Chip Identifizierung Chevrolet Oldtimer

OP #6740120
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Hallo liebe Foristen,

Ich bin Ulli und komme aus NRW,

Ich weiß das es blöd ist sich nur hier anzumelden und direkt einen 
Thread zu erstellen. Ich habe mit Elektronik sehr wenig am Hut aber habe 
leider ein Problem welches gelöst werden muss. Ich bin seit Corona 
beginn einen 78er Chevy am restaurieren und bin fast fertig damit. Nun 
hat der Drehzahlmesser aufgegeben. In der US community sind alle sehr 
hilfsbereit und das Problem ist auch bekannt. Es ist dieser chip den ich 
auf dem Foto markiert habe. Es handelt sich wohl um einen:

National Semiconductor LM181 welcher danach durch den NTE01670 ersetzt 
wurde.

Leider kann ich nirgendwo diesen chip finden. Gibt es eine alternative 
zu diesen Chips oder wisst ihr wo ich diese her bekomme?

Vielen dank für eure Hilfe

Gruß
Ulli
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(Firma: S-C-I DATA GbR) #6740524
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Ulli D. schrieb:
> denkt ihr ich kann einfach den LM1819N nehmen? ich sehe da keinen
> unterschied zwischen LM1819 und LM1819N
Hallo Ulli D.

Falls du Probleme mit dem Wechseln und Testen hast, kannst du mir die 
Teile und das Print zusenden wenn du das Rückporto mitsendest wechsle 
ich den dir für "Lau" weil ich selber auch ein Oldtimer Fan bin.
Ich habe hier in der Firma die Möglichkeit es zu Testen falls der Chip 
nicht stimmen würde das es dir nicht noch andere Teile Zerschiest, wäre 
doch schade darum ;-)

Bei Interesse PN an mich

Gruß Patrick
#6740528
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Das Datenblatt zum nteinc-Ersatztyp, leider auch "discontinued":
https://www.nteinc.com/specs/1600to1699/pdf/nte1670.pdf

The NTE1670 is a function generator/driver for air–core (moving–magnet) 
meter movements in a14–Lead DIP type package.  A Norton amplifier and an 
NPN transistor are included on chip for signalconditioning as required. 
Driver outputs are self–centering and develop ± 4.5V swing at 20mA. 
Betterthan 2% linearity is guaranteed over a full 305–degree operating 
range.

Also kein gewöhnlicher Operationsverstärker sondern speziell für 
Tachoinstrumente gedacht.

Onsemi empfiehlt einen noch aktiven Typ CS8190EDWFR20G , der steckt 
allerings im SO-20 SMD-Gehäuse
https://www.onsemi.com/pdf/datasheet/cs8190-d.pdf
scheint auch nur funktionsähnlich zu sein, DIL-16 gab es auch

http://bitsavers.org/components/national/_dataBooks/1988_National_Linear_Databook_Vol_3.pdf
1988 war schon der LM1819 aktuell, hier ab S.686

einen LM181 von National Semiconductor finde ich hier nirgends:
http://bitsavers.org/components/national/_dataBooks/
vielleicht hat sich da mal jemand vertan und der Fehler pflanzt sich 
seither fort.
OP #6740655
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hier die Bilder:



Ich habe gerade den LM1819N bestellt. bin ich mal gespannt...

Vielen Dank für dein Angebot Patrick ! ich probiere es erstmal selber, 
würde aber auf dich zurück kommen wenn ich nochmal Hilfe benötige :)

Gruß Ulli
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Gast #6740785
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Hallo Roland,

Das ist wohl ein typischer Schaden an den alten Drehzahlmessern. Im 
amerikanischen Chevy forum wurde ich darauf aufmerksam gemacht das wenn 
der Drehzahlmesser nichtmehr geht es dieser ic ist.
Man darf nicht vergessen das der Truck 43 Jahre alt ist, da hat schon 
einiges aufgegeben. Ich werde die von dir markierte Stelle auf jeden 
Fall nachlöten.

Vielen Dank
Ulli
(Firma: matzetronics) #6740816
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Sei ein wenig vorsichtig mit der Lagerung des Zeigers und behandele das 
am besten wie ein rohes Ei. Es sollte auch sauber sein und kein 
Krümelchen Eisenspan oder Sand drin sein.
Bei Beschaffungsproblemen kann man mal in der nächstgelegenen 
Sportbootwerft anfragen, denn ältere Windanzeiger arbeiten auch mit 
Aircore (also Sin/Cos) Anzeigen und werden in den letzten Jahren alle 
rausgeworfen und durch Digitalanzeigen ersetzt. Da gibts den einen oder 
anderen LM1819 für lau.
Gast #6740818
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Roland E. schrieb:

> Bei dem simplen Ding stellt sich die Frage:
> Warum isser kaputt? Das muss doch ein Folgefehler sein.

Nicht zwangsläufig. Der Chip ist von National Semiconductor und hat 
einen Datecode KW39/1978. Wenn der Feuchtigkeit zieht, also Wasser durch 
den Epoxy-Verguss diffundiert, dann oxidieren die Aluminiumleiterbahnen 
und die Bondpads. Irgendwann fällt das Ding aus oder die Bonddrähte 
lösen sich.

Einige Jahre später wurde die Oberflächenpassivierung erfunden. Seitdem 
bekommen die Chips eine Schutzschicht, welche die Korrosion verhindert. 
Leider fing NS damit erst relativ spät an.

MM74CxxxN und CD4xxxA (nicht -B!) aus den '70ern sind auch so 
Kandidaten. Die sind innen fast immer angegammelt.
(Firma: Spezialeinheit) #6741216
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Also nur mal so am Rande:
Die Anschlusskontakte sind ja nur auf die Leiterplatte draufgenietet. 
Die Chance das es dort zu einer schlechten Verbindung kommt stehen hoch. 
Vor allem wenn dort hinten noch ein Kabel mit Kabelschuh dran zerrt.

Die hätte ich auch angelötet, wenn z.B. Gnd eine Unterbrechung hat geht 
die Hochspannung vom Coil-Kontakt mitunter ungewollte Wege, sollte mich 
nicht wundern wenn dass die Ursache für die Ausfälle ist.
OP #6742681
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OK,

Leider keine Besserung, nun Spring die Nadel auf 6 Uhr und bleibt dort 
egal bei welcher Drehzahl. Danach habe ich ihn anders herum eingelötet, 
Nadel geht auf 12Uhr.

Ich bestelle nun eine neue Platine aus den Staaten.

Trotzdem vielen Dank für eure Unterstützung !!!

Gruß
Ulli

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