 
möglicherweise unnötige Obsoleszenz erleiden wird wenn 
zufriedenstellende PCs nicht mehr auf den aktuellen Stand zu bringen 
sind? Mein PC läuft z.Zt. auf einen 3.5GHz i7-4770. Mit W11 ist der und 
alles was vor CPU Core Version 8 kommt zumindest offiziell obsolet und 
nicht mehr verwendbar. Unter W10 läuft das System einwandfrei und zügig. 
Man kann nur hoffen, daß der verlinkte Lösungsvorschlag von Winaero dann 
noch verwendbar ist.

Ob sich die User Comunity das gefallen lassen wird?

Ich bin enttäuscht vom guten Willen der Industrie uns mit solchen 
Herausforderungen zu beglücken. Hat man denn überhaupt noch ein soziales 
Verantwortungsgefühl?

Man wird sehen müssen ob MS damit tatsächlich durchkommt. Man sollte 
meinen, ich stehe mit meiner Ansicht nicht ganz alleine da. Naja, wir 
haben ja noch einige Jahre Zeit um den besten Weg zu finden. Es ist 
durchaus möglich, daß man sich in Redmond doch noch besinnt.

Was meint ihr? Bin ich nur ein wenig informierter Querkopf?;-)

von Oberlehrer (Gast)


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> Arduino Zero kommunale Plattform

Soso.

von Anja (Gast)


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Gerhard O. schrieb:
> Was meint ihr? Bin ich nur ein wenig informierter Querkopf?;-)

Nö, bei mir laufen auch noch 2 Meßdatenerfassungsrechner unter Windows 
XP. (Halt nicht mehr mit Internet-Zugang).

Ursprünglich hieß es ja es gibt keine neue Windows-Version mehr nach 
Windows 10.
Das war ja dann wohl auch nur ein Marketing-Gag.
Dafür entwickeln die Rechner mit jedem Update mehr Eigenleben.

Gruß Anja

von OldMan (Gast)


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Nachdem ich damals bei einem neu gekauften Notebook, der mit Win 10 
vorinstalliert war, feststellen durfte, dass man in keinster Weise noch 
wirklich Herr über sein eigenes System ist, war das Thema für mich 
durch.
Mit hängen und würgen konnte ich diesen Notebook mit Linux aufsetzen. 
Meine Desktopmaschinen laufen mit Win 7 und fertig.
Das MS Spiel mache ich nicht mehr mit.
Bei Android nutze ich ausschliesslich Hardware die von LineageOs 
unterstützt wird.
Es kann und sollte nicht sein, dass uns die Hersteller immer mehr die 
Zügel aus der Hand nehmen.

von Bürovorsteher (Gast)


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> Was meint ihr? Bin ich nur ein wenig informierter Querkopf?;-)
Nicht schlimmer als andere :-)
Einzig am Büroarbeitsplatz läuft bei mir W10, weil die 
Buchhaltungssoftware das so haben muss, am Leiterplatten-CAD läuft W7, 
am Bestückungsautomaten und am Messplatz XP, auf dem Lapptopf W7, am 
Baugruppentester XP, am Rework- und Handbestückungsplatz W7, am 
Reflowofen auch W7.
Am Netz hängt übrigens alleinig der Bürorechner, alles andere ist streng 
lokal.

von Bier ulki? (Gast)


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Ich würde gerne erfahren, was das Wort "Birulki" bedeutet.

Hinweis für die üblichen Kräher: Nein, Googel ist NICHT mein Freund 
-aber eine Suche dort (und auch mit anderen Suchmaschinen) ergab nichts 
Greifbares.

von Frank (Gast)


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> einige davon haben ein nur acht Pin (!!!) hohes Gehäuse.

Stehen die auf der Seite oder wie können die acht Pins "hoch" sein?
Irgendwie werden die Artikel dieses Autors von mal zu mal schlechter.

von Dergute W. (derguteweka)


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Moin,

Gerhard O. schrieb:
> Ob sich die User Comunity das gefallen lassen wird?

Natuerlich wird sie das. Wie bisher immer. Da machen wieder ein paar 
eine grosse Welle, von wegen - Jetzt ist Microsoft aber zu weit gegangen 
- ich installier' jetzt dieses Leeenuhx, geschieht euch sowas von 
recht...
Um dann festzustellen, dass da ja Foddoschopp und andere "wichtige 
Anwendungen" garnicht gscheid drauf laufen. Und sowieso alles ganz 
anders und viel shicer ist. Dann wird halt noch bisschen gegrummelt, 
aber beim naechsten Aldi-PC incl. dem jeweils neuen Win X++ drauf, dann 
doch zugeschlagen. Unn fertsch. :-)

Gruss
WK

von Alex D. (daum)


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Bier ulki? schrieb:
> Ich würde gerne erfahren, was das Wort "Birulki" bedeutet.

In einem älteren Thread (Beitrag "Birulki: Sensoren, Speicher und Funkmodule") 
hier vom Tam eine Erklärung gefunden:

> Hallo,
> Birulki...den Begriff habe ich von Eldar Murtazin und seinem legendären
> Mobile-Review. Er machte damals - also als ich in Handcomputern machte -
> immer wieder eine Newsliste, die aus vielen kurzen Meldungen
> bestand...und übersetzte es mit Spillikins.
>
> Eigentlich ist es ein russisches Holzspiel:
> https://kedry-gift-store.myshopify.com/products/wooden-game-birulki

von Thomas Z. (usbman)


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Gerhard O. schrieb:
> Man wird sehen müssen ob MS damit tatsächlich durchkommt. Man sollte
> meinen, ich stehe mit meiner Ansicht nicht ganz alleine da.

Nun MS wird sein Ding durchziehen, da bin ich ganz sicher. Sicher ist 
aber auch dass das wie gewöhnlich nicht so der Bringer wird. Wir wissen 
ja alle, dass bisher  jedes 2. OS von MS ein Flop war.

von Schlaumaier (Gast)


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Euch ist schon klar, das das Android SDK eine VMM mit bringt.

Leider läuft die aber nach meinen Wissen nur auf Intel-Cpu's.

von A. N. (bastelmaniac)


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Schlaumaier schrieb:
> Leider läuft die aber nach meinen Wissen nur auf Intel-Cpu's.

Schon seit mindestens 3 Jahren falsch. Die Android SDK VM nutzt unter 
Windows auch Hyper-V oder unter Linux KVM und somit auch 
Hardwarebeschleunigung.

Auch davor haben die Android SDK VMs mit AMD Prozessoren funktioniert, 
nur ohne HW-Beschleunigung und damit sehr langsam. Auf einem AMD 
A10-5800k machte das wenig Spaß und war eher unbenutzbar.

von Schlaumaier (Gast)


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Ich hab einen AMD-FX-8150 (8 Kerne CPU) 32 GB RAM / SSD  und seit ca. 1 
Jahr läuft der Emulator nicht mehr.  Ist mir aber egal, da ich das dann 
halt mal eben auf der Tablett übertrage. Ist mir eh lieber als der 
Emulator.

Fakt ist, er startet nicht bei mir.  Aber vielleicht hast du Recht. 
Länger als 1 Minute habe ich nie gewartet.

von (prx) A. K. (prx)


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Dergute W. schrieb:
> Unn fertsch. :-)

Das Thema kombiniert sich allerdings prima mit der Grossen Deutschen 
Firewall auf jedem Endgerät. ;-)
https://www.heise.de/news/Laender-wollen-Filter-in-allen-Betriebssystemen-Verbaende-laufen-Sturm-6116452.html

: Bearbeitet durch User
von A. N. (bastelmaniac)


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Was ich als Hobbyist nicht ganz nachvollziehen kann:

Warum versuchen die Hersteller der Mikrocontroller stets die kleinen 
alten 8-Bit µC mit wenig Pins quasi 1 zu 1 in 32 Bit, mit ggf. etwas 
verbesserten technischen Daten, neu zu erschaffen, sich aber dabei wenig 
innovativ zeigen.

Ich könnte mir schon vorstellen, dass der Markt mind. einen 
"westlichen", preiswerten ESP8266-Mitbewerber zulässt. Genauer gesagt, 
als Mitbewerber für den ESP8266 als ESP-01 oder ESP-01s. Also einfache 
Aufgaben, die sonst ein 8-Bit µC erledigen würde, aber eine 
Funkanbindung haben sollen.

von Schlaumaier (Gast)


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(prx) A. K. schrieb:
> Das Thema kombiniert sich allerdings prima mit der Grossen Deutschen
> Firewall auf jedem Endgerät. ;-)

Aber über China lästern. Ist klar.

von A. N. (bastelmaniac)


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Schlaumaier schrieb:
> Ich hab einen AMD-FX-8150 (8 Kerne CPU) 32 GB RAM / SSD  und seit ca. 1
> Jahr läuft der Emulator nicht mehr.  Ist mir aber egal, da ich das dann
> halt mal eben auf der Tablett übertrage. Ist mir eh lieber als der
> Emulator.
>
> Fakt ist, er startet nicht bei mir.  Aber vielleicht hast du Recht.
> Länger als 1 Minute habe ich nie gewartet.

Es wird auch Ryzen empfohlen, ohne es genau zu wissen warum, weil ich 
selbst eine Ryzen-CPU habe. Evtl. hat die FX-CPU bestimmte, notwendige 
Funktionen nicht eingebaut. Mit Ryzen funktioniert es bei mir definitiv.

von (prx) A. K. (prx)


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A. N. schrieb:
> Ich könnte mir schon vorstellen, dass der Markt mind. einen
> "westlichen", preiswerten ESP8266-Mitbewerber zulässt.

Du bist sicher, dass es so etwas nicht gibt, aber eben teurer und nicht 
dort angeboten, wo die Bastler suchen?

: Bearbeitet durch User
von A. N. (bastelmaniac)


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(prx) A. K. schrieb:
> Du bist sicher, dass es so etwas nicht gibt, aber eben teurer und nicht
> dort angeboten, wo die Bastler suchen?

Anstatt mich hypothetisch zu befragen, könntest du mir doch ein 
konkretes Beispiel zeigen.

von Tam H. (Firma: Tamoggemon Holding k.s.) (tamhanna)


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A. N. schrieb:
> (prx) A. K. schrieb:
>> Du bist sicher, dass es so etwas nicht gibt, aber eben teurer und nicht
>> dort angeboten, wo die Bastler suchen?
>
> Anstatt mich hypothetisch zu befragen, könntest du mir doch ein
> konkretes Beispiel zeigen.

Der Sand-N**er hilft gern.
Teuer, aber "ESP32-artig" ist der WFI32. Ist aber durch und durch 
amerikanisch, was bei FCC-Cert und Co helfen kann.
=> Beitrag "ESP32-Alternative WFI32: Module und MCUs erreichen Distributoren"

Wenn du mit absolut unerreichbaren Kundensupport zu tun haben willst, 
hat UBlox diversen Crap für dich. Siehe zum Beispiel einige der 
Arduinos.

Dann gibt es von RealTek und 30000 anderen Anbietern auch Chips. Meine 
Frage ist, was du spezifisch begehrst und dann kann man besser suchen.

von Tam H. (Firma: Tamoggemon Holding k.s.) (tamhanna)


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Schlaumaier schrieb:
> Ich hab einen AMD-FX-8150 (8 Kerne CPU) 32 GB RAM / SSD  und seit ca. 1
> Jahr läuft der Emulator nicht mehr.  Ist mir aber egal, da ich das dann
> halt mal eben auf der Tablett übertrage. Ist mir eh lieber als der
> Emulator.
>
> Fakt ist, er startet nicht bei mir.  Aber vielleicht hast du Recht.
> Länger als 1 Minute habe ich nie gewartet.

Zweierlei:
ad a) Hardwarebeschleunigung mit AMD AFAIK nur unter Linux. Bei mir 
unter Ubuntu geht es mit einem FX8320. Die Windows 11-Variante soll aber 
auch auf AMD CPUs gehen.

Ad b) ich habe früher PalmOS, etc gecodet für Geld. Vermeide Emulatoren, 
vor allem wegen der Haptik. Und ja, ich sass im RailJet mit dem Palm am 
Laptop angeschlossen...

von Tam H. (Firma: Tamoggemon Holding k.s.) (tamhanna)


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Frank schrieb:
>> einige davon haben ein nur acht Pin (!!!) hohes Gehäuse.
>
> Stehen die auf der Seite oder wie können die acht Pins "hoch" sein?
> Irgendwie werden die Artikel dieses Autors von mal zu mal schlechter.

Irgendwie werden die Kommentare von Frank immer, naja, verzweifelter und 
mehr butthurt.

Österreichische Formulierung: "x Mann hoch". Sind X Mann. Etc pp

von Tam H. (Firma: Tamoggemon Holding k.s.) (tamhanna)


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Dergute W. schrieb:
> Moin,
>
> Gerhard O. schrieb:
>> Ob sich die User Comunity das gefallen lassen wird?
>
> Natuerlich wird sie das. Wie bisher immer. Da machen wieder ein paar
> eine grosse Welle, von wegen - Jetzt ist Microsoft aber zu weit gegangen
> - ich installier' jetzt dieses Leeenuhx, geschieht euch sowas von
> recht...
> Gruss
> WK

Ich sehe es, leider, auch so. Habe gestern mit meinem Mitarbeiter eine 
Bestandsaufnahme gemacht. Von ALLEN unseren Workstations und Laptops 
überleben genau zwei Maschinen. Der Umstieg wird mich mindestens 4000€, 
nur für Hardware, kosten...wenn ich alles umstelle.

Zumindest bei der Tamoggemon wird sich aber der Trend fortsetzen, dass 
wir mehr und mehr auf Ubuntu umstellen.

Wir haben in der Firma jetzt schon nur noch zwei Windows-Boxen: eine für 
PCB-Layout mit Target, für Videoschnitt und für Visual 
Studio-Entwicklung, und eine für Faucherle, die sich weigert, auf Linux 
umzusteigen. Wobei Faucherle bis 2025 sicher auch noch mit Windows 10 
zurechtkommt - sie macht ja nur Word, Excel und Outlook mit der Kiste.

Im Handelshaus meines Vaters (Aktien) sind wir seit 2013 mit Linux 
unterwegs...

von A. N. (bastelmaniac)


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@Tam

Danke für deinen Hinweis auf den WFI32, den Artikel habe ich schon 
gelesen. Leider scheint dieser faktisch nicht verfügbar zu sein, außer 
auf sehr teuren Eval-boards und ich frage mich, wie es mit open source 
Unterstützung aussieht.

Ich meinte zudem eher ein alternatives Produkt zu einem ESP-01M oder 
wenigstens ESP-01S. Also extrem kleine Platinchen, die wenige Anschlüsse 
hinausgeführt haben und die WIFI-Antenne schon gebrauchsfertig dabei 
integriert haben.

Ich selbst habe leider nicht so positive Erfahrungen mit den ESPs 
gemacht. Ich habe wochenlang an einem Fehler vom ESP gearbeitet. Auch 
ESPs aus anderer Quelle, als die ursprünglich gekauften, zeigten diesen 
Fehler. Später habe ich zufällig im Internet andere ESP Anwender 
gefunden, die das gleiche Problem wie ich hatten. Angeblich soll es mit 
einer neueren Revision des ESP verschwunden sein. Aber egal, ich hab 
keine Lust ewig zu frickeln, bis eine stabile Kombination aus HW und 
Software herauskommt.

Der identische Code funktioniert mit dem ATSAMW25 Modul sofort absolut 
stabil und einwandfrei. Leider ist das ATSAMW25 Modul durch die vielen 
I/Os und zusätzlich durch das 2-Chip Design nicht so kompakt wie eben 
ein ESP-01M Modul mit dem all-in-one ESP8285.

von Tam H. (Firma: Tamoggemon Holding k.s.) (tamhanna)


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A. N. schrieb:
> @Tam
>
> Danke für deinen Hinweis auf den WFI32, den Artikel habe ich schon
> gelesen. Leider scheint dieser faktisch nicht verfügbar zu sein, außer
> auf sehr teuren Eval-boards und ich frage mich, wie es mit open source
> Unterstützung aussieht.

WFI32 kann ich dir eventuell beschaffen. No promises, aber ich probiere 
es wenn du magst.

>
> Ich meinte zudem eher ein alternatives Produkt zu einem ESP-01M oder
> wenigstens ESP-01S. Also extrem kleine Platinchen, die wenige Anschlüsse
> hinausgeführt haben und die WIFI-Antenne schon gebrauchsfertig dabei
> integriert haben.

Das ist schwieriger. Ich weiss, dass ST da ein paar solche Module von 
Drittherstellern verwendet. Kann es dir recherchieren wenn du magst.

>
> Ich selbst habe leider nicht so positive Erfahrungen mit den ESPs
> gemacht. Ich habe wochenlang an einem Fehler vom ESP gearbeitet. Auch
> ESPs aus anderer Quelle, als die ursprünglich gekauften, zeigten diesen
> Fehler. Später habe ich zufällig im Internet andere ESP Anwender
> gefunden, die das gleiche Problem wie ich hatten. Angeblich soll es mit
> einer neueren Revision des ESP verschwunden sein. Aber egal, ich hab
> keine Lust ewig zu frickeln, bis eine stabile Kombination aus HW und
> Software herauskommt.

Bei ublox geht es dir in der Sache nicht besser. Ich kann dir gerne am 
Telefon Horrorgeschichten erzählen...sowohl von mir als auch von einem 
Kunden.

>
> Der identische Code funktioniert mit dem ATSAMW25 Modul sofort absolut
> stabil und einwandfrei. Leider ist das ATSAMW25 Modul durch die vielen
> I/Os und zusätzlich durch das 2-Chip Design nicht so kompakt wie eben
> ein ESP-01M Modul mit dem all-in-one ESP8285.

Wenn ich dich richtig verstehe, müssen wir sowohl klein als auch 
preiswert bauen, und WLAN ist Voraussetzung. Wenn wir mit Bluetooth 
auskämen, wären die BlueNRG eventuell eine Lösung, aber die haben auch 
ihre eigene Behaarung...

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